Apps & Mobile Entwicklung
Schnellere App-Starts: CPU-Boost für Windows 11 steht kurz vor allgemeinem Release

Mit den Low Latency Profile will Microsoft App-Starts in Windows 11 beschleunigen, indem kurzzeitig die CPU hochtaktet. Der Performance-Boost befindet sich bereits in der aktuellen Release Preview. Das heißt: Innerhalb von wenigen Wochen sollte es auch für sämtliche Nutzer freigeschaltet werden.
Die Mitteilung zur aktuellen Release-Preview-Version von Windows 11 (Builds 26100.8514 und 26200.8514) ist damit so etwas wie die offizielle Ankündigung für die Funktion. Konkret heißt es in der Dokumentation: „This update accelerates app launch and core shell experiences such as Start menu, Search, and Action Center.“
CPU-Boost könnte bereits mit dem optionalen Mai-Update erscheinen
Gemeint sind damit die Low Latency Profile, berichtet Windows Central. Dass Microsoft einen Performance-Boost für Windows 11 plant, sorgte für Aufsehen. Das Prinzip ist einfach und von anderen Betriebssystemen bekannt: Wenn Apps starten, taktet die CPU für ein bis drei Sekunden hoch. Auf diese Weise soll sich die Startzeit deutlich beschleunigen.
Laut den internen Tests, von denen Windows Central berichtete, sollen Microsoft-Apps wie Outlook und Edge um bis zu 40 Prozent schneller starten. Bei Windows-Elementen wie dem Startmenü sind es bis zu 70 Prozent. Auch Drittanbieter-Apps sollen bald profitieren. Energieverbrauch und Akkulaufzeiten soll es nur minimal beeinflussen.
In ersten Analysten bestätigten Tester, dass der CPU-Boost funktioniert. Vor allem schwächere Systeme könnten deutlich profitieren, heißt es etwa bei Windows Latest.
Bislang musste man die Low Latency Profile mit Apps wie ViVeTool manuell aktivieren. Über den Release-Preview-Kanal wird es nun aber schrittweise an Nutzer verteilt. Eine allgemeine Veröffentlichung steht damit bevor. Laut den Quellen von Windows Central soll die Funktion nach Microsofts internen Zeitplan bereits Bestandteil des optionalen Mai-Updates.
Schnellere App-Starts ergänzen Optimierungen beim Datei-Explorer
Eine gesteigerte Windows-11-Performance ist Teil der Runderneuerung, die bei Microsoft intern unter dem Codenamen K2 läuft. Die Liste an Verbesserungen fasst auch einen optimierten Datei-Explorer. Indem etwa App-Starts und die alltäglichen Benutzeroberflächen beschleunigt werden, soll sich das Betriebssystem insgesamt wieder geschmeidiger anfühlen.
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Deutsche Umwelthilfe: Hohe Schadstoffbelastung bei Mode von Shein aufgedeckt

Im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH) hat ein Labor jüngst 18 Produkte vom „Ultra-Fast-Fashion-Konzern“ Shein untersucht. Die Untersuchungen ergaben, dass 15 Produkte Schadstoffe oder auffällige chemische Rückstände enthielten. 40 Prozent der Artikel verstoßen gegen EU-Richtlinien und dürften gar nicht verkauft werden.
Der Online-Händler Shein mit Sitz in Singapur ist für den internationalen Vertrieb von Fast Fashion bekannt und umstritten. Die Mode wird mit hoher Frequenz in China hergestellt und zu äußerst niedrigen Preisen auch in Europa verkauft. Bereits 2022 hatte Greenpeace eine Untersuchung angestrebt.Diese ergab, dass 96 Prozent der untersuchten Produkte gefährliche Chemikalien aufweisen.
Neue Studie deckt Schadstoffbelastungen bei Shein auf
Mit ähnlichem Resultat verlief die Untersuchung durch das Bremer Umweltinstitut im Auftrag der DUH im Mai und Juni 2026. Bei dieser Stichprobe wurden 18 Produkte von Shein analysiert. Darunter waren Jacken, Hosen, Kleider, Oberteile sowie Schuhe aus den Bereichen Kinder-, Jugend- und Damenbekleidung. Geprüft wurde die Kleidung insbesondere auf PFAS (Fluortelomeralkohole), Phthalate, Schwermetalle, Formaldehyd, flüchtige organische Verbindungen (VOC), polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) sowie Alkylphenolethoxylate. Gerade PFAS wird als Ewigkeitschemikalie bezeichnet, da diese nur schwer abgebaut werden.
Der vollständige Untersuchungsbericht ist online (PDF) einsehbar.
Wie die DUH jetzt mitgeteilt hat, wurden in 15 der 18 Produkte problematische Chemikalien festgestellt. Weiter heißt es: „knapp 40 Prozent der untersuchten Artikel verstoßen gegen geltende EU-Chemikalienvorschriften und dürften demnach gar nicht verkauft werden“.
Besonders auffällig war eine Kapuzenjacke für Jugendliche, deren PFAS-Anteil „mehr als 12.000-fach über dem erlaubten Grenzwert liegt“. In einem Damenstiefel wurde wiederum der fortpflanzungsschädigende Weichmacher Diethylhexylphthalat (DEHP) in einer Menge nachgewiesen, die den zulässigen Höchstwert um das 179-fache überschreitet.
Gerade in der Kleidung für Kinder und Jugendliche seien neben PFAS „auch organschädigende und krebserregende Schwermetalle wie Blei, Chrom und Nickel, weitere fortpflanzungsschädigende Weichmacher sowie das lebertoxische Lösungsmittel Dimethylformamid (DMF)“ entdeckt worden.
DUH stellt Unterlassungsantrag
Auf Basis der Ergebnisse fordert die Deutsche Umwelthilfe Shein per Unterlassungsantrag dazu auf, die beanstandeten Produkte aus ihrem Online-Sortiment zu nehmen. Zudem wolle man die Resultate in das laufende Verfahren gegen Shein nach dem Digital Services Act der EU-Kommission einbringen. Den Bundesumweltminister Schneider fordert die Bundesgeschäftsführerin der DUH, Barbara Metz, dazu auf, solchen Ultra-Fast-Fashion-Modellen mit dem neuen Textilgesetz konsequent entgegenzutreten.
Die Kleidung von Shein ist ein giftiger Chemiecocktail mit Ansage. Der Ultra-Fast-Fashion-Konzern macht Profite mit immer mehr Billigmode in immer kürzeren Abständen auf Kosten von Umwelt, Gesundheit und Ressourcen. Doch das eigentliche Problem steckt nicht im Stoff – sondern im System. Wenn Bundesumweltminister Carsten Schneider wie am vergangenen Donnerstag beim EU-Umweltrat in Brüssel zu Recht fordert, dass billige Wegwerfkleidung keinen Wettbewerbsvorteil mehr haben darf, dann muss er das jetzt auch zu Hause umsetzen. Denn mit dem geplanten Textilgesetz hat er alle Möglichkeiten für eine strikte Anti-Fast-Fashion-Regelung in der Hand. Hierzu muss er konsequent die Herstellerbeiträge an verbindliche Umweltkriterien knüpfen. Wenn Unternehmen giftige, kurzlebige und schwer recycelbare Fast-Fashion-Produkte auf den Markt bringen, dann sollten diese drastisch höhere Beiträge zahlen müssen als Hersteller langlebiger, schadstoffarmer und kreislauffähiger Textilien.
Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH
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Microsoft Xbox: Duke-Nukem-Schöpfer warnt vor historischer Entlassungswelle

Der Spieleproduzent und Duke-Nukem-Schöpfer George Broussard warnt vor der „größten Entlassungswelle in der Geschichte der Spielebranche“ bei Microsoft Xbox. Mehrere Studios sollen sogar ganz geschlossen werden und bei anderen werde die Zahl der Mitarbeiter reduziert.
Aus Insider-Kreisen will George Broussard eine Liste erhalten haben, die Informationen zu den Schließungen von Xbox-Studios enthält. Wenn diese auch nur annähernd stimmen, sei mit der größten Einzelentlassungswelle in der Gaming-Geschichte zu rechnen, so Broussard. „Xbox wird für sehr lange Zeit äußerst unbeliebt sein, und die Auswirkungen werden so verheerend sein wie der Meteorit, der die Dinosaurier ausgelöscht hat“, heißt es in dem Post des Spieledesigners weiter. Obendrein werde es auch in den verbleibenden Studios Entlassungen geben.
Völlig überraschend kommt diese Warnung nicht, denn der Gaming-Journalist Jason Schreier hatte schon vor Wochen vor „erheblichen Entlassungen“ gewarnt, die im Zuge einer Generalüberholung der Xbox-Sparte durch die neue Chefin Asha Sharma vollzogen werden sollen.
Alles weist nun darauf hin, dass die Entlassungen am heutigen 30. Juni 2026 mit dem Ende des Fiskaljahres von Microsoft endgültig beschlossen werden sollen. Anfang Juli, voraussichtlich am kommenden Montag, soll mit den Stellenstreichungen begonnen werden.
Diese Studios könnten geschlossen werden
Welche Studios geschlossen werden könnten, ist ebenso wenig öffentlich bekannt wie das genaue Ausmaß der Entlassungswelle. Es gab aber bereits Gerüchte, dass die vier Studios Double Fine Productions (Kiln, Keeper), Undead Labs (State of Decay), Compulsion (South of Midnight) und Ninja Theory (Hellblade/Senua) zu den Opfern zählen. Wie Games Beat berichtet hat, versuche Microsoft allerdings Käufer für diese Studios zu finden. Eine mögliche Übernahme könnte somit das Studio und seine Mitarbeiter retten.
Auch Bloomberg hatte geschrieben, dass Ninja Theory, Compulsion Games und Double Fine vor dem Aus stehen.
Während bei den genannten Studios etwa 435 Jobs bedroht seien, dürfte es insgesamt beim Stellenabbau in die Tausende gehen, wenn die Warnungen Recht behalten. Entlassungen werden nämlich auch bei den größten Studios im Microsoft-Portfolio wie Blizzard und Bethesda erwartet.
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Adrenalin 26.6.4 für Radeon: Neuer Treiber behebt Abstürze mit FSR 4.1 auf RX-7000-GPUs

AMD hat den Adrenalin-Treiber 26.6.4 zum Download bereitgestellt. Es werden Spielabstürze behoben, die zuvor bei Verwendung von FSR 4.1 unter Radeon-RX-7000-GPUs (Test) auftraten. Allerdings bestehen weiterhin gleich mehrere Probleme mit dem Multiplayer-Shooter Battlefield 6.
Eigentlich sollte die FSR-4.1-Unterstützung für Radeon-RX-7000-Grafikkarten auf Basis der RDNA3-Architektur erst im Juli erscheinen, doch der vor rund einer Woche veröffentlichte Adrenalin-Treiber 26.6.2 brachte den Support dafür überraschenderweise bereits mit. Jetzt hat AMD die Adrenalin Edition 26.6.4 für Windows 11 und Windows 10 freigegeben, die zwar einige Fehler behebt, aber auch einige noch bestehende Probleme auflistet.
Diese Fehler behebt der neue Adrenalin-Treiber
Demnach traten bei der Vorgängerversion Adrenalin 26.6.2 unter bestimmten Umständen Installationsprobleme unter Windows 10 auf, wenn eine Grafikkarte der RX-7000-Reihe im eigenen Rechner steckte. Das jüngste Adrenalin-Treiber-Update in Version 26.6.4 behebt diesen Fehler jedoch, sodass Installationen bei der zuvor genannten Systemkonfiguration nun reibungslos ablaufen sollten.
Außerdem kam es zuvor zu Abstürzen in „einigen Spielen“, wenn das erst kürzlich veröffentlichte AMD FSR Upscaling 4.1 auf Radeon-Grafikkarten der RX-7000-Reihe zum Einsatz kam. Welche Spiele hierbei im Detail betroffen waren oder ob die Abstürze nur bestimmte, oder sämtliche RDNA-3-GPUs der RX-7000-Serie betrafen, schreibt AMD in den Patchnotes der Adrenalin Edition 26.6.4 jedoch nicht.
6 Probleme bleiben bestehen
Allerdings nennt AMD darüber hinaus insgesamt sechs bekannte Probleme, die auch nach Installation des Adrenalin-Treibers 26.6.4 weiterhin ungelöst sind. Drei davon betreffen Battlefield 6 und reichen von Spielabstürzen sowie Treiber-Timeouts bei Nutzung eines mobilen Ryzen AI 9 HX 370 mit Radeon 890M, über flackernden oder fehlenden Texturen bei Verwendung von der Adrenalin-internen Aufnahme- und Streaming-Software bei „einigen AMD-Grafikkarten“ bis hin zu als inaktiv dargestellten FSR Upscaling- und Frame-Gen-Optionen in der Adrenalin-Software.
Zudem kann es weiterhin zu Fehlern von KI-Bundle-Bestandteilen unter bestimmten Umständen kommen. Zusätzlich kann es zu Renderfehlern oder Flackern bei Nutzung von Cinema 4D oder Blender kommen, wenn Radeon-RX-7000-Grafikkarten verwendet. Bei Anwendern dieser Grafikkarten-Generation ist es außerdem möglich, dass Blender zeitweise abstürzen kann. In diesen Fällen empfiehlt AMD die Installation der des älteren Adrenalin-Treibers in der Version 26.3.1.
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