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Künstliche Intelligenz

KI-Gateways: Tools für Kostenkontrolle im Check


Nach dem Proof of Concept folgt das böse Erwachen: Die erste Monatsrechnung für KI ist nicht nur hoch, sondern durch fragmentierte Architekturen völlig intransparent.

Da Teams gerne in einem Best-of-Breed-Ansatz Tools verschiedener Hersteller nutzen, verteilt sich der Traffic auf isolierte Billing-Portale ohne zentrales Tracking. Vor allem KI-Agenten-Workflows treiben die Kosten in die Höhe: Ein einzelner User-Request löst im Hintergrund zehn bis fünfzig LLM-Calls aus.

  • KI-Gateways machen die Kosten beim Einsatz von KI transparent – vor allem bei agentischen Workflows.
  • Bei der Auswahl eines Gateways ist nicht die Anzahl von Features entscheidend, sondern die strategische Ausrichtung.
  • Helicone, Kong, LiteLLM und Portkey setzen unterschiedliche Schwerpunkte in Bezug auf Leistung, Funktionsumfang und Zielgruppe.


Philip Lorenz

Philip Lorenz

Philip Lorenz ist als DevOps- und Cloud-Engineer tätig. Zudem hält er Schulungen zu den Themen PowerShell, Automatisierung und Cloud-Computing.

Ein KI-Gateway ist die architektonische Antwort darauf. Als zentraler Proxy schafft es Sichtbarkeit, ermöglicht präzise Attribution und erlaubt es, Ausreißer zu blockieren. Bei Multiproviderstrategien ist die Frage nicht mehr, ob ein Gateway nötig ist, sondern welches.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „KI-Gateways: Tools für Kostenkontrolle im Check“.
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Fluggastdaten: Deutsche Behörden scannten 2025 über 627 Millionen Datensätze


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Deutsche Sicherheitsbehörden durchleuchten den zivilen Luftverkehr in immer größerem Ausmaß. Die Fluggastdatenzentralstelle des Bundeskriminalamts (BKA) und das zugehörige Informationssystem verarbeiteten 2025 insgesamt 627.904.616 Fluggastdatensätze. 2024 waren es rund 548 Millionen dieser Passenger Name Records (PNR). Die Zahl der Betroffenen stieg parallel von etwa 153 auf rund 177 Millionen, wobei Mehrfacherfassungen durch Vielflieger oder mannigfache Übermittlungen pro Flug möglich sind.

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Die Zahlen stammen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion. Erfasst werden Flüge aus Drittstaaten sowie ausgewählte Verbindungen innerhalb der EU. Die Datensätze werden automatisiert mit polizeilichen Datenbanken und Risikomustern abgeglichen, um Terrorismus und schwere Kriminalität aufzudecken. Die tatsächliche Trefferquote blieb aber auch 2025 sehr gering.

Der automatisierte Abgleich führte zu 242.427 technischen Treffern in Datenbanken und 4615 Muster-Treffern. Nach manueller Prüfung stuften die Ermittler nur 100.406 Vorgänge als relevant ein und leiteten sie an Bundespolizei und Zoll weiter.

Daraus resultierten 1556 Festnahmen, darunter 982 bei der Einreise. Hinzu kamen 2848 Aufenthaltsermittlungen, 2549 polizeiliche Beobachtungen oder verdeckte Kontrollen, 5408 offene Kontrollen sowie 458 Einreiseverweigerungen. Für weitere 76.204 Ausleitungen, die auf Sachfahndungen beruhten, liegen der Regierung keine Angaben zu den tatsächlich ergriffenen Maßnahmen vor. Gemessen an knapp 628 Millionen verarbeiteten Datensätzen rangiert die Zahl der Festnahmen so wieder im untersten Promillebereich.

Welche Fluggesellschaften PNR an das System übermitteln, hält die Regierung geheim. Eine Offenlegung könnte Rückschlüsse auf sicherheitsrelevante Fähigkeiten der Behörden zulassen. Bekannt ist nur, dass zum 15. Juni 423 Fluggesellschaften angeschlossen waren, die rund 91 Prozent des deutschen Passagieraufkommens abdeckten. Privatflüge fallen nicht unter das Fluggastdatengesetz.

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Nach Ablauf der gesetzlichen Speicherfrist wurden voriges Jahr 585.536.402 Datensätze automatisch gelöscht, weitere 398.886 depersonalisiert. Eine spätere Recherche in diesem Bestand genehmigten Gerichte in 330 Fällen. Insgesamt gingen 7120 Rechercheersuchen bei der Fluggastdatenzentralstelle ein. 6484 wurden zugelassen und in 4580 Fällen tatsächlich Daten übermittelt.

Der Betrieb des Systems kostete das Bundesverwaltungsamt (BVA) 2025 rund 4,9 Millionen Euro. Personalkosten für aktuell rund 150 Stellen beim BVA und BKA sind hier noch gar nicht eingerechnet. Der Überwachungsumfang dürfte weiter wachsen. Künftig verpflichten neue EU-Vorgaben zu Advanced Passenger Information (API) Fluggesellschaften, Check-in- und Boardingdaten in Echtzeit über einen zentralen EU-Router an die Mitgliedstaaten zu transferieren. Bereits 2025 verarbeiteten deutsche Behörden im Testbetrieb 26,7 Millionen API-Datensätze, die zu 20.161 Personen- und 5561 Sachfahndungstreffern führten. Welche Kosten die vollständige Einführung verursachen wird und welche gesetzlichen Anpassungen erforderlich sind, kann die Regierung noch nicht beziffern.


(mki)



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Apple: KI-Framework „Trust Insights“ soll vor Social Engineering schützen


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Apple sucht mit App-Entwicklern den Schulterschluss, um Cyberkriminellen das Handwerk zu legen, die Menschen gezielt manipulieren. Diesem „Social Engineering“ ist durch klassische technische Schutzmaßnahmen schwer beizukommen. Wie Social Engineering in der Praxis funktioniert und wie Angreifer damit in Unternehmen eindringen, hat ein Erfahrungsbericht aus Sicht eines Penetrationstesters ausführlich beschrieben. Denn Zwei-Faktor-Authentifikation oder Biometrie können nicht davor schützen, wenn sich der legitime Nutzer eines Gerätes von Fremden dazu verleiten lässt, große Geldsummen zu überweisen oder Datenzugriffe zu gewähren. Stattdessen soll künftig eine KI-basierte Verhaltensanalyse helfen, Taten zu verhindern und Nutzer zu warnen.

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Das neue Framework namens Trust Insights soll App-Entwicklern eine Einschätzung geben, wenn sich der Nutzer auf merkwürdige Weise verhält. Zu solchen Merkwürdigkeiten zählt etwa eine große Geldüberweisung an einen vermeintlichen Arzt eines Familienmitglieds, das Gewähren von Fernzugriff an Fremde, Kontolöschungen, Datenexporte oder die Weitergabe sensibler Daten. Das Framework soll dabei typische Szenarien von Social Engineering erkennen können und gibt der App dann ein Signal, wenn eine mittlere oder hohe Scam-Gefahr erkannt wurde. Es liegt dann an der App, mit diesem Signal weiterzuarbeiten.

Eine Reaktion könnte zum Beispiel sein, dass der Nutzer einen Warnhinweis zu sehen bekommt, der ihn auf gängige Praktiken von Kriminellen hinweist. Aber auch das Verzögern von Transaktionen könnte eine mögliche Reaktion sein. App-Entwickler sind verpflichtet, Apple per Schnittstelle eine Rückmeldung zu geben, was sie mit dem Signal angefangen haben – offenbar in dem Bemühen, die Erkennung zu verbessern und Falschmeldungen zu erkennen. Machen sie dies nicht, riskieren sie Einschränkungen beim künftigen Gebrauch des Frameworks.

Das Trust-Insights-Framework wird mit iOS 27 eingeführt, das im Herbst erscheinen soll. Die Verhaltensüberwachung kann vom Nutzer abgeschaltet werden und soll weitgehend auf dem Gerät erfolgen. Zum Teil sollen Vorgänge auch per Cloud-Infrastruktur bewertet werden – dann aber in der Apple-typischen Weise mit Datenminimierung als Kernprinzip. Gerätedaten sollen ausschließlich lokal verarbeitet werden. Auch sollen keinerlei Inhalte aus Fotos, Nachrichten oder Mail einbezogen werden. Um zu verhindern, dass Betrüger Nutzer dazu nötigen, die Erkennung abzuschalten, ist zunächst eine „Cooldown“-Phase vorgesehen, bis die Abschaltung greift.

Inwieweit Apples neuer Ansatz erfolgreich ist, hängt auch vom Mitwirken der App-Entwickler ab. Mögliche Adressaten dürften zum Beispiel Banken, Social-Media-Anbieter und App-Entwickler sein, die mit persönlichen Daten oder Vermögenswerten umgehen. Da die steigende Cyberkriminalität auch in den Unternehmen massiv Ressourcen bindet und Kosten verursacht, dürften viele ein hohes Interesse daran haben, die Fälle zu reduzieren. Dass Cyberkriminelle im Darknet gezielt Social-Engineering-Experten rekrutieren und KI für skalierbarere Angriffe einsetzen, unterstreicht, warum der Handlungsdruck für Unternehmen wächst. Ob Nutzern freilich diese Verhaltensüberwachung behagt und ob Falscherkennungen schlimmstenfalls zu Einschränkungen bei den Nutzern führen können, gilt es abzuwarten.

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(mki)



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Deal über fünf Jahre: Broadcom liefert weiter Chips an Apple


Broadcom festigt seine Rolle als wichtiger Zulieferer von Apple. Der US-Halbleiterkonzern wird den iPhone-Hersteller weitere fünf Jahre mit maßgeschneiderten Chips beliefern. Die Partnerschaft zwischen beiden Unternehmen verlängert sich bis ins Jahr 2031. Das gab Broadcom am Montag bekannt.

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Nach Einschätzung der Nachrichtenagentur Reuters zeigt die Vereinbarung, „dass Apple trotz eigener Bemühungen zur Entwicklung von Modems und Prozessoren weiterhin auf Broadcom angewiesen ist, wenn es um komplexe, kundenspezifische Halbleiter geht“. Zugleich zerstreue der Deal mögliche Sorgen von Investoren, Apple könne Broadcom-Chips in naher Zukunft durch eigene ersetzen. Sowohl Apple als auch Broadcom erhalten durch die Vereinbarung Planungssicherheit. Broadcom liefert Apple bereits wichtige Komponenten wie Hochfrequenzchips für die Mobilfunkverbindung der iPhones sowie Chips für WLAN- und Bluetooth-Konnektivität und weitere Netzwerk-Halbleiter. Der Chiphersteller erwirtschaftet mit den Lieferungen an Apple gut ein Fünftel seines Jahresumsatzes.

Beide Unternehmen haben bereits im Jahr 2023 eine milliardenschwere Vereinbarung über die Entwicklung und Fertigung von 5G-Hochfrequenzkomponenten durch Broadcom geschlossen. Zuletzt hat der weltweite KI-Boom die Nachfrage nach leistungsstarken Prozessoren erhöht und den Wettbewerb verschärft.

Der mit Abstand größte Chiplieferant von Apple ist und bleibt der taiwanesische Auftragsfertiger TSMC. Für seine Prozessoren, darunter die M-Serie für Mac-Computer und die A-Serie für iPhones, setzt Apple auf den Weltmarktführer. Dieser ist jedoch durch die stark gestiegene Nachfrage von KI-Chip-Herstellern wie Nvidia stark ausgelastet. TSMC kommt kaum mehr nach bei der Chipherstellung. Viele Tech-Konzerne versuchen daher, ihre Lieferketten zu diversifizieren, um nicht von einem einzigen Hersteller abhängig zu sein. Apple ist da keine Ausnahme. Im Mai wurde bekannt, dass sich Apple und Intel nach langen Verhandlungen offenbar darauf geeinigt haben, Apple-Chips in Zukunft auch wieder von Intel produzieren zu lassen.


(akn)



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