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Im Test vor 15 Jahren: AMDs Radeon HD 6990 mit doppelter GPU und Jet-Lüftern


Im Test vor 15 Jahren: AMDs Radeon HD 6990 mit doppelter GPU und Jet-Lüftern

Die Radeon HD 6990 (Test) war AMDs Versuch, die Nvidia GeForce GTX 580 zu überholen. Dafür setzte der Hersteller auf die Holzhammermethode und brachte zwei Cayman-GPUs im Vollausbau auf dem PCB unter. Mit dem optionalen OC-BIOS mit angehobenen Taktraten stieg die Leistungsaufnahme aus bis zu 450 Watt an.

Doppelte Cayman-GPU im Vollausbau

Die Radeon HD 6990 setzte zweimal auf die gleiche Cayman-GPU im Vollausbau, die auch auf der Radeon HD 6970 zum Einsatz kam. In der Praxis bedeutete das, dass die vollen 384 Shader-Einheiten pro GPU genutzt wurden. Die Taktraten waren in den Standardeinstellungen mit 830 MHz gegenüber den 880 MHz der Radeon HD 6970 etwas geringer.

Pro GPU standen zwei GByte GDDR5-Speicher zur Verfügung, die mit 2.500 MHz betrieben wurden. Über das zweite BIOS ließen sich die Taktraten der GPUs auf 880 MHz und die maximale Leistungsaufnahme von 375 auf 450 Watt anheben.

Für die Energiezufuhr waren zwei 8-Pin-PCIe-Anschlüsse verbaut – nach PCIe-Spezifikationen sollte das für 375 Watt ausreichen, wobei AMD die Grafikkarte für maximal 450 Watt Leistungsaufnahme spezifizierte. Die Stromversorgung saß dabei mittig zwischen den beiden GPUs auf dem 30 cm langen PCB. Darüber saß der mittig platzierte 75-mm-Radiallüfter des Dual-Slot-Kühlers, der zuerst die Komponenten der Stromversorgung und dann die beiden GPUs mit Frischluft versorgte.

In puncto Anschlüsse hatte die Radeon HD 6990 dank der zwei verbauten GPUs viel zu bieten. So gab es neben einem DVI- gleich vier Mini-DisplayPort-Anschlüsse nach dem 1.2a-Standard zur Auswahl. Preislich lag die Radeon HD 6990 bei 629 Euro und somit etwas über dem Marktpreis von 552 Euro für zwei Radeon HD 6970.

Zur Leistungskrone mit viel Krawall

In den Benchmarks ließ die Radeon HD 6990 keine Fragen offen und beanspruchte unangefochten die Leistungskrone. Dabei war die Dual-GPU-Grafikkarte so schnell, dass selbst in 2.560 × 1.600 Bildpunkten oft die CPU in Form eines übertakteten Core i7-965 Extreme Edition limitierte. Trotzdem ergaben sich zwischen 61 und 73 Prozent mehr Leistung gegenüber einer einzelnen Radeon HD 6970. Zu einer GeForce GTX 580 betrug der Vorsprung zwischen 37 und 63 Prozent.

Erkauft wurde diese enorm hohe Leistung zum einen durch typische Dual-GPU-Probleme wie Mikroruckler, zum anderen durch eine ohrenbetäubende Lautstärke. Während die Leistungsaufnahme des Gesamtsystems um lediglich 41 Prozent (Standard-BIOS) beziehungsweise 53 Prozent (OC-BIOS) gegenüber einer Radeon HD 6970 anstieg, hielt die Radeon HD 6990 bei dem Schalldruckpegel den unangefochtenen Negativrekord. Mit 66,5 dB(A) bei Nutzung des Standard-BIOS war die Grafikkarte bereits abseits jeder Vernunft, toppte diesen Wert bei Nutzung des OC-BIOS jedoch noch mal mit unglaublichen 73 dB(A). Mit knapp 88 °C GPU-Temperatur war auch nicht viel Spielraum für niedrigere Drehzahlen vorhanden. Wem das alles egal war, der konnte mittels zusätzlicher Übertaktung weitere 5 bis 9 Prozent Leistung herausholen.

Fazit

Zu empfehlen war die Radeon HD 6990 – wie alle Dual-GPU-Grafikkarten – keinem normalen Anwender. Wer wirklich die maximale Leistung in einer einzelnen Grafikkarte wollte, für den war die Radeon HD 6990 genau richtig. Für alle anderen war sie zu laut, energiehungrig, heiß und teuer. Selbst wer mit einem Dual-GPU-System liebäugelte, der fuhr mit zwei Radeon HD 6970 günstiger und theoretisch schneller.

In der Kategorie „Im Test vor 15 Jahren“ wirft die Redaktion seit Juli 2017 jeden Samstag einen Blick in das Test-Archiv. Die letzten 20 Artikel, die in dieser Reihe erschienen sind, führen wir nachfolgend auf:

Noch mehr Inhalte dieser Art und viele weitere Berichte und Anekdoten finden sich in der Retro-Ecke im Forum von ComputerBase.



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In neuer Vorabversion: LibreOffice überrascht mit farbigem Ribbon-Design


In neuer Vorabversion: LibreOffice überrascht mit farbigem Ribbon-Design

Bild: The Document Foundation

Eine neue Nightly-Version von LibreOffice bietet eine Neuerung für das Ribbon-Design: Anwender können nun eine Hintergrundfarbe für die Oberfläche wählen, was an aktuelle Ausgaben von Microsoft Office erinnert. Die finale Version von LibreOffice 26.8 soll im August dieses Jahres erscheinen.

Standardmäßig nutzt LibreOffice für die Benutzeroberfläche eine klassische Icon-Ansicht, aber im Menü unter „Ansicht -> Benutzeroberfläche“ lässt sich auch ein Design mit Registerkarten aktivieren. Das Registerkarten-Design (Tabbed UI) funktioniert ähnlich wie das Ribbon-Design von Microsoft Office, bislang jedoch ohne anpassbare Hintergrundfarbe.

Farbiges Ribbon-Design für LibreOffice

Doch eine kürzlich veröffentlichte Nightly-Version von LibreOffice 26.8 ergänzt das Ribbon-Design erstmals um eine Farbauswahl, wie aus einem Screenshot des Mastodon-Accounts LibreOffice Design hervorgeht. Damit nähert sich die quelloffene Office-Suite in diesem Punkt Konkurrenzprodukten wie Microsoft Office oder OnlyOffice an, die seit längerem passende farbige Hintergründe je nach Anwendung nutzen.

Dabei ist standardmäßig ein blauer Hintergrund für das Ribbon-Design ausgewählt, wie OMG! Ubuntu berichtet. Doch ein neuer Dialog ermöglicht es, individuelle Farbgebungen zu wählen. So lässt sich die Hintergrundfarbe beispielsweise an die Icon-Farben von Writer (blau), Calc (grün), Impress (rot) und Draw (gelb) anpassen.

Die Hintergrundfarbe des Registerkarten-Designs von LibreOffice 26.8 lässt sich für jeden Programmbestandteil individuell anpassen.
Die Hintergrundfarbe des Registerkarten-Designs von LibreOffice 26.8 lässt sich für jeden Programmbestandteil individuell anpassen. (Bild: LibreOffice Design/Mastodon)

Aktuell ist die Farbauswahl der Ribbon-Oberfläche nur für die Nightly-Versionen von LibreOffice 26.8 für Windows und Linux verfügbar, während diese Funktion für die macOS-Variante aus Kompatibilitätsgründen noch deaktiviert ist. Ein Download wird hierbei über den Build-Server von LibreOffice angeboten, wo jeweils Versionen für x86- und ARM-Chips zur Verfügung stehen.

Auch interessant: Auf Nachfrage eines Mastodon-Nutzers erklärt LibreOffice Design auf Mastodon, dass für künftige Versionen zudem eine „nicht-native Benutzeroberfläche in Erwägung gezogen“ werde.

Downloads

  • LibreOffice

    4,5 Sterne

    LibreOffice ist ein freies Office-Paket für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationen und mehr.

    • Version 26.2.4 Deutsch
    • Version 25.8.7 Community RC3 Deutsch
    • +4 weitere



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Keine GPUs, aber CPUs?: Nvidia gibt bei Vera für China Gas, solange es noch geht


Keine GPUs, aber CPUs?: Nvidia gibt bei Vera für China Gas, solange es noch geht

Nvidia gibt China als stets potenziell riesigen Absatzmarkt nicht auf. Mit voller Kraft wird nun die Vera-CPU beworben, Kunden im Reich der Mitte können dafür bereits Aufträge platzieren. Schon im August könnten laut Medienbericht die ersten davon umgesetzt werden – überraschend flott.

Der Verkauf von GPUs lag bei „Null“

Offiziell erklärte Nvidia zuletzt, der Verkauf nach China sei bei Null angelangt. Über den grauen und schwarzen Markt gelangen jedoch weiterhin Produkte ins Land. Doch grundsätzlich greifen die US-Handelsrestriktionen bei Nvidia in voller Härte, mit AI-Beschleunigern aus dem GPU-Bereich hat das Unternehmen auch absehbar wohl eher keine Chance mehr, obwohl theoretisch eine Exportlizenz für ältere Chips vorhanden ist. Die praktische Umsetzung scheitert neben den US-Bestimmungen auf der einen Seite jedoch auch an der Politik Chinas auf der anderen Seite.

Bei CPUs sind die Restriktionen schwächer

Anders sieht es jedoch bei Prozessoren aus. Auch hier gibt es Einschränkungen, diese sind aber bei langem nicht so restriktiv wie bei GPU – bisher zumindest noch nicht. Das nun zügige Voranschreiten von Nvidia in dem Bereich für den chinesischen Markt lässt erahnen, dass sich auch Nvidia in vielleicht gar nicht so ferner Zukunft auch in diesem Segment auf Anpassungen einstellt. Noch gibt es die aber nicht, deshalb können chinesische Kunden bereits jetzt ihre Bestellungen für Vera-Prozessoren aufgeben, die bereits im August geliefert werden könnten, heißt es seitens Reuters.

CPUs werden auch bei AI wieder gefragt

Prozessoren erleben einen lange nicht dagewesenen Boom in diesem Jahr. Die großen Hersteller wie AMD und Intel können die Nachfrage nicht stillen, Eigenkreationen auf Arm-Technologie florieren. Denn Prozessoren sind in gewissen Einsatzfällen auch im AI-Umfeld von sehr großem Nutzen – Stichwort Inferencing mit Reasoning-Modellen.

Nvidia hatte diese Anzeichen ebenfalls früh erkannt und stellte dafür die Vera-CPU in Dienst, kurz vor der Computex 2026 Mitte Mai kam dann bereits die Meldung, dass die Auslieferung gestartet sei.

Vera-CPU mit 88 Olympus-Kernen
Vera-CPU mit 88 Olympus-Kernen (Bild: Nvidia)

Nvidias Vera-CPU kann viel mehr als Vorgänger Grace

Nvidia hat die Vera-CPU auch deshalb breiter aufgestellt als den Vorgänger Grace. Grace war zuletzt „nur“ der GPU-Zuspieler auf der Platine Grace Blackwell alias GB200 (GB300 mit Blackwell Ultra). Die Vera-CPU kann diese Aufgabe für das Produkt Vera Rubin genau so übernehmen, bietet aber viel mehr Möglichkeiten, sodass die Prozessoren auch allein und zusammengeschaltet mit vielen weiteren Prozessoren sinnvoll eingesetzt werden können.

Vera bietet dafür 88 Custom-Arm-Kerne und erstmals auch SMT für insgesamt 176 Threads. Mit Partnern wie HPE wird dann die Skalierung realisiert: Für kommende Supercomputer wird HPE 16 CPUs pro GX240 Compute Blade und bis zu 40 dieser Blades in einem riesigen Rack bereitstellen. Oder anders ausgedrückt: Insgesamt 640 Prozessoren bieten in einem Serverschrank 56.320 Olympus-Arm-Kerne von Nvidia, die mit SMT 112.640 Threads bereitstellen.

HPE zur GTC 2026
HPE zur GTC 2026 (Bild: HPE)



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Dorfromantik: Legespiel erscheint am 25. Juni für macOS


Dorfromantik: Legespiel erscheint am 25. Juni für macOS

Bild: Toukana Interactive

Dorfromantik wurde Ende April fünf Jahre alt. Auf ein Jubiläums-Update mitsamt Medieval Biome Pack soll in knapp zwei Wochen die Veröffentlichung für macOS folgen. Bislang ist das virtuelle Puzzle- und Legespiel für den PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S und Nintendo Switch erschienen.

Dorfromantik für Apple Silicon

Nach dem jüngst eingeführten Nachtmodus und Ranglisten handele es sich bei einer Mac-Version um einen weiteren häufig geäußerten Wunsch der Community, so Entwickler Toukana Interactive. Am 25. Juni 2026 soll es jetzt soweit sein, dann wird Dorfromantik via Steam auch auf macOS spielbar. Die Portierung sei in den vergangenen Monaten entstanden und benötige jetzt nur noch einige interne Tests und Feinschliff.

Dorfromantik läuft bald auf macOS mit Apple-Chips
Dorfromantik läuft bald auf macOS mit Apple-Chips (Bild: Toukana Interactive)

Konkrete Hardware-Voraussetzungen gibt es noch nicht, allerdings wird das Spiel zwingend Apple Silicon voraussetzen. Interessierte Spieler benötigen also einen Mac mit mindestens dem M1-Chip aus dem Jahr 2020. Mac-Modelle auf Intel-Basis werden nicht unterstützt.

Überraschungshit in der Pandemie

Mit Dorfromantik gelang Toukana im März 2021 ein Überraschungshit. Das digitale Puzzle- und Legespiel mit Carcassonne-Spielprinzip wurde von vier Studenten des Studiengangs Game Design an der HTW Berlin entwickelt und vom Land Brandenburg mit einer Förderung in Höhe von 110.000 Euro unterstützt. Nach dem Ende der Early-Access-Phase im April 2022 folgten im September 2022 eine Umsetzung für die Nintendo Switch sowie 2025 auch Fassungen für PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Aktuell laufen beim inzwischen neunköpfigen Team neben der macOS-Portierung außerdem die Arbeiten an einer Mobile-Version.

Hast du Dorfromantik gespielt?
  • Ja, ich spiele es auch immer noch ab und an.

  • Ja, vor einiger Zeit.

  • Nein, ich kannte das Spiel aber.

  • Nein, Dorfromantik war mir bis heute auch gar kein Begriff.

Nach Dorfromantik haben die Entwickler in Zusammenarbeit mit Kurzgesagt ein weiteres Strategiespiel veröffentlicht. Star Birds ist im September 2025 erschienen.



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