Apps & Mobile Entwicklung
Creator Studio Abo: Jetzt will auch Apple für neue KI-Funktionen Geld
Über Jahre stellte Apple neue Funktionen sowie mit Apple Intelligence auch KI-Funktionen für bestehende Apps in der Regel kostenfrei zur Verfügung. Mit dem Apple-Creator-Studio-Abo verlangt der Konzern nun 12,99 Euro im Monat für die Apps und neue (KI-)Features in Final Cut Pro, Pixelmator Pro, Keynote, Pages, Numbers und mehr.
Bis zu 10 Apps im Abo
Zum Start enthält das Abo laut dem Konzern bis zu zehn Apps, welche weite Bereiche von Kreativen abdecken: Für die Videobearbeitung ist Final Cut Pro enthalten, für Audio Logic Pro, für die Bildbearbeitung der Pixelmator Pro, für Präsentationen Keynote und Pages sowie Numbers dann als Word- und Excel-Alternativen.
- Videobearbeitung: Final Cut Pro
- Audio: Logic Pro
- Bildbearbeitung: Pixelmator Pro
- Präsentationen: Keynote
- Textbearbeitung: Pages
- Tabellen: Numbers
- Nur Mac: Motion, Compressor, MainStage
Exklusiv für den Mac werden noch Motion, Compressor und MainStage gebündelt. Wer noch keine der Apps besitzt, bekommt so Zugang zur ganzen Produktivitäts-Suite von Apple für einen monatlichen oder jährlichen Preis. Die Apps erhalten zudem auch ein neues UI-Design, denn bislang sind diese noch nicht mit Liquid Glass überarbeitet worden. Den Werbematerialien nach zu urteilen will Apple das nun aber nachholen.
Freeform kommt später
Der Konzern hat zudem angekündigt, dass „später“ auch die App Freeform zum Bundle hinzugefügt werden soll. Freeform ist eine digitale Whiteboard-Anwendung, die der Konzern erstmals im Jahr 2022 veröffentlicht hat und die auch zusammen mit anderen Nutzern gleichzeitig verwendet werden kann.
Pixelmator Pro kommt aufs iPad
Mit dem Creator-Studio-Abo soll zudem Pixelmator Pro auf das iPad kommen. Bisher gibt es die App nur für das MacBook. Pixelmator wurde Ende des Jahres 2024 von Apple gekauft. Die iPad-Version soll für die Touchbedienung und insbesondere den Apple Pencil optimiert sein. Pixelmator Pro für iPad soll auf allen iPads mit einem A16-SoC oder neuer sowie M1-Chip oder neuer zur Verfügung stehen.
Pixelmator Classic bekommt keine weiteren Updates
Während der Pixelmator Pro aufs iPad kommt, verschwindet der Pixelmator Classic aus dem Jahr 2014. Die Begleit-App zum Pixelmator Classic auf dem Mac wird ebenfalls eingestellt; sie bekommt daher keine Updates mehr, soll aber verfügbar bleiben. Pixelmator Classic hat bisher eine einfache Bildbearbeitung wie Zuschneiden, Farbanpassungen und Effekte geboten. Ein ähnlicher Funktionsumfang kann auch in der nativen Fotos-App auf dem Mac, iPhone und iPad genutzt werden.
Neue Funktionen wohl nur im Abo
Zwar sollen die Apps Final Cut Pro, Logic Pro und Pixelmator Pro weiterhin einzeln erwerbbar bleiben und Updates erhalten, doch Apple spricht in der Pressemitteilung oft über neue „intelligente Features“, die Abonnenten zum Start in den Apps erhalten sollen. Wie MacRumors bereits vermutet, könnte es sich hierbei um neue KI-Funktionen handeln.
Spannende neue intelligente Features und Premiuminhalte bauen auf den vertrauten Funktionen von Final Cut Pro, Logic Pro, Pixelmator Pro, Keynote, Pages, Numbers und später Freeform auf und machen Apple Creator Studio zu einem fantastischen Abo-Angebot, das Creator:innen aus allen Bereichen unterstützt und gleichzeitig ihre Privatsphäre schützt.
An einer Stelle nennt der Konzern bereits ein neues „Super Resolution Feature“ für Keynote, um Bilder hochzuskalieren, und die Integration von ChatGPTs Bildgeneratoren. Bisher gibt es diese Funktionen noch nicht. Zum jetzigen Stand ist deshalb noch nicht vollständig klar, welche Funktionen Apple exklusiv für Abonnenten überhaupt anbieten will. Der Konzern nennt explizit nur eine Auswahl für Logic Pro, Keynote, Pages, Numbers und den Pixelmator Pro.
- Logic Pro: Synth Player und Chord ID
- Keynote, Pages, Numbers, Freeform: Premiuminhalte über neuen Content-Hub und „intelligente Features“
- Pixelmator Pro: Neues „Wrap-Tool“
Damit verlangt Apple für neue Funktionen in den „iWork“-Apps Keynote, Pages und Numbers zum ersten Mal seit dem Jahr 2011 auf dem Mac wieder Geld. Davor gab es neue Funktionen nur gegen den Kauf der jeweils aktuellsten Version, nun gibt es einige Funktionen nur noch im Abo. Bei Pixelmator Pro, Final Cut Pro und Logic Pro gab es neue Funktionen bisher ebenfalls kostenfrei.
Verfügbarkeit
Das neue Abo soll laut Apple ab Mittwoch, dem 28. Januar, zur Verfügung stehen. Interessierte müssen mit 12,99 Euro im Monat oder 129 Euro im Jahr rechnen, wobei Studenten und Lehrkräfte auf das Abo auch für 2,99 Euro im Monat oder 29 Euro im Jahr zugreifen dürfen sollen.
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PlayStation-Spiele: Künftig wieder weniger PC-Portierungen

Sony passt seine PC-Strategie an. Laut Insider-Informationen werden künftig weniger PlayStation-Spiele portiert, die Konsole bekommt klaren Vorrang. Dafür kommen mehrere Gründe in Frage. Darüber hinaus schloss der Konzern zuletzt sein „Remake-Studio“.
Sony bringt seit ein paar Jahren ältere Spiele, aber auch Neuerscheinungen verlässlich mit etwas zeitlichem Abstand auf den PC. Dies wird sich nach Informationen von Jason Schreier künftig wieder ändern. Im Triple-Click-Podcast sagte er, es sehe so aus, als würde das Unternehmen wieder davon Abstand nehmen, ihre exklusiven Titel „wie traditionelle Singleplayer-Titel“ auf den PC zu bringen. Das betreffe auch das für September geplante Wolverine-Spiel. Schreier ist für gewöhnlich gut informiert und liegt fast nie daneben. Ähnlich äußern sich andere, verlässliche Quellen.
Aktuell plane Sony auf dem PC vor allem mit Live-Service-Spielen und deutlich weniger Einzelspieler-Titeln. Bei dieser Gattung Spiel sind eine möglichst große Spielerschaft, aber auch der soziale Aspekt elementar, insbesondere auch um Server zu füllen. Eine Multiplattform-Entwicklung hilft dabei.
Mögliche Gründe
Gründe für die Kursänderung können vielfältig sein. Ehemalige PlayStation-Manager behaupteten zwar, dass Portierungen risikofreie Gewinne wären, Belege dafür gibt es jedoch nicht. Die Spielerzahlen auf Steam sind jedenfalls nicht übermäßig riesig gewesen. Für Sony könnte das Bild abhängig von den entstandenen Kosten deshalb nicht so eindeutig sein. Das erwähnt auch Schreier.
Dazu kommt: Mit den jüngsten Änderungen der Xbox-Sparte bei Microsoft ist unklar, wo der Weg der Konkurrenz hinführt – und ob sie überhaupt noch langfristig eine Zukunft hat. Zumindest das Konsolen-Business ist bei Microsoft aber zunehmend in den Hintergrund gerückt. Für Sony könnte es so mehr Sinn ergeben, PlayStation-Spiele klarer als „PlayStation“-Produkte zu labeln, d.h. klar mit der Konsole zu verknüpfen.
Bluepoint kürzlich aufgelöst
Ende Februar schloss zudem Bluepoint Games die Pforten. Das von Sony erst 2021 übernommene Studio war für die gelungenen Remaster von Shadow of the Colossus und Demon Souls verantwortlich. Berichten zufolge gelang es dem Studio laut Bloomberg weder, ein Live-Service-Spiel im God-of-War-Universum zu entwickeln, das zu Sonys geänderter Strategie passte, noch Sony von weiteren Projekten zu überzeugen.
Der Konzern stufte die Remaster als finanziell teils als wenig lukrativ ein, ein Bloodborne-Remake scheiterte an den Wünschen von FromSoftware. Der Chef des Studios, Hidetaka Miyazaki, wollte dem Bericht nach die Arbeiten nicht von einem Fremdstudio ausgeführt sehen – ein Wunsch, dem Sony nachkam. Die Schließung erfolgte demnach, weil Sony keine Verwendung mehr für das Studio fand. Das angekündigte Remake der God-of-War-Triologie übernimmt ein anderer Entwickler.
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Besser als John Wick? Dieser finnische Action-Kracher stürmt die Prime-Charts
Wenn die üblichen Blockbuster Euch langweilen und Ihr nach einem echten kinetischen Energiebündel sucht, dann solltet Ihr jetzt genau hinsehen. Ein stiller Außenseiter aus dem hohen Norden hat sich stillschweigend in die digitalen Bestenlisten geschlichen und lässt die Konkurrenz alt aussehen.
Genau an diesem Punkt kommt Ihr ins Spiel, wenn Ihr Fans von präzise choreografierter Gewalt und unaufhaltsamen Protagonisten seid. Der finnische Action-Thriller „Sisu“ aus dem Jahr 2022 hat im Februar 2026 einen massiven Sprung in den Prime Video Charts hingelegt und belegt aktuell einen starken siebten Platz. Während viele Streaming-Neuheiten oft nur mit viel Marketing-Budget glänzen, überzeugt dieser Streifen durch rohe Kraft und eine visuelle Sprache, die keine großen Worte braucht. Wenn Ihr die „John Wick“-Reihe für ihre kompromisslose Art liebt, dann wird dieser rasant erzählte Rache-Feldzug Euer neues Highlight auf der Watchlist sein.
Wenn der Goldsucher zum Systemfehler für die Wehrmacht wird
Die Story führt Euch zurück in die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs in die karge Wildnis von Lappland. Aatami Korpi, gespielt von Jorma Tommila, ist eigentlich nur ein einfacher Goldsucher, der in der Einöde auf eine fette Ader gestoßen ist. Doch als er auf einen flüchtenden Trupp deutscher Soldaten trifft, die ihm seine Beute abnehmen wollen, begehen diese den fatalen Fehler ihres Lebens. Aatami ist nämlich kein harmloser Rentner, sondern ein legendäres Ex-Elite-Kommando. Er ist eine Ein-Mann-Armee, die physische Gesetze eher als grobe Empfehlungen betrachtet und seinen Goldbeutel mit einer Hartnäckigkeit verteidigt, die jeden modernen Sicherheitsalgorithmus alt aussehen lässt.
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Sein Spitzname „Koshchei“, was übersetzt „Der Unsterbliche“ bedeutet, ist Programm. Ihr werdet Zeuge, wie dieser wortkarge Finne eine Kampagne des Terrors gegen seine Verfolger startet. Der Regisseur setzt dabei auf eine Inszenierung, die Eure Sehnerven mit praktischen Effekten und einem unglaublichen Tempo malträtiert. Es ist eine faszinierende Mischung aus historischem Setting und überzeichneter Action, die sich niemals mit unnötigem Ballast aufhält. Wenn Ihr sehen wollt, wie man mit einer Spitzhacke und purer Willenskraft ein ganzes Bataillon zerlegt, dann bietet Euch dieser Film die perfekte Vorlage.
Starke Wertungen für Sisu bei Rotten Tomatoes
Sowohl die Kritiker (94 Prozent) als auch die Zuschauer (88 Prozent) zeigen sich angetan von dem finnischen Action-Hit. Viele bezeichnen ihn als einen unterschätzten Hit, loben die blutigen Actionszenen oder auch schlichtweg die Wahl eines älteren Actionhelden. Bei IMDb fällt die Beurteilung der Zuschauer mit 6,9 von 10 deutlich niedriger, doch noch immer solide aus. Klar ist, dass du von diesem Action-Hit nicht die tiefgründigste Geschichte erwarten solltest. „Sisu“ will dich nicht mit tiefgründigen moralischen Werten überzeugen. Vielmehr lässt der Film die Gewalt gegen ein weltweit akzeptiertes Feindbild niederrasseln: die Nazis. Das dürfte einer der Gründe sein, warum das Werk auch international bei vielen Menschen Anklang findet.
Warum Ihr diesen Streaming-Hit nicht verpassen dürft
Warum klettert ein Film von 2022 gerade jetzt so rasant in die Charts? Es liegt wohl daran, dass die Qualität sich am Ende immer durchsetzt. Während viele aktuelle Produktionen in der Masse untergehen, bietet „Sisu“ genau das, was Ihr für einen unterhaltsamen Abend braucht: eine klare Struktur, einen charismatischen Helden und Action, die sich gewaschen hat. Die Dynamik zwischen dem Protagonisten und seinem Gegenspieler Obersturmführer Bruno Helldorf sorgt für eine Spannung, die bis zur letzten Minute anhält.
Doch es gibt noch einen weiteren logischen Auslöser für den plötzlichen Hype in den Datenbanken. Der brandneue zweite Teil mit dem Titel „Sisu: Road to Revenge“ ist mittlerweile ebenfalls auf den gängigen Streamingplattformen aufgeschlagen. Dieser frische Release spült ganz offensichtlich eine massive Welle an Zuschauern zurück zum Ursprung der blutigen Saga. Für Euch bedeutet das puren Eskapismus in bester Auflösung, bei dem Ihr gleich einen doppelten Marathon einplanen könnt. Falls Ihr also noch nach einem Grund sucht, Euer Abonnement diese Woche richtig auszunutzen, dann startet den Stream. Der zähe Finne beweist eindrucksvoll, dass der Norden die härtesten Kracher des Jahrzehnts liefert.
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Hacker aktiv stoppen: Sicherheitsbehörden sollen Erlaubnis für Hackbacks erhalten
Die Bundespolizei und das Bundeskriminalamt (BKA) sollen künftig das Recht erhalten, Hacker-Angriffe aktiv zu stoppen. Mit entsprechenden Hackback-Verfahren besteht dann die Möglichkeit, auch Angreifer aus dem Ausland direkt ins Visier zu nehmen.
Von einem entsprechenden Gesetzentwurf aus dem Bundesinnenministerium berichtet der Spiegel. Demnach sollen die Befugnisse deutscher Sicherheitsbehörden deutlich erweitert werden, indem das Bundespolizeigesetz einen neuen Paragraphen erhält, der besondere Abwehrmaßnahmen erlaubt.
Hackbacks für Bundespolizei und BKA, erweiterte Lageanalyse durch das BSI
Bundespolizei und BKA sollen demnach gemeinsam mit dem BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) bei erkannten Angriffen technisch eingreifen können. Zu den potenziellen Maßnahmen zählen das Umleiten und Blockieren von Datenverkehr. Schwerwiegendere Eingriffe sind der Bundespolizei gestattet, wenn die öffentliche Sicherheit, sensible Einrichtungen, wichtige IT-Systeme oder Menschenleben gefährdet sind. Dann dürfen Behörden auch Daten löschen oder verändern und Systeme stilllegen.
Notwendig ist dafür ein richterlicher Beschluss. Ist die Gefahr akut, darf dieser auch drei Tage im Nachhinein eingeholt werden.
Für das BKA, das bislang nur bei Terrorverdacht handeln durfte, sind ähnliche Befugnisse geplant. Die Behörde soll zudem den Auftrag erhalten, sich bei der Cyberabwehr mit ausländischen Sicherheitsbehörden zu koordinieren.
Das BSI soll mehr Rechte bei der Lageanalyse erhalten. Ins Visier nehmen soll die IT-Sicherheitsbehörde auch solche Aktivitäten, die darauf hindeuten, dass Angreifer eine Attacke vorbereiten. Telekommunikationsfirmen und Digitalkonzerne sollen in diesem Kontext verpflichtet werden, sicherheitsrelevante Informationen zu übermitteln.
Hackbacks bleiben umstritten
Hackbacks sind äußerst umstritten. Ein Kernproblem ist die Attribution von Angreifern. Für Hacker-Gruppen ist es gängige Praxis, ihr Vorgehen zu verschleiern. Angesichts der Unsicherheit bei der Enttarnung besteht daher das Risiko, dass mit den digitalen Gegenschlägen unschuldig Beteiligte betroffen sind. Ein Worst-Case-Szenario ist laut Kritikern, dass Hacker-Gruppen die Schwachstellen in der IT-Infrastruktur eines Krankenhauses ausnutzen, um Angriffe zu lancieren. Genau diese Systeme wären dann aber bei Gegenschlägen betroffen.
Für Hackback-Angriffe hatte sich in der Vergangenheit das zu Ampel-Zeiten noch von der SPD geführte Bundesinnenministerium ausgesprochen. Auf ein grundlegendes Gesetz einigen konnte sich die alte Bundesregierung aber nicht. Nun ist also die aktuelle Bundesregierung am Zug. Den Kurs hat Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) bereits Anfang des Jahres im Interview mit der Süddeutschen Zeitung vorgeben. Das Ziel sei, Angreifer zu stören und ihre Infrastruktur zu zerstören. „Wir werden zurückschlagen, auch im Ausland“, so Dobrindt.
Im Gesetzentwurf begründet man die erweiterten Befugnisse dem Spiegel-Bericht zufolge mit der verschärften Bedrohungslage aufgrund der geopolitischen Entwicklungen. Im Fokus steht Russland. Russische Hacker-Gruppen werden demnach für Angriffe auf die IT-Infrastruktur deutscher Organisationen und Unternehmen verantwortlich gemacht.
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