Künstliche Intelligenz
Für neue AR-Brille: Snap gründet Tochterunternehmen
Snap hat die Ausgründung eines Tochterunternehmens namens Specs Inc. angekündigt, das sich auf die Entwicklung und Vermarktung von AR-Brillen spezialisieren soll.
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Der Betreiber der Messaging-App Snapchat entwickelt seit mehr als zehn Jahren Smart Glasses und AR-Hardware. Die aktuelle fünfte Generation der Spectacles ist eine vollwertige AR-Brille, die Snap für eine monatliche Gebühr an Entwickler vermietet. Für 2026 ist ein Verbraucherprodukt mit Namen „Specs“ angekündigt, das wesentlich schmaler, leichter und leistungsfähiger werden und den Schwerpunkt auf KI-Assistenz legen soll.
Offen für Beteiligungen
Snap zeigt sich dabei offen für Beteiligungen. Die Gründung von Specs Inc. ermögliche neue Partnerschaften sowie finanzielle Flexibilität, einschließlich potenzieller Minderheitsbeteiligungen, heißt es in der Ankündigung.
Die Entwicklung von AR-Technologie ist extrem kostspielig. Bei der Ankündigung der kommenden AR-Brille im vergangenen Sommer sagte CEO Evan Spiegel, dass bislang drei Milliarden US-Dollar in die Entwicklung der Technik geflossen sei.
Meta, das mit der AR-Brille Orion ebenfalls schon einen Produktprototyp vorgestellt hat, dürfte im gleichen Zeitraum locker ein Zehnfaches investiert haben. Es ist daher nur folgerichtig, dass das wesentlich kleinere Snap mit der Ausgründung von Specs Inc. nach externen Investoren sucht.
Die nächste Evolution der Spectacles
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Das aktuelle Modell Spectacles 5 läuft auf Basis von Snap OS. Das Betriebssystem hat im vergangenen Herbst ein großes Update erhalten, das den Weg für die Markteinführung der Specs ebnet.
Technisch setzt die Brille auf eine Kombination aus Waveguides und LCoS-Mikroprojektoren. Diese ermöglichen 3D-Grafiken und ein diagonales Sichtfeld von 46 Grad. Ein besonderes Merkmal ist die adaptive Tönung der Gläser, die sich automatisch an die Umgebungshelligkeit anpasst, um digitale Elemente sowohl in Innenräumen als auch im Freien kontrastreich darzustellen. Trotz der fortschrittlichen Technik ist das aktuelle Modell mit 226 Gramm noch vergleichsweise schwer und auf eine kontinuierliche Laufzeit von etwa 45 Minuten begrenzt. Die Steuerung der AR-Brille erfolgt über Handtracking und Sprachbefehle.
Die in diesem Jahr erscheinende Specs wird laut Evan Spiegel wesentlich kompakter ausfallen als die wuchtige Spectacles 5 und dennoch ohne Zuspieler, Kabel oder Taschencomputer auskommen.
Ob dieses Versprechen eingelöst wird, bleibt abzuwarten, da selbst Metas „Orion“-Prototyp für den Betrieb noch eines externen Taschencomputers bedarf. Gelänge es Snap, wäre es das erste Unternehmen, das eine vollwertige AR-Brille im herkömmlichen Brillenformfaktor auf den Markt bringt.
Wann und wo das Wearable in diesem Jahr erscheint und wie viel es kosten wird, ist derzeit noch nicht bekannt.
(tobe)
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c’t-Story: Fehleinschätzung | heise online
Ungläubig staunend standen sie vor der kolossalen, vollkommen schwarzen Kugel und schauten an ihr empor. Sie mochte einen Durchmesser von gut fünfundvierzig Metern haben. Ihre Oberfläche wies nicht die kleinste Beschädigung oder Verschmutzung auf, obwohl sie sich vermutlich schon seit sehr langer Zeit hier befand. Möglicherweise seit Äonen. Ihr unteres Viertel lag im Boden begraben, und so stand sie fest und unbeweglich wie ein Ei im Eierbecher.
„Wow“, fand Floyd als erster seine Sprache wieder. „Einfach nur wow!“

Was ist das: Es dreht sich um Technik, ist mal spannend, mal bestürzend, mal amüsant und hat nur sehr selten ein Happy End? Richtig: die c’t-Story. Seit gut 37 Jahren hat sie ihren festen Platz im Magazin – und seit einiger Zeit auch auf heise+. Mal kommt sie aus der Feder preisgekrönter Belletristik-Profis, mal sind die Verfasser hochkarätige Wissenschaftler – oder eigenwillige junge Science-Fiction-Debütanten. Viele unserer c’t-Story-Autoren haben in den vergangenen Jahren für ihre Werke renommierte Preise wie den Kurd-Laßwitz-Preis (KLP) oder den Deutschen Science-Fiction-Preis (DSFP) errungen.
„Das ist …“, begann als nächstes Gruschenkowa, und Corsh beendete den Satz: „… einfach unglaublich!“
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „c’t-Story: Fehleinschätzung“.
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Klagen von Passagieren wegen Flugverspätungen fordern Justiz heraus
Klagen von Passagieren wegen verspäteter oder stornierter Flüge stellen die Justiz zunehmend vor Herausforderungen. Bei den 19 Gerichten an Standorten mit größeren Flughäfen in Deutschland gab es im vergangenen Jahr nach Angaben des Deutschen Richterbundes mehr als 121.000 Entschädigungsfälle von Reisenden. Das waren 44 Prozent (rund 37.000 Klagen) mehr als fünf Jahre zuvor, wie es hieß.
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Die Verfahren von Fluggästen machen nach den Angaben an vielen Gerichten inzwischen deutlich mehr als die Hälfte aller Zivilfälle (etwa 60 Prozent) aus. Bei dem für den Hauptstadtflughafen BER zuständigen Amtsgericht Königs Wusterhausen liegt deren Anteil sogar bei 93 Prozent. Die steigenden Zahlen stellten das Gericht „dauerhaft vor erhebliche Herausforderungen“, teilte ein Sprecher mit.
Deutliche Zunahme in Brandenburg und Frankfurt
19.239 Entschädigungsklagen von Reisenden landeten laut Richterbund 2025 bei dem Gericht in Brandenburg – rund 24 Prozent mehr als im Vorjahr. Im bundesweiten Vergleich landete das Gericht damit auf Platz drei. An der Spitze lag das Amtsgericht Köln 2025 mit 22.491 Fällen (2024: knapp 41.300 Klagen), gefolgt vom Amtsgericht Frankfurt mit 19.374 Klagen (2024: rund 16.000 Fälle).
Trotz Rückgangs Köln an der Spitze
Während es in der hessischen Metropole im Vergleich zum Vorjahr etwa 21 Prozent mehr Fälle gab, ging die Anzahl in Köln fast um die Hälfte zurück. Der deutliche Rückgang dürfte aus Sicht des Richterbundes darauf zurückzuführen sein, dass die Lufthansa verstärkt außergerichtliche Einigungen anstrebt. Zudem hat die Airline für das Geschäftsjahr 2025 von einem wesentlich pünktlicheren Betrieb berichtet, bei dem in der Folge weniger Entschädigungsfälle entstanden seien. Europas größter Luftverkehrskonzern hat in der Domstadt mit dem Flughafen Köln-Bonn seinen juristischen Firmensitz.
Vor allem der starke Rückgang beim Amtsgericht Köln hat nach Einschätzung des Richterbundes dazu geführt, dass es im Jahr 2025 bundesweit fast 10.000 weniger Klagen von Passagieren gab (2024: etwa 131.000 Fälle).
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Fluggäste haben nach Justizangaben die Wahl, ob sie am Sitz der Gesellschaft oder am Abflugort vor Gericht ziehen. Zunehmend nutzen Menschen Portale, um ihre Ansprüche schnell und einfach durchsetzen zu können.
Nicht genug KI-Unterstützung
Die Justiz ist aus Sicht des Richterbundes dafür nicht ausreichend gewappnet. „KI-gestützte Richterassistenzsysteme, die eine schnellere Bearbeitung dieser gleichförmigen Massenfälle ermöglichen, befinden sich weiterhin in der Testphase“, sagte Bundesgeschäftsführer Sven Rebehn der Deutschen Presse-Agentur. Es fehle eine fertige Standardsoftware, die Fälle in Sekundenschnelle erfasse, mit Urteilen vergleiche, Ansprüche herausfiltere und Entscheidungsvorschläge mache. „Diese KI-Assistenz würde Verfahren vereinfachen und die Gerichte spürbar entlasten“, so Rebehn.
(nen)
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Mehr als jeder siebte Stadtbus in Deutschland fährt emissionsfrei
Mehr als jeder siebte Stadtbus im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) in Deutschland war im vergangenen Jahr emissionsfrei unterwegs. Damit stieg die Zahl der Busse mit alternativen Antrieben hierzulande um knapp 1.400 auf rund 4.750, wie das Beratungsunternehmen PWC ermittelt hat. Nahezu jeder zweite neue Bus im ÖPNV hatte im Jahr 2025 demnach einen solchen Antrieb. Ein Grund für den Zuwachs sei die im Vorjahr wieder aufgenommene Bundesförderung.
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85 Prozent dieser Busse verfügen laut PWC über einen batterieelektrischen Antrieb. Hinzu kommen einige Hundert Brennstoffzellen- und 90 Oberleitungsbusse.
Die meisten Elektrobusse sind der Untersuchung zufolge im Großraum Hamburg unterwegs. Die Hochbahn sowie die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) betreiben zusammen mehr als 700 solcher Fahrzeuge, wie PWC weiter mitteilte. Auf Platz zwei folgt Berlin mit 277 Elektrobussen.
Zuwachs wird sich fortsetzen
Die PWC-Fachleute gehen davon aus, dass sich der Zuwachs in den kommenden Jahren fortsetzen wird. Bis 2030 könnten demnach 11.000 E-Busse bundesweit unterwegs sein, was knapp einem Drittel der heutigen Gesamtflottengröße entspräche.
Um dieses Ziel zu erreichen, blieben die Unternehmen auf öffentliche Förderungen angewiesen, hieß es. Ein zwölf Meter langer Solo-Batteriebus (Anm. d. Redaktion: Batteriebus mit einteiligem Chassis) kostete der Untersuchung zufolge im vergangenen Jahr mit 580.000 Euro noch fast doppelt so viel wie ein vergleichbarer Dieselbus für 310.000 Euro. Hinzu kämen notwendige Investitionen in die Ladeinfrastruktur und den Umbau von Betriebshöfen.
Die Bundesregierung hatte Ende Februar Förderbescheide in Höhe von insgesamt mehr als 400 Millionen Euro übergeben. Gefördert werde die Beschaffung von knapp 1.900 neuen Elektrobussen, teilte das Bundesverkehrsministerium mit. Für das laufende Jahr ist demnach erneut eine Gesamtförderung von rund 500 Millionen Euro geplant.
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Nachlassen können Hersteller und Verkehrsunternehmen beim Hochlauf der Elektroflotten nicht. Seit diesem Jahr gelten neue EU-Vorgaben im Rahmen der sogenannten Clean Vehicle Directive (CVD). Ein knappes Drittel neu zu beschaffender Stadtbusse müssen demnach künftig emissionsfrei sein.
(nen)
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