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Künstliche Intelligenz

KI-Chatbots bewerten KI-Lebensläufe: Claude findet sich besser als GPT


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KI-Chatbots kommen laut einer Untersuchung der KI-Plattform i10x.ai bei der Bewertung von Bewerbungsunterlagen zu teilweise sehr unterschiedlichen Einstufungen. Ebenfalls hätten die LLMs bestimmte Stile von Lebensläufen bevorzugt oder benachteiligt, auch wenn die Lebenslauf-Varianten faktisch den identischen Inhalt hatten. Unternehmen sollten sich also gut überlegen, ob und wie sie auf automatische Bewerber-Vorauswahl mit KI setzen, warnt i10x.

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Den Angaben nach hat i10x 100 fiktive Kandidatenprofile aus zwölf Branchen erstellt, diese mit einer passenden Stellenausschreibung kombiniert und vier Lebenslauf-Versionen zu den Profilen erzeugen lassen – jeweils eine von GPT-5.4, Claude Sonnet 4.6, Gemini 3 Pro und xAI Grok 4.3. Anschließend sollten diese KI-Modelle dann blind die 400 Lebensläufe bewerten, wobei immer derselbe Prompt mit identischem Bewertungskatalog verwendet wurde. Von 1600 möglichen Bewertungen waren 1576 auswertbar, was einer Datenqualität von 98,5 Prozent entspricht.

Unter anderem zeigte sich dabei Claude als strengster Bewerter und produzierte auch den krassesten Bewertungsunterschied. Bei gerade mal 42 Prozent der Lebensläufe von GPT empfahl das Modell die Einstellung – und kam derweil bei den eigenen Varianten auf 84 Prozent. Gemini schnitt mit 90 Prozent bei Claude noch besser ab, auch Grok kam auf 89 Prozent.

GPT wiederum scheint sich selbst auch nicht sonderlich zu mögen. Es gab für GPT-Lebensläufe mit nur 82 Prozent Empfehlungen die schlechteste Bewertung, während Gemini-Lebensläufe 97 Prozent und Claude-Lebensläufe 95 Prozent erreichen. Immerhin hat das Modell ungeeignete Profile korrekt abgelehnt, ergänzt i10x.

Unabhängig vom Inhalt schnitten die Gemini-Lebensläufe am besten ab. Bei GPT erreichte Gemini 97 Prozent Empfehlungen, bei Grok 96 Prozent, bei sich selbst 95 Prozent und bei Claude 90 Prozent – im Durchschnitt 94,5 Prozent.

Ebenfalls nennt i10x Beispiele, wie sehr die Bewertungen von Modell zu Modell schwanken. So hat GPT einen von Claude verfassten Lebenslauf eines Bewerbers mit 74 Punkten bewertet, was der Bewertung „vielleicht“ entspricht. Claude kam für dasselbe Dokument auf 45 Punkte, eine klare Ablehnung.

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i10x fasst seine Ergebnisse so zusammen: „Wir haben nicht getestet, ob KI fair bewertet. Wir haben getestet, ob KI konsistent bewertet. Die Antwort lautet: nein. Dieselbe Person, dieselben Qualifikationen, dieselbe Rolle – und dennoch ein Unterschied von 42 Prozentpunkten in der Hire Rate. Das ist kein technisches Detail. Das ist eine Frage der Fairness.“

i10x rät Unternehmen, die ihre Bewerbungen KI-gestützt prüfen wollen, im Lichte dieser Ergebnisse zu Bias-Prüfungen bei den Modellen. Anhand synthetischer Lebensläufe mit identischen Qualifikationen sollte man testen, ob es bestimmte Schreibstile systematisch bevorzugt. Außerdem sollten Unternehmen nie auf ein Modell setzen, sondern eher auf Panels mit mehreren Modellen und gemittelten Bewertungen setzen. Bewerbern gegenüber sollten die Unternehmen auch transparent bleiben und offenlegen, welche Modelle sie beim Screening einsetzen – auch um EU-KI-Gesetzgebung für risikoreiche KI zu genügen.

Bewerbern, die bei ihren Unterlagen auf KI setzen wollen, rät i10x auch zu Modell-agnostischem Vorgehen und Vergleich verschiedener KI-Stile. Vom klassischen Rat „Nimm ChatGPT für den Lebenslauf“ sollte man lieber abweichen, momentan scheint Gemini die Nase vorn zu haben.


(axk)



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Schneller PC-Arbeitsspeicher ohne Übertakterprofile im Test


Viele Anwendungen, aber vor allem 3D-Spiele profitieren von besonders schnellem Arbeitsspeicher. Mit JEDEC-konformen DDR5-Modulen ist bislang bei aktuellen Prozessoren von AMD und Intel typischerweise bei DDR5-5600-Tempo Schluss. Schneller geht es nur mit Overclocking-Modulen mit EXPO- oder XMP-Profilen, die statt der in der Spezifikation festgelegten Versorgungsspannung von 1,1 Volt höhere Spannungen von 1,35 Volt und mehr erfordern. Dadurch besteht das Risiko, dass die feinen Halbleiterstrukturen im Prozessor Schaden nehmen. Denn der Speichercontroller steckt ebenfalls in der CPU.

Der taiwanische Hersteller Exceleram hat nun RAM-Kits vorgestellt, die DDR5-6000- und DDR5-6400-Tempo ohne Overclocking-Profile und ohne erhöhte Spannung schaffen. Bei welchen Anwendungen das schnelle RAM Vorteile bringt und in welchen nicht, mussten sie im c’t-Labor zeigen.

Wir haben die beiden Speicherkits in unserem Bauvorschlag für einen High-End-Allrounder mit Ryzen 7 9800X3D und in einem Intel-Testsystem mit dem 24-Kerner Core Ultra 7 270K Plus getestet. Sie treten gegen DDR5-5600-DIMMs, DDR5-6400-CUDIMMs sowie Übertakterspeicher mit kurzen Latenzen an.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Schneller PC-Arbeitsspeicher ohne Übertakterprofile im Test“.
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Dev Configs for Windows: Von der Frischinstallation zur IDE in einem Befehl


Microsoft hat mit Dev Configs for Windows eine Open-Source-Sammlung von Konfigurationen veröffentlicht, die Entwicklerarbeitsplätze unter Windows automatisiert einrichtet. Die Konfigurationen bauen auf der WinGet-Funktion winget configure auf und sollen einen frisch installierten Rechner mit einem einzigen Befehl in eine einsatzbereite Entwicklungsumgebung verwandeln. Sie sind deklarativ aufgebaut, durchlaufen automatisierte Tests und lassen sich laut Microsoft gefahrlos mehrfach ausführen.

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Das Projekt zielt auf Entwickler, die ihre Arbeitsumgebung reproduzierbar aufsetzen wollen – auf einem neuen Notebook, einer Testmaschine oder in Teams mit standardisierten Setups. Statt eigene Installationsskripte zu pflegen, beschreiben die Konfigurationen den gewünschten Endzustand eines Systems. Microsoft unterscheidet drei Anwendungsfälle: einen vollständigen Entwicklerarbeitsplatz für Windows, eine erweiterte Shell-Umgebung für WSL sowie einzelne Sprach- und Framework-Workloads.

Die umfangreichste Variante heißt „Windows Dev Config“. Sie installiert typische Entwicklerwerkzeuge, darunter PowerShell 7, Git, GitHub CLI, Visual Studio Code, .NET SDK 10, Python 3.13 mitsamt dem Paketmanager uv, Node.js, Oh My Posh und die PowerToys. Zusätzlich passt die Konfiguration Windows selbst an und aktiviert etwa den Entwicklermodus, lange Dateipfade und den Dark Mode. Auch Datei-Explorer, Startmenü, Suche und Edge erhalten neue Voreinstellungen.

Einen Schwerpunkt legt Microsoft auf das Windows-Subsystem für Linux (WSL). Die Konfiguration installiert WSL samt Ubuntu und überbrückt den dafür nötigen Neustart automatisch. Dazu nutzt sie den Windows-Mechanismus RunOnce, der eine Aufgabe nach dem nächsten Anmelden einmalig ausführt. Anwender müssen nach dem Reboot nicht eingreifen – die Installation läuft selbstständig durch.

Ferner bietet Microsoft mit „WSL Comfort“ eine Konfiguration speziell für die Arbeit mit Linux unter Windows. Sie läuft wahlweise interaktiv oder mit dem Schalter -NonInteractive unbeaufsichtigt und richtet sowohl die Windows- als auch die Linux-Seite ein. Anwender wählen zwischen Bash und Zsh und können optional den Prompt-Generator Starship, Homebrew oder verschiedene moderne Kommandozeilenwerkzeuge dazunehmen. Das Linux-Skript comfort-shell-bootstrap.sh läuft auch eigenständig auf jedem Ubuntu-Host.

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Zu diesen Werkzeugen zählen rg (ripgrep) für schnelle Volltextsuchen im Quellcode, bat als Alternative zu cat mit Syntaxhervorhebung, zoxide für eine lernfähige Verzeichnisnavigation sowie fzf, fd, eza und jq. Auf der Windows-Seite richtet die Konfiguration ein angepasstes Profil für das Windows-Terminal sowie die Schriftart Cascadia Code Nerd Font ein. Nerd Fonts enthalten zusätzliche Symbole, die moderne Shell-Prompts etwa für Git-Branches oder Statusanzeigen nutzen.

Wer keine vollständige Entwicklungsumgebung benötigt, kann stattdessen einzelne Workloads installieren. Microsoft nennt unter anderem TypeScript, Python, .NET, Go, Java, Rust, PHP, WinForms und WinUI 3. Jede dieser Konfigurationen bringt eine eigene Datei configuration.winget mit sowie ein Hilfsskript install.ps1, das die Installation anstößt und die PATH-Variable in der aktuellen Shell-Sitzung aktualisiert.

Technisch knüpfen die Dev Configs an die vorhandenen Konfigurationsfunktionen von WinGet an. Die Dateien beschreiben Pakete, Systemeinstellungen und Nachinstallationsschritte deklarativ. Da sie den Zielzustand statt einzelner Schritte definieren, lassen sich Setups zuverlässig wiederholen und auf weitere Rechner übertragen. Voraussetzung ist eine aktuelle Version des App Installers; falls winget configure nicht verfügbar ist, lässt sich die Funktion einmalig mit winget configure --enable aktivieren.

Bereits angekündigt ist eine Erweiterung für die Command Palette der PowerToys. Sie soll die im Projekt definierten Konfigurationsabläufe direkt als auswählbare Einträge anbieten, sodass Anwender die jeweiligen Konfigurationsdateien nicht mehr manuell angeben müssen.

Mit den Dev Configs verfolgt Microsoft einen Ansatz, der an Dotfile-Sammlungen, Infrastructure as Code und automatisierte Entwickler-Setups unter Linux oder macOS erinnert. Weitere Details und die vollständige Liste der unterstützten Toolchains finden sich in der Dokumentation auf Microsoft Learn sowie im GitHub-Repository des Projekts.


(fo)



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Cisco Cloud Control: Eine Managementebene für Netzwerk, Security und Compute


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Unter dem Namen Cisco Cloud Control will Cisco die Verwaltung multipler Plattformen im Bereich Netzwerke, Sicherheit, Compute, Observability und Zusammenarbeit in einer Managementebene mit nur einem Login und Unterstützung durch Agenten bündeln. Sie soll als AgenticOps-Plattform dienen und IT-Infrastrukturen überwachen, verwalten und absichern können.

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Die AgenticOps-Plattform soll als zentrale, sichere, geregelte und überwachbare Schnittstelle für Zugriffe auf reale Systeme durch Agenten dienen. Dabei sollen Guardrails sicherstellen, dass durchgeführte Änderungen die Zielsysteme nicht gefährden oder in einen Zustand versetzen, in den sie nicht gelangen sollten. Zu einem späteren Zeitpunkt soll auch ein digitaler Zwilling hinzukommen, mit dem sich Änderungen vor dem Einsatz auf Produktivsystemen prüfen lassen. Als Datenbasis dient die sogenannte Cisco Data Fabric, die auf der Splunk-Plattform basiert.

Cisco beschränkt sich nicht auf das eigene Ökosystem. Die Plattform umfasst über einen Marketplace bereits mehr als 50 Schnittstellen zu Tools von Drittanbietern, darunter AWS, Google, Microsoft und ServiceNow.

Kunden sollen jedoch nicht nur bestehende Agenten nutzen können, sondern ihre eigenen Apps und Agenten in natürlicher Sprache entwickeln können. Mit dem Agent Builder erstellen Nutzer KI-Agenten für Cloud Control. Kunden und Partner können Agenten entwickeln, die genau auf ihre eigenen Richtlinien und Arbeitsabläufe zugeschnitten sind, und diese über native Konnektoren oder das offene Model Context Protocol (MCP) mit Tools von Drittanbietern wie AWS, Google, Linear, Microsoft, ServiceNow, PagerDuty und Wiz verbinden. Der integrierte App Builder kann zudem für die Entwicklung eigener Apps und Workflows in Cloud Control dienen. Dazu sollen Kunden in natürlicher Sprache prompten können und der integrierte Coding-Agent OpenAI Codex soll die Apps erstellen.

Mit AI Canvas integriert Cisco auch das im Vorjahr vorgestellte agentische Troubleshooting-Tool. Es soll den Admin bei der Untersuchung, Korrelation und Lösung von komplexen Fehlern in Echtzeit unterstützen, indem es Daten aus unterschiedlichen Quellsystemen bezieht, aufbereitet und auf dieser Basis Lösungsvorschläge erarbeitet und bereitstellt.

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Praktisch für Cisco-Kunden dürften die neuen Cisco IQ Services sein. Der Dienst inventarisiert die eingesetzten Komponenten mit Modell und der eingesetzten Betriebssystemversion. Auf dieser Basis kann der Dienst Informationen zu End-of-Life-Situationen geben, um einen rechtzeitigen Austausch planen zu können. Ein KI-Assistent kann auch beliebige Reports dazu erstellen, wie beispielsweise alle anstehenden Geräteaustausche des laufenden Jahres.

Ein weiteres interessantes Feature bietet der Security Advisory Assistant. Viele Admins und Securityverantwortliche kennen die mittlerweile zeitraubenden massenhaften Security Advisories, die nur bestimmte Modelle in einzelnen Releases in spezifischen Konfigurationen betreffen. Der Security Advisory Assistant filtert, welche Systeme in welchem Release und der implementierten Konfiguration betroffen sind, und gibt auch Empfehlungen für Workarounds.

Das kann gerade in größeren Umgebungen erheblich Zeit sparen und funktioniert sogar bei rein lokal verwalteten Komponenten, indem eine Cisco IQ Appliance-VM im Kundennetz läuft, die entsprechend lesenden Zugriff auf die Konfigurationen hat. Zudem liefert das Tool einen Überblick über aktuelle offene Service-Tickets beim Hersteller. Cisco IQ integriert sich zudem in Cloud Control, wodurch kein separater Login nötig ist.

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(fo)



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