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Künstliche Intelligenz

Google bringt Gemini 3.1 Pro heraus


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Gemini 3.1 Pro ist Googles neues Standardmodell. Die neue Version zieht sowohl in die Gemini-App und NotebookLM als auch in die Entwickler- und Unternehmenstools. Dabei soll das Modell vor allem komplexere Aufgaben besser als der Vorgänger erfüllen können.

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Den größten Unterschied zum Vorgänger sieht Google also im Reasoning. 3.1 Pro sei ein klügeres und leistungsfähigeres Modell, um komplexe Probleme zu bearbeiten. Diese Erkenntnis basiert auf dem Benchmark ARC-AGI-2, bei dem logische Muster erkannt werden müssen. Dabei liefert das neue Modell 77,1 Prozent richtiger Lösungen während Gemini 3 Pro nur auf etwa die Hälfte kam (31,1 Prozent).

Google zeigt im Blogbeitrag eine Reihe Code-basierter Visualisierungen und Animationen, die Gemini 3.1 Pro deutlich hübscher und umfangreicher darstellen kann. Da funkeln neben einem Mond auch die Sterne und man sieht Krater auf der Oberfläche. Ein sich bewegender Vogelschwarm kann per Prompt erstellt und dann sogar mittels Handtracking bewegt werden.


Der Mond als Toggle von Gemini 3 Pro und Gemini 3.1 Pro

Der Mond als Toggle von Gemini 3 Pro und Gemini 3.1 Pro

Der Mond als Toggle von Gemini 3 Pro und Gemini 3.1 Pro dargestellt.

(Bild: Google Blogbeitrag)

Hervorzuheben ist auch die agentische Suche (BrowseComp) bei der Gemini 3.1 Pro 85,9 Prozent erreicht – im Vergleich zu 59,2 Prozent des Vorgängers. Wie immer sind die Ergebnisse nicht zwingend auf die eigenen Erfahrungen und die Praxis umzumünzen. Neue Modelle werden unter anderem auf die Tests trainiert, sodass sie hier besonders gut abschneiden. Dennoch hatte sich Gemini 3 auch als ein besonders beliebtes Modell gezeigt, das sogar OpenAI unter Druck gesetzt haben soll.

OpenAI hatte zuletzt vor allem Modelle für Entwickler herausgebracht – Codex 5.3 samt einer neuen Plattform. Auch Anthropic hatte zuvor Claude Opus 4.6 verfügbar gemacht, das mit verbesserten Coding-Fähigkeiten daherkommt. Zuletzt ist auch das mittlere Modell der Claude-Familie, Sonnet, auf eine neue Version (4.6) gehoben worden.

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(emw)



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Elon Musks X geht gegen Millionenstrafe der EU wegen DSA-Verstößen vor


Im Dezember hat die Europäische Union (EU) die erste Strafe aufgrund von Verstößen gegen den Digital Services Act (DSA) verhängt. Der davon betroffene Kurznachrichtendienst X (vormals Twitter) geht jetzt offiziell dagegen vor und begründet dies unter anderem mit einer nicht ausreichenden Untersuchung seitens der EU, einer Fehlinterpretation des DSA und einer voreingenommenen Staatsanwaltschaft. Zudem betont X, dass der Einspruch ein Musterbeispiel für ähnliche Fälle und Strafen schaffen soll.

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Die EU-Kommission hatte Anfang Dezember wegen Verstößen gegen den DSA eine Millionenstrafe gegen X ausgesprochen. Elon Musks Kurznachrichtendienst soll 120 Millionen Euro Strafe zahlen, denn nach Überzeugung der Kommission verstößt X gegen drei Vorschriften des DSA. Der Dienst soll mit dem blauen Haken, der auf der Vorgängerplattform Twitter verifizierte Konten gekennzeichnet hatte, die Nutzer täuschen und gegen Transparenzvorschriften für Werbung verstoßen. Ferner komme X seiner Pflicht nicht nach, Forschern Zugang zu Plattformdaten zu gewähren.

Sowohl Elon Musk als auch US-Politiker reagierten zunächst harsch auf die Millionenstrafe gegen X. Musk forderte die Abschaffung der EU, der US-Außenminister sprach gar von einem „Angriff auf die amerikanischen Menschen“. Sein Parteikollege, Senator Ted Cruz, hat deshalb sogar Sanktionen gegen die EU gefordert, „bis diese Farce rückgängig gemacht wurde“. Nachdem Musk spontan nur mit einem „Bullshit“ reagiert hatte, forderte der vermögendste Mann der Welt Stunden später, dass die EU abgeschafft und „Souveränität zu den einzelnen Staaten zurückübertragen“ werden soll.

Jetzt schlägt die Online-Plattform auch den offiziellen Weg gegen die Millionenstrafe der EU ein, wie das „Globale Team für Regierungsangelegenheiten“ des Dienstes auf X selbst erklärt. „Dieser EU-Beschluss ist das Ergebnis einer unvollständigen und oberflächlichen Untersuchung, schwerwiegender Verfahrensfehler, einer verqueren Auslegung der Verpflichtungen aus dem DSA und systematischer Verstöße gegen das Recht auf Verteidigung und grundlegende Anforderungen an ein faires Verfahren, was auf Voreingenommenheit der Staatsanwaltschaft hindeutet“, schreibt das X-Team.

Gleichzeitig verweist der Dienst auf die Bedeutung dieses Einspruchs. Schließlich ist es nicht nur die erste EU-Strafe wegen DSA-Verstößen, sondern nun auch der erste Einspruch in einer solchen Angelegenheit. „Dieser wegweisende Fall ist die erste gerichtliche Anfechtung einer Geldbuße nach dem DSA und könnte wichtige Präzedenzfälle für die Durchsetzung, die Berechnung der Strafe und den Schutz der Grundrechte im Rahmen der Verordnung von 2022 schaffen“, heißt es weiter.

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Allerdings ist es nicht nur ein einziger Einspruch gegen diese Millionenstrafe. Beim Europäischen Gerichtshof wurden am 16. Februar 2026 gleich drei Rechtssachen gegen die EU-Kommission eingereicht, die auf dieselbe Sache hindeuten. Auf der Website der EU werden Fälle von der „X Internet Unlimited Company and X Holdings“ (T-113/26), von der „X.AI Holdings“ (T-120/26) und von Musk selbst (T-121/26) aufgeführt. Die Millionenstrafe der EU-Kommission richtet sich laut Politico an alle diese Organisationen respektive Personen.


(fds)



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Europas Smartphonemarkt: iPhone dominiert – Speicherkrise trübt 2026


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Ein Drittel aller im vierten Quartal 2025 abgesetzten Smartphones waren iPhones. Der südkoreanische Mitbewerber Samsung konnte in Europa allerdings auch weiter zulegen. Das größte Wachstum erzielte Honor.

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Laut den Zahlen von Counterpoint Research endete das europäische Smartphone-Jahr 2025 mit einem Hoch: Im vierten Quartal 2025 stiegen die Smartphone-Auslieferungen um 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Vor allem Apple profitierte von der robusten Nachfrage nach der iPhone-17-Serie, die Ende des dritten Quartals eingeführt wurde, sowie dem starken Wachstum in Osteuropa. So konnte Apple im vierten Quartal um sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal zulegen und erzielte einen Marktanteil von 33 Prozent (31 Prozent in Q4 2024). Samsung wuchs laut Counterpoint im vierten Quartal 2025 um vier Prozent und erzielte einen Anteil von 29 Prozent (28 Prozent in Q4 2024).



Apple dominierte das 4. Quartal wegen der iPhone-17-Serie.

(Bild: Counterpoint Research)

Zudem konnte der chinesische Hersteller Honor „seine Dynamik der letzten 18 bis 24 Monate“ fortsetzen und wuchs um 18 Prozent. Mit einem Marktanteil von vier Prozent kommt der Hersteller aber noch lange nicht an den drittplatzierten Hersteller Xiaomi heran, der im vierten Quartal einen Marktanteil von 16 Prozent verzeichnete. Im Vergleich zum Vorjahresquartal muss Xiaomi einen Verlust von sechs Prozent hinnehmen. Counterpoint spekuliert, dass ein Grund dafür die 15T-Serie sein könnte, „die nicht ganz an die Leistung der beliebten 14T-Serie heranreichen konnte“. Zu kämpfen hat in Europa zudem die Oppo-Familie, die neben Oppo aus OnePlus und Realme besteht. Oppo hat überdies erst im Januar 2026 die eigenen Smartphone-Modelle nach einer Pause von etwa 3,5 Jahren offiziell nach Deutschland zurückgebracht. Der fünftstärkste Hersteller in Europa, Realme, verlor im vierten Quartal 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Als weitere Wachstumskandidaten auf dem europäischen Markt nennt Counterpoint Google und Motorola. Diese sind jedoch nicht unter den Top 5 vertreten. Die genannten Unternehmen wie auch Sony, OnePlus und Oppo teilen sich 15 Prozent des Marktes.

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Das Smartphone-Jahr 2026 steht laut dem Analyseunternehmen unter keinem guten Stern: „Es zeichnen sich Probleme ab, da die erwarteten Preissteigerungen bei Speicherchips 2026 zu einem deutlichen Rückgang führen dürften.“ Vor allem die Geräte der unteren Preisklassen würden dabei vor den größten Herausforderungen stehen. Counterpoint prognostiziert, dass die Smartphone-Lieferungen in den nächsten Quartalen einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahr Vor allem die Geräte der unteren Preisklassen würden dabei vor den größten Herausforderungen stehen. Counterpoint prognostiziert, dass die Smartphone-Lieferungen in den nächsten Quartalen einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahr verzeichnen werden. Die Analysten erwarten, dass die RAM-Preise bis zum zweiten Quartal 2026 um weitere 40 Prozent steigen könnten.

Mit dieser Prognose ist Counterpoint nicht allein: Schon Ende vergangenen Jahres sagte die Analysefirma TrendForce voraus, dass im Smartphonemarkt vor allem das Einsteiger- und Mittelklasse-Segment betroffen sein dürfte. Nothing-CEO Carl Pei bezifferte die Speicherkostensteigerung in einigen Fällen bereits auf bis zu 300 Prozent. Zudem könnten Hersteller ihre Geräte wegen der Speicherkrise allgemein mit weniger RAM ausstatten, um die bisherigen Preise zu halten. Erste Hersteller haben außerdem bereits Preiserhöhungen für ihre kommenden Modelle angekündigt – unter anderem Xiaomi und Nothing.


(afl)



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Ausprobiert: Nintendos neuer Virtual Boy zeigt, warum das Original gefloppt ist


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Der Virtual Boy ging als einer der größten Flops in die Gaming-Geschichte ein und hielt sich nach seinem Erscheinen im Juli 1995, sage und schreibe, zwölf Monate auf dem Markt. In Japan wurde die Produktion sogar schon nach einem halben Jahr eingestellt, während Nordamerikaner noch bis Dezember 1996 beliefert wurden. In Europa erschien er erst gar nicht offiziell. Insgesamt sollen weltweit rund 770.000 Stück über die Ladentheken gerutscht sein. Dass überhaupt jemand dieses absurde Stück Technik gekauft hat, dürfte wohl am Vertrauen zur Marke Nintendo gelegen haben, die sich zu dieser Zeit mit dem NES (1983), dem Game Boy (1989) und dem Super Nintendo (1990) weltweit zum Gaming-Marktführer gemausert hatte.

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Nach einem Zerwürfnis mit Sony über ein CD-Laufwerk für den SNES und deren Einstieg in den Konsolenmarkt im Dezember 1994 sah Nintendo seine Führungsposition in Gefahr – zu Recht. Die PlayStation schlug ein wie eine Bombe, während die Arbeiten am SNES-Nachfolger Nintendo 64 stockten. Um neben Sony und dem alten Konkurrenten Sega nicht ins Hintertreffen zu geraten, musste die Zeit bis zum N64 irgendwie überbrückt werden. Also entschied Nintendo sich, den eigentlich längst abgeklungenen VR-Hype der Neunziger endgültig tot zureiten. Das Resultat: Ein merkwürdiger Hybrid aus VR-Brille und Stereoskop, der ausschließlich Rottöne auf schwarzem Hintergrund darstellte und auf einem ungelenken Stativ auf dem Tisch platziert werden musste. Was konnte da schon schiefgehen?

Mittlerweile ist der Virtual Boy nicht nur unter Nintendo-Fans zum Kultobjekt geworden. Sammler müssen mit Preisen von mehreren Hundert Euro rechnen – auch bei den Spielen. Im September letzten Jahres entschied sich Nintendo schließlich, dem ungeliebten Kind neues Leben einzuhauchen und den Virtual Boy als offizielles Switch-Zubehör zu veröffentlichen.


Lieferumfang Virtual Boy

Neben dem Virtual Boy und dem Stativ liegt auch ein Adapter für die erste Switch bei. Ein Controller fehlt allerdings. (Bild:

Josef Erl

)

Optisch ist das Switch-Zubehör sehr nah am etwas kleineren Original. Nur an der Unterseite macht sich der fehlende Cartridge-Slot bemerkbar, der in der Switch-Version nicht mehr benötigt wird. Diese ist aufklappbar und schluckt statt eines Spielmoduls eine ganze Konsole. Als Recheneinheit und Bildgeber dient eine Switch oder Switch 2, was den neuen Virtual Boy zu einem Plastikgehäuse mit Linsen degradiert. IPD-, Fokus- und Lautstärkeregler sowie die Controller- und Playlink-Slots am Gehäuse sind lediglich Designelemente ohne Funktion, wenngleich sich Nintendo sehr viel Mühe gegeben hat, eine möglichst detailgetreue Replika zu schaffen. Auch der Ständer gleicht dem Original und insgesamt fühlt sich der Plastikbomber recht wertig an.

Nah am Original heißt in diesem Fall leider auch, dass Nintendo keinerlei Verbesserungen gegenüber dem unpraktischen und unbequemen Vorbild vorgenommen hat. Der Ständer ist noch genauso klein wie früher und lässt sich lediglich neigen. Es gibt also nach wie vor keine bequeme Möglichkeit, mit dem Virtual Boy zu spielen. Da es keine haptischen IPD- und Fokusregler mehr gibt, erfolgt die Bildoptimierung vor dem Spielen per Tastendruck über ein Menü auf der Switch.

Nintendo gibt keine IPD-Werte an, sondern ändert die Bildgröße auf dem Display in Stufen von -20 bis +20. Ist der eigene Sweetspot gefunden, liefert der Virtual Boy ein überraschend scharfes und stabiles Bild ohne störende Einblendungen. Damit das auf der Switch dargestellte Side-by-Side-3D auch wirklich „räumlich“ wirkt, kommen Fresnel-Linsen zum Einsatz. Der Rotfilter ist abnehmbar, wodurch sich der Virtual Boy auch für Labo-Inhalte eignet.

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Der Virtual-Boy-Controller mit seinem einzigartigen Tastenlayout und den zwei Steuerkreuzen hat es übrigens nicht in den Lieferumfang geschafft. Gespielt wird mit den Joy‑Cons. Gut möglich, dass Nintendo, ähnlich wie beim NES, SNES und N64, später noch eine angepasste Version für die Switch auf den Markt bringt. Eine Joy-Con-Halterung im Virtual-Boy-Design hätten wir schon erwartet.

Der ursprüngliche Virtual Boy bot lediglich 22 Spiele. Nintendo hat bereits angekündigt, dass davon nur insgesamt 14 Titel ihren Weg in das Nintendo Classics-Angebot der Switch finden sollen. Zum Start des neuen Virtual Boys befinden sich lediglich „Virtual Boy Wario Land“, „Teleroboxer“, „3-D-Tetris“, „Galactic Pinball“, „GOLF“, „Red Alarm“ und „The Mansion of Innsmouth“ in der Bibliothek. Neun weitere Titel, darunter „Mario’s Tennis“, „Space Invaders Virtual Collection“ und „Mario Clash“ sollen folgen.

Kaufen kann man die Spiele übrigens nicht. Um in den „Genuss“ der monochromen Klassiker zu kommen, braucht es mindestens eine Einzelmitgliedschaft für Nintendos Online-Service inklusive des Erweiterungspakets. Diese Kombination ist ausschließlich als 12-Monats-Abo erhältlich und kostet knapp 40 Euro. Ob sämtliche Virtual-Boy-Spiele innerhalb der nächsten 12 Monate erscheinen, darf bezweifelt werden. Damit kostet das komplette Erlebnis mindestens 120 Euro, ohne dass man auch nur ein einziges Spiel besitzt.

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Es ist etwas enttäuschend, dass Nintendo angesichts des ohnehin dünnen Spielkatalogs nicht gleich alle Titel konvertiert hat. Allerdings macht es ohnehin keinen großen Spaß, die schwarz-roten Klassiker nachzuholen. Das Spielerlebnis über die Switch funktioniert zwar hervorragend – sämtliche Spiele werden originalgetreu dargestellt, vielleicht sogar einen Ticken besser als beim Original – das heißt aber auch, dass sich Nacken und Augen nach spätestens 20 Minuten eine Pause wünschen. Die Bauart des Virtual Boy ist und bleibt ein Graus, und es gibt nahezu keine Möglichkeit, bequem zu spielen. Nintendo hätte zumindest dem Standfuß eine kleine Anpassung gönnen können.

Die meisten Spiele liefern zwar einen ordentlichen Tiefeneffekt, werden aber aufgrund der monochromen Darstellung schnell unübersichtlich. Immerhin: Wer sich die krumme Haltung und den permanenten Rotstich antun will, hat nun erstmals offiziell in Europa die Chance, ein Stück Spielegeschichte nachzuerleben – wenn auch nicht gerade das prunkvollste.

Der neue Virtual Boy ist eine hübsche, wertige und detailgetreue Nachbildung des ikonischen Konsolenflopps von 1995 – nicht mehr und nicht weniger. Interessenten sollten unbedingt beachten, dass es sich hierbei lediglich um ein Plastikgehäuse für die Switch handelt und nicht um eine vollwertige Konsole. Das Fehlen des Virtual-Boy-Controllers, der hohe Anschaffungspreis und das zum Spielen nötige 40-Euro-Jahresabo trüben das Gesamtbild enorm.

Die Anschaffung sollte also wohlüberlegt sein, denn schon der ursprüngliche Virtual Boy floppte berechtigterweise und das Spielen macht auch in der 2026er-Switch-Version auf Dauer keinen Spaß. Eine Portierung der roten Klassiker auf bestehende VR-Brillen wäre die bessere Wahl gewesen, denn einige Titel sind durchaus spielenswert. Die eigenen Marken auf fremde Hardware zu bringen, ist aber so gar nicht Nintendos Art.

Wer die monochromen Klassiker trotzdem erleben möchte und auf die teure Plastikreplika verzichten kann, greift zur deutlich günstigeren Karton-Ausführung im Labo-Stil. Die muss man sich dann allerdings zum Spielen vor das Gesicht halten.

Das Nintendo-Switch-Zubehör „Virtual Boy“ ist seit dem 17. Februar 2026 im Nintendo-Onlineshop erhältlich und kostet 79,99 Euro. Nintendo empfiehlt die Nutzung ab 6 Jahren. Eine Karton-Ausführung für 19,99 Euro ist ebenfalls erhältlich. Zum Spielen ist ein Nintendo-Switch-Online-Abo nötig (mindestens 39,99 Euro und 12 Monate Laufzeit).


(joe)



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