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Claude Opus 4.7 ist da: Das kann Anthropics stärkstes Modell
Claude Opus 4.7 liefert präzisere Ergebnisse, verarbeitet Bilder in deutlich höherer Qualität und übernimmt komplexe Tasks zuverlässiger. Gleichzeitig steigen Token-Kosten und Sicherheitsregeln werden strenger.
Mit Claude Opus 4.7 kommt etwa zwei Monate nach dem 4.6-Update ein Modell, das genau dort ansetzt, wo viele Teams mit KI noch kämpfen – bei der Verlässlichkeit im Alltag. Erste Tests zeigen, dass Tasks stabiler durchlaufen und weniger Nacharbeit erfordern. In internen Evaluierungen auf Basis von SWE-bench Pro und OSWorld erreicht Opus 4.7 beispielsweise 64,3 Prozent bei agentischer Codierung und 78 Prozent bei agentischer Computerarbeit.

Opus 4.7 ist ab sofort breit verfügbar und läuft auf claude.ai, über die Claude-Plattform sowie in allen großen Cloud-Umgebungen. Für User heißt das, die neue Version lässt sich ohne Umwege in bestehende Workflows einbauen. Gleichzeitig bleibt es nicht bei Anthropics eigenen Umgebungen. Auch bei Perplexity übernimmt Opus 4.7 die Rolle des Standardorchestrierungsmodells für komplexe Computer-Tasks und ist für Max-Abonnent:innen auf Web, iOS und Android verfügbar.
Anthropic erweitert Claude Code um Channels für Messenger

Die wichtigsten Upgrades von Opus 4.7
Claude Opus 4.6 hat im Februar die Basis gelegt. Mehr Kontext, stabilere agentische Abläufe und erste Ansätze zur Selbstprüfung machten längere Tasks verlässlich umsetzbar. Mit Opus 4.7 knüpft Anthropic genau daran an. Das Modell arbeitet bei langlaufenden Aufgaben konsequenter, setzt Anweisungen exakter um und überprüft eigene Ergebnisse, bevor sie zurückgegeben werden. Anspruchsvolle Tasks lassen sich damit mit weniger Kontrolle übergeben, auch wenn es weiterhin wichtig bleibt, KI-Ergebnisse zu prüfen, um möglichen Fehlern oder Halluzinationen entgegenzuwirken.
Der Fortschritt zeigt sich besonders bei visuellen Aufgaben. Opus 4.7 verarbeitet Bilder mit mehr als dreifacher Auflösung und erkennt Details, die zuvor oft verloren gingen. Interfaces, Präsentationen und Dokumente wirken dadurch sauberer ausgearbeitet, weil das Modell feiner auf Layout und Struktur reagiert.
Mit der neuen xhigh-Effort-Stufe ergänzt Anthropic die bisherigen Optionen high und max und schafft eine Zwischenstufe für den Rechenaufwand. Aufgaben lassen sich damit gezielter zwischen Geschwindigkeit und Gründlichkeit austarieren. Ergänzend führen Task Budgets in der Beta einen klaren Rahmen für längere Prozesse ein und helfen, Ressourcen besser zu planen. Der neue /ultrareview-Befehl prüft Änderungen Schritt für Schritt und markiert Schwachstellen ähnlich wie ein Review im Team. Gleichzeitig läuft der erweiterte Automatikmodus länger durch, ohne ständig nach Bestätigung zu fragen. Gerade bei komplexeren Tasks sorgt das für deutlich weniger Unterbrechungen. Zudem wurde der Automatikmodus auf Max User ausgeweitet.
Teurer im Einsatz, strenger im Zugriff
Die Preise bleiben unverändert bei fünf US-Dollar pro Million Input-Token und 25 US-Dollar pro Million Output-Token. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Tokens pro Aufgabe, weil Opus 4.7 Inhalte detaillierter verarbeitet. Durch den neuen Tokenizer und intensiveres Reasoning können laut Anthropic je nach Use Case bis zu 1,35-mal mehr Tokens anfallen. Einzelne Tasks werden damit potenziell teurer, obwohl sich am Preismodell nichts geändert hat. Umso wichtiger wird es, Prompts und Workflows effizient aufzusetzen.
Mit dem Glasswing-Projekt testet Anthropic, wie sich neue KI-Modelle schrittweise und kontrolliert veröffentlichen lassen. Opus 4.7 dient dabei als erstes Testmodell, an dem neue Sicherheitsmechanismen erprobt werden. Bestimmte Cyber-Fähigkeiten wurden bewusst eingeschränkt, gleichzeitig erkennt das System riskante oder missbräuchliche Anfragen und blockiert sie automatisch. In den Sicherheitsbewertungen, die auf Anthropics eigenen Evaluierungen basieren, gilt das Modell als „weitgehend gut abgestimmt und vertrauenswürdig“, zeigt aber weiterhin Schwächen in sensiblen Bereichen. Positiv fällt die verbesserte Widerstandsfähigkeit gegen Prompt-Injection-Angriffe auf, also Versuche, das Modell absichtlich durch eingeschleuste Vorgaben zu manipulieren, die Sicherheitsregeln umgehen sollen. Für erlaubte Sicherheitsanwendungen wie das Testen eigener Systeme oder das Finden von Schwachstellen setzt Anthropic auf ein Verifizierungsprogramm statt offenen Zugriff.
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Snapchat bringt Sponsored Snaps nach Deutschland
Die Idee hinter den neuen AI Sponsored Snaps ist schnell erklärt: Marken können eigene KI-gestützte Agents direkt in die Chat-Funktion integrieren. Statt klassischer Werbung, die irgendwo zwischen Stories oder Videos auftaucht, begegnen Nutzer:innen diesen Marken also dort, wo sie ohnehin aktiv sind – im Gespräch.
Und genau das scheint kein Zufall zu sein. Laut Snapchat wurden allein im ersten Quartal 2026 mehr als 950 Milliarden Chats verschickt. Gleichzeitig haben über 500 Millionen User bereits mit der integrierten KI „My AI“ interagiert. Der Chat ist damit längst nicht mehr nur Kommunikation zwischen Menschen, sondern entwickelt sich zu einem Raum, in dem auch KI ganz selbstverständlich stattfindet.
Sponsored Snaps:
Snapchat schockt User mit Werbung im Chat

Snapchat setzt auf größere Kund:inneninteraktionen
Statt passiv Werbung zu konsumieren, können Nutzer:innen ab sofort aktiv mit Marken interagieren. Fragen stellen, Empfehlungen einholen oder Produkte entdecken – und das alles, ohne den Chat verlassen zu müssen. Für Unternehmen eröffnet sich ein ziemlich direkter Zugang zur Zielgruppe.

Schon die bisherigen Sponsored Snaps zeigen nach Angaben des Unternehmens, dass dieser Ansatz funktioniert. Sie generieren laut Snapchat im Vergleich mit anderen Inventarbuchungen bei Snapchat rund 22 Prozent mehr Conversions und senken gleichzeitig die Kosten pro Aktion um etwa 20 Prozent. Zudem liefern sie doppelt so viele Conversions pro Fullscreen Ad im Vergleich zu anderen Werbeformaten. Die neuen AI-gestützten Varianten setzen genau hier an, nur eben mit deutlich mehr Interaktion. Damit stellt Snapchat eine Art von Werbung bereit, die andere Tech Player in ihren KI-Umgebungen nur bedingt anbieten – Googles AI Mode Ads etwa liefern kontextbezogene Anzeigen, aber (noch) keine Konversation mit der Brand. Ajit Mohan, Chief Business Officer bei Snap Inc., meint:
Conversation is becoming the most valuable real estate in advertising. AI is accelerating that shift, turning chat into the place where people discover products, ask questions, and make decisions in real time. The real opportunity isn’t just putting ads into those environments, it’s designing formats that feel native to how people already talk. That’s what AI Sponsored Snaps are about – pairing the scale of nearly a billion monthly users with AI-powered conversations that drive real engagement and action.
Aktuell bereitet Snapchat den Start in einer Alphaphase vor, unter anderem in Zusammenarbeit mit Experian. Somit wird das Feature zunächst in einem kontrollierten Umfeld getestet, bevor es vermutlich breiter ausgerollt wird.
Anthropic hat kürzlich einen experimentellen Marketplace eingeführt, über den Angestellte Produkte mithilfe von AI Agents kaufen und verkaufen konnten. Mehr dazu erfährst du in unserem ausführlichen Artikel.
Project Deal:
In Anthropics Marketplace kaufen und verkaufen AI Agents für die Menschen

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Anthropic vor historischem IPO: Bewertung übertrifft OpenAI
Anthropic plant Mega-Börsengang
– Bewertung könnte auf über 300 Milliarden US-Dollar steigen

Anthropic bringt den Börsengang auf den Weg
Im Dezember berichtete die Financial Times über konkrete Vorbereitungen für einen möglichen Börsengang von Anthropic. Demnachfbeso hatte das Unternehmen die Kanzlei Wilson Sonsini engagiert, die unter anderem die Börsengänge von Google, LinkedIn und Lyft begleitet hatte. Zudem wechselte mit Krishna Rao ein Manager zu Anthropic, der zuvor eine zentrale Rolle beim Airbnb-IPO gespielt hatte. In der Branche wurden diese Personal- und Strukturentscheidungen als deutliche Hinweise auf einen IPO gewertet. Eine offizielle Bestätigung gab es damals jedoch nicht.
Diese Einschätzung wurde nun zumindest teilweise bestätigt. Anthropic gab jüngst die vertrauliche Einreichung eines S-1-Formulars bei der US-Börsenaufsicht SEC bekannt. Das Unternehmen erklärte zudem, dass die Prüfung durch die Behörde den Weg für einen möglichen Börsengang ebnen könne. Ob und wann dieser tatsächlich stattfindet, hänge weiterhin von den Marktbedingungen sowie dem Verlauf des Prüfverfahrens ab.
Seit Monaten wird darüber spekuliert, welches der großen KI-Unternehmen den Gang an die Börse zuerst wagt. Die Aufmerksamkeit richtete sich dabei lange vor allem auf OpenAI. Mit der Einreichung bei der SEC hat Anthropic nun jedoch den ersten offiziellen Schritt gemacht.
Der Wettbewerb verlagert sich auf die Finanzmärkte
Während viele Nutzer:innen vor allem die Leistungsfähigkeit von Claude, ChatGPT oder Gemini diskutieren, richtet sich der Blick von Investor:innen zunehmend auf Umsatzwachstum, Profitabilität und Kapitalbedarf. Denn die Entwicklung moderner KI-Modelle erfordert Investitionen in Milliardenhöhe. Ein möglicher Börsengang von Anthropic würde tiefere Einblicke in die wirtschaftliche Realität eines der wertvollsten KI-Unternehmen der Welt ermöglichen.
Sollte die SEC dem Antrag zustimmen, könnte Anthropic einen der wertvollsten Börsengänge der Technologiegeschichte hinlegen. Schätzungen zufolge lag die Unternehmensbewertung Ende Mai bei 965 Milliarden US-Dollar. Damit würde das Unternehmen sogar vor OpenAI liegen, dessen Bewertung zuletzt auf etwa 852 Milliarden US-Dollar beziffert wurde. Zum Vergleich: Alibaba wurde beim Börsengang 2014 mit rund 231 Milliarden US-Dollar bewertet, Facebook 2012 mit etwa 104 Milliarden US-Dollar, wie ein Ranking von Stock Sharks aus dem Oktober 2025 zeigt.
Rückenwind erhält Anthropic dabei durch die starke Geschäftsentwicklung. Nach aktuellen Prognosen könnte das Unternehmen 2026 einen Jahresumsatz von knapp 45 Milliarden US-Dollar erreichen und damit rund 35 Prozent mehr Umsatz erzielen als OpenAI. Zudem rechnet Anthropic bereits im zweiten Quartal mit dem ersten operativen Gewinn – ein weiterer Faktor, der die hohen Erwartungen der Kapitalmärkte erklärt.
Anthropics Umsatz deutlich vor OpenAI:
5 Mal mehr als 2025

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„O.B. für alle Tage“: Erste Ogilvy-Kampagne für O.B. räumt mit Tabus um die Periode auf
Frei von Scham und Tabus möchte Ogilvy die Kommunikation über die Periode gestalten.
Schluss mit blauer Flüssigkeit: Die erste Kampagne von Ogilvy, Thjnk und Loved für die Marke für Periodenprodukte O.B. will ehrlich, authentisch, aber auch humorvoll über das Thema Periode sprechen und so die Traditionsmarke vor allem für jüngere Zielgruppen attraktiver machen.
Erwartungen an Werbung für Periodenprodukte haben sich in den letzten Jahren verändert: Aufnahmen von Frauen, die tiefenentspannt in weißen Sommerkleidern über Wiesen hüpfen, und Flüssigkeiten, die blau oder lila, aber niemals rot sind, haben insbesondere in den jüngeren Generationen ausgedient. Werbung soll die Realität menstruierender Personen widerspiegeln, anstatt sie zu verstecken, als wären rotes Periodenblut, Krämpfe oder Stimmungsschwankungen etwas schambehaftetes. Mit Tabus zu brechen und offen und authentisch über das Thema Periode zu sprechen, ist auch das Ziel der neuen O.B.-Markenplattform „O.B. Für alle Tage“ von Ogilvy.
Alice Baldczus, Management Supervisor bei Ogilvy, beschreibt die Kampagne als „Startschuss für eine neue Ära von O.B.“: Ziel sei gewesen, sich von den typischen klinisch-sauberen Bildern zu lösen, die man aus der Werbung für Periodenprodukte kenne, und nicht nur Produktvorteile zu kommunizieren, sondern vor allem die Lebensrealität der Zielgruppe in den Mittelpunkt zu stellen. „Die Periode fühlt sich nun einmal nicht jeden Tag nach Sport, perfektem Make-up und einem Dauerlächeln an. Ich bin wahnsinnig stolz darauf, mit einem Team von vielen starken Frauen genau diese Realität sichtbar machen zu dürfen“, ergänzt Natalie Hansen, Creative Director bei Thjnk.
Auch in der Farbsprache der neuen Markenplattform zeigt sich der Bruch mit Klischees: Die Markenfarbe türkis wird durch ein kräftiges Rot ergänzt, dass die Enttabuisierung der Periode symbolisiert. Markante Kampagnenmotive wie ein „Congrats on your Period“-Kuchen sollen eine ehrliche, aber auch humorvolle Kommunikation rund um das Thema Periode ermöglichen.
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