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Künstliche Intelligenz

Analyse: Warum dem Grok-Desaster mit geltendem Recht schwer beizukommen ist


Fast muss man Elon Musk dankbar sein: Der Skandal um die sexualisierten KI-Bilder auf X wirft ein Schlaglicht auf viele Probleme, die generative Bild-KI entstehen lässt. Recht und Gesetz scheinen auf den ersten Blick kaum die passenden Antworten parat zu haben. Die Folge: Politiker äußern allerorten entschlossen, aber auch etwas hilflos ihre Empörung über das, was sich seit Wochen auf der Plattform X abspielt.

Dabei ist das Phänomen nicht neu: Pornografische KI-Deepfakes gibt es seit Jahren. Mit Apps oder spezialisierten KI-Generatoren im Web lassen sich beispielsweise sexualisierte Abbildungen von Prominenten oder Revenge Porn (meist kostenpflichtig) erprompten. Dass aber ein Anbieter diesen „Service“ direkt und kostenlos in seine große Social-Media-Plattform integriert und damit den Erstellen-Publizieren-Vorgang für Millionen von Nutzern mit wenigen Klicks attraktiv machte, gab es zuvor noch nicht.

Hinzu kommt, dass Musk als Chef von xAI, das sowohl die Plattform X als auch die dort integrierte KI Grok verantwortet, diese fatale Entwicklung sogar befördert hat. Er wertet offensichtlich die massenhaften Verletzungen von Persönlichkeitsrechten über seine Plattform eher als Feature denn als Bug. Kooperation kann die Politik von ihm nicht erwarten, auch wenn er jüngst auf Druck in den USA ein wenig eingelenkt hat. Die EU-Gesetze etwa sind im Digitalen aber so konzipiert, dass sich die regulierten Akteure zumindest an vorgegebene Procedere halten, also im Grunde kooperativ in dem Markt sind, von dem sie profitieren.


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Tablet-Exot: Huawei MatePad 11.5 S mit mattem Display im Test


Matte Bildschirme findet man noch immer selten bei Tablets. Das Huawei MatePad 11.5 S gehört zu den wenigen Modellen mit einem solchen Display und ist mit 400 Euro viel günstiger als zum Beispiel das ähnlich große Apple iPad Pro mit matter Beschichtung.

Das Tablet verpackt seine Technik in einem schlichten Gehäuse aus gebürstetem Aluminium. Mit etwas über einem halben Kilo ist es für die Größe recht leicht, etwas mehr als sechs Millimeter beträgt die Bauhöhe. Es ist sauber verarbeitet, die Tasten – Einschalter und Lautstärkewippe – sind aber sehr klein und schlank geraten. Einen Fingerabdrucksensor gibt es nicht, wohl aber Gesichtserkennung über die Frontkamera. Einziger physischer Anschluss ist der USB-C-Port, es gibt weder eine Kopfhörerbuchse noch eine Schublade für SIM- oder Speicherkarte.

Im 11,5-Zoll-Display steckt ein LCD-Panel, kein OLED. Bauartbedingt fallen die Farben damit nicht so kräftig aus und auch die Schwarzwerte und Kontraste bleiben hinter denen von OLED-Bildschirmen zurück. Ein schlechtes Display ist es aber nicht, Farben erscheinen natürlich und die gesamte Darstellung wirkt stimmig. Auch schräg von der Seite betrachtet bleiben die Farben stabil. Mit 2800 😡 1840 Pixel stellt es Inhalte schön scharf dar, auch längeres Lesen macht so keine Mühe. Mit der schnellen Bildwiederholrate von maximal 144 Hertz erscheinen Animationen flüssig und ruckelfrei.


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Meta Quest: Offizielle VR-Büro-App und B2B-Programm eingestellt


Die VR-App „Horizon Workrooms“ wird per 16. Februar 2026 eingestellt und ist ab diesem Zeitpunkt nicht mehr nutzbar, heißt es auf der offiziellen Support-Seite von Meta.

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„Horizon Workrooms“ wurde während der Pandemie eingeführt und war Metas Versuch, ein virtuelles Büro für Remote-Kollaboration zu etablieren. Nutzer konnten sich mit Meta Quest 2 als Comic-Avatare in virtuellen Besprechungsräumen treffen, auf den Desktop ihres Arbeitscomputers zugreifen und gemeinsam an Whiteboards arbeiten. Nach einem Update im Jahr 2024, das „Horizon Workrooms“ verschlankte und dabei mehrere Funktionen entfernte, wurde die VR-App von Meta kaum noch weiterentwickelt.

Als Grund für die Einstellung von Horizon Workrooms nennt Meta die mittlerweile breite Unterstützung von Produktivitäts-Apps auf Meta Quest und verweist auf Lösungen anderer Anbieter wie „Arthur“, „Microsoft Teams Immersive“ und „Zoom Workplace“.

Mit der offiziellen Windows-11-Integration gibt es für Quest-Nutzer mittlerweile eine systemweite Möglichkeit, den Windows-Desktop in die VR-Brille zu holen, auf mehreren virtuellen Fenstern darzustellen und sogar in immersiven Anwendungen zu arbeiten. Für Remote-Kollaboration und Meetings ist diese Lösung allerdings nicht optimiert.

Auch Metas B2B-Programm „Meta Horizon Managed Solutions“ (ehemals „Meta Quest for Business“) für Meta Quest 3 und 3S wird im nächsten Monat abgewickelt: Ab dem 20. Februar 2026 bietet Meta keine VR-Brillen und damit verbundenen Dienste mehr für Unternehmenskunden an, heißt es auf der offiziellen Support-Seite. Für bestehende Kunden entfallen ab diesem Zeitpunkt die monatlichen Gebühren. Die Dienste bleiben bis zum 4. Januar 2030 nutzbar und der Support wird bis dahin aufrechterhalten.

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Meta stellte sein VR-seitiges B2B-Geschäft im Jahr 2023 neu auf. Anfang 2025 kam ein Bildungsprogramm hinzu, das Schulen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen ermöglichen sollte, Quest-Geräte einfacher in den Unterricht zu integrieren. Zum Angebot gehörten auch Apps, die ein breites Themenspektrum abdeckten, darunter Naturwissenschaften, Geschichte und Sprachunterricht. Das Bildungsprogramm hat die gleichen Dienste zur Grundlage, die ab dem 20. Februar nicht mehr angeboten werden.

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Die Einstellung von „Horizon Workrooms“ und Metas B2B-Programm folgt unmittelbar auf tiefgreifende Einschnitte in der VR-Sparte. Meta drosselt seine Investitionen in Virtual Reality deutlich, um das Geschäft nachhaltiger aufzustellen und Ressourcen in andere Zukunftsbereiche wie Smart Glasses zu verlagern.

Vor dem Hintergrund schwächelnder Nachfrage nach Quest-Geräten räumte Meta im Dezember ein, dass Hard- und Software noch nicht ausgereift genug für einen größeren Markt seien. Meta investiert jedoch weiter in die Technik: Berichten zufolge arbeitet der Konzern an zwei neuen Geräten und verschob den Start der nächsten VR-Brille auf das Jahr 2027, um an der Software zu feilen.


(tobe)



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Erdbeobachtung: Alternder Copernicus-Satellit kann sogar Nachtaufnahmen


Nach mehr als zehn Jahren im Orbit hat der Erdbeobachtungssatellit Sentinel-2A des europäischen Copernicus-Programms jetzt angefangen, testweise nachts Aufnahmen der Erdoberfläche zu machen. Das hat die Europäische Weltraumagentur ESA mitgeteilt und erklärt, dass man lediglich habe herausfinden wollen, wie gut sich der betagte Satellit mit der Dunkelheit tun würde. Die Ergebnisse „waren auffallend positiv“ und wären vor allem auch für künftige Erdbeobachtungsprogramme ermutigend. Die Testaufnahmen zeigen nun Waldbrände, Ölförderungsanlagen im Nahen Osten und Fischerboote vor der Küste Südkoreas. Künftig könnten Nachtaufnahmen etwa dabei helfen, das Wachstum von Städten zu untersuchen, schreibt die ESA noch.

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Sentinel-2A wurde Mitte 2015 als erster Satellit des zweiten Teils des Copernicus-Programms gestartet, zwei Jahre später folgte sein Zwilling Sentinel-2B. 2024 folgte dann mit Sentinel-2C ein dritter Satellit, der Sentinel-2A ablösen sollte. Weil der aber noch funktioniert, kreisen alle drei weiterhin um die Erde und sammeln Daten. Das sind optische Aufnahmen der Erdoberfläche, die beispielsweise für die Analyse der Vegetation, des Bodens und der Gewässer genutzt werden können. Damit tragen die drei Satelliten zur immensen Datensammlung von Copernicus bei, dabei sind schon mehrere dutzend Petabyte an Informationen zusammengekommen. Die lassen sich nicht nur von Organisationen, sondern allen Interessierten abrufen.



Von den orangefarbenen Gebieten wurden Nachtaufnahmen gemacht

(Bild: ESA)

Wie die ESA jetzt noch erläutert, sind die Kameras der Satelliten normalerweise abgeschaltet, wenn diese über der Nachtseite der Erde unterwegs ist. Für die jetzt versuchten Aufnahmen seien die Sentinel-2-Satelliten eigentlich nicht ausgelegt. Es sei aber geplant, dass künftige Missionen über bestimmten Regionen auch bei Nacht Daten sammeln sollen. Dafür habe man den Test jetzt durchgeführt. Mit den Ergebnissen sei man sehr zufrieden, diese würden den Weg für Sentinel-2-Missionen der nächsten Generation ebnen, meint Simon Proud von der ESA. Die Vorbereitung sei enorm fordernd gewesen, aber es habe sich mehr als gelohnt, um herauszufinden, was dieser alternde Satellit alles könne.


(mho)



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