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Antec Flux Pro Noctua Edition im Test
Nach Netzteilen und Grafikkarten kommt mit dem Antec Flux Pro Noctua Edition nun auch ein Gehäuse in markanter Noctua-Farbgebung. Eine überaus gelungene Kooperation, wie der Test zeigt, denn ein durchdachtes Gehäuse trifft auf eine exzellente Lüfterausstattung mitsamt entsprechender Kühlleistung. Der Preis: sehr hoch*.
Antec Flux Pro Noctua Edition
Seit geraumer Zeit beschränkt sich Noctua nicht mehr auf das eigene Produktsortiment, sondern stößt mit verschiedenen Kooperationen auch in neue Gefilde vor. Die in Zusammenarbeit mit Asus hervorgebrachten Grafikkarten waren zuletzt wiederholt die leisesten Modelle ihrer Klasse, wie zuletzt der Test der Asus GeForce RTX 5080 Noctua erneut zeigte. Auch das Netzteil in Kooperation mit Seasonic überzeugte.
Was jedoch bislang fehlte, war ein Gehäuse, das mit bewährter Kühlleistung hervorsticht. Genau hier setzt das vor knapp neun Monaten im Rahmen der Computex 2025 vorgestellte Antec Flux Pro Noctua Edition an.
- Premium Lüfterausstattung
- Sehr gute Verarbeitungsqualität
- Sehr gute Kühlleistung
- Erstklassiges Kabelmanagement
- Umfangreiche AiO-Optionen
- Üppiges Platzangebot
- Netzteilposition drehbar
- Sechs Jahre Garantie
- USB-C-Anschluss auf 10 Gbps beschränkt
- Fehlender GPU-Haltearm
- Keine Back-Connect-Aussparungen
- Software-Zwang für Info-Display
Unterschiede zur Basisversion
Noctua entwickelt das Rad dabei nicht völlig neu. Wie schon bei den anderen Kooperationen bedient sich Noctua eines bereits erhältlichen Produkts. Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich dabei um das Antec Flux Pro, das bereits im August 2024 vorgestellt wurde.
Während das Chassis in der Noctua Edition unverändert übernommen wird, sind die Anpassungen nicht nur optischer Natur. Zwar kommt das vom Hersteller bekannte braune Farbschema zum Einsatz, was die Noctua Edition aber vor allem ausmacht, sind die beigelegten Noctua-Lüfter – was sich auch preislich bemerkbar macht.
* Der Preis und dessen Rechtfertigung
Während das „herkömmliche“ Antec Flux Pro zu einem Preis von rund 210 Euro den Einzelhandel erreicht hatte und aktuell zu Preisen ab 180 Euro erhältlich ist, werden für die Antec Flux Pro Noctua Edition rund 400 Euro ausgerufen.
Über 200 Euro oder über 100 Prozent sind ein gehöriger Aufpreis, den Noctua jedoch klein zu rechnen weiß: Denn gegenüber dem Kauf der einzelnen Komponenten (Gehäuse, Lüfter und Lüftersteuerung) sollen Käufer rund 44 Euro sparen und die farbliche Anpassung gibt es quasi „gratis“ dazu.
In der Tat liegt das Gehäuse gegenüber dem Einzelkauf der Komponenten selbst mit Blick auf aktuelle Marktpreise preislich etwas niedriger. Absolut ändert sich dadurch am Kaufpreis nichts, relativ betrachtet aber schon. Das setzt natürlich voraus, dass man selbst keine Lüfter des gleichen Typs mehr rumliegen hat; zum Beispiel aus dem Gehäuse, dass das Antec ersetzen soll.
Was immer positiv zu bewerten ist: Während das einfache Flux Pro mit einer zweijährigen Garantie daherkommt, sind es bei der Noctua Edition sechs Jahre.
Das Antec Flux Pro Noctua Edition soll ab heute den Einzelhandel erreichen. Zunächst soll das Gehäuse vorrangig über den Noctua-Shop über Amazon* vertrieben werden, ehe es später auch bei anderen Vertriebspartnern geführt wird.
Äußeres Erscheinungsbild
Die äußeren Gehäusemerkmale des Antec Flux Pro Noctua Edition gleichen unverändert denen des Basismodells. Mit einer großzügigen Mesh-Front, Glasseitenteil und Lufteinlässen im Bodenbereich gibt es hier den aktuellen Standardaufbau zu sehen, mit einer Ausnahme. An der linken Gehäuseseite sitzt ein kleines Zahlen-Display, das CPU- und GPU-Temperatur ausgeben kann.
Die optischen Unterschiede zum Pendant fallen direkt ins Auge. Allen voran die Farbe. Deckel und linkes Sockelblech sind im typischen Noctua-braun gehalten. Gegenüber dem ansonsten üblichen schwarzen und weißen Gehäuseeinheitsbrei ist dies eine äußerst willkommene Abwechslung, wenngleich die Farbe nicht überall auf Anklang stoßen dürfte. Dessen ungeachtet harmoniert die Farbe sehr gut mit der Holzeinfassung aus Walnuss im Frontbereich. Die dezent an Front, Seite und Deckel angebrachten Schriftzüge passen ebenso gut zum Gesamtbild.
Innerhalb der ComputerBase-Community sind die Lager hinsichtlich der Farbgebung zwiegespalten, wie eine Umfrage aus dem Jahr 2024 zuletzt zeigte:
- PC-Lüfter und CPU-Kühler: Schwört ihr auf Noctua oder meidet ihr Braun und Beige?
Die Verarbeitung ist auf höchstem Niveau. Makel sind keine auszumachen. Als kleiner Wermutstropfen kann die Kunststofffront betrachtet werden. Schade ist auch, dass am I/O-Panel neben den obligatorischen Anschlüssen (Combo-Audio und 2 × USB 3.0) lediglich ein USB-3.1-Anschluss (3.1 Gen2/3.2 Gen2 Type C) geboten wird. Im Preisbereich von rund 400 Euro, wenngleich dieser in erster Linie durch die verbauten Lüfter erreicht wird, gehört USB-C mit einer Übertragungsrate von 20 Gbps zum guten Ton.
Innenaufbau und Alltagserfahrungen
Alle Außenelemente lassen sich werkzeuglos entnehmen. Für einen besseren Airflow sitzt hinter der Mesh-Front kein weiterer Staubfilter. Der einzige Filter sitzt im Boden. Dieser kann zur Reinigung nach vorne ausgezogen werden. Das Frontelement, wenngleich aus Kunststoff gefertigt, ist sehr gut verarbeitet. Farbabweichungen zum übrigen Gehäuse sind nicht zu erkennen.
Die linke Gehäuseseite ist zweigeteilt. Im oberen Bereich sitzt das vier Millimeter dicke Glaselement, das im oberen und unteren Kantenbereich schwarz eingefärbt ist. Darunter sitzt ein Lochgitter, hinter dem sich der Netzteilbereich befindet.
Die Hardware-Kammer ist in schwarz gehalten. Die gummierten Kabeldurchlässe und das Abdeckblech zum Netzteil sind als Akzente in „Noctua-braun“ gehalten. Besonderheiten werden keine geboten. Ganz im Gegenteil, denn sowohl das Flux Pro als auch das Antec Flux Pro Noctua Edition verzichten auf Aussparungen für rückwärtige Mainboard-Anschlüsse. Auch ein Haltearm für überlange und schwere Grafikkarten wird nicht geboten. Apropos Grafikkarten; eine vertikale Montage ist ab Werk nicht möglich. Hierfür muss ein optionales Bracket erworben werden.
Am Heck zeigt sich eine Kuriosität, die ansonsten zumeist bei kleineren µATX- oder ITX-Gehäusen zu finden ist, denn da, wo regulär das Netzteil sitzt, sitzt beim Antec Flux Pro (Noctua Edition) im Auslieferungszustand eine Blende mitsamt Kaltgerätesteckeraufnahme – doch hierzu später mehr.
Der äußerst robust gefertigte Deckel lässt sich mit nur einem Griff entfernen. Zur besseren Montage der Hardware sowie zur Anbringung von Lüftern oder eines Radiators kann die seitliche Querstrebe mitsamt Lüfter-Bracket entfernt werden.
Hinter der rechten Seitenwand verbirgt sich ein wohl geordnetes Kabelmanagement, das kaum Wünsche offen lässt. Mehrere Kabelführungen, zahlreiche Binder und äußerst viel Platz ermöglichen ein sauberes Verlegen der Kabel. Dabei sind sogar an der rechten Seite Klettbinder für die CPU-Stromkabel angebracht.
Die enthaltene Lüftersteuerung vom Typ NA-FH1 sitzt in der linken oberen Ecke. Sie ist magnetisch angebracht und kann daher variabel positioniert werden.
Für Festplatten stehen insgesamt sechs Halterungen zur Verfügung, von denen zwei Brackets kleineren 2,5″-Laufwerken vorbehalten sind. In den übrigen Halterungen kann wahlweise eine 3,5″- oder eine 2,5″-Festplatte montiert werden. Positiv ist hervorzuheben, dass die größeren Brackets mittels Gummischeiben entkoppelt sind. Der untere Laufwerkskäfig wartet zudem mit einem Clou auf, denn er kann verschoben werden. Dabei ist auf keinerlei Befestigungslöcher oder ähnliches zu achten, sodass er völlig frei platziert oder entnommen werden kann. Die Verschraubung hierfür ist jedoch ungünstig unterhalb des Gehäusebodens gelegen.
Netzteil dreh dich!
Neben der herkömmlichen Einbauweise des Netzteils kann dies im Antec Flux Pro (Noctua Edition) auch gedreht eingebaut werden, sodass die Anschlüsse zur Seite gerichtet sind. Diese Methode soll die Kabelführung erleichtern, wodurch es keines speziellen Netzteils wie dem Corsair Shift bedarf. Im Umkehrschluss wandert auch der Stromanschluss an die gegenüberliegende Gehäuseseite. Über eine Verlängerung des Kaltgerätekabels wird das Netzteil sodann mit Strom versorgt.
Für den regulären Netzteileinbau liegt dem Lieferumfang aber auch eine Montageblende bei. Die maximale Netzteillänge beträgt bei Verwendung des unteren Festplattenkäfigs 300 mm. Bei Entnahme des Käfigs steigt die maximale Länge auf 470 mm. In der gedrehten Einbauweise darf das Netzteil maximal 180 mm messen.
Einbau bereitet Freude
Der Hardware-Einbau geht äußerst leicht von der Hand. Das üppige Platzangebot und das hervorragende Kabelmanagement bereiten Freude. Ebenso, dass die Lüfter an Front, Deckel und Netzteilblende mittels Brackets befestigt werden.
An der Front kann die Lüfterhalterung für eine parallele Nutzung einer AiO-Kühlung im Deckel und Front in der Höhe variabel positioniert werden. Je nach Position wird dabei jedoch leider eine Kabeldurchführung blockiert. Abgesehen davon zeigten sich keinerlei Probleme beim Einbau. Auch das Display funktioniert einwandfrei. Ärgerlich ist jedoch, dass dafür eine separate Software benötigt wird.
Belüftungsoptionen
Insgesamt kann das Antec Flux Pro Noctua Edition bis zu 12 Lüfter aufnehmen und bietet äußerst umfangreiche Möglichkeiten zur Unterbringung von AiO-Kühlungen. Während das Netzteil-Bracket einzig 120-mm-Lüfter aufnimmt, können an allen anderen Lüfterplätzen auch 140-mm-Modelle verbaut werden. Bei Entnahme des unteren Festplattenkäfigs können auch am Boden Lüfter montiert werden.
An all jenen Lüfterpositionen erlauben es die Platzverhältnisse auch entsprechende AiO-Radiatoren zu verbauen. Dabei ist es an der Front sowie auf der Netzteilblende außerdem möglich einen Push-Pull-Aufbau zu realisieren.
Über die Positionierung des vorderen Lüfter-Brackets kann wie zuvor beschrieben, verhindert werden, dass sich Deckel- und Frontkühlung in die Quere kommen. In der Front stehen vor der Bracket 30 mm Platz für Lüfter zur Verfügung. Dahinter sind es rund 62 mm. Auch im Deckel steht mit rund 70 mm ausreichend Platz bereit.
Die in der Noctua Edition mitgelieferten Lüfter sind ab Werk nicht im Gehäuse verbaut, sondern liegen in einem Karton in Reih und Glied parat. Als Gimmick ist auch ein kleiner Lüfter (NF-A4x10 FLX) als Schlüsselanhänger beigelegt. Wieso die Lüfter nicht direkt verbaut sind, lässt sich schnell klären. Noctua legt dem Lieferumfang sowohl herkömmliche Schrauben als auch seine eigenen Entkopplungsstifte (NA-AV4 V2) bei, sodass der Nutzer selbst die Befestigungsmethode wählen kann.
(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.
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Fox kauft Roku für 22 Mrd. USD: Medienkonzern will Streaming-Plattform übernehmen

Die Fox Corporation will Roku übernehmen. Beide Unternehmen haben eine entsprechende Vereinbarung bekanntgegeben. Der Kaufpreis liegt bei 160 US-Dollar je Roku-Aktie, insgesamt wird Roku mit rund 22 Milliarden US-Dollar bewertet. Abgeschlossen werden soll die Übernahme im ersten Halbjahr 2027.
Fox will damit seine klassischen TV-Inhalte stärker mit Streaming und vernetzten TV-Plattformen verbinden. Der Konzern ist in den USA vor allem für Nachrichten, Sport und Unterhaltung bekannt. Zum Portfolio gehören unter anderem Fox News Media, Fox Sports, Fox Entertainment, Fox Television Stations und der werbefinanzierte Streamingdienst Tubi.
Roku ist auch hierzulande aktiv
Roku wiederum ist vor allem im Bereich Streaming-Hardware und Smart-TV-Software aktiv. Das Unternehmen bietet Streaming-Player, Roku TV sowie die eigene Oberfläche Roku OS an. Darüber können Nutzer Streamingdienste, Mediatheken und weitere Apps auf dem Fernseher nutzen. Zusätzlich betreibt Roku mit The Roku Channel einen eigenen werbefinanzierten Streamingdienst. In Deutschland ist Roku weniger präsent als etwa Amazon Fire TV, Google TV oder Apple TV, bietet aber ebenfalls Streaming-Geräte und eine deutsche Plattform an.
Roku soll offen bleiben
Trotz der Übernahme soll Roku laut Mitteilung weiter als offene Plattform betrieben werden. Das ist ein wichtiger Punkt, da Roku nicht nur eigene Dienste anbietet, sondern auch Apps und Inhalte anderer Anbieter auf seine Geräte und TV-Plattform bringt. Fox betont daher, dass Roku „partnerfreundlich“ bleibe.
Gleichzeitig dürfte genau dieser Punkt bei der Prüfung der Übernahme eine Rolle spielen. Fox würde mit Roku nicht nur zusätzliche Streaming-Reichweite gewinnen, sondern auch mehr Kontrolle über eine Plattform erhalten, über die Nutzer Inhalte vieler Anbieter finden und starten.
Abschluss für 2027 geplant
Fox erwartet durch die Übernahme jährliche Kostensynergien von rund 400 Millionen US-Dollar. Finanziert werden soll der Großteil der Übernahme unter anderem über neue Schulden und vorhandene Mittel. Fox hat dafür nach eigenen Angaben eine vollständig zugesagte Finanzierung über 12 Milliarden US-Dollar erhalten. Roku-Gründer und CEO Anthony Wood soll auch nach Abschluss der Übernahme eine Rolle im Unternehmen übernehmen und in den Verwaltungsrat von Fox einziehen. Bis dahin bleibt der Deal allerdings vorläufig: Der Abschluss ist erst für das erste Halbjahr 2027 vorgesehen.
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Tensordyne: KI-Start-up will mit TDN Math Nvidias Dominanz brechen
Das in Kalifornien und München ansässige KI-Start-up Tensordyne schickt sich an, mit einer eigens entwickelten logarithmische Zahlen- und Rechenarchitektur für KI-Inferenz sowie entsprechender eigener Hardware den Markt aufzurollen. Tensordyne wirbt mit vielfach höherer Leistung und niedrigerem Verbrauch im Vergleich zu Nvidia.
Gegründet im Jahr 2017
Tensordyne wurde 2017 unter dem Namen Recogni gegründet. Das Unternehmen konzentrierte sich von Beginn an auf die Entwicklung energieeffizienter KI-Hardware und spezieller Chiparchitekturen, die komplexe KI-Berechnungen mit geringerem Energieverbrauch ermöglichen sollten. In den folgenden Jahren entwickelte Recogni eigene Technologien für KI-Inferenz und konnte umfangreiche Investitionen einholen, um die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in den USA und Europa auszubauen.
Im Jahr 2024 erfolgte die Umbenennung in Tensordyne, verbunden mit einer strategischen Neuausrichtung vom reinen Chipentwickler hin zum Anbieter kompletter KI-Inferenzsysteme für Rechenzentren. Heute entwickelt das Unternehmen nicht nur eigene Prozessoren, sondern auch die zugehörige Hardware, Software und mathematische Grundlagen, um leistungsstarke und energieeffiziente KI-Lösungen bereitzustellen. Mit Standorten in Sunnyvale (Kalifornien) und München positioniert sich Tensordyne als innovativer Anbieter im Markt für KI-Infrastruktur. Passend dazu hat das Unternehmen jetzt den Tape-out und eigenen „TDN72 Inference Pod“ sowie das erste Rack-System angekündigt.
TDN Math sei der große Vorteil von Tensordyne
Die „DNA“ von Tensordyne ist in der eigens entwickelten logarithmischen Zahlen- und Rechenarchitektur für KI-Inferenz zu finden, vom Unternehmen „TDN Math“ oder „Logarithmic Mathematics“ genannt. Die Grundidee besteht darin, Zahlen nicht wie üblich im Floating-Point-Format (FP16, FP8 usw.) darzustellen, sondern in einer logarithmischen Form. Dadurch können viele Multiplikationen durch wesentlich einfachere Additionen ersetzt werden. Mathematisch basiert das auf der Eigenschaft:
log(A×B)=log(A)+log(B)
Da KI-Modelle den Großteil ihrer Rechenleistung für Matrixmultiplikationen benötigen, können spezialisierte Chips mit logarithmischer Mathematik deutlich weniger Transistoren für Recheneinheiten benötigen. Der frei werdende Chipplatz kann stattdessen für mehr Speicher (SRAM), zusätzliche Tensor-Einheiten oder schnellere Datenverbindungen genutzt werden. Laut Tensordyne führt das zu höherer Energieeffizienz und besserer Ausnutzung der Hardware im Vergleich zu etablierten Lösungen.
Der eigentliche technische Knackpunkt ist jedoch die Addition. Während Multiplikationen im logarithmischen Raum einfach werden, sind Additionen dort deutlich komplizierter. Nach Angaben des Unternehmens liegt die eigentliche Innovation in einer sehr effizienten und präzisen Umwandlung bzw. Behandlung dieser Operationen, sodass die Vorteile des logarithmischen Rechnens erhalten bleiben. Genau diese Verfahren sind Teil des proprietären Know-hows von Tensordyne. Das Unternehmen gibt an, damit eine Genauigkeit von über 99,9 Prozent gegenüber den ursprünglichen KI-Modellen zu erreichen und gleichzeitig den Energieverbrauch sowie die Chipfläche gegenüber herkömmlichen FP8-/FP16-Lösungen zu reduzieren.
TDN72 Inference Pod and Rack System
Die Plattform von Tensordyne besteht neben der TDN Math aus dem TDN AIP (Artificial Intelligence Processor) sowie dem TDN Link (Any-to-Any Scale-Up Interconnect) und lässt sich im „TDN72 Inference Pod and Rack System“ zusammenführen. Dabei handelt es sich um einen Inference Pod mit 72 Chips pro Compute-Tray, der es mit Nvidias NVL72 auf Basis von Grace Blackwell aufnehmen und dabei gleichzeitig deutlich weniger Energie verbrauchen soll. Vier TDN72 Pods ergeben dabei ein vollständiges „Tensordyne Napier“-Rack, das im Vergleich zu Nvidia beworben wird mit:
- 17 Mal mehr Tokens pro Watt
- 13 Mal mehr Tokens pro Sekunde
- Bis zu 33 Millionen USD mehr Jahresumsatz pro Rack
Tensordyne argumentiert, dass die KI-Branche vor einem grundlegenden Infrastrukturwandel stehe. Da die Nachfrage nach KI-Inferenz stark wachse, würden Hyperscaler und Cloud-Anbieter dieses Jahr voraussichtlich mehr als 700 Milliarden US-Dollar in Infrastruktur investieren. Bestehende Systeme würden Betreiber jedoch weiterhin zu Kompromissen zwischen Geschwindigkeit, Packungsdichte und Betriebskosten zwingen.
Nach Angaben des Unternehmens wurde das Napier-System speziell entwickelt, um diese Zielkonflikte aufzulösen. Durch die gemeinsame Optimierung von Mathematik, Prozessorarchitektur, Speicher und Netzwerk soll hohe Inferenz-Geschwindigkeiten mit deutlich besserer Energie- und Kosteneffizienz als bei Nvidia kombiniert werden.
Tensordyne Napier kommt 288 KI-Prozessoren
Tensordyne Napier ist ein Rack, das wiederum aus vier TDN72 Pods besteht, in denen jeweils 72 Tensordyne Napier AI-Prozessoren zum Einsatz kommen. Der Chip wird in 3 nm bei TSMC (N3P) gefertigt, weist 138 Milliarden Transistoren auf und ist mit 300 Watt TDP spezifiziert. Jeder AI-Prozessor kommt mit 256 MB SRAM (40 TB/s) und 144 GB HBM3e (4,7 TB/s) und soll damit eine Rechenleistung von 2,1 PFLOPS für Dense FP8 erreichen. Ein Compute-Tray im TDN72 Pod nimmt neun Napier-Chips für dann 2,3 GB SRAM und 1,3 TB HBM3e auf. Verbaut ist außerdem ein Intel Xeon für die Runtime API, zudem sind 8 TB NVMe SSD und zweimal 200 Gbit/s Ethernet als Front I/O an Bord. Für den Scale-up im Rack mit vier Pods setzt Tensordyne auf den eigenen TDN Link mit 1 TB/s bidirektionaler Bandbreite.
Das TDN-Rack könne dabei Tokens standardmäßig ausliefern, sodass ein Modell die gesamte Inferenz (Prefill und Decode) auf derselben Infrastruktur ausführt und Tokens sequenziell erzeugt, oder sogenannte „disaggregated Inference“ ausführen, also diese Schritte systemisch trennen, sodass Prefill und Decode auf unterschiedlichen Trays laufen. Beim Prefill verarbeitet ein KI-Modell den gesamten eingegebenen Prompt auf einmal und erstellt dabei den Kontext (z. B. Key-Value-Cache), der alle bisherigen Informationen enthält; das ist rechenintensiv, passiert aber nur einmal. Beim Decode wird anschließend die Antwort Token für Token generiert, wobei das Modell jeweils auf den gespeicherten Kontext zugreift, wodurch jeder einzelne Generationsschritt effizienter ist, aber viele Wiederholungen nötig sind.
Erste Systeme ab Mitte 2027
Nachdem jetzt der Tape-out der eigenen Hardware erfolgreich war, sollen gegen Ende dieses Jahres die Chips in den eigenen Laboren getestet und validiert werden. Mitte des nächsten Jahres sei laut Tensordyne mit der Verfügbarkeit von fertigen Systemen zu rechnen, sodass bis dahin auch mit entsprechend neuerer Konkurrenz von (unter anderem) Amazon, AMD, Cerebras, Google oder Nvidia gerechnet werden muss.
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Paket-Manager für Windows, macOS & Linux: Devolutions verbessert mit UniGetUI 2026.2.1 den Datenschutz

UniGetUI 2026.2.1 bringt neben zahlreichen Fehlerkorrekturen und Stabilitätsverbesserungen auch neue Funktionen sowie Anpassungen beim Datenschutz mit sich. Zu den Neuerungen zählen unter anderem eine erweiterte Exportfunktion für Logdateien und ein neuer Operationszähler zur besseren Übersicht laufender Paketvorgänge.
Fehlerprotokolle lassen sich leicht anonymisieren
In der neuen Version kann UniGetUI nun Benutzernamen automatisch aus exportierten Logdateien entfernen. Dadurch lassen sich Fehlerprotokolle einfacher mit Entwicklern oder dem Support-Team teilen, ohne persönliche Informationen offenzulegen. Gleichzeitig soll diese Funktion den Datenschutz innerhalb der Anwendung verbessern.
Darüber hinaus haben die Entwickler einen neuen Operationszähler integriert. Dieser soll Anwendern einen besseren Überblick über laufende Paketoperationen verschaffen und auf einen Blick zeigen, welche Installations-, Aktualisierungs- oder Deinstallationsvorgänge derzeit noch aktiv sind. Nach erfolgreichen Updates öffnet UniGetUI zudem künftig standardmäßig die Release Notes, sodass Nutzer schneller über neue Funktionen, Verbesserungen und Fehlerbehebungen informiert werden. Zusätzlich wurden die Diagnosewerkzeuge erweitert, was die Fehlersuche vereinfachen und aussagekräftigere Informationen für Support-Anfragen liefern soll.
Auch Zuverlässigkeit verbessert
Bei den Verbesserungen lag der Schwerpunkt dieses Mal vor allem auf der Stabilität. Besonderes Augenmerk galt dem Update-Prozess. So wurden unter anderem Probleme bei der Paketsuche, der Aktualisierung von Paketen sowie beim Abruf von Metadaten behoben. Auch an der Benutzeroberfläche wurden verschiedene Fehler korrigiert.
Eine genaue Auflistung aller Änderungen und Verbesserungen bieten die Release Notes.
Ab sofort verfügbar
Das Update auf UniGetUI 2026.2.1 kann wahlweise über die integrierte Aktualisierungsfunktion des Paketmanagers angestoßen oder als vollständige Datei auf der Projektseite bei GitHub heruntergeladen werden. Alternativ lässt sich die neue Version auch wie gewohnt bequem über den Link am Ende dieser Meldung aus dem Download-Bereich von ComputerBase beziehen.
Downloads
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4,7 Sterne
UniGetUI ist eine grafische Oberfläche für die Windows-Paketmanager Winget, Chocolatey und Scoop.
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