Online Marketing & SEO
Agentic Commerce: Ohne Kontext wird KI-Shopping zum Risiko
KI-Agents verändern den digitalen Handel grundlegend: Kaufentscheidungen werden dialogisch, Customer Journeys agentisch. Was Marken jetzt für Agentic Commerce und datengetriebene CX beachten müssen.
Commerce Agents gehören aktuell zu den meistdiskutierten Entwicklungen im digitalen Handel. Statt nur zu unterstützen, gewinnen KI-Agents zunehmend aktive Rollen entlang der Customer Journey: Sie vergleichen Angebote, lösen Bestellungen aus, wählen die Versandoption, berücksichtigen Rabattmodelle und übernehmen so wesentliche Teile der Kaufentscheidung. Damit verschiebt sich die Logik im Commerce spürbar. Nicht mehr der Klick auf eine Anzeige oder ein Suchergebnis ist der Startpunkt, sondern ein Dialog, in dem Absicht, Situation und Kontext die Auswahl steuern. Für Händler:innen und Marken entsteht daraus eine neue strategische Aufgabe: Sie müssen nicht nur sichtbar sein, sondern für agentische Entscheidungsprozesse verständlich, verlässlich und kontextfähig werden.
Dreamforce 2025:
„Humans + Agents = the future“

Kontext ist zentrale Voraussetzung für Agentic Commerce
Mit der wachsenden Verbreitung von Commerce Agents wird jedoch auch eine zentrale Schwachstelle sichtbar: Viele Agents agieren bislang isoliert und treffen Entscheidungen auf Basis begrenzter Informationen. Kontext fehlt dort, wo Daten, Signale und Prozesse nicht zusammengeführt werden: Informationen über Kund:innen, Produkte, Verfügbarkeit, Servicefälle oder frühere Interaktionen liegen getrennt vor und fließen nicht in ein gemeinsames Entscheidungsbild ein. Hier stoßen isolierte Plattformen an ihre Grenzen: Da sie meist als spezialisierte „Aufsätze“ in bestehenden Kanälen fungieren, fehlt ihnen der tiefe Zugriff auf die gesamte Datenhistorie. Ein Agent mag zwar eine charmante Antwort formulieren, weiß aber nicht, dass Kund:innen gerade eine offene Reklamation haben oder treue Loyalty-Mitglieder sind. Die Folge sind fragmentierte Erlebnisse, sinkendes Vertrauen und verpasste Potenziale.
Entscheidend ist eine gemeinsame Kontext- und Intelligenzschicht, auf die alle KI-Agents zugreifen können. Sie setzt eine einheitliche Datenbasis voraus, in der Marketing-, Commerce-, Service- und operative Daten zusammengeführt sowie aktuell gehalten werden und semantisch zuzuordnen sind. Erst auf dieser Grundlage kann eine Multi-Agent-Architektur entstehen, in der Agents Informationen teilen, Entscheidungen aufeinander abstimmen und ihr Handeln an einem gemeinsamen Ziel ausrichten. Kontext fungiert dabei als verbindende Ebene zwischen Daten und Handlung.
Diese gemeinsame Intelligenzschicht verändert auch die Rolle klassischer Kanäle. E-Mails, SMS oder WhatsApp-Nachrichten sind nicht länger reine Benachrichtigungen, sondern werden zu dialogfähigen Interaktionspunkten mit derselben Entscheidungslogik wie Webshop oder App. Agents können kanalübergreifend wahrnehmen, interpretieren und handeln. Besonders Omnichannel-Händler:innen profitieren davon, da physische Stores zusätzlichen Kontext liefern. Beispielsweise lokale Verfügbarkeit, Kund:innenbindungs- oder Loyaltyprogramm-Informationen, wenn sich Kund:innen an der Kasse als Karteninhaber:innen ausweisen, oder Click-and-Collect. Voraussetzung ist jedoch eine konsequente datenbasierte Verzahnung von Online Agents und stationären Prozessen, damit sich Interaktionen über alle Kontaktpunkte hinweg konsistent miteinander verbinden lassen. Die aktuellen Entwicklungen machen deutlich, dass der Erfolg von Agentic Commerce sich nicht an der Anzahl der eingesetzten Agents entscheidet, sondern an der Qualität des Kontextes, in dem sie handeln. Drei Thesen helfen, diese Verschiebung einzuordnen.
These eins: Der First Click verliert an Bedeutung, weil Shopping dialogisch wird.
Der First Click war über viele Jahre essenziell im digitalen Handel und damit auch im Marketing. Sichtbarkeit bedeutete, in Suchmaschinen möglichst weit oben zu erscheinen, Aufmerksamkeit zu erzeugen und Nutzer:innen früh auf die eigene Website zu ziehen. Diese Logik prägte Suchmaschinenoptimierung, Performance Marketing und Content-Strategien gleichermaßen, steht heute jedoch grundlegend unter Druck.
Ursache sind weniger veränderte Nutzergewohnheiten, sondern KI-Agents und damit eine neue technische Vermittlungsschicht. Kaufprozesse beginnen immer häufiger nicht mehr mit einer klassischen Suchanfrage, sondern mit einem dialogischen Einstieg über KI-Chats oder agentische Interfaces. Nutzer:innen formulieren keine Keywords mehr, sondern beschreiben Situationen, Ziele oder Probleme. Aus der Anfrage „Wanderschuh wasserdicht Herren“ wird ein Dialog wie: „Ich plane eine dreitägige Wanderung in den Alpen. Was brauche ich dafür?“ Der Einstiegspunkt verschiebt sich damit von der Suche zur Intention.
KI-Agents reagieren darauf nicht mit Trefferlisten, sondern mit Rückfragen. Sie klären Kontext, berücksichtigen Wetterbedingungen, Dauer, Budget oder Erfahrungslevel und erstellen daraus schrittweise Empfehlungen. Kaufentscheidungen basieren nicht mehr auf dem Durchklicken einzelner Angebote, sondern auf mehrstufigen Entscheidungslogiken, die der KI-Agent im Auftrag der Konsument:innen durchläuft. Der First Click wird damit irrelevant, weil er schlicht nicht mehr existiert.
Für Händler und Marken bedeutet das einen Paradigmenwechsel. Sichtbarkeit entsteht nicht mehr primär durch Reichweite oder Klickstärke, sondern durch Kontextfähigkeit. Produkte, Services und Inhalte müssen so strukturiert sein, dass sie von Agents verstanden, eingeordnet und priorisiert werden können. Die neue Eintrittskarte in die Customer Journey ist nicht der Klick, sondern die Fähigkeit, auf eine konkrete Situation die überzeugendste Antwort zu liefern.
These zwei: Agentic Commerce ist Agent-zu-Agent-Handel und verschiebt die Machtverhältnisse im Marketing.
Mit dem Übergang zu Agentic Commerce verändert sich auch die grundlegende Marktlogik: Kaufentscheidungen, vor allem für komplexere oder preisintensive Produkte wie Versicherungen oder hochwertige Elektronik, werden zunehmend an persönliche KI-Agents delegiert, die innerhalb von Plattformen wie ChatGPT oder Google Gemini agieren, welche selbst agentische Systeme einsetzen. Die Shopping Journey wird damit zu einem Agent-zu-Agent-Prozess, in dem Marken, Händler:innen und Marketing-Botschaften nur noch indirekt wirken.
KI-Agents treten dabei als Gatekeeper der Customer Journey auf. Sie vergleichen Angebote, bewerten Anbieter und treffen Vorauswahlen, bevor ein Mensch überhaupt eingebunden wird. Entscheidungsgrundlagen sind nicht emotionale Markenversprechen oder Kampagnenreichweiten, sondern messbare Leistungsindikatoren wie Verfügbarkeit, Lieferzuverlässigkeit, Retourenquoten, Servicequalität und Datenkonsistenz. Marketing wird damit weniger zu einer Frage der Aufmerksamkeit als der systemischen Leistungsfähigkeit.
Welche Antworten kann der Handel auf diese Verschiebung geben? Dafür lohnt ein Blick auf die Herangehensweisen von zwei globalen Handelsriesen: Amazon setzt auf ein stark integriertes, kontrolliertes Ökosystem, in dem eigene Commerce Agents tief in Suche, Preislogik, Fulfillment und Logistik eingebettet sind. Sichtbarkeit entsteht durch Plattformkonformität. Walmart hingegen verfolgt einen offeneren Ansatz und integriert externe Partner, Start-ups und Technologien, um agentische Fähigkeiten schnell entlang der gesamten Customer Journey zu erproben. Trotz unterschiedlicher Wege gilt für beide: KI-Agents entscheiden, wer überhaupt in den Entscheidungsraum gelangt.
Marketingkampagnen erzeugen weiterhin Aufmerksamkeit, verlieren jedoch an direkter Steuerungswirkung. Relevanz entsteht zunehmend durch operative Exzellenz, Datenqualität und Prozessstabilität. Marken konkurrieren nicht mehr nur um Konsument:innen, sondern um die algorithmische Präferenz ihrer Agents.
These drei: GEO wird zur zentralen Marketing-Disziplin im Agentic Commerce.
Mit dem Aufstieg agentischer Systeme stößt SEO an ihre Grenzen. Sie war darauf ausgelegt, Inhalte für Ranking-Algorithmen auf Keyword-Basis zu optimieren und Klicks zu maximieren. In der agentischen Welt verlieren diese Mechaniken an Relevanz, während Generative Engine Optimization (GEO) immer wichtiger wird. GEO strukturiert Inhalte nicht für Suchmaschinen, sondern für die Entscheidungslogik von KI-Agents.
Diese bewerten Inhalte nicht anhand von Keywords oder Platzierungen, sondern danach, ob sie eine konkrete Situation verständlich, faktenbasiert und konsistent erklären können. Fragmentierte Keyword-Texte oder oberflächliche Marketing-Botschaften sind in diesem Kontext wenig hilfreich. Entscheidend ist, ob Informationen in natürlicher Sprache vorliegen, Zusammenhänge herstellen und zuverlässig einordenbar sind. Kontext wird zur eigentlichen Optimierungsgröße.
Marketing Teams sollten daher einen grundlegenden Perspektivwechsel vornehmen. Produktinformationen müssen vom reinen Merkmal hin zur Nutzungssituation übersetzt werden. Technische Spezifikationen entfalten erst dann Wirkung, wenn sie in einen klaren Anwendungszusammenhang gestellt werden. Ranking wird durch Relevanz ersetzt und Sichtbarkeit durch Verständlichkeit.
GEO ist damit keine rein technische Disziplin, sondern eine strategische Marketing-Aufgabe. Sie erfordert konsistente Inhalte, saubere Datenstrukturen und eine enge Verzahnung von Marketing, Commerce und Service. Gleichzeitig wird deutlich, dass Verständlichkeit auf Inhaltsebene allein nicht ausreicht. Agents treffen Entscheidungen nicht auf Basis einzelner Texte oder Seiten, sondern im Zusammenspiel vieler Datenquellen. Ohne gemeinsame Datenbasis entstehen isolierte Systeme, in denen Marketing Agents Kampagnen kennen, Commerce Agents Kataloge verwalten und Service Agents Supportfälle lösen – jeweils ohne ein vollständiges Bild der Kund:innensituation. Genau hier wird Kontext zur verbindenden Intelligenzschicht, auf der agentische Entscheidungen überhaupt erst sinnvoll möglich werden.
Auch im Agentic Commerce bleibt der Mensch Teil der Entscheidung
Die drei Thesen zeigen, wie sich Handel und Marketing durch agentische Systeme grundlegend verändern. Kaufprozesse beginnen dialogisch statt klickbasiert, KI-Agents übernehmen eine Gatekeeper-Rolle in der Customer Journey, und mit GEO entsteht eine neue Marketing-Disziplin, die Inhalte für Verständlichkeit und Einordnung optimiert statt für Rankings.
Das Fundament dieser Entwicklungen ist Kontext. Sichtbarkeit und Relevanz entstehen nicht mehr isoliert über einzelne Touchpoints, sondern aus dem Zusammenspiel von Daten, Inhalten und Prozessen. Wer Agentic Commerce erfolgreich gestalten will, braucht daher eine gemeinsame Kontext- und Intelligenzschicht, auf der mehrere Agents konsistent zusammenarbeiten können.
Gleichzeitig bleiben Kaufentscheidungen auch in einer agentischen Welt menschlich. Emotionale Bindung an eine Marke, spontane Entdeckungen, persönliche Gewohnheiten oder situative Stimmungen lassen sich nicht vollständig automatisieren; sie ersetzen weder Neugier noch Inspiration und individuelle Entscheidungsfreiheit. Gerade im Zusammenspiel aus datenbasierter Orientierung und menschlichem Bauchgefühl entsteht der eigentliche Mehrwert. Agentic Commerce bedeutet daher nicht, Entscheidungen an Maschinen abzugeben, sondern Menschen besser zu befähigen, informierte und zugleich persönliche Kaufentscheidungen zu treffen.
Für Händler verschiebt sich damit der strategische Fokus: Wenn KI-Agents einen großen Teil der Vorauswahl im Top of Funnel übernehmen, sinkt der direkte Einfluss auf die erste Produktauswahl. Umso wichtiger wird es, Kund:innen nach dem Kauf nachhaltig zu überzeugen. Investitionen in Service, Community, Content, personalisierte Ansprache und exzellente Customer Experience gewinnen an Bedeutung, ebenso wie Loyalty-Programme. Wer es schafft, Vertrauen und echte Bindung aufzubauen, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Kund:innen – oder ihre KI-Agents – bei der nächsten Kaufentscheidung gezielt wieder auf diese Marke oder diesen Händler:innen zurückkommen.
Online Marketing & SEO
Office EU: Die europäische Antwort auf Microsoft 365
Die erste stabile Version von Euro-Office ist da. Zu den Partner:innen des Open-Source-Projekts gehört auch Office EU, das sich als europäische Alternative zu Microsoft 365 und Google Workspace positioniert.
Ob Cloud-Infrastruktur, Büro-Software oder KI: Europas digitale Wirtschaft läuft noch immer größtenteils auf Technologie aus den USA. Das soll sich ändern. Mit dem Technological Sovereignty Plan will die EU europäische Alternativen stärken und die Abhängigkeit von amerikanischen Tech-Konzernen verringern.
Mit der Veröffentlichung der ersten stabilen Version von Euro-Office erhält der Plan nun Rückenwind. Das geht aus einer Ankündigung der Projektpartner Nextcloud und Ionos hervor, über die unter anderem heise online berichtete. Zu den Partner:innen von Euro-Office gehört auch Office EU, eine Suite, die sich als europäische Alternative zu Microsoft 365 und Google Workspace positioniert. Wie die etablierten Lösungen aus den USA bündelt Office EU Anwendungen für Dokumente, Tabellen, Präsentationen, E-Mail, Kalender, Cloud-Speicher und Videokonferenzen in einer Suite. Weitere partizipierende Unternehmen sind unter anderem XWiki, OpenProject und Open-Xchange. Gemeinsam wollen sie europäische Alternativen zu proprietären Office-Lösungen stärken und die digitale Souveränität Europas voranbringen.
Auch wenn Projekte wie Office EU den etablierten US-Unternehmen wohl nicht kurzfristig relevante Marktanteile abnehmen werden, machen sie vielen Verfechter:innen digitaler Souveränität Hoffnung. Wie dringend Europa eigene Alternativen bei Cloud, KI und Software braucht, wurde auch auf der re:publica 2026 deutlich. Dort warnten zahlreiche Speaker, darunter auch re:publica-Gründer Markus Beckedahl, vor der wachsenden Macht großer Tech-Konzerne und der starken Abhängigkeit Europas von digitaler Infrastruktur aus den USA. Beckedahl sprach dabei von einer Monopolbildung „auf Steroiden“, bei der wenige Konzerne durch Daten, Rechenleistung und Kapital ihre Macht kontinuierlich ausbauen.
„Your digital future is made in Europe“:
Europas Plan gegen Tech-Abhängigkeit

Eine europäische Office-Suite für digitale Unabhängigkeit
Während Microsoft, Google und OpenAI derzeit vor allem mit neuen KI-Funktionen um Aufmerksamkeit konkurrieren, setzt Office EU einen anderen Schwerpunkt. Die Office-Suite wirbt vor allem mit europäischer Infrastruktur, Open Source und dem Versprechen, Daten außerhalb außereuropäischer Rechtsräume zu halten.

Sämtliche Dienste werden auf europäischer Infrastruktur betrieben. Office EU setzt auf Open Source, DSGVO-Konformität und verspricht, Daten vor potenziellen Zugriffen durch außereuropäische Behörden zu schützen. Hintergrund ist unter anderem der US CLOUD Act, der US-Behörden unter bestimmten Voraussetzungen Zugriff auf Daten amerikanischer Unternehmen ermöglichen kann. Funktional orientiert sich Office EU an den etablierten Office-Lösungen aus den USA. Zum Angebot gehören:
- Dokumente (EU Docs)
- Tabellen (EU Spreadsheet)
- Präsentationen (EU Presentation)
- Cloud-Speicher (EU Drive)
- E-Mail (EU Email)
- Kalender (EU Calendar)
- Videokonferenzen (EU Talk)



Wer von Microsoft 365 oder Google Workspace wechseln möchte, kann bestehende Konten anbinden und E-Mails, Kalender sowie Dateien importieren. Die Suite lässt sich zunächst parallel zu bestehenden Lösungen nutzen, sodass kein sofortiger Komplettumstieg notwendig ist. Office EU richtet sich vor allem an kleine und mittelständische Unternehmen, NGOs sowie Privatpersonen und Familien, die nach einer europäischen Alternative zu Microsoft 365 oder Google Workspace suchen.
Vollständig ausgereift sind viele europäische Office-Lösungen allerdings noch nicht. So fehlen teilweise noch native Desktop- und Mobilanwendungen. Auch die Unterstützung offener Standards wie ODF wird in einigen Projekten noch erweitert.
Stelle OnlineMarketing.de als bevorzugte Quelle auf Google ein
Wenn du OnlineMarketing.de auf Google als bevorzugte Quelle einstellen möchtest, um auch in den Schlagzeilen auf Google immer aktuelle News und Tipps aus der Welt des Marketing und der Tech-Entwicklungen zu finden, kannst du einfach die Google-Quelleneinstellungen aufrufen und die Seite anwählen. Über das Stern-Icon neben den Top Stories kannst du ebenfalls bevorzugte Quellen für die spätere Suche speichern.

Online Marketing & SEO
Bis zu 4 Euro mehr: YouTube erhöht die Premium-Preise
YouTube Premium wird in Deutschland teurer. Einige Abonnements kosten künftig bis zu vier Euro mehr pro Monat. Zudem bringt die Plattform ihre Direktnachrichten in weitere Märkte weltweit.
YouTube Premium wird in Deutschland teurer. Wie heise online berichtet, erhöht Google die Preise für sämtliche Premiumtarife. Besonders Familien müssen künftig tiefer in die Tasche greifen. Ganz überraschend kommt die Entwicklung allerdings nicht. Bereits im April erhöhte Google die Preise für YouTube-Abos zunächst in den USA.
Darüber hinaus bringt YouTube Direktnachrichten für mehr Nutzer:innen weltweit. Wie 9to5Google berichtet, rollt die Streaming-Plattform die Chats zum Teilen und Diskutieren von Videos aktuell in den USA, Großbritannien, Brasilien und Singapur aus. Über den Deutschland-Start der YouTube DMs hatten wir bereits im März berichtet.
YouTube DMs kommen in Deutschland zurück

Mehr Werbung oder mehr zahlen? YouTube erhöht die Preise
Nach Netflix, Disney+ und Spotify erhöht nun auch YouTube die Preise für die Premiumtarife in Deutschland. Vor allem Familien und Nutzer:innen von Premium Lite zahlen deutlich mehr. Künftig gelten folgende Preise:
- YouTube Premium: 14,99 statt 12,99 Euro pro Monat
- YouTube Premium Familienabo: 27,99 statt 23,99 Euro pro Monat
- YouTube Premium Student:innenabo: 8,99 statt 7,49 Euro pro Monat
- YouTube Premium Lite: 7,99 statt 5,99 Euro pro Monat
Besonders Premium Lite verliert damit einen Teil des bisherigen Preisvorteils. Der günstigste Tarif bietet zwar keine Musikextras, dafür aber weniger Werbung bei vielen Videos.
Die höheren Preise gelten offenbar sowohl für Neu- als auch für Bestandskund:innen. Wie Caschys Blog berichtet, informiert YouTube derzeit auch bestehende Abonnent:innen per E-Mail über die Anpassungen.
Nach dem Aus 2019: YouTube bringt Direktnachrichten zurück
2017 führte YouTube Direktnachrichten in der App ein, damit Nutzer:innen Videos teilen und darüber chatten konnten. 2019 stellte die Streaming-Plattform die Funktion jedoch wieder ein, um öffentliche Konversationen stärker in den Fokus zu rücken. Da Direktnachrichten auf vielen Social-Media-Plattformen zu den meistgenutzten Kommunikationskanälen gehören, entschied sich YouTube dazu, die Funktion zurückzubringen.
Im Herbst 2025 startete die Plattform einen ersten, noch stark eingeschränkten Test. Im März weitete YouTube diesen auf mehrere europäische Länder aus und brachte die Chat-Funktion auch nach Deutschland. Jetzt folgt der Roll-out in weitere Märkte weltweit. Aktuell erhalten Nutzer:innen in den USA, Großbritannien, Brasilien und Singapur Zugriff auf die Chats.
Mit den neuen YouTube DMs können Nutzer:innen Videos, Shorts und Livestreams direkt in der App teilen und darüber in privaten 1:1-Chats diskutieren. Auch nicht gelistete Videos lassen sich per Nachricht verschicken. Kontakte können direkt über das Teilenmenü eines Videos angeschrieben werden. Zudem informiert YouTube per Benachrichtigung über neue Nachrichten. Wer möchte, kann Nachrichten zurückziehen, Nutzer:innen blockieren oder Gespräche melden. Die Funktion bringt allerdings auch einige Einschränkungen mit sich:
- Nur 1:1-Chats, keine Gruppenunterhaltungen
- Einladungen erfolgen über einen sieben Tage gültigen Link
- Der Link muss zunächst über einen anderen Messenger verschickt werden
- Verfügbar nur für Nutzer:innen ab 18 Jahren
- Private Videos lassen sich nicht teilen
YouTube will offenbar keine vollwertigen Messaging-Dienst aufbauen. Die zahlreichen Einschränkungen zeigen vielmehr, dass die Streaming-Plattform Chats vor allem als Werkzeug zum Teilen und Diskutieren von Videos versteht. Denn Nutzer:innen sollen ein Video nicht erst auf YouTube entdecken, um die Konversation anschließend auf WhatsApp, Instagram oder Telegram fortzusetzen. Stattdessen möchte YouTube dafür sorgen, dass Nutzer:innen Inhalte entdecken, teilen und diskutieren, ohne die Plattform verlassen zu müssen.
Stelle OnlineMarketing.de als bevorzugte Quelle auf Google ein
Wenn du OnlineMarketing.de auf Google als bevorzugte Quelle einstellen möchtest, um auch in den Schlagzeilen auf Google immer aktuelle News und Tipps aus der Welt des Marketing und der Tech-Entwicklungen zu finden, kannst du einfach die Google-Quelleneinstellungen aufrufen und die Seite anwählen. Über das Stern-Icon neben den Top Stories kannst du ebenfalls bevorzugte Quellen für die spätere Suche speichern.

Online Marketing & SEO
Instagram Edits erhält KI-Assistant und Desktopversion
Was soll ich posten? Genau darauf soll Edits künftig Antworten liefern. Meta erweitert die App um einen KI-Assistant, eine Desktopversion und neue Features für Analyse, Testing und Content-Planung.
Content-Ideen in ChatGPT suchen, Videos in CapCut schneiden und anschließend auf Instagram veröffentlichen? Genau diesen Workflow möchte Meta künftig verkürzen und Nutzer:innen stärker im eigenen Ökosystem halten. Deshalb bekommt das CapCut-Pendant Edits einen KI-Assistant sowie eine Desktopversion. Darauf macht der Social-Media-Experte Matt Navarra aufmerksam. Die Details zu den Neuerungen stammen aus einem Bericht von TechCrunch über ein exklusives Meta Event in Los Angeles. Dort erhielten ausgewählte Creator als Erste Zugriff auf den neuen KI-Assistant.
Zusätzlich starten neue Features wie ein Betabereich für experimentelle Funktionen, detailliertere Zielgruppen-Insights, eine Themensuche im Inspiration Feed und Tools zum Testen verschiedener Content-Varianten. Die Investitionen in die App scheinen sich bereits auszuzahlen. Nach Angaben von Meta erzielen mit Edits erstellte Inhalte eine zehn Prozent höhere Save Rate und eine zwei Prozent höhere Reshare Rate als Inhalte, die nicht mit dem Tool erstellt wurden.
Story Editing bald möglich?
Auch das ist neu für Instagram und Edits

Was soll ich posten? Der neue KI-Assistant soll helfen
Viele Creator verlassen sich bei der Content-Planung noch auf Bauchgefühl, Erfahrung oder aktuelle Trends. Der neue KI-Assistant in Edits soll diese Entscheidungen künftig mit den Daten der eigenen Community ergänzen. Dafür greift der Assistant auf Instagram-Daten wie Aufrufe, Watchtime oder Retention-Werte zurück und analysiert, welche Inhalte besonders gut funktionieren.
Auf Basis dieser Erkenntnisse schlägt die KI neue Content-Ideen vor, zeigt relevante Trends auf und empfiehlt passende Audios für künftige Beiträge. Creator sollen so schneller erkennen können, welche Formate, Themen und Inhalte bei ihrer Community ankommen und wo Potenzial für neue Posts liegt.
Aktuell wird die Funktion mit ausgewählten Creatorn getestet, die an dem exklusiven Meta Event in Los Angeles teilgenommen haben. Wann der KI-Assistant für mehr Nutzer:innen verfügbar sein wird, hat Meta bislang nicht bekannt gegeben.
Desktopversion, A/B-Tests und Insights: Edits soll alles können
Neben dem KI-Assistant hat Meta auch eine Desktopversion von Edits angekündigt. Creator können damit künftig auf einem größeren Bildschirm arbeiten und Projekte nahtlos zwischen Smartphone und Desktop synchronisieren. Gerade bei aufwendigeren Reels oder längeren Bearbeitungsprozessen dürfte das den Workflow enorm vereinfachen. Zusätzlich führt Meta mehrere neue Funktionen ein:
- Betabereich mit experimentellen Features – ab sofort für alle Edits-Nutzer:innen verfügbar
- Erweiterte Zielgruppen-Insights – ab sofort für alle Edits-Nutzer:innen verfügbar
- Demografische Daten zur Audience – Teil der neuen Zielgruppen-Insights und ab sofort verfügbar
- Insights zu den aktivsten Tageszeiten der Community – ab sofort über die erweiterten Zielgruppen-Insights verfügbar
- Themensuche im Inspiration Feed – ab sofort für alle Edits-Nutzer:innen verfügbar
- Mehrere Content-Versionen zum Testen verschiedener Varianten – startet zunächst als Beta-Feature und wird schrittweise ausgerollt
Für Creator und Social Media Teams dürfte insbesondere die neue Versions-Funktion spannend sein, da sich damit unterschiedliche Hooks, Captions oder Schnitte vor der Veröffentlichung gegeneinander testen lassen.
Stelle OnlineMarketing.de als bevorzugte Quelle auf Google ein
Wenn du OnlineMarketing.de auf Google als bevorzugte Quelle einstellen möchtest, um auch in den Schlagzeilen auf Google immer aktuelle News und Tipps aus der Welt des Marketing und der Tech-Entwicklungen zu finden, kannst du einfach die Google-Quelleneinstellungen aufrufen und die Seite anwählen. Über das Stern-Icon neben den Top Stories kannst du ebenfalls bevorzugte Quellen für die spätere Suche speichern.

-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenMähroboter ohne Begrenzungsdraht für Gärten mit bis zu 300 m²
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonateniPhone Fold Leak: Apple spart sich wohl iPad‑Multitasking
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten
JBL Bar 1300MK2 im Test: Soundbar mit Dolby Atmos, starkem Bass und Akku‑Rears
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenOscars 2026: Was die heise‑Leser anders entschieden hätten
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenEmpfehlungsalgorithmen bei TikTok erklärt: Die Maschine hinter dem Endlos‑Feed
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten
Top 10: Die besten Wireless‑Adapter für Carplay im Test – iPhone kabellos nutzen
-
Social Mediavor 3 MonatenVon Kennzeichnung bis Plattformpflichten: Was die EU-Regeln für Influencer Marketing bedeuten – Katy Link im AllSocial Interview
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenWeitere Entlassungswelle bei Disney: Bis zu 1000 Mitarbeiter betroffen
