Künstliche Intelligenz
Doch kein Zwang zu digitalem Ausweis und Handy im Vereinigten Königreich
Die Regierung des Vereinigten Königreichs lässt ihren Plan fallen, alle Einwohner zu digitalen Ausweisen und Smartphones zu zwingen. Die im Herbst angekündigte Maßnahme war unpopulär. Auch Abgeordnete der regierenden Arbeiterpartei lehnten sie ab.
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Begründet wurde der ursprüngliche Plan mit dem Kampf gegen Schwarzarbeit. Aber auch sonst sollten die digitalen Ausweise am Handy für staatliche und private Leistungen herangezogen werden.
Am Kampf gegen Schwarzarbeit hält die Regierung fest. Sie will aber nicht mehr alle Bürger zu digitalen Ausweisen und Smartphones zwingen. Stattdessen sollen ab 2029 alle Arbeitnehmer ihre Arbeitsberechtigung online nachweisen müssen. Dabei werden sie traditionelle Ausweise verwenden müssen. Ausländer werden wahrscheinlich ihren biometrischen Reisepass einscannen müssen.
(ds)
Künstliche Intelligenz
Prag will auf Elektrotaxis umstellen
Prag will den Klimaschutz voranbringen: Künftig sollen Ridesharing-Fahrzeuge und Taxis nur noch elektrisch unterwegs sein, wie die Stadtverwaltung mitteilt.
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Ab dem 1. August 2027 dürfen Transportunternehmen in der tschechischen Hauptstadt nur noch Fahrzeuge einsetzen, die mindestens die Abgasnorm EURO 6d erfüllen. Ab dem 1. Januar 2030 ist Schluss mit Verbrennertaxis. Dann dürften für Taxidienste nur noch elektrisch angetriebene Fahrzeuge eingesetzt werden, schreibt Jaromír Beránek, stellvertretender Bürgermeister und verantwortlich für den Verkehr, auf dem Portal der Stadt.
Der Entwurf muss allerdings noch vom Stadtrat genehmigt werden. Es sei wichtig, eine solche Verordnung mit genug Vorlauf einzuführen, damit die Taxiunternehmen sich darauf einstellen können.
Grund für die neuen Regeln ist laut Beránek „eine ungünstige Entwicklung im Bereich des Taxiverkehrs“. So seien deutlich mehr Taxis in der Stadt unterwegs als noch vor ein paar Jahren: 16.000 Fahrzeuge waren 2024 im Einsatz – inklusive Fahrdiensten wie Uber –, 2017 waren es nur 3000. Die Fahrzeuge seien im Durchschnitt mehr als zehn Jahre alt, die Zahl derer mit den Abgasnormen EURO 4 und 5 nehme rapide zu.
Schlechte Luft in Prag
Der Verkehr sei die Hauptquelle für die Luftverschmutzung in Prag, sagt Beránek. Da Taxis deutlich mehr unterwegs seien als Privatfahrzeuge, trügen sie auch mehr zur Verschlechterung der Luftqualität bei. „Wenn wir strengere Grenzwerte erfüllen wollen, die ab 2030 gelten, müssen wir bei den Segmenten ansetzen, die am meisten in der Stadt unterwegs sind“, sagte Beránek. „Der Taxiverkehr ist einer davon.“
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Für die Elektrifizierung der Taxis will die Stadt auch die Ladeinfrastruktur ausbauen. Im Jahr 2030 sollen 4000 bis 4500 normale Ladepunkte sowie 150 bis 200 schnelle und ultraschnelle Ladepunkte zur Verfügung stehen.
Auch anderswo gehen Städte dazu über, die Taxis zu elektrifizieren. Hamburg etwa hat damit bereits angefangen: Seit 2025 werden dort nur noch emissionsfreie Taxis zugelassen.
(wpl)
Künstliche Intelligenz
Queeres Projekt will Top-Level-Domain .meow registrieren lassen
Die gemeinnützige Stiftung dotMeow will eine eigene generische Top-Level-Domain (gTLD) ins Leben rufen. Ziel der Aktion sei, queere Sichtbarkeit im Internet zu stärken und zur Finanzierung queerer Projekte beizutragen, schreiben die Aktivisten auf ihrer Website. Der Name .meow rekurriere auf die Anfangszeiten des Internets, als das Web noch außergewöhnlich, lustig und absurd gewesen sei.
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Ab April 2026 muss eine Registrierung der Domain .meow bei der Domainverwaltung Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) beantragt werden. Um die letzten Kosten der Domainregistrierung zu decken, hat die Non-Profit-Organisation eine Crowdsourcing-Kampagne auf der Plattform Kickstarter gestartet. Das Spendenziel von 80.000 Euro wurde bereits erreicht.
Sollte die Beantragung der Domain .meow bei der ICANN Erfolg haben, könnte .meow 2027 online gehen. Ab dann will die queer-geführte, nicht profitorientierte Stiftung dotMeow den Großteil der Einnahmen jeder neu registrierten .meow-Domain queeren Menschen, Unternehmen und Projekten zugutekommen lassen. Anfänglich wolle man noch keine eigene Domain-Registry betreiben, sondern mit einem etablierten Domain-Registrar zusammenarbeiten. Später solle dann der Betrieb eines eigenen Domain-Registry-Services erfolgen, schreibt die Initiative auf ihrer Website.
Neue gTLD-Vergaberunde der ICANN für April 2026 geplant
Domainregistrierungen sind kostspielig und überhaupt äußerst selten möglich. 2012 nahm die ICANN zuletzt Anträge für neue generische Top-Level-Domains im Rahmen ihres New gTLD-Programms entgegen. Damals kostete der Antrag auf eine gTLD 185.000 US-Dollar. Dennoch waren vor rund vierzehn Jahren fast 2000 Anträge für neue Top-Level-Domains eingegangen. Besonders Städtenamen wie .berlin, .wien oder .hamburg waren in der Vergangenheit beliebt. Bislang sind insgesamt 1438 Top-Level-Domains registriert. Das geht aus einer von der ICANN bereitgestellten Liste in Textform hervor.
Mitte Dezember vergangenen Jahres kündigte die ICANN eine neue Vergaberunde für generische Top-Level-Domains an. Ab 30. April 2026 eröffnet die Netzverwaltung ihr Verfahren für neue Internetadressen. Zu den Erfordernissen zählt diesmal erneut ein vergleichsweise hohes Budget der Antragsteller. Allein die Bewertungsgebühr beträgt 227.000 US-Dollar pro Antrag.
Neu ist allerdings das Applicant Support Program (ASP) der ICANN, das bereits im November 2024 gestartet ist. Ziel des ASP ist es, die Beantragung einer neuen gTLD für Antragsteller zugänglich zu machen, die ansonsten aufgrund von finanziellen Ressourcenbeschränkungen nicht in der Lage dazu wären. Als sogenannte qualifizierte Bewerber für das ASP gelten laut Website des gTLD-Programms der ICANN gemeinnützige oder zwischenstaatliche Organisationen, indigene Gruppen oder Kleinunternehmen aus weniger entwickelten Volkswirtschaften. Diese können die Kosten einer gTLD-Registrierung nach erfolgter Prüfung um 75 bis 80 Prozent reduzieren. Damit fallen dann nur noch etwa 35.000 bis 56.000 Dollar pro gTLD-Antrag an.
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.meow-Domain nicht die erste queere TLD
Die Domain .meow wäre nicht die erste queere TLD. Die Domainn .gay wurde etwa bereits im Zuge der ersten Vergaberunde des gTLD-Programms im Jahr 2012 als sogenannte Community-Bewerbung von dem US-Unternehmen Dotgay LLC eingereicht. Saudi-Arabien hatte damals frühzeitig Einspruch erhoben. Im Oktober 2014 wurde der Antrag der Dotgay LLC von der ICANN abgelehnt. Die Verbindung zwischen dem Begriff .gay mit der Community der Schwulen und Lesben sei nicht zwingend, urteilte die ICANN damals. Infolge der Ablehnung als Community-Domain sollte .gay unter den vier angetretenen Bewerbern versteigert werden.
Die Dotgay LLC legte 2015 im Rahmen eines sogenannten Reconsideration Request Einspruch bei der ICANN ein, der ebenfalls mehrfach abgelehnt wurde. Im Mai 2019 wurde die Domain .gay letztlich zugelassen und das US-Unternehmen Top Level Design als Domain-Registrar anerkannt, nachdem alle Mitbewerber ihre Gebote zurückgezogen hatten.
.gay wird in einigen Ländern seitdem gezielt blockiert. Anstelle einzelner Domains blockieren sie gleich eine ganze TLD. Das will .meow umgehen. Die Domain sei ein subtiles Zeichen der Solidarität, das nur Eingeweihte verstehen würden, schreibt das queere Projekt auf seiner Website.
(rah)
Künstliche Intelligenz
Salesforce: Slack soll zur „KI-Schaltzentrale” werden
Es hatte sich schon auf der Salesforce Hausmesse Dreamforce abgezeichnet, dass Slack zu einer zentralen Oberfläche für eine neue Generation von KI-Agenten ausgebaut werden soll. Herzstück davon ist der Slackbot, der ab sofort allgemein verfügbar ist. Laut Salesforce kann der neue Bot nicht nur informieren, sondern vor allem viele Arbeitsprozesse aktiv unterstützen.
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Anders als die vielen neuen Copiloten, die als zusätzliche Anwendungen neben bestehende Tools treten, soll der Slackbot überall dort arbeiten, wo ein Großteil der Kommunikation stattfindet und wo die Mitarbeiter den größten Bedarf an Unterstützung haben. „Slackbot ist kein klassischer Team-Bot, sondern ein persönlicher Arbeitsassistent“, sagt Ryan Gavin, Chief Marketing Officer für Slack über das neue System.
Im Dialog mit KI-Agenten
Dazu greift der Bot auf Konversationen, Dateien, Kalenderinformationen und angebundene Unternehmensdaten zu, für die der jeweilige User die Zugriffsrechte besitzt. Dieses Kontextwissen ist dann für konkrete Aufgaben nutzbar. Das reicht vom Auffinden alter Entscheidungen über das Erstellen von Texten und Zusammenfassen von Dokumentinhalten bis hin zur Vorbereitung von Präsentationen und Meetings.
Strategisch ordnet Salesforce das Produkt in seine „Agentforce“-Plattform ein. Dabei fungiert Slack als „konversationelle Oberfläche“ für alle KI-Agenten, die in verschiedenen Unternehmenssystemen arbeiten. Statt Dashboards, Formulare und separate Anwendungen zu öffnen, sollen die User künftig nur noch über Dialoge mit dem neuen Assistenten auf Daten, Prozesse und Aktionen zugreifen. Salesforce-CTO Rob Harris bezeichnet Slack in diesem Zusammenhang als „Agentic Work Operating System“, also als eine Art Betriebssystem für die Zusammenarbeit von Menschen und KI-Agenten.
Salesforce setzt intern auch auf Slackbot
Kunde Nummer eins von Slackbot ist Salesforce selbst. Laut Unternehmensangaben wird der Assistent unter anderem für Priorisierungen, Zusammenfassungen von längeren Diskussionsverläufen oder für interne Reviews eingesetzt. Das Unternehmen spricht von deutlichen Zeitgewinnen, die von fünf bis 20 Stunden pro Mitarbeiter und Woche reichen sollen.
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In einer Pressekonferenz wurde gezeigt, wie Slackbot die Informationen aus verschiedenen Quellen zusammenführen kann. So lassen sich beispielsweise Diskussionen aus Slack-Kanälen mit Kennzahlen aus angebundenen Systemen wie Salesforce CRM kombinieren, um daraus Entscheidungsgrundlagen oder Handlungsempfehlungen abzuleiten.
Der jetzt einsetzende breite Rollout von Slackbot markiert einen strategischen Umbau von Slack: weg vom reinen Kommunikationstool, hin zu einer neuen strategischen Steuerzentrale. Doch das befindet sich alles noch im Anfangsstadium. Weitergehende Automatisierungsfunktionen, wie das eigenständige Anlegen von Meetings sind noch nicht Teil der aktuellen Version, sondern sollen laut Salesforce erst mit späteren Updates auf den Markt kommen.
(axk)
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