Künstliche Intelligenz
Geekom Geekbook X14 Pro im Test: Edles Gehäuse, OLED, Intel Ultra 9 & 32 GB RAM
Geekom wagt den Sprung vom Mini-PC zum Premium-Laptop mit OLED-Display und Intel Core Ultra 9. Ob der Erstling überzeugt, zeigt unser Test.
Geekom kennen wir bisher nur von Mini-PCs. Mit dem Geekbook X14 Pro und dem größeren X16 Pro wagt der taiwanesische Hersteller nun den Schritt in den Laptop-Markt – und das direkt im Premiumsegment. Während Konkurrenten wie Chuwi oder Ninkear sich meist in der Mittelklasse tummeln, greift Geekom direkt nach den Sternen.
Der X14 Pro kommt mit Intel Core Ultra 9 185H, OLED-Display und 32 GB Arbeitsspeicher (RAM) daher. Das klingt nach Oberklasse, kostet aber auch entsprechend. Mit 1169 Euro (mit Code HSX14PRO bei Amazon, regulär 1269 Euro) spielt das Gerät preislich in einer Liga mit etablierten Marken wie Lenovo oder Asus. Kann der Neuling da mithalten?
Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Geekom Geekbook X14 Pro?
Das Gehäuse aus Magnesiumlegierung in Titanium Gray fasst sich hervorragend an und wirkt extrem edel. Mit 999 Gramm ist das Geekbook X14 Pro ein echtes Leichtgewicht. Nichts knarzt oder wackelt, die Übergänge sind tadellos verarbeitet. Das matte Finish liegt gut in der Hand und zieht kaum Fingerabdrücke an. Bei Druck wirkt das Gehäuse stellenweise etwas dünn und lässt sich minimal eindrücken, was aber im Rahmen bleibt. Der Ein-/Aus-Taster hat einen Fingerabdrucksensor für Windows Hello integriert.
Ein Schiebeschalter deaktiviert die Webcam elektrisch, eine physische Abdeckung fehlt jedoch. Das Mylar-Touchpad (120 × 70 mm) fühlt sich wertig an und klickt satt – allerdings nur in der unteren Hälfte. Die obere Hälfte bewegt sich nicht, was die Bedienung einschränkt. Die Tastatur überzeugt mit flachen Tasten und einem Tastenhub von 1,2 mm, der an Macbook-Tastaturen erinnert. Sie tippt sich angenehm mit ordentlichem Feedback. Positiv: Es gibt ein echtes QWERTZ-Layout statt ANSI-QWERTY. Die Enter-Taste ist allerdings zu klein für DIN-2137-Konformität. Die Beschriftung mischt Deutsch und Englisch – Backspace statt Rücktaste, aber Feststelltaste statt Caps Lock. Eine dedizierte Copilot-Taste für Microsofts KI-Assistenten sitzt zwischen Alt Gr und Pfeiltasten.
Um das Gehäuse zu öffnen, muss man neun Schrauben auf der Unterseite lösen, wofür man einen Torx-T5-Bit benötigt. Danach muss man die etwas dünne Bodenplatte vorsichtig mit einem Plektrum aus den Verankerungen lupfen, um diese abnehmen zu können. Das geht weder besonders leicht noch besonders schwer. Immerhin müssen wir aber keine Gummipads von den Schrauben pflücken.
Lieferumfang: Welches Zubehör liegt beim Geekom Geekbook X14 Pro bei?
Zum Lieferumfang gehört neben dem Laptop selbst ein USB-C-Netzteil mit 65 Watt Leistung (20V/3,25A). In vielen Bundles liegt zudem ein USB‑C‑Dock/Hub bei (HDMI, USB‑A, Ethernet etc.), teils als „Bonus“ oder zeitlich begrenzte Aktion. Ob dieses zum Standardlieferumfang gehört, hängt aber von Händler oder Promo ab.
Display: Wie hoch löst das Display des Geekom Geekbook X14 Pro auf?
Das 14-Zoll-OLED-Display (AMOLED) löst mit 2880 x 1800 Pixeln im 16:10-Format auf. Die Pixeldichte von 243 ppi sorgt für eine gestochen scharfe Darstellung. Mit 120 Hz Bildwiederholrate arbeitet das Panel flüssig und reaktionsschnell. Die maximale Helligkeit liegt bei unseren Messungen bei 363 cd/m² im normalen Betrieb, die beworbenen 450 cd/m² erreicht das Display nur bei HDR-Inhalten. In geschlossenen Räumen reicht die Helligkeit völlig aus. Draußen könnte das Display heller sein, zumal das glänzende Glossy-Finish Spiegelungen verstärkt.
Ein mattes Display wäre für die Außennutzung praktischer, würde aber die brillanten OLED-Farben schmälern. Die Farbdarstellung ist OLED-typisch hervorragend, mit satten Schwarzwerten und lebendigen Farben. Das 16:10-Format bietet mehr vertikalen Platz als klassische 16:9-Displays, was beim Arbeiten mit Dokumenten oder beim Programmieren von Vorteil ist.
Ausstattung: Welche Hardware bietet der Geekom Geekbook X14 Pro?
Herzstück ist der Intel Core Ultra 9 185H mit dem Codenamen „Meteor Lake-H“, der schon im Dezember 2023 vorgestellt wurde. Der Prozessor verfügt über 16 Kerne und 22 Threads, aufgeteilt in 6 Performance-Cores (Redwood Cove, bis 4,8 GHz), 8 Efficiency-Cores (Crestmont, bis 3,8 GHz) sowie 2 Low-Power-Efficiency-Cores (Crestmont, bis 2,5 GHz). Er taktet zwischen 1,4 und 5,1 GHz und wird im Intel-4-Prozess (7 nm) gefertigt. Die maximale Betriebstemperatur des Chips liegt bei 110 Grad Celsius. Die TDP beträgt 45 Watt, kann aber bis 115 Watt (MTP) erreichen. Geekom limitiert die cTDP auf 35 Watt.
Die integrierte Intel Arc Graphics mit 8 Xe-Cores (128 EUs, 1024 Shader) und maximal 2350 MHz Takt basiert auf der Xe-LPG-Architektur. Eine dedizierte NPU (Intel NPU 3) gibt es auch, sie hat zwei Kerne und leistet 11 TOPS für KI-Aufgaben.
Der 32 GB große LPDDR5X-7500-Arbeitsspeicher ist verlötet und nicht erweiterbar. Als Massenspeicher dient eine 2 TB große Crucial P3 NVMe-SSD im M.2-2280-Format mit PCIe 4.0 x4. Laut Crystaldiskmark erreicht sie Lesegeschwindigkeiten von 6992 MB/s und Schreibraten von 6156 MB/s – ordentliche Werte für eine PCIe-4.0-SSD.
Bei den Anschlüssen gibt es zwei USB4-Ports mit 40 Gb/s, einmal USB-A 3.0 mit 5 Gb/s, HDMI 2.0 und eine 3,5-mm-Klinkenbuchse. Die 2-Megapixel-Webcam reicht für Videokonferenzen. Zwei Lautsprecher mit DTS:X Ultra geben Töne sauber wieder, klingen allerdings etwas dünn und bieten wenig Bass und Volumen.
Der WLAN-Chipsatz Mediatek MT7922 unterstützt Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.4.
Performance: Wie schnell ist der Geekom Geekbook X14 Pro?
Bevor wir mit den konkreten Benchmarks beginnen, ein kurzer Hinweis vorweg: Zuletzt gab es bei unserem Standard-Benchmark PCMark 10 ein größeres Update mit einem Versionssprung von Workflow 1.x zu 2.x. Entwickler UL Solutions wies dabei in den Changelogs explizit darauf hin, dass die Ergebnisse der beiden Versionen nicht mehr miteinander vergleichbar sind. Aus diesem Grund führen wir bis auf Weiteres Tests mit beiden Workflows durch und geben beide Ergebnisse an, um die Vergleichbarkeit zu allen zuvor getesteten Geräten aufrechtzuerhalten.
Im PCMark 10 erreicht das Geekbook X14 Pro im Akkubetrieb durchschnittlich 5623 Punkte im Workflow 1.x oder 6669 Punkte (2.x) mit Spitzen bei 5651 und 5595 (1.x) sowie 6672 und 6666 Punkten (2.x). Am Netzteil steigen die Werte auf durchschnittlich 6480 Punkte (1.x) mit Spitzen bei 6598 und 6359 Punkten sowie 7726 Punkte beim Workflow 2.x und Spitzen bei 8018 und 7271 Punkten.
Der 3DMark Time Spy attestiert 3915 Punkte im Akkubetrieb, zusammengesetzt aus 3608 Grafik-Punkten und 7581 CPU-Punkten. Am Netz sind es 3840 Punkte (3530 Grafik, 7659 CPU). In Geekbench 6 erzielt der Laptop 1002 Punkte (Single-Core) und 12.081 Punkte (Multi-Core) im Akkubetrieb. Am Netzteil steigen die Werte auf 2193 (Single-Core) und 7618 Punkte (Multi-Core). Der OpenCL-Grafiktest erreicht 32.540 Punkte im Akkubetrieb und 31.350 Punkte am Netz. Cinebench 2024 zeigt 585 Punkte (Multi-Core) und 91 Punkte (Single-Core) im Akkubetrieb, am Netz sind es 582 und 92 Punkte.
Geekom Geekbook X14 Pro – Bilderstrecke
Gaming ist überraschend gut möglich: Anno 1800 läuft mit mittleren Einstellungen bei 31 bis 41 FPS in Full-HD-Auflösung. Counter-Strike erreicht auf der Map Mirage mit hohen Settings 50 bis 60 FPS, bei mittleren Einstellungen sogar bis zu 117 FPS. The Witcher 3: Wild Hunt schafft mit mittleren Einstellungen bis zu 54 FPS. Für einen Laptop ohne dedizierte Grafikkarte sind das keine schlechten Ergebnisse. Der Intel Core Ultra 9 185H zeigt seine Stärken bei produktiven Aufgaben und kann sogar ältere oder weniger anspruchsvolle Spiele flüssig darstellen.
Lüfter: Wie laut ist der Geekom Geekbook X14 Pro und wie hoch ist seine Leistungsaufnahme?
Unter Volllast erreicht der Lüfter maximal 42 dB(A) – für einen Laptop relativ laut. Im Alltag beim normalen Arbeiten liegt die Lautstärke zwischen 28 und 32 dB(A). Ein minimales Fiepen macht den Lüfter hörbarer als bei ähnlich lauten Mini-PCs. Das liegt auch an der geringeren Distanz zum Nutzer.
Im Stresstest von Aida64 taktet die CPU anfangs kurz mit 3,5 GHz, fällt aber bereits nach sechs Sekunden auf 2,4 GHz. Die Temperatur erreicht in dieser kurzen Zeit bereits 80 Grad Celsius und pendelt sich bei 74 Grad ein. Über einen Zeitraum von 30 Minuten schwanken die Werte zwischen 1,5 und 2,4 GHz sowie 78 und 93 Grad. Im Schnitt liegen die Werte bei 77 Grad und 1,8 GHz Takt. Die Außentemperatur erreicht laut Wärmebildkamera bis zu 52 Grad links oberhalb der Tastatur. Der Rest des Gehäuses bleibt unter 42 Grad.
Software: Mit welchem Betriebssystem arbeitet der Geekom Geekbook X14 Pro?
Windows 11 Pro ist vorinstalliert und digital aktiviert. Ein vollständiger Systemscan mit Windows Defender findet keine Auffälligkeiten oder vorinstallierte Malware.
Zusätzlich ist der Geekom PC Manager vorinstalliert. Er bietet Systemeinstellungen wie drei Batteriemodi (Energiespar, Balance, Höchstleistung), Steuerung der Tastaturbeleuchtung, Shortcuts und Mikrofoneinstellungen mit Geräuschunterdrückung. Auch Treiber-Updates und Speicheroptimierung sind integriert. Die Funktionen sind teils nützlich, aber nicht zwingend notwendig, da Windows ähnliche Optionen bietet. Ein Ladelimit für den Akku zum Schutz der Batterie fehlt leider, was bei Premium-Laptops mittlerweile Standard ist.
Auch der Betrieb von Linux auf dem Gerät ist möglich. Nachdem wir über die erweiterten Wiederherstellungsoptionen von Windows ins BIOS gelangen, können wir dort Secure Boot deaktivieren und die Bootreihenfolge ändern. Danach starten wir über unseren Ventoy-USB-Stick in das auf Ubuntu basierende Tuxedo OS. Dort können wir ohne Probleme WLAN, Bluetooth und Audio nutzen. Auch die Auflösung wird richtig erkannt, das Touchpad reagiert wie erwartet und der Laptop wacht auch aus dem Standby zuverlässig auf.
Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Geekom Geekbook X14 Pro?
Der fest verbaute 72-Wh-Akku hält im PCMark 10 Modern Office Test über 7 Stunden durch. Dieser Test simuliert realistischen Alltagsgebrauch mit Browsernutzung, Office-Tools und dazwischenliegenden Idle-Phasen. Der Hersteller verspricht bis zu 16 Stunden, was unter idealen Bedingungen mit minimaler Last und niedrigster Displayhelligkeit möglich sein mag. Die gemessenen 7 Stunden sind für produktives Arbeiten realistischer und durchaus ordentlich für ein 14-Zoll-Gerät mit OLED-Display und Core Ultra 9. Das 65-Watt-Netzteil lädt den Akku über USB-C wieder auf.
Preis: Was kostet der Geekom Geekbook X14 Pro?
Die getestete Variante mit Intel Core Ultra 9 185H, 32 GB RAM und 2 TB SSD kostet regulär 1269 Euro. Mit dem Code HSX14PRO (gültig bis 30. März) gibt es 8 Prozent Rabatt bei Amazon, wodurch der Preis auf 1169 Euro sinkt.
Die günstigere Variante mit Intel Core Ultra 5, 1 TB SSD und 32 GB RAM kostet mit obigem Code 944 Euro statt regulär 1049 Euro. Im Shop des Herstellers funktioniert genannter Code ebenfalls und beschert dieselben Preise.
Für einen Newcomer im Laptop-Markt ist das ambitioniert bepreist, zumal der Intel Core Ultra 9 185H bereits seit Dezember 2023 auf dem Markt ist. Etablierte Hersteller wie Lenovo, Asus oder HP bieten ähnlich ausgestattete Geräte teils günstiger an.
Fazit
Das Geekom Geekbook X14 Pro ist ein beeindruckender Erstling im Laptop-Bereich. Die Verarbeitung aus Magnesiumlegierung ist hochwertig, das OLED-Display mit 120 Hz brillant und die Performance des Intel Core Ultra 9 185H überzeugt. Mit nur 999 Gramm ist es extrem portabel. Die echte QWERTZ-Tastatur und der Fingerabdrucksensor sind weitere Pluspunkte. Die Crucial P3 SSD liefert ordentliche PCIe-4.0-Geschwindigkeiten.
Schwächen zeigt das Gerät beim Preis-Leistungs-Verhältnis: Für 1169 Euro (mit Rabattcode) konkurriert es mit etablierten Marken, die teils mehr bieten. Der bereits über zwei Jahre alte Chip ist nicht mehr taufrisch. Der Lüfter ist unter Last mit 42 dB(A) relativ laut und pfeift leicht. Das glänzende Display spiegelt stark und könnte mit 363 cd/m² heller sein.
Für Geekoms ersten Laptop ist das X14 Pro dennoch beachtlich. Es beweist, dass der Hersteller auch abseits von Mini-PCs überzeugende Hardware liefern kann. Mit etwas aggressiverer Preisgestaltung könnte es seine Nische finden. Wer ein leichtes Ultrabook mit OLED-Display und starker CPU sucht, macht hier nichts falsch.
Wer bei einem chinesischen Händler kauft, bezahlt in vielen Fällen weniger. Allerdings besteht im Gewährleistungs- oder Garantiefall die Gefahr eines schlechteren Service. Außerdem ist das Einfordern von Verbraucherrechten (Rückgabe, Gewährleistung) mit Hürden versehen oder nicht möglich. Wir verlinken hier Händler, mit denen wir im Allgemeinen gute Erfahrungen gemacht haben.
Künstliche Intelligenz
DFB startet eigenen Pay-TV-Sender DFB.TV
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will sein mediales Schicksal ein Stück weit selbst in die Hand nehmen. Am 22. Mai, einen Tag vor dem DFB-Pokalfinale der Männer, startet der Verband einen eigenen Pay-TV-Sender namens DFB.TV. Mit dem neuen Angebot, das wahlweise knapp 6 Euro pro Monat oder rund 60 Euro pro Jahr kostet, soll der Kanal eine Ergänzung zu bestehenden TV-Partnerschaften sein und nicht mit diesen konkurrieren.
Weiterlesen nach der Anzeige
Inhaltlich kündigte der DFB Live-Übertragungen von Junioren-Nationalteams, der 2. Frauen-Bundesliga, Futsal, Beachsoccer und dem DFB-ePokal an. Außerdem sollen in dem Nischenkanal Zusammenfassungen von DFB-Pokal-Partien sowie Highlight-Formate und Archivmaterial aus der Fußball-Geschichte (Männer und Frauen), 3. Liga, Frauen-Bundesliga und Nationalmannschaftsspielen zu sehen sein. Zu den Inhalten, die es anderswo nur teilweise oder bislang gar nicht zu sehen gibt, zählen Sonderformate zu Pokalauslosungen, Julius-Hirsch-Preise, Sepp-Herberger-Awards, Ehrungen im „Club 100“, DFB-Nachhaltigkeitskongresse, Rückblicke auf DFB-Geschichte, Turnierhighlights und legendäre Pokalspiele. Außerdem sind Inhalte zum Schiedsrichterwesen und zur „Trainingsphilosophie Deutschland“ geplant.
Wo der Sender verfügbar sein wird
Bei der Umsetzung setzt der Fußball-Verband auf die Erfahrungen seines Joint-Venture-Partners Sportainment Media Group, der für Sender wie Sportdigital Fussball und Sportdigital 1+ verantwortlich zeichnet. Die technische Plattform mit der App DFB.TV+ stellt die Firma Deltatre bereit. Über diese soll das Angebot auch direkt buchbar sein.
Der DFB kündigte an, dass sein neuer Sender über die Pay-Plattformen von DAZN, HD+, Vodafone und Zattoo in „HD-Qualität“ via Kabel, Satellit und IPTV sowie über deren Apps verfügbar sein soll. Mit weiteren Plattformen laufen noch Verhandlungen. Laut dem Branchenmedium Meedia soll es Gespräche mit Sky und MagentaTV (Telekom) geben. Der Bezahlkanal soll in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar sein.
Erste Pläne im Jahr 2007
Pläne für einen eigenen Sender gab es bereits im Jahr 2007. Diese wurden jedoch nie umgesetzt. Bei der Suche nach Zuschauern will der DFB offenbar vor allem auf seine knapp acht Millionen Mitglieder setzen.
Weiterlesen nach der Anzeige
Lesen Sie auch
(mki)
Künstliche Intelligenz
EUDI-Wallet: Der regulatorische Fahrplan zur digitalen Identität
Die ursprüngliche eIDAS-Verordnung von 2014 schuf zwar einheitliche Regeln für elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste im Binnenmarkt, verpflichtete die Mitgliedsstaaten aber nicht, eigene digitale Identitätssysteme bereitzustellen. Nach einem Jahrzehnt hatten daher nur wenige Staaten brauchbare nationale eID-Lösungen entwickelt, Interoperabilität war technisch fehleranfällig und fand kaum Akzeptanz. Letztlich blieb der private Sektor weitgehend außen vor.
Die Novelle – in Kraft seit 20. Mai 2024 und kurz eIDAS 2.0 genannt – korrigiert das grundsätzlich. Kernstück ist Artikel 5 a, dem zufolge alle 27 Mitgliedsstaaten mindestens eine EUDI-Wallet (European Digital Identity Wallet) bereitstellen müssen, und zwar innerhalb von 24 Monaten nach Inkrafttreten der ersten technischen Durchführungsrechtsakte (das erste Paket trat im November 2024 in Kraft, das zweite im Mai 2025). Danach haben die Mitgliedsstaaten jeweils 24 Monate Zeit, mindestens eine EUDI-Wallet bereitzustellen. Der von Deutschland kommunizierte Starttermin 2. Januar 2027 orientiert sich daran, dass die Verpflichtung zur Bereitstellung mindestens einer EUDI-Wallet ab spätestens 31. Dezember 2026 besteht und ab dem 1. Januar 2027 die verpflichtende Akzeptanz durch öffentliche Stellen beginnt.

Tobias Haar ist Rechtsanwalt mit Schwerpunkt IT-Recht bei Vogel & Partner in Karlsruhe. Er hat zudem Rechtsinformatik studiert und hält einen MBA.
Was macht die EUDI-Wallet gegenüber der bisherigen eID neu? Sie kombiniert erstmals drei Funktionsbereiche in einer App: die elektronische Identifizierung auf Sicherheitsniveau „hoch“, qualifizierte elektronische Signaturen (QES) und Siegel sowie Electronic Attestations of Attributes (EAA), also verifizierte Nachweise wie Führerschein, Hochschulzeugnis oder Versicherungsausweis. Der Nutzer entscheidet dabei selektiv, welche Attribute er an wen weitergibt. Das Need-to-know-Prinzip als technischer Designanspruch – also nur so viele Daten werden geteilt, wie für den jeweiligen Zweck benötigt werden – steht jedoch auf EU-Ebene durch aktuelle regulatorische Vorschläge unter Druck.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „EUDI-Wallet: Der regulatorische Fahrplan zur digitalen Identität“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.
Künstliche Intelligenz
Private Energiewende für Skeptiker: Praxisbericht – Wenn es nur ums Geld geht
Die Mehrzahl der Solaranlageninvestitionen enthält eine gehörige Portion Freude an der Technik und „ich will das einfach“. Das führt dazu, dass solche Anlagen dann entweder deutlich weniger rentabel sind als etwa ein ETF oder sie sogar negative Renditen über 20 oder sogar 30 Jahre bringen. Jeder soll nach seiner Façon glücklich werden, aber mit „das ist toll, das kostet mehr als es spart“ überzeugt man keine Kritiker. Ich unterbreite Ihnen hiermit einen Gegenentwurf: Wärmepumpe, Solaranlage und E-Auto nicht auf Tugendsignal optimiert, sondern auf geringste Gesamtkosten. Das ist dann nicht nur für Enthusiasten interessant, sondern für alle – unschätzbar wichtig in einer Demokratie.
Meine eigene Einstellung zur Haustechnik ist „Mir doch egal, wenn die Resultate stimmen.“. Deshalb schaue ich grundsätzlich nach den Systemen, die mir den größten Nutzen für die geringsten Kosten bringen. Es ist daher zumindest bemerkenswert, dass meine Heizung im Bestandshaus eine Wärmepumpe ist, dass ich eine Solaranlage auf der Doppelgarage betreibe und unser nächstes Auto aus reinem Kostenkalkül wahrscheinlich ein gebrauchtes E-Auto sein wird. Meine Überzeugung ist: Diese Effizienztechniken können bei korrekter Auslegung über ihre Lebenszeit billiger sein als feuerbetriebene Alternativen, und ich kann das mit eigenen Daten belegen. Man muss dazu allerdings den gut ausgetretenen Pfad der „koste-es-was-es-wolle“-Erneuerung verlassen und die eigene Situation auf minimale Kosten optimieren statt auf Gefühle.
- Effizienztechnik wird oft liebhabend viel zu teuer gekauft.
- Das ist aber keine technische Notwendigkeit.
- Auf Kosten optimierte Wärmepumpen, Solaranlagen und E-Autos können Alternativen bei den Kosten deutlich schlagen.
- Das überzeugt dann auch Skeptiker.
- Voraussetzung dazu ist eine entsprechende Auslegung.
Dieser Artikel beleuchtet meine private Energiewende als kritischer Nutzer. Sie klammert alle gern beworbenen ökologischen Aspekte aus – nicht, weil sie mir egal wären, sondern weil diese Effekte sich im Nachhinein regelmäßig als viel geringer als erhofft herausstellen. Bei der persönlichen Kostenoptimierung dagegen sind passend geplante Systeme nachvollziehbar gut. Im Wirtschaftlichkeitsvergleich meiner umgesetzten und geplanten Investitionen schlägt Strom als Energieträger die fossilen Feuer-Alternativen (und Biobrennstoffe ohnehin) – oft sogar recht deutlich. Dieser Artikel ist somit nicht nur für Solar-Nerds interessant, sondern gerade für die, die zweifeln.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Private Energiewende für Skeptiker: Praxisbericht – Wenn es nur ums Geld geht „.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten
Top 10: Die beste kabellose Überwachungskamera im Test – Akku, WLAN, LTE & Solar
-
Social Mediavor 1 MonatCommunity Management und Zielgruppen-Analyse: Die besten Insights aus Blog und Podcast
-
Social Mediavor 2 MonatenCommunity Management zwischen Reichweite und Verantwortung
-
UX/UI & Webdesignvor 3 MonatenEindrucksvolle neue Identity für White Ribbon › PAGE online
-
Entwicklung & Codevor 1 MonatCommunity-Protest erfolgreich: Galera bleibt Open Source in MariaDB
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenInterview: Massiver Anstieg der AU‑Fälle nicht durch die Telefon‑AU erklärbar
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenSmartphone‑Teleaufsätze im Praxistest: Was die Technik kann – und was nicht
-
Entwicklung & Codevor 3 MonatenKommentar: Entwickler, wacht auf – oder verliert euren Job
