Apps & Mobile Entwicklung
Ende des Hypes: OpenAI stellt KI-Videogenerator Sora ein
OpenAI kündigt das Ende des KI-Videogenerators Sora an. Die eigenständige App, die erst vor rund sechs Monaten veröffentlicht wurde, wird bald eingestellt. Ein konkreter Zeitplan für die App und die API soll bald bekannt gegeben werden.
Für die Allgemeinheit freigegeben wurde der KI-Videogenerator im Dezember 2024. Schon damals gingen Videos viral. Als OpenAI die Sora-App im September 2025 als eine Art Kurzvideodienst für KI-Videos veröffentlichte, gab es den nächsten kleinen Hype. Die App erreichte binnen fünf Tagen 1 Million Downloads und stand an der Spitze von Apples Appstore-Charts. Danach wurde es aber ruhig.
Im Dezember investierte Disney noch 1 Milliarde US-Dollar in Sora
Dass OpenAI sich bei der Entwicklung fokussieren will, ist bekannt. Die aktuelle Ankündigung zeigt, wie schnell der Wandel erfolgt. Noch im Dezember hatte Disney verkündet, 1 Milliarde US-Dollar in OpenAI zu investieren. Ebenso wurde genehmigt, dass Sora-Nutzer Videos von urheberrechtlich geschützten Disney-Figuren erstellen dürfen.
Nun erklärt Disney in einer Stellungnahme gegenüber CNBC, man respektiere OpenAIs Entscheidung, das Videogenerator-Geschäft zu verlassen.
Intern wurde Disney offenbar kalt erwischt, berichtet Reuters. Noch am Montag arbeiteten demnach Teams von OpenAI und Disney an einem gemeinsamen Projekt, das mit Sora in Verbindung stand. 30 Minuten nach einem Meeting erfolgte dann die Ankündigung, dass der Videogenerator eingestellt wird. Für Disney ohne jegliche Vorwarnung.
Fokus auf Coding und Agenten
Künftig soll bei OpenAI ChatGPT im Mittelpunkt stehen, das zu einer Super-App weiterentwickelt werden soll, in die der KI-Browser Atlas sowie der Agent Codex integriert wird. Dieser läuft bislang auch über eine eigenständige App.
- ChatGPT, Codex und Browser verbinden: OpenAI will ChatGPT zur Super-App umbauen
Agenten und Geschäft mit Unternehmen sind demnach das Ziel. „Was für uns momentan wirklich zählt, ist das Fokussieren und eine gute Umsetzung“, sagt OpenAIs App-Chefin Fidji Simo. Was wegfällt, sind Dienste, die nicht zur neuen Strategie passen. Ein Ende von Sora war daher naheliegend.
Die Videogenerierung benötigt enorme GPU-Kapazitäten, die bei OpenAI aber begrenzt sind. Computing-Ressourcen müssen zwischen Modell-Entwicklung, Produktstarts und dem Inferenzbereich – also dem alltäglichen Betrieb der Dienste – aufgeteilt werden. Das Wall Street Journal berichtete zuletzt von einer teils chaotischen Organisation innerhalb von OpenAI. Teams erhielten etwa erst kurz vor Produktstarts die entsprechenden Computing-Leistungen zugeteilt.
Online-Shopping-Käufe in ChatGPT erst einmal vom Tisch
Eingedampft werden auch weitere Funktionen. Die Produktsuche im Shopping-Bereich von ChatGPT wird optimiert, indem das Agentic Commerce Protocol (ACP) erweitert wird. Nutzer sollen damit noch leichter Produkte innerhalb von ChatGPT vergleichen können. Den integrierten Bezahlvorgang – also das Instant-Checkout – setzt OpenAI aber nicht um. „Wir haben festgestellt, dass die ursprüngliche Version von Instant Checkout nicht das Maß an Flexibilität bot, das wir anstreben“, heißt es in der Mitteilung.
Händler haben daher die Möglichkeit, eigene Bezahlverfahren zu wählen. OpenAI will sich indes auf die Produktsuche fokussieren.
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CB-Funk-Podcast #175: FSR 4.1 auf RX 7000, die Steam Machine und Arc G3 Extreme

FSR 4.1 für RX 7000 mit RDNA 3? Kommt im Juli!? Falsch! Schon jetzt ist es so weit, Jan und Fabian blicken im CB-Funk direkt auf Wolfgangs Test zu Bildqualität und Leistung. Möglich ist das jetzt auf Radeon RX 7000, nicht aber der Steam Machine, die zu allem Überfluss auch erschienen ist – mit einer Lotterie und ohne FSR 4?!
CB-Funk: Die einhundertfünfundsiebzigste Episode
Seit Montag ist AMDs zeitgemäßes KI-Upsampling FSR 4.1 endlich auch auf RDNA-3-Grafikkarten der Serie Radeon RX 7000 verfügbar. Wolfgang hat sich das bereits in einigen unterstützten Spielen angesehen, die Bildqualität gegenüber der „nativen“ Fassung auf RDNA 4 analysiert und auch die Leistung verglichen. Ein zur aktuellen Wetterlage passendes heißes Thema, mit dem Fabian und Jan in den Podcast starten.
Im Anschluss geht es um die Steam Machine. Schon wieder? Ja, denn der „Launch“ ist ebenfalls am Montag erfolgt – ohne FSR 4. Bitte? Ja! Alle Infos zu diesem Thema und was man aktuell noch wissen sollte, sind ebenfalls Thema in Episode 175. Das Themen-Trio komplettiert der Test des Intel-Arc-G3-Extreme-Handheld-SoC im MSI Claw 8 EX AI+ inklusive Blick hinter die Kulissen. Wir wünschen viel Spaß beim Zuhören und freuen uns auf eure Kommentare!
Wir beantworten eure Fragen
Und wie üblich zur Erinnerung: Wir möchten im CB-Funk jede Woche einige Fragen beantworten, die zum Podcast, zur Redaktion oder zu unseren Themen passen. Gerne könnt ihr eure Fragen an podcast@computerbase.de richten oder aber uns hier im Forum oder auf Discord per Direktnachricht anschreiben – wir sind gespannt!
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Übersicht zu den bisherigen Episoden
Eine Übersicht zu den bisherigen Podcast-Folgen und den entsprechenden Artikeln mit Kommentarbereich ist auf der Themenseite CB-Funk zu finden.
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Retro-Handheld: Retroid nennt endlich technische Details zum Pocket Nova

Retroid hat weitere technische Details zum Pocket Nova veröffentlicht und bestätigt damit, dass das Handheld deutlich leistungsstärker wird als erwartet. Die Ausrichtung ist damit klar: Statt eines günstigen Einstiegsgeräts plant der Hersteller ein leistungsstarkes 4:3-Handheld für anspruchsvolles Retro- und Android-Gaming.
CPU von Qualcomm
Retroid hat in den vergangenen Wochen nahezu täglich neue Informationen zum geplanten Pocket Nova veröffentlicht, konkrete technische Details blieben dabei jedoch meist aus. Nun hat der chinesische Retro-Spezialist zahlreiche bislang offene Fragen beantwortet. Als Prozessor wird nun ein QCS8550 von Qualcomm aus der Dragonwing-Serie angegeben, der üblicherweise eher in IoT-Anwendungen und Edge-KI-Szenarien verwendet wird. Technologisch basiert der Chip auf dem Snapdragon 8 Gen 2, verzichtet im Gegensatz zu diesem jedoch unter anderem auf ein Mobilfunkmodem. Die insgesamt acht Kerne verteilen sich auf drei Cluster: einen Kryo-Prime-Kern mit bis zu 3,2 GHz, vier Kryo-Gold-Kerne mit maximal 2,8 GHz sowie drei Kryo-Silver-Kerne mit bis zu 2,0 GHz. Als Grafikeinheit kommt eine Adreno 740 zum Einsatz. Bei den drahtlosen Schnittstellen unterstützt das Handheld Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.3.
Display Dual-Screen-fähig
Auch beim Display hielt sich Retroid lange bedeckt. Inzwischen ist bekannt, dass der Hersteller auf ein 4,5 Zoll großes AMOLED-Panel setzt, das mit 1.280 × 960 Pixeln bei 120 Hz auflöst und damit das klassische 4:3-Format bietet. Für viele Nutzer dürfte zudem interessant sein, dass das Handheld mit dem bereits beim Pocket 5 und Pocket 6 vielfach genutzten Dual-Screen-Aufsatz kompatibel sein wird. Damit kann auch das Pocket Nova Nintendo-DS-Titel wie das Original auf zwei Bildschirmen darstellen, die Leistung des SoC sollte dafür ausreichend sein. Für den Aufsatz werden allerdings zusätzlich 69 US-Dollar fällig.
Zur Steuerung stehen ein D-Pad, ABXY-Tasten sowie symmetrische Thumbsticks mit RGB-Ringen zur Verfügung. Zwei nach vorne gerichtete Lautsprecher sollen darüber hinaus für die akustische Untermalung sorgen.
Marktstart und Preis weiterhin unbekannt
Angaben zum Preis sowie zum Veröffentlichungszeitpunkt hat Retroid bislang noch nicht gemacht. Auf seinem Reddit-Account hat der Hersteller allerdings bereits die Farbvarianten vorgestellt, in denen das Pocket Nova erscheinen soll: Black, 16-Bit, GC, Watermelon, Clear Purple und Ice Blue.
Wir danken Foren-Teilnehmer Suspektan für den Hinweis!
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Meta Glasses: Neue KI-Brillen starten mit 26 Varianten
Meta erweitert gemeinsam mit EssilorLuxottica das Angebot an KI-Brillen um eine neue Produktlinie unter eigenem Namen. Die Meta Glasses sollen Technik der bisherigen Modelle übernehmen, zum Start in 26 Varianten erscheinen und einen Einstandspreis von 299 US-Dollar haben.
Drei Fassungen zum Start
Nach Ray-Ban Meta und Oakley Meta folgt mit Meta Glasses eine weitere Produktlinie aus der Zusammenarbeit von Meta und EssilorLuxottica. Anders als die bisherigen Modelle tritt hier nicht eine bekannte Brillenmarke in den Vordergrund, sondern Meta selbst. Zum Start nennt der Konzern drei Fassungsformen: Adventurer, Fury und Meta Glasses by Kylie. Adventurer ist als rechteckige Fassung in zwei Größen vorgesehen, Fury setzt auf eine auffälligere Form, während das Kylie-Modell als schmale ovale Fassung beschrieben wird.
Insgesamt sollen 26 Kombinationen aus Farben, Gläsern und Rahmen verfügbar sein. Die Brillen sind laut Meta auch mit Korrektionsgläsern kompatibel. Der europäische Meta-Store listet die Adventurer und Fury ab 309 Euro, die Starfire Kylie Edition ab 419 Euro.
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Meta Glasses by Kylie (Bild: Meta)
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Muse Spark für Meta AI
Die Meta Glasses sind laut Hersteller die ersten KI-Brillen des Unternehmens, die ab dem ersten Tag mit Meta AI auf Basis von Muse Spark starten. Das Modell soll multimodale Funktionen ermöglichen, also etwa Anfragen zur Umgebung beantworten. Meta nennt als Beispiele unter anderem Sportergebnisse, Restaurantempfehlungen, Kalenderfragen oder allgemeine Unterstützung im Alltag.
Parallel kündigt Meta weitere Softwarefunktionen an. Eine „Dynamic Photo“ genannte Funktion soll mehrere Bilder aufnehmen und anschließend einen Vorschlag für die beste Aufnahme machen. Für Brillen ohne Display soll außerdem eine Fußgängernavigation mit Schritt-für-Schritt-Hinweisen folgen. Die Live-Übersetzung wird um 14 Sprachen erweitert, darunter Japanisch, Mandarin, Hindi und Koreanisch.
Datenschutz bleibt ein Streitpunkt
Wie bei bisherigen Kamera-Brillen dürfte auch bei den Meta Glasses die Frage nach Privatsphäre und Alltagstauglichkeit eine Rolle spielen. Meta verweist auf Einstellungen zur Kontrolle geteilter Daten und auf eingebaute Schutzmaßnahmen für Personen in der Umgebung. Entscheidend wird aber weiterhin sein, wie deutlich Außenstehende erkennen können, wann eine Brille aufnimmt oder KI-Funktionen nutzt.
Die neuen Brillen sind laut Meta ab sofort über Meta.com sowie ausgewählte Händler erhältlich.
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