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Wo wirklich gesucht wird: Neue Studie zeigt Such-Shift


Wie suchst du heute – via Google, TikTok oder ChatGPT? Laut einer aktuellen Adobe Express-Studie avanciert TikTok in den USA immer mehr zur Suchmaschine, auch in Deutschland recherchieren viele Jugendliche direkt in der App. Und wo gesucht wird und Aufmerksamkeit entsteht, folgen Budgets, Creator und neue Performance-Strategien.

Wer wissen will, wie etwas funktioniert, tippt längst nicht mehr automatisch bei Google. Viele öffnen TikTok und zusätzlich formieren sich weitere Player im Suchmarkt. Laut der Adobe Express-Studie Using TikTok as a search engine: Consumer and business perspectives aus dem Januar 2026 nutzen 49 Prozent der US User TikTok gezielt als Suchmaschine. 2024 lag dieser Wert noch bei 41 Prozent. Für die Analyse befragte Adobe Express 807 Verbraucher:innen und 200 Kleinunternehmer:innen in den USA. Die Stichprobe umfasste Teilnehmer:innen aus den Altersgruppen Gen Z (15 Prozent), Millennials (53 Prozent), Gen X (25 Prozent) und Babyboomer (sieben Prozent). Auch in Deutschland zeigt sich der Trend. Laut der IKW-Jugendstudie TikTok ungeschminkt nutzen 43 Prozent der Jugendlichen TikTok zur Informationssuche.

Search verschiebt sich damit immer weiter in Richtung Social Media – und das zeigt sich auch im Budget. Nach Angaben des World Advertising Research Center (WARC) sind soziale Medien inzwischen der größte Kanal für globale Werbeausgaben und haben klassische Search-Umfelder überholt. Wo Aufmerksamkeit hingeht, folgt das Geld. TikTok profitiert davon besonders stark und entwickelt sich rasant zur Discovery- und Performance-Maschine zugleich.

Passend dazu rückt die Plattform ihre Creator stärker in den Fokus. Mit der 50 Creator to Watch 2026-Liste hob TikTok kürzlich Talente aus den Bereichen Educators, Foodies, Icons, Innovators und Originators hervor.


Die TikTok Discover List:
50 Creator to watch 2026

schwarzer Hintergrund, Plus-Icon und Bilder von Creatorn, Schriftzüge zur Creator Discover List
© TikTok via Canva

TikTok als Suchmaschine: Wer sucht was und warum?

Gesucht wird auf TikTok vor allem visuell und praxisnah: 61 Prozent schauen Video-Tutorials, 45 Prozent Produktbewertungen, 41 Prozent persönliche Erfahrungsberichte und 33 Prozent Influencer-Empfehlungen. Wie stark TikTok bereits im Suchverhalten verankert ist, zeigt die folgende Übersicht der Adobe Express-Studie.

Infografik der Adobe-Express-Studie: 49 Prozent der US User nutzen TikTok als Suchmaschine.
Nutzung von TikTok als Suchmaschine in den USA nach Generation (mit einem Klick auf das Bild gelangst du zu einer größeren Ansicht), © Adobe Express

Und warum ausgerechnet auf TikTok suchen? 26 Prozent nennen das Kurzvideoformat als Hauptgrund, 21 Prozent das Storytelling, 17 Prozent die Interaktivität. Gerade die Generation Z schätzt personalisierte Inhalte und schnelle visuelle Erklärungen.

Infografik mit Gründen für TikTok-Nutzung als Suchmaschine: Kurzvideoformat 26 Prozent, Storytelling 21 Prozent, Interaktivität 17 Prozent. Bevorzugte Inhalte: Video-Tutorials 61 Prozent, Produkt-Reviews 45 Prozent, persönliche Stories 41 Prozent, Influencer-Empfehlungen 33 Prozent.
Motive für TikTok-Suche und bevorzugte Content-Formate (mit einem Klick auf das Bild gelangst du zu einer größeren Ansicht), © Adobe Express

Gleichzeitig differenziert sich das Bild. Der Anteil der Gen-Z-Nutzer:innen, die TikTok explizit Google vorziehen, ist von acht Prozent im Jahr 2024 auf vier Prozent im Jahr 2026 gesunken. 14 Prozent der Befragten geben an, eher ChatGPT als Google für die Suche zu nutzen – generationenübergreifend relativ stabil.

Ein direkter Ersatz für Google ist TikTok damit nicht. Nur vier Prozent der Generation Z, acht Prozent der Millennials, sieben Prozent der Generation X und zwei Prozent der Babyboomer geben an, eher TikTok als Google zu nutzen.

Wie sich der Suchmarkt fragmentiert

Interessant ist auch die Wahrnehmung der Wirksamkeit: Ein Viertel der Generation Z bewertet TikTok als hilfreiches Recherche-Tool. Bei Millennials sind es 17 Prozent, bei der Generation X zwölf Prozent und bei Babyboomern fünf Prozent. Reddit wird von 38 Prozent der Gen Z ebenfalls als nützliche Suchplattform eingeschätzt, während 89 Prozent dieser Altersgruppe Google weiterhin insgesamt bevorzugen.

Mit Google, TikTok, Reddit und KI-Diensten entsteht damit ein fragmentierter Suchmarkt für User und Marketer. Die Aufmerksamkeit verteilt sich auf mehrere Aktuer:innen und jede:r will einen Teil davon aus sich ziehen. Für schnelle Fakten setzen viele oft noch auf Google, für visuelle Erklärungen auf TikTok, für Erfahrungsberichte auf Reddit, für dialogbasierte Antworten auf KI-Tools wie ChatGPT. Doch die Suchoptionen werden so rasant erweitert, dass die verschiedenen Dienste diese unterschiedlichen Bedarfe bedienen können, gerade Google mit dem multimodalen AI Mode.

Google reagiert bereits auf diese Verschiebung und bindet Social-Videos direkt in die eigene Suche ein: In den AI Overviews werden inzwischen TikTok- und YouTube-Videos neben den KI-generierten Textzusammenfassungen ausgespielt. Gleichzeitig baut TikTok selbst die eigene Suchfunktion weiter aus. Mit sogenannten Search Highlights werden populäre Videos und relevante Text-Posts seit Kurzem algorithmisch passend zur Suchanfrage hervorgehoben.


Chance für Creator und Marken:
TikTok zeigt Search Highlights an


Diese Dienste gelten als besonders hilfreich für die Informationssuche

So stark TikTok wächst, wenn es um wahrgenommene Verlässlichkeit geht, bleibt Google vorn. 85 Prozent der Befragten nennen Google als hilfreichsten Dienst bei der Informationssuche. Dahinter folgen Reddit mit 29 Prozent, ChatGPT mit 26 Prozent und YouTube mit 24 Prozent. TikTok landet bei 16 Prozent – noch vor Google Gemini mit 14 Prozent. Klassische Alternativen wie DuckDuckGo kommen auf neun Prozent, Bing, Instagram und X jeweils auf sechs Prozent.

Hilfreichste Plattformen für die Informationssuche laut Adobe-Studie, © Adobe Express

Das zeigt: TikTok ist im Suchalltag angekommen, wird aber noch nicht als primäre Autoritätsquelle wahrgenommen. Plattformen wie Reddit oder KI-Dienste wie ChatGPT punkten stärker bei Community-Wissen und dialogbasierten Antworten. Für Marketer bedeutet das: Reichweite im Feed ersetzt nicht automatisch Glaubwürdigkeit. Wer auf TikTok gefunden werden will, muss Expertise sichtbar machen, nicht nur Aufmerksamkeit erzeugen.

Unternehmen investieren – aber kämpfen mit Conversion

Für kleine Unternehmen ist TikTok längst mehr als Branding. 58 Prozent der befragten Unternehmer:innen haben TikTok bereits für Promotions genutzt. 38 Prozent setzen auf Influencer für Produktverkäufe oder Kampagnen – deutlich mehr als noch 2024 (25 Prozent). Und das schläft sich im Werbebudget nieder:

  • 16 Prozent des Marketing-Budgets fließen im Schnitt in TikTok Content.
  • 15 Prozent des SEO-Budgets gehen in TikTok-Search-Optimierung.
  • 38 Prozent planen, 2026 stärker in TikTok Affiliate Marketing zu investieren (gegenüber 53 Prozent im Jahr 2024).
  • 31 Prozent wollen Influencer Marketing auf TikTok ausbauen.
Infografik zur TikTok-Nutzung durch Unternehmen: 58 Prozent nutzen TikTok für Promotion. 38 Prozent setzen Influencer für Verkäufe ein. Größte Herausforderung: Conversion von Engagement in Verkäufe mit 38 Prozent. Weitere Herausforderungen: Reichweitenaufbau 36 Prozent, Markenpräsenz 31 Prozent.
Investitionen und Herausforderungen kleiner Unternehmen auf TikTok (mit einem Klick auf das Bild gelangst du zu einer größeren Ansicht), © Adobe Express

Doch trotz wachsender Investitionen bleibt ein Problem zentral: Conversion. 38 Prozent nennen die Umwandlung von Views und Engagement in messbare Verkäufe als größte Herausforderung. Dahinter folgen der Aufbau von Reichweite (36 Prozent) und eine konsistente Markenpräsenz (31 Prozent). Auch der nachhaltige Community-Aufbau (28 Prozent) und Inhalte für unterschiedliche Zielgruppen (27 Prozent) bereiten Schwierigkeiten. Kurz gesagt: Aufmerksamkeit ist da. Umsatz nicht automatisch.

Tools wie der TikTok-Video-Creator von Adobe Express oder browser-basierte Videoeditoren sollen die Produktion vereinfachen. Doch selbst optimierter Content ersetzt keine klare Strategie entlang der Customer Journey.





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Aprilscherz wird Realität: Ikea bringt Köttbullar-Lolli an den Start


Den Köttbullar-Lolli gibt es bald in ausgewählten Einrichtungshäusern.

Lidl hat es vorgemacht, jetzt zieht Ikea nach: Aus einem Aprilscherz wird ein echtes Produkt. Das schwedische Möbelhaus bringt den Köttbullar-Lolli in ausgewählte Filialen.

Schon allein das Auspacken wird ein Erlebnis werden. Der Genuss vielleicht auch. Ikea bringt gemeinsam mit Chupa Chups einen limitierten Köttbular-Lolli in ausgewählte Märkte in Deutschland, Schweiz, Österreich, Polen und Italien. Kostenlos und zum Entdecken. „Diese ungewöhnliche Kreation vereint einen schwedischen Klassiker mit der verspielten Kreativität von Chupa Chups und verleiht Aromen eine witzige Note“, erklärt das Unternehmen. Süß, am Stiel. Und ebenso wichtig: Der Lolli wird komplett vegan sein und soll das herzhafte Fleischaroma mit den süßen Noten der Preiselbeere verbinden. #

Apple-Moment am Dönerimbiss

Lidl: So lief das Döner-Croissant-Event mit Muca Kebap

Döner-Croissant, T-Shirts und eine lange Schlange. Der Aprilscherz von Lidl wurde am vergangenen Samstag in Berlin zu einem Happening. Die Discounter-Marke profitiert – mal wieder.

Eigentlich war die Idee nur als Aprilscherz gedacht. Doch wie beim Döner-Croissant von Lidl waren die Reaktionen der Netzgemeinde so positiv, dass sich das Möbelhaus jetzt traut, sein klassisches Tellergericht mal anders zu servieren. „1000 Likes, dann machen wir es vielleicht wirklich“, hatte das Möbelhaus in einem weiteren Post nach dem Aprilscherz versprochen. Und die sammelte das Unternehmen mal eben locker auf Instagram und Co. ein. Ikea bleibt sich als Marke dabei durchaus treu: Augenzwinkernd und überraschend.
Jetzt muss man nur auf die ersten Erlebnisberichte auf Instagram und Tiktok warten. Und die werden kommen. Da kann man fast drauf wetten. .



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Ist das die Wende?: Deutscher Werbemarkt dreht im März deutlich ins Plus


Die Außenwerbung boomt – selbst bei denen, die sie ablehnen

Na bitte, geht doch! Die deutsche Werbekonjunktur kommt allmählich doch noch in Schwung. Darauf deutet zumindest die Entwicklung der Brutto-Werbeausgaben hin. Nachdem es im Februar um gut 3 Prozent bergab gegangen war, gab es im März nun ein deutliches Plus. Vor allem zwei Gattungen konnten kräftig zulegen.

Gut 3 Milliarden Euro brutto haben Unternehmen in Deutschland im März für TV-und Kino-Spots, Printanzeigen, Außenwerbung, Radio-C

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So viele Werbekonten hat Google 2025 gesperrt



Googles neue Suche in Chrome:
AI Mode neben Website laufen lassen

Googles neue Suche in Chrome: AI Mode neben Websites
© Google via Canva

Google prüft Anzeigen schon vor dem Upload

Über 8,3 Milliarden blockierte oder entfernte Anzeigen und 24,9 Millionen gesperrte Accounts zeigen, wie massiv Google 2025 gegen Verstöße vorging.

Infografik von Google zum Ads Safety Report 2025 mit Kennzahlen zu blockierten Anzeigen, gesperrten Konten, Betrugsfällen und reduzierten Fehlsperren
Die wichtigsten Kennzahlen aus dem Ads Safety Report 2025 im Überblick, © Google

Entscheidend für diesen Erfolgt ist auch der Zeitpunkt der Kontrolle bei Google. Das Unternehmen hat die Prüfung im Prozess weiter nach vorne verschoben und analysiert Anzeigen inzwischen bereits bei der Erstellung. Mehr als 99 Prozent der Ads, die gegen die Richtlinien verstoßen, werden laut Google so gestoppt, bevor sie überhaupt live gehen. Die Grundlage für diesen Erfolg bei der Ad Safety liefern die Gemini-Modelle:

Unsere Modelle analysieren Hunderte von Milliarden Signalen – einschließlich Kontoalter (sprich, wie lange ein Google Ads-Konto bereits existiert), Verhaltenshinweisen und Kampagnenmustern –, um Bedrohungen zu stoppen, bevor diese Menschen je erreichen. 

heißt es im Blogpost. Die Gemini-Modelle bewerten somit nicht mehr nur einzelne Inhalte, sondern ordnen Anzeigen in ihren gesamten Kontext ein und erkennen früh, ob sie darauf ausgelegt sind, Nutzer:innen zu täuschen. Der Druck, bereits vor der Ausspielung von Anzeigen einzugreifen, wächst, weil Betrug durch generative KI deutlich einfacher und skalierbarer geworden ist. Täuschend echte Anzeigen lassen sich automatisiert in großer Menge erstellen und in Kampagnen einspielen, während klassische Filtersysteme oft erst nach ersten Impressionen reagieren. Genau deshalb verlagert Google die Prüfung auf den Moment der Einreichung und macht Prävention zum zentralen Mechanismus.

Parallel verbessert Google die Effizienz der Systeme deutlich. So konnte das Unternehmen mithilfe von Gemini viermal so viele Nutzer:innenmeldungen bearbeiten wie im Vorjahr. Hinweise auf problematische Anzeigen werden inzwischen schneller geprüft und Maßnahmen früher eingeleitet. Für Marketer heißt das, dass Verstöße nicht nur häufiger erkannt, sondern auch deutlich früher im Kampagnenverlauf gestoppt werden.

Googles Ads-System wird präziser und anspruchsvoller

Laut Google wurden 2025 fälschlich gesperrte Werbekonten im Vergleich zum Vorjahr um 80 Prozent reduziert. Das zeigt, dass die KI-Ad-Safety-Systeme des Unternehmens heute deutlich besser zwischen legitimen Kampagnen und tatsächlichen Verstößen unterscheiden. Hintergrund ist die veränderte Bewertung. Anzeigen werden nicht mehr nur anhand einzelner Signale geprüft, sondern im Gesamtzusammenhang eingeordnet, also entlang von Kampagnenstruktur, Verhalten und Mustern.

Für Advertiser macht sich das im Alltag bemerkbar. Sperren wirken weniger willkürlich und Entscheidungen werden nachvollziehbarer. Kampagnen werden nicht mehr nur daran gemessen, ob einzelne Elemente auffällig sind, sondern ob das Gesamtbild stimmig und regelkonform ist. Das reduziert Fehlentscheidungen, erhöht aber gleichzeitig die Anforderungen an sauber aufgebaute Kampagnen.

Googles KI-gestütztes Ad-Safety-System rund um Gemini bringt damit viele Vorteile, schafft aber auch neue Abhängigkeiten. Wer sauber arbeitet, profitiert von stabileren Ausspielungen und weniger unerwarteten Eingriffen. Gleichzeitig wächst die Abhängigkeit von Systembewertungen, die auf unternehmensinternen Modellen basieren und nur begrenzt transparent sind.





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