Künstliche Intelligenz
Dank KI: Waldwachstum aus alten Daten von Landsat-Satelliten ermittelt
Einer Forschungsgruppe ist es mithilfe von Verfahren des maschinellen Lernens gelungen, die mittlere Kronenhöhe in südchinesischen Wäldern für mehr als 30 Jahre in die Vergangenheit zurück zu ermitteln und damit ein wichtiges Werkzeug im Kampf gegen den Klimawandel beizusteuern. Das erklärt die Chinesische Akademie der Wissenschaften jetzt, an der die Arbeit geleitet wurde. Für diese wurden Daten der US-amerikanischen Landsat-Missionen ausgewertet, die die Zeitreihe überhaupt erst ermöglicht hätten. Die Analyse hat demnach deutliche Unterschiede zwischen dem Baumwachstum in Plantagen sowie Sekundärwäldern zutage gefördert und gezeigt, wie wichtig das Waldmanagement sei. Bei dem könnte die neue Methode künftig besonders hilfreich sein.
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Von hohem Wert für die Forschung
Wie die Forschungsgruppe erklärt, existieren Karten zur Baumhöhe in den Wäldern der Welt. Wichtig sind die, um die dort vorhandene Biomasse zu ermitteln und herauszufinden, wie viel Kohlenstoffdioxid die Pflanzen dort speichern können. Diese Karten würden aber immer nur den Zustand während eines bestimmten Moments darstellen, Erkenntnisse über die Dynamiken in den wichtigen Ökosystemen ließen sich damit nur begrenzt sammeln. Genau die sollen sich aus historischen Satellitenaufnahmen ableiten lassen, schreibt das Team. Damit lasse sich beispielsweise ermitteln, welche Folgen das Vorgehen vor Ort hat und hatte. Vorgestellt wurde die Studie im Fachmagazin Journal of Remote Sensing.
Am Beispiel von Wäldern in Südchina hat die Forschungsgruppe die Funktionsweise ihrer Methode vorgeführt und die Ergebnisse nun ebenfalls publiziert. Demnach ist die durchschnittliche Kronenhöhe dort von 6,4 Metern im Jahr 1986 auf mehr als 10,3 Meter im Jahr 2019 um über 60 Prozent gewachsen. Großangelegte Aufforstungsprojekte und Waldschutzmaßnahmen hätten also dafür gesorgt, dass sich Gebiete mit überwiegend höheren Bäumen stark ausgebreitet haben. Plantagenwälder seien dabei deutlich schneller gewachsen, aber Sekundärwälder hätten schließlich größere Gesamthöhen erreicht. Das Team erläutert, die Methode lasse sich weltweit anwenden, und spricht davon, dass sie das Waldmanagement transformieren könne.
(mho)
Künstliche Intelligenz
Zwei Multifunktionsdrucker mit optionalem Tintenabo im Test
Auch wenn sie im Haushalt meist nur herumstehen: Multifunktionsgeräte sind durchaus praktisch. Sie drucken Briefe, PDF-Dokumente und Fotos, auch vom Smartphone, fertigen Kopien von Rechnungen an oder digitalisieren sie für die papierlose Ablage auf dem PC. Wir haben zwei günstige Universaldrucker mit geschlossenem Papierfach, Flachbettscanner und zusätzlichem Vorlageneinzug im c’t-Labor getestet und deren Druckergebnisse unter die Lupe genommen: Canon Pixma TS7550i und HP Envy Photo 7930.
Beide Geräte drucken in normaler Qualität mindestens zehn Textseiten pro Minute und lagern in einer Lade im Drucker 100 Blatt Normalpapier. Mittels eines Einzugs auf der Klappe des Flachbettscanners kopieren sie bis zu 35 Vorlagen in einem Arbeitsgang (Automatic Document Feeder, ADF). Per USB-2.0-Kabel verbinden sie sich mit einem PC oder via WLAN mit dem heimischen Netzwerk, über das sie ihre Funktionen mehreren PCs oder Smartphones zur Verfügung stellen. Beide Multifunktionsdrucker nutzen dazu die WLAN-Funkbänder 2,4 und 5 Gigahertz.
Den Canon Pixma bekommt man schon ab 85 Euro, der HP Envy Photo ist mit über 130 Euro deutlich teurer. Dafür lässt er sich über einen Touchscreen bedienen – der Pixma-Drucker hat nur ein monochromes OLED-Display – und bevorratet in einem kleinen Fach über dem Normalpapier 15 Fotopapiere in den Formaten 10 × 15 oder 13 × 18. Zudem ist der Envy Photo erst im November 2025 auf den Markt gekommen, sodass sein Straßenpreis sicher noch sinken wird. Doch wirklich teuer wird es erst, wenn die mitgelieferten Tintenpatronen zur Neige gehen. Wer sich beim Gerätekauf noch über ein Schnäppchen freute, wird spätestens jetzt eines Besseren belehrt. An den preisgünstigen Geräten verdienen die Hersteller nicht viel, den Gewinn machen sie mit dem Verbrauchsmaterial.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Zwei Multifunktionsdrucker mit optionalem Tintenabo im Test „.
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Künstliche Intelligenz
Carlinkit Tbox Ultra im Test: Android 15 fürs Auto mit Youtube & Co.
Mehr Leistung und aktuelle Software: Die Carlinkit Tbox Ultra rüstet Fahrzeuge mit Android 15 und Apps nach. Wireless Carplay und Android Auto gibt es ebenfalls.
Aus Sicherheitsgründen bleiben Entertainment-Apps im Auto gesperrt: Youtube oder Netflix lassen sich somit nicht per Carplay oder Android Auto nutzen. Das ist während der Fahrt absolut sinnvoll – im Stand, etwa während einer Pause oder im Urlaub, wirkt diese Einschränkung jedoch streng.
Genau an dieser Stelle setzt die Carlinkit Tbox Ultra an. Der Nachfolger der Carlinkit Tbox UHD bietet eine schnellere CPU und bringt zudem ein vollwertiges Android 15 ins Auto. Das ermöglicht den Zugriff auf den Google Play Store und nahezu alle gängigen Apps.
Getestet haben wir die Carlinkit Tbox Ultra in einem Opel Astra K (Baujahr 2017). Als Smartphones kamen ein Honor Magic V3 sowie ein iPhone 12 Pro Max zum Einsatz. Achtung: Bei BMW-Fahrzeugen funktioniert diese Lösung nicht.
Hinweis: Das Streamen oder Ansehen von Videos während der Fahrt ist unzulässig, gefährlich und verstößt gegen das Handy- und Ablenkungsverbot gemäß § 23 Abs. 1a StVO. Im Stand darf die Nutzung nur bei ausgeschaltetem Motor erfolgen.
Design
Optisch erinnert die Tbox Ultra mit ihrem konsolenähnlichen Design stark an den Vorgänger. Statt in Weiß ist das Gehäuse aus ABS nun in Blau gehalten. Die Box fällt erneut recht wuchtig aus und wirkt dadurch im Cockpit vergleichsweise präsent. An den Abmessungen hat sich kaum etwas geändert: Mit 90 × 84,9 × 17,1 mm entspricht sie weitgehend dem Vorgängermodell.
Seitlich befindet sich ein USB-C-Anschluss, über den die Box mit dem Fahrzeug verbunden wird. Ebenfalls an der Seite sitzen zwei Steckplätze – jeweils für eine SIM-Karte und eine microSD-Karte. Zum Lieferumfang gehören passende Kabel von USB-C auf USB-A sowie von USB-C auf USB-C, zusätzlich liegt ein Verlängerungskabel mit USB-A-Anschluss bei.
Carlinkit Tbox Ultra – Bilder
Einrichtung
Die Tbox Ultra wird per Kabel mit dem Fahrzeug verbunden – an dem USB-Anschluss, an dem normalerweise das Smartphone für Carplay oder Android Auto steckt. Auf dem Infotainment-Display erscheint anschließend ein Carplay-Icon. Das ist zunächst etwas irreführend: Wird es ausgewählt, startet nicht Carplay, sondern das integrierte System auf Basis von Android 15. Direkt zum Start blendet die Box einen Warnhinweis ein, der darauf hinweist, dass das System nicht während der Fahrt genutzt werden soll.
Für die Internetverbindung gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder richtet man über das Smartphone einen WLAN-Hotspot ein und verbindet die Box damit, oder man nutzt eine SIM-Karte direkt im Gerät. Letztere Option ermöglicht einen autarken Betrieb, unabhängig vom Smartphone. Um Apps aus dem Google Play Store zu installieren, ist eine Anmeldung mit dem eigenen Google-Konto erforderlich – eine aktive Internetverbindung vorausgesetzt. Die Einrichtung gelingt in wenigen Minuten.
Soll Carplay oder Android Auto genutzt werden, wird die Tbox zunächst per Bluetooth mit dem Smartphone gekoppelt. Anschließend baut die Box automatisch eine WLAN-Verbindung auf. Einmal tippen auf das „Autokit“-Icon im Startbildschirm genügt, um den jeweiligen Modus zu starten. Danach erscheint – abhängig vom verbundenen Smartphone – die gewohnte Oberfläche von Android Auto oder Carplay. Nutzt man das Smartphone als WLAN-Hotspot, wird diese Verbindung beim Wechsel in den Carplay- oder Android-Auto-Modus getrennt.
Trotz einer Leistungsaufnahme von nur 5 W war die Autobatterie bei unserem Opel Astra nach rund 15 Minuten leer. Primäre Ursache war vermutlich das eingeschaltete Licht – die Automatik aktiviert es automatisch und verlangt mindestens Standlicht, ein Ausschalten ist nicht möglich bei aktiver Zündung. Zudem war die Autobatterie bereits geschwächt. Wer das Gerät länger bei ausgeschaltetem Motor betreiben möchte, sollte daher auf eine gut geladene, intakte Autobatterie achten und alle zusätzlichen Verbraucher konsequent abschalten.
Features
Als Betriebssystem kommt eine herstellereigene Bedienoberfläche auf Basis von Android 15 zum Einsatz, die übersichtlich gestaltet ist. Vorinstalliert sind unter anderem Youtube, Chrome, Netflix und Google Maps. Zusätzlich steht der Google Play Store zur Verfügung, wodurch eine große Auswahl weiterer Apps installiert werden kann.
Als Prozessor arbeitet ein Qualcomm SM6350, unterstützt von 8 GB RAM. Damit reagiert die Tbox Ultra deutlich flüssiger als der Vorgänger Tbox UHD, der im Alltag teils träge wirkte. Der interne Speicher beträgt 128 GB; eine Variante mit 256 GB ist derzeit nicht verfügbar. Per microSD-Karte lässt sich der Speicher um bis zu 512 GB erweitern. Zur Positionsbestimmung stehen GPS, Glonass und Beidou bereit. Ein HDMI-Ausgang ist nicht vorhanden.
Für lokale Netzwerkverbindungen unterstützt die Tbox Ultra WLAN nach Wi-Fi-5-Standard. Mobil ist das Gerät erstmals auch per 5G über eine SIM-Karte nutzbar – der Vorgänger beschränkte sich auf LTE. Allerdings hatten wir im Test Probleme, unsere SIM-Karte zu nutzen. Wir stehen hier im Kontakt mit dem Hersteller und werden es noch mit einer anderen Karte bei einem anderen Netzanbieter ausprobieren. Möglicherweise muss man die PIN der SIM-Karte deaktivieren – was aber ein nicht unerhebliches Sicherheitsrisiko wäre. Zufdem werden wir ein Firmware-Update durchführen.
Laut Hersteller Carlinkit sollen bis zu 98 Prozent aller Fahrzeuge mit Carplay-Unterstützung kompatibel sein. Eine Ausnahme sind Fahrzeuge von BMW, die nicht mit diesem Modell zusammenarbeiten.
Preis
Mit dem Rabattcode TechStage kostet die Tbox Ultra direkt beim Hersteller derzeit nur 222 Euro statt regulär 278 Euro. Andere Händler verlangen um die 240 Euro.
Hinweis: Da der Hersteller seinen Sitz in China hat, gelten die EU-Verbraucherschutzbestimmungen nicht. Der Anbieter gewährt jedoch eine Garantie von einem Jahr sowie ein 30-tägiges Umtauschrecht. Beim Rückversand ist allerdings mit Versandkosten zu rechnen.
Fazit
Die Carlinkit Tbox Ultra ist eine gelungene Weiterentwicklung des Vorgängers. Mit 5G-Unterstützung per SIM-Karte und Android 15 erweitert die smarte Box ihren Funktionsumfang deutlich. Das System arbeitet schnell und flüssig und bietet vollen Zugriff auf den Google Play Store. Wer sein Fahrzeug um ein vollwertiges Android-System erweitern möchte, erhält hier eine überzeugende Lösung. Nur für BMW-Besitzer eignet sich die Box nicht.
Per Hotspot funktionierte die Box tadellos. Das größte Ärgernis waren jedoch unsere Probleme, die SIM-Karte zum Laufen zu bringen. Wir stehen in Kontakt mit dem Hersteller und werden nach einer Lösung suchen. Sobald wir mehr wissen, aktualisieren wir diesen Testbericht.
Die Box fällt relativ groß aus und kann im Cockpit sichtbar Platz einnehmen, was im Test jedoch nicht störte. Wichtig ist der verantwortungsvolle Einsatz: Streaming-Apps dürfen während der Fahrt nicht genutzt werden. Bei Verwendung im Stand sollte der Motor ausgeschaltet sein. Dann ist aber darauf zu achten, Licht und andere Verbraucher abzuschalten – wir raten dazu, die Box nur mit einer ausreichend geladenen Autobatterie zu nutzen.
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Erster OLED-Monitor fällt unter 400 Euro
Der Konkurrenzkampf zwischen Monitor- und Panel-Herstellern kommt Käufern zugute. Waren OLED-Monitore 2023 noch ein Luxusgut für 1000 Euro aufwärts, sind viele Modelle inzwischen für unter 500 Euro erhältlich. Ein einzelnes Modell kostet nicht einmal mehr 400 Euro.
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Bei den günstigsten Varianten müssen Interessierte allerdings mit Abstrichen leben. Es handelt sich hauptsächlich um 27-Zöller mit WQHD-Auflösung (2560 × 1440 Pixel), noch suboptimaler Subpixel-Anordnung und häufig ohne höhenverstellbaren Standfuß.
Monitore mit organischen Quantum-Dot-Leuchtdioden (QD-OLED) von Samsung sind besonders farbstark, zeigen wegen der dreieckig angeordneten roten, grünen und blauen Subpixel aber an allen kontrastreichen Kanten Farbsäume. Bei weißer Schrift etwa sind die Unterseiten rot. Manchen fällt das direkt ins Auge, andere merken es hingegen gar nicht. Samsung ändert die Anordnung mit der kommenden Generation, bei der zunächst aber hohe Preise zu erwarten sind.
WOLED teurer als QD-OLED
Bisherige QD-OLED-Modelle sind derweil durchschnittlich günstiger als Varianten mit LGs WOLED-Panels. Erstere starten unter 400 Euro (ab 369,90 €) mit zahlreichen Modellen bis 500 Euro. WOLED-Monitore beginnen bei knapp 500 Euro. Immerhin: Das günstigste Modell (ab 489 €) verwendet bereits ein neueres Panel mit RGWB-Subpixel-Layout (rot, grün, weiß, blau), das Text ordentlich darstellt. Das weiße Subpixel ist namensgebend für WOLED.
Erste Monitore mit sogenannten Tandem-OLED-Panels von LG waren zwischenzeitlich für unter 500 Euro erhältlich, befinden sich derzeit aber wieder über dieser Marke (ab 521,64 €). Solche WQHD-Displays nutzen dreifach gestapelte Panels für die unterschiedlichen Farben, anstatt eine einzelne Lage zu beschichten. Dadurch steigt die Leuchtkraft; LG nennt bis zu 1500 cd/m² in der Spitze statt 1300.
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Wer OLED mit 4K-Auflösung (3840 × 2160 Pixel) will, zahlt rund 200 Euro Aufpreis. QD-OLED-Modelle beginnen unter 600 Euro, WOLED-Varianten bei knapp 800 Euro. Achtung bei Monitoren von LG selbst: Sie verwenden einen Lüfter, der im Alltag unangenehm auffallen kann.
(mma)
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