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Glasfaser-Strategiewechsel der Telekom: Auf dem Land ist die Action


Die Deutsche Telekom steht in ihrem Heimatmarkt unter Druck: Lange Zeit hatten die Bonner den Glasfaser-Ausbau eher damit vorangetrieben, Bürgersteige statt Bürger mit Leitungen zu versorgen. Doch damit soll jetzt Schluss sein: Eine Million Glasfaseranschlüsse will die Deutsche Telekom 2027 mit ihren Partnern bis in die Haushalte legen. Und dafür sieht sie sich auf Kurs: 25 Millionen Glasfaseranschlüsse bis 2030 seien weiterhin das Ziel, setzt der seit März 2025 für Deutschland zuständige Vorstand Rodrigo Diehl die Marke fest.

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Damit sei nicht nur „Homes Passed“ gemeint, also Glasfaser am Bürgersteig, versichern gleich mehrere Vertreter des Konzerns. Und auch nicht einfach nur „Fibre to the building“ (FTTB), also Hausstich und Netzabschlusspunkt im Keller. Sondern wirklich bis zum Endkunden verfügbare Glasfaser – in Mehrfamilienhäusern also auch mit der notwendigen Verkabelung im Haus, die Netzebene 4 (NE4).

Aus 12,5 Millionen Haushalten, an denen 870.000 Kilometer Telekom-Glasfaser vorbeiführen, soll also absehbar mehr als die Hälfte aller deutschen Haushalte werden. Damit leitet der gebürtige Argentinier Diehl einen Strategiewechsel ein. Diehl will die verschiedenen Ziele, die sich die Telekom über die Jahre gesetzt hat, nun auch tatsächlich erreichen.

Rein freiwillig geschieht das nicht: Immer größer wird der Druck, dass das DSL-Netz in einem geordneten Prozess abgeschaltet werden soll. Die EU-Kommission will diese „Kupfer-Glas-Migration“ bis spätestens 2035 europaweit erreicht haben. Die Bundesnetzagentur hat als zuständige Regulierungsbehörde dazu in dieser Woche ein Konzept vorgestellt.

Die Festnetzanschlüsse sind für das Deutschlandgeschäft der Telekom mit zwei Dritteln der Umsätze das Brot-und-Butter-Geschäft. Sie hat ihre Infrastruktur in den vergangenen Jahren bereits deutlich ausgebaut, auch wenn in der Branche über die genaue Investitionshöhe sehr unterschiedliche Rechnungen existieren.

Die Kunden sehen bislang meist wenig Grund, auf Glasfaser zu wechseln: zu hohe Preise für Produkte, deren Leistungsfähigkeit den Bedarf vieler Nutzer übersteigt. Das ist ein Problem – wenn auch bislang weniger für die Telekom als für ihre Konkurrenten, die von der DSL-Nutzung nicht profitieren. Die sogenannte Take-Up-Rate, das Verhältnis zwischen vorhandenen und auch tatsächlich gebuchten Anschlüssen, war bislang ausgesprochen schlecht. Im vergangenen Jahr berichtete der Konzern von mageren 16 Prozent.

Doch auch die Telekom muss weg von der alten Technik. Während die Ausbaukosten in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen sind – laut Telekom seit 2020 um 46 Prozent – halten die Verbraucherpreise nicht Schritt. Doch der Anbieter steht vor dem Dilemma: Entweder baut er selbst aus und schließt an – oder er verliert Kunden dauerhaft an die Konkurrenz. Deshalb heißt das Ziel jetzt: Die Kunden sollen Glasfaser buchen und das am besten bei der Telekom selbst.

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Bei Einfamilienhäusern sei die Take-Up-Rate gut, schildert Diehl, bei Mehrfamilienhäusern jedoch weiterhin ausbaufähig. Das ist der derzeitige Haupt-Flaschenhals für schnelleren Glasfaserausbau: Deutschland ist Mieterland, von 39,3 Millionen Haushalten leben über die Hälfte zur Miete.

Dazu kommt ein starkes Stadt-Land-Gefälle: Gerade in den Ballungszentren, dort, wo die Telekom bereits viel Glasfaser im Straßenland liegen hat, ist die Zahl der Mietwohnungen hoch. Doch der Ausbau in den Häusern, die sogenannte Netzebene 4, ist technisch schwierig und organisatorisch aufwändig. „Mit 10 Prozent Auslastung fliegt kein Business Case“, sagt Diehl in Berlin. Die 90 Prozent ohne Vertrag seien aber immerhin die Chance auf ein gutes Geschäft.

Insbesondere die Abstimmung mit den Vermietern für den Ausbau ist neben veralteten Vorschriften für die Verlegung auf Netzeben 4 und 5 schwierig. Doch auch wenn Telekom und Konkurrenz immer wieder betonen, sie seien mit der Wohnungswirtschaft im Gespräch: Bislang passiert hier wenig.

Vermieter profitieren von den schnelleren Infrastrukturen nicht direkt. Ob es ein „Recht auf Vollausbau“ für die Glasfaseranbieter geben soll, ist derzeit Gegenstand der politischen Diskussion. Dann würde für alle Kunden ausgebaut, sobald ein einziger Anschluss gebucht wird.

Für Diehl ist das der Schlüssel: In der Vergangenheit sei die Telekom für jeden einzelnen Vertrag neu in die Mehrfamilienhäuser gegangen, um den Ausbau bis zum Endkunden vorzunehmen, sagt er. Das sei zu teuer, damit solle nun Schluss sein: Vollausbau sei der einzig sinnvolle Weg.

Der Telekom-Hauptgegner im Glasfaser-Häuserkampf bleibt aber eine eigentlich uralte Technologie. „TV-Kabelnetze sind auch Kupfernetze“, sagt Diehl. Es brauche Klarheit, dass nur Glasfasernetze die Zukunft seien, führt er aus. Und eben nicht Begriffe „gigabitfähige Netze“, mit denen die Kabelnetzbetreiber operieren. Keine ganz neue Forderung, aber eine, die für die Telekom entscheidend ist.

„Wir sind gegen eine Zwangsmigration“, sagt Diehl. Aber über Regeln für die DSL-Abschaltung zu sprechen, ist offenbar nicht mehr völlig tabu. Die Telekom will sich hier offener zeigen als in der Vergangenheit, als sie darauf beharrte, dass allein sie über ihr Kupfernetz entscheide. Sie spare auch keinen Cent an der Instandhaltung ihrer Kupfernetze, solange diese betrieben würden.

Und auch zu offeneren Zugangsmodellen für Wettbewerber zeigte sich Diehl durchaus bereit – wenn denn Open Access für alle am Markt verpflichtend würde. Das würde der Telekom auch aus anderen Gründen durchaus in die Karten spielen: Im Skalengeschäft Telekommunikation hat die Telekom eine gute Ausgangsposition.

Das wiederum hängt mit der vielleicht folgenreichsten Änderung an der Telekomstrategie zusammen: Während die Mehrfamilienhaus-Großstädte umkämpft bleiben, will Diehl die unmittelbare Konkurrenz nun dort angreifen, wo die bislang mit Glasfaser noch allein ist. „Unsere Wettbewerber haben hauptsächlich in ländlichen Gebieten ausgebaut“, sagt Diehl. Dort sei die Action. Das bedeute unter anderem: Einfamilienhäuser. Die buchen besonders häufig Glasfaseranschlüsse – auch, weil das den Wert der Immobilie steigert.

Doch während die Telekom bislang stark darum bemüht war, den Eindruck einer direkten Konkurrenz mit anderen Glasfaseranbietern zu vermeiden, klingt das nun deutlich anders: Gerade einmal drei Prozent der Gebiete wären in Deutschland Überbaugebiete. Spanien etwa habe 70 Prozent mehrfach ausgebaute Gebiete, das sei also kein Problem, schildert Diehl.

Man darf das als Kampfansage deuten – die von den Mitbewerbern aufmerksam verfolgt wird. Der kapitalgetriebene Glasfaserausbaumarkt steht derzeit gewaltig unter Druck, seitdem die Zinskosten angestiegen sind. Übernahmegerüchte gehören derzeit zum Tagesgeschäft.

„Wir werden viel mehr in ländlichen Gebieten bauen“, erläutert der Deutschland-Vorstand der Telekom. Und meint damit auch den Überbau: Künftig könnten mehrere Glasfaseranbieter mit ihren physischen Leitungen einem Kunden ihre Dienste anbieten.

Der Bonner Konzern hat neben dem DSL-Netz einen weiteren entscheidenden Vorteil: Das Unternehmen ist weniger stark von den Zinskosten abhängig, kann den Ausbau weitgehend aus Eigenmitteln stemmen. Viele der Glasfaseranbieter hätten ihre Geschäftsmodelle mit höheren Einnahmen pro Nutzer berechnet, rechnet Rodrigo Diehl vor.

Wenn nun auch noch die Deutsche Telekom in die bereits von der Konkurrenz erschlossenen Gebiete geht, dürfte das für manche den wirtschaftlichen Todesstoß bedeuten. Dass die Telekom andere Netze übernimmt, schließt Diehl nicht kategorisch aus, dämpft aber die Erwartungen: Nur wenn ein Netz auch technologisch dem Telekomstandard annähernd entspreche, käme eine Kooperation überhaupt infrage. Und natürlich würde auch das Kartellrecht eine wichtige Rolle spielen – und etwa eine Übernahme in der Größenordnung der „Deutsche Giganetz“ von vornherein unmöglich machen. Die Investoren werden es gehört haben.


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Social Media: Erster Bundesstaat in Indien plant ein Verbot für Kinder


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Im südindischen Bundesstaat Karnataka soll es erstmals in ganze Indien ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige geben. Siddaramaiah, der Regierungschef des Bundesstaates hat dies am vergangenen Freitag in seiner jährlichen Haushaltsrede angekündigt, berichtet Reuters. Wann das Verbot in Kraft treten soll, sei bisher noch nicht bekannt. Auch wie genau das Verbot durchgeführt werden soll, erläutert Reuters nicht.

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Das erklärte Ziel sei es, Kinder vor negativen Effekten der Smartphone-Nutzung zu schützen. Fast ein Viertel der 67,7 Millionen Bewohnerinnen und Bewohner Karnatakas fielen in diese Altersgruppe. Besonders Bengaluru, die Hauptstadt des Bundesstaates, gilt als weltweiter Tech-Knotenpunkt mit Standorten von Apple, Microsoft, Google und Amazon.

In Indien gehen laut Marktforschern über eine Milliarde Menschen online. Es ist damit eines der größten Länder für Social Media. Ebenso viele indische Nutzer hat etwa Meta kombiniert bei Facebook, Instagram, aber auch Whatsapp. Metas technischer Direktor Andrew Bosworth bestätigte jüngst erneut, dass die meisten Nutzer von Meta-Diensten in Indien leben.

Auch in benachbarten Bundesstaaten würde man über ähnliche Verbote nachdenken, so Reuters. The Indian Express berichtete vergangenen Sonntag unter Berufung auf Regierungsquellen zudem, dass sich die Regierung der Republik Indien über abgestufte Altersrestriktionen in sozialen Medien berate.

Altersgrenzen für die Social-Media-Nutzung werden aktuell auch in Deutschland diskutiert. Erst im Februar hat der CDU-Bundesparteitag beschlossen, dass die Regierung eine Altersgrenze von 14 Jahren für soziale Medien auf den Weg bringen soll. Auch die SPD hatte zuvor ein Social-Media-Verbot bis zum 14. Lebensjahr gefordert.

Schon im Dezember des vergangenen Jahres ist in Australien ein Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren in Kraft getreten. Im Zuge dessen wurde der Zugriff zu etwa 4,7 Millionen Social-Media-Accounts gesperrt. Ähnliche Regelungen sind unter anderem auch in Großbritannien, Frankreich und Griechenland geplant.

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(mho)



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Trend für Industrie und Haushalt: Digitale Sicherungen und FI-Schutzschalter


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Die Fachmesse Light + Building 2026 positioniert sich als Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik und zieht Architekten, Lichtesigner, Elektriker, Planer und Smart-Home-Integratoren gleichermaßen auf das Frankfurter Messegelände. Unter den Ausstellern sind auch die großen Hersteller für Elektroinstallationsmaterial und viele haben Produktneuvorstellungen dabei. Ein Trend an vielen Ständen: Die neue Generation von Leitungsschutzschaltern (umgangssprachlich Sicherungsautomaten), RCDs (auch bekannt als FI-Schutzschalter) und anderen Schutzvorrichtungen ist mit Digitaltechnik ausgestattet und aus der Ferne überwach- und steuerbar.

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An Privat- und Firmenkunden gleichermaßen richtet sich Smart-Home-Hersteller Shelly mit seinen vernetzten Sicherungsautomaten, die nach Aussagen am Stand gegen Mai 2026 in Deutschland verfügbar sein sollten. Die Modellreihe Pro CB hat WLAN und LAN verbaut, wird 1-, 2-, 3- und 4-polig angeboten und kann aus der Ferne ein- und ausgeschaltet werden. Löst der Automat wegen Überlast oder Kurzschluss aus, muss aber aus Sicherheitsgründen ein Mensch vor Ort den Schalter umlegen – kann sich aber beispielsweise eine Alarmnachricht einrichten, um vom Problem frühzeitig zu erfahren.

Die Pro-CB-Reihe ist eher für Gewerbeimmobilien gedacht. Mehr an Privatkunden richtet sich die Reihe MCB. Das sind einphasige Automaten, die entweder per Bluetooth und Zigbee oder per Z-Wave mit der Außenwelt kommunizieren. Anders als die Pro-CB-Modelle können diese auch den Energiefluss überwachen. Weil sie Energiefluss in beide Richtungen erkennen, eignen sie sich auch zum Überwachen von Erzeugungsanlagen, also beispielsweise fürs Balkonkraftwerk.



Shelly steigt ein ins Geschäft mit vernetzten Sicherungsautomaten, die man aus der Ferne steuern und überwachen kann. Eine Produktlinie ist für Gewerbeimmobilien gedacht, eine andere für Privathaushalte.

(Bild: Jan Mahn / heise medien)

Wer Energiefluss messen und überwachen möchte, wird auch bei Eaton fündig. Der Hersteller hatte Prototypen von kompakten Quadern mit einem oder 3 Löchern dabei, die auf einem Leitungsschutzschalter Platz finden. Durch die Löcher werden die Leiter geführt, dann kann berührungslos der Strom gemessen werden. Die Daten funken die Eaton-Quader an eine Auswertungseinheit für die Hutschienenmontage, von dort gelangen sie zum Beispiel in eine Visualisierung. Ähnliche Hardware gibt es bereits von Schneider Electric auf dem Markt, der Hersteller setzt für die Datenauswertung auf das Protokoll Modbus. Anwendungsgebiete für solche Messgeräte gibt es sowohl in der Industrie als auch im Privathaushalt – um zum Beispiel zu überwachen, wie viel Energie die Waschmaschine beansprucht.



Eaton entwickelt Strommessaufsätze für einen oder mehrere Leiter, die Messdaten an eine Auswertungseinheit verschicken.

(Bild: Jan Mahn / heise medien)

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Klar eine industrielle Zielgruppe spricht Hager mit einem neuen Produkt an: Der Elektrotechnikhersteller hat Prototypen neuer Sicherungsautomaten mit zur Messe gebracht, die vielleicht noch 2026 auf den Markt kommen sollen – wenn bis dahin alle Zertifizierungen abgeschlossen sind, wie man vor Ort erklärt. Weil sie digital abschalten, muss die Zuverlässigkeit der Auslösung erst bewiesen werden. Die Automaten mit zwei Teilungseinheiten Breite haben ein Display, das ihre Parameter anzeigt. Die Besonderheit: Der Mitarbeiter am Stand konnte, verbunden per Bluetooth, Parameter wie die Auslösecharakteristik ändern und aus der Ferne schalten. Auf Wunsch kann der Automat wie ein RCD auf Fehlerströme reagieren oder als Brandschutzschalter arbeiten, der Lichtbögen erkennt und frühzeitig auslöst. Ob das marktreife Produkt wirklich Bluetooth oder eine andere als Schnittestelle bekommt, sei noch nicht in Stein gemeißelt, erfuhren wir am Stand.



Hager zeigt, wohin die Reise bei Leitungsschutzschaltern und RCDs gehen kann. Die am Stand gezeigten Prototypen ließen sich per Bluetooth konfigurieren. Ein C16-Automat wird dann beispielsweise per Software zu einem mit der Auslösecharakteristik C20. Außerdem erkennt er Fehlerströme und Lichtbögen.

(Bild: Jan Mahn / heise medien)

Auch Siemens hat sich Gedanken gemacht, wie man klassische Schutzvorrichtungen weiterentwickeln kann. Bereits länger auf dem Markt sind Fernantriebe namens RCA, die neben einem RCD positioniert werden und den Hebel motorisch wieder umlegen können. Außerdem können die Fernebedieneinheiten automatische RCD-Tests durchführen und die Ergebnisse auch direkt protokollieren und per Netzwerk versenden. Das spart Arbeit besonders in Umgebungen, in denen eine werktägliche Prüfung und Dokumentation vorgeschrieben ist.



Neu im Siemens-Sortiment ist ein vierpoliges ECPD.

(Bild: Jan Mahn / heise medien)

Die nächste Evolutionsstufe heißt bei Siemens EPCD, Electronic Circuit Protection Device und funktioniert ähnlich wie die Prototypen bei hager. Die elektronischen Schutzschaltgeräte schalten elektronisch und nicht elektromechanisch ab, Schutzfunktionen und Verhalten sind parametrierbar. Auch automatische Tests mit Protokollen sind möglich. Parametrierbar ist zum Beispiel eine Differenzstromerkennung, die bei einem Fehlerstrom aber anders als ein RCD nicht direkt auslöst und abschaltet. Typischer Einsatzbereich sind hochverfügbare Rechenzentren. Kommt es zu einem Fehlerstrom, also einem Abfluss von Strom über Gehäuse und PE-Leiter, kann zum Beispiel über einen Schaltkontakt am EPCD eine Warnanlage aktiviert werden – die geschulten Admins wissen dann, dass sie bis zur Behebung des Problems die Finger vom Serverschrank lassen müssen. Ein weiterer Vorteil elektronischer Schutzschaltgeräte: Die Schaltung ist in der Lage, hohe Anläufströme von Kurzschlüssen zu unterscheiden und somit Fehlauslösungen zu vermeiden. Auf der Messe hatte Siemens ein neues dreiphasiges EPCD dabei, das ganz frisch auf dem Markt ist.

Neben vernetzten Schutzvorrichtungen zeigen die Hersteller auf der Messe Haus-, Industrie- und Spezialbeleuchtung in allen Preisklassen – von billigen Deckenleuchten bis zu Designerstücken für gehobene Ansprüche. Der andere Schwerpunkt heißt klassisch Hausautomation oder modern Smart Home. Das in Europa verbreitete Protokoll KNX und das große Herstellerökosystem dominiert klar die Messehallen. Hin und wieder spielen auch Matter und Thread eine Rolle.

Neu im Geschäft mit Matter ist der deutsche Industriekomponenten- und Verbindungstechnikhersteller Wago. Der hat eine Home-Automation-Produktreihe mit kleinen Relaiskistchen aufgelegt, die Platz hinter Schaltern und Steckdosen finden sollen. Die kommunizieren entweder per Thread oder WLAN, sind im Matter-Universum zu Hause und zum Beispiel in einem Zuhause mit Apple Home schnell eingerichtet. Wie bei Wago nicht anders zu erwarten, haben sie keine Schraub- sondern Hebelklemmen für die Leiter. Ab Mai sollen die Geräte auf dem Markt ankommen.

Die Light + Building läuft noch bis zum 13. März auf dem Frankfurter Messegelände.


(jam)



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Alibaba-Forscher: KI-Agent entwickelt Eigenleben beim Training


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Ein KI-Agent in China hat während seiner Trainingsphase ein Eigenleben entwickelt und nebenbei heimlich Kryptowährung geschürft. Wie Forscher, die dem chinesischen Internetkonzern Alibaba nahestehen, jetzt in einem Forschungspapier darlegen, fiel das erst auf, als die Firewall des Unternehmens merkwürdige Aktivitäten anzeigte, die von den Trainingsservern ausgingen.

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Der KI-Agent ROME, der auf dem Mixture-of-Experts-Modell Qwen3 basiert, dient eigentlich dazu, Programmieraufgaben zu übernehmen. Er soll Code schreiben, Fehler untersuchen und Software-Repositorys reparieren – laut Paper aber auch allgemeine Workflows wie Reiseplanung oder GUI-Steuerung bewältigen. Das merkwürdige Verhalten habe der KI-Agent aus sich heraus entwickelt, heißt es in dem Papier. Eine untergeschobene Anweisung, eine sogenannte Prompt Injection, oder eine anderweitige Manipulation schließen sie aus. Neben dem Kryptomining habe das Open-Source-Modell auch noch eine Tunnelverbindung ins Internet aufgebaut (Reverse SSH), um die Sicherheitssysteme zu umgehen.

Der dokumentierte Vorfall zeigt einmal mehr Risiken und Nebenwirkungen davon, wenn KI-Systeme vollen Zugriff auf Dateien und das Netz haben. Die Forscher werten das als deutliches Warnsignal: Aktuelle Agenten-Modelle seien in Sachen Sicherheit und Kontrollierbarkeit noch nicht ausgereift. Laut dem AI Agent Index 2025 fehlen einheitliche Sicherheits- und Verhaltensstandards für KI-Agenten bisher fast völlig. Besonders der Aufbau einer abgesicherten Verbindung nach außen sei ein erhebliches Sicherheitsrisiko gewesen. Die Forscher erklären das Verhalten des KI-Agenten nicht mit bösen Absichten. Die Software habe nur getan, was ihr beim Training als nützlich erschien. Dass autonome Systeme dazu neigen, vorgegebene Regeln für die Zielerreichung zu missachten, belegen auch aktuelle Benchmarks.

Ähnliches wurde auch schon bei dem KI-Agenten OpenClaw beobachtet, der vor einigen Wochen für Schlagzeilen sorgte. Interessierte luden sich den KI-Agenten auf PCs und Macs. Dieser präsentierte sich vorausschauender und proaktiver als klassische Chatbots. Berichten zufolge habe der Agent aber auch manchmal ein Verhalten an den Tag gelegt, das den Interessen des Nutzers widersprach. Auf der Plattform Moltbook diskutieren KI-Agenten bereits in einer Art eigenem sozialen Netzwerk über ihre menschlichen Nutzer.

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(mki)



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