Connect with us

UX/UI & Webdesign

Business Ghosting in der Kreativbranche – was tun? › PAGE online


Bitte mehr Wertschätzung und eine faire Kommunikation im Kreativalltag! Das Problem »Ghosting« zieht sich durch alle Bereiche, auf Agentur- und Auftragsgeberseite, aber auch im Freelancing. Am Ende hilft das niemandem. Aber es gibt Lösungsansätze.

Business Ghosting in der Kreativbranche – was tun? › PAGE online
© Designed by Freepik/tohamina

Ghosting – alle kennen das, keiner mag es. Sei es im Privaten oder im Business. Aus Gesprächen aus der Kreativbranche lässt sich immer und immer wieder heraushören, dass nach Pitches oder Angeboten erstmal Funkstille herrscht. Woran liegt das und wie kann man das besser händeln? Die Lösungen sind nicht so leicht herbeizuzaubern, aber es gibt Ansätze – und die sollten mehr Beachtung finden.

Ghosting – eine Bestandsaufnahme

Laut dem GWA-Frühjahrsmonitor 2026 sank der Umsatz in der Agenturbranche 2025 im Schnitt um 2,7 %. Ghosting kann hierzu indirekt beitragen, da Agenturen enorme Ressourcen in Angebote stecken, die im Nichts verlaufen.

Es gibt in diesem Sinne zwar keine einzelne zentrale Statistik, die nur »geghostete Agenturen« zählt, aber die aggregierten Daten von Recruiting-Plattformen und Branchenverbänden zeigen, dass Ghosting im B2B-Bereich um ca. 10–15 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist.

Dazu ist ebenso interessant, dass in aktuellen Auswertungen (aus dem Jahr 2025, Stepstone) 74 % Akademiker:innen angaben, im Bewerbungsprozess geghostet worden zu sein. Diese mangelnde Kommunikationskultur spiegelt sich laut Analysten direkt im B2B-Verhalten wider. Diese Angabe bezieht sich auf den allgemeinen Jobmarkt und nicht nur auf die Kreativbranche, zeigt aber dennoch eine Trendentwicklung, die für enorme Unsicherheit sorgt. Vor allem bei Berufseinsteiger:innen!

Freelancer:innen durch Ghosting stark verunsichert

Und ebenso auf Freelance-Seite gibt es Frust, diese Gruppe sollte man genauso betrachten. Auch hier ist es schwierig, das Problem in Zahlen festzuhalten. Aber im Grunde genommen braucht man die nicht unbedingt, denn das Ghosting nimmt laut Branchenstimmen zu und das sollte sich ändern. So berichteten mehrere freie Grafik-Designer:innen, dass sie in letzter Zeit geghostet worden sind.

Ein Beispiel: Eine Agentur möchte eine:n Freelancer:in für ein Projekt gewinnen. Beide Seiten stehen in regem Kontakt zu Umfang, Deadlines, Aufgaben, Prozessen – sobald der:die Freelancer:in das Honorarangebot versendet hat, passiert tage- oder wochenlang nichts. Das führt zu massiver Verunsicherung und zu Frust bei Freien, denn man fragt sich, was schiefgelaufen ist und ob der Auftrag nun zustande kommt oder nicht.

Was ist los?

Begründungen von Ghosting sind unter anderem die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit und die schwächelnde Konjunktur, also auf allen Seiten: in Agenturen, in Unternehmen, auf dem Freelance-Markt. Die Entwicklungen von Künstlicher Intelligenz dürften ebenso mit hineinspielen.

Es gibt als Folge dessen eine sinkende Verbindlichkeit und genau die wird kritisiert. Michaela Krause, Gründerin und Geschäftsführerin von Laika Communications kommentiert:

»Es geht nicht um Unhöflichkeit, sondern um die systematische Missachtung von Arbeit, Zeit und Expertise. In jedes Angebot fließen Herzblut, Strategie und dutzende unbezahlte Arbeitsstunden. Wer das ignoriert, blockiert im Grunde Ressourcen.«

Lösungsansätze & mehr Ideen dazu müssen her

Viele Agenturen nutzen den »Code of Conduct« des GWA für Pitches, den Pitch-Codex, der eine Feedback-Pflicht und Pitch-Honorare vorsieht, um sich gegen dieses Phänomen abzusichern. Oder sie nutzen die BVDW-»Pitch Guidelines 2022«. Agenturen und Auftraggeber könnten sich auch auf eine Art Feedback-Frist vorab einigen. Commitment Fees können on top eine Option sein.

Und die Freelancer:innen? Auch diese Berufsgruppe kann sich überlegen, ob es sinnvoll ist, eine Feedback-Frist zu vereinbaren. Am besten gleich schon zu Beginn der Kontaktaufnahme. Und vor Bekanntgabe der Honorarvorstellung. Dass ausgerechnet nach dieser Thematik geghostet wird, steht wiederum auf einem anderen Blatt geschrieben.



Source link

UX/UI & Webdesign

Vitakraft vollzieht Marken-Relaunch – Design Tagebuch


Vitakraft, ein Hersteller von Heimtierfutter und -bedarf, überarbeitet nach zweijähriger Entwicklungsarbeit und globaler Marktforschung seinen Markenauftritt. Ziel des Bremer Traditionsunternehmens ist der Wandel von einer rein produktgetriebenen Herstellermarke hin zu einer emotional positionierten Konsumentenmarke mit geschärftem Profil.

Vitakraft ist ein international tätiges Unternehmen der Heimtierbranche mit Sitz in Bremen. Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis ins Jahr 1837 zurück, als Heinrich Wührmann in Heiligenrode bei Bremen eine Futtermittelhandlung gründete. Die Marke Vitakraft wurde 1929 eingeführt. Heute entwickelt und vertreibt das Unternehmen Tiernahrung, Snacks und Zubehör für verschiedene Heimtierarten und ist mit Niederlassungen in rund 20 Ländern vertreten.

Im Zuge der Neustrukturierung des Produktportfolios wurde der Markenauftritt modifiziert. Im Zentrum des Relaunches steht ein neues Markenversprechen: „Die entspannteste Art, dein Tier gut zu versorgen.“

Auszug der Pressemeldung

„Wir haben in den vergangenen Jahren festgestellt, dass viele Tierbesitzer:innen unsere Produkte zwar kennen und kaufen – Vitakraft als Marke aber nicht bewusst wahrnehmen. Mit dem Relaunch werden wir das grundlegend ändern“, erklärt Sarina Hamann, Geschäftsführerin & CMO Vitakraft. „Tierhalterinnen und Tierhalter sind heute mit einer Flut an Produkten, Meinungen und Empfehlungen konfrontiert – das kann schnell überfordern. Ein Thema, das die Heimtierbranche bislang kaum aufgreift. Mit unserem Relaunch wollen wir uns als Marke positionieren, die keinen zusätzlichen Druck aufbaut, sondern Orientierung gibt, Leichtigkeit ausstrahlt und Verlässlichkeit einfach erlebbar macht“, so Hamann.

Vitakraft Verpackung – vorher und nachher, Bildquelle: Vitakraft pet care, Bildmontage: dt
Vitakraft Verpackung – vorher und nachher, Bildquelle: Vitakraft pet care, Bildmontage: dt

Um Konsumenten am Point of Sale eine leichtere Orientierung zu bieten, folgt das Verpackungsdesign dem Prinzip visueller Reduktion, so das Unternehmen. Der weiterhin blau hinterlegte Markenschriftzug beansprucht in vergrößerter Darstellung nun rund ein Viertel der Front. Die bisher verwendete weiße Welle verschwindet ebenso wie das Herzsymbol. Der Vitakraft-Markenschriftzug wurde subtil modifiziert, siehe Detailansicht. So verfügt das „f“ jetzt über eine Unterlänge.

Die Kernfarben Blau und Weiß bleiben erhalten, werden jedoch flächiger eingesetzt und durch neue Akzentfarben ergänzt. Alle Bezeichnungen und Texte verlaufen nun senkrecht in vertikaler Achse, statt leicht geneigt. Scriptuale Fonts wurden dabei in vielen Fällen durch Groteskschriften ersetzt.

Der neue Marken-Claim „Gut gemacht.“ soll das veränderte Markenversprechen sprachlich untermauern. Ein bewusst einfacher Satz, der laut Vitakraft auf drei Ebenen funktioniert: „als Lob ans Tier, als Qualitätsaussage über die Vitakraft-Produkte und als Bestätigung der Kaufentscheidung des Tierbesitzers oder der Tierbesitzerin“.

Der Rollout beginnt nach Unternehmensangaben ab Spätsommer 2026 am Standort Bremen, erste Produktlinien im neuen Design sollen im September in den Handel kommen. Die digitale Präsenz wurde bislang nicht umgestellt.

Entstanden ist der neue Markenauftritt in Zusammenarbeit mit der Agentur Pahnke (Hamburg).

Mediengalerie

Weiterführende Links



Source link

Weiterlesen

UX/UI & Webdesign

»Das kann nur gut werden«: So startet Mother für Canva! › PAGE online


Mother hat für Canva eine Kampagne speziell für den deutschen Markt entwickelt, die sich in drei Spots ganz auf einen Moment konzentriert, den jeder kennt, der etwas gestalten möchte, ob Eisverkäufer, Fußballerin, Architektin – und auch Kreative(r).

»Das kann nur gut werden«: So startet Mother für Canva! › PAGE online

Mehr als 265 Millionen Menschen nutzen Canva weltweit. Ein Schlüsselmarkt für die KI-basierte Plattform für Gestaltung ist Deutschland und hier startet heute eine Kampagne, die Mother Berlin entwickelt und produziert hat.

Doch wie verbindet man die diverse Canva-Zielgruppe, die einmal quer durch die Bevölkerung bis hin zu den umsatzstärksten Unternehmen reicht?

Die Kreativen von Mother konzentrieren sich dafür auf einen Moment, der für jeden gleich ist: Wenn man vor dem leeren Bildschirm sitzt und nicht wirklich weiß, wie man anfangen soll, und verunsichert ist, ob auch etwas Gutes entsteht.

Screenshot aus »Feedback im Vereinsheim«

Design für alle

Dem setzt die Kampagne ein positives »Das kann nur gut werden« entgegen – und führt dafür ins Vereinsheim, in einen Eiswagen und einen Zug, der wegen einer Oberleitungsstörung reichlich Verspätung hat.

Mit Titeln wie »Feedback im Vereinsheim«, »Likes am Stiel« oder »Endstation Abgabe«, die auf Filme anspielen, werden Stimmen wie in einem Drama laut: »Das schaffst du nicht« tönt es, »Ich habe sowieso nie an ihn geglaubt« oder es hallt ein »na ja, ich weiß nicht« herüber.

Mit einem Augenzwinkern inszeniert und mit inneren Zweifeln, die sich in Menschen (oder Kaffeebecher) verwandeln, zeigen die Spots, dass die Ergebnisse mit Canva nur gut werden können – und unterstreichen damit das Versprechen von Canva, Design für alle zugänglich zu machen.

Die Idee der Kampagne spreche drei Zielgruppen an, heißt es von Mother selbst: kleine Unternehmen, Fachexpert:innen und Vereine/Clubs – und zeigt, wie man mithilfe von KI schnell und hochwertig gestalten kann und Social Content erstellen.

Die Kampagne »Das kann nur gut werden« wird im TV, auf Streaming-Plattformen und Paid Social ausgespielt.

Das könnte dich auch interessieren



Source link

Weiterlesen

UX/UI & Webdesign

Unser Beruf verändert sich gerade schneller als meine Lesebrille › PAGE online


Beides hat mich ehrlich gesagt überrascht. Daniel Weiss ist Founder, Designer und AI-Artist – und gratuliert PAGE zum 40. mit einem klaren Gedanken: Gute Gestaltung fängt nie bei der Software an, sondern immer bei der Idee.

Unser Beruf verändert sich gerade schneller als meine Lesebrille › PAGE onlineBild: Daniel WeissSeit fast 30 Jahren gestalte ich Marken. Und ich glaube, ich habe noch nie erlebt, dass sich unser Beruf so radikal verändert wie gerade jetzt.

Das Faszinierende daran: Ausgerechnet KI erinnert mich jeden Tag daran, dass gute Gestaltung nie mit Software begonnen hat. Sondern immer mit einer Idee.

Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich der PAGE so gerne zum 40. Geburtstag gratuliere. Sie begleitet seit vier Jahrzehnten nicht nur Design, sondern vor allem die Menschen, die Design voranbringen. Denn gute Gestaltung verändert schließlich nicht nur Oberflächen. Sie verändert Perspektiven.

Genau dafür möchte auch ich stehen: für eine Kreativität, die nicht fragt, womit etwas entstanden ist, sondern ob sie Menschen berührt.

Und genau das gibt mir Zuversicht für 2026. Dass Originalität wieder zum eigentlichen Luxus wird. Denn wenn jeder Bilder erzeugen kann, wird die Idee dahinter plötzlich zum wertvollsten Teil der Arbeit.

Mein Wunsch an die PAGE ist deshalb ganz einfach: dass sie weiterhin genau dorthin schaut, wo noch niemand hinschaut. Denn die spannendsten Geschichten beginnen meist lange bevor es Antworten gibt.

Daniel Weiss
FOUNDER  / DESIGNER / AI ARTIST

Das könnte dich auch interessieren



Source link

Weiterlesen

Beliebt