Künstliche Intelligenz
KI-Update kompakt: Anthropics Mythos, Leben mit Superintelligenz, Meta, Waymo
Anthropics KI-Modell „Mythos“ ist zu gefährlich für die Öffentlichkeit
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Anthropic hat ein KI-Modell namens Mythos entwickelt, das Sicherheitslücken in Software nicht nur findet, sondern auch ausnutzen kann. Laut dem Unternehmen entdeckte es unter anderem eine 27 Jahre alte Lücke in OpenBSD und eine 17 Jahre alte in der Videosoftware FFMPEG, die Millionen automatischer Suchläufe übersehen hatten. Besonders brisant: Das Modell kann mehrere harmlose Einzellücken zu einem funktionierenden Angriff kombinieren.
Anthropic gibt das Modell nicht frei, sondern stellt es über das Programm „Project Glasswing“ ausgewählten IT-Unternehmen und Organisationen wie der Linux Foundation zur Verfügung. Diese sollen damit ihre Software absichern, bevor andere KI-Systeme ähnliche Fähigkeiten erreichen. Anthropic stellt dafür Tokens im Wert von 100 Millionen US-Dollar bereit. Ob genug Hersteller kritischer Software mitmachen und ob die Zahl der Lücken tatsächlich endlich ist, bleibt offen.

EU-Gremien verbannen KI-Bilder aus ihrer Kommunikation
Kommission, Parlament und Ministerrat der EU haben ihren Presseteams untersagt, vollständig KI-generierte Bilder und Videos in der offiziellen Kommunikation zu verwenden. Ein Sprecher der Kommission sagte Politico, das für Journalisten und Öffentlichkeit bereitgestellte Material solle frei von KI-Inhalten bleiben. Technische Nachbearbeitung zur Verbesserung der Bildqualität bleibt unter strengen Auflagen erlaubt.
OpenAI entwirft Plan für eine Welt mit Superintelligenz
OpenAI hat ein zwölfseitiges Grundsatzpapier veröffentlicht, das politische Maßnahmen für den Übergang zur Superintelligenz skizziert. Im Zentrum steht ein staatlicher Vermögensfonds, der Erträge aus KI-getriebenem Wirtschaftswachstum an alle Bürger ausschütten soll. Daneben schlägt das Papier höhere Kapitalertragsteuern, eine Vier-Tage-Woche bei vollem Lohn als Pilotprojekt und ein formelles Mitspracherecht der Beschäftigten bei der Einführung von KI am Arbeitsplatz vor.
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Für den Fall größerer Verwerfungen am Arbeitsmarkt sieht OpenAI automatische Hilfen vor: flexiblere Arbeitslosenunterstützung, Bargeldhilfen und Weiterbildungsgutscheine, die greifen, sobald Warnindikatoren bestimmte Schwellen überschreiten. Das Unternehmen benennt auch sich selbst als Risiko. KI-Firmen an der Spitze sollten Governance-Strukturen annehmen, die öffentliches Interesse in ihre Entscheidungen einbetten.
Googles KI-Suche liefert neun von zehn Mal richtige Antworten
Das KI-Start-up Oumi, das im Auftrag der New York Times über 4300 Suchanfragen testete, kommt zu einem gemischten Befund: Googles KI-generierte Suchantworten liegen mit dem neueren Modell Gemini 3 in 91 Prozent der Fälle richtig, nach 85 Prozent beim Vorgänger. Bei Milliarden täglicher Anfragen bedeuten neun Prozent Fehlerquote allerdings Millionen falscher Antworten pro Stunde.
Zugleich hat sich die Nachprüfbarkeit verschlechtert. Bei 56 Prozent der korrekten Antworten von Gemini 3 ließen sich die Aussagen nicht durch die verlinkten Quellen belegen, nach 37 Prozent beim Vorgänger. Unter den meistzitierten Quellen fanden sich Facebook und Reddit auf Platz zwei und vier. Google kritisierte die Studie als nicht repräsentativ für tatsächliches Suchverhalten.
Metas neue KI-Modelle sollen teils Open Source werden
Meta plant eine hybride Strategie für kommende KI-Modelle: Die leistungsstärksten sollen als geschlossene Systeme erscheinen, die kleineren als echte Open-Source-Modelle mit frei zugänglichem und editierbarem Quellcode. Bisherige Llama-Modelle waren lediglich „Open Weight“, bei denen zwar die Modellgewichte, nicht aber der vollständige Code und die Trainingsdaten offenlagen.
Die neuen Modelle wären die ersten unter der Leitung von Alexandr Wang, den Meta Mitte vergangenen Jahres zum Chief AI Officer ernannte, nachdem Llama 4 hinter den Erwartungen zurückgeblieben war. Mit der Doppelstrategie will Meta einerseits Entwickler anlocken, andererseits Wettbewerbsvorteile bei den großen Modellen sichern.

Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz eigentlich? Welche Folgen hat generative KI für unsere Arbeit, unsere Freizeit und die Gesellschaft? Im „KI-Update“ von Heise bringen wir Euch gemeinsam mit The Decoder werktäglich Updates zu den wichtigsten KI-Entwicklungen. Freitags beleuchten wir mit Experten die unterschiedlichen Aspekte der KI-Revolution.
Meta-Mitarbeiter wetteifern um den höchsten KI-Verbrauch
Meta hat ein internes Rangsystem eingeführt, das den KI-Verbrauch seiner Belegschaft misst. Eine Rangliste namens „Claudeonomics“ erfasst den Token-Verbrauch von über 85.000 Beschäftigten. In 30 Tagen summierten sich die Tokens auf 60 Billionen, der Spitzenreiter kam auf 281 Milliarden. Titel wie „Token Legend“ oder „Cache Wizard“ sollen motivieren.
Die Praxis hat Schwächen: Manche Mitarbeiter lassen KI-Agenten stundenlang laufen, nur um ihren Verbrauch zu steigern. Das Phänomen heißt im Silicon Valley „Tokenmaxxing“ und gilt dort als Produktivitätsmaß. Nvidia-Chef Jensen Huang sagte, er wäre beunruhigt, wenn ein Ingenieur mit 500.000 Dollar Gehalt nicht mindestens 250.000 Dollar an Tokens jährlich verbrauche. Belege für einen Zusammenhang zwischen hohem Verbrauch und tatsächlicher Produktivität hat bislang kein Unternehmen vorgelegt.
Intel steigt bei Musks Terafab-Projekt ein
Intel beteiligt sich an Elon Musks Projekt Terafab, einem geplanten Halbleiterkomplex, der KI-Beschleuniger mit einer jährlichen Rechenkapazität von einem Terawatt produzieren soll. „Intel ist stolz darauf, sich gemeinsam mit SpaceX, xAI und Tesla am Terafab-Projekt zu beteiligen“, schrieb das Unternehmen auf X.
Für Intels Foundry-Sparte, die seit Jahren Großkunden sucht, könnte die Beteiligung ein Rettungsanker sein. Auch wenn der Bau scheitert, könnte Intel die Musk-Firmen als Kunden gewinnen.
Anthropic will mit Google-TPUs über 3,5 Gigawatt Rechenkapazität erreichen
Anthropic hat eine Vereinbarung mit Google und Broadcom über den Einsatz von Googles Tensor Processing Units für seine Claude-Modelle geschlossen. Laut einer Börsenaufsichtsmeldung von Broadcom geht es um 3,5 Gigawatt Rechenkapazität allein von Broadcom, weitere Kapazität soll Google liefern. Der erste Schwung an TPUs soll ab 2027 bereitstehen, final geht es um mehrere Millionen KI-Beschleuniger.
Anthropic benötigt die Rechenleistung dringend. Erst kürzlich strich das Unternehmen Tools wie OpenClaw aus seinen Abos, um die Rechenlast zu senken. Die Kosten für ein Gigawatt Rechenkapazität werden auf bis zu 50 Milliarden US-Dollar geschätzt. Gleichzeitig verkündete Anthropic einen Umsatzmeilenstein: Hochgerechnet auf das Gesamtjahr liegt der Umsatz bei 30 Milliarden US-Dollar, nach 9 Milliarden Ende 2025.
Bund veröffentlicht lizenzfreie KI-Werkzeuge
Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung hat mit dem Projekt Spark eine Reihe von KI-Modulen auf der Plattform OpenCode veröffentlicht. Unter dem Leitsatz „Public Money, Public Code“ können Kommunen, Unternehmen und die Zivilgesellschaft die Werkzeuge ohne Lizenzgebühren nutzen und weiterentwickeln.
Spark soll komplexe Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen, die bisher Monate oder Jahre dauern. Die KI bereitet Informationen aus Antragsunterlagen so auf, dass Sachbearbeiter schneller zu fundierten Entscheidungen kommen. Das letzte Wort behält der Mensch.
Polizeiliche Gesichtserkennung in Deutschland hat sich verdoppelt
Die Polizei in Deutschland führte im vergangenen Jahr rund 344 000 Gesichtserkennungs-Suchläufe durch, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Treiber ist ein seit September 2024 beim Bundeskriminalamt eingesetztes KI-System mit einer Fehlerrate von unter einem Prozent. Zusätzlich ermöglichen mobile Apps den Beamten, Abgleiche direkt vor Ort vorzunehmen.
Kritiker warnen, dass Menschen aus sozioökonomisch schwachen Schichten und Personen, die als ausländisch wahrgenommen werden, häufiger kontrolliert werden. Sie landeten überproportional oft in der Datenbank und seien dadurch einem höheren Risiko ausgesetzt, von der KI identifiziert zu werden.
Externe KI-Grafikkarten kommen für Apple Silicon
Aktuelle Apple-Rechner können trotz schneller M-Chips keine externen KI-Beschleuniger von Nvidia oder AMD nutzen, weil passende Treiber fehlen. George Hotz, bekannt als PlayStation-3-Hacker, hat mit seiner Firma Tiny Corp nun solche Treiber entwickelt. Sie arbeiten mit seinem eigenen Framework „tinygrad“, nicht mit gängigen Alternativen wie MLX oder GGUF.
Nutzer benötigen neben der kostenlosen Treibersoftware ein externes GPU-Gehäuse und eine passende Grafikkarte. Wie viel ein solches Setup am Mac tatsächlich bringt, ist noch unklar.
Copyright-Sperren bei KI-Musik lassen sich leicht umgehen
Der KI-Musikgenerator Suno prüft hochgeladene Songs und Texte automatisch auf Urheberrechtsverletzungen und blockiert sie bei Verstößen. Ein Test des Technikmagazins The Verge ergab jedoch, dass schon kleine Anpassungen wie halbe oder doppelte Abspielgeschwindigkeit oder kurzes Rauschen am Anfang und Ende ausreichen, um die Prüfung zu umgehen. Auch bei Liedtexten genügen minimale Änderungen in der Schreibweise.
Für unabhängige Künstler ist das besonders problematisch. Suno überprüft Inhalte offenbar nur beim Upload, nicht beim Export. Erzeugte Stücke lassen sich daher über Distributoren auf Streaming-Dienste hochladen und dort monetarisieren, ohne die eigentlichen Urheber zu beteiligen.
Waymo wagt den Sprung nach Europa
Waymo, die Robotaxi-Tochter von Google, hat mit der Kartierung Londons begonnen und will noch in diesem Jahr einen öffentlichen Dienst starten. In zehn US-Städten gehören die fahrerlosen Taxis bereits zum Straßenbild. In ganz Europa existiert bislang kein kommerzieller Robotaxi-Dienst.
London stellt eine besondere Herausforderung dar: Statt der strengen Schachbrettmuster moderner US-Städte erwartet Waymo ein historisch gewachsenes Straßenlabyrinth. Zudem trifft die Technik auf eine gespaltene Branche aus App-Fahrern und den traditionellen Black Cabs.

(igr)
Künstliche Intelligenz
„Rechtswidrige“ Mediennutzung: Nigeria untersucht große Tech- und KI-Unternehmen
Nigerias Präsident Bola Tinubu hat die Wettbewerbsbehörde des Landes angewiesen, große Tech-Unternehmen und KI-Plattformen wegen mutmaßlich wettbewerbswidriger Praktiken, der unrechtmäßigen Nutzung von Nachrichteninhalten und anderer potenziell unlauterer Marktpraktiken zu untersuchen. Das teilte die Bundeskommission für Wettbewerb und Verbraucherschutz FCCPC (Federal Competition and Consumer Protection Commission) am Montag mit.
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Die FCCPC erklärte, die Untersuchung erfolge auf Anweisung des Präsidenten nach einer an das Präsidialamt gerichteten gemeinsamen Petition der nigerianischen Presseorganisation (NPO), einem Dachverband von Journalisten, Zeitungsverlegern und Online-Verlagen. Die NPO sei zunehmend besorgt über die Praktiken großer Tech-Unternehmen wie Meta, Alphabet, X (ehemals Twitter) und bestimmter KI-Plattformen. „Sie wirft ihnen [den Tech-Unternehmen, Anm.] Praktiken vor, die den fairen Wettbewerb, die wirtschaftliche Tragfähigkeit nigerianischer Medienorganisationen und die legitimen Rechte von Urhebern und Verlegern untergraben können“, heißt es in der FCCPC-Mitteilung.
Verdacht der Marktbeherrschung
Im Zentrum der nun angestoßenen Ermittlungen steht laut FCCPC der Vorwurf, „dass betroffenen Medienorganisationen keine angemessenen Möglichkeiten zur Aushandlung einer fairen Vergütung oder geeigneter kommerzieller Vereinbarungen für die Nutzung ihrer journalistischen Inhalte eingeräumt wurden“. Zudem bestehe der Verdacht der Marktbeherrschung und potenziell wettbewerbswidrigen Verhaltens. So wird dem Meta-Konzern die unbefugte Extraktion, das Scraping, die Übernahme und die kommerzielle Nutzung urheberrechtlich geschützter Nachrichtenartikel, Rundfunkbeiträge und anderer journalistischer Originalinhalte zur Entwicklung und zum Training von generativen KI-Modellen vorgeworfen.
Die FCCPC wird untersuchen, ob die fraglichen Praktiken einen Verstoß gegen den nigerianischen Wettbewerbs- und Verbraucherschutz oder andere Gesetze darstellen. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführer der Behörde, Tunji Bello, versprach eine unabhängige, transparente und faktenbasierte Untersuchung. „Diese Untersuchung unterstellt keinem Unternehmen ein Fehlverhalten“, betonte er. „Vielmehr bietet sie die Möglichkeit, die Fakten sorgfältig zu prüfen, alle Betroffenen anzuhören und festzustellen, ob ein bestimmtes Verhalten zu wettbewerbswidrigen Folgen oder unlauteren Geschäftspraktiken geführt hat.“
Zahlreiche Verfahren
Die FCCPC hat nach eigenen Angaben in der Vergangenheit bereits gegen Meta ermittelt. Im vergangenen Jahr wurde der Facebook-Konzern in Nigeria in einem wegweisenden Prozess wegen Datenschutzverletzungen zu einer Geldstrafe von 220 Millionen US-Dollar verurteilt. Gegen die Strafe legte Meta Berufung ein.
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In zahlreichen Ländern haben Medienunternehmen und Autoren Untersuchungen oder Verfahren gegen Techkonzerne angestrengt, weil diese ihr Material ohne Genehmigung zum Trainieren von KI-Modellen verwenden. Im März verklagte Encyclopædia Britannica OpenAI wegen KI-Trainings. Die berühmte Online-Enzyklopädie wirft dem ChatGPT-Entwickler massive Urheberrechts- und Markenverletzungen vor und fordert Entschädigung. Die New York Times wiederum beschuldigt OpenAI, Artikel der Zeitung unerlaubterweise für das KI-Training genutzt zu haben. Der Mutterkonzern von PCMag und IGN, das Medienhaus Ziff Davis, verklagte OpenAI ebenfalls wegen Urheberrechtsverstößen, ebenso mehrere große indische Medien und eine Koalition wichtiger kanadischer Medienhäuser.
(akn)
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Firefox wird neuer Trikotsponsor beim „Hollywood-Club“ Wrexham AFC
Firefox wird ab der kommenden Saison 2026/27 offizieller Sponsor des walisischen Traditionsclubs Wrexham AFC. Das Logo des Browsers aus dem Hause Mozilla ziert damit in der neuen Spielzeit und in den nächsten Jahren die Trikots der Männer- und Frauenmannschaft von Wrexham. Das gab Mozilla am Mittwoch offiziell bekannt.
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Wrexham ist alles andere als ein gewöhnlicher Club. Der 1864 gegründete Verein ist der älteste Club in Wales und das drittälteste Profiteam der Welt. Als im November 2020 der kanadische Schauspieler Ryan Reynolds und der US-amerikanische Schauspieler Rob McElhenney (Rob Mac) den Verein kauften, spielte dieser noch in der fünftklassigen englischen National League. Seitdem hat Wrexham AFC einen beispiellosen Aufstieg samt weltweiter Aufmerksamkeit durch eine TV-Dokuserie im US-amerikanischen Pay-TV-Sender FX („Welcome to Wrexham“) hinter sich. Nach drei Aufstiegen in Folge kickt der Klub mittlerweile in der zweitklassigen Championship. Die abgelaufene Saison beendete Wrexham auf dem siebten Platz – die höchste Platzierung der Vereinsgeschichte – und verpasste die Play-off-Ränge zum Aufstieg in die lukrative Premier League um gerade einmal zwei Punkte.
David gegen Goliath
Wrexham und Firefox zelebrieren ihr Zusammengehen als Kampf zweier Davids gegen eine Menge Goliath. „Wir lieben Geschichten über Außenseiter, und sowohl Wrexham als auch Firefox kennen das Gefühl, gegen Giganten kämpfen zu müssen“, erklärten die Wrexham-Co-Vorsitzenden Rob McElhenney und Ryan Reynolds.
Neben den finanziellen Vorteilen des neuen Deals sehen die Verantwortlichen des Vereins eine Übereinstimmung zwischen der Philosophie von Firefox als „Challenger Brand“ (Herausforderer-Marke) und der eigenen „Underdog“-Geschichte, schreibt die New York Times. Ein Verein, der 15 Jahre lang in der Versenkung der unteren Ligen verschwunden war und nun an die Tür zur Premier League klopft.
„Wrexham AFC hat etwas Echtes geschaffen, indem der Verein seinen eigenen Weg ging und eng mit der Gemeinschaft verbunden blieb, die ihn trägt. Das ist eine Geschichte, in der wir uns wiedererkennen“, heißt es in der Mittelung von Mozilla. Sowohl Wrexham AFC als auch Firefox seien Herausforderer-Marken, die leidenschaftliche, weltweite Communities aufgebaut haben, indem sie Dinge anders angegangen und sich selbst treu geblieben sind, erklärte Mozilla-CMO John Solomon. „Firefox ist mit genau dieser Philosophie an das Internet herangegangen: Es so zu gestalten, wie es sein sollte – mit dem Menschen im Mittelpunkt.“
Keine Angaben zu den Zahlen
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Zum finanziellen Wert des Sponsorenvertrags machten beide Seiten keine Angaben. Der Deal ist im Grunde eine Fortsetzung der Strategie, die maßgeblich zum Aufstieg von Wrexham beigetragen hat: Nach TikTok (2021–2023) und United Airlines (2023–2026) tritt nun mit Firefox eine weitere namhafte Marke als Trikotsponsor in der „Hollywood-Ära“ des Clubs auf.
Premiere feiert die Partnerschaft an diesem Wochenende auf dem neuen Auswärtstrikot, wenn Wrexham für das erste Spiel der Saisonvorbereitung nach Polen zu Wisła Krakau reist. Das neue Heimtrikot mit dem Firefox-Logo soll dann während der bevorstehenden USA-Tour vorgestellt werden. Am 22. Juli trifft Wrexham in Tampa auf Leeds United.
(akn)
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Testsieger: Bester Akku-Rasenmäher im Test – Stihl vor Einhell, Gardena & Makita
Leiser, flexibler, komfortabler: Akku-Rasenmäher haben klare Vorteile gegenüber Benzin- und Kabelmodellen. Wir zeigen die besten Modelle.
Kaum sitzt man bei Sonnenschein entspannt auf dem Balkon, ertönen auch schon wieder Laubbläser, Heckenscheren und Rasenmäher. Früher lärmten die Benzin-Modelle mit viel PS und erzeugten Abgase. Leisere Elektro-Varianten waren wenig beliebt, weil die wortwörtlich lange Leitung stets im Weg und umständlich zu handhaben war. Das führte nicht selten dazu, dass das Rasenmähen vorzeitig endete – etwa, wenn das Kabel versehentlich durchtrennt wurde.
Seit einigen Jahren ist die Akkutechnik jedoch weit genug fortgeschritten, um damit nach den Akkuschraubern auch akkubetriebene Trennschleifer, Bohrmaschinen, Bandsägen oder eben Rasenmäher und andere Gartengeräte mit Energie zu versorgen. Die Mäher können teilweise auch gleich mulchen, was das Entsorgen des Grasschnitts erspart, der stattdessen als feiner Dünger auf dem Rasen verbleibt.
Waren die Akkus früher gerätegebunden und oft fest verbaut, dominieren heute Wechselakkus, die sich systemweit in verschiedenen Geräten und Kapazitäten nutzen lassen. Ein Satz Akkus samt Ladegerät reicht so theoretisch für den gesamten Gerätepark – das spart Platz, Geld und Ressourcen. Welche Akku-Rasenmäher im Test überzeugen, zeigt unsere Bestenliste.
Welcher ist der beste Akku-Rasenmäher?
Unser Testsieger ist der Stihl RMA 239 C für 420 Euro. Er vereint gute Leistung auf dem Rasen mit durchdachtem Design, das ihn zum praktischen, unkomplizierten und komfortablen Gartenwerkzeug macht.
Als Technologiesieger geht der Gardena Powermax Duo 46/36V P4A ab 222 Euro hervor. Er ist ideal für große Gärten und bringt genug Leistung mit, um auch hochgewachsenem Gras problemlos zu trotzen. Die zwei separaten Klingen sorgen zudem für einen gleichmäßigen Schnitt.
Preis-Leistungs-Sieger ist der Gardena Powermax 30/18V für 164 Euro. Er verrichtet die Arbeit zufriedenstellend und überzeugt durch seine Wendigkeit, die ihm durch den kompakten Formfaktor ermöglicht wird.
Akkus und Ladegeräte: Ein Überblick zu Akku-Systemen
Die meisten Akku-Rasenmäher werden inzwischen mit einem oder zwei Akkus betrieben, die eine Spannung von 18/20 V oder 36/40 V liefern. Es gibt auch Modelle, die mit nur einem einzelnen 36/40-V-Akku ausgestattet sind. Diese Akku-Modelle sind jedoch meistens nicht mit anderen akkubetriebenen Gartengeräten kompatibel und werden deshalb nur noch selten angeboten.
Da sich ein Akku inzwischen häufig in mehreren Geräten nutzen lässt, lohnt es sich, zunächst eine Grundausstattung aus Akku (einem oder zwei, je nach Mäher) und Ladegerät anzuschaffen.
Beabsichtigt man dann im „fliegenden Wechsel“, entladene Akkus gegen frisch geladene auszutauschen, kann man weitere hinzukaufen. Diese benötigen dann keine weiteren Ladegeräte, da sie problemlos auf die bereits gekaufte Ladestation desselben Herstellers passen. Ebenfalls praktisch ist, dass man die vorhandenen Akkus gegen neue ersetzen kann, wenn diese über die Jahre ihre Ladung nicht mehr halten können.
Kauft man dagegen noch weitere akkubetriebene Gartengeräte derselben Marke, kann man kostensparend umgekehrt zu einer Ausführung ohne mitgelieferte Akkus und Ladegeräte greifen. Im Folgenden stellen wir mehrere Marken und deren jeweiliges Akku-System vor:
Einhell: Power-X-Change
Eines der in Deutschland umfassendsten Systeme mit bereits über 300 akkubetriebenen Geräten hat Einhell mit dem Power-X-Change-System: Hier gibt es 18-Volt-Akkus unterschiedlicher Kapazitäten, die in den entsprechenden Geräten entweder einzeln oder paarweise – dann hintereinandergeschaltet mit 36 Volt – nutzbar sind.
Man kann sie ebenso in Spezialgeräten anderer Marken verwenden, die Teil des Systems sind. Darunter finden sich Industrie-Drehmomentschrauber, Staubsauger, kleinere E-Bikes sowie Scooter und sogar ein Kinder‑E‑Auto. Selbst Campingwagen von Knaus Tabbert lassen sich so über Nacht versorgen. Natürlich hat auch Einhell diverse Rasenmäher im Angebot:
Gardena: Power for All Alliance
Gardena bietet ein vergleichbares, allerdings zu Einhell inkompatibles 18-V-System. Gemeinsam mit Bosch hat der Gartenspezialist die „Power for All Alliance“ ins Leben gerufen, die herstellerübergreifend über 150 Geräte von elf Marken umfasst.
Neben Rasenmähern und -trimmern gibt es unter anderem Heckenscheren, Kettensägen, Baumscheren und Laubsauger. Rasenmäher können hier teilweise auch Kanten schneiden und es sind Ersatzteile für mindestens sieben Jahre erhältlich – vom Fangkorb bis zum Hinterrad. Man kann die Produkte also auch längerfristig nutzen, wenn Verschleißteile ausfallen und ersetzt werden müssen.
Gardena selbst bietet zwar keine Heimwerker-Werkzeuge an, dafür deckt Bosch diese Sparte ab. Die Akkus der Gardena-Geräte sind so auch in Staubsaugern, Hochdruckreinigern sowie aktuell 78 Elektrowerkzeugen und 50 Gartengeräten von Bosch verwendbar. Als Teil der Power-for-all-Alliance passen sie außerdem in Gartengeräte von Gloria und Flymo (gehört zusammen mit Gardena zum Husqvarna-Konzern, welcher auch mit Geräten unter eigenem Namen am Markt ist) sowie Werkzeuge, Lampen und Baustellenradios anderer Marken – darunter Rapid, Perfectpro und Wagner.
Stihl, Makita und Black & Decker
Andere Hersteller wie Makita, Black & Decker und Stihl nutzen inzwischen ebenfalls solche Bausteinsysteme. Black & Decker verwendet das Powerconnect-System mit 18-V-Akkus und 36-V-Akkus. Makita hingegen verwendet 18-V-LXT-Akkus, die entweder mit 18 V oder im 18-V-Doppelpack mit 36 V insgesamt 360 Elektrowerkzeuge und Gartengeräte des Herstellers versorgen. Das AK-System von Stihl besteht aus den drei 36-V-Akkus AK 10 (72 Wh), AK 20 (144 Wh) und AK 30 S (180 Wh). Diese versorgen neben Rasenmähern unter anderem auch Heckenscheren, Kettensägen und Laubbläser mit Strom. Auch Marken von Discountern wie Ferrex von Aldi, Parkside von Lidl oder AGT von Pearl verwenden eigene Akkus, die geräteübergreifend im jeweiligen Ökosystem funktionieren.
Man sollte sich vor der Entscheidung für ein Ökosystem ansehen, ob dieses alle Geräte zu bieten hat, die man derzeit und eventuell auch künftig benötigt. Genauso ergibt es Sinn, zu einem bestimmten Ökosystem zu greifen, wenn man bereits andere Werkzeuge daraus nutzt. Zu bedenken ist, dass nur die zwei größten Systeme von Einhell und Gardena auch zu Fremdfabrikaten kompatibel sind. Die Parkside-Akkus der Konkurrenz Lidl sehen denen von Einhell zwar sehr ähnlich, haben aber andere Anschlüsse und sind nicht austauschbar.
Die richtige Größe bei Elektro-Rasenmähern finden
Ist ein größeres Top-Modell überhaupt passend für den eigenen Garten? Wenn dieser klein ist, nicht unbedingt, da es Platz belegt, mehr Geld kostet und schlecht durch Engstellen kommt. Das kleinste Modell im großen Apfelbaumgarten ist dagegen auch fehl am Platz. Die Schnittbreiten der Mäher beginnen bei 22 cm und enden bei 50 cm. Hier kann man sich auf die Empfehlungen der Hersteller verlassen, um das zur eigenen Rasenfläche passende Modell zu finden. Es lohnt sich zudem, wenn man ein bestimmtes Gerät im Auge hat, mit dem Zollstock die Schnittbreite auf dem eigenen Rasen abzubilden. So kann man sich einen guten Eindruck verschaffen, ob einem diese ausreicht oder man doch lieber auf die nächstgrößere Variante wechselt.
Unabhängig von der Schnittbreite unterscheiden sich die Modelle der verschiedenen Hersteller auch in ihrer Ausstattung – ein Aspekt, den man vor dem Kauf unbedingt berücksichtigen sollte. Besonders relevant ist dabei die Frage der Aufbewahrung: Wer einen geräumigen Geräteschuppen besitzt, kann problemlos auch größere und sperrigere Geräte unterbringen. Steht jedoch nur wenig Platz zur Verfügung, sind kompakte, zusammenklappbare oder von vornherein platzsparend konstruierte Rasenmäher mit schlankem Design klar von Vorteil.
Manche Akku-Rasenmäher wie der von uns getestete Gardena Handymower 22/18V verfügen beispielsweise nicht über einen Auffangkorb und sind speziell für das Mulchen ausgelegt. Dafür sind sie deutlich platzsparender. Je nach Beschaffenheit und Aufbau des Gartens ist zudem eine Kombination mehrerer Geräte denkbar, um sowohl großflächig als auch für Engstellen das richtige Mähwerkzeug parat zu haben.
Mähen und Mulchen
Beim Mulchen entfällt das Problem, den Grasschnitt sammeln, kompostieren oder entsorgen zu müssen. Das abgeschnittene Gras verbleibt einfach auf dem Rasen. Das spart Zeit und Mühe und trägt zudem zur Rasenpflege bei.
Ein Mulchmäher schneidet die Halmspitzen ab und schreddert sie gleichzeitig klein. Bodenorganismen bauen anschließend die liegengebliebene Mulchmasse ab. Der Rasenschnitt gelangt so – als natürlicher Dünger – wieder in den Nährstoffkreislauf zurück. Im Sommer entzieht man dem Rasen zudem weniger Nährstoffe und Feuchtigkeit. Das spart Geld bei Düngung und Bewässerung.
Manche Rasenmäher, etwa von Einhell, können zwischen Normal- und Mulchbetrieb umschalten. Allerdings sind Mulchmesser normalerweise anders konstruiert als Schnittmesser – regulärer Grasschnitt ist grober – und auch das Mähdeck ist anders konstruiert. Der Grund: Das Schnittgut soll beim Mulchen möglichst lange im Mähdeck gehalten und mehrfach zerkleinert werden, bevor es auf dem Rasen landet. In einem normalen Mäher soll es dagegen möglichst schnell mit Schwung im Grasfangkorb landen und nicht den Auslass verstopfen.
Ob man lieber regulär mäht oder doch mulcht, hängt am Ende von der eigenen Präferenz sowie der generellen Beschaffenheit und Gesundheit des Rasens ab. Musste man diesen bisher regelmäßig düngen und wieder aufpäppeln, ist ein Umstieg auf die Mulch-Methode eventuell sinnvoll, da so das Düngen bereits Teil des Mähprozesses ist. Verwendet man den Rasen im Garten regelmäßig, kann der herumliegende, feuchte Mulch natürlich schnell stören.
Montage und Bedienung von Akku-Mähern
Die Mäher sind meist praktischerweise schon zusammengebaut, mit Ausnahme des Griffs, um den Transport in normalen Paketgrößen zu ermöglichen. Die Schnittmesser sind im Normalfall austausch- und nachschärfbar, bei der Lieferung aber bereits fest montiert.
Je nach System kann der Akkuwechsel knifflig sein. Es lohnt sich daher, das Einsetzen und Austauschen des Akkus vor dem ersten Einsatz auszuprobieren, um Frust zu vermeiden. Außerdem sind die Sicherheitssysteme zu beachten: Um Verletzungen zu vermeiden, lassen sich die Geräte üblicherweise nur mit zwei Händen einschalten, eine Hand betätigt den Einschaltknopf, während die andere den Sicherheitsbügel am Griff herunterdrückt. Lässt man diesen während des Mähens los, geht der Rasenmäher wieder aus.
Zusätzlich verfügen die meisten Geräte über einen Sicherheitsschlüssel, der sich oft entnehmen lässt. Ohne ihn startet der Mäher nicht – ein Schutz vor allem für spielende Kinder, die gerne die Eltern imitieren. Allerdings ist ein entnommener Schlüssel schnell verlegt, und dann steht der Mäher still. Sinnvoller und sicherer ist es daher, den Akku nach dem Mähen direkt zu entnehmen und im Haus bei Zimmertemperatur zu lagern. Das hat gleich mehrere Vorteile: Der Akku lässt sich vor dem nächsten Einsatz bequem laden und wird zugleich geschont – bei zu hohen oder zu niedrigen Temperaturen verliert er sonst an Leistung oder nimmt Schaden.
Die Schnitthöheneinstellung ist unterschiedlich komfortabel gelöst. Manche Mäher bieten dafür Schiebeschalter mit etlichen Stufen, bei anderen muss man das Gerät umdrehen und die Höhe manuell an den Rädern verstellen. Im Normalfall empfiehlt sich eine mittlere Einstellung: Ein zu kurzer Schnitt schadet dem Rasen – und bei kleineren Unebenheiten auch dem Mäher selbst. Bei hochgewachsenem Gras sollte man zunächst die höchste Stufe wählen, damit sich der Mäher nicht überfordert, und erst beim nächsten Schnitt wieder auf die Normaleinstellung zurückgehen.
Fazit
Akku-Rasenmäher sind eine leise, umweltfreundliche und handliche Alternative zu Benzin-Modellen. Ohne lästige Kabel lassen sie sich leicht manövrieren. Viele Hersteller setzen inzwischen auf durchdachte Akku-Systeme, die zahlreiche Geräte und Werkzeuge eines Ökosystems betreiben können – ein klarer Vorteil für Komfort und Kostenersparnis.
In unserer Bestenliste haben wir acht Modelle aus vier Systemen getestet. Testsieger ist der Stihl RMA 239 C mit starkem Gesamtpaket, Technologiesieger der Gardena Powermax Duo 46/36V P4A und Preis-Leistungs-Sieger der Gardena Powermax 30/18V. Insbesondere Makita und Einhell punkten mit breiten Produktpaletten, Gardena mit seiner markenübergreifenden „Power for All Alliance“, die auch Bosch-Geräte einschließt.
Bei der Wahl des passenden Mähers zählen vorrangig Gartengröße und Stauraum: Große Flächen profitieren von breiteren Schnittwerken, kleine Gärten von kompakten Modellen. Wer regelmäßig mulchen möchte, sollte ein Gerät wählen, das sich auch für den Mulchbetrieb eignet.
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