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Wie branded man einen Friedhof? Pentagram zeigt es! › PAGE online


Der Green-Wood Cemetery in Brooklyn kein Friedhof wie andere. Er ist ein Ort der Würde, aber auch Landschafts- und Skulpturenpark und letzte Ruhestätte von Künstlern wie Jean-Michel Basquiat. Das alles vereint die neue Visual Identity, die Pentagram entwickelt hat.

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Der Green-Wood Cemetery in Brooklyn wurde 1838 als schönste Landschaftsanlage angelegt und war um 1860 so populär, dass er als beliebteste Touristenattraktion des Landes galt – gefolgt von den Niagarafällen.

Sanfte Hügel, idyllische Teiche und kleine Haine boten schönste Ruhe und Erholung und so beeinflusste er nicht nur die Entstehung öffentlicher Parks in den USA, sondern galt auch als Inspiration für den Central Park.

Mittlerweile sind mehr als 570.000 Menschen auf dem Green-Wood Cemetery bestattet. Doch auch wenn man kein Grab zu besuchen hat, lädt er bis heute zum Spazierengehen durch das idyllische Grün ein, dazu, an den zahlreichen Denkmälern und Skulpturen entlang zu flanieren oder sich den über 200 Pilzarten dort zu widmen. Sie zu ernten ist allerdings streng verboten.

Fast 500.000 Menschen besuchten 2025 den Friedhof, dessen 1,9 Quadratkilometer großes Gelände von 34 Kilometer langen Wegen durchzogen werden.

Offen und unendlich

Jetzt bekam der Green-Wood Cemetry ein Besucherzentrum, das einen modernen Eingangsbereich bietet, Platz für Ausstellungen, für Forschung, Bildung und für Veranstaltungen – und dabei das historische Gewächshaus von 1895 in die Architektur miteinbezieht.

So entstand das »Green-House at Green-Wood«, das Vergangenheit und Gegenwart verbindet, genauso wie die Visual Identity und das Leitsystem, das Pentagram-Partner Abbott Miller mit seinem Team entwarf.

Für die Wortmarke haben sich die Kreativen an historischen Schriften und an den Inschriften von Grabsteinen, Gedenktafeln und Denkmälern orientiert und auch an den Kranzmotiven, die sich so zahlreich auf dem Friedhof finden.

Diese haben sie auf die beiden Os im Wood übertragen und dadurch entsteht eine Ligatur, die neben den Kränzen die liegende Acht, das Zeichen für Kontinuität und Endlosigkeit, das der britische Mathematiker John Wallis 1655 entwickelte, zitiert.

Die Sans Serif der Wortmarke verleiht ihr etwas Zeitgemäßes und holt sie ins Jetzt, während das hochgestellte E im Green, das von dem Abstrich des Buchstaben R nach oben geschoben scheint, ihr Dynamik gibt.

Groß und bold ist die neue Identity auf dem neuen weinroten Eingangsbereich angebracht, prägt das Leitsystem und lässt sich ganz variabel in der Kommunikation anwenden.

Sie zeigt den Green-Wood Cemetery als traditionsreichen Ort der Andacht und Würde, aber unterstreicht gleichzeitig, dass er darüber hinaus auch ein öffentlicher Ort – jenseits von Trauer und für alle.

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Design ist überall! › PAGE online


Auf der Berlin Design Week 2026 konnten Besucher:innen Kreative aus den unterschiedlichsten Designdisziplinen antreffen und sich vernetzen. PAGE stellt die Speaker der Short Bits vor.

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Chart zu Designdisziplinen, Nick Stübe (Berlin Design e. V.) // Foto: PAGE

Warum wir die zahlreichen Designdisziplinen heute nicht als getrennt betrachten sollten? Eine kurze Antwort: Weil sie alle miteinander verwoben sind und es immens viele Schnittstellen gibt.

Das visualisierte ein Chart von Alexandra Klatt (state of DESIGN GmbH, Berlin Design Week) und Nick Stübe (Berlin Design e. V.), die gemeinsam die Berlin Design Weeks am vergangenen Donnerstag eröffneten.

Ein wunderbar kuratierter Querschnitt aus der Kreativszene unterstrich diese Antwort sehr deutlich. Jede:r Speaker hatte bei den Short Bits nur zehn Minuten Zeit, um ein Thema vorzustellen. Das Format passte wunderbar, um zu zeigen, wie viele Designansätze es gibt und welche Lösungen kreative Ideen finden können.

Design Day Short Bits á 10 Minuten

Zu Beginn sprach Max Marwede (Fraunhofer IZM / Research) zum Thema Produktdesign im »Circular Design Lab« über technologisch neu entwickelte Wearables. Er stellte ein Konzept eines »Textile Tattoos«, das zeigte, wie Design an den Schnittstellen zu Forschung und Technologie wirken kann. Vor allem hinsichtlich der Nachhaltigkeitsziele und Ökobilanzen könne Design einen großen Mehrwert erzeugen, was aber nicht immer alle Beteiligten verstehen, kommentierte er. Daher die Frage: Wie kann man im Forschungskontext eigentlich kommunizieren, was die Rolle von Design ist? Es hilft in jedem Fall, den Punkt Design von Beginn an mitzudenken und mitzuplanen.

Citizen Centered Design: Schafft mehr Vertrauen!

Genauso spannend ging es weiter mit Prof. Daniela Hensel (HTW Berlin & why does robin, Digital & Service Design), die sich mit dem Thema Public Design beschäftigt. Auf die Frage, wie man sich ein Bild einer Bibliothek vorstellt, hatten viele aus dem Publikum sicherlich ein ähnlich langweiliges im Kopf. Aber es geht eben auch anders! Das präsentierte sie am Beispiel der Oodi Bibliothek in Helsinki, Finnland, eindrücklich. Viele öffentliche Institutionen sehen langweilig aus, ja sogar abschreckend. Von Bürgerämtern bis hin zu Bibliotheken. Aber es sei durchaus möglich, öffentliche Institutionen emotionaler, attraktiver, vielseitiger und vertrauensvoller zu gestalten. Dazu brauche es Citizen Centerd Design. Konkret meint das, die Perspektive der Betroffenen, hier der Bürger:innen mit einzubeziehen. Stichworte: Teilhabe und Motivation.

Prof. Daniela Hensel (HTW Berlin & why does robin, Digital & Service Design)

 

Im Anschluss referierte Volker Schumann (WERKSDESIGN Product & Industrial Design) zum Bereich Industrial Design. Sein Leitsatz traf direkt den Nerv von genervten Designer:innen, die mit Kundenentscheidungen unzufrieden sind: »’Gefällt mir’ ist kein Designprozess.« Und damit auch keine gut begründete Designentscheidung. Dazu zählen ebenso wenig die Worte »gefällt mir gut«. Er berichtete diesbezüglich, wie er mit seinem Team im Bereich der Medizintechnik seiner Kundschaft die Entscheidungsgrundlagen gleich mitliefert.

Trefft Entscheidungen von Menschen für Menschen

Weiter ging es mit Daniela Vogel (Stan Hema, Communication, Graphics & Brand), die die Frage stellte, was macht Design für uns real? Das Motto der Berlin Design Week. Und das unter dem Aspekt von KI-Tools und modernen Grafik-Tools. Am Beispiel der Deutschen Oper Berlin zeigte sie, dass generative KI häufig nicht-reale Ergebnisse ausspuckt. Aber man kann sich die Technologien schlau zunutze machen, indem man ein eigenes Tool programmiert und dies mit eigenem Bildmaterial füttert. Oder mal wieder ein reales Shooting durchführt. Dabei entstanden kreative Leistungen, die sich sehen lassen können und zeigen, dass hier »Entscheidungen von Menschen für Menschen« getroffen wurden, wie sie selbst sagte.

Berlin Design Week Short Bits Einführung, Person präsentiert vor einem Chart in Konferenzraum
Daniela Vogel (Stan Hema, Communication, Graphics & Brand) // Foto: PAGE

 

Den letzten Short Bit präsentierte Harshini Karunaratne (Computational & Creative Technology, manifest.io.berlin, 3AM:ENERGY). Mit viel Begeisterung fürs Thema New Media betonte sie, dass sie die New Media Szene in Berlin einzigartig findet. Berlin sei ein »central hub« für Visual Design, Immersive Design und New Media. Aber die Mediaszene sei auch sehr fragmentiert und ihr Wunsch sei es, das zu verändern. Und zwar unter anderem mit der im September stattfindenden Berlin Media Week.

Alle Short Bits Speaker hatten eines gemeinsam: die Leidenschaft für ihre jeweilige Designdisziplin!

Hier geht’s zur Berlin Design Day Diskussionsrunde.



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McDonald’s frischt Markenauftritt von McCafé auf – Design Tagebuch


McDonald’s hat seiner Submarke McCafé eine globale Design-Frischzellenkur verpasst. Ziel der Neuausrichtung ist es, das Erscheinungsbild an ein erweitertes Produktportfolio anzupassen, das insbesondere jüngere Zielgruppen der Gen Z ansprechen soll.

McCafé ist eine 1993 in Melbourne, Australien, von McDonald’ gegründete Submarke mit Schwerpunkt auf Kaffeegetränken, Backwaren und Snacks. Neben klassischen Kaffeespezialitäten stehen künftig vermehrt neue Getränkekategorien wie „Refreshers“, „Crafted Sodas“ und „Energizers“ im Fokus, weshalb der visuelle Auftritt farbenfroher und spielerischer konzipiert wurde. Kunden in den USA, Kanada, Deutschland und Australien sollen diese voraussichtlich als Erste entdecken können, so das Unternehmen.

Auszug der Pressemeldung

In jüngster Zeit haben sich die Trinkgewohnheiten unserer Kunden – maßgeblich beeinflusst durch die Generation Z – rasant verändert. Heute ist ein Getränk weit mehr als nur ein Durstlöscher: Es ist zu einem Moment der Selbstfürsorge, einer kleinen Belohnung oder sogar einem Mittel zur Selbstverwirklichung für unsere Kunden geworden. Um diesen sich wandelnden Bedürfnissen und Erwartungen der Kunden im Getränkebereich gerecht zu werden, führen wir in diesem Frühjahr und Sommer in verschiedenen Märkten eine Reihe neuer McCafé-Getränke ein.

McCafé Logo – vorher und nachher, Bildquelle: McDonald's, Bildmontage: dt
McCafé Logo – vorher und nachher, Bildquelle: McDonald’s, Bildmontage: dt

Kernbestandteil des Rebrandings ist eine modernisierte McCafé-Wortmarke. Typografisch wurde der Schriftzug formal an die Ästhetik des Hauptlogos angepasst und greift nun die Linienführung der bekannten „Golden Arches“ auf. An- und Abstriche sowie der Akzent beim é sind nun nicht mehr abgerundet, sondern gerade. Zudem sind die Lettern mit handschriftlichem Duktus weniger schräg als bisher. Damit rücken Hauptmarke und Submarke visuell enger zusammen.

Die Farbpalette wurde erweitert. Als neue Primärfarben fungieren ein Gelb/Gold („refined gold“) sowie ein tiefer Rotton („coffee cherry“), welcher gestalterisch an die Frucht der Kaffeebohne anlehnen soll. Ergänzt wurden lebendige Sekundärfarben gewählt, die den Charakter der neuen Kaltgetränke widerspiegeln und eine flexiblere, dynamischere Bildsprache im Marketing ermöglichen sollen.

Die veränderte Markenpositionierung zielt darauf ab, McCafé als nahbare Lifestyle-Marke für alltägliche Genussmomente zu etablieren. Der globale Rollout der neuen visuellen Identität erfolgt schrittweise im Zuge der Einführung der neuen Getränkelinien. Die Märkte in den USA, Kanada, Australien und Deutschland dürften den veränderten Markenauftritt laut Unternehmensangaben zuerst implementieren, bevor weitere Regionen im Laufe des Jahres folgen.

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Blackstar: So geht eine starke visuelle Sprache! › PAGE online


Schaut man sich die neue Identity von BlackStar an, der Institution in Sachen Film, die sich ganz den Arbeiten von Schwarzen, People of Color und Indigenen widmet, versteht man, warum die New Yorker Kreativagentur Pacific weltweit so gefeiert wird.

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BlackStar ist 15 Jahre alt geworden, die Institution aus Philadelphia, die sich den Regiearbeiten von Schwarzen, People of Color und von Indigenen widmet, die mit ihren visionären Arbeiten neue Maßstäbe in Sachen Film setzen.

Das macht die Organisation durch gezielte Förderung, in ihrem Magazin »Seen«, in Vorführungen, Ausstellungen, Seminaren – und vor allem auf ihrem Filmfestival, das, in Anlehnung an Robert Redfords Indie-Filmfestival Sundance auch »Black Sundance« genannt wird.

Mehrere Jahre haben die Kreativen von Pacific aus New York an der neuen Identity gearbeitet, die jetzt die unterschiedlichen Initiativen von Blackstar vereint, und haben dafür ein Markensystem entwickelt, dem die Filmklappe zugrunde liegt.

Perfekte Metapher

Vor jeder Szene, die gedreht wird, wird die Filmklappe vor die Kamera gehalten und geschlagen. Sie hält fest, welche Szene gerade gedreht wird, welche Einstellung und welcher Take und sie garantiert, dass anschließend Bild und Ton bei getrennter Aufnahme in der Nachbearbeitung synchronisiert werden können.

Die Filmklappe ist also die perfekte Metapher für die neue Identity, die ihr Querformat und ihre übersichtliche Aufteilung zitiert und daraus ein modulares Layoutsystem entwickelt.

Das lässt sich nahtlos über digitale Anwendungen, Printmedien und Außenwerbung hinweg einsetzen – und verbindet dabei gleichzeitig die unterschiedlichen Segmente von BlackStar.

Selbstbewusst und nachdrücklich

Oben in der Kopfzeile der Filmklappe findet sich das überarbeitete BlackStar-Wortlogo, das so klar wie bold, die Institution selbst in den Mittelpunkt stellt.

Dort, wo normalerweise die handgeschriebenen Szenen-Informationen stehen, findet sich bei BlackStar ein Visual. Und nicht irgendeines, sondern unglaublich prägnante Szenen-Fotografie.

Die Farbwelt ist leuchtend, aber nicht grell, und setzt sich markant, aber nicht in einem zu harten Kontrast, von dem Schwarz, der das Erscheinungsbild bestimmt, ab.

Alles das zusammen formt eine so prägnante und wirkungsvolle Bildsprache, die dem Selbstbewusstsein von BlackStar entspricht und die Pacific mit dem Claim Cinema For a Global Majority versehen hat.

Gleichzeitig fügt sich das BlackStar-Filmmagazin »Seen« in das Branding ein, das zuvor häufig nicht mit der Organisation in Verbindung gebracht wurde. Jetzt ist es mit der starken Bildsprache mit den neuen Identity-Farben versehen und zeigt ein Auge versehen, das sich in eine Weltkugel verwandelt.

Im August wird die neue Identity ihren ersten großen öffentlichen Auftritt haben: wenn das 15. BlackStar Filmfestival in Philadelphia stattfindet.

 

 

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