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Nintendo hebt Preis für Switch 2 an


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Nun auch Nintendo: Nachdem Microsoft und Sony bereits die Preise für ihre Konsolen nach Release angehoben haben, soll nun auch die Switch 2 mehr kosten. Darüber informiert Nintendo in einer Mitteilung. Die Europa-Preisempfehlung für die Handheld-Konsole soll demnach von 470 auf 500 Euro steigen.

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In den USA steigt der Preis sogar um 50 US-Dollar auf 500 US-Dollar. Im japanischen Heimatmarkt soll sogar die erste Generation der Nintendo Switch teurer werden – in Europa und in den USA steigt dagegen nur der Preis für die Switch 2. Die Abo-Kosten für Nintendo Switch Online steigen ebenfalls ausschließlich in Japan.

Nintendo begründet die Entscheidung mit „verschiedenen Veränderungen der Marktbedingungen“, die mittel- bis langfristig bestehen könnten. Der Preis der Nintendo Switch 2 hatte bereits zum Marktstart im vergangenen Jahr für Skepsis bei den Fans gesorgt: Die erste Generation der Konsole kostete zum Marktstart 330 Euro. Die Switch 2 war also bereits 140 Euro teurer. Nun wird die Spanne noch größer.

Wer eine Switch 2 kaufen möchte, hat immerhin noch etwas Zeit, zu einer günstigeren Preisempfehlung zuzuschlagen: Die neuen Preise gelten erst ab dem 1. September – nur in Japan steigen die Preise bereits im Mai. Aktuell ist die Switch 2 in Deutschland unter der UVP zu bekommen. Dass Händler die von Nintendo erhöhten Preise tatsächlich aufrufen, ist nicht gesichert. Allerdings ist es möglich, dass die erhöhte UVP sich auch auf die Straßenpreise auswirkt.

Zölle, beeinträchtigte Lieferketten und Speicherkrise setzen auch anderen Hardware-Herstellern zu: Sony hat jüngst bereits die dritte Preiserhöhung der Playstation 5 seit ihrem Marktstart im Herbst 2020 angekündigt. Für eine normale Playstation 5 spricht Sony eine Preisempfehlung von 650 Euro aus – hundert Euro mehr als bislang und 150 Euro mehr als zum Verkaufsstart. Im Mai 2025 hat Microsoft derweil 50 Euro auf die Preisempfehlungen von Xbox Series X und Series S aufgeschlagen.

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(dahe)



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eBay-Übernahme durch GameStop: Neue Zweifel an der geplanten Finanzierung


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Die Finanzierung der angestrebten Übernahme von eBay durch GameStop ist noch unsicherer als bislang bekannt, weil der Videospielhändler die von einer Bank zugesagten 20 Milliarden US-Dollar nur unter äußerst unwahrscheinlichen Bedingungen bekommt. Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf eingeweihte Personen. Das Geld gibt es demnach nur, wenn die Schulden des fusionierten Unternehmens ein Kredit-Rating erhalten, das bei Firmen mit einem vergleichbaren Schuldenstand nahezu ausgeschlossen ist. Damit könnte GameStop etwa die Hälfte der für den Kauf nötigen Summe fehlen.

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Dass GameStop eBay für 56 Milliarden US-Dollar übernehmen will, hat der US-Videospielhändler am Wochenende publik gemacht. Dabei war der bekannte Online-Marktplatz vor der Bekanntmachung rund 46 Milliarden US-Dollar wert, GameStop lediglich 12 Milliarden. Laut GameStop stehen für die Übernahme Barreserven in Höhe von 9,4 Milliarden US-Dollar bereit. Auch auf eine Finanzierungszusage über 20 Milliarden US-Dollar von der Bank TD Securities hat sich das Unternehmen berufen. Genau daran werden jetzt aber Zweifel laut. Cohen hat vorher schon nicht erklären wollen oder können, wie sein Unternehmen die bislang fehlenden 16 Milliarden US-Dollar auftreiben will.

Cohen hat 2023 den Chefposten bei GameStop übernommen, vorher hatte er das Management des Videospielhändlers als zu langsam kritisiert und seine Beteiligung kontinuierlich ausgebaut. GameStop war Anfang 2021 in die Schlagzeilen gerückt, als der Aktienkurs, angetrieben von im Internet organisierten Privatanlegern, eine atemberaubende Rallye hingelegt hat. Das bescherte Hedgefonds, die auf einen Kursverfall gewettet hatten, enorme Verluste. Unter Cohens Führung hat GameStop unter anderem alle Filialen in Deutschland geschlossen und sich primär auf das Geschäft mit Sammelkarten und Retro-Konsolenspielen konzentriert.


(mho)



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Corti AI bringt „Symphony“ für automatisierte medizinische Kodierung


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Medizinische Kodierung bildet die Grundlage für die Abrechnung im Gesundheitssystem, da sie die erbrachte klinische Leistung in eine standardisierte Sprache übersetzt, die von den Krankenkassen verarbeitet werden kann. Gleichzeitig ist medizinische Kodierung aber sehr zeitaufwendig und fehleranfällig. Die korrekte Zuordnung von Diagnoseschlüsseln – vor allem durch die International Classification of Diseases (ICD) – aus unstrukturierter medizinischer Dokumentation ist daher eine sehr wichtige, aber auch schwierige Aufgabe, die geschultes, hochqualifiziertes Personal benötigt.

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Corti AI, ein auf das Gesundheitswesen spezialisiertes Technologieunternehmen aus Kopenhagen, hat nun mit „Symphony for Medical Coding“ ein System veröffentlicht, das den Prozess der medizinischen Kodierung zur Abrechnung mithilfe von Künstlicher Intelligenz effizienter und präziser gestalten soll.

Was Symphony nach Angaben des Herstellers von anderen Systemen unterscheidet, ist ein umfassenderes Verständnis der medizinischen Dokumentation durch Einsatz mehrerer KI-Agenten und ein systematischer, mehrphasiger Ansatz zur Durchführung der Kodierung. Gleichzeitig wird die Software national und regional angepasst. In den vergangenen Monaten hat der Hersteller die Software speziell für den deutschen Markt weiterentwickelt. Laut Herstellerangaben umfasst die Implementierung nun die vollständige Diagnosen- und Prozedurenkodierung sowie auch die Erkennung von medizinischen Codes anhand des weit verbreiteten SNOMED-CT (Systemized Nomenclature of Medicine – Clinical Terms) Kodierungssystems.

Damit decke das System nach Angaben von CortiAI etwa 90 Prozent der Anforderungen deutscher Krankenhäuser ab. Die Herausforderung in Deutschland liegt besonders in der Komplexität des für die Abrechnung verwendeten DRG-Systems (Diagnosis Related Groups). Hierbei können kleinste Nuancen in der Dokumentation (und damit in der Codierung) maßgeblich über die Höhe der finanziellen Erstattung entscheiden.

Parallel zur Veröffentlichung hat Corti die eigenen Analysen und Ergebnisse in einer wissenschaftlichen Arbeit zusammengefasst und auf arXiv veröffentlicht.

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Eine der größten Herausforderungen beim Einsatz von generativer KI in der Medizin sind „KI-Halluzinationen“ und allgemein die Generierung von fehlerhaften Daten und Ungenauigkeiten. Nach Angaben von Corti zeigt „Symphony for Medical Coding“ seit der Einführung am 1. April 2026 eine robuste und sichere Leistung.

Innerhalb der ersten Woche seien etwa 8000 komplexe Anfragen zur medizinischen Kodierung verarbeitet worden, wobei lediglich 16 Fehler registriert worden seien. Dies entspräche Fehlern in 0,2 Prozent der Fälle und liege damit deutlich unter den üblichen Fehlerquoten bei manueller Kodierung durch Fachpersonal. Es scheint, dass spezialisierte KI-Systeme mittlerweile eine Leistungsfähigkeit erreicht haben, mit der sie in der Lage sind, komplexe administrative Aufgaben im Gesundheitssystem zu übernehmen, ohne die Sicherheit zu gefährden.

Um das neue System für die KI-gestützte medizinische Kodierung weitreichend auszurollen, ist Corti unter anderem eine strategische Partnerschaft mit Dedalus eingegangen, einem der weltweit führenden Anbieter von Krankenhaus-Informationssystemen (KIS).

Die Kooperation, die bereits etwa 20 Partner in Deutschland umfasst, soll nun über die Bundesgrenzen hinaus auf ganz Europa ausgeweitet werden. Ziel ist es, Symphony direkt in die gewohnten Softwaresysteme von Ärztinnen und Ärzten sowie Kodierfachkräften einzubetten. Anstatt Daten mühsam händisch zu übertragen, schlägt die KI im Hintergrund die passenden Codes vor, die vom Fachpersonal lediglich noch validiert werden müssen.

Wenn Krankenhäuser mithilfe von KI ihre Kodierung nahezu fehlerfrei automatisieren oder zumindest teilautomatisieren könnten, wäre dies ein entscheidender Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilität.

Tatsächlich bindet die medizinische Kodierung aktuell erhebliche personelle Ressourcen, während durch Fehler in der Kodierung erheblicher finanzieller Schaden entsteht. Auch in Anbetracht des wachsenden Fachkräftemangels bietet die Automatisierung der Codierung die Chance, Prozesse effizienter zu gestalten und Kosten einzusparen.


(mack)



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Porsche will drei Tochterfirmen schließen und Stellen streichen


Der kriselnde Sportwagenbauer Porsche will sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren – und schließt drei Tochterfirmen. Die Batterie-Tochter Cellforce, die eBike Performance GmbH sowie die Software-Tochter Cetitec sollen nicht weitergeführt werden, wie das Stuttgarter Unternehmen mitteilte. Das hätten Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen. Insgesamt sind den Angaben nach etwa 500 Beschäftigte betroffen.

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Erst vor zwei Wochen hatte Porsche angekündigt, unter anderem seine Beteiligung an der Luxus-Sportwagenschmiede Bugatti verkaufen zu wollen. Porsche muss sich nach Angaben von Vorstandschef Michael Leiters wieder auf das Kerngeschäft fokussieren. Das sei die unabdingbare Grundlage für eine erfolgreiche strategische Neuausrichtung. „Das zwingt uns zu schmerzhaften Einschnitten – auch bei unseren Tochtergesellschaften“, sagte Leiters. Bis wann die Töchter abgewickelt werden sollen, war zunächst unklar.

Erst im vergangenen August hatte die VW-Tochter einen Personalabbau bei Cellforce mit Sitz im baden-württembergischen Kirchentellinsfurt angekündigt. Nach früheren Informationen der Deutschen Presse-Agentur waren damals mehr als zwei Drittel der 280 Mitarbeiter betroffen. Die Batterie-Tochter sollte sich eigentlich künftig auf die Forschung und Entwicklung fokussieren. Grund für den Schritt war ein Strategiewechsel – weg von den ambitionierten E-Auto-Zielen, wieder hin zu mehr Verbrennern.

Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung mit einer technologieoffenen Antriebsstrategie besteht für Cellforce keine ausreichend tragfähige Perspektive mehr, teilte Porsche nun mit. Rund 50 Mitarbeiter seien vom Personalabbau betroffen. Die Porsche eBike Performance GmbH wurde einst zur Entwicklung von E-Bike-Antriebssystemen gegründet. Die Aktivitäten werden den Angaben nach wegen grundlegend veränderter Marktbedingungen eingestellt. Die Betriebsschließung an den Standorten Ottobrunn und Zagreb betreffe rund 350 Mitarbeiter. Bei der Softwarefirma Cetitec mit Sitz in Pforzheim sind etwa 60 Mitarbeiter in Deutschland und 30 in Kroatien von der geplanten Abwicklung betroffen. Dort wird die Geschäftsleitung Gespräche mit dem Betriebsrat aufnehmen.

Porsche-Chef Leiters hatte bereits bei seinem ersten öffentlichen Auftritt im März einen umfassenden weiteren Stellenabbau angekündigt – zusätzlich zu einem ersten Paket. Denn bis 2029 sollen in der Region Stuttgart bereits rund 1900 Stellen sozialverträglich wegfallen. Zusätzlich sind die Verträge von etwa 2000 befristeten Angestellten ausgelaufen. Über ein zweites Sparpaket wird bereits länger verhandelt. Bisher ergebnislos.

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Aus Porsche, früher erfolgsverwöhnt und Gewinnperle der Konzernmutter VW, ist im Laufe des Jahres 2025 ein Unternehmen im Krisenmodus geworden. Das Konzernergebnis betrug nur noch 310 Millionen Euro – und damit gut 91 Prozent weniger als im bereits schwächeren Jahr 2024. Ein Ende ist aktuell nicht in Sicht: Auch im ersten Quartal sackte der Gewinn um fast ein Viertel ab.

Ursachen für die schwierige Lage gibt es viele: Die Geschäfte in China stocken deutlich, die US-Zollpolitik kostete Hunderte Millionen Euro, und die E-Modelle von Porsche finden deutlich weniger Anklang als erwartet. Allein der Schwenk bei den Elektro-Zielen von Ex-Porsche-Chef Oliver Blume kostete Porsche rund 2,4 Milliarden Euro. Die Cellforce-Abwicklung belastete bereits 2025 mit rund 700 Millionen Euro.

In diesem Jahr rechnet das Management mit Kosten in Höhe von 900 Millionen Euro für den Unternehmensumbau. Das Porsche-Management hatte wegen der wirtschaftlichen Lage zuletzt die Mitarbeiterprämie für das vergangene Jahr gestrichen. Auch der Vorstand erhielt für 2025 keinen Jahresbonus. Erst am Donnerstag teilten die Schwaben außerdem mit, ihren Vorstand von acht auf sieben Mitglieder zu verkleinern. Sajjad Khan, bisher für die Auto-Software zuständig, verlässt Porsche. Seine Aufgaben werden künftig von Entwicklungschef Michael Steiner übernommen.

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(nie)



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