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SSD-Controller: Phison zeigt X3 mit PCIe 6.0, E37T mit PCIe 5.0 und neue UFS-Lösungen

PCIe 6.0 kommt langsam in Fahrt. Phison hat mit dem X3 seinen ersten PCIe-6.0-SSD-Controller auf der Computex vorgestellt. Zudem wird der kommende E37T-Controller mit PCIe 5.0 vorgeführt. Einge ganze Reihe Enterprise-SSDs ist auch zu sehen. Die Pascari D206V bietet satte 245 TB Speichervolumen.
Phison X3 Controller mit PCIe 6.0
Im Rechenzentrum ist PCIe 6.0 bereits ein Thema. Dementsprechend bereiten Hersteller ihre ersten SSD mit PCIe 6.0 vor. Micron hatte im Februar als erster Hersteller eine PCIe-6.0-SSD in die Serienfertigung geschickt. Team Group zeigt aktuell auf der Computex ebenfalls ein erstes Modell.
Für Hersteller, die keine eigenen Controller entwickeln, bietet Phison entsprechende Lösungen an. Meist sogar „schlüsselfertig“, sodass ein ganzes SSD-Referenzdesign zur Verfügung gestellt wird und Hersteller im Grunde nur noch ihr Logo aufdrucken müssen.
Die neue Basis für kommende PCIe-6.0-SSDs enthüllt Phison nun mit dem „PCIe Gen6 Controller X3“. Der große Chip unterstützt PCIe 6.0 x4 sowie die neue Version 2.3 des NVMe-Protokolls. Auch OCP v2.6 und TCG Opal 2.3 zählen zu den unterstützten Standards.
Mit der gegenüber PCIe 5.0 x4 doppelt so schnellen Schnittstelle soll sich wenig überraschend auch der SSD-Durchsatz verdoppeln. Für SSDs mit X3-Controller verspricht Phison vorläufig enorme 28 GB/s und zwar sowohl lesend als auch schreibend. Letztlich hängt es aber immer davon ab, was die eingesetzten Speicherchips erlauben. Bei zufälligen Zugriffen sollen lesend wie schreiben bis zu 6,8 Millionen IOPS möglich werden – auch das ist in etwa doppelt so viel wie das aktuelle Maximum bei PCIe-5.0-SSDs.
Phison E37T mit PCIe 5.0
Bereits auf der CES im Januar hatte Phison den E37T vorgestellt und erste Benchmarks gezeigt. Bei diesem Chip handelt es sich um einen PCIe-5.0-Controller für den Verbrauchermarkt. Die Leistungsdemo auf der Computex lieferte allerdings etwas schlechtere Werte als noch auf der CES.
Dennoch wirbt Phison mit bis zu 14,9 GB/s am Limit der Schnittstelle. Die vorgeführte Referenz-SSD mit 1 TB benötigte im CrystalDiskMark maximal 4,5 Watt. Das bescheinigt eine sehr hohe Effizienz. Zum Marktstart liegen noch keine Angaben vor. Doch sollte sich Phison beeilen, denn der Konkurrent Silicon Motion lässt mit dem SM2524XT ein sehr ähnliches Produkt schon in Serie fertigen.
Allerdings hat Phison zumindest schon einen Partner: Team Group hat auf der Computex die T-Force Z54E Carbon mit E37T angekündigt.
Pascari-SSDs mit bis zu 245 TB oder 60 DWPD
In der Pascari-Familie für Server und Rechenzentren wird das aktuelle Portfolio präsentiert. Das höchste Speichervolumen bietet die Pascari D206V: Die PCIe-5.0-SSD liefert in der Spitze 245,76 TB Speicherplatz. Dabei kommt QLC-NAND zum Einsatz. Die Pascari X202Z ist wiederum auf extrem hohe Haltbarkeit ausgelegt und mit 60 Drive Writes Per Day (DWPD) spezifiziert.
Auf Software-Seite soll aiDAPTIV den speicherhungrigen KI-Workloads unter die Arme greifen, indem eine SSD als Speichererweiterung genutzt werden kann und somit der Bedarf an Arbeits- und GPU-Speicher verringert werden soll. Es handelt sich im Grunde um einen neuen Zwischenspeicher (Cache).
UFS 5.0 Controller
Auch im Smartphone wird der Speicher immer schneller. Beim dort eingesetzten Universal Flash Storage erfolgt der Wechsel auf UFS 5.0 mit rund 10 GB/s. Phisons PS8365 ist ein passender Controller, der mit sehr schnellen Speicherchips (4800 MT/s) umgehen kann und in einem modernen 6-nm-Prozess hergestellt wird. Das Leistungsniveau muss sich nicht hinter Mainstream-SSDs mit PCIe 5.0 verstecken.
PCIe-to-UFS-Bridge
UFS könnte bald auch in Notebooks eine Rolle spielen, denn Phison hat mit dem PS5963 den ersten PCIe-to-UFS-Bridge-Controller vorgestellt. Dieser sorgt dafür, dass eine via PCIe angebundene M.2-SSD mit einem UFS-Baustein bestückt werden kann. Angedacht sind kleine M.2-2230-SSDs mit UFS 3.1. Phison hält dies für eine ideale Lösung für den Mainstream-Laptop-Markt mit SSD-Speicherkapazitäten von 128 GB bis 256 GB.
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Grafikkarten mit viel VRAM: RTX Pro 6000 und RTX 5090 kosten aktuell deutlich mehr

Nvidias Profi-Grafikkarte RTX Pro 6000 Blackwell mit 96 GB VRAM kostet auf dem Marketplace des Herstellers jetzt 55 Prozent mehr als zur Ankündigung vor über einem Jahr: 13.250 US-Dollar. Unterdessen ist aber auch der Preis von Nvidias Consumer-Flaggschiff, der GeForce RTX 5090, wieder weit entfernt von dem Tal im Sommer 2025.
Grafikkarten und Systeme mit viel RAM sind stark gefragt
Leistungsfähige Desktop-Grafikkarten wie die RTX Pro 6000 Blackwell passen aufgrund ihrer großzügigen Speicherbestückung perfekt in das Beuteschema von KI-Entwicklern, die ihre Modelle und Apps lokal ausführen wollen. Aus diesem Grund erleben auch Systeme mit großem Unified Memory eine besonders hohe Nachfrage, wie etwa Apples Mac Studio zeigt. Apple hat dessen RAM bereits auf von 512 GB auf 256 GB und zuletzt 96 GB beschränkt, dennoch verkauft sich das System wie geschnitten Brot, sodass aktuell mit mindestens 13 Wochen Lieferzeit (Ende September) gerechnet werden muss.
Während bei Apple das Portfolio eingeschränkt wird und die Lieferzeiten stark zugenommen haben, bleiben die Preise stabil. Nvidia wiederum geht die gestiegene Nachfrage nach dedizierten Grafikkarten mit viel Speicher mit deutlich höheren Preisen an.
RTX Pro 6000 Blackwell klettert auf 13.250 US-Dollar
Das beste Beispiel dafür ist derzeit das Workstation-Flaggschiff RTX Pro 6000 Blackwell mit 96 GB GDDR7. Nvidia hatte die Grafikkarte vor über einem Jahr zur GTC 2025 vorgestellt und ursprünglich 8.565 US-Dollar vor Steuern dafür verlangt. Auf dem Marketplace von Nvidia ist die Grafikkarte seit kurzem aber erst für 13.250 US-Dollar gelistet – 55 Prozent mehr als zum Start.
5.000 Euro mehr als zu Weihnachten
Ein deutsches Pendant für den US-Marketplace von Nvidia gibt es für die RTX Pro 6000 Blackwell nicht, doch der Blick in den Preisvergleich offenbart eine ähnlich dramatische Preisentwicklung. Dort ist die Retail-Version der Grafikkarte aktuell ab 12.942 Euro zu finden. Vor rund einem Monat waren es noch 3.000 Euro, zur Weihnachtszeit sogar 5.000 Euro weniger.
RTX 5090 ist aktuell fast 50 Prozent teurer
Aber auch Consumer-Grafikkarten von Nvidia, die mit viel Speicher bestückt sind, zeigen sich großer Beliebtheit bei KI-Entwicklern und treiben damit den Preis für Spieler nach oben. Exemplarisch muss dafür die GeForce RTX 5090 mit 32 GB GDDR7 herhalten, andere Nvidia-Modelle und AMD-Grafikkarten sind hingegen weniger respektive kaum vom Preisanstieg betroffen.
Im Median liegt die GeForce RTX 5090 im ComputerBase-Preisvergleich mit Stand 12. Juni bei 3.925 Euro. Das sind 48 Prozent mehr als noch Mitte August 2025, als der Median für die Grafikkarte ermittelt werden konnte. Damals lag der Preis im Mittelwert bei 2.650 Euro. Die „Preiserholung“ des Topmodells scheint definitiv vorbei zu sein.
(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.
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Gothic Remake: Linux-Benchmarks – ComputerBase
Dem Technik-Test zum Gothic Remake unter Windows folgt der Test unter Linux. Wie die Windows-Version für Steam dank Proton mit AMD Radeon RX 9000, GeForce RTX 5000 und Intel Arc B580 läuft, klärt der nachfolgende Test. Spoiler: Gut, aber Leistung auf „Windows-Niveau“ liefert mal wieder nur AMD.
Gothic Remake unter Linux
Testsystem und Testmethodik
Getestet wurde das Gothic Remake unter Linux auf einem CachyOS-System auf Basis eines Ryzen 7 7700X mit 32 GB DDR5-6000 (Dual Channel) in einem MSI B650 Gaming Plus WiFi. Als Grafikkarte von AMD kam eine Radeon RX 9070 zum Einsatz. Für Nvidia trat eine GeForce RTX 5070 an, und Intel wurde durch eine aktuelle Arc B580 vertreten. Als Auflösung wurde 2.560 × 1.440 gewählt. Die Software-Basis war die folgende:
- CachyOS-Linux-Kernel 7.0.11
- Mesa 26.1.2
- Nvidia 610.43.02
- KDE Plasma 6.6.5
- Proton-CachyOS 20260521
Da sich die Hardware vom Gothic-Remake-Technik-Test unter Windows unterscheidet, wurden Windows-11-Testergebnisse auf dem Linux-Testsystem ebenfalls neu ermittelt. Als Treiberversionen dienten Adrenalin 26.6.1, GeForce 610.47 und Intel 8826.
Als Benchmarkszene wurde dieselbe wie im Windows-Test gewählt. Sie zeigt einen 20 Sekunden andauernden Marsch durch einen Wald nördlich vom alten Lager. Vegetation, NPCs und das Wasser des Flusses stellen hohe Ansprüche an Hardware. Als Grafikoption diente das Preset „Sehr Hoch“ mit DLSS 4 respektive FSR 4.1 im „Ausgeglichen“-Modus. Für die Arc-Karte gab es XeSS Quality. Die Benchmarks wurden neu erstellt, entsprechend können sich die FPS im Vergleich zum Windows-Test unterscheiden.
Benchmarks mit AMD Radeon RX
Mit Blick auf die Durchschnitts-FPS spielt sich das Gothic Remake mit einer Radeon genauso gut wie unter Windows. Auch FSR 4 funktioniert. Positiv fallen auch die Low-FPS unter Linux auf. Diese liegen auf dem Testsystem 11 Prozent vor Windows.
Benchmarks mit Intel Arc
Gothic Remake funktioniert auch mit Intel-Arc-Karten unter Linux. Generell haben sich Mesa- und Kernel-Treiber in den vergangenen Monaten merklich verbessert. Die Auslastung der Hardware ist höher und die Kompatibilität besser.
Allerdings: Auch wenn das Spiel spielbar ist, erhält man unter Windows 27 Prozent höhere FPS. Da hilft schnell nur das Herunterstellen der Grafikoptionen. Die Low-FPS hingegen sind näher beisammen und weniger als 10 Prozent getrennt.
Benchmarks mit Nvidia GeForce RTX
Nvidias GeForce liefert spielbare Bildraten, doch leider wird bei RTX auch beim Gothic Remake die „Linux-Steuer“ fällig, die sich durch jahrelange Vernachlässigung der Treiber aufgebaut hat: 23 Prozent mehr FPS gibt es unter Windows. Auch die Lows sind um 17 Prozent besser auf dem System aus Redmond.
Nvidia hat zwar bereits den Grundstein für die Lösung der Leistungsprobleme im Treiber gelegt, doch bis die ganze Kette der involvierten Software die Besserungen umsetzt, dürfte noch etwas Zeit vergehen. Dennoch ist Gothic gut auf einer GeForce spielbar. „Sehr Hohe Qualität“ ist aber bereits ab einer 5070 nicht mehr möglich für flüssiges Gameplay.
Fazit
Die gute Nachricht vorweg: Auch unter Linux lässt sich mit der Windows-Version von Gothic Remake Khorinis erkunden. Während man auf dem Testsystem mit AMD keinen Unterschied zu Windows merkt und auf dem Papier sogar leicht bessere Low-FPS hat, sieht es bei Intel und Nvidia nicht ganz so rosig aus.
Mit einer Nvidia-Grafikkarte hat man unter Windows um die 20 Prozent mehr FPS und Lows. Mit genügend Rohleistung bleibt das Spiel aber weiterhin spielbar. Ebenfalls lässt sich mit Intel ein Einbruch der Performance verzeichnen. Hier ist man mit Windows fast 30 Prozent schneller unterwegs. Die Lows hingegen unterscheiden sich nur um 10 Prozent zugunsten von Windows.
Alles in allem läuft das Gothic Remake aber gut unter Linux. Kompatibilitätsprobleme oder Grafikfehler traten während des Tests nicht auf.
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Desinformation: Russland soll an Wikipedia-Klon für KI-Chatbots arbeiten
Eine russische Desinformationskampagne soll gezielt auf KI-Chatbots ausgerichtet sein. Nach geleakten Dokumenten arbeitet eine sogenannte Trollfabrik an einem deutschsprachigen Wikipedia-Klon, dessen Inhalte von KI-Systemen als vermeintlich seriöse Quellen übernommen werden könnten.
Desinformationen über Umwege
Nach Angaben von Wikimedia Deutschland geht es dabei nicht nur um die direkte Verbreitung von Falschinformationen über soziale Netzwerke oder gefälschte Nachrichtenseiten. Stattdessen soll offenbar ein Umweg über generative KI genutzt werden. Die manipulierten Texte sollen so im Netz platziert werden, dass Chatbots sie bei deutschsprachigen Anfragen finden, als vertrauenswürdig einstufen und in ihre Antworten übernehmen.
Im Zentrum steht demnach die russische Social Design Agency, kurz SDA. Die Organisation wird bereits mit früheren Desinformationskampagnen in Verbindung gebracht, darunter der sogenannten Doppelgänger-Kampagne. Dabei wurden Webseiten und Social-Media-Auftritte bekannter Medien nachgeahmt, um antiwestliche und prorussische Inhalte zu verbreiten. Nun soll die SDA laut geleakten Dokumenten an einer Art Fake-Wikipedia für den deutschsprachigen Raum arbeiten.
Wikipedia als (vermeintlich) vertrauenswürdige Vorlage
Besonders problematisch ist der Ansatz, weil Wikipedia bei vielen Nutzern als verlässliche Quelle gilt und auch von KI-Systemen häufig als Grundlage für Antworten genutzt wird. Wird diese Vertrauenswürdigkeit durch äußerlich ähnliche, aber manipulierte Seiten nachgeahmt, können falsche oder verzerrte Darstellungen leichter in KI-Antworten gelangen. Wikimedia nennt als mögliche Themen unter anderem den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine oder den verstorbenen Oppositionellen Alexei Nawalny.
Den Berichten zufolge soll die geplante Datenbank bereits rund 200.000 Seiten umfassen. Monatlich sollen etwa 500 manuell verfälschte Artikel in KI-Plattformen eingespeist werden. Zugleich schränkt Wikimedia ein, dass bislang kein konkreter Fall bekannt sei, in dem eine solche Klon-Seite der SDA tatsächlich öffentlich aufgetaucht ist.
Russische Wikipedia-Kopie existiert bereits
Dass Russland bereits Erfahrung mit Wikipedia-Kopien hat, zeigt Ruwiki. Der Klon der russischsprachigen Wikipedia existiert seit Januar 2024 und enthält Inhalte, die an die offizielle russische Sichtweise angepasst wurden. Kritische Einträge wurden dabei entfernt oder umformuliert. Auch wissenschaftliche Untersuchungen zu Ruwiki kamen zu dem Ergebnis, dass in dem Projekt Inhalte der russischsprachigen Wikipedia kopiert und anschließend verändert wurden.
Prüfen, prüfen, prüfen
Der Fall verdeutlicht ein grundsätzliches Problem generativer KI. Chatbots liefern Antworten oft in einem geschlossenen Text, ohne dass Nutzer die verwendeten Quellen unmittelbar prüfen können. Werden manipulierte Webseiten gezielt für solche Systeme optimiert, kann Desinformation nicht nur über klassische Suchmaschinen, sondern auch über KI-Antworten verbreitet werden.
Wikimedia verweist deshalb auf die Bedeutung überprüfbarer Quellen, transparenter Belege und menschlicher redaktioneller Kontrolle. Für Nutzer bedeutet das, dass Antworten von Chatbots gerade bei politischen und gesellschaftlich umstrittenen Themen nicht ungeprüft übernommen werden sollten.
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