Künstliche Intelligenz
KI-Update kompakt: Bremer Straßenbahn, Google, OpenClaw, GitHub
Bremens Straßenbahnen werden zur KI-Überwachungszone
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Die Bremer Straßenbahn AG will 40 Bahnen mit KI-Technologie ausstatten, je 10.000 € pro Fahrzeug. Eine KI soll die Aufnahmen auswerten und Vorfälle wie Schlägereien erkennen, damit Personal die Polizei alarmieren kann. Was die KI-Auswertung kostet, ist noch offen. Da die Systeme fehleranfällig sind, sollen Menschen die Bilder zusätzlich überwachen, was weitere Kosten verursacht.
Alle Fahrgäste werden gefilmt. Gesichter werden automatisch verpixelt, eine nachträgliche Identifikation bleibt aber über Kleidung, Größe oder Haarfarbe möglich. Die Bremer Straßenbahn AG versichert, das sei datenschutzrechtlich unbedenklich. Die Systeme wurden mit Theaterfahrten trainiert, bei denen Schauspieler etwa Schlägereien simulierten. Hamburg setzt ein ähnliches System bereits ein, dort soll eine Umarmung schon als Schlägerei erkannt worden sein.

Apple Intelligence verzerrt Zusammenfassungen systematisch
Die Organisation AI Forensics hat mehr als 10 000 automatische Zusammenfassungen von Apple Intelligence untersucht und dabei systematische Verzerrungen gefunden. Das System, das unaufgefordert Kurzfassungen von Nachrichten und E-Mails auf Millionen von Apple-Geräten erstellt, erwähnte die Herkunft weißer Personen nur in etwa der Hälfte der Fälle, die asiatischer Personen fast immer. Bei mehrdeutigen Pronomen legte sich die KI meist auf ein Geschlecht fest, oft entsprechend gängiger Klischees. In einigen Fällen dichtete sie Eigenschaften hinzu, die im Originaltext nicht standen.
Googles kleineres Modell Gemma3-1B machte bei identischen Szenarien solche Fehler nur in sechs Prozent der Fälle. Besonders heikel ist, dass Nutzer die verzerrten Zusammenfassungen nicht aktiv anfordern. Sie erscheinen unaufgefordert auf dem Sperrbildschirm und im Posteingang.
Google blockt Millionen schädliche Apps mithilfe von KI
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Google hat 2025 mehr als 1,75 Millionen Apps geblockt, bevor sie im Play Store erscheinen konnten. Das ist ein Rückgang gegenüber den 2,36 Millionen blockierten Apps des Vorjahres, den Google als Erfolg wertet: Angreifer versuchen es seltener, weil die Hürden gestiegen sind. Entwickler müssen sich vor einer Einreichung verifizieren lassen, Google nimmt nach eigenen Angaben mehr als 10 000 Sicherheitschecks pro App vor, und generative KI hilft menschlichen Prüfern, komplexe Schadensmuster schneller zu erkennen. Zusätzlich sperrte Google über 80 000 Entwicklerkonten, ebenfalls deutlich weniger als die 158 000 des Vorjahres.
Während der Play Store sicherer wird, wächst die Bedrohung außerhalb davon stark. Googles eingebauter Schutzdienst Google Play Protect erkannte 2025 mehr als 27 Millionen schädliche Apps, die per Sideloading, also am offiziellen Store vorbei, installiert wurden. 2023 waren es erst fünf Millionen. Im August 2025 wurden 77 Apps mit zusammen 19 Millionen Installationen entdeckt, die Banking-Trojaner enthielten. Ab Herbst 2026 will Google das Installieren nicht verifizierter Apps von außen deutlich schwieriger machen.
KI-Agenten sind bislang vorwiegend ein Werkzeug für Entwickler
Anthropic hat Millionen realer Interaktionen zwischen Menschen und KI-Agenten ausgewertet. Das Ergebnis: Knapp die Hälfte aller agentischen Aktivität entfällt auf Software-Entwicklung. Bereiche wie Kundenservice, Vertrieb oder Finanzen machen jeweils nur wenige Prozentpunkte aus. Anthropic spricht selbst von den frühen Tagen der Agenten-Nutzung und erklärt, andere Branchen befänden sich noch in der Experimentierphase.
Besonders auffällig ist die Entwicklung beim firmeneigenen Coding-Agenten Claude Code. Die längsten autonomen Arbeitsphasen haben sich zwischen Oktober 2025 und Januar 2026 fast verdoppelt, von unter 25 auf mehr als 45 Minuten. Anthropic nennt das einen „Deployment Overhang“: Die technische Fähigkeit der Modelle übersteigt, was Nutzer ihnen in der Praxis abverlangen. Das Forschungsinstitut METR schätzt, dass Claudes aktuelles Spitzenmodell Aufgaben mit einer Erfolgsrate von 50 Prozent lösen kann, für die ein Mensch fast fünf Stunden bräuchte. Anthropic empfiehlt, auf Monitoring nach dem Einsatz zu setzen, statt jede einzelne Agenten-Aktion manuell zu genehmigen.
Anthropic baut Sicherheitscheck direkt in Claude Code ein
Anthropic hat „Claude Code Security“ in die webbasierte Version seines Coding-Agenten integriert. Das Werkzeug durchsucht Codebasen nach Sicherheitslücken und schlägt Patches zur menschlichen Prüfung vor. Anders als viele Analysetools, die nur nach bekannten Mustern suchen, liest Claude Code Security den Code so, wie es eine Sicherheitsexpertin tun würde, und kann so auch subtile, kontextabhängige Lücken finden. Die Ergebnisse erscheinen in einem Dashboard, in dem Teams die vorgeschlagenen Korrekturen prüfen und freigeben können.
Die Ankündigung hatte unmittelbare Folgen an der Börse. Laut Bloomberg fielen die Aktienkurse zahlreicher Cybersecurity-Unternehmen am Freitag deutlich. Viele Investoren fürchten, dass KI-gestützte Werkzeuge die Nachfrage nach etablierten Sicherheitsprodukten verringern werden.

Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz eigentlich? Welche Folgen hat generative KI für unsere Arbeit, unsere Freizeit und die Gesellschaft? Im „KI-Update“ von Heise bringen wir Euch gemeinsam mit The Decoder werktäglich Updates zu den wichtigsten KI-Entwicklungen. Freitags beleuchten wir mit Experten die unterschiedlichen Aspekte der KI-Revolution.
Vibe Coding unterwegs: KI-Agent schreibt Code per Sprachbefehl aus der Hosentasche
Der Entwickler Jake Ledner hat gezeigt, wie sich ein KI-Agent per Sprachbefehl über Smart Glasses steuern lässt, während man durch New York spaziert. Über sein Meta Ray-Ban-Display und WhatsApp gab er dem KI-Agenten OpenClaw Anweisungen, der auf einem Mac Studio in seiner Wohnung lief und OpenAIs Coding-Werkzeug Codex nutzte, um Code zu schreiben. Den Fortschritt verfolgte Ledner über Screenshots direkt in seinem Sichtfeld. Im Video ließ er OpenClaw seiner App eine neue Funktion hinzufügen, die nach Freigabe automatisch eingespielt wurde.
So nahtlos, wie das Video suggeriert, funktioniert das Ganze bisher nicht. OpenClaw birgt erhebliche Sicherheitsrisiken und setzt idealerweise eine dedizierte Recheneinheit voraus. Das Meta Ray-Ban-Display ist bislang nur in den USA erhältlich, und Drittentwickler haben keinen direkten Zugriff darauf. Ledner nutzt deshalb WhatsApp als Umweg, eine der wenigen Apps, die die Brille unterstützt. Google plant, noch in diesem Jahr eine eigene Smart Glasses mit Display vorzustellen.
KI-Rechenzentren in den USA bauen ein Stromnetz im Verborgenen
Große Technologieunternehmen in den USA bauen zunehmend Stromerzeugungsanlagen, die nicht ans öffentliche Netz angeschlossen sind. Laut Washington Post entsteht so ein regelrechtes Schattennetz, an dem unter anderem Meta, OpenAI, Oracle und der Ölkonzern Chevron beteiligt sind. Die meisten Projekte setzen auf Gaskraftwerke, weil diese als zuverlässiger gelten als Solar- oder Windenergie. Da die effizientesten Gasturbinen lange Lieferzeiten haben, kommen oft weniger saubere Alternativen zum Einsatz, was den Treibhausgasausstoß erhöht. Ein Experte für erneuerbare Energien nennt das „katastrophal für die Klimaziele“.
Deutschland setzt bei Rechenzentren auf Microgrids statt Netzunabhängigkeit
Auch in Deutschland sucht die Branche nach Wegen, den Strombedarf neuer Rechenzentren zu decken. Vollständige Netzunabhängigkeit ist in Europa regulatorisch und wirtschaftlich kurzfristig nicht realistisch. Stattdessen setzen Unternehmen hier auf sogenannte Microgrids, campus-eigene Stromnetze, die an das öffentliche Netz angebunden bleiben, im Fehlerfall aber als eigenständige Insel funktionieren können. Batteriespeicher stabilisieren die Versorgung, Gaskraftwerke oder künftig wasserstofffähige Anlagen übernehmen die Grundlast. EnBW und RWE planen solche Anlagen als Ankerpunkte für Rechenzentrums-Cluster.
Die Lösung hat einen Haken für alle anderen Stromkunden. Wer sich ein eigenes Microgrid leistet, zahlt weniger Netzentgelte. Die Kosten für die verbleibenden Nutzer steigen entsprechend.
Sam Altman hält Rechenzentren im All für unrealistisch
OpenAI-Mitbegründer Sam Altman hat die von Elon Musk propagierte Idee von Rechenzentren im Weltall als „lächerlich“ bezeichnet. Beim „India AI Impact Summit“ sagte er gegenüber „The Indian Express“, schon eine einfache Kostenrechnung für den Transport ins All zeige das. Ein weiteres ungelöstes Problem sei die Reparatur defekter Grafikprozessoren im All, denn diese gingen „leider immer noch sehr oft kaputt“. Altman glaubt nicht, dass die Idee im laufenden Jahrzehnt umsetzbar ist.
Auf die Frage nach den Energiekosten von KI zog Altman einen ungewöhnlichen Vergleich. Eine Anfrage an ChatGPT mit einer an einen Menschen zu vergleichen, sei unfair, da ein Mensch 20 Jahre Ernährung und die gesamte Evolution der Menschheit benötige, um klug zu werden. Gemessen daran habe KI beim Energieverbrauch „vielleicht schon aufgeholt“.
GitHub kündigt Maßnahmen gegen KI-Müll in Open-Source-Projekten an
Open-Source-Projekte auf GitHub leiden zunehmend unter einer Flut minderwertiger, KI-generierter Beiträge. Entwickler nutzen KI, um automatisch Lösungsvorschläge für bekannte Probleme in fremden Projekten einzureichen, oft ohne die Anforderungen des jeweiligen Projekts zu verstehen. Die Hauptlast tragen die Maintainer, also die Kernentwickler, die jeden Beitrag prüfen müssen. Der Aufwand ist erheblich, der Ausschuss groß. Einige Projekte, darunter Gentoo Linux, haben GitHub deshalb bereits verlassen und sind zu alternativen Plattformen wie Codeberg gewechselt, einem offenen Projekt mit Sitz in Berlin.
GitHub, das zur KI-Abteilung von Microsoft gehört, hat nach Kritik aus der Community nun erste Maßnahmen gegen minderwertige Beiträge angekündigt. Maintainer sollen minderwertige Beiträge künftig schneller löschen können, ohne sie im Detail prüfen zu müssen. Außerdem sollen sie Beiträge auf bestimmte Nutzergruppen beschränken können, etwa auf Entwickler, die bereits nachgewiesene Beiträge in anderen Projekten vorweisen. Eine automatische Prüfung von Beiträgen anhand selbst definierter Kriterien ist ebenfalls geplant. Umgesetzt ist bislang noch nichts.
Hollywoods Branchenverband geht erstmals direkt gegen einen KI-Anbieter vor
Die Motion Picture Association, Hollywoods Branchenverband, hat dem chinesischen Technologiekonzern Bytedance ein Unterlassungsschreiben geschickt. Auslöser war der KI-Videogenerator Seedance 2.0, der kurz nach seinem Start eine Welle viraler Videos mit geschützten Charakteren aus Marvel, Star Wars und anderen Franchises produzierte. Die MPA spricht von einer „systemischen Rechtsverletzung“ und wirft Bytedance vor, das Modell ohne Zustimmung auf den Werken der Studios trainiert und den Dienst ohne ausreichende Schutzmaßnahmen veröffentlicht zu haben. Es ist das erste Mal, dass die MPA direkt gegen ein KI-Unternehmen vorgeht.
Zuvor hatten Netflix, Warner Bros., Disney, Paramount und Sony bereits eigene Unterlassungsschreiben verschickt. Bytedance erklärte, man arbeite an stärkeren Schutzmaßnahmen, nannte aber keine Details. Das reichte der MPA offenbar nicht. Berichten zufolge verzögern die Auseinandersetzungen den Start der öffentlichen Programmierschnittstelle von Seedance 2.0.
OpenAI plant Smart Speaker, Apple setzt auf Kamera-Zubehör
Bei OpenAI arbeiten mehr als 200 Mitarbeiter an eigener KI-Hardware. Laut „The Information“ soll als erstes Produkt ein Smart Speaker für 200 bis 300 US-Dollar erscheinen. Das Gerät erfasst per Kamera Menschen und Umgebung und könnte sogar Einkäufe via Gesichtserkennung ermöglichen. Ein Marktstart ist frühestens Anfang 2027 geplant. Weitere Projekte wie eine smarte Lampe und Smart Glasses befinden sich noch in einer frühen Phase. Das Hardware-Team ging aus der Übernahme des Start-ups „io“ hervor, das von Apples ehemaligem Designchef Jony Ive gegründet wurde.
Apple verfolgt ohne Ive einen eigenen Weg im Bereich KI-Hardware. Geplant sind eine smarte Brille ohne Display, ein KI-Anhänger sowie AirPods mit Kamerasystem. Alle Geräte sollen die sogenannte „visuelle Intelligenz“ ausbauen, also die KI-Analyse der Umgebung. Ein erstes Produkt könnte noch in diesem Jahr erscheinen.
Neue Xbox-Chefin verspricht Spiele ohne KI-Schrott
Nach einem überraschenden Führungswechsel bei Microsofts Xbox-Sparte hat die neue Leiterin Asha Sharma in einem internen Memo ihre Prioritäten skizziert. Laut „The Verge“ nennt sie drei Schwerpunkte: gute Spiele, die Rückkehr von Xbox als Marke und die Zukunft des Spielens. Zum umstrittenen Thema KI in der Spieleentwicklung bezieht Sharma klar Stellung: Man wolle zwar mit modernen Technologien arbeiten, aber Spiele sollen „Kunst, erstellt von Menschen“ bleiben.
Sharma schreibt wörtlich, man werde „weder kurzfristige Effizienz anstreben noch das Ökosystem mit seelenlosem KI-Schrott überschwemmen“. Für Spieler, die KI-generierte Inhalte in Spielen kritisch sehen, ist das eine ungewöhnlich direkte Ansage aus einem der größten Spielekonzerne der Welt.

(igr)
Künstliche Intelligenz
Spritpreise fallen: Krisengipfel und Kritik aus dem Bundeswirtschaftministerium
An den Zapfsäulen ist es der zweite Tag in Folge mit spürbaren Rückgängen. Der gesunkene Ölpreis kommt sukzessive bei den Autofahrern an. Ob es weiter nach unten geht, hängt am Nahen Osten. Diesel verbilligte sich im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Donnerstags (9. April) um 7,3 Cent auf 2,346 Euro pro Liter. Damit sank der Preis leicht unter den jüngsten Rekordwert beim Dieselpreis, der noch am selben Donnerstagvormittag erreicht worden war, wie der ADAC mitteilt. Superbenzin der Sorte E10 verbilligte sich um 4,3 Cent auf 2,112 Euro pro Liter.
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Seit dem Absturz des Ölpreises in der Nacht von Dienstag (7. April) auf Mittwoch hat Diesel damit um 10,1 Cent pro Liter nachgegeben, E10 um 7,6 Cent. Experten hatten erwartet, dass es einige Zeit dauern wird, bis der niedrigere Ölpreis an den Zapfsäulen ankommt. Dies steht aber teilweise auch in der Kritik – unter anderem das Bundeskartellamt mahnte in diesem Zusammenhang bereits eine zügige Weitergabe der Entlastung bei sinkenden Rohölpreisen an. Insgesamt ist Tanken aber auch nach den aktuellen Rückgängen noch sehr viel teurer als vor Kriegsbeginn Ende Februar. Bei Diesel sind es noch 60 Cent, bei Superbenzin gut 33 Cent.
Ölpreis am Freitag kaum verändert
Wie sich die Preise entwickeln, dürfte in den nächsten Tagen aber vor allem davon abhängen, wie die Preise für Rohöl sind – und damit von der Situation im Nahen Osten. Vor den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran bewegte sich der Ölpreis am Freitagmorgen wenig und blieb klar unter der Marke von 100 US-Dollar, nachdem er nach Vereinbarung einer Waffenruhe fast auf 90 Dollar gesunken war. Ein Fass der für Europa wichtigen Nordseesorte Brent kostete mit Lieferung 96,76 US-Dollar und damit 0,9 Prozent mehr als am Vortag.
Reiche kritisiert SPD
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat Vorschläge der SPD zu Entlastungen der Verbraucher angesichts der hohen Spritpreise scharf kritisiert. Reiche sagte in Berlin: „Der Koalitionspartner ist in den letzten Wochen damit aufgefallen, Vorschläge zu unterbreiten, die teuer, wirkungsschwach und verfassungsrechtlich fragwürdig sind. Das führt zu Verwirrung und hilft den Verbrauchern nicht.“ Sie plädiere für Maßnahmen, die ökonomisch sinnvoll, zielgerichtet und haushaltsschonend seien. „Es braucht Preissignale, die erhalten bleiben müssen.“ Reiche sagte, sie erteile einer „Übergewinnsteuer“ eine klare Absage. Sie sei verfassungsrechtlich fragwürdig. Die Ministerin sprach sich erneut für die temporäre Anhebung der Pendlerpauschale aus. Für die Güter- und Logistikbranche solle die Dieselsteuer abgesenkt werden.
Vizekanzler und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) spricht sich als Gegenfinanzierung von Entlastungen für die Einführung einer „Übergewinnsteuer“ aus – eine Art Extra-Steuer für kriegsbedingte Profite von Mineralölkonzernen. Klingbeil ist außerdem für einen Spritpreisdeckel und eine Mobilitätsprämie zur Entlastung. Er lädt auch deswegen zu einem Energiepreis-Krisengipfel ein. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte die Hoffnung auf schnelle Entlastungen wegen der hohen Spritpreise gedämpft. Die Bundesregierung sei „in engstem Dialog“, man solle aber nicht mit kurzfristigen Entscheidungen rechnen, sagte der CDU-Chef.
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Mehr zum Benzinpreis
(mfz)
Künstliche Intelligenz
„Don’t Starve Elsewhere“: Survival‑Hit kehrt nach zehn Jahren zurück
Das diesjährige Line-up der Triple-i-Initiative zeigt vor allem eines: Survival bleibt ein wichtiges Thema im Indie-Bereich, wird aber zunehmend um spannende neue Elemente erweitert. Kein Wunder also, dass die wohl namhafteste Ankündigung unter den rund 40 vorgestellten Titeln die Fortsetzung eines der genreprägenden Spiele war: „Don’t Starve“ wird fortgesetzt.
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„Don’t Starve Elsewhere“ erweitert das bekannte Konzept
Klei Entertainment kündigte mit „Don’t Starve Elsewhere“ die Fortsetzung der mittlerweile dreizehn Jahre alten Survival-Reihe an. Das Studio bleibt dem bekannten Überlebensprinzip treu: Spielende sammeln Materialien, bauen eine Basis und kämpfen gegen eine feindliche Umgebung – allein oder im Multiplayer. Neu ist vor allem die Weltstruktur. Statt flacher Karten setzt Elsewhere auf vertikale Gebiete mit Bergen, Gewässern und Höhlensystemen. Laut Klei wird es verschneite Gipfel, Flüsse und verzweigte Untergrundbereiche geben. Die Spielwelt entsteht weiterhin prozedural, wird also bei jedem Durchlauf neu generiert.
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Don’t Starve Elsewhere – Game Announcement Trailer
Hinzu kommen unterschiedliche Klimazonen, etwa Regen in Waldgebieten oder extreme Kälte in großen Höhen. Eine zentrale Bedrohung bleibt ein sich ausbreitender Nebel, der laut Spielbeschreibung alles verflucht, was er berührt. Spielende müssen entscheiden, ob sie ihm ausweichen oder bewusst hineinlaufen, um Geheimnisse zu erkunden. Wann das schaurige Survival-Abenteuer erhältlich sein wird, bleibt vorerst offen. Bisher ist lediglich der PC via Steam als Plattform bekannt.
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„Pokémon“-Alternative nähert sich „Palworld“ an
Auch Crema stellte mit „Temtem: Pioneers“ eine Fortsetzung vor. Anders als der spielerisch nahe an Nintendos Erfolgsformel aus den „Pokémon“-Spielen angesiedelte Vorgänger verschiebt sich der Fokus hier in Richtung Survival, Crafting und Action-Kämpfe. „Palworld“ lässt grüßen. Das Spiel beginnt in einer neuen Region, die als unerforscht und gefährlich beschrieben wird.
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Dort gilt es, Ressourcen zu sammeln, Ausrüstung zu bauen und eine Unterkunft zu errichten. Das Sammeln von Kreaturen bleibt allerdings erhalten: Die Temtem dienen als Begleiter und Kämpfer und können angepasst werden. Einen Koop-Modus soll es ebenfalls geben. Während das ursprüngliche „Temtem“ noch teilweise über eine längere Early-Access-Phase finanziert wurde, konnte sich Crema dieses Mal Gelder über eine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne sichern. Ein Veröffentlichungstermin steht noch aus.
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Temtem: Pioneers – World Premiere Trailer | The Triple-i Initiative
Auch deutsche Studios vertreten: „Solarpunk“ und „Alabaster Dawn“
Deutlich entspannter fällt „Solarpunk“ aus, das vom deutschen Studio Cyberwave entwickelt wird. Spieler bewegen sich mit Luftschiffen über schwebende Inseln und bauen dort allein oder mit anderen Basen aus. Beim Crafting steht hier ein nachhaltiges System im Mittelpunkt: Tiere liefern etwa Ressourcen, ohne Schaden zu nehmen, und Energie wird über Wind, Wasser und Sonne erzeugt. „Solarpunk“ erscheint am 8. Juni 2026 für PC, Xbox Series X/S, Playstation 5 und Nintendo Switch 2.
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Solarpunk – Release Date Trailer | PS5 Games
Das ebenfalls in Deutschland angesiedelte Studio Radical Fish Games zeigte mit „Alabaster Dawn“ den geistigen Nachfolger ihres Indie-Hits „CrossCode“ von 2018. Das am 7. Mai in den Early Access startende Action‑RPG im Pixel-Stil wird neben genretypischen Kämpfen und Rätseln auch den Wiederaufbau einer zerstörten Welt beinhalten.
Neben den genannten Titeln gab es unter anderem auch neue Trailer zum Piraten-Abenteuer „Windrose“, dem neuesten „Castlevania“-Ableger „Belmont’s Curse“ und der Fortsetzung zu „Graveyard Keeper“. Eine vollständige Liste aller Ankündigungen bietet Triple-i auf der Showcase-Website an.
(joe)
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Südkorea: Mobilprovider versprechen einheitliche Mindestdatenrate von 400 kbit/s
Südkoreas größte Mobilfunkprovider werden die Datenrate in ihren Tarifen nach dem Ausschöpfen des Datenvolumens nur noch auf 400 kbit/s drosseln, um etwa Messenger und Kartendienste benutzbar zu lassen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das Wissenschafts- und IKT-Ministerium, das die Einigung mit SK Telecom, KT und LG Uplus erzielt hat. Von dem Schritt sollen fast 7,2 Millionen Kunden und Kundinnen profitieren, die keinen Vertrag mit einem unbegrenzten Datenvolumen besitzen. Die sollen zusammen etwa 190 Millionen Euro im Jahr einsparen, weil es unter Umständen nicht mehr nötig sein wird, Datenvolumen teuer nachzubuchen. Die Änderungen sollen demnach bis Ende Juni umgesetzt werden.
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Als vertrauensbildende Maßnahme
Zusätzlich zur Erhöhung der minimalen Datenrate hat die Regierung demnach auch noch erreicht, dass die Kontingente für Sprachanrufe und SMS-Nachrichten erweitert werden, die alten Menschen über 65 Jahren in Tarifen mit eingeschränktem Leistungsumfang zur Verfügung stehen. Davon sollen insgesamt 1,4 Millionen Senioren und Seniorinnen profitieren. Mit beiden Maßnahmen sollen die Provider dem Ministerium zufolge auch Vertrauen zurückgewinnen, das sie beispielsweise mit massiven Datenlecks verspielt haben. Das Recht auf Zugang zu Daten für Kommunikationszwecke müsse zudem gestärkt werden, „um die alltägliche Kommunikation und den grundlegenden Zugang zu Informationen für alle zu gewährleisten“, zitiert Yonhap.
Dass die Datenrate in Mobilfunktarifen massiv gedrosselt wird, wenn das gebuchte Volumen aufgebraucht ist, ist auch hierzulande eine übliche Praxis, wenn auch nicht ohne positive Ausnahme. Normalerweise kann man dann nur noch mit 64 kbit/s weitersurfen, was für eine sinnvolle Nutzung viel zu wenig ist. Die meisten Anwendungen funktionieren damit überhaupt nicht. Je nach Tarif sind aber trotzdem noch stärkere Drosselungen auf 32 oder gar 16 kbit/s üblich. Es gibt sogar Tarife, in denen das Internet komplett gesperrt wird, in der Praxis haben die Drosselungen aber fast vergleichbare Folgen. Gleichzeitig nutzen einige Anbieter die Notlage von Nutzern und Nutzerinnen ohne verbleibendes Datenvolumen gnadenlos aus, nachgebuchte Mengen sind dann viel teurer als das im Vertrag enthaltene.
(mho)
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