Apps & Mobile Entwicklung
Linux-News der Woche: Neue CachyOS-ISO und wichtiges Vulkan-Update
CachyOS hat zum Jahreseinstieg seine ISO aktualisiert und insbesondere am Installer geschraubt. Dabei wurde die Bootloader-Auswahl ins eigentliche Installationsprogramm integriert, die Downloadgröße bei der Installation insgesamt reduziert und RDNA3-Spieler erhalten FSR4-Frame-Generation. Vulkan erhält ein wichtiges Update.
CachyOS mit erster ISO des neuen Jahres
Die erste ISO-Veröffentlichung des Jahres, der beliebten Linux-Distribution CachyOS, bringt zahlreiche Neuerungen, vor allem aber für den integrierten Installer. So muss nun nicht mehr vorab der Bootloader gewählt werden, sondern die Auswahl ist nun Teil des normalen Installationsprozesses. Obendrein erweitern die Entwickler diese mit Vorschaubildern. Limine wird zum Standard.
Als weitere Neuerung – insbesondere für Nutzer mit schwacher Internet-Anbindung oder volumenbasierten Tarifen – wurde die Download-Größe während des Installationsprozesses um 1 GB verringert. So werden auch up-to-date Pakete nicht mehr neu installiert.
Die ISO selbst bootet in eine KDE-Umgebung. Mit dem neuen Update wechselt das Team auf den Plasma Login Manager. Ebenfalls ist Wayland der neue Standard. Für eine breitere Hardware-Kompatibilität findet sich nun neben dem LTS-Kernel ein stabiler Kernel aus dem Mainline-Zweig.
Für Nutzer, die die Niri-Desktopumgebung installieren, wurden Einstellungen überarbeitet und CachyOS setzt hier nun auf die Nocatalia-Shell.
Spieler mit RDNA-3-Grafikkarte erhalten mit Proton-CachyOS FSR4 ML Frame Generation. Weitere Neuerungen der ISO finden sich im dazugehörigen Blogeintrag.
Vulkan 1.4.340 adressiert Nvidias Leistungsregression
Die Spezifikationen für Vulkan 1.4.340 bedeuten einen großen Schritt für Linux-Gaming. Bekanntermaßen büßen insbesondere GeForce-Karten überdurchschnittlich viel Leistung im Vergleich zu Windows ein. Hintergrund ist die Umwandlung von DX12 in Vulkan, wobei Vulkan bislang bei gewissen Parametern keine exakte Übereinstimmung zu DX12-Befehlen hatte. Das führte insbesondere bei Nvidia zum bekannten Leistungsverlust. Die neue Funktion VK_EXT_descriptor_heap erlaubt eine flexible Anpassung. Das dürfte nicht nur bei Nvidia für mehr Leistung sorgen, sondern auch AMD und Intel könnten profitieren. Bis es soweit ist, steht allerdings noch einiges an Arbeit an. Nicht nur muss Vulkan 1.4.340 vom Nvidia-Treiber unterstützt werden, auch Wine, VKD3D und schlussendlich Proton müssen die Neuerung einführen. Für Wine gibt es bereits eine Merge-Request, die auch akzeptiert wurde.
Fosstopia-Linuxkurse kostenlos (wieder) verfügbar
Der Blog und YouTube-Kanal Fosstopia hatte in den vergangenen Jahren mehrere Linux-Kurse gegen Bezahlung online gestellt. Nachdem diese seit einiger Zeit nicht mehr verfügbar waren, gibt es im Rahmen der „End of 10“-Initiative die Kurse „Linux Bootcamp“ und „Ubuntu Masterclass“ kostenlos. Mehr Informationen finden sich im Blogeintrag von Fosstopia.
Danke an dieser Stelle an das Communitymitglied Caramon2 für den Hinweis.
LACT 0.8.4 schraubt an seiner GUI
Die Linux GPU Control Application, welche nicht nur detaillierte GPU-Informationen liefert, sondern auch das Übertakten dieser unter Linux erlaubt, erhält mit Version 0.8.4 ein Update der GUI. Ebenfalls neu ist jetzt ein Docker-Image, welches allerdings ohne UI zum Nutzer kommt, da es als Daemon auf Servern laufen soll. Mehr Informationen finden sich auf GitHub.
Apps & Mobile Entwicklung
Prime Video Ultra: Amazon lagert 4K/UHD in teurere Werbefrei-Option aus

Seit 2024 gibt es Amazon Prime Video für Standard-Prime-Kunden nur mit Werbung. Wer das nicht will, muss mehr zahlen. In den USA steigen die Kosten dafür bald und der Name ändert sich: Aus Prime Video Ad Free wird Prime Video Ultra. Dafür gibt es in Zukunft nicht nur keine Werbung mehr, normale Nutzer bekommen weniger.
4K/UHD künftig nur noch mit Prime Video Ultra
Denn den neuen Namen und den neuen Preis rechtfertigt Amazon nicht allein mit gestiegenen Kosten, sondern auch mit einem besseren Gesamtpaket: Prime-Video-Ultra-Kunden können in Zukunft auch mehr Filme downloaden und mehr Streams gleichzeitig nutzen als Standard-Prime-Kunden. Und sie können exklusiv Filme und Serien in 4K/UHD mit Dolby Atmos streamen, normale Prime-Nutzer haben diese Option ab dem 10. April nicht mehr.
Auch normale Nutzer bekommen „mehr“
Um auch Standard-Abonnenten in Zukunft etwas mehr zu bieten, können auch diese Nutzer in Zukunft mehr Inhalte herunterladen und vier statt drei Streams gleichzeitig nutzen. Und sie erhalten Dolby Vision (HDR). Inhaber eines UHD-Fernsehers dürfte das aber nur bedingt über den Verlust von UHD ohne Ultra-Option hinwegtrösten.
Auch in Deutschland zu erwarten
Amazon betont, dass die Anpassung vorerst nur in den USA stattfinden wird. Doch es ist fest davon auszugehen, dass andere Märkte folgen werden. Erst am Freitag hatte Amazon in Deutschland den Mindestbestellwert für den kostenlosen Versand ohne Prime-Abo von 39 auf 49 Euro angehoben. Wie Amazon im Jahr 2024 Werbung auf Prime Video eingeführt hat, ist derweil weiterhin Inhalt rechtlicher Auseinandersetzungen – eine Sammelklage läuft.
Apps & Mobile Entwicklung
Im Test vor 15 Jahren: AMDs Radeon HD 6990 mit doppelter GPU und Jet-Lüftern

Die Radeon HD 6990 (Test) war AMDs Versuch, die Nvidia GeForce GTX 580 zu überholen. Dafür setzte der Hersteller auf die Holzhammermethode und brachte zwei Cayman-GPUs im Vollausbau auf dem PCB unter. Mit dem optionalen OC-BIOS mit angehobenen Taktraten stieg die Leistungsaufnahme aus bis zu 450 Watt an.
Doppelte Cayman-GPU im Vollausbau
Die Radeon HD 6990 setzte zweimal auf die gleiche Cayman-GPU im Vollausbau, die auch auf der Radeon HD 6970 zum Einsatz kam. In der Praxis bedeutete das, dass die vollen 384 Shader-Einheiten pro GPU genutzt wurden. Die Taktraten waren in den Standardeinstellungen mit 830 MHz gegenüber den 880 MHz der Radeon HD 6970 etwas geringer.
Pro GPU standen zwei GByte GDDR5-Speicher zur Verfügung, die mit 2.500 MHz betrieben wurden. Über das zweite BIOS ließen sich die Taktraten der GPUs auf 880 MHz und die maximale Leistungsaufnahme von 375 auf 450 Watt anheben.
Für die Energiezufuhr waren zwei 8-Pin-PCIe-Anschlüsse verbaut – nach PCIe-Spezifikationen sollte das für 375 Watt ausreichen, wobei AMD die Grafikkarte für maximal 450 Watt Leistungsaufnahme spezifizierte. Die Stromversorgung saß dabei mittig zwischen den beiden GPUs auf dem 30 cm langen PCB. Darüber saß der mittig platzierte 75-mm-Radiallüfter des Dual-Slot-Kühlers, der zuerst die Komponenten der Stromversorgung und dann die beiden GPUs mit Frischluft versorgte.
In puncto Anschlüsse hatte die Radeon HD 6990 dank der zwei verbauten GPUs viel zu bieten. So gab es neben einem DVI- gleich vier Mini-DisplayPort-Anschlüsse nach dem 1.2a-Standard zur Auswahl. Preislich lag die Radeon HD 6990 bei 629 Euro und somit etwas über dem Marktpreis von 552 Euro für zwei Radeon HD 6970.
Zur Leistungskrone mit viel Krawall
In den Benchmarks ließ die Radeon HD 6990 keine Fragen offen und beanspruchte unangefochten die Leistungskrone. Dabei war die Dual-GPU-Grafikkarte so schnell, dass selbst in 2.560 × 1.600 Bildpunkten oft die CPU in Form eines übertakteten Core i7-965 Extreme Edition limitierte. Trotzdem ergaben sich zwischen 61 und 73 Prozent mehr Leistung gegenüber einer einzelnen Radeon HD 6970. Zu einer GeForce GTX 580 betrug der Vorsprung zwischen 37 und 63 Prozent.
Erkauft wurde diese enorm hohe Leistung zum einen durch typische Dual-GPU-Probleme wie Mikroruckler, zum anderen durch eine ohrenbetäubende Lautstärke. Während die Leistungsaufnahme des Gesamtsystems um lediglich 41 Prozent (Standard-BIOS) beziehungsweise 53 Prozent (OC-BIOS) gegenüber einer Radeon HD 6970 anstieg, hielt die Radeon HD 6990 bei dem Schalldruckpegel den unangefochtenen Negativrekord. Mit 66,5 dB(A) bei Nutzung des Standard-BIOS war die Grafikkarte bereits abseits jeder Vernunft, toppte diesen Wert bei Nutzung des OC-BIOS jedoch noch mal mit unglaublichen 73 dB(A). Mit knapp 88 °C GPU-Temperatur war auch nicht viel Spielraum für niedrigere Drehzahlen vorhanden. Wem das alles egal war, der konnte mittels zusätzlicher Übertaktung weitere 5 bis 9 Prozent Leistung herausholen.
Fazit
Zu empfehlen war die Radeon HD 6990 – wie alle Dual-GPU-Grafikkarten – keinem normalen Anwender. Wer wirklich die maximale Leistung in einer einzelnen Grafikkarte wollte, für den war die Radeon HD 6990 genau richtig. Für alle anderen war sie zu laut, energiehungrig, heiß und teuer. Selbst wer mit einem Dual-GPU-System liebäugelte, der fuhr mit zwei Radeon HD 6970 günstiger und theoretisch schneller.
In der Kategorie „Im Test vor 15 Jahren“ wirft die Redaktion seit Juli 2017 jeden Samstag einen Blick in das Test-Archiv. Die letzten 20 Artikel, die in dieser Reihe erschienen sind, führen wir nachfolgend auf:
Noch mehr Inhalte dieser Art und viele weitere Berichte und Anekdoten finden sich in der Retro-Ecke im Forum von ComputerBase.
Apps & Mobile Entwicklung
Mova traut sich was, andere Hersteller nicht wagen
Saugroboter? Die gibt’s wie Sand am Meer. Aber einen, der flach genug ist, um unter fast jedes Möbelstück zu passen und dabei hartnäckige Flecken mit echtem Wasserdruck bekämpft, statt sie nur zu verschmieren? Das ist eine andere Geschichte. Genau das will Mova mit dem neuen S70 Roller liefern.
90 mm Bauhöhe klingt erstmal unspektakulär, oder? Aber wer seinen Saugroboter schon mal ratlos vor dem Sofa hat kreisen sehen, weil der einfach nicht drunterpasst, weiß genau, worum es geht. Der Mova S70 Roller gehört mit dieser Bauhöhe zu den flachsten Saugrobotern überhaupt. Nur wenige Modelle wie der Roborock Saros 20 (Test) toppen das noch mit unter 80 mm.
Das Wischsystem ist der eigentliche Star
Viele günstige Saugroboter verteilen beim Wischen den Schmutz mit rotierenden Pads auf dem Boden, anstatt ihn wirklich aufzunehmen. Der S70 Roller macht das anders: Er setzt auf das sogenannte HydroForce™-System, bei dem zwölf kleine Düsen ständig frisches Wasser auf eine 27 cm breite Walze sprühen. Die dreht sich aktiv und drückt dabei mit rund 4.700 Pascal auf den Untergrund. Das entspricht ungefähr 1,7 Kilogramm Gewichtskraft. Also in etwa so viel, wie Ihr selbst beim Wischen aufwendet. Hartnäckige Flecken sollen so wirklich gelöst und aufgenommen werden, statt bloß verschmiert zu werden. Eine eingebaute Abstreifleiste befreit die Walze nach jedem Durchgang vom Schmutzwasser, damit der Roboter keinen Dreck auf dem frisch gewischten Boden hinterlässt.
Beim Saugen stehen 28.000 Pascal zur Verfügung, was auch für Teppiche reichen sollte. Eine Gummibürste sorgt für zuverlässigen Schmutzabtrag, und für Haushalte mit Haustieren oder langen Haaren gibt es optional die CleanChop™-Bürste. Die hat eine Schneidefunktion eingebaut, die Haare direkt beim Ansaugen zerkleinert, bevor sie sich in der Walze verheddern können.

Zur Navigation kommt ein LiDAR-Sensor namens CovertSense™ zum Einsatz, der trotz der flachen Bauweise platzsparend integriert wurde und präzise Wohnungskarten erstellt. Praktisch ist außerdem die MaxiReach™-Technologie: Dabei fahren Walze und Seitenbürste beim Annähern an Wände um bis zu 4,4 Zentimeter aus, damit auch Kanten und Ecken ordentlich erwischt werden.
Kaum Aufwand, große Tanks
Die Ladestation kommt mit einem 5-Liter-Frischwassertank und einem 4,5-Liter-Schmutzwassertank. Das soll laut Hersteller für rund 1.200 Quadratmeter Reinigungsfläche reichen, ohne dass Ihr eingreifen müsst. Zusätzlich trägt der Roboter selbst einen 150-Milliliter-Tank mit sich, damit er zwischen den Stationsbesuchen wischen kann.

Nach dem Einsatz reinigt sich die Wischerwalze automatisch mit 80 Grad heißem Wasser und trocknet anschließend bei 70 Grad Heißluft. Der Staubbeutel umfasst schließlich 3,2 Liter. Noch bis zum 23. März gibt es einen Einführungsrabatt von 120 Euro. Somit ist der Einstieg schon ab 579 Euro möglich.
Mit diesem Symbol kennzeichnen wir Partner-Links. Wenn du so einen Link oder Button anklickst oder darüber einkaufst, erhalten wir eine kleine Vergütung vom jeweiligen Website-Betreiber. Auf den Preis eines Kaufs hat das keine Auswirkung. Du hilfst uns aber, nextpit weiterhin kostenlos anbieten zu können. Vielen Dank!
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenSchnelles Boot statt Bus und Bahn: Was sich von London und New York lernen lässt
-
Social Mediavor 2 WochenCommunity Management und Zielgruppen-Analyse: Die besten Insights aus Blog und Podcast
-
Social Mediavor 1 MonatCommunity Management zwischen Reichweite und Verantwortung
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Wochen
Top 10: Die beste kabellose Überwachungskamera im Test – Akku, WLAN, LTE & Solar
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenDigital Health: „Den meisten ist nicht klar, wie existenziell IT‑Sicherheit ist“
-
Social Mediavor 3 MonatenDie meistgehörten Gastfolgen 2025 im Feed & Fudder Podcast – Social Media, Recruiting und Karriere-Insights
-
UX/UI & Webdesignvor 1 MonatEindrucksvolle neue Identity für White Ribbon › PAGE online
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenEMEC vereint Gezeitenkraft, Batteriespeicher und H₂-Produktion in einer Anlage

