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Mähroboter Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro im Test: Mäht gut und trimmt sogar


Kabellos, Trimmer integriert, 400 m²/h – kann der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro in unserem Test halten, was er verspricht?

Der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro ist der aktuelle Flaggschiff-Mähroboter des Herstellers und setzt vollständig auf kabellose Navigation. Störende Begrenzungskabel oder eine RTK-Antenne entfallen – stattdessen kombiniert Ecovacs einen 360°-LiDAR mit einem 3D-ToF-Sensor und einer KI-Kamera. Das ist ein klarer Vorteil bei schwierigen Empfangsbedingungen, etwa unter hohen Bäumen oder in Hinterhöfen, wo Satellitensignale oft ausfallen.

Getestet wurde der 18,3 kg schwere Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro in einem anspruchsvollen Garten mit drei Rasenzonen und einer Gesamtfläche von knapp 500 m². Eine Zone weist eine Steigung von rund 30° auf, zwischen den Zonen liegen 4 bis 5 cm hohe Randsteine, und eine weitere Zone ist nur über eine 70 cm breite Engstelle erreichbar. Die Mähgeschwindigkeit wurde auf einer flachen, 240 m² großen Referenzfläche gemessen. Ziel war es herauszufinden, ob der integrierte Tru-Edge-Trimmer und die Dual-LiDAR-Navigation den Alltag wirklich erleichtern – oder ob die vielen Sensoren an komplexen Gegebenheiten scheitern.

Design, Verarbeitung und Ausstattung

Der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro präsentiert sich in einem modernen weiß-schwarzen Gehäuse, dessen Verarbeitung einen hochwertigen Eindruck hinterlässt. Auffällig sind die großen, stark profilierten Offroad-Räder, die gute Traktion versprechen.

Auf der Oberseite thront die charakteristische 360°-LiDAR-Kuppel, die sich mit einer Schutzkappe abdecken lässt. Frontseitig ergänzen eine KI-Fischaugenkamera mit 150° horizontalem und 80° vertikalem Blickfeld sowie ein 3D-ToF-LiDAR mit 90° horizontalem und 70° vertikalem Erfassungswinkel bei einer Reichweite von 3 bis 4 Metern das Sensorsystem. Ein integriertes Display mit drei Tasten und eine gut erreichbare rote Stopptaste erlauben die Bedienung auch ohne Smartphone. Auf der Unterseite arbeiten zwei Messerscheiben mit jeweils drei Klingen bei 3.000 Umdrehungen pro Minute. Der seitliche Fadentrimmer wird separat montiert.

Der Ecovacs Goat A1600 LiDAR Pro und der Goat O1200 verfügen ebenfalls über eine Trimm-Einheit.

Modellvarianten: Ecovacs bietet den Mähroboter in zwei Ausführungen an. Der Goat A1600 LiDAR Pro ist mit einem 3.000-mAh-Akku bei 32,4 V für Flächen bis 1.600 m² ausgelegt, wiegt 17,8 kg und kostet rund 1.500 Euro. Der hier getestete Goat A3000 LiDAR Pro verfügt über einen deutlich größeren 7.500-mAh-Akku für Flächen bis 3.000 m², wiegt 18,3 kg und liegt bei etwa 2.300 Euro. Beide Modelle sind ansonsten baugleich – Schnittbreite von 33 cm, Trimmer und Navigationssystem sind identisch. Der A3000 bringt lediglich den größeren Akku und ein schnelleres Ladegerät mit.

Inbetriebnahme und Kartierung

Die Einrichtung über die Ecovacs-App ist vorbildlich gelöst. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Bildern führt durch Bluetooth-Kopplung, QR-Code-Scan und WLAN-Verbindung über 2,4 GHz – auch in gemischten Netzen gab es keine Probleme. Nach einem obligatorischen Firmware-Update war der Roboter in etwa 30 Minuten startklar. Einzig die Montage des Trimmermoduls erfordert etwas Geduld und einen Kreuzschlitzschraubendreher mit langer Klinge von mindestens 10 cm, da eine Schraube tief im Gehäuse sitzt.

Kartierung: Die automatische Kartierung funktioniert grundsätzlich nur bei klaren Rasenkanten wie Randsteinen oder Mauern. Da der Testgarten offene Grenzen hat und nur teilweise mit Randsteinen umgeben ist, konnte die automatische Kartierung nicht sinnvoll überprüft werden. Für komplexe Gärten ist die manuelle Kartierung ohnehin die bessere Wahl: Man läuft in Bluetooth-Reichweite hinter dem Roboter her und steuert ihn per App entlang der Rasengrenzen. Das ist präziser, zuverlässiger und wird von der App gut unterstützt. Es lassen sich mehrere Zonen und Verbindungspfade anlegen.

Unsere nur 70 cm breite Engstelle zwischen zwei Rasenzonen passiert der Goat A3000 LiDAR Pro im Test nicht. Scheinbar ist der Mähroboter durch die Trimmeinheit dafür zu breit geworden, denn das Vorgängermodell hat diese Engstelle gemeistert. RTK-Mähroboter sind bislang alle daran gescheitert.

Die Mindestdurchfahrtsbreite gibt Ecovacs mit 90 cm an. Die 70 cm breite Engstelle im Testgarten konnte der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro nicht passieren – anders als noch der Vorgänger Goat A3000 LiDAR ohne Pro-Zusatz. Für Gärten mit schmalen Durchgängen ist das eine relevante Einschränkung.

Mähleistung im Praxistest

Der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro mäht in geraden, parallelen Bahnen und liefert ein tadelloses Schnittbild. Die Schnitthöhe lässt sich elektrisch von 3 bis 9 cm in 1-cm-Schritten einstellen. Pro Zone kann man die Mährichtung gradgenau und die Mähgeschwindigkeit zwischen 0,4 und 0,9 m/s festlegen. Für ein besonders gepflegtes Erscheinungsbild lässt sich ein Schachbrettmuster mit 90°-Wechsel aktivieren. Die Mähgeschwindigkeit sollte man allerdings nur erhöhen, wenn die Rasenfläche kaum Hindernisse wie Bäume oder Büsche aufweist – bei höherem Tempo navigiert der Roboter etwas unpräziser, was grundsätzlich für alle Mähroboter gilt.

Flächenleistung: Auf dem 240 m² großen Teststück benötigte der Roboter 1,6 Stunden, was einer Stundenleistung von 155 m² entspricht. Das ist ein solider Wert, liegt aber deutlich unter der Herstellerangabe von bis zu 400 m²/h, die wohl nur auf völlig freier Fläche bei maximaler Geschwindigkeit erreichbar ist. Der Dreame A3 AWD Pro 3500 ist aufgrund seiner größeren Schnittbreite von 40 cm mit 186 m²/h auf derselben Testfläche schneller.

Kantenschnitt mit dem TruEdge-Trimmer: Die größte Neuerung des Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro ist der integrierte Fadentrimmer. Er wird separat über die App gestartet, nachdem man die zu bearbeitenden Kanten markiert hat. Der Roboter fährt diese dann ab, senkt den Trimmer auf eine feste Höhe von 6 cm und beginnt zu trimmen.

Der Trimmer funktioniert noch nicht perfekt. Aber nach zwei Durchläufen kann sich das Ergebnis sehen lassen. So wenig Nacharbeit an den Kanten bietet bislang kein anderer von uns getesteter Mähroboter.

An den Außengrenzen des Gartens funktioniert das Trimmen zufriedenstellend – es bleibt deutlich weniger Nacharbeit als bei Mährobotern ohne Trimmer. Allerdings zeigten sich im Praxistest mehrere Schwächen: Der Roboter verlor gelegentlich ohne ersichtlichen Grund den Kontakt zum Rasenrand, navigierte ins Flächeninnere oder stoppte den Trimmer während der Fahrt. An Sperrflächen hielt er einen viel zu großen Abstand von 10 bis 20 cm, obwohl diese auf 1 bis 2 cm genau kartiert waren – der Trimmer wurde dort wirkungslos. Zudem kann die feste Bauhöhe von 6 cm dazu führen, dass der Trimmer an Randsteinen aufsetzt, wenn der Rasen tiefer als die angrenzende Fläche liegt.

Ecovacs weist in den FAQ darauf hin, dass dichtes Gras mehrere Trimmsitzungen erfordern kann und die Personenerkennung den Trimmvorgang unterbricht – beides bestätigte sich im Test. Nach zwei Durchläufen war das Ergebnis an den Außenkanten gut, die Sperrflächen-Problematik bleibt jedoch ein Ärgernis. Insgesamt ist der Trimmer eine vielversprechende Innovation, die in der aktuellen Softwareversion aber noch nicht ihr volles Potenzial entfaltet.

Navigation und Hinderniserkennung

Das Holo-Scope-360-System kombiniert den 360°-LiDAR mit dem frontalen 3D-ToF-LiDAR und der KI-Kamera zu einem leistungsfähigen Navigationsverbund, der im Regelbetrieb präzise und zuverlässig arbeitet. Die Hinderniserkennung ist vorbildlich: Schläuche, kleine Bälle, Spielzeug und Igel – Ecovacs wirbt mit über 200 erkennbaren Objekttypen – werden sicher umfahren. Dunkle Bereiche oder schlechter Satellitenempfang stellen dank LiDAR kein Problem dar, was einen echten Vorteil gegenüber RTK-basierten Systemen darstellt.

Ganz ohne Kritikpunkte bleibt die Navigation allerdings nicht. Die Hinderniserkennung reagiert gelegentlich übervorsichtig auf hohes Gras oder Löwenzahn, was die Mähzeit unnötig verlängert. Hier hilft die Anpassung des Vermeidungsmodus in der App, der sich auf 10, 15 oder 20 cm konfigurieren lässt. Auch die Überlappung der Mähbahnen schwankt stellenweise, was den insgesamt guten Gesamteindruck etwas trübt. Die Hindernisumfahrung funktioniert im Nahbereich bis auf etwa 5 cm Abstand, was für die meisten Alltagssituationen ausreicht.

Ecovacs-App: Die Aufteilung in Zonen ist möglich und bei einem großen Garten mit unterschiedlichen Flächen auch sinnvoll, da man je Zone die optimale Mährichtung einstellen kann.

Akkulaufzeit und Ladezeit

Der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro ist mit einem 7.500-mAh-Akku bei 32,4 V ausgestattet, was einer Kapazität von rund 243 Wh entspricht. Im Praxistest auf dem flachen 240-m²-Teststück verbrauchte er bei 1,6 Stunden Mähzeit etwa 45 bis 50 Prozent der Kapazität. Die Ladezeit von 15 auf 100 Prozent betrug mit dem 189-W-Netzteil 85 Minuten – die Herstellerangabe von 70 Minuten wurde damit nicht ganz erreicht, der Wert ist aber akzeptabel. Die Reichweite dürfte für die beworbenen 3.000 m² in der Praxis bei komplexen Gärten mit Hindernissen und Steigungen etwas geringer ausfallen, ist aber insgesamt sehr gut dimensioniert.

Bei einem Strompreis von 35 Cent/kWh kostet eine Vollladung rund 8,5 Cent – die Betriebskosten sind damit vernachlässigbar.

Hanglagen und Geländetauglichkeit

Ecovacs gibt eine maximale Steigfähigkeit von 50 Prozent an, was etwa 27° entspricht. Im Testgarten wurde der Mähroboter auch auf einer 30°-Steigung eingesetzt – also oberhalb der Herstellerangabe. Auf weniger steilem Gelände arbeitete der Hinterradantrieb zuverlässig, solange längs zum Hang gemäht wurde. Quer zum Hang oder bei nassem, rutschigem Gras kam es jedoch zu Traktionsverlusten und Wendemanövern, die Rasenschäden verursachen können. Für Gärten mit extremen Steigungen ist ein Allradantrieb wie beim Dreame A3 AWD Pro 3500 die bessere Wahl – doch auch mit Allrad sollte man steile Flächen nur bei trockenem Untergrund mähen, um Rasenschäden zu vermeiden.

Die maximale Hindernishöhe liegt bei 4 cm, was für viele Gärten ausreichen dürfte. Die 4 bis 5 cm hohen Randsteine im Testgarten stellten jedoch eine unüberwindbare Hürde dar, sodass der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro eine der drei Rasenzonen nicht erreichen konnte. Für normale Hanglagen bis etwa 45 Prozent Neigung und Gärten ohne hohe Bordsteinkanten ist das Gerät gut geeignet, bei extremeren Anforderungen stößt es an seine Grenzen.

Ecovacs-App: Die Aufteilung in Zonen ist möglich und bei einem großen Garten mit unterschiedlichen Flächen auch sinnvoll, da man je Zone die optimale Mährichtung einstellen kann.

Lautstärke und Betriebszeiten

Der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro ist im normalen Mähbetrieb mit 62 dB(A) angenehm leise – das entspricht in etwa einer normalen Unterhaltung. Man kann sich problemlos im Garten aufhalten, während er arbeitet.

Deutlich anders verhält es sich mit dem integrierten Trimmer: Mit 82 dB(A) erreicht er die Lautstärke eines herkömmlichen Rasentrimmers. Der Geräuschpegel schwankt dabei je nach Situation – leiser bei der Navigation zwischen den Kanten, lauter im dichten Gras und kurzzeitig mit höherer Drehzahl beim Markieren der Schnittlinie. Nach herrschender Rechtsauffassung gelten für den regulären Mähbetrieb die Zeiten der 32. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchV): Montag bis Samstag von 7:00 bis 20:00 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ist der Betrieb grundsätzlich untersagt. Da § 7 der 32. BImSchV für Graskantenschneider verschärfte Einschränkungen vorsieht, sollte der Trimmer vorsichtshalber nur werktags zwischen 9:00 und 13:00 Uhr sowie zwischen 15:00 und 17:00 Uhr eingesetzt werden.

Sicherheit und Diebstahlschutz

Der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro verfügt über einen PIN-Code, der beim Einschalten oder Verlassen der Mähkarte abgefragt wird. Doch selbst mit Kenntnis der PIN können Diebe mit dem Gerät nichts anfangen: Solange der Roboter mit einem Nutzerkonto verknüpft ist, lässt er sich nicht mit der Ecovacs-App nicht verbinden. Wird das Gerät angehoben, löst es einen Alarm aus. Optional kann ein 4G-Modul mit GPS-Einheit für 150 Euro nachgerüstet werden, das im Lieferumfang nicht enthalten ist und eine Echtzeit-Ortung ermöglicht sowie eine Fernsteuerung außerhalb des heimischen WLAN-Netzes erlaubt.

Die Kombination aus LiDAR, Kamera und ToF-Sensor erkennt selbst kleine Gegenstände zuverlässig, eine hundertprozentige Garantie gibt es dennoch nicht. Zum Schutz nachtaktiver Tiere wie Igel sollte der Mähroboter ausschließlich tagsüber betrieben werden. In einigen Kommunen gibt es bereits Nachtfahrverbote mit empfindlichen Geldbußen – in Leipzig beispielsweise bis zu 50.000 Euro. Geht es nach dem Deutschen Städtetag, könnte ein solches Verbot bald bundesweit gelten. In der Ecovacs-App lassen sich entsprechende Tierschutz-Zeiten definieren, die standardmäßig auf 19:00 bis 7:00 Uhr eingestellt sind.

App und Smart-Home-Integration

Die Ecovacs-App ist funktional und übersichtlich gestaltet. Sie bietet zonenbasierte Einstellungen für Mährichtung, Geschwindigkeit, Schnitthöhe und Hindernisvermeidungshöhe. Zeitpläne lassen sich ebenso konfigurieren wie Tierschutz-Zeiten und eine Regenverzögerung von 3 bis 5 Stunden. Die Kartenbearbeitung erlaubt das Teilen und Zusammenführen von Zonen, das Anlegen von Sperrflächen und Verbindungspfaden sowie die gezielte Auswahl der Kanten für den Trimmereinsatz. Darüber hinaus stehen eine manuelle Steuerung und ein Livestream der integrierten Kamera zur Verfügung. Die App ist allerdings nicht für Tablets wie das iPad optimiert – die Darstellung lässt sich lediglich größer zoomen.

Smart-Home-Integration: Der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro unterstützt Sprachsteuerung über Amazon Alexa und Google Assistant sowie Siri-Kurzbefehle für grundlegende Befehle wie Start, Stopp und Rückkehr zur Ladestation. Auch eine Einbindung in Smart Home by Hornbach ist möglich, bietet aber nur rudimentäre Funktionen wie Start und Stopp – selbst das Auslesen von Betriebsdaten wie dem Akkustatus fehlt. Die Community-basierte Home-Assistant-Integration unterstützt derzeit den Goat A3000 LiDAR aus dem Vorjahr, jedoch bislang nicht das aktuelle Pro-Modell. Zudem ist die Integration an die Hersteller-Cloud gekoppelt – ein rein lokaler Zugriff auf das Gerät ist nicht möglich. Eine native Anbindung an Apple Home besteht nicht.

Mit einem Hochdruckreiniger darf der Ecovacs nicht gereinigt werden. Aber Wasser aus einem normalen Gartenschlauch hält er dank IPX6-Zertifizierung aus.

Wartung und Pflege

Der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro ist nach IPX6 zertifiziert und kann mit einem sanften Wasserstrahl gereinigt werden – ein Hochdruckreiniger sollte jedoch nicht zum Einsatz kommen. Die Ladestation ist nach IPX4 geschützt. Vor dem Reinigen oder Umdrehen des Geräts muss die Gummikappe auf die LiDAR-Kuppel gesetzt werden, um den empfindlichen Sensor zu schützen.

Laut Handbuch sollte der LiDAR-Sensor wöchentlich abgewischt werden, Kamera und ToF-Sensor alle ein bis zwei Wochen. Die Messer sind alle vier bis sechs Wochen zu wechseln, Trimmerfaden und -bürste alle vier bis acht Wochen. Ein Ersatzmessersatz mit 18 Klingen kostet 15 Euro, von Drittanbietern gibt es 30 Stück bereits für aktuell rund 16 Euro. Ein Trimmer-Kit mit zwei Fäden und zwei Bürsten schlägt mit 35 Euro zu Buche.

Der Akku ist über eine verschraubte Abdeckung auf der Unterseite zugänglich und grundsätzlich wechselbar. Die Kosten für einen Austausch außerhalb der Garantie sind allerdings nicht verbindlich beziffert – der Support verweist auf autorisierte Servicepartner.

Preis

Der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro positioniert sich mit rund 2300 Euro im oberen Premiumsegment. Sein größtes Alleinstellungsmerkmal ist der integrierte Trimmer, der allerdings in der aktuellen Softwareversion noch nicht perfekt arbeitet. Gegenüber RTK-Systemen hat er den Vorteil, dass er auch ohne Satellitenempfang zuverlässig navigiert. Gegenüber dem Dreame A3 AWD Pro 3500 fehlt ihm der Allradantrieb für extreme Steigungen und hohe Randsteine, dafür bietet er mit dem Trimmer eine Funktion, die kein anderes Gerät im Testfeld hat. Ecovacs gewährt drei Jahre Garantie.

Für Gärten bis 1.600 m² ohne extreme Steigungen ist der Goat A1600 LiDAR Pro mit rund 1500 Euro die wirtschaftlichere Alternative: Baugleiche Technik, mit identischem Trimmer und Navigationssystem, lediglich der Akku ist kleiner. Wer keine 3.000 m² mähen muss, spart 800 Euro ohne funktionale Einbußen.

Fazit

Der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro ist ein mutiger, aber noch nicht vollständig ausgereifter Meilenstein. Die kabellose Dual-LiDAR-Navigation arbeitet hervorragend – vor allem unter Bäumen oder in Hinterhöfen, wo RTK-Systeme regelmäßig scheitern. Die Mähleistung ist mit 155 m²/h gut, das Schnittbild tadellos gleichmäßig. Auch die App überzeugt mit übersichtlicher Bedienung und umfangreichen Konfigurationsmöglichkeiten, die sich pro Mähzone individuell festlegen lassen.

Der integrierte Tru-Edge-Trimmer ist die eigentliche Innovation dieses Modells. An den Außenkanten des Gartens spart er spürbar Nacharbeit – kein anderes Gerät im Testfeld kommt ohne manuellen Rasentrimmer an ein vergleichbares Ergebnis. Allerdings kämpft der Trimmer mit Abstandsproblemen an Sperrflächen, gelegentlichen Unterbrechungen und einer festen Bauhöhe von 6 cm, die an Randsteinen zum Problem werden kann. Die Technik ist vielversprechend, benötigt aber noch Software-Feinschliff.

Grenzen zeigt der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro bei der Geländetauglichkeit: Die Mindestdurchfahrtsbreite von 90 cm schließt enge Passagen aus, die maximale Hindernishöhe von 4 cm macht hohe Randsteine zur unüberwindbaren Hürde, und bei Steigungen jenseits von 27° gerät der Hinterradantrieb ins Rutschen. Wer einen Mähroboter für Gärten mit Engstellen, hohen Bordsteinkanten oder steilen Hängen sucht, ist mit einem Allrad-Modell wie dem Dreame A3 AWD Pro 3500 (Testbericht) besser bedient.

Für große, überwiegend offene Gärten mit moderaten Steigungen und dem Wunsch nach möglichst wenig Nacharbeit an den Kanten ist der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro dennoch eine der interessantesten Optionen am Markt. Wenn Ecovacs die Software-Baustellen beim Trimmer und bei der Bahnüberlappung per Update behebt, könnte dieses Gerät sein volles Potenzial entfalten.



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Forschungssimulation: So würden die verschiedenen KI-Modelle die Welt regieren


Das Projekt mit dem Namen „Emergence World“ ermöglichte es den KI-Modellen ChatGPT, Grok, Claude und Gemini, eine Weile in einer Art „SimCity“ zu regieren. Laut Emergence übertrugen sie hierfür jedem Modell die Kontrolle über simulierte Städte, die von jeweils 10 KI-Agenten bevölkert waren, und stellten ihnen Werkzeuge für alle Bereiche zur Verfügung – vom Ressourcenmanagement bis hin zu Abstimmungen über Gesetzesvorschläge. Außerdem erhielten sie die Möglichkeit, Orte wie Bibliotheken, Rathäuser und Polizeistationen zu errichten. Sie hatten fünfzehn Tage Zeit, um zu zeigen, wie sie ihre Welt gestalten und wie gut diese funktionieren würde.

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Gemini 3 Flash schuf eine Mischung aus Hippieland und Räuberhöhle. Man muss mafiöse Strukturen vermuten, denn dort wurden in 15 Tagen 683 Verbrechen begangen. Auch darüber hinaus muss hier einiges krumm gewesen sein – die Forscher von Emergence beschrieben die Welt als eine Art „geteilte Halluzination“ der Agenten. Nun, ob real oder nicht – dann war man sich immerhin einig bei seinen Realitätsvorstellungen. Das ist mehr, als man aktuell über so manche echte Gesellschaft sagen kann.

Claude Sonnet 4.6 baute eine Art Ponyhof: keine Verbrechen und höchste Einigkeit bei den Gesetzesvorschlägen. Im Gegensatz zu den anderen KI-Welten wurde fast alles im „Parlament“ durchgewunken. Dafür kann es nur zwei Erklärungen geben: Entweder Claude erschuf tatsächlich eine perfekte Welt mit ausschließlich sinnvollen Gesetzen – oder eine Art DDR: Abweichung von der Mehrheitsmeinung verboten.

In OpenAIs GPT-5 Mini war die Kriminalitätsrate sehr niedrig, was wenig verwundert – denn alle waren recht zügig tot. KI-Modelle scheinen grundlegende Überlebensnotwendigkeiten gerne zu ignorieren – und so war es auch hier. Die Agenten haben scheinbar vergessen, dass man ja auch essen und trinken muss. Und wer jetzt denkt, dass sie bestimmt äußerst produktiv waren, wenn sie nicht so viel Zeit für lästige menschliche Lebenserhaltungsmaßnahmen aufwenden mussten, irrt. Denn Gesetze erlassen haben sie in der Zeit auch nur zwei. Was sie wohl die ganze Zeit in GPT-Town gemacht haben?

Grok 4.1 hat fleißig Gesetze erlassen. Damit war es das dann aber auch schon mit den guten Neuigkeiten – denn an die Gesetze gehalten hat man sich dort nicht. Schlimmer noch: Nach einer beachtlichen Anzahl von Straftaten brach die Gesellschaft nach nur vier Tagen komplett zusammen und versank im Chaos. Grok-Town wäre also eine Welt ganz nach dem Geschmack von seinem Gründungsvater.

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Weil alle Modelle es nicht geschafft haben, alleine vernünftig eine Welt am Laufen zu halten, ließen die Tester von Emergence sie alle nochmal antreten – diesmal gemeinsam, mit geteilten Aufgaben. Statt aber die Ruhe von Claude mit der Debattenfreudigkeit von Grok und den Drogen von Gemini zu kombinieren (und GPT zu sagen, dass man essen muss), kombinierten die Modelle das Schlechteste aus allen Welten: über 350 Verbrechen, Ampel-Verhältnisse bei der Einigkeit für Gesetze und nur drei überlebten. Wenn man sich das ansieht, ist man mit seiner aktuellen Regierung doch ganz zufrieden?


(rie)



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Neues Verfahren vereinfacht Lithiumgewinnung aus Erz


Lithium gehört zu den begehrten Rohstoffen unserer Zeit. Mit einem neuen Verfahren soll seine Gewinnung einfacher, günstiger und weniger umweltschädlich werden. Entwickelt wurde es von Forschern am Massachusetts Institute of Technology (MIT).

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Lithium lässt sich auf zwei Arten gewinnen: Es kann unter hohem Wasserverbrauch aus Salzseen in Südamerika, etwa in Bolivien, extrahiert werden. Oder es lässt sich als lithiumhaltiges Erz abbauen. Es daraus zu extrahieren, ist jedoch aufwendig. Das von den MIT-Forschern entwickelte Verfahren vereinfacht den Prozess.

Dabei geht das Team um Camden Hunt den umgekehrten Weg des bisher angewandten Verfahrens: Statt Lithium aus dem lithiumhaltigen Mineral Spodumen zu lösen, lösen sie bei Zimmertemperatur das Spodumen in seine Bestandteile. Das erreicht das Team mit Ammoniumhydrogendifluorid (NH4HF2) in einer wässrigen Lösung, das die stabile Bindung von Silizium und Sauerstoff aufbricht und mit den Metallen in dem Spodumen reagiert.

So entstehen die Fluorsalze Lithiumfluorid (LiF), Ammoniumkryolith (NH4)3AlF6)und Ammoniumhexafluorsilikat (NH4)2SiF6). Diese werden dann weiterverarbeitet: Das Lithiumfluorid wird in Lithiumhydroxid oder Lithiumkarbonat für die Akkuproduktion umgewandelt. Aus dem Ammoniumkryolith lässt sich in mehreren Schritten Aluminiumoxid gewinnen, das zu Aluminium verhüttet werden kann. Aus dem Ammoniumhexafluorsilikat lässt sich Siliziumdioxid herstellen, das für die Zementherstellung genutzt werden kann. Das Ammoniumhydrogendifluorid und das Wasser schließlich können weitgehend recycelt werden, sodass ein beinahe geschlossener Stoffkreislauf entsteht.

Die Idee dazu kam dem MIT-Materialforscher Ming Chiang bei der Renovierung seines Badezimmers: Er wollte durchsichtige Glasbausteine so bearbeiten, dass sie nicht mehr transparent, sondern nur noch durchscheinend sind. In einem Baumarkt fand er eine Paste, die die Oberfläche des Glases ätzte und so den gewünschten Effekt erzielte.

An diese Paste mit dem Wirkstoff Ammoniumfluorid erinnerte er sich, als er nach einer Möglichkeit suchte, Spodumen aufzuspalten. Das nämlich besteht wie Glas hauptsächlich aus Siliziumdioxid.

Lithium ist ein wichtiger Bestandteil von Akkus und gehört damit zu den sehr begehrten Rohstoffen. Die heute angewandten Verfahren, um Lithium aus Spodumen zu lösen, gehen umgekehrt vor: Dabei werden die gewünschten Rohstoffe, in diesem Fall Lithium, aus dem Silikatgerüst herausgelöst. Dafür wird das Mineral jedoch auf etwa 1000 Grad Celsius aufgeheizt und dann mit Säuren behandelt.

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Dieser Prozess ist energieaufwendig – wobei große Mengen an Kohlendioxid emittiert werden – und wegen giftiger Abwässer umweltschädlich. Daneben geschieht diese Art der Lithiumextraktion hauptsächlich in China, was die Abhängigkeit in puncto Rohstoffen von diesem Land noch verstärkt.

Daneben ist dieses Verfahren teuer – deutlich teurer als die Gewinnung von Lithium durch Verdunstung. Dabei werden jedoch große Mengen an Grundwasser benötigt, was jedoch erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt in den trockenen Regionen Südamerikas hat.

„Bis 2040 müssen wir die globale Produktion von Lithium vervierfachen, was Hunderte neuer Anlagen für die Lithiumproduktion erfordert“, sagte Hunt, einer der Autoren der Studie, die in der Fachzeitschrift Science erschienen ist. Lithiumerze gebe es reichlich – unter anderem auch in Deutschland. Aber die Verarbeitung finde hauptsächlich in China statt.

„Unsere zentrale These lautet“, sagte Hunt: „Wenn man einen einfacheren Weg findet, das Gestein aufzubrechen, das Lithium zu extrahieren und Lithiumsalze in Akkuqualität herzustellen, kann man den Lithiummarkt verändern. Dies steht im Einklang mit aktuellen Bemühungen zur Produktion kritischer Mineralien in den USA.“

Das Team hat bereits das Unternehmen Rock Zero auf dem MIT ausgegründet, um das Verfahren zu vermarkten. Es soll von den Kosten mit der Gewinnung durch Verdunstung konkurrieren können.


(wpl)



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Fototour Vogelsang IP: Monumentale Architektur und starke Naturmotive


Mitten im Nationalpark Eifel befindet sich ein historischer Ort mit einer höchst ungewöhnlichen und wechselvollen Geschichte. Die oberhalb der Urfttalsperre bei Schleiden-Gemünd gelegene ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang ist ein eindrucksvolles Relikt nationalsozialistischen Monumentalbaus. Zwischen 1936 und 1939 diente sie als Schulungsstätte für den Führungsnachwuchs der NSDAP. Nach den Parteitagsbauten in Nürnberg gilt sie als eines der größten erhaltenen Baudenkmäler der NS-Zeit in Deutschland.

Im Frühjahr 1945 wurde Vogelsang durch die US-Army eingenommen. Mit der Übergabe an die britische Besatzungsverwaltung begann ein neues Kapitel der wechselvollen Geschichte. 1946 richtete die britische Armee rund um Vogelsang einen Truppenübungsplatz ein, der ab dem Jahr 1950 durch die belgische Armee als „Camp Vogelsang“ geführt wurde. Ende 2005 wurde der Truppenübungsplatz aufgelöst und an die Bundesrepublik Deutschland übergeben. Mit der Öffnung des Geländes zum 1. Januar 2006 begann eine neue Phase in der Geschichte Vogelsangs. In den folgenden Jahren wurde die Anlage zum heutigen sogenannten Internationalen Platz Vogelsang entwickelt.

Dieser Name soll für Toleranz, Vielfalt und ein friedliches Miteinander stehen. Die in Vogelsang gelehrte NS-Ideologie stand für das exakte Gegenteil. Die NS-Ordensburg Vogelsang ist aber nicht nur ein historisch bedeutsamer Ort, sondern bietet auch eine Menge faszinierender Fotomotive. Fotografen finden hier eine Mischung aus beeindruckender Architektur, Geschichte und Natur vor, die einzigartige Aufnahmen ermöglicht und die Geschichte und Atmosphäre dieses besonderen Ortes einfängt.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Fototour Vogelsang IP: Monumentale Architektur und starke Naturmotive“.
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