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18 Exits, über die die Szene spricht


Millionenschwere Exits und Mehrheitsbeteiligungen gehören zum Grundrauschen der Startup-Szene. Auch im Jahre 2026 gab es bereits einige interessante Exits. In der schnelllebigen Gründerszene sind viele Exits und Übernahmen aber auch sofort wieder vergessen.

In aller Kürze lassen wir deswegen die wichtigsten, interessantesten und größten Exits und (Mehrheits)-Übernahmen des vergangenen Jahres (bis Ende April) noch einmal Revue passieren. Zuletzt sorgte vor allem der Exit von Talon.One für Schlagzeilen.

Die (bisher) wichtigsten Exits des Jahres 2026

EGYM
+++ Das Münchner Fitness-Unicorn EGYM und das amerikanische Fitness- und Wellness Unicorn Playlist (Mindbody, Booker und ClassPass) fusionierten im Januar. Das gemeinsame Unternehmen wurde dabei mit 7,5 Milliarden US-Dollar bewertet. EGYM, 2010 von Philipp Roesch-Schlanderer und Florian Sauter gegründet, digitalisiert seit Jahren die Fitnesswelt. Ein Schwerpunkt ist dabei inzwischen eGym Wellpass, eine „abonnementbasierte Gesundheits- und Wellnesslösungen für Unternehmen“. Mehr über EGYM

Talon.One
+++ Der niederländische Payment-Gigant Adyen übernahm im April das Berliner Scaleup Talon.One, das eine Loyalty- und Promotion-Software anbietet. Der Kaufpreis betrug imposante 750 Millionen Euro. Talon.One, 2015 von Lieferando-Gründer Christoph Gerber und dem RapidApe-Founder Sebastian Haas gegründet, bietet seinen Kundinnen und Kunden die Möglichkeit an, Coupon-Codes, Rabattaktionen, Bündelangebote, Empfehlungs- und Treueprogramme auf einer Plattform zu erstellen und zu tracken und somit das Promotion-Marketing zu optimieren. Der amerikanische Geldgeber Silversmith Capital Partners, der Late-Stage-Investor Meritech Capital und Altinvestor CRV investierten zuletzt beachtliche 135 Millionen US-Dollar in Talon.One. Zuvor flossen rund 40 Millionen Euro in das Unternehmen. Mehr über Talon.One

Blacklane
+++ Der US-Fahrdienstvermittler Uber übernahm im März den Berliner Chauffeurdienst Blacklane. Durch den Zukauf möchte Uber vor allem ins margenstärkere Premiumsegment vorstoßen. Einen Kaufpreis nannten die Unternehmen nicht. Der Verkaufsbetrag soll laut Handelsblatt „ungefähr der Unternehmensbewertung, die bei rund einer halben Milliarde Dollar liegt“ entsprechen. Blacklane, 2011 gegründet, konzentriert sich auf Chauffeur-Dienste mit hochwertigen Fahrzeugen für Geschäftsreisende. Zu den Investoren des Grownups gehören unter anderem der saudi-arabische Mobility-Investor Tasaru Mobility Investments, Gargash Group, AlFahim, Alstin Capital rund um Carsten Maschmeyer und RI Digital. Mehr über Blacklane

Kaia Health
+++ Das Unternehmen Sword Health aus Portugal übernahm im Januar das Münchner Health-Startup Kaia Health. Der Kaufpreis lag bei 285 Millionen US-Dollar. Kaia Health, 2016 von Konstantin Mehl und Manuel Thurner gegründet, entwickelt digitale Therapien für chronische Erkrankungen (Rückenschmerzen, COPD). Insgesamt flossen in den vergangenen Jahren rund 100 Millionen Euro in Kaia Health. Mehr über Kaia Health

Sanity Group 
+++ Das kanadische Cannabisunternehmen Organigram übernahm im Februar das Berliner Cannabis-Startup Sanity Group. Im Rahmen der Übernahme wird das Unternehmen mit 250 Millionen Euro bewertet. Organigram war bereits seit 2024 an der Sanity Group beteiligt. In den vergangenen Jahren flossen über 100 Millionen in Sanity. Das Cannabis-Startup, 2018 von Finn Hänsel und Fabian Friede gegründet, ist derzeit mit Marken wie Vayamed, Avaay Medicial, ZOIKS und Vaay im markt unterwegs. Mehr über die Sanity Group

Plan A
+++ Das englische Sustainability-Unternehmen Diginex übernahm im Januar das Berliner ClimateTech Plan A. Der Kaufpreis lag bei 55 Millionen Euro. Das Startup, 2017 von Lubomila Jordanova und Nathan Bonnisseau gegründet, möchte Unternehmen und Mitarbeiter beim Thema Nachhaltigkeit unterstützen. Lightspeed Venture Partners, Visa, Deutsche Bank und Co. investierten zuletzt 27 Millionen US-Dollar in Plan A. Zuvor flossen rund 13 Millionen in die Jungfirma. Mehr über Plan A

Rebike
+++ Der französische Sporthändler Decathlon übernahm im Januar via Decathlon Pulse die Mehrheit am Münchner E-Bike-Startup Rebike. Rebike aus Krailling bei München, 2018 gegründet, betreibt mit rebike1 einen Marktplatz für den Verkauf von gebrauchten E-Bikes und mit eBike Abo einen Abodienst für angesagte E-Bikes. Zudem vermietet das Unternehmen E-Bike-Flotten an Verleihpartner, Hotels und Firmen. In den vergangenen Jahren flossen mehr als 40 Millionen in das Unternehmen. Mehr über Rebike

Rows 
+++ Das amerikanische Unternehmen Superhuman (früher als Grammarly bekannt) übernahm im März das Berliner Startup Rows. Das Unternehmen, 2016 von Humberto Ayres Pereira und Torben Schulz als DashDash gegründet, ging an den Start, um ein „moderne Spreadsheet zur Entwicklung von Business-Tools“ zu entwickeln. Inzwischen positioniert sich das Unternehmen zeitgemäß als „AI Data Analyst“. In den vergangenen Jahren flossen rund 30 Millionen Euro in Rows. Mehr über Rows

Tapline
+++ Das Prager FinTech Flowpay (Embedded Financial Services for SME Platforms) übernahm im März das Berliner FinTech Tapline. Das Startup, 2021 von Dean Hastie, Peter Grouev und Dmitrij Miller gegründet wurde, bietet „B2B SaaS- und Abonnement-Unternehmen eine nicht verwässernde Finanzierung durch Vorfinanzierung künftiger Forderungen“ an. Karim Beshara, General Partner bei A15 Venture Capital, Antler und Business Angels investierten zuletzt 20 Millionen Euro in das Unternehmen. Mehr über Tapline 

42watt
+++ Die Baumarktkette OBI übernahm im Januar die Mehrheit am Münchner PropTech 42watt. 42watt, 2021 von Marcus Dietmann, Jörg Überla, Ferdinand Zemella und Mario Speck gegründet, begleitet „Hausbesitzer bei der energetischen Sanierung von Wohngebäuden“. In den vergangenen Jahren flossen mehr als 5 Millionen Euro in 42watt. Mehr über 42watt

StackFuel
+++ Die Londoner Upskilling-Plattform Multiverse übernahm im Januar das Berliner Unternehmen StackFuel, das sich um „Weiterbildung für Daten- und KI-Skills“ kümmert. StackFuel, 2026 von Stefan Berntheisel und Leo Marose gegründet, sammelte in den vergangenen Jahren rund 3,5 Millionen Euro ein – unter anderem von Business Angels wie Felix Brosius, Sylvius Bardt, Frank Mies, Matthias Helfrich, Christian Bredlow und Niels Hencke. Mehr über StackFuel

Gini
+++ Das amerikanische Unternehmen Banyan Software übernimmt das 2011 gegründete Münchner FinTech Gini, das KI-basierte Lösungen für Banken, Versicherungen und E-Commerce anbietet. Zu den Investoren von Gini gehörte in der Vergangenheit insbesondere der damalige Telekom-Investmentarm T-Venture (34,3 %), die Commerzbank-Tochter main incubator (13,4 %) und Check24, zuletzt noch mit 1,9 % an Bord. Das Team sammelte rund 3 Millionen ein. Mehr über Gini

Langfuse
+++ Das amerikanische Unternehmen ClickHouse („Fast Open-Source OLAP DBMS“) übernahm im Januar das Berliner Startup Langfuse, das die Leistung und Kosten von KI-Anwendungen sichtbar macht. Das Startup, 2022 von Clemens Rawert, Marc Klingen und Maximilian Deichmann gegründet, sammelte zuletzt 4 Millionen US-Dollar ein – unter anderem von Lightspeed Venture Partners. Mehr über Langfuse

Blinkist
+++ Die Blinkist-Gründer Holger Seim und Tobias Balling kauften im April ihr Unternehmen vom australischen Lern-Unternehmen Go1 (Exit 2023) zurück. „Eine strategische Neuausrichtung hat dazu geführt, dass die gemeinsame Vision, die die Grundlage unseres Exits war, nicht mehr im Fokus steht. Ein Teil der Wahrheit ist sicherlich auch, dass beide Seiten unterschätzt haben, wie viel Komplexität es mit sich bringt, ein Unternehmen über drei Zeitzonen hinweg zu führen und dabei schnell und agil zu bleiben. Aus diesen Gründen war eine ‚Trennung‘ für beide Seiten die bessere Option“, sagte Seim zum Rückkauf. Blinkist, 2012 gegründet, liefert seinen Nutzerinnen und Nutzern Kernaussagen aus Sachbüchern – in Wort und Ton. Im Geschäftsjahr 2023/24 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von rund 53 Millionen Euro (Vorjahr: 28 Millionen). Mehr über Blinkist

Ankerkraut
+++ Knapp vier Jahren nach dem Exit an Nestlé kauften die Ankerkraut-Gründer Anne Lemcke und Stefan Lemcke im April ihr Unternehmen vom Lebensmittelgiganten zurück. Nestlé hielt zuletzt 95 % am Gewürz-Grownup, das 2013 gegründet wurde. Über die finanziellen Details der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart. Derzeit arbeiten rund 160 Mitarbeitende für Ankerkraut. Das Team erzielt zuletzt „einen Umsatz im mittleren zweistelligen Millionenbereich“. Nestlé soll vor vier Jahren eine dreistellige Millionensumme für Ankerkraut auf den Tisch gelegt haben. Mehr über Ankerkraut

Sushi Bikes
+++ Die Wealth Collect Holding übernahm im Februar das insolvente Münchner E-Bike-Startup Sushi Bikes. Mehr über Sushi Bikes

ESG-X
+++ Das spanische Unternehmen Dcycle, das eine Plattform für ESG- und Nachhaltigkeitsdatenmanagement anbietet, übernahm im Februar das Münchner Software-Startup ESG-X. Mehr über ESG-X

WaschMal
+++ Der schwedische Workwear-Hersteller Blåkläder übernahm im Februar die Mehrheit (85 %) am Kölner Wäscheservice-Anbieter WaschMal. Mehr über WaschMal

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AI Act: Was jetzt auf das Marketing von Startups zukommt


Am 2. August tritt Artikel 50 des neuen AI Acts vollständig in Kraft. Aktuell kannst du als kleines  Startup Content in genau derselben Qualität produzieren wie ein Multimilliarden-Konzern. Dank KI ist  die Vermarktung deines Unternehmens heute 1.000-mal günstiger als früher. Aber eben nur noch bis  zum 2. August. 

Nach diesem Datum schreibt die EU-Gesetzgebung vor, dass fotorealistische, KI-generierte Medien eine  sichtbare ‚KI-generiert‘-Kennzeichnung tragen müssen. Etwa in Form eines ‚Made with AI‘-Badges. 

Wir erleben gerade im Marketing eine Kostenrevolution. Hochwertige Bilder, Texte, Werbevideos,  Produktvisualisierungen und ganze Kampagnen können heute in Minuten erstellt werden. Dinge, die  früher tausende oder zehntausende Euro gekostet haben, sind plötzlich für kleine Unternehmen,  Selbstständige und Startups zugänglich. Zum ersten Mal kann ein kleines Unternehmen Werbung  produzieren, die nicht mehr automatisch billig aussieht. Zum ersten Mal kann ein Startup mit  begrenztem Budget visuell auf Augenhöhe mit großen Konzernen auftreten.  

Und exakt an diesem Punkt greift die EU regulierend ein, und beendet die Euphorie. 

Stell dir vor, du willst ein neues Hero-Bild deines Bürogebäudes für deine Website. Musst du einen Fotografen buchen? Auf das perfekte Wetter warten? Die perfekte Tageszeit erwischen?  Nein. Heute kann man das mit KI lösen. Perfektes Licht, perfekter Winkel, perfekte Stimmung. Ein Ergebnis, das aussieht wie ein teures Fotoshooting. Verantwortungsvolle Agenturen verzichten inzwischen darauf, Kunden für Bilder zur Kasse zu bitten, die in Sekunden mit KI erstellt wurden. Aber jetzt stell dir vor, auf diesem Bild müsste ein sichtbares ‚KI-generiert‘-Label stehen. Würdest du es noch verwenden? Wahrscheinlich nicht. Und nicht, weil das Bild schlecht wäre oder in irgendeiner Form minderwertig. Sondern weil das Label selbst ein Signal sendet: billig. 

Ein kleines Beispiel zeigt, wie absurd diese Regelung ist: Wenn du deinen Gebrauchtwagen verkaufen  willst und drei Stunden in Photoshop verbringst, um das Foto aufzuhübschen, brauchst du keinen  Hinweis. Erledigst du dasselbe aber in zwei Sekunden per KI, ist das Label plötzlich Pflicht. 

Der Gesetzgeber bestraft das Werkzeug, nicht die Absicht. 

Ein Werbespot, in dem ein schmutziges T-Shirt, mit altbewährten Schnitt-Tricks, in zwei Sekunden wieder  magisch weiß aus der Waschmaschine kommt? Völlig in Ordnung. Wenn du dasselbe Konzept jedoch mit  KI umsetzt, benötigst du plötzlich ein Label, um zu erklären: „Das ist nicht real.“ 

Natürlich gibt es echte Probleme mit KI. Betrug. Fake-Shops. Politische Manipulation. Niemand bestreitet  das. Aber die entscheidende Frage ist: Löst ein sichtbares ‚AI generated‘-Label diese Probleme? Wird ein  Krimineller, der eine gefälschte Website mit nicht existierenden Produkten baut, brav ein KI-Label auf  seine Bilder setzen? Natürlich nicht. 

Diejenigen, die betrügen wollen, werden die Regeln ignorieren. Diejenigen, die legal arbeiten wollen,  zahlen den Preis.

Für große Unternehmen ist das zwar ärgerlich, aber verkraftbar. Sie buchen weiterhin Studios und  Retuscheure. Sie verfügen über Budgets, Rechtsabteilungen und Compliance-Prozesse. Für kleine Unternehmen ist es etwas anderes. Für sie ist KI kein Spielzeug, sondern ein Hebel. Es macht  Gründungen günstiger und den Wettbewerb fairer. Und genau diese Hebelwirkung wird jetzt  eingeschränkt. 

Das Ergebnis ist absehbar. 

Europa wird damit zum letzten Markt, in dem die alte Kunst des ‚Photoshoppens‘ noch wie ein  Familienhandwerk von Vater zu Sohn weitergegeben wird. Während der Rest der Welt seine  Marketingkosten senkt, die Geschwindigkeit erhöht und Kampagnen in Echtzeit testet, wird die  Erstellung von Inhalten in der EU teurer bleiben als nötig. Startups werden langsamer starten. Kleine Unternehmen werden lieber auf bessere Bilder verzichten, als ein KI-Label auf ihre Website zu setzen. Jede Regulierung, die Fixkosten erhöht, hilft nur den Unternehmen, die diese problemlos tragen können.  Sie schützt nicht die Kleinen, sie schützt die Etablierten. 

Das Tragische daran ist, dass die bessere Lösung auf der Hand liegt. 

Entscheidend sollte nicht das Werkzeug, sondern die Verantwortung für den Inhalt sein. Genau wie beim  Text. Der Regulierungsvorschlag sieht vor, dass ein KI-generierter Text, der von einem Menschen geprüft,  redigiert und freigegeben wurde, nicht als unkontrollierte Maschinenäußerung gilt und kein Badge oder  Vermerk benötigt. Warum sollte bei Bildern nicht derselbe Grundsatz gelten? 

Wenn ein Unternehmen ein KI-generiertes Bild prüft, bewusst auswählt und verantwortet, dann ist es für  die Aussage verantwortlich. Genau wie bei einem Foto. Genau wie bei jeder anderen Form kommerzieller Kommunikation. 

Europa spricht ständig über Innovation, Digitalisierung und Wettbewerbsfähigkeit. Aber sobald eine  Technologie tatsächlich kleinen Unternehmen hilft, schneller und günstiger mit den Großen mitzuhalten,  kommt ein Regelwerk, das genau diesen Vorteil wieder reduziert. 

Nicht aus Absicht. 

Deshalb ist es sinnvoll, das Thema anzusprechen. 

Long Story Short: Wenn du ein Startup starten, eine Website bauen oder Ihre Marke professionell  aufstellen willst, tu es vor dem 2. August. Nutze die Phase, in der KI-Marketing noch den vollen  Kostenvorteil bringt. 

Über den Autor
Barnabas Szantho ist Marketingexperte und hat als Marketingverantwortlicher für einige der größten  Konzerne gearbeitet, bis hin zur C-Level-Ebene. Er lehrt an der Hochschule Pforzheim, ist regelmäßiger  Gastdozent im MBA-Programm der Mannheim Business School, veröffentlicht Artikel in Fachmedien und  arbeitet als Berater.  2026 gründete er das Marketing-Startup ModernPanda.de, um Startups dabei zu unterstützen, durch KI  deutlich günstigeres und zugleich professionelles Marketing umzusetzen.

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KI-Obstkorb: Die nicht mehr so geheimen Tarnnamen der Tech-Projekte


Ob Garlic, Strawberry oder Avocado: Führende KI-Unternehmen greifen bei geheimen Projekten auffallend oft zu Namen aus der Lebensmittelwelt. Das sind die ungewöhnlichsten Codenamen von OpenAI, Google, Meta und Co.

KI-Obstkorb: Die nicht mehr so geheimen Tarnnamen der Tech-Projekte

OpenAI-CEO Sam Altman ist nicht der Einzige CEO und Gründer, der sich von seiner Einkaufsliste bei Produktnamen inspirieren lässt.
Evelyn Hockstein/Reuters; iStock/Getty Images

Von „Jalapeño“ über „Garlic“ bis hin zu „Nano Banana“: Was wie ein Streifzug durch die Obst- und Gemüseabteilung im Supermarkt klingt, sind teils geheime Bezeichnungen bei führenden KI-Unternehmen. Das waren die einfallsreichsten Codenamen für KI-Modelle und Projekte.

OpenAI, Meta und Google haben sich bei ihren teilweise geheimen Plänen für zukünftige KI-Modelle alle auf Namen aus der Welt der Lebensmittel verlassen. OpenAI benennt sogar einen mit Spannung erwarteten hochentwickelten Chip nach einer Chilischote.

Mit dem Magen zu denken ist für das Silicon Valley nichts Neues – man denke nur an die Auswahl an Desserts, die Android im Laufe der Jahre zusammengestellt hat, bevor Google genug davon hatte.

Das ist der KI-Obstkorb

Hier ist ein Überblick über die köstlich klingenden und einfach nur albernen Namen, die KI- und Tech-Unternehmen verwenden.

OpenAI: Jalapeño

Wenn man Nvidia herausfordert, wird es zwangsläufig pikant: Am 24. Juni gab OpenAI bekannt, dass der erste hochmoderne Chip, den das Unternehmen gemeinsam mit Broadcom entwickelt hat, „Jalapeño“ heißt.

„Chips sind das Fundament der KI-Wirtschaft“, erklärte OpenAI in einer Stellungnahme. „Die Entwicklung eigener Chips erweitert unsere Full-Stack-Plattform von Produkten über Modelle bis hin zur Infrastruktur und wird uns dabei helfen, die Intelligenz zu skalieren, mehr Menschen zu erreichen und den Zugang zu KI zu erweitern.“

Garlic

Laut Berichten der Plattform The Information habe der Entwickler von ChatGPT seinem neuen großen Sprachmodell den Codenamen „Garlic“ gegeben. Garlic sei ein eigenständiges Projekt und unterscheidet sich von einem anderen LLM, das OpenAI derzeit unter dem Codenamen „Shallotpeat“ entwickelt.

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Google: Nano Banana

Google scheint einen Codenamen so sehr gemocht zu haben, dass es ihn öffentlich gemacht hat. Googles KI-Bildgenerator in Gemini heißt „Nano Banana Pro“ und wurde am 20. November 2025 veröffentlicht. Zuvor hatte Google das Modell intern „Nano-Banana“ genannt, diese skurrile Wahl jedoch nicht öffentlich bekannt gegeben.

Meta: Avocado

Laut einem Bericht von CNBC gab Meta seinem KI-Pioniermodell den Codenamen „Avocado“. CEO Mark Zuckerberg blieb jedoch nicht beim Thema Lebensmittel. Meta SuperIntelligence Labs nannte das öffentlich veröffentlichte Modell dann doch „Muse Spark“.

„Muse Spark“ war das erste Modell, das Meta veröffentlichte, seit der Social-Media-Riese Milliarden in die Überarbeitung seiner KI-Strategie investiert hatte – darunter eine Investition von 14 Milliarden Dollar in Scale AI, um dessen Mitbegründer Alexandr Wang als Leiter des Geschäftsbereichs zu gewinnen.

Süß, gefährlich oder künstlerisch – Gründer werden bei Projektnamen kreativ

OpenAI hat mit „Strawberry“ möglicherweise einen der besten Codenamen aller Zeiten, den das Unternehmen für sein o1-Modell verwendete. Der Name war wahrscheinlich ein Wortspiel mit den viel diskutierten Schwierigkeiten von KI-Modellen, die Anzahl der R-Buchstaben in der Obstbezeichnung korrekt zu identifizieren. Vor „Strawberry“ hatte OpenAI ein geheimnisumwittertes Projekt namens Q*.

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965 Milliarden wert: Anthropic ist jetzt das wertvollste KI-Startup der Welt – mehr als OpenAI

Im Jahr 2025 hatte Elon Musks eine Vorliebe für Süßes, als es eine frühe Testversion von Grok-3 den Codenamen „chocolate“ gab.

Mistral AI, das in Frankreich ansässige Startup, schlug mit „Jaguar“ – dem Codenamen für ein Testmodell – eine völlig entgegengesetzte tierische Richtung ein.

Und Anthropic nannte seine Modellfamilie „Opus“, „Sonnett“ und „Haiku“ – ein Trio aus drei verschiedenen Arten von Kompositionen aus Musik und Dichtkunst.

 





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Profitabel ohne Wachstum um jeden Preis: Löwenanteil erklärt Strategie


Profitabel ohne Wachstum um jeden Preis: Löwenanteil erklärt Strategie

Dieses Food-Startup Löwenanteil ist seit 2023 profitabel.
Löwenanteil, Collage: Gründerszene, Dominik Schmitt

Prinzip Mausefalle: Verlockender Köder, aber hohes Risiko. Viele Food-Startups, die online ihre Produkte verkaufen, wachsen vor allem dann, wenn sie Geld in Performance-Marketing stecken. Performance-Marketing zielt darauf ab, dass Nutzer sofort eine konkrete Aktion ausführen, wie beispielsweise ein Produkt zu kaufen. Unternehmen zahlen dann, wenn die gewünschte Aktion tatsächlich stattfindet. Dieses Modell hat allerdings einen Haken: Wenn diese Kunden nicht wieder bestellen, dreht sich das schnell zum Verlustgeschäft.





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