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Mastodon führt Share Button ein: Alternative zu X rüstet auf
Der gesamte Prozess läuft im Browser, ohne Tracking und ohne zentrale Datenspeicherung. Der Code des Tools wurde zudem als Open Source veröffentlicht und kann eingesehen, angepasst oder selbst gehostet werden.
Dieser Schritt kommt in einer Phase, in der Plattformwechsel politisch aufgeladen sind. Nicht nur bei X, sondern auch im KI-Markt: Anthropic verweigert dem Pentagon die Zusammenarbeit, während OpenAI daraufhin die Chance ergriff, den Verteidigungs-Deal dann aber nachschärfen musste. CEO Sam Altman räumte selbst ein, das Vorgehen habe „opportunistisch und wenig durchdacht“ gewirkt. Claude gewinnt in diesem Umfeld Nutzer:innen hinzu, OpenAI sieht sich Boykottaufrufen ausgesetzt.
Claude toppt App Store Charts und ChatGPT vor Boykott
– mitten im Kriegstaumel

Mastodon: Die selbstbestimmte Alternative im Plattformzeitalter
Mastodon ist kein Massenphänomen, aber auch längst kein Nischenexperiment mehr. Je nach Quelle liegt die Zahl der monatlich aktiven Nutzer:innen aktuell zwischen 750.000 und einer Million. Der Dienst Fediverse Observer weist rund 785.000 aktive Accounts aus, FediDB schätzt etwa 750.000. Auch die offizielle Server-Übersicht von Mastodon bewegt sich in dieser Größenordnung. Offizielle Daten aus dem Mastodon Annual Report 2024 zeigen zudem, dass Anfang 2025 rund 9,1 Millionen Accounts registriert waren, von denen etwa 938.000 monatlich aktiv genutzt wurden.
Im Vergleich dazu bleibt X deutlich größer. Die Schätzung von rund 570 bis 660 Millionen monatlich aktiven Nutzer:innen weltweit basiert auf einer Marktübersicht von Blog2Social, die verschiedene Branchenanalysen und verfügbare Datenquellen wie DataReportal und Kepios zusammenführt. Seit der Privatisierung veröffentlicht X selbst keine regelmäßig geprüften MAU-Zahlen mehr.
X ist ohne Frage eine global dominierende Plattform – aber Mastodon zieht genau die an, die etwas anderes wollen. Es gibt keinen übergreifenden Algorithmus, der Posts nach Klick- oder Empörungswahrscheinlichkeit sortiert, und keine personalisierte Werbung, die auf Basis deiner Daten ausgespielt wird. Hinter Mastodon steht eine Non-Profit-Organisation, die die Open Source Software entwickelt. Anders als bei zentralisierten Plattformen kontrolliert sie jedoch nicht das gesamte Netzwerk, denn die einzelnen Server werden unabhängig verwaltet.
Viele Timelines sind schlicht chronologisch. Du siehst die Beiträge der Accounts, denen du folgst, nicht das, was ein System oder ein:e Inhaber:in für besonders „engaging“ hält. Das Netzwerk besteht aus unabhängigen Instanzen mit eigenen Regeln und Moderations-Teams. Für viele Nutzer:innen, die sich von Plattformentwicklungen unter Elon Musk und Co. distanzieren möchten, ist das attraktiv.
Inzwischen sind auf Mastodon auch zahlreiche prominent gefolgte Accounts aktiv, die zeigen, wie vielfältig das Netzwerk genutzt wird. Laut einer Produnis-Übersicht besonders populärer Mastodon Accounts zählen dazu unter anderem der Autor und Medienmacher Cory Doctorow, der Erfinder des World Wide Web Tim Berners-Lee, die US-amerikanischen Tech-Journalistinnen Taylor Lorenz und Kara Swisher, der Satiriker und Moderator Jan Böhmermann sowie Medien- und Politik-Accounts wie ProPublica oder European Commission. Viele dieser Stimmen nutzen Mastodon als offenen Raum für Diskussionen, Dialog und kritischen Austausch
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So viele Werbekonten hat Google 2025 gesperrt
Googles neue Suche in Chrome:
AI Mode neben Website laufen lassen

Google prüft Anzeigen schon vor dem Upload
Über 8,3 Milliarden blockierte oder entfernte Anzeigen und 24,9 Millionen gesperrte Accounts zeigen, wie massiv Google 2025 gegen Verstöße vorging.

Entscheidend für diesen Erfolgt ist auch der Zeitpunkt der Kontrolle bei Google. Das Unternehmen hat die Prüfung im Prozess weiter nach vorne verschoben und analysiert Anzeigen inzwischen bereits bei der Erstellung. Mehr als 99 Prozent der Ads, die gegen die Richtlinien verstoßen, werden laut Google so gestoppt, bevor sie überhaupt live gehen. Die Grundlage für diesen Erfolg bei der Ad Safety liefern die Gemini-Modelle:
Unsere Modelle analysieren Hunderte von Milliarden Signalen – einschließlich Kontoalter (sprich, wie lange ein Google Ads-Konto bereits existiert), Verhaltenshinweisen und Kampagnenmustern –, um Bedrohungen zu stoppen, bevor diese Menschen je erreichen.
heißt es im Blogpost. Die Gemini-Modelle bewerten somit nicht mehr nur einzelne Inhalte, sondern ordnen Anzeigen in ihren gesamten Kontext ein und erkennen früh, ob sie darauf ausgelegt sind, Nutzer:innen zu täuschen. Der Druck, bereits vor der Ausspielung von Anzeigen einzugreifen, wächst, weil Betrug durch generative KI deutlich einfacher und skalierbarer geworden ist. Täuschend echte Anzeigen lassen sich automatisiert in großer Menge erstellen und in Kampagnen einspielen, während klassische Filtersysteme oft erst nach ersten Impressionen reagieren. Genau deshalb verlagert Google die Prüfung auf den Moment der Einreichung und macht Prävention zum zentralen Mechanismus.
Parallel verbessert Google die Effizienz der Systeme deutlich. So konnte das Unternehmen mithilfe von Gemini viermal so viele Nutzer:innenmeldungen bearbeiten wie im Vorjahr. Hinweise auf problematische Anzeigen werden inzwischen schneller geprüft und Maßnahmen früher eingeleitet. Für Marketer heißt das, dass Verstöße nicht nur häufiger erkannt, sondern auch deutlich früher im Kampagnenverlauf gestoppt werden.
Googles Ads-System wird präziser und anspruchsvoller
Laut Google wurden 2025 fälschlich gesperrte Werbekonten im Vergleich zum Vorjahr um 80 Prozent reduziert. Das zeigt, dass die KI-Ad-Safety-Systeme des Unternehmens heute deutlich besser zwischen legitimen Kampagnen und tatsächlichen Verstößen unterscheiden. Hintergrund ist die veränderte Bewertung. Anzeigen werden nicht mehr nur anhand einzelner Signale geprüft, sondern im Gesamtzusammenhang eingeordnet, also entlang von Kampagnenstruktur, Verhalten und Mustern.
Für Advertiser macht sich das im Alltag bemerkbar. Sperren wirken weniger willkürlich und Entscheidungen werden nachvollziehbarer. Kampagnen werden nicht mehr nur daran gemessen, ob einzelne Elemente auffällig sind, sondern ob das Gesamtbild stimmig und regelkonform ist. Das reduziert Fehlentscheidungen, erhöht aber gleichzeitig die Anforderungen an sauber aufgebaute Kampagnen.
Googles KI-gestütztes Ad-Safety-System rund um Gemini bringt damit viele Vorteile, schafft aber auch neue Abhängigkeiten. Wer sauber arbeitet, profitiert von stabileren Ausspielungen und weniger unerwarteten Eingriffen. Gleichzeitig wächst die Abhängigkeit von Systembewertungen, die auf unternehmensinternen Modellen basieren und nur begrenzt transparent sind.
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Klage abgewiesen: Penny darf weiter für App-Rabatte werben
Penny hatte in einem Prospekt einen Fruchtjoghurt mit einem Rabatt von bis zu 52 Prozent beworben – aber nur für App-Kunden.
Darf Penny im Handzettel mit einem Rabatt werben, den nur App-Kunden bekommen? Der Verbraucherzentrale-Bundesverband hat dagegen geklagt – und verloren. Wie das Gericht seine Entscheidung begründet.
Der Discounter Penny darf weiterhin mit Rabatten werben, die Verbraucher ausschließlich über eine App nutzen können. Eine Klage des Ve
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Mega-Makeover für Threads: Neues Design und Desktop DMs
Mehr Übersichtlichkeit und bessere Kommunikation: Metas Threads kommt mit einem Update-Reigen daher.
Als X-Alternative hat sich Threads inzwischen etabliert. Über 400 Millionen monatlich aktive User sprechen dafür; dazu kommt, dass große Publisher, Marken und Creator ebenfalls auf der Plattform vertreten sind. Diese wird durch die Einführung immer neuer Funktionen zusehends optimiert. Im Rahmen des Coachella Festivals stellte Plattformchef Connor Hayes beispielsweise eine neue Live-Chat-Option vor, die in den nächsten Wochen ausgerollt werden soll.
Threads bekommt Live Chat Feature:
Gruppen-Chat für Fans

Hayes informiert auf der Plattform selbst zudem über den Start der eingerückten Antworten auf Kommentare. Diese Option hält er für besonders sinnvoll, da sie mehr Übersichtlichkeit bei der Kommunikation zu einzelnen Themen bietet. Ein vergleichbares Feature gibt es bereits auf LinkedIn und Instagram.
Die eingerückten Replies kommen erstmal mobil, zunächst für iOS, dann für Android. Ein anderes Feature, das bisher nur mobil verfügbar ist, soll dagegen bald auf dem Desktop ausgerollt werden: DMs. Denn Hayes teilte auf Threads auch gleich noch Insights zum neuen Desktop Layout im Web der Social-Media-Plattform. Dabei finden User in einer aufgeräumten Seitenleiste am linken Bildschirmrand unterschiedliche Reiter wie den For you Feed, den Post Composer für neue Threads und die Suchoption. Darunter folgen Aktivitäten, das Profil, Insights und gespeicherte Posts, ehe noch einmal darunter Feeds für den Account aufgelistet werden. Diese neue Desktop-Ansicht sehen wir auch schon. Was wir noch nicht sehen, ist die Integration der DMs über den Aktivitäten, die in Hayes’ Screenshot zu erkennen ist. Diese soll in den kommenden Wochen für alle ausgerollt werden.
Während Meta Threads mit vielen neuen Funktionen versieht, können Creator ihre Reels – die sich auch automatisch auf Reels mitposten lassen – dank einiger neuer Funktionen der Videobearbeitungs-App Edits optimieren. Neu sind:
- das Markieren favorisierter Schriftarten und Textstile für alle Bearbeitungen
- eine Find & Replace-Funktion für Transkripte, die gleiche Fehler im gesamten Untertiteltext anpasst
- die Möglichkeit, einzelne Wörter im Text der Untertitel hervorzuheben, farblich und mit anderer Größe
- Einstellungsregler für Farben, Schatten und mehr, die mit Kurven und Rädern Feinjustieren anbieten
- ein optimiertes Projekt-Management samt Anpinnen von Kernprojekten und Rückholoption für gelöschte Projekte (für sieben Tage)
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