Digital Business & Startups
+++ Soonicorns +++ Amboss +++ cylib +++ LiveEO +++ b2venture +++ Vestio +++ Cumulocity +++
#StartupTicker
+++ #StartupTicker +++ Live im STARTUPLAND: Jessica Krauter (Buah) +++ 13 deutsche Startups sind auf dem Weg zum Unicorn +++ b2venture verkündet Final Closing (150 Millionen Euro) +++ Klarsolar-Gründer Bastian Arend startet Vestio +++ Cumulocity: Einmal Exit und zurück +++

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Mittwoch, 28. Januar).
#STARTUPLAND

STARTUPLAND – where the future begins.
+++ Am 18. März findet im RheinEnergieStadion in Köln unsere dritte STARTUPLAND Conference statt. Es erwartet Euch wieder eine faszinierende Reise in die Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer:innen, lehrreichen Interviews und Pitches, die begeistern. Mehr über STARTUPLAND
Live im STARTUPLAND: Jessica Krauter (Buah)

buah, 2015 von Jessica Krauter gegründet, entwickelt und vertreibt Snacks auf Basis gefriergetrockneter Früchte – ohne Zusatzstoffe. Nach starkem Wachstum geriet das Unternehmen 2019 in eine existenzbedrohende Krise, schaffte jedoch den Turnaround und ist heute profitabel. Ihr Thema im STARTUPLAND: Emotionaler ROI: Warum Gefühle der wahre Performance-Hebel sind.
#STARTUPTICKER
Tech Tour Growth 50
+++ Deutschlands künftige Milliarden-Unternehmen! Tech Tour kürt auch in diesem Jahr wieder die am schnellsten wachsenden, wagniskapitalfinanzierten Technologieunternehmen in Europa. Gemeint sind Unternehmen, die das Potenzial haben, zum Unicorn aufzusteigen. In diesem Jahr haben es gleich 13 deutsche Unternehmen auf die Top 50-Liste geschafft (Vorjahr: 9). Kein anderes europäisches Land stellt mehr Unicorn-Anwärter. Die deutschen Soonicorns sind: Adrenomed, Aleph Alpha, Amboss, Black Semiconductor, cylib, ecoworks, Instagrid, Konux, LiveEO, Marvel Fusion, OroraTech, Proxima Fusion und Twaice. Einzig Aleph Alpha überrascht dabei. Der einstige deutsche KI-Hoffnungsträger machte zuletzt vor allem mit Entlassungen und Personalien Schlagzeilen. Im vergangenen Jahr waren Aleph Alpha, Finn, Isar Aerospace, The Exploration Company, Ineratec, Marvel Fusion, Tado, immatics biotechnologies und Tubulis auf der Tech-Tour-Soonicorn-Liste. (Tech Tour Growth50, Handelsblatt) Mehr zur Tech Tour Growth 50
b2venture
+++ Und wieder ein voller Geldtopf! Der Schweizer Early-Stage-Investor b2venture verkündet das Final Closing seines fünften Fonds (150 Millionen Euro). Damit legt der umtriebige Geldgeber „den größten Fonds seiner 25-jährigen Geschichte auf“. Was in Zeiten, in denen andere VCs damit scheitern, neue Fonds aufzulegen, eine gigantische Leistung ist. Mit dem fünften Fonds möchte das b2venture-Team in rund 35 Startups investieren. Der Fokus liegt dabei „auf skalierbare und langfristig tragfähige Technologien“. Zu den ersten Investments gehören Unternehmen wie Nautica Technologies, Hive Robotics und Augmented Industries. In den vergangenen Jahren investierte b2venture zudem in erfolgreiche Startups wie DeepL, 1KOMMA5°, Raisin, SumUp, Nelly und Urban Sports Club. Zuletzt legten neben b2venture auch DTCP (500 Millionen), Ananda Impact Ventures (73 Millionen), Vanagon Venture (20 Millionen), Futury Capital (47 Millionen) und Rosberg Ventures (100 Millionen) neue Fonds auf. Trotz fehlender Exits kommt somit wieder etwas Bewegung die die Venture Capital-Welt. Mehr über b2venture
Vestio
+++ Modischer Neustart! Klarsolar-Gründer Bastian Arend startet nach dem Exit an E.ON mit Vestio wieder durch. Zur Seite steht ihm dabei Menswear Influencer Justus Hansen. Das Team beschreibt Vestio als „Fashion-Tech-App für Männer. Zielgruppe sind dabei Männer, „die eine klare, stilsichere Garderobe aufbauen möchten – ohne Aufwand, ohne Unsicherheit und ohne überflüssige Käufe“. Die App, die sich über Provisionen refinanziert, liefert seinen Nutzern „anhand weniger Fragen eine vollständig abgestimmte Garderobe“, zeigt fehlende Schlüsselteile und generiert sofort kombinierbare Outfits für alle Anlässe“. Mehr über Vestio
Cumulocity
+++ Lesenswert! Im Jahre 2017 verkaufte Gründer Bernd Groß sein Internet of Things- Unternehmen Cumulocity für 49 Millionen Euro an die Software AG. „2023 übernahm die Private-Equity-Firma Silverlake die Software AG – und Groß witterte eine Chance, wie er sagt“, schreibt Gründerszene. 2025 folgte dann ein Management-Buyout. Keine einfache Sache, wie der Unternehmer nun verrät: „Es ist viel einfacher zu gründen und von null anzufangen, als ein existierendes Geschäft mit ganz vielen Kunden und Verträgen herauszukaufen“. (Gründerszene) Mehr über Cumulocity
smatch
+++ Die Hamburger Jungfirma smatch setzt auf einen Marktplatz für überschüssige Mode. Investoren wie Transition, 42Cap und 10x Founders investierten bereits rund 10 Millionen in das Startup, das 2022 gegründet wurde. Derzeit arbeiten 20 Mitarbeitende für smatch. Mehr über smatch
Startup-Radar
+++ Die Startup-Welt schläft nie! Zeit, einen Blick auf einige brandneue Unternehmen zu werfen, die man unbedingt auf dem Radar haben sollte. Diese Jungfirmen stellen wir euch heute vor: MindElevate, ImmuniFriend, Bloom Future, Dienstrad Finder und DataWil Tech. Mehr im Startup-Radar
#DEALMONITOR
Investments & Exits
+++ EdTech Sparkli erhält 5 Millionen +++ Sipfront bekommt 1,8 Millionen +++ Finanzspritze für Arctis AI +++ Comedian Michael Mittermeier investiert in Spiritory +++ Multiverse übernimmt StackFuel +++ Futury Capital verkündet Final Closing +++. Mehr im Deal-Monitor
Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker
Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.
Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3
Digital Business & Startups
5 Kölner Startups, die Investor:innen kennen sollten
#StartupsToWatch
Die aktuelle Cologne Masterclass zeigt einmal mehr, wie vielfältig das Kölner Startup-Ökosystem ist. Die Bandbreite der nominierten Unternehmen ist groß – dies zeigen H2ALL, Sizeless, Leadrealizer, Vivalyx und Kumo. Investor:innen sollten sich diese Startups ganz genau ansehen.

Die aktuelle Cologne Masterclass zeigt einmal mehr, wie vielfältig das Kölner Startup-Ökosystem ist. Die Bandbreite der nominierten Unternehmen ist groß – dies zeigen H2ALL, Sizeless, Leadrealizer, Vivalyx und Kumo. Investor:innen sollten sich diese Startups ganz genau ansehen.
Mit der Cologne Masterclass zeichnen KölnBusiness und ihre Partner jährlich ausgewählte Startups aus der Region aus und machen sie für Investor:innen sichtbarer. Die Startups werden aus den Programmen der lokalen Ökosystemakteure nominiert und erhalten im Rahmen der Masterclass Marketingunterstützung sowie die Chance, beim Matching Day vor Investorinnen und Investoren zu pitchen.
Die Cologne Masterclass 2025 zeigt einmal mehr, wie vielfältig und innovativ das Kölner Startup-Ökosystem ist. Von Digital Health über Kommunikationslösungen bis zu Tech- und Softwareentwicklungen – die Bandbreite der nominierten Unternehmen ist groß. Am 29. Januar 2026 folgt mit dem Matching Day der Höhepunkt der Cologne Masterclass 2025. Hier ein Blick auf die ersten fünf der 15 Startups, die es in die Cologne Masterclass 2025 geschafft haben.
H2ALL – Planungstool für die Dekarbonisierung der Industrie
Das Kölner Startup H2ALL hat eine digitale Lösung entwickelt, die den gesamten Planungsprozess von Wasserstoffprojekten abbildet – von der ersten Projektbewertung und ortsspezifischen Simulation bis hin zur Erstellung von Genehmigungs- und Sicherheitsdokumentation. Damit treibt H2ALL die Dekarbonisierung der Industrie entscheidend voran. Ziel des Startups: Mit seiner Planungsplattform den Hochlauf der grünen Wasserstoffwirtschaft beschleunigen – und zum europäischen Standard-Tool für Wasserstoffprojekte werden.
Sizeless – Der mitwachsende Kinderschuh aus Köln
Das Kölner Startup Sizeless hat einen größenverstellbaren Kinderschuh entwickelt, der Kinder über mehrere Wachstumsphasen hinweg begleitet. Der Ansatz zielt auf weniger Ressourcenverbrauch durch längere Nutzungsdauer – und auf eine bessere Passform, die die Gesundheit von Kinderfüßen unterstützen soll. Entwickelt wurde er an der Deutschen Sporthochschule Köln – basierend auf umfangreicher orthopädischer und biomechanischer Expertise.
Leadrealizer – KI-gestützte Done-for-You-Lösung für B2B-Kaltakquise
Leadrealizer bietet Unternehmen eine Done-for-You-Lösung für B2B-Kaltakquise und Leadgenerierung – mit dem Ziel, die Neukundengewinnung schneller und effizienter zu machen. Das Kölner Startup übernimmt den gesamten Prozess: von der Zielgruppenrecherche über die personalisierte Ansprache potenzieller Kunden bis hin zur Terminvereinbarung. Dabei kommen KI-Technologien und gängige Vertriebs-Tools zum Einsatz.
Vivalyx – Innovation für effizientere Organ-Kühlung bei Transplantationen
Vivalyx ist im Bereich Medizintechnik tätig und entwickelt eine Lösung zur Optimierung der Organ-Kühlung bei Transplantationen. Durch den Einsatz eines patentierten, synthetischen Blutersatzes soll der Kühlungsprozess effizienter werden – mit dem Ziel, die Qualität transplantierbarer Organe während Transport und Lagerung besser zu erhalten.
Kumo – KI-Lösung zur Sicherung von implizitem Wissen
Kumo hat mit seinem Programm Brainbridge eine KI-gestützte Lösung entwickelt, um implizites Wissen in Unternehmen zu erfassen, zu strukturieren und zugänglich zu machen. Durch dynamische Sprachinterviews wird das Wissen der Mitarbeitenden systematisch dokumentiert – und bleibt dem Unternehmen so auch bei Personalwechseln dauerhaft erhalten.
Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness
In unserem Themenschwerpunkt Köln beleuchten wir das dynamische Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind die Bedingungen für Gründer:innen, welche Investitionen fließen in innovative Ideen und welche Startups setzen neue Impulse? Rund 800 Startups haben Köln bereits als ihren Standort gewählt – unterstützt von einer lebendigen Gründerszene, einer starken Investor:innen-Landschaft sowie zahlreichen Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents. Als zentrale Anlaufstelle für die Startup- und Innovationsszene stärkt die KölnBusiness Wirtschaftsförderung die Rahmenbedingungen für Gründer:innen, vernetzt sie mit Investor:innen und bietet gezielte Unterstützung. Diese Rubrik wird unterstützt von KölnBusiness. #Koelnbusiness auf LinkedIn, Facebook und Instagram.

Foto (oben): Shutterstock
Digital Business & Startups
5 Social Media-Trends für 2026: So erschaffen Startups Markenwelten
Für Startups bietet Social Media 2026 die Chance, noch mehr Nähe und Vertrauen zur Followerschaft aufzubauen. In einer Welt, in der Gen AI immer mehr Feeds mit hyperreal aussehenden, aber ziemlich beliebigen Inhalten füllt, wächst jedoch das Bedürfnis der Community nach Echtheit und greifbaren Geschichten.
Nutzer:innen wollen sehen, wie etwas entsteht, nicht nur das polierte Endergebnis – auch als Beweis, dass KI nicht in der Produktion der Inhalte genutzt wurde.
Die entscheidende Frage ist also nicht, ob KI Social Media verändert, sondern wie Marken und Startups darauf reagieren. Was erwarten Nutzer:innen von Inhalten im Jahr 2026? Welche Formate schaffen Nähe statt Distanz? Genau aus diesen Fragen lassen sich 5 zentrale Trends 2026 ableiten.
Einblicke hinter die Kulissen erzeugen Nähe
2026 will die Community sehen, wie Dinge entstehen. Behind-the-scenes wird kein Nice-to-have, sondern ein wichtiger Bestandteil der Geschichte. Startups, die sich trauen, unperfekte Shots, spontane Momente und echte Teamdynamiken zu zeigen, bauen Vertrauen auf. Beispielsweise gibt Koro Einblicke in Out-of-Stock-Probleme oder Sortimentsentscheidungen. Die Community bekommt so ein Gesamtbild des Unternehmens. Die Kommentarspalte wird dadurch nicht nur ein Ort der Reaktion, sondern des Dialogs mit den User:innen.
Auch ein Einblick in den Joballtag, vorzugsweise mit einem Augenzwinkern, kommt bei der Followerschaft an. Bei Naughty Nuts prankt ein Mitarbeiter beispielsweise die Chefs, um neue Talente anzusprechen. ClickUp geht sogar noch eine Stufe weiter: Auf einem eigenen Kanal persifliert das Unternehmen in Comedy-Clips die Arbeitsrealitäten. In diesen machen eigens entwickelte Charaktere ein vermeintlich langweiliges Produkt wie ein Projektmanagement-Tool, witzig und unterhaltsam.
Solche Formate funktionieren, weil sie Emotionen triggern und nachvollziehbar sind. Sie werden geteilt und kommentiert – und das liebt der Algorithmus.
Social Media wird noch mehr zu Entertainment Media
Social Media konkurriert heute direkt mit Netflix & Co., sodass Marken künftig wie Serienproduktionsfirmen handeln müssen. Bestes Beispiel ist das TikTok-Serienformat von Deutsche Bahn mit Comedian Anke Engelke. Aber auch Instagram-Serien wie die von Academy Bikes oder Brooklyn Coffee Shop zeigen, wie serielles Storytelling Reichweite erzeugt.
Der Grund für diese Entwicklung ist einfach: Auf Social wird Kultur geschaffen und je natürlicher sich Inhalte in die tägliche Unterhaltung einfügen, desto höher ihre Wirkung. Auf Plattformen wie TikTok, Instagram und YouTube steht daher nicht mehr der soziale Aspekt im Vordergrund. Nutzer:innen wollen nicht mehr selbst posten, sondern unterhalten werden. Sie scrollen durch endlose Feeds, die sich wie eine Mischung aus Netflix, Comedy-Channel, Serienbibliothek und Werbefreifläche anfühlen. Die Kommentarspalte gewinnt dabei an Bedeutung, weil die Nutzer:innen dort auf noch mehr witzige oder hilfreiche Inhalte hoffen. Hier entwickeln sich ganz eigene Trends wie der häufig genutzte Spruch „I must be on Instagram Premium“, um wertschätzend zu beschreiben, dass die Produktions- und Unterhaltungsqualität so hoch ist, dass sie eigentlich dafür zahlen müssten.
Marketing-Ökosysteme statt einzelne virale Hits
Ganzheitliche Marketing-Ökosysteme aufzubauen, in denen organischer Content, Kooperationen mit Influencer:innen, Paid-Media und Events ineinandergreifen, wird 2026 weiter an Bedeutung gewinnen. Statt isolierter Kampagnen setzen erfolgreiche Startups auf wiederkehrende Formate, die sich über verschiedene Touchpoints hinweg gegenseitig verstärken – und somit Markenwelten erschaffen. HelloFresh kombiniert dazu etwa Creator:innen-Content strategisch mit Paid-Distribution und skaliert gezielt organische Reichweite. Offline-Events oder Community-Aktionen liefern dabei zusätzlichen Content-Nachschub und vertiefen die Beziehung zur Zielgruppe. Influencer:innen fungieren nicht nur als Reichweiten-Hebel, sondern als glaubwürdige Verlängerung der Marke.
KI-Content ersetzt keine Kreativität
Je mehr KI-Content in Feeds auftaucht, desto größer wird das Misstrauen der Nutzer:innen. Der „AI-Slop“, erzeugt oft Kritik statt Engagement. Große Fashion-Marken wie Maison Valentino und Benetton erlebten genau dieses Phänomen: Ihre KI-generierten Kampagnen sorgten auf Instagram für Kommentare wie „cheap AI mess“ oder „Have you been hacked?“. Dieses negative Feedback zeigt, dass sichtbare KI allein keinen emotionalen Wert schafft. Ihr größter Hebel liegt daher im Hintergrund – von der Recherche, über Ideenfindung, Testing, Prozessautomatisierung und Reporting.
Die Modemarke H&M ist übrigens ein gutes Beispiel für eine transparente KI-Nutzung. Sie sagte offen, dass KI-Klonmodelle verwendet wurden und die echten Models weiterhin mitverdienen. Damit nahm sie der Kritik den Wind früh aus den Segeln.
Fokussierte Kanäle und eigene Nischen-Communities
Ein weiterer Trend, der sich 2026 weiter durchsetzen wird, ist die Monothematisierung von Kanälen. Plattformen wie TikTok und Instagram belohnen spezialisierte, wiedererkennbare Kanäle mehr als generische Allzweck-Accounts. Startups werden daher zunehmend mehrere vertikale Kanäle aufbauen, etwa unterteilt nach den Interessen ihrer Zielgruppen. Ein Fintech-Startup könnte zum Beispiel eigene Kanäle für Freelancer:innen, für größere Unternehmen oder für private Investor:innen aufmachen, um dem Algorithmus verstehen zu geben, für wen die jeweiligen Inhalte bestimmt sind.
Parallel dazu verlagert sich ein Teil der Gespräche weg vom öffentlichen Feed in kleinere, geschlossene Gruppen bei WhatsApp, Facebook oder in Reddit-Subs. So hat etwa Maniko Nails eine eigene Community als Facebook-Gruppe mit über 37.000 aktiven Mitgliedern, die täglich dutzende Male postet, diskutiert und Ideen teilen.
Für Startups und Marken wird es 2026 daher darauf ankommen, eigene Communities aufzubauen oder sich in bestehende Communities zu integrieren, also ihre Sprache und Codes sprechen und verstehen.
Social Media 2026: Mensch vor Technologie
Social Media 2026 wird nicht ohne KI auskommen. Jedoch gewinnen Startups und Marken mit KI allein keine Herzen. Die wirklichen Hebel liegen in Echtheit, Dialog und Kontext. Wer zeigt, wie Produkte entstehen, wer hinter den Ideen steht und wie der Arbeitsalltag wirklich aussieht, baut stärkere Communities auf als jene, die nur perfekt generierte KI-Assets streuen. Gründer:innen sollten KI daher als unsichtbaren Booster im Hintergrund nutzen, um die Bühne echten Menschen und Momenten zu überlassen.
Über den Autor
Mirco Gluch ist Gründer der Berliner Social-Media-Beratung Piggyback. Die Challenger-Agentur unterstützt wachstumsorientierte Unternehmen dabei, ihre Strategien, Prozesse und Performance im Social-Media-Bereich auf ein neues Level zu heben. Ziel ist es, Marken zu befähigen und als führende Brands zu etablieren. Neben Strategie-Programmen, Mentoring & Workshops wie den „AI für Social Media Online“-Kurs bietet Piggyback Interim-Teamverstärkung an. Zu bisherigen Kund:innen zählen neben Maniko Nails, Nike, Zalando, Wholey, Mercedes-Benz, CLARK, N26 und Trade Republic.
WELCOME TO STARTUPLAND

SAVE THE DATE: Bereits am 18. März findet unsere dritte STARTUPLAND statt. Es erwartet Euch wieder eine faszinierende Reise in die Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer:innen, lehrreichen Interviews und Pitches, die begeistern. Mehr über Startupland
Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.
Foto (oben): KI
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Apple: Die neuen AirTags sind besser – warum ich trotzdem die alten kaufen werde
- Apple präsentiert neue AirTags mit verbesserten Funktionen und unverändertem Preis.
- Die neuen AirTags bieten lautere Töne, größere Reichweite und die „Precision Finding“-Funktion mit Apple Watches.
- Ich bevorzuge die ältere Version, da ich bereits einen Tile-Tracker besitze und Geld sparen möchte.
Apple hat gerade neue und verbesserte AirTags angekündigt, mit lauteren Tönen, einer größeren Reichweite und einem besseren Chip. Außerdem könnt ihr zum ersten Mal die Funktion „Precision Finding” mit den aktuellen Apple Watches nutzen.
Es gibt wirklich nichts, was man daran nicht mögen könnte – ein gutes, nützliches Produkt wird noch besser. Und das Beste daran ist, dass der Preis – 29 US-Dollar (etwa 24 Euro) für ein Stück oder 99 US-Dollar (etwa 83 Euro) für ein Viererpack – gleich bleibt.
Aber ich werde sie nicht kaufen.
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Stattdessen werde ich mir die alte Version zulegen, die bei Amazon und einigen anderen Websites für 69,99 US-Dollar (etwa 56 Euro) im Viererpack angeboten wird.
Warum? Nun, der Hauptgrund – und wahrscheinlich auch der einzige Grund – ist, dass ich geizig bin (okay, vielleicht nicht „geizig“, was impliziert, dass ich kein Trinkgeld gebe, sondern eher sparsam).
Der AirTag ist ein fantastisches Produkt, und als er 2021 auf den Markt kam, war ich total begeistert. Allerdings hatte ich zu diesem Zeitpunkt bereits einen Tile-Tracker für meine Hausschlüssel, der weitgehend die gleiche Funktion hat. Eigentlich habe ich den Tile-Tracker aus einem bestimmten Grund bevorzugt: Man kann den Tile-Tracker drücken, um sein Telefon anzupingen, aber mit den AirTags kann man sein Telefon nicht zum Klingeln bringen.
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Wenn Apple eine neue und verbesserte Version eines bestehenden Produkts ankündigt, bin ich normalerweise begeistert von den neuen Funktionen und glaube, dass es am besten ist, die neueste Version zu kaufen.
Als jemand, der ständig vergisst, wo sein Telefon ist – in meiner Handtasche? Auf der Arbeitsplatte? Im Waschbecken? In der Manteltasche? – fand ich es toll, dass ich meine Schlüssel (die immer am selben Ort bleiben) verwenden konnte, um mein Telefon zu finden. Aber jetzt benutze ich dafür meine Apple Watch.
Das Fantastische an AirTags ist, dass man sie mit dem Smartphone aus nächster Nähe orten kann. Dabei wird angezeigt, wie weit sie entfernt sind und in welche Richtung man sich bewegen muss, ähnlich wie bei einer Wünschelrute, mit der man verlorene Schlüssel in einem Sofakissen suchen kann.
AirTags helfen mir, meine verlorenen Fernbedienungen zu finden
Vor Jahren habe ich ein Viererpack AirTags gekauft, eines davon meinem Mann für seine Schlüssel gegeben, eines an meinen eigenen Schlüsseln befestigt und eines in den Schulrucksack meines Sohnes gesteckt, für den Fall, dass er ihn im Bus vergisst. Der letzte war mein Favorit: Ich befestigte ihn in dem AirTag-großen Fach einer leuchtend orangefarbenen Silikonhülle für die Apple-TV-Fernbedienung. (Wenn Sie ein Apple TV haben, empfehle ich Ihnen wirklich, eine bunte Gummihülle für sieben US-Dollar (etwa 5,50 Euro) dafür zu kaufen, damit es nicht so rutschig in der Hand ist.) Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie viel Zeit ich damit verbracht habe, diese verdammte Fernbedienung zu suchen – und endlich habe ich eine Lösung gefunden.
Eine Zeit lang war das Leben schön. Aber nach etwa einem Jahr waren die Batterien leer. Es ist einfach, die Batterie zu ersetzen, aber man muss auch daran denken, neue Batterien in der richtigen Größe zu kaufen. Und wenn Sie zu den Menschen gehören, die einen Air Tag an ihrer TV-Fernbedienung brauchen, gehören Sie vielleicht auch zu den Menschen, die immer wieder vergessen, die Batterien in ihren Air Tags zu ersetzen.
Schließlich gingen die AirTags verloren. Der an meinem Schlüsselbund fiel ab. Mein Sohn verlor seinen. Der an der Fernbedienung ist seit Jahren verschwunden. Irgendwie schlüpften diese Geräte, die eigentlich nur dazu da sind, gefunden zu werden, immer wieder davon und waren nicht mehr auffindbar.
Das ist nicht Apples Schuld, sondern meine eigene – ein Benutzerfehler. Ich hatte vor, neue zu kaufen, bin aber einfach noch nicht dazu gekommen. (Denkt daran, ich bin „die Art von Mensch, die vergisst, Batterien für den AirTag an ihrer Fernbedienung zu kaufen.“)
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Ich bleibe vorerst bei der alten AirTag-Version
Aber AirTags sind eine besondere Kategorie. Sie bereiten keine Freude und machen keinen Spaß; tatsächlich benutzt man sie an den meisten Tagen oder Wochen überhaupt nicht. Der Trick ist, dass sie in dem einen Moment da sind, der einem wirklich aus der Patsche hilft – wenn man aus der Tür rennt und seine Autoschlüssel nirgends finden kann oder die Fluggesellschaft das Gepäck verloren hat.
Meiner Meinung nach ist dies ein Gadget, bei dem der beste Preis wichtiger ist als die neuesten Updates. „Es erfüllt seinen Zweck“ ist alles, was man von ihm erwartet.
Und für die wenigen Momente, in denen ein AirTag euch wirklich hilft, denke ich, dass die alten Modelle genauso gut funktionieren. Und wenn ich dabei 30 US-Dollar (etwa 25 Euro) spare? Na ja, das ist es mir wert.
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