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Google Ads im B2B: Von teuren Klicks zu messbaren Leads


In der Theorie klingt es simpel: Google Ads schalten, Klicks erhalten und Leads generieren. Doch die Realität ist deutlich vielschichtiger: lange Customer Journeys, komplexe Produkte und hohe Kosten. Oft vergehen Monate, bis aus einem Klick tatsächlich ein Abschluss wird. In diesem Artikel beleuchte ich die gängigsten Hürden für Google Ads im B2B-Bereich und zeige Dir, wie wir diese in 6 Schritten meistern.

B2B auf 4 Würfeln. Symbolisiert Geschäftsbeziehungen zwischen Geschäftskunden.Google Ads im B2B: Von teuren Klicks zu messbaren Leads

Ausgangslage: Google Ads im B2B

Wahrscheinlich liest Du diesen Artikel gerade, weil Du vor der Herausforderung stehst, Google Ads für B2B zu schalten. Und wahrscheinlich stellst Du Dir genau die gleichen Fragen, die sich vor Dir schon viele andere gestellt haben:

  • Wie bewerbe ich mein Produkt bei Google?
  • Welches Produkt sollte ich überhaupt bewerben?
  • Wie erkläre ich mein Produkt?
  • Welches Budget benötige ich für die Bewerbung?
  • Welches Ziel habe ich mit Google Ads? Wie deckt sich dieses Ziel mit den Unternehmenszielen?
  • Wer ist eigentlich meine Zielgruppe?

Was ist ein Lead tatsächlich wert?

Eine Beschreibung, vor welchen Herausforderungen Unternehmen bei der Werbung mit Google stehen können.Eine Beschreibung, vor welchen Herausforderungen Unternehmen bei der Werbung mit Google stehen können.

Google Ads im B2B stellt viele Werbetreibende vor große Herausforderungen.

Google Ads für B2B kann ein guter und schneller Weg sein, um Informationen über die eigene Zielgruppe zu erhalten, die Markenbekanntheit zu steigern und Leads zu generieren. Hältst Du Dich aber nicht an einfache Grundregeln, wirst Du sehr schnell Geld bei Google verbrennen, ohne sichtbare Erfolge zu generieren. Im Folgenden zeige ich Dir 6 Schritte, mit denen wir nachweislich erfolgreich Google Ads im B2B steuern.

Bevor Du mit Google Ads startest, mach Dir Gedanken zu Deinem Sortiment.

1.   Wähle das richtige Produkt

Ein grundlegendes Produktverständnis ist der erste und vielleicht wichtigste Schritt, um zu entscheiden, ob Google Ads für Dich infrage kommt. Überlege, welche Probleme Deine Produkte oder Dienstleistungen lösen und welche Bedürfnisse sie erfüllen. Diese tiefen Kenntnisse ermöglichen es Dir später, präzise Keywords zu identifizieren, die die Sprache und die Suchintentionen Deiner Zielgruppe widerspiegeln.

Folgende Fragen solltest Du zur Auswahl Deines Produktes oder Deiner Leistung stellen:

1. Ist meine Leistung erklärbar?
Je kleinteiliger und komplexer Dein Produkt oder Deine Leistung ist, desto mehr Informationsbedarf haben Nutzer*innen. Das verlängert Entscheidungsprozesse und verringert die Abschlusswahrscheinlichkeit.Ist Dein Produkt oder Deine Leistung stark erklärungsbedürftig oder stellst Du fest, dass Deine Leads noch viele Fragen zu Umfang und Leistung haben, setze zuerst auf Maßnahmen wie Content Marketing und SEO, um gezielt Inhalte für diesen Schritt der Customer Journey zu entwickeln. Erst danach kommt Google Ads ins Spiel.

2. Ist meine Leistung ein Problemlöser?
Adressiert Deine Leistung ein konkretes Problem, nach dem Nutzer*innen bereits aktiv suchen? Perfekt! Die Nachfrage und das Suchvolumen sind vermutlich schon da und Du kannst direkt mit Google Ads loslegen.

3. Habe ich eine eindeutige Zielgruppe?
Eine Zielgruppenanalyse fasst die grundlegenden demografischen und interessensbasierten Merkmale einer Gruppe potenzieller Kunden*innen zusammen. Sie bietet einen allgemeinen Einblick in die Bedürfnisse und Interessen Deiner Zielgruppe. Je klarer Deine Zielgruppe definiert ist, desto effizienter lässt sich Google Ads darauf ausrichten.

Nutze unbedingt auch Deine eigenen erhobenen Daten zur Zielgruppen-Definition. Mach Dir bewusst, wer eigentlich sucht: Entscheider*innen oder Mitarbeiter*innen? Unschärfe verbrennt bei Google Ads schnell Geld.

4. Habe ich einen hohen Auftragswert oder Customer Lifetime Value?
Werbung bei Google Ads zu schalten, macht nur dann Sinn, wenn der Wert der verkauften Leistung oder des verkauften Produkts die Werbekosten übersteigt. Zwar können wiederkehrende Kund*innen einmalige oder hohe Akquisekosten rechtfertigen, aber wenn Du von Beginn an Deine Profitabilität bei der Auswahl und Bewerbung von Produkten berücksichtigst, wirst Du schneller signifikante Ergebnisse erzielen.
Idealerweise steuerst Du Google Ads dabei direkt nach Marge aus und ziehst zur Berechnung Deiner Marge nicht nur die Kosten für die Bewerbung, sondern alle produktbezogenen Kosten heran.

5. Sind meine Wettbewerber bereits bei Google Ads aktiv?
So widersprüchlich es klingen mag: „Wettbewerb belebt das Geschäft“ gilt auch bei Google Ads. Wenn es Wettbewerb gibt, gibt es in der Regel auch Nachfrage: ideal, um in möglichst kurzer Zeit Informationen über Deine Zielgruppe zu erlangen und Ads effizienter auszuspielen.

6. Ist meine Leistung wettbewerbsfähig?
Wettbewerb kann sich positiv auf Dein Geschäft auswirken, weil es wahrscheinlich schon eine Nachfrage gibt, die Du bedienen kannst. Gleichzeitig nützt die größte Nachfrage nichts, wenn sich Dein Produkt oder Deine Leistung nicht von der Masse abheben, sie dem Markt nicht entsprechen oder preislich nicht attraktiv sind.

Nach der Beantwortung der obigen Fragen solltest Du eine gute Vorstellung davon haben, welches Produkt oder welche Leistung Du bei Google Ads bewerben und welche Nutzer*innen Du mit Deiner Werbung erreichen möchtest. Im zweiten Schritt beschäftigen wir uns damit, wie Du Deine potenziellen Kund*innen mit der richtigen Landingpage zum Abschluss bewegst.

2.   Baue eine sehr gute Landingpage

Viele Google Ads-Kampagnen scheitern nicht an der Kampagne selbst, sondern an der Landingpage. Genau aus diesem Grund solltest Du bei der Erstellung Deiner Landingpage niemals sparen. Nimm Dir Profis an die Hand und erstelle Seiten, die speziell für SEA optimiert wurden.

Zunächst solltest Du Dir bewusst machen, ob potenzielle Nutzer*innen schon alle Informationen haben, die sie für eine Entscheidung brauchen. Bedenke, dass SEA spät in der Customer Journey eingesetzt wird und die User zu diesem Zeitpunkt gut über ein Produkt oder eine Leistung informiert sind. Nutzer*innen, die auf SEA-Anzeigen klicken, haben oft eine bewusste Erwartungshaltung, die die SEA-Landingpage „einfach“ erfüllen muss.

 Eine Visualisierung der verschiedenen Touchpoints bei einer Suchanfrage. SEA greift oft erst spät in der Customer Journey, viele andere Anfragen sollten über SEO abgedeckt werden. Eine Visualisierung der verschiedenen Touchpoints bei einer Suchanfrage. SEA greift oft erst spät in der Customer Journey, viele andere Anfragen sollten über SEO abgedeckt werden.

SEA setzt oft erst spät in der Customer Journey an. SEO und Content Marketing sind daher vorgelagerte, wichtige Maßnahmen, um Nutzer*innen in der Informationsphase (grün) zu erreichen. Erst wenn Nutzer*innen über diverse Touchpoints vorqualifiziert sind, sollten Google Ads zur tatsächlichen Transaktion geschalten werden (rot).

Eine gute SEA-Landingpage folgt dabei einer klaren Logik:

  • Bestätigung: „Du bist hier richtig.“
  • Differenzierung: „Darum ist dieses Angebot relevant für Dich.“
  • Sicherheit: „Du kannst uns vertrauen.“
  • Handlung: „Das ist der nächste Schritt.“

Wie wichtig die Qualität der Landingpage für den Erfolg von Google Ads ist, verrät Dir meine Kollegin Alex in ihrem Blogbeitrag.

Ziel & Funktionsweise von SEA-Landingpages

Das primäre Ziel einer SEA-Landingpage ist klar: eine Conversion auslösen. Alles, was diesem Ziel nicht dient, ist potenzieller Ballast. In der Praxis zeigen sich bei Seiten, die im SEA gut performen, immer wieder ähnliche Muster:

  • starkes Nutzerversprechen Above the Fold, mit einem klaren CTA
  • wesentliche Produktmerkmale und USPs werden knapp und bündig gelistet
  • Trust-Elemente wie Zertifikate oder Siegel sowie Kundenergebnisse werden prominent dargestellt
  • klare Nutzerführung ohne Ablenkungen und Nebenpfade

Sekundäre Effekte wie bessere Qualitätsfaktoren, niedrigere Klickpreise oder eine höhere Anzeigenrelevanz ergeben sich fast automatisch, wenn Nutzer*innen das Gefühl haben, genau das zu bekommen, was sie erwartet haben und häufig die gewünschte Aktion (Conversion) auslösen.

Unsere SEA-Landingpage-Vorlage zeigt Dir exemplarisch, wie eine Landingpage aufgebaut sein kann. Dabei dient die Vorlage nur als Orientierung, da sich der Aufbau je nach Produkt oder Dienstleistung unterscheiden kann.

Wann solltest Du eine eigene Landingpage erstellen?

Versetze Dich in die Lage Deiner potenziellen Kund*innen und überlege, welche Inhalte sie bei der Suche nach Deinen Produkten erwarten und welche Fragen sie beantwortet haben möchten. Hast Du zu diesen Fragestellungen bereits eine Zielseite? Dann überlege, ob sich eine SEA-Landingpage ausreichend unterscheiden würde. Wenn Deine bestehende Seite aus SEA-Sicht effizient sein kann, lohnt sich der Aufwand für eine separate Seite vermutlich nicht, insbesondere, wenn Du jemanden mit der Erstellung beauftragen und bezahlen musst.

Bedenke aber auch, dass sich die Anforderungen im Laufe der Zeit ändern können. Skaliert Deine Google Ads-Kampagne und der Traffic auf Deiner Seite steigt, solltest Du regelmäßig die Performance Deiner Zielseiten prüfen und gegebenenfalls eine eigene SEA-Landingpage erstellen. Suchintention und Kundenverhalten können sich ändern, weshalb sich Deine Seite den Gegebenheiten immer anpassen sollte.

Meine Kollegin Franziska verrät Dir weitere Tipps, die Dir bei der Entscheidung für oder gegen eine eigene SEA-Landingpage helfen. In seinem Video erklärt Dir unser Geschäftsführer Julian außerdem, worauf es bei der Erstellung einer B2B-Landingpage ankommt.

Du weißt nun, welches Produkt Du an wen vermitteln möchtest. Du hast passende Suchbegriffe und Texte identifiziert und die passende Landingpage gefunden. Im nächsten Schritt schauen wir auf Eigenheiten bei Google Ads, insbesondere im Hinblick auf das Budget.

3. Nimm genug Budget in die Hand

Stell Dir vor, Deine Firma bietet eine Fertigungsstraße für die Fahrzeugproduktion an. Diese kostet mehrere 100.000 Euro. Für die Bewerbung der Google Ads hat Dein Unternehmen 800 Euro eingeplant.

Du stellst wahrscheinlich anhand dieses Beispiels fest, dass der Warenwert und die Google Ads-Kosten in keinem guten Verhältnis stehen. Google Ads funktioniert Algorithmus-basiert und wie jeder Algorithmus benötigt Google Ads Daten. Viele Daten.

Um ausreichend Insights zu Deinen Kampagnen, Deiner Zielgruppe und Deinen Produkten zu erhalten, solltest Du pro Keyword mindestens 1.000 Klicks sammeln – besser noch mehr. Um zu bewerten, wie viel Budget Du benötigst, um Deine Ziele zu erreichen, haben wir eine einfache Rechnung erstellt. Die Werte entsprechen dabei unseren Erfahrungen aus der Praxis, können aber je nach Dienstleistung oder Produkt variieren.

Eine vereinfachte Rechnung zur schnellen Bestimmung der Budgethöhe bei Google Ads, basierend auf Klickvolumen.Eine vereinfachte Rechnung zur schnellen Bestimmung der Budgethöhe bei Google Ads, basierend auf Klickvolumen.

Der CPO bleibt in allen Fällen gleich – die Datengrundlage für Google Ads ändert sich aber wesentlich. Während zwei Leads Zufall sein können, ergeben sich aus 200 Leads wahrscheinlich bereits Muster, die wir gezielt analysieren und nutzen können.

Die Gleichung lässt sich auch in die andere Richtung auflösen – zum Beispiel dann, wenn Du eine Vorgabe für die Leads hast und daraus das passende Budget ableiten möchtest.

Eine vereinfachte Rechnung zur schnellen Bestimmung der Budgethöhe bei Google Ads, basierend auf Leadvolumen.Eine vereinfachte Rechnung zur schnellen Bestimmung der Budgethöhe bei Google Ads, basierend auf Leadvolumen.

Alle genannten Werte dienen rein der Orientierung.

Warum braucht Google Ads (ausreichend) Budget?

Wie oben bereits erwähnt, arbeitet Google datengetrieben. Vor allem die fortgeschrittenen Funktionen wie Smart Bidding (automatisierte Gebotsstrategien) benötigen eine solide Datengrundlage, um sauber zu funktionieren. Dabei spielt es (fast) keine Rolle, ob Du in Google Ads nur die reine Conversion oder weichere Signale wie Verweildauer, Scrolltiefe, Klickverhalten etc. misst. Je größer die Menge an verwertbare Daten, desto besser wird Google Ads Deine Ziele erreichen.

Mach Dir aber auch bewusst, dass die Customer Journey im B2B oft lang ist und Ergebnisse erst nach Wochen oder Monaten erzielt werden. Stelle sicher, dass Dein Budget immer in ausreichender Höhe zur Verfügung steht, um nahtlos und konsistent Daten zu sammeln.

Hast Du nicht so viel Budget zur Verfügung? Meine Kollegin Jana gibt Dir in ihrem Blogbeitrag Tipps, wie Du auch mit kleinen Google Ads-Budgets das Beste aus Deinen Kampagnen herausholst.

4. Tracking ist das A und O

Wenn Du wissen möchtest, wie Deine Google Ads-Kampagnen wirklich performen, kommst Du um Conversion Tracking nicht herum. Korrektes Conversion Tracking hilft Dir bei der Erfolgsbewertung von Kampagnen, gibt Dir Insights zu Deinen Landingpages und Zielgruppen und ermöglicht den effizienten Einsatz Deines Budgets.

Herausforderungen

Im B2B sehen wir oft die gleichen Herausforderungen:

  • Suchvolumen und Nutzeranzahl sind in Google Ads oft begrenzt und niedrig, weshalb es lange dauert, bis eine ausreichende Datengrundlage vorhanden
  • Selten findet der Kaufabschluss direkt über Google Ads statt. In den meisten Fällen werden Vertrieb oder Sales aktiv und treten in den direkten Kundenkontakt. Die Information darüber, was nach der Website-Interaktion mit potenziellen Kund*innen passiert, wird nicht an Google Ads zurückgespielt.
  • Die Customer Journey ist im Schnitt 100 Tage lang, manchmal länger. Das macht kein Tool mit, da Daten je nach Anbieter bereits nach wenigen Stunden oder Tagen automatisiert gelöscht werden. Die Relation zwischen Klick und Aktion kann nicht mehr hergestellt Eine Bewertung ist damit unmöglich.

EU, Cookies, Consent-Banner: Vielen Daten dürfen gesetzlich aufgrund des Datenschutzes nicht verwendet werden, wenn Nutzer*innen der Datenverarbeitung nicht aktiv zustimmen.  Übrigens: Um den Consent Mode V2 kommst Du nicht drum herum, wenn Du Google Tracking verwendest.

Lösung

Diese Probleme sollten Dich nicht davon abhalten, erfolgreiche B2B-Kampagnen im SEA zu schalten. Es gibt mindestens 4 Wege aus dem Dilemma:

1. Lass Deinen Vertrieb aktiv die Frage stellen, wie Kund*innen auf eure Leistungen oder Produkte aufmerksam geworden sind und was den Ausschlag gegeben hat, sich bei euch zu melden. Diese Self Reported Attribution gibt Dir einen guten Überblick darüber, wie Nutzer*innen auf euch aufmerksam geworden sind und welche Werte und Signale dazu beigetragen haben, dass sie euch kontaktiert haben.

2. Überprüfe regelmäßig manuell, welche Sales-Kontakte zu Abschlüssen geführt haben und über welchen Ursprungskanal sie generiert wurden. Achte dabei von Beginn darauf, an alle verfügbaren Informationen aus dem ersten Kundenkontakt konsequent zu dokumentieren – insbesondere Tracking-Daten wie die GCLID (Google Click ID). Wenn möglich, sollten diese Daten anschließend per Offline Conversion Import zurück an Google gespielt werden, um die Qualität der Kampagnen und die Auswertung nachhaltig zu verbessern.

3. Die gesetzlichen Regelungen rund um die DSGVO erschweren das Tracking von Third Party Cookies. Nutzer*innen müssen der Datenverarbeitung explizit zustimmen. Ohne Zustimmung darfst Du keine Daten an Drittanbieter weitergeben, wodurch Dir die Grundlage für Deine Bewertungen fehlt. Mit Server Side Tracking kannst Du dieses Problem minimieren und gewinnst zu einem gewissen Teil die Kontrolle über Nutzerdaten zurück. Die Daten liegen zunächst auf einem rechtlich konformen Server und Du kannst aktiv entscheiden, ob und welche Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Idealerweise erhebst Du beim Server Side Tracking auch noch zusätzliche Informationen wie Scrolltiefe, Verweildauer und Buttonklicks, sofern diese Events für Deine Customer Journey relevant sind.

4. Mit Schritt 3 haben wir Dir bereits gezeigt, wie Du Dein notwendiges Google Ads-Budget leicht errechnest. Um aussagekräftige Daten zu gewinnen, kannst Du Dein Budget nun konsolidieren und über einen begrenzten Zeitraum bewusst maximieren. Anstatt das Budget von 1.000 Euro pro Monat über fünf Monate hinweg zu verteilen, setzt Du 5.000 Euro in einem Monat ein und danach sofort nichts mehr. Merkst Du eine Änderung bei den Leads? Wie qualitativ sind Deine Leads? Bewerte die Ergebnisse genau und passe Dein Budget entsprechend an.

Achtung: Diese Methode verspricht gute Ergebnisse, wenn Du die vorherigen Punkte bereits beachtet hast. Häufiges Pausieren der Google Ads-Kampagnen birgt jedoch auch Risiken, da Google nach der Pausierung neu lernen muss. Neue Lernphasen führen oft zu unkontrolliertem Budgeteinsatz. Benutze diese Methode also nur, wenn Du die vorherigen Schritte sauber abgearbeitet hast!

Solltest Du Herausforderungen beim Thema Conversion Tracking haben, sprich uns gern an. Unsere Expert*innen helfen Dir gern bei der korrekten und DSVGO-konformen Einrichtung.

5. Gib Deinen Kampagnen Zeit

B2B-Performance ist kein Sprint, sondern ein datengetriebener Marathon. Gib Deinen Kampagnen die Zeit, die sie zum Lernen und Datensammeln benötigen. Es kann vorkommen, dass vom Lead zum Sale Monate vergehen, auch wenn wir uns im SEA bereits am Ende der Customer Journey befinden. Stecke Deinen Kopf nicht in den Sand, wenn die Conversions nicht direkt durch die Decke gehen.

Durchschnittliche Tage im B2B und B2C zwischen Interaktion und Conversion in Google Ads.Durchschnittliche Tage im B2B und B2C zwischen Interaktion und Conversion in Google Ads.

Google Ads misst automatisch die Zeit zwischen erster Kundeninteraktion (meist Klick auf eine Anzeige) und Abschluss. Im B2B dauert diese Phase, Conversion Delay genannt, häufig mehrere Wochen, aber auch im E-Commerce sehen wir ähnliche Ergebnisse.

Wie lange solltest Du testen und warten?

  • Lass Deine Kampagnen mindestens 2–3 Monate laufen. Der Google Ads-Algorithmus benötigt in der Regel 2–3 Wochen, um sich auf neue oder angepasste Bedingungen einzustellen, und läuft erst dann stabiler. Gib dem Algorithmus immer genügend Zeit, bevor Du Änderungen vornimmst.
  • Stelle sicher, dass Dein Budget ausreichend hoch und nicht eingeschränkt ist, um mindestens 30–50 Leads pro Monat zu generieren. Nutze zur Bestimmung des Budgets unsere Rechnung aus Punkt 3!
  • Bedenke, dass aufgrund von Conversion Delays die Daten unvollständig sein könnten und Du Entscheidungen auf Basis fehlerhafter Daten triffst.
  • Berücksichtige bei der Bewertung Deiner Daten immer die Qualität der Leads. Generierst Du viele wertvolle Leads über Google Ads, lass Deine Kampagnen laufen und erhöhe gegebenenfalls nur das Budget. Haben Deine Leads jedoch eine geringe Qualität, solltest Du eingreifen und Dein Budget zielgerichteter einsetzen.

6. Optimiere Deine Kampagnen

Auch wenn Geduld ein wichtiger Faktor ist und Du Deinen Kampagnen genug Zeit geben solltest, bedeutet das nicht, dass Du untätig vor Google Ads sitzen solltest. Nutze die gewonnenen Daten, um sie zu analysieren und mit Deinen Zielen abzugleichen. Passen Deine Suchbegriffe und Texte zur Intention der Nutzer*innen? Finden Nutzer*innen auf Deiner Landingpage die Informationen, die sie erwarten? Hinterfrage den Status quo und überlege Dir potenzielle Änderungen und Verbesserungen, um die Nutzererfahrung zu steigern und mehr Abschlüsse zu generieren.

Ein Kreislauf aus Daten, Analyse, Hypothese, Test und Skalierung. Daten sammeln und analysieren, Ableitungen daraus treffen und testen und gegebenenfalls skalieren.Ein Kreislauf aus Daten, Analyse, Hypothese, Test und Skalierung. Daten sammeln und analysieren, Ableitungen daraus treffen und testen und gegebenenfalls skalieren.

Bei Google Ads gibt es keinen Stillstand. Suchbegriffe, Texte und Landingpages lassen sich kontinuierlich optimieren. Durch gezieltes Testing können immer wieder neue Daten gesammelt werden, um das Budget effizienter einzusetzen und Kampagnen zu skalieren.

Qualitätsfaktor

Google Ads hat zur einfachen Bewertung dieser Fragen eine eigene Metrik: den Qualitätsfaktor. Dieser setzt sich wie folgt zusammen:

Google bewertet den Qualitätsfaktor bei jeder Anfrage neu und belohnt Übereinstimmung mit niedrigen Klickpreisen und guten Anzeigenrängen. Gleichzeitig straft Google Werbetreibende rigoros ab, sollte der Qualitätsfaktor nicht den Erwartungen entsprechen. Folgen sind unter anderem erhöhte Klickpreise oder, dass Anzeigen nicht mehr prominent anzeigt oder gar nicht ausgespielt werden. Mehr zum Thema Landingpage-Qualität und dem Qualitätsfaktor findest Du im Blogbeitrag meiner Kollegin Alexandra.

Konstantes Analysieren von Daten, Testen von Hypothesen und Anpassen der Kampagnen hilft Dir bei der Skalierung von Google Ads.

Zentrale Stellschrauben in Google Ads

Über Erfolg oder Misserfolg mit Google Ads im B2B entscheiden oft kleine Maßnahmen. Je regelmäßiger Du die hier genannten Einstellungen und Punkte überprüfst und hinterfragst, desto wahrscheinlicher wirst Du Dir einen Performance-Vorsprung gegenüber Deinen Konkurrenten erarbeiten.

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  • Du solltest in jedem Fall regelmäßig Deine Keywords und Suchbegriffe analysieren und irrelevante Begriffe ausschließen.
  • Auf Deiner Landingpage solltest Du Struktur, Inhalt und Formulare passend zum Suchverhalten Deiner Nutzer*innen optimieren.
  • In den Google-Einstellungen solltest Du Standorte, Geräte, Zielgruppen und Werbezeiten bewerten und gegebenenfalls anpassen.

Ein wichtiger Teil Deiner Google Ads-Strategie für B2B sollten Deine Anzeigentexte sein. Je konkreter Du USPs oder Pain Points nennen kannst, umso wahrscheinlicher wird Deine Zielgruppe auf Deine Anzeigen klicken. Wenn Du Deine Nutzer*innen zusätzlich explizit ansprichst, erhöhst Du Deine Chancen weiter.

Wenn Du ausreichend Daten in Google Ads gesammelt hast, nutze Gebotsstrategien. Diese identifizieren automatisiert Nutzer*innen, die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eine gewünschte Aktion durchführen. Stelle sicher, dass Du die passende Gebotsstrategie für Deine Ziele nutzt und dass Du immer genug Budget zur Verfügung stellst.

Fazit: Erfolgreiche Kampagnen im B2B

Du kannst Google Ads und B2B meistern, wenn Du Dich auf wenige wichtige Schritte konzentrierst:

  • Wähle das richtige Produkt, das Umsatz liefert.
  • Setze auf eine passende Landingpage, die Nutzer*innen zu Kund*innen konvertiert.
  • Gib Google Ads genug Budget, um belastbare Daten zu sammeln und Muster zu erkennen.
  • Tracke Deine Daten sauber, um Deine Google Ads-Maßnahmen bewerten zu können.
  • Optimiere konstant und hinterfrage immer den Status quo.
  • Gib Deinen Kampagnen Zeit.

Kurz: B2B im Performance Marketing = Relevanz x Daten x Zeit

Wenn Du Unterstützung bei Deinen Google Ads brauchst, helfen wir Dir gern. Melde Dich einfach bei uns! Wir sprechen unverbindlich über Deine Herausforderung und die beste Lösung dafür.

Bildnachweis: Titelbild: [Gambar]/stock.adobe.com; Bild 2: google-ads-b2b-herausforderungen/seokratie.de; Bild 3: customer-journey/seokratie.de; Bild 4: budget-rechnung/seokratie.de; Bild 5: budget-rechnung-rückwärts/seokratie.de; Bild 6: conversion-delay/seokratie.de; Bild 7: optimierungs-loop/seokratie.de



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Mit Clips erhält jetzt auch Prime Video einen Feed à la TikTok


Prime Video bekommt mit Clips einen neuen vertikalen Feed für Filme, Serien und Live Content. Damit ist Amazon der jüngste Streaming-Konzern, der die Macht kurzer Attention-Formate und algorithmischer Discovery nicht länger Social Media überlassen möchte.

Netflix hat erst vor wenigen Tagen bekanntgegeben, einen vertikalen Video-Feed namens Clips einzuführen. Unter demselben Namen führt jetzt auch Amazons Prime Video einen solchen Feed ein. Clips bei Prime Video soll, genau wie auf Netflix, Nutzer:innen Filme und Serien über einen vertikalen Social Feed à la TikTok, Instagram Reels oder YouTube Shorts entdecken lassen. Bei Prime Video können User im neuen Clips Tab sogar Live Content entdecken.

Der neue Tab startet zunächst für ausgewählte Nutzer:innen in den USA auf iOS, Android und Fire Tablets. Laut Amazon soll der Roll-out im Sommer ausgeweitet werden.


Netflix testet TikTok-ähnliche Discovery Experience für Streaming-Inhalte

Netflix zeigt vertikale Clips aus Serien, Reality-Formaten und Podcasts in einer TikTok-ähnlichen mobilen Ansicht.
© Netflix

So funktioniert der Clips Tab auf Prime Video

Der neue Clips Tab erscheint direkt auf der mobilen Startseite von Prime Video. Nutzer:innen können dort vertikale Kurzclips aus Filmen, Serien oder Sportformaten durchscrollen. Ursprünglich startete das Format laut Amazon nur mit NBA Highlights während der NBA-Saison 2025/26. Jetzt erweitert der Konzern Clips auf Inhalte aus dem gesamten Prime Video-Katalog.

Wer einen Clip antippt, landet in einem vertikalen Fullscreen Feed mit weiteren personalisierten Empfehlungen auf Basis des bisherigen Sehverhaltens. Direkt aus dem Feed heraus können Nutzer:innen Inhalte starten, kaufen, leihen, abonnieren, speichern, liken oder mit anderen teilen. Geteilte Clips führen per Link direkt zurück in die Prime Video App, wo anschließend weiter durch Clips gescrollt werden kann. Brian Griffin, Director of Global Application Experiences bei Prime Video, erklärt:

Clips gives customers a whole new way to browse with short, personalized snippets tailored to their interests […]. Whether they have a few minutes to scroll or are looking for something to watch when they have more time, entertainment is just a tap away.

Die Funktion reiht sich in mehrere größere Mobile Updates für Prime Video ein. Amazon verweist unter anderem auf automatisch abgespielte Trailer auf der Startseite, neue vertikale Vorschaubilder für Smartphones und einen überarbeiteten Player mit zusätzlichen Infos zu Cast, Trivia und weiteren Inhalten.

Der Kampf um Aufmerksamkeit macht Streaming social

Social-Dienste wie TikTok, Instagram oder YouTube haben zuerst verändert, wie Nutzer:innen Inhalte konsumieren und entdecken. Mit dem Aufstieg KI-gestützter Empfehlungssysteme übernehmen algorithmische Feeds inzwischen immer stärker die Auswahl passender Inhalte, statt dass User aktiv danach suchen. Gleichzeitig entwickeln sich TikTok, Instagram oder YouTube mit ihren Kurzvideo-Feeds immer stärker zu Entertainment-Plattformen, die klassischen Streaming-Diensten zunehmend Konkurrenz um Aufmerksamkeit und Nutzungszeit machen. Genau dadurch geraten klassische Streaming-Dienste immer stärker unter Druck.

Prime Video, Netflix und andere Plattformen wollen nicht länger nur Serien hosten, sondern die Aufmerksamkeit von TikTok und Co. wieder stärker in die eigenen Apps zurückholen. Die neuen vertikalen Feeds sollen deshalb nicht nur die Discovery verbessern, sondern vor allem Watchtime, Interaktion und In-App Engagement erhöhen. Denn je länger Nutzer:innen innerhalb des eigenen Plattformkosmos bleiben, desto stärker können Anbieter:innen Aufmerksamkeit, Empfehlungen und potenzielle Kaufentscheidungen kontrollieren. Neben Netflix und Prime Video testen auch Disney, Peacock oder Tubi bereits ähnliche vertikale Discovery Feeds oder haben sie schon eingeführt.

Für Marketer dürfte es angesichts des Trends hin zu kurzen Attention-Formaten immer wichtiger werden, aufmerksamkeitsstarke Snippets für algorithmische Feeds zu entwickeln. Filme und Serien werden schon heute häufig über kurze Clips auf TikTok, Instagram oder YouTube entdeckt. Dass die Oscars ab 2029 erstmals exklusiv auf YouTube übertragen werden und die traditionsreiche ABC-Ära nach der 100. Verleihung endet, ist eines der deutlichsten Zeichen dafür, wie stark sich Entertainment inzwischen Richtung Streaming und Social Discovery verschiebt.


Netflix-Werbung mit Amazon-Shopping-Daten:
Super Audience Match

Netflix Office mit Logo. Sesseln in einem langen Gang, Fenster an der Seite, bunt
© Netflix via Canva





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Google testet neues Videomodell Gemini Omni


Testoptionen für Googles Modell Gemini Omni sind aufgetaucht. Damit können User direkt im Gemini Chat Videos bearbeiten und remixen. Es könnte eine Weiterführung von Veo 3.1 und Nano Banana 2 sein.

Der Name Omni verspricht viel: Gemini Omni könnte Googles bisher leistungsfähigstes KI-Visual-Modell werden. Noch gibt es keine offizielle Bestätigung dazu, dass dieses überhaupt geplant ist, geschweige denn vor dem Roll-out steht. Doch die könnte im Rahmen der nahenden I/O am 19. und 20. Mai folgen. Dass kurz zuvor Hinweise auf den Test mit einem neuen Videomodell aufgetaucht sind, passt zum Timing. Der Reddit User Zacatac_391 informierte im Subreddit r/GeminiAI über seine Entdeckung. Dabei teilte er einen Screenshot, der ihm bei der Nutzung des Modells Gemini Flash in der Gemini App den Einsatz des Modells Gemini Omni vorschlug.

Gemini Omni: New video model?
by
u/Zacatac_391 in
GeminiAI

Mit dem Modell sollen mehrere Videobearbeitungsmöglichkeiten direkt im Gemini Chat ermöglicht werden, während die Kreation von Videos beispielsweise mithilfe von Templates stärker vereinfacht wird. Das erinnert an Fähigkeiten, die Googles Videomodell Veo 3.1 ebenso bietet, aber auch an Einsatzoptionen, die das KI-Bildgenerierungsmodell Nano Banana 2 inzwischen ermöglicht. Gemini Omni könnte sie verbinden. Und Zacatac_391 ist nicht der einzige User, der das Modell schon entdeckt hat.


Nach Sora-Aus:

Google pusht KI-Videogenerierung mit günstigem Veo 3.1 Lite

KI-Visuals nebeneinander vor dunklem Hintergrund, Schriftzug zu Veo 3.1 Lite
© Google via Canva

Gemini Omni taucht vereinzelt auf: Erster Test überzeugt Creator

Im Subreddit haben einige User ebenfalls berichtet, Gemini Omni beim Einsatz von Gemini schon gesehen zu haben. Wir selbst konnten im Test noch nicht darauf zugreifen. Doch auch der Publisher TestingCatalog berichtete jüngst von der Entdeckung des Modells im UI String für Gemini. In diesem Kontext tauchte Omni nahe dem Toucan genannten Videogenerierungsmodell auf Basis von Veo auf. Vorstellbar ist laut Autor Alexey Shabanov, dass Google mit Omni KI-Generierungsfähigkeiten der Veo- und Nano Banana-Modelle zusammenführt. Möglicherweise würde Omni dann eher ein Gemini-Modell darstellen und keine Nachfolgeversion von Veo 3.1.

Der Publisher konnte kurz darauf einen Test mit dem neuen Modell ausführen, der aber wie viele erste Tests von Usern im Subreddit schnell Nutzungs-Credits aufbrauchte. Im Test konnte das Modell die Prompt-Vorgaben größtenteils sehr genau umsetzen und sogar eine bessere Sound-Qualität als Veo 3.1 sowie passende Hintergrundmusik liefern.

Das leistungsstarke Modell Gemini Omni verspricht noch bessere KI-Videokreationen, die zahlreiche User – von Creatorn bis zu Brand Marketern – an Google und Gemini binden könnten. Allerdings steht die offizielle Ankündigung des Modells weiterhin aus. Wir blicken also gespannt auf die I/O kommende Woche und erwarten große Neuigkeiten, vielleicht auch zu Gemini Omni.


Nano Banana 2 ist da:

Googles schnellstes KI-Bildmodell mit Gemini-Weltwissen

Nano Banana 2-Schriftzug, einzelne KI-generierte Bilder
© Google via Canva

Stelle OnlineMarketing.de als bevorzugte Quelle auf Google ein

Wenn du OnlineMarketing.de auf Google als bevorzugte Quelle einstellen möchtest, um auch in den Schlagzeilen auf Google immer aktuelle News und Tipps aus der Welt des Marketing und der Tech-Entwicklungen zu finden, kannst du einfach die Google-Quelleneinstellungen aufrufen und die Seite anwählen. Über das Stern-Icon neben den Top Stories kannst du ebenfalls bevorzugte Quellen für die spätere Suche speichern.





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