Künstliche Intelligenz
VR hat laut Meta mehr Nutzer denn je – aber das Problem liegt woanders
Meta hat auf der Entwicklerkonferenz GDC einen Einblick in den aktuellen Stand des Quest-Ökosystems gegeben, dem bei weitem größten VR-Marktplatz.
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Entgegen aller Untergangsszenarien betonte der Spielechef Chris Pruett bei einem Vortrag, dass Virtual Reality weiterhin wachse: 2025 habe das Quest-Ökosystem die bislang höchste Zahl an individuellen Nutzern erreicht. „Die Gerüchte über den Tod von VR sind stark übertrieben“, schrieb Pruett in einem Blogbeitrag, der auf seinen GDC-Vortrag vom Mittwoch folgte.
Das Nutzerwachstum allein ist jedoch noch kein Grund zum Jubeln. Dass ein Ökosystem mit der Zeit wächst, statt schrumpft, ist das Mindeste, was man erwarten darf. Und zur tatsächlichen Zahl aktiver VR-Nutzer schweigt Meta auch nach mehr als zehn Jahren. Ein Umstand, der Bände spricht.
Unklar bleibt auch, wie häufig und intensiv Menschen ihre Quest-Headsets heutzutage nutzen. Erst solche Metriken zeigen, wie vital ein Ökosystem wirklich ist.
Bei den Software-Erlösen hat sich im vergangenen Jahr nicht viel getan: Nachdem der Umsatz in 2024 noch um 12 Prozent gestiegen war, hat er 2025 nur leicht zugelegt, sagt Pruett. Dass die langjährige Meta-Führungskraft keine Zahl nennt und stattdessen auf das ohnehin langsame Wachstum der Spieleindustrie verweist, lässt nichts Gutes vermuten.
Ein Ökosystem im Umbruch
Schon im vergangenen Jahr räumte Meta ein, dass es um das Ökosystem nicht zum Besten bestellt ist: Die Enthusiasten, die Meta Quest 2 einst zum Erfolg verholfen haben, beteiligen sich heute deutlich weniger am Ökosystem und geben nicht mehr so viel Geld aus wie noch vor einigen Jahren. An ihre Stelle sind Teenager getreten, die inzwischen die aktivste Nutzergruppe darstellen, jedoch längst nicht so kaufkräftig sind und sich eher für meme-getriebene Free-to-Play-Spiele als für aufwendig produzierte VR-Titel vom Schlage eines „Batman Arkham Shadow“ oder „Marvel’s Deadpool VR“ (beides Meta-Produktionen) interessieren.
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„Großbudgetierte AAA-Spiele mit Hollywood-artiger Inszenierung sind für den heutigen Markt schlicht zu teuer“, räumt Pruett ein und sagt zugleich, dass Premium-Apps und nicht Mikrotransaktion der größte Umsatztreiber sind.
Das hinter den Erwartungen zurückbleibende Wachstum des Ökosystems veranlasste Meta Anfang des Jahres zu einer radikalen Schrumpfkur: Rund 1.500 Mitarbeiter der VR-Abteilung wurden entlassen, zudem schloss das Unternehmen fast alle First-Party-Spielestudios.
Die Sparmaßnahmen gingen mit einem strategischen Kurswechsel einher: Meta Quest soll sich künftig wieder stärker auf klassische VR-Erlebnisse konzentrieren, statt auf das von vielen Nutzern ungeliebte Metaverse. Zu diesem Zweck soll weiter Geld in VR-Spiele fließen, allerdings in die von Drittentwicklern statt in Eigenproduktionen. Im vergangenen Jahr half Meta bei der Veröffentlichung von rund 140 Spielen, und 2026 sollen es noch mehr werden, sagte Pruett auf der GDC.
Ob Meta mit dieser Rückkehr zu alten Werten frühere Nutzer zurückgewinnen und zum Geldausgeben bewegen kann, ist fraglich. Zumal das Unternehmen eigene Spieleproduktionen eingestampft hat und VR-Hardware künftig teurer anbieten will.
Meta wettet auf Zielgruppen, die es noch gibt
Statt auf die nur langsam wachsende Gruppe der Enthusiasten zu bauen, setzt Meta auf weitere Investitionen – und das Prinzip Hoffnung.
Das Unternehmen vermutet, dass sich die zahlreichen Teenager, die mit VR aufwachsen und diese als natürlichen Teil ihrer Unterhaltungswelt betrachten, zu zahlungskräftigen Kernnutzern von morgen entwickeln könnten. „Meine Vermutung – und es ist nur eine Vermutung – lautet, dass Anspruch, Feinschliff und Qualität für ein junges Publikum wichtiger werden, je älter es wird“, schreibt Pruett im Hinblick auf die Gruppe der ersten „VR-Natives“.

Tomislav Bezmalinović ist fasziniert von Computerbrillen aller Art. Seit 2025 schreibt er für heise online über die neuesten Trends im Bereich Smart Glasses, VR-Headsets und AR-Brillen.
Eine weitere hypothetische Zielgruppe, auf die Meta wettet, sind medienaffine Erwachsene. Das Unternehmen erwartet, dass diese Kohorte in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnt. Sie sollen VR-Brillen zunächst als Fernseherersatz kaufen, um Filme und Serien zu schauen, dabei aber auch VR-Spiele entdecken, die auf Handtracking statt auf Controller setzen.
Metas nächste beiden VR-Brillen dürften genau auf diese beiden Zielgruppen zugeschnitten sein: eine ultraleichte VR-Brille für Medienkonsumenten, die ohne Controller auf den Markt kommen könnte und laut jüngsten Berichten 2027 erscheinen soll, sowie eine darauffolgende Meta Quest 4 für erwachsene VR-Enthusiasten und erwachsen gewordene VR-Natives. Offiziell bestätigt ist nur, dass Meta an zwei neuen VR-Brillen arbeitet.
In der VR-Branche bleibt alles beim Alten
Herangereifte VR-Natives und medienaffine Erwachsene als künftige Wachstumstreiber des Quest-Ökosystems: Beide Gruppen existieren bislang vor allem in den Köpfen der Unternehmensführung. Ob sie tatsächlich eine Rolle spielen werden und Meta Quest wieder zum Erfolg verhelfen können, muss sich in den kommenden Jahren zeigen.
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Vorerst bleibt alles beim Alten: Meta investiert weiter kräftig in Hardware und Inhalte und versucht, neue Nutzergruppen zu erschließen. Meta bleibt damit der bei weitem größte Investor in Virtual Reality, ohne den die VR-Branche kaum vorstellbar wäre.
Metas größte Konkurrenten zögern derweil: Die Zukunft der Apple Vision Pro ist derzeit ungewiss, Samsung Galaxy XR hat seit seinem Erscheinen kaum Software-Updates erhalten und ist weiterhin auf die USA und Südkorea beschränkt, und von Sony hört man keinen Mucks in Richtung einer Playstation VR 3. Immerhin wollen ByteDance und Valve noch in diesem Jahr mit Project Swan und Steam Frame zwei neue VR-Brillen auf den Markt bringen.
(tobe)
Künstliche Intelligenz
heise security Tour: KI, Identitäten und Lieferkette versus Security
Auf der heise security Tour analysieren Experten die Herausforderungen der IT-Sicherheit und geben praxisrelevante Hilfe bei deren Bewältigung. Dieses Jahr geht es da um KI „mit|gegen|für“ Security, wie man mit der Bedrohung durch Lieferketten sinnvoll umgeht, besseres Monitoring im eigenen Netz und intelligentes Identitäts-Management. Dazu gibt es auch wieder das Lagebild zur IT-Sicherheit von Jürgen Schmidt, dem Leiter von heise security, und einen Vortrag zur Praxis von IT-Recht & Compliance. Wer bis zum 22. April bucht, bekommt das Ticket für den Online-Termin am 3. Juni noch zum vergünstigten Frühbucherpreis.
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Auf den Hund gekommen, aber immer noch 100 % unabhängig
Die Tour 2026 macht Station in Köln am 20. Mai, in Hamburg am 28. Mai und in Stuttgart am 11. Juni; am 3. Juni gibt es das digitale Event und am 24. September einen digitalen Nachzügler-Termin. In Köln und Stuttgart wird übrigens eine Live-Demo mit einem speziell trainierten Datenspürhund das Programm auflockern.
Die heise security Tour richtet sich an technisch und organisatorisch Verantwortliche für IT-Sicherheit und Datenschutz in Unternehmen, Behörden und Organisationen aller Größen. Wie immer bei heise-security-Veranstaltungen gibt es keine Werbevorträge, alle Themen und Referenten wurden von der Redaktion ausgesucht. Die Teilnahme kostet 645 Euro, digital 595 Euro. Aktuell gibt es nur noch Tickets für Stuttgart und die Digitaltermine zum reduzierten Frühbucherpreis (595/545 Euro). Weitere Informationen zu den einzelnen Vorträgen und natürlich die Möglichkeit, Ihr Ticket zu buchen, finden Sie auf:
Bei heise security PRO ist das Ticket zur Tour übrigens schon dabei. Ferner kann man als PRO-Mitglied an allen heise security Webinaren kostenlos teilnehmen. Schon damit rechnet sich die Mitgliedschaft eigentlich – doch die bietet noch viel mehr. Mehr Informationen zu heise security PRO gibt es hier:

… und außerdem ist sie g…ut
(ju)
Künstliche Intelligenz
Security-Mythen: Worum sich ITler wirklich kümmern müssen – und worum nicht
IT und Technik sind alltäglich – und dennoch für viele Menschen ein Buch mit sieben Siegeln. Flugs vermischen sich anekdotische persönliche Erfahrungen, Erzählungen anderer, veraltete Tipps aus dem Internet und halluzinierte Ratschlägen von ChatGPT & Co. zu schillernden modernen Technik-Mythen.
c’t untersucht gängige Behauptungen aus fünf Themenbereichen: KI-Systeme, Energie, Forschung, Hardware und Security. Der vorliegende Artikel taucht ein in die Welt der Security.
Unter anderem klären wir im Folgenden endlich die Frage, ob Passwörter regelmäßig gewechselt gehören. Außerdem prüfen wir Mythen zu Open-Source-Software, VPN und Verschlüsselung. Haben wir einen wichtigen Mythos vergessen? Schreiben Sie uns gern per Mail.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Security-Mythen: Worum sich ITler wirklich kümmern müssen – und worum nicht“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.
Künstliche Intelligenz
iX-Workshop: Windows Server absichern und härten
Windows-Server sind essenziell für die IT vieler Unternehmen und zunehmend Ziel von Cyberangriffen. Eine professionelle Härtung ist daher unerlässlich – auch, um regulatorische Vorgaben und Sicherheitsstandards für Betriebssysteme und Identitätssysteme wie Active Directory oder Entra ID zu erfüllen.
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Im Praxisworkshop Windows Server absichern und härten lernen Sie, wie Sie Ihre Windows Server-Systeme effizient und nachhaltig härten können. Sie erhalten einen umfassenden und praxisnahen Einblick in die Konzepte der Systemhärtung und lernen, wie Sie Windows Server von Grund auf und prozessorientiert absichern, welche Unterschiede zwischen manueller und zentraler Konfiguration bestehen und warum die Härtung über Gruppenrichtlinien/GPOs oft ineffizient ist. Darüber hinaus erfahren Sie, welche Anforderungen sich aus regulatorischen Vorgaben ergeben und wie Sie Schutzmaßnahmen in Ihre Infrastruktur integrieren können.
Interaktive und praxisnahe Übungen
Der Workshop ist stark praxisorientiert und kombiniert theoretische Einheiten mit vertiefenden Übungen, wie z.B. die Anwendung des Open Source Tools AuditTAP und die Erstellung einer Hardening GPO auf Basis von CIS. Darüber hinaus arbeiten Sie an konkreten Fallbeispielen und diskutieren typische Fallstricke in Hardening-Projekten. So sammeln Sie praktische Erfahrungen und können das Gelernte direkt in Ihrer eigenen Arbeit anwenden.
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Juni 10.06. – 11.06.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 13. Mai 2026 |
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August 17.08. – 18.08.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 20. Jul. 2026 |
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Oktober 06.10. – 07.10.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 08. Sep. 2026 |
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Dezember 07.12. – 08.12.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 09. Nov. 2026 |
Dieser Workshop richtet sich an Systemadministratoren, CISOs und IT-Sicherheitsexperten, die ihre Kenntnisse im Bereich Absicherung und Hardening von Windows Server Systemen erweitern möchten.
Der Workshop wird von Matthias Laux, Analyst im Bereich Secure Configuration bei der FB Pro GmbH, und Nils Berg, IT Security Consultant bei der TEAL Technology Consulting GmbH, geleitet. Beide Trainer sind auf präventive IT-Sicherheit, insbesondere Systemhärtung, spezialisiert, betreuen Kunden in den Bereichen Active Directory, PKI und Cloud und unterstützen sie dabei, ihr Sicherheitsniveau zu verbessern und Angriffe frühzeitig zu erkennen.

(ilk)
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