Digital Business & Startups
Köln wird Europas Tor für indische Startups
#Hintergrund
Die Startup-Hochburg Köln positioniert sich weiter als internationaler Standort. Eine neue Partnerschaft mit einem führenden indischen Gründungszentrum soll Startups aus Indien den Weg nach Europa ebnen – mit Köln als erstem Anlaufpunkt.

Unser Partner KölnBusiness schließt eine Kooperationsvereinbarung mit dem indischen Gründungs- und Innovationszentrum T-Hub. Ziel der Partnerschaft ist es, Startups aus Indien aktiv beim Markteintritt in Europa zu unterstützen – mit Köln als zentralem Anlaufpunkt. T-Hub mit Sitz in Hyderabad gilt als weltweit größtes Gründungszentrum und ist eng mit der indischen Startup- und Tech-Szene vernetzt.
Im Rahmen der Kooperation entwickelt KölnBusiness konkrete Angebote für indische Gründerinnen und Gründer. Geplant sind unter anderem digitale Informations- und Austauschformate sowie strukturierte Soft-Landing-Programme. Der Fokus liegt auf Startups aus den Bereichen Software & IT sowie Gesundheitswirtschaft – zwei Sektoren mit starkem Wachstumspotenzial in Indien und Köln.
Wie der Markteintritt gelingen kann, zeigt das indische KI-Unternehmen RiskAI, das 2024 einen Standort in Köln eröffnet hat. Ergänzend baut KölnBusiness sein internationales Netzwerk weiter aus, unter anderem mit Organisationen wie dem indischen IT-Verband NASSCOM.
Köln sendet damit ein deutliches Signal an Indiens Startup-Szene: Der Weg nach Europa führt über den Rhein.
Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness
In unserem Themenschwerpunkt Köln beleuchten wir das dynamische Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind die Bedingungen für Gründer:innen, welche Investitionen fließen in innovative Ideen und welche Startups setzen neue Impulse? Rund 800 Startups haben Köln bereits als ihren Standort gewählt – unterstützt von einer lebendigen Gründerszene, einer starken Investor:innen-Landschaft sowie zahlreichen Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents. Als zentrale Anlaufstelle für die Startup- und Innovationsszene stärkt die KölnBusiness Wirtschaftsförderung die Rahmenbedingungen für Gründer:innen, vernetzt sie mit Investor:innen und bietet gezielte Unterstützung. Diese Rubrik wird unterstützt von KölnBusiness. #Koelnbusiness auf LinkedIn, Facebook und Instagram.

Foto (oben): Shutterstock
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So lief es für die Ankerkraut-Gründer als Gastlöwen bei DHDL
Die Ankerkraut-Gründer, Anne und Stefan Lemcke, sind als Gastlöwen zurück: Sie investieren gemeinsam mit Frank Thelen 500.000 Euro in das Startup Supernutural, das eine Nussmus-Maschine entwickelt hat.
2016 standen sie selbst noch vor den Investoren, jetzt sitzen sie auf der anderen Seite: Anne und Stefan Lemcke, die Gründer von Ankerkraut, sind in der aktuellen Folge von „Die Höhle der Löwen“ erneut als Gastlöwen dabei. Für das Ehepaar ist es nicht der erste Auftritt auf den Sesseln der Investoren – schon 2021 waren sie als Gastlöwen eingeladen.
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Vom Gewürzregal in die Löwenstühle
Ihre eigene Geschichte in der Sendung begann vor rund zehn Jahren. Damals pitchten die Lemckes ihr Gewürz-Startup vor den Investoren und machten einen Deal mit Frank Thelen. Heute hat das Unternehmen rund 250 Mitarbeitende und erzielt nach eigenen Angaben etwa 50 Millionen Euro Jahresumsatz. Inzwischen haben die beiden selbst investiert, laut Stefan Lemcke in rund 30 Startups. Jetzt schauen sie sich also bei „Die Höhle der Löwen“ nach potentiellen Investments um.
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Gastlöwe mit Eisbad-Erfahrung
Entspannt bleibt der Job als Gastlöwe allerdings nicht. Beim Pitch des Startups Pool.Down, das ein System für Kältetherapie in der Badewanne entwickelt hat, testet Anne Lemcke das Produkt direkt selbst und steigt in die Eiswanne: „Let’s do it. Dann mache ich das halt mit meinem Kleid, wenn ihr euch alle nicht traut.“ Damit hatte in der Show tatsächlich niemand gerechnet.
Das Startup fordert 200.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile. Einen Deal bekommt das Startup in der Show allerdings nicht. Die Investoren finden die Idee zwar gut, aber halten sie für noch zu unausgereift. Immerhin bleibt der Beweis, dass man für einen Pitch in der Höhle manchmal nicht nur einen kühlen Kopf bewahren muss, sondern gleich den ganzen Körper.
Nusscreme statt Gewürz
Ein Investment für die Gastlöwen gibt es in der Folge trotzdem – und zwar gemeinsam mit Frank Thelen. Die drei investieren in das Startup Supernutural. Die Gründer Amelie und Timo Sperber präsentieren eine Maschine für zu Hause, mit der sich aus ganzen Nüssen frische Nusscreme herstellen lässt.
Eine größere Version der Maschine ist laut den Gründern bereits im B2B-Bereich im Einsatz, etwa in Hotels oder Unternehmen. In der Show geht es nun um die kleinere Variante für Endverbraucher. Die Sperbers bieten 6,25 Prozent ihrer Firma für 500.000 Euro. Stefan Lemke ist sofort begeistert: „Das ist ja wirklich außerordentlich lecker, das muss man wirklich sagen. Acht Prozent muss es aber mindestens sein.“ Weiter sagt er: „Ich finde das Produkt richtig toll. Ich glaube auch wirklich daran, dass man am Produkt noch was ändern kann, damit der Preis runtergeht.“
Die drei Investoren bieten nach Absprache zusammen 500.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile, woraufhin die Gründer das Angebot annehmen. Damit geht die Folge für die Lemckes mit einem Deal zu Ende, aber diesmal als Teil der Investorenrunde. Auf Nachfrage von Gründerszene haben wir von Thelens Sprecher erfahren, dass der Deal mit Supernutural auch nach der Sendung zustande gekommen ist.
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Warum dieser Gründer einer Mitarbeiterin mehr zahlte als sich selbst
In unserer Reihe zeigen Gründerinnen und Gründer, wann sie sich ihr erstes Gehalt ausgezahlt haben, wie hoch es war – und warum sie genau diesen Zeitpunkt ausgewählt haben. Hier erzählt: Lukas Flöer, Gründer von Met[ads], einem Startup, das sich auf 3D-Werbung und Digital-Out-of-Home-Kampagnen spezialisiert hat.
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Warum Gründer nach Kapstadt gehen
Kapstadt ist zum Winter-Hotspot deutscher Gründer geworden: morgens arbeiten, abends Dinner mit Investoren. Doch funktioniert das wirklich für jeden?
Cephas Ndubueze ist Gründer der Newsletter- und Eventplattform FOMO, die sich in Berlin und München eine feste Community aus Gründern, Investoren und Unternehmern aufgebaut hat. In Kapstadt betreibt er auch die FOMO-Whatsappgruppe. Für Gründerszene schreibt er aus Kapstadt über das Leben, Arbeiten und Netzwerken zwischen Ozean, Open Tabs und Open Minds.
Morgens um sieben ist der Strand voll. Ein paar Gründer stehen mit Surfbrett im Wasser, andere laufen die Promenade entlang. Um zehn sitzen viele wieder am Laptop. Slack, Mails, Calls mit Deutschland. Um 19 Uhr beginnt das nächste Dinner. Kapstadt ist ein Ort, an dem sich Arbeit und Leben anders mischen.
Ich bekomme hier an guten Tagen sechs oder sieben Stunden konzentrierte Arbeit hin. In Berlin sind es eher zehn. Manchmal zwölf. Oft noch zwei Stunden nachts, wenn endlich Ruhe ist.
Kapstadt macht dich nicht produktiver, es macht aber dein Leben angenehmer. Die Frage ist nur: In welcher Phase deines Unternehmens bist du gerade?
Wann Kapstadt euch was bringt
Für mich hat Kapstadt konkret funktioniert. Bei einem kleinen Dinner habe ich den Reporter John Puthenpurackal kennengelernt, der bei Axel Springer arbeitet. Ein paar Gespräche später kam das Intro zur Gründerszene – und diese Kolumne entstand.
Bei einem anderen Dinner saß eine Marketingmanagerin eines Infrastruktur-Investors neben mir. Sie hatte noch nie von FOMO gehört. Zwei Gespräche später stand fest: Wir machen gemeinsam ein Event für ihre Zielgruppe.
Und eine Kontaktperson, die ich in Berlin nur flüchtig kannte, traf ich hier zufällig auf einer Konferenz wieder. Zwei Tage später saßen wir beim Lunch – daraus entstand eine Kooperation für ein Event.
Kapstadt beschleunigt Beziehungen. Du siehst Menschen nicht einmal auf einem Networking-Event mit Nametag. Du siehst sie mehrmals. Beim Run. Beim Lunch. Beim Sundowner. Beim nächsten Dinner. Vertrauen entsteht schneller. Und Vertrauen ist Business.
Aber Kapstadt hat eine zweite Seite
Ich habe mit einer Gründerin gesprochen, die bewusst nicht kommuniziert, dass sie hier ist. Ihre Investoren wissen nicht, dass sie in Kapstadt arbeitet. Warum? Weil sie weiß, dass sie hier weniger arbeitet. Sie kitet. Sie surft. Sie genießt die Sonne. Für ihr Unternehmen ist es kein klarer Vorteil. Für ihre Lebensqualität schon.
Und das ist eine ehrliche Antwort. Kapstadt ist ein Upgrade für dein Leben. Nicht automatisch für dein Growth-Modell. Eine Beobachtung fällt hier schnell auf. Ich treffe überproportional viele Gründer, die bereits Unternehmen verkauft haben oder mehrere Finanzierungsrunden hinter sich haben. Menschen, die Series-C- oder Series-D-Runden geraised haben. Menschen mit Teams und Operatoren. Warum? Weil sie es sich leisten können.
Im Jacuzzi die Deals closen
Wenn dein Unternehmen bereits läuft, dein Team operativ arbeitet und du strategische Beziehungen pflegst, kann Kapstadt ein unfairer Vorteil sein. Dann sitzt du sonntags im Jacuzzi eines Members-Clubs wie Wonderland, triffst zufällig einen Investor, den du seit zwei Jahren aus Berlin kennst, und verabredest dich zwei Tage später zum Gespräch. Solche Momente passieren hier häufiger.
Aber die Gründer, die gerade Product-Market-Fit suchen oder ihre erste Runde geraced haben, sieht man hier seltener. Die sitzen nicht beim Wine Tasting. Die sitzen zu Hause.
Und dann gibt es noch eine dritte Gruppe: Founder, die bewusst anders priorisieren. Bootstrapped-Businesses, Agenturen, E-Commerce-Brands. Unternehmen, die nicht von VC-Growth abhängig sind. Für sie ist Work-Life-Balance Teil der Strategie.
Wie oft saßen wir hier beim Dinner oder am Pool und haben uns angeschaut und gesagt: Life could be worse. Und das stimmt. Bei 25 Grad aufzustehen fühlt sich anders an als im Berliner Winter. Sonnenlicht verändert deinen Alltag. Dein Energielevel. Dein Rhythmus. Die eigentliche Frage ist also nicht: Ist Kapstadt gut oder schlecht für Gründer? Die Frage ist: Was willst du gerade maximieren? Dein Unternehmen – oder dein Leben?
Die Wann-Kapstadt-für-mich-sinnvoll-ist-Checkliste
Kapstadt kann für dich sinnvoll sein, wenn:
- Dein Business stark auf Beziehungen basiert und persönliche Kontakte dein Wachstum beschleunigen können.
- Du kurz vor einer Fundraising-Phase stehst und informelle Gespräche mit Investoren wertvoller sind als zusätzliche Stunden am Laptop.
- Dein operatives Team stabil arbeitet und du dich stärker auf Strategie und Partnerschaften konzentrieren kannst.
- Dein Unternehmen nicht von maximaler täglicher Execution abhängt und du dir erlauben kannst, etwas weniger Stunden zu arbeiten.
- Du bewusst auch dein Leben optimieren willst – und nicht nur dein Wachstum.
Kapstadt ist wahrscheinlich keine gute Idee, wenn:
- Du gerade Product-Market-Fit suchst und jede konzentrierte Stunde zählt.
- Du frisch eine Runde geraced hast und in wenigen Monaten harte Umsatz- oder Wachstumsziele erreichen musst.
- Dein Business stark execution-getrieben ist und Relationship-Management aktuell kaum eine Rolle spielt.
- Dein Runway knapp ist und Ablenkung dich teuer zu stehen kommen kann.
- Du hauptsächlich kommst, weil „alle da sind“ – und nicht genau sagen kannst, welchen strategischen Vorteil du hier nutzen willst.
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