Online Marketing & SEO
Google Ads im B2B: Von teuren Klicks zu messbaren Leads
In der Theorie klingt es simpel: Google Ads schalten, Klicks erhalten und Leads generieren. Doch die Realität ist deutlich vielschichtiger: lange Customer Journeys, komplexe Produkte und hohe Kosten. Oft vergehen Monate, bis aus einem Klick tatsächlich ein Abschluss wird. In diesem Artikel beleuchte ich die gängigsten Hürden für Google Ads im B2B-Bereich und zeige Dir, wie wir diese in 6 Schritten meistern.

Ausgangslage: Google Ads im B2B
Wahrscheinlich liest Du diesen Artikel gerade, weil Du vor der Herausforderung stehst, Google Ads für B2B zu schalten. Und wahrscheinlich stellst Du Dir genau die gleichen Fragen, die sich vor Dir schon viele andere gestellt haben:
- Wie bewerbe ich mein Produkt bei Google?
- Welches Produkt sollte ich überhaupt bewerben?
- Wie erkläre ich mein Produkt?
- Welches Budget benötige ich für die Bewerbung?
- Welches Ziel habe ich mit Google Ads? Wie deckt sich dieses Ziel mit den Unternehmenszielen?
- Wer ist eigentlich meine Zielgruppe?
Was ist ein Lead tatsächlich wert?

Google Ads im B2B stellt viele Werbetreibende vor große Herausforderungen.
Google Ads für B2B kann ein guter und schneller Weg sein, um Informationen über die eigene Zielgruppe zu erhalten, die Markenbekanntheit zu steigern und Leads zu generieren. Hältst Du Dich aber nicht an einfache Grundregeln, wirst Du sehr schnell Geld bei Google verbrennen, ohne sichtbare Erfolge zu generieren. Im Folgenden zeige ich Dir 6 Schritte, mit denen wir nachweislich erfolgreich Google Ads im B2B steuern.
Google Ads im B2B-Bereich: 6 Schritte für messbaren Erfolg
Bevor Du mit Google Ads startest, mach Dir Gedanken zu Deinem Sortiment.
1. Wähle das richtige Produkt
Ein grundlegendes Produktverständnis ist der erste und vielleicht wichtigste Schritt, um zu entscheiden, ob Google Ads für Dich infrage kommt. Überlege, welche Probleme Deine Produkte oder Dienstleistungen lösen und welche Bedürfnisse sie erfüllen. Diese tiefen Kenntnisse ermöglichen es Dir später, präzise Keywords zu identifizieren, die die Sprache und die Suchintentionen Deiner Zielgruppe widerspiegeln.
Folgende Fragen solltest Du zur Auswahl Deines Produktes oder Deiner Leistung stellen:
1. Ist meine Leistung erklärbar?
Je kleinteiliger und komplexer Dein Produkt oder Deine Leistung ist, desto mehr Informationsbedarf haben Nutzer*innen. Das verlängert Entscheidungsprozesse und verringert die Abschlusswahrscheinlichkeit.Ist Dein Produkt oder Deine Leistung stark erklärungsbedürftig oder stellst Du fest, dass Deine Leads noch viele Fragen zu Umfang und Leistung haben, setze zuerst auf Maßnahmen wie Content Marketing und SEO, um gezielt Inhalte für diesen Schritt der Customer Journey zu entwickeln. Erst danach kommt Google Ads ins Spiel.
2. Ist meine Leistung ein Problemlöser?
Adressiert Deine Leistung ein konkretes Problem, nach dem Nutzer*innen bereits aktiv suchen? Perfekt! Die Nachfrage und das Suchvolumen sind vermutlich schon da und Du kannst direkt mit Google Ads loslegen.
3. Habe ich eine eindeutige Zielgruppe?
Eine Zielgruppenanalyse fasst die grundlegenden demografischen und interessensbasierten Merkmale einer Gruppe potenzieller Kunden*innen zusammen. Sie bietet einen allgemeinen Einblick in die Bedürfnisse und Interessen Deiner Zielgruppe. Je klarer Deine Zielgruppe definiert ist, desto effizienter lässt sich Google Ads darauf ausrichten.
Nutze unbedingt auch Deine eigenen erhobenen Daten zur Zielgruppen-Definition. Mach Dir bewusst, wer eigentlich sucht: Entscheider*innen oder Mitarbeiter*innen? Unschärfe verbrennt bei Google Ads schnell Geld.
4. Habe ich einen hohen Auftragswert oder Customer Lifetime Value?
Werbung bei Google Ads zu schalten, macht nur dann Sinn, wenn der Wert der verkauften Leistung oder des verkauften Produkts die Werbekosten übersteigt. Zwar können wiederkehrende Kund*innen einmalige oder hohe Akquisekosten rechtfertigen, aber wenn Du von Beginn an Deine Profitabilität bei der Auswahl und Bewerbung von Produkten berücksichtigst, wirst Du schneller signifikante Ergebnisse erzielen.
Idealerweise steuerst Du Google Ads dabei direkt nach Marge aus und ziehst zur Berechnung Deiner Marge nicht nur die Kosten für die Bewerbung, sondern alle produktbezogenen Kosten heran.
5. Sind meine Wettbewerber bereits bei Google Ads aktiv?
So widersprüchlich es klingen mag: „Wettbewerb belebt das Geschäft“ gilt auch bei Google Ads. Wenn es Wettbewerb gibt, gibt es in der Regel auch Nachfrage: ideal, um in möglichst kurzer Zeit Informationen über Deine Zielgruppe zu erlangen und Ads effizienter auszuspielen.
6. Ist meine Leistung wettbewerbsfähig?
Wettbewerb kann sich positiv auf Dein Geschäft auswirken, weil es wahrscheinlich schon eine Nachfrage gibt, die Du bedienen kannst. Gleichzeitig nützt die größte Nachfrage nichts, wenn sich Dein Produkt oder Deine Leistung nicht von der Masse abheben, sie dem Markt nicht entsprechen oder preislich nicht attraktiv sind.
Nach der Beantwortung der obigen Fragen solltest Du eine gute Vorstellung davon haben, welches Produkt oder welche Leistung Du bei Google Ads bewerben und welche Nutzer*innen Du mit Deiner Werbung erreichen möchtest. Im zweiten Schritt beschäftigen wir uns damit, wie Du Deine potenziellen Kund*innen mit der richtigen Landingpage zum Abschluss bewegst.
2. Baue eine sehr gute Landingpage
Viele Google Ads-Kampagnen scheitern nicht an der Kampagne selbst, sondern an der Landingpage. Genau aus diesem Grund solltest Du bei der Erstellung Deiner Landingpage niemals sparen. Nimm Dir Profis an die Hand und erstelle Seiten, die speziell für SEA optimiert wurden.
Zunächst solltest Du Dir bewusst machen, ob potenzielle Nutzer*innen schon alle Informationen haben, die sie für eine Entscheidung brauchen. Bedenke, dass SEA spät in der Customer Journey eingesetzt wird und die User zu diesem Zeitpunkt gut über ein Produkt oder eine Leistung informiert sind. Nutzer*innen, die auf SEA-Anzeigen klicken, haben oft eine bewusste Erwartungshaltung, die die SEA-Landingpage „einfach“ erfüllen muss.

SEA setzt oft erst spät in der Customer Journey an. SEO und Content Marketing sind daher vorgelagerte, wichtige Maßnahmen, um Nutzer*innen in der Informationsphase (grün) zu erreichen. Erst wenn Nutzer*innen über diverse Touchpoints vorqualifiziert sind, sollten Google Ads zur tatsächlichen Transaktion geschalten werden (rot).
Eine gute SEA-Landingpage folgt dabei einer klaren Logik:
- Bestätigung: „Du bist hier richtig.“
- Differenzierung: „Darum ist dieses Angebot relevant für Dich.“
- Sicherheit: „Du kannst uns vertrauen.“
- Handlung: „Das ist der nächste Schritt.“
Wie wichtig die Qualität der Landingpage für den Erfolg von Google Ads ist, verrät Dir meine Kollegin Alex in ihrem Blogbeitrag.
Ziel & Funktionsweise von SEA-Landingpages
Das primäre Ziel einer SEA-Landingpage ist klar: eine Conversion auslösen. Alles, was diesem Ziel nicht dient, ist potenzieller Ballast. In der Praxis zeigen sich bei Seiten, die im SEA gut performen, immer wieder ähnliche Muster:
- starkes Nutzerversprechen Above the Fold, mit einem klaren CTA
- wesentliche Produktmerkmale und USPs werden knapp und bündig gelistet
- Trust-Elemente wie Zertifikate oder Siegel sowie Kundenergebnisse werden prominent dargestellt
- klare Nutzerführung ohne Ablenkungen und Nebenpfade
Sekundäre Effekte wie bessere Qualitätsfaktoren, niedrigere Klickpreise oder eine höhere Anzeigenrelevanz ergeben sich fast automatisch, wenn Nutzer*innen das Gefühl haben, genau das zu bekommen, was sie erwartet haben und häufig die gewünschte Aktion (Conversion) auslösen.
Unsere SEA-Landingpage-Vorlage zeigt Dir exemplarisch, wie eine Landingpage aufgebaut sein kann. Dabei dient die Vorlage nur als Orientierung, da sich der Aufbau je nach Produkt oder Dienstleistung unterscheiden kann.
Wann solltest Du eine eigene Landingpage erstellen?
Versetze Dich in die Lage Deiner potenziellen Kund*innen und überlege, welche Inhalte sie bei der Suche nach Deinen Produkten erwarten und welche Fragen sie beantwortet haben möchten. Hast Du zu diesen Fragestellungen bereits eine Zielseite? Dann überlege, ob sich eine SEA-Landingpage ausreichend unterscheiden würde. Wenn Deine bestehende Seite aus SEA-Sicht effizient sein kann, lohnt sich der Aufwand für eine separate Seite vermutlich nicht, insbesondere, wenn Du jemanden mit der Erstellung beauftragen und bezahlen musst.
Bedenke aber auch, dass sich die Anforderungen im Laufe der Zeit ändern können. Skaliert Deine Google Ads-Kampagne und der Traffic auf Deiner Seite steigt, solltest Du regelmäßig die Performance Deiner Zielseiten prüfen und gegebenenfalls eine eigene SEA-Landingpage erstellen. Suchintention und Kundenverhalten können sich ändern, weshalb sich Deine Seite den Gegebenheiten immer anpassen sollte.
Meine Kollegin Franziska verrät Dir weitere Tipps, die Dir bei der Entscheidung für oder gegen eine eigene SEA-Landingpage helfen. In seinem Video erklärt Dir unser Geschäftsführer Julian außerdem, worauf es bei der Erstellung einer B2B-Landingpage ankommt.
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Du weißt nun, welches Produkt Du an wen vermitteln möchtest. Du hast passende Suchbegriffe und Texte identifiziert und die passende Landingpage gefunden. Im nächsten Schritt schauen wir auf Eigenheiten bei Google Ads, insbesondere im Hinblick auf das Budget.
3. Nimm genug Budget in die Hand
Stell Dir vor, Deine Firma bietet eine Fertigungsstraße für die Fahrzeugproduktion an. Diese kostet mehrere 100.000 Euro. Für die Bewerbung der Google Ads hat Dein Unternehmen 800 Euro eingeplant.
Du stellst wahrscheinlich anhand dieses Beispiels fest, dass der Warenwert und die Google Ads-Kosten in keinem guten Verhältnis stehen. Google Ads funktioniert Algorithmus-basiert und wie jeder Algorithmus benötigt Google Ads Daten. Viele Daten.
Um ausreichend Insights zu Deinen Kampagnen, Deiner Zielgruppe und Deinen Produkten zu erhalten, solltest Du pro Keyword mindestens 1.000 Klicks sammeln – besser noch mehr. Um zu bewerten, wie viel Budget Du benötigst, um Deine Ziele zu erreichen, haben wir eine einfache Rechnung erstellt. Die Werte entsprechen dabei unseren Erfahrungen aus der Praxis, können aber je nach Dienstleistung oder Produkt variieren.

Der CPO bleibt in allen Fällen gleich – die Datengrundlage für Google Ads ändert sich aber wesentlich. Während zwei Leads Zufall sein können, ergeben sich aus 200 Leads wahrscheinlich bereits Muster, die wir gezielt analysieren und nutzen können.
Die Gleichung lässt sich auch in die andere Richtung auflösen – zum Beispiel dann, wenn Du eine Vorgabe für die Leads hast und daraus das passende Budget ableiten möchtest.

Alle genannten Werte dienen rein der Orientierung.
Warum braucht Google Ads (ausreichend) Budget?
Wie oben bereits erwähnt, arbeitet Google datengetrieben. Vor allem die fortgeschrittenen Funktionen wie Smart Bidding (automatisierte Gebotsstrategien) benötigen eine solide Datengrundlage, um sauber zu funktionieren. Dabei spielt es (fast) keine Rolle, ob Du in Google Ads nur die reine Conversion oder weichere Signale wie Verweildauer, Scrolltiefe, Klickverhalten etc. misst. Je größer die Menge an verwertbare Daten, desto besser wird Google Ads Deine Ziele erreichen.
Mach Dir aber auch bewusst, dass die Customer Journey im B2B oft lang ist und Ergebnisse erst nach Wochen oder Monaten erzielt werden. Stelle sicher, dass Dein Budget immer in ausreichender Höhe zur Verfügung steht, um nahtlos und konsistent Daten zu sammeln.
Hast Du nicht so viel Budget zur Verfügung? Meine Kollegin Jana gibt Dir in ihrem Blogbeitrag Tipps, wie Du auch mit kleinen Google Ads-Budgets das Beste aus Deinen Kampagnen herausholst.
4. Tracking ist das A und O
Wenn Du wissen möchtest, wie Deine Google Ads-Kampagnen wirklich performen, kommst Du um Conversion Tracking nicht herum. Korrektes Conversion Tracking hilft Dir bei der Erfolgsbewertung von Kampagnen, gibt Dir Insights zu Deinen Landingpages und Zielgruppen und ermöglicht den effizienten Einsatz Deines Budgets.
Herausforderungen
Im B2B sehen wir oft die gleichen Herausforderungen:
- Suchvolumen und Nutzeranzahl sind in Google Ads oft begrenzt und niedrig, weshalb es lange dauert, bis eine ausreichende Datengrundlage vorhanden
- Selten findet der Kaufabschluss direkt über Google Ads statt. In den meisten Fällen werden Vertrieb oder Sales aktiv und treten in den direkten Kundenkontakt. Die Information darüber, was nach der Website-Interaktion mit potenziellen Kund*innen passiert, wird nicht an Google Ads zurückgespielt.
- Die Customer Journey ist im Schnitt 100 Tage lang, manchmal länger. Das macht kein Tool mit, da Daten je nach Anbieter bereits nach wenigen Stunden oder Tagen automatisiert gelöscht werden. Die Relation zwischen Klick und Aktion kann nicht mehr hergestellt Eine Bewertung ist damit unmöglich.
EU, Cookies, Consent-Banner: Vielen Daten dürfen gesetzlich aufgrund des Datenschutzes nicht verwendet werden, wenn Nutzer*innen der Datenverarbeitung nicht aktiv zustimmen. Übrigens: Um den Consent Mode V2 kommst Du nicht drum herum, wenn Du Google Tracking verwendest.
Lösung
Diese Probleme sollten Dich nicht davon abhalten, erfolgreiche B2B-Kampagnen im SEA zu schalten. Es gibt mindestens 4 Wege aus dem Dilemma:
1. Lass Deinen Vertrieb aktiv die Frage stellen, wie Kund*innen auf eure Leistungen oder Produkte aufmerksam geworden sind und was den Ausschlag gegeben hat, sich bei euch zu melden. Diese Self Reported Attribution gibt Dir einen guten Überblick darüber, wie Nutzer*innen auf euch aufmerksam geworden sind und welche Werte und Signale dazu beigetragen haben, dass sie euch kontaktiert haben.
2. Überprüfe regelmäßig manuell, welche Sales-Kontakte zu Abschlüssen geführt haben und über welchen Ursprungskanal sie generiert wurden. Achte dabei von Beginn darauf, an alle verfügbaren Informationen aus dem ersten Kundenkontakt konsequent zu dokumentieren – insbesondere Tracking-Daten wie die GCLID (Google Click ID). Wenn möglich, sollten diese Daten anschließend per Offline Conversion Import zurück an Google gespielt werden, um die Qualität der Kampagnen und die Auswertung nachhaltig zu verbessern.
3. Die gesetzlichen Regelungen rund um die DSGVO erschweren das Tracking von Third Party Cookies. Nutzer*innen müssen der Datenverarbeitung explizit zustimmen. Ohne Zustimmung darfst Du keine Daten an Drittanbieter weitergeben, wodurch Dir die Grundlage für Deine Bewertungen fehlt. Mit Server Side Tracking kannst Du dieses Problem minimieren und gewinnst zu einem gewissen Teil die Kontrolle über Nutzerdaten zurück. Die Daten liegen zunächst auf einem rechtlich konformen Server und Du kannst aktiv entscheiden, ob und welche Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Idealerweise erhebst Du beim Server Side Tracking auch noch zusätzliche Informationen wie Scrolltiefe, Verweildauer und Buttonklicks, sofern diese Events für Deine Customer Journey relevant sind.
4. Mit Schritt 3 haben wir Dir bereits gezeigt, wie Du Dein notwendiges Google Ads-Budget leicht errechnest. Um aussagekräftige Daten zu gewinnen, kannst Du Dein Budget nun konsolidieren und über einen begrenzten Zeitraum bewusst maximieren. Anstatt das Budget von 1.000 Euro pro Monat über fünf Monate hinweg zu verteilen, setzt Du 5.000 Euro in einem Monat ein und danach sofort nichts mehr. Merkst Du eine Änderung bei den Leads? Wie qualitativ sind Deine Leads? Bewerte die Ergebnisse genau und passe Dein Budget entsprechend an.
Achtung: Diese Methode verspricht gute Ergebnisse, wenn Du die vorherigen Punkte bereits beachtet hast. Häufiges Pausieren der Google Ads-Kampagnen birgt jedoch auch Risiken, da Google nach der Pausierung neu lernen muss. Neue Lernphasen führen oft zu unkontrolliertem Budgeteinsatz. Benutze diese Methode also nur, wenn Du die vorherigen Schritte sauber abgearbeitet hast!
Solltest Du Herausforderungen beim Thema Conversion Tracking haben, sprich uns gern an. Unsere Expert*innen helfen Dir gern bei der korrekten und DSVGO-konformen Einrichtung.
5. Gib Deinen Kampagnen Zeit
B2B-Performance ist kein Sprint, sondern ein datengetriebener Marathon. Gib Deinen Kampagnen die Zeit, die sie zum Lernen und Datensammeln benötigen. Es kann vorkommen, dass vom Lead zum Sale Monate vergehen, auch wenn wir uns im SEA bereits am Ende der Customer Journey befinden. Stecke Deinen Kopf nicht in den Sand, wenn die Conversions nicht direkt durch die Decke gehen.

Google Ads misst automatisch die Zeit zwischen erster Kundeninteraktion (meist Klick auf eine Anzeige) und Abschluss. Im B2B dauert diese Phase, Conversion Delay genannt, häufig mehrere Wochen, aber auch im E-Commerce sehen wir ähnliche Ergebnisse.
Wie lange solltest Du testen und warten?
- Lass Deine Kampagnen mindestens 2–3 Monate laufen. Der Google Ads-Algorithmus benötigt in der Regel 2–3 Wochen, um sich auf neue oder angepasste Bedingungen einzustellen, und läuft erst dann stabiler. Gib dem Algorithmus immer genügend Zeit, bevor Du Änderungen vornimmst.
- Stelle sicher, dass Dein Budget ausreichend hoch und nicht eingeschränkt ist, um mindestens 30–50 Leads pro Monat zu generieren. Nutze zur Bestimmung des Budgets unsere Rechnung aus Punkt 3!
- Bedenke, dass aufgrund von Conversion Delays die Daten unvollständig sein könnten und Du Entscheidungen auf Basis fehlerhafter Daten triffst.
- Berücksichtige bei der Bewertung Deiner Daten immer die Qualität der Leads. Generierst Du viele wertvolle Leads über Google Ads, lass Deine Kampagnen laufen und erhöhe gegebenenfalls nur das Budget. Haben Deine Leads jedoch eine geringe Qualität, solltest Du eingreifen und Dein Budget zielgerichteter einsetzen.
6. Optimiere Deine Kampagnen
Auch wenn Geduld ein wichtiger Faktor ist und Du Deinen Kampagnen genug Zeit geben solltest, bedeutet das nicht, dass Du untätig vor Google Ads sitzen solltest. Nutze die gewonnenen Daten, um sie zu analysieren und mit Deinen Zielen abzugleichen. Passen Deine Suchbegriffe und Texte zur Intention der Nutzer*innen? Finden Nutzer*innen auf Deiner Landingpage die Informationen, die sie erwarten? Hinterfrage den Status quo und überlege Dir potenzielle Änderungen und Verbesserungen, um die Nutzererfahrung zu steigern und mehr Abschlüsse zu generieren.

Bei Google Ads gibt es keinen Stillstand. Suchbegriffe, Texte und Landingpages lassen sich kontinuierlich optimieren. Durch gezieltes Testing können immer wieder neue Daten gesammelt werden, um das Budget effizienter einzusetzen und Kampagnen zu skalieren.
Qualitätsfaktor
Google Ads hat zur einfachen Bewertung dieser Fragen eine eigene Metrik: den Qualitätsfaktor. Dieser setzt sich wie folgt zusammen:
- Erwartete CTR. Wie wahrscheinlich ist es, dass ein*e Nutzer*in die Anzeige klickt?
- Nutzererfahrung mit der Landingpage. Wie verhalten sich Nutzer*innen auf der Landingpage? Bleiben sie länger oder springen sie direkt ab?
- Passen Suchbegriff, Anzeige und Landingpage zueinander? Spiegelt sich der Suchbegriff der Nutzer*innen auf der Landingpage wider?
Google bewertet den Qualitätsfaktor bei jeder Anfrage neu und belohnt Übereinstimmung mit niedrigen Klickpreisen und guten Anzeigenrängen. Gleichzeitig straft Google Werbetreibende rigoros ab, sollte der Qualitätsfaktor nicht den Erwartungen entsprechen. Folgen sind unter anderem erhöhte Klickpreise oder, dass Anzeigen nicht mehr prominent anzeigt oder gar nicht ausgespielt werden. Mehr zum Thema Landingpage-Qualität und dem Qualitätsfaktor findest Du im Blogbeitrag meiner Kollegin Alexandra.
Konstantes Analysieren von Daten, Testen von Hypothesen und Anpassen der Kampagnen hilft Dir bei der Skalierung von Google Ads.
Zentrale Stellschrauben in Google Ads
Über Erfolg oder Misserfolg mit Google Ads im B2B entscheiden oft kleine Maßnahmen. Je regelmäßiger Du die hier genannten Einstellungen und Punkte überprüfst und hinterfragst, desto wahrscheinlicher wirst Du Dir einen Performance-Vorsprung gegenüber Deinen Konkurrenten erarbeiten.
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- Du solltest in jedem Fall regelmäßig Deine Keywords und Suchbegriffe analysieren und irrelevante Begriffe ausschließen.
- Auf Deiner Landingpage solltest Du Struktur, Inhalt und Formulare passend zum Suchverhalten Deiner Nutzer*innen optimieren.
- In den Google-Einstellungen solltest Du Standorte, Geräte, Zielgruppen und Werbezeiten bewerten und gegebenenfalls anpassen.
Ein wichtiger Teil Deiner Google Ads-Strategie für B2B sollten Deine Anzeigentexte sein. Je konkreter Du USPs oder Pain Points nennen kannst, umso wahrscheinlicher wird Deine Zielgruppe auf Deine Anzeigen klicken. Wenn Du Deine Nutzer*innen zusätzlich explizit ansprichst, erhöhst Du Deine Chancen weiter.
Wenn Du ausreichend Daten in Google Ads gesammelt hast, nutze Gebotsstrategien. Diese identifizieren automatisiert Nutzer*innen, die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eine gewünschte Aktion durchführen. Stelle sicher, dass Du die passende Gebotsstrategie für Deine Ziele nutzt und dass Du immer genug Budget zur Verfügung stellst.
Fazit: Erfolgreiche Kampagnen im B2B
Du kannst Google Ads und B2B meistern, wenn Du Dich auf wenige wichtige Schritte konzentrierst:
- Wähle das richtige Produkt, das Umsatz liefert.
- Setze auf eine passende Landingpage, die Nutzer*innen zu Kund*innen konvertiert.
- Gib Google Ads genug Budget, um belastbare Daten zu sammeln und Muster zu erkennen.
- Tracke Deine Daten sauber, um Deine Google Ads-Maßnahmen bewerten zu können.
- Optimiere konstant und hinterfrage immer den Status quo.
- Gib Deinen Kampagnen Zeit.
Kurz: B2B im Performance Marketing = Relevanz x Daten x Zeit
Wenn Du Unterstützung bei Deinen Google Ads brauchst, helfen wir Dir gern. Melde Dich einfach bei uns! Wir sprechen unverbindlich über Deine Herausforderung und die beste Lösung dafür.
Bildnachweis: Titelbild: [Gambar]/stock.adobe.com; Bild 2: google-ads-b2b-herausforderungen/seokratie.de; Bild 3: customer-journey/seokratie.de; Bild 4: budget-rechnung/seokratie.de; Bild 5: budget-rechnung-rückwärts/seokratie.de; Bild 6: conversion-delay/seokratie.de; Bild 7: optimierungs-loop/seokratie.de
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Andere können KI-Bilder mit deinen Instagram-Fotos erstellen
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So deaktivierst du die KI-Nutzung deiner Instagram-Inhalte
Meta bewirbt die neue Funktion als kreatives KI-Feature. Nutzer:innen sollen personalisierte Einladungen gestalten, Designideen entwickeln oder individuelle Grafiken erstellen können. Dafür genügt künftig ein öffentlicher Instagram Account: Wird das Profil in einem Prompt erwähnt, kann Meta AI auf die öffentlichen Fotos zugreifen und daraus neue Bilder generieren. Und so funktioniert es: In der Meta AI App können andere Nutzer:innen ein öffentliches Instagram-Konto markieren und den Chatbot anweisen, neue KI-Fotos auf Basis von Fotos aus dem Konto dieser Person zu erstellen.
Wer das nicht möchte, muss selbst aktiv werden. In der Instagram App findest du die Einstellung im eigenen Profil unter „Teilen und wiederverwenden“. Dort erscheint, wie in unserem Screenshot zu sehen, ein neuer Schalter mit der Bezeichnung „Erlaube anderen, mit deinen Originalaudioaufnahmen auf Meta AI kreativ zu werden und sie wiederzuverwenden“. Laut Meta werden diese Einstellungen derzeit schrittweise ausgerollt und sind deshalb noch nicht bei allen Nutzer:innen verfügbar. Betroffen sind ausschließlich öffentliche Konten – wer sein Profil privat nutzt, muss nichts unternehmen.

Meta löscht KI-Inhalte nicht und informiert dich nicht
Mit dem Deaktivieren der Funktion ist das Thema allerdings nicht erledigt. Zwar lässt sich die Wiederverwendung für das gesamte Konto oder einzelne Beiträge und Reels ausschalten. Bereits mit Meta AI erstellte Inhalte werden laut Meta jedoch nicht gelöscht – selbst dann nicht, wenn das Profil später auf privat gestellt wird. Auch Originalaudio, Texte und Kommentare lassen sich über die Einstellung nicht von der KI-Nutzung ausschließen. Zudem weist Meta darauf hin, dass wiederverwendete Inhalte je nach Einstellungen anderer Nutzer:innen sogar in Suchmaschinen auftauchen können.
Hinzu kommt, dass Instagram Nutzer:innen nicht darüber informiert, wenn ihre Fotos oder Videos für KI-generierte Inhalte verwendet werden. Im Hilfe-Center heißt es dazu ausdrücklich:
You will not be notified about content created using AI features at Meta.
Minderjährige sind von der Funktion ausgenommen: Öffentliche Konten von Teenagern dürfen laut Meta weder als Grundlage für KI-Bilder verwendet werden, noch können Minderjährige die Funktion für fremde Profile nutzen.
Datenschutz wird immer mehr zur Verantwortung der Nutzer:innen
Die Nutzung personenbezogener Inhalte für generative KI gehört zu den umstrittensten Themen der aktuellen KI-Debatte. Auch OpenAI sah sich bei der Einführung des KI-Videogenerators Sora mit entsprechender Kritik konfrontiert. Im Unterschied zu Meta setzte OpenAI jedoch auf ein Opt-in-Verfahren. Wer das Abbild einer realen Person in einem KI-generierten Video verwenden wollte, musste deren ausdrückliche Zustimmung einholen. Sora wurde inzwischen wieder eingestellt, unter anderem aufgrund der hohen Betriebskosten. Während OpenAI auf eine ausdrückliche Zustimmung setzte, verfolgt Meta den umgekehrten Ansatz. Der Konzern gibt öffentliche Instagram-Inhalte standardmäßig für KI-Remixe frei und verlangt einen aktiven Widerspruch. Genau dieses Opt-out-Prinzip steht derzeit in der Kritik.
Wer die Standardeinstellung nicht ändert, gibt ein Stück Kontrolle über die eigene digitale Identität ab, insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Verbreitung KI-generierter Inhalte und Deepfakes. Für Unternehmen und Creator steht dagegen die Kontrolle über die Markenkommunikation im Mittelpunkt. Kampagnenmotive, Produktbilder oder Corporate Designs sind häufig zentrale und wertvolle Bestandteile der Markenidentität. Werden sie standardmäßig für KI-Generierungen freigegeben, betrifft das nicht nur den Datenschutz, sondern auch Brand Safety, geistiges Eigentum und die Kontrolle darüber, in welchen Kontexten eigene Inhalte künftig erscheinen.
Auch wenn es für viele Nutzer:innen inzwischen überwältigend sein dürfte, wie häufig Unternehmen eine aktive Abmeldung statt einer vorherigen Zustimmung verlangen, entwickelt sich dieses Opt-out-Prinzip zunehmend zum Branchenstandard. Auch Google rollt derzeit eine Funktion aus, bei der Medien-Uploads aus Diensten wie Google Lens, der Rückwärtssuche oder Google Translate zur Verbesserung der eigenen KI-Modelle verwendet werden können, sofern Nutzer:innen nicht widersprechen. WIRED hat auch dafür bereits eine Anleitung veröffentlicht, wie sich der Opt-out aktivieren lässt.
Wer selbst entscheiden möchte, wie die eigenen Inhalte für KI genutzt werden, kommt kaum noch darum herum, die Datenschutzeinstellungen regelmäßig zu prüfen – bei Instagram ebenso wie bei anderen Diensten.
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Wenn du OnlineMarketing.de auf Google als bevorzugte Quelle einstellen möchtest, um auch in den Schlagzeilen auf Google immer aktuelle News und Tipps aus der Welt des Marketing und der Tech-Entwicklungen zu finden, kannst du einfach die Google-Quelleneinstellungen aufrufen und die Seite anwählen. Über das Stern-Icon neben den Top Stories kannst du ebenfalls bevorzugte Quellen für die spätere Suche speichern.

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