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ChatGPT: 1 Milliarde App User in Rekordzeit
Daten von Sensor Tower zeigen, wie schnell ChatGPT eine Milliarde aktive App User generieren konnte und welche Mega-Apps man damit in den Schatten stellt. Trotzdem hat OpenAI ein großes Problem.
Die KI-Anwendung ChatGPT ist nach ihrem fulminanten öffentlichen Start Ende 2022 zu einem globalen Phänomen aufgestiegen. ChatGPT mutet mitunter gar als Synonym für die KI-Nutzung im Internet an, ist für viele User die Go-to-Option im Digitalraum und macht etablierten Playern wie Google Konkurrenz. OpenAI konnte ChatGPT zu einem der wichtigsten Dienste im KI-Zeitalter ausbauen, mit inzwischen über 900 Millionen wöchentlich aktiven Usern. Schon Anfang 2023 konnte man 100 Millionen aktive User vorweisen, die binnen zwei Monaten generiert wurden; das machte ChatGPT seinerzeit zum am schnellsten wachsenden Internetdienst überhaupt. Jetzt hat die ChatGPT App in Rekordzeit die Marke von einer Milliarde Usern geknackt, schneller als weltbekannte Apps von TikTok bis YouTube. Allerdings fokussiert sich OpenAI derzeit auf ein anderes Kernelement des Geschäfts – denn die Konkurrenz ist stärker denn je.
ChatGPT Plus:
Kostenloser Zugang für ein ganzes Land

1 Milliarde User in knapp drei Jahren: ChatGPT App zeigt enormes Wachstum
Reuters berichtet auf Basis von Sensor Tower-Daten, dass ChatGPT im Mai 2026 die Marke von einer Milliarde aktiven App Usern geknackt hat. Im März 2023 hatte OpenAI die ChatGPT App für iOS eingeführt, im Juli folgte die Android-Version. In knapp drei Jahren eine Milliarde App User zu generieren, das schafften in diesem Tempo nicht einmal Google Maps, YouTube oder TikTok, das binnen weniger Jahre zum globalen Player aufstieg.
Dieser Rekord steht ChatGPT gut zu Gesicht. Und dennoch machen sich im Führungs-Team von OpenAI derzeit Sorgenfalten breit. Denn kürzlich offenbarten Schätzungen von Analyst:innen, dass der Umsatz im Jahr 2026 bei der Konkurrenz von Anthropic deutlich höher ausfallen könnte als bei OpenAI. Sogar profitabel könnte Anthropic bald arbeiten. Auf einen Gewinn muss OpenAI vermutlich noch länger warten. Das KI-Unternehmen unter der Führung von Greg Brockman und Sam Altman erwartet 2026 zwischen 30 und 33 Milliarden US-Dollar Umsatz; HSBC-Analyst:innen gehen von 34 Milliarden US-Dollar aus. Anthropic ist nach den jüngsten Angaben dagegen auf dem Weg, einen hochgerechneten Jahresumsatz von knapp 45 Milliarden US-Dollar zu erreichen – und damit OpenAI deutlich zu übertrumpfen.
Dazu kommt, dass die Wachstumsraten für Claude seit Jahresbeginn die von ChatGPT deutlich überragen; auch, weil ChatGPT bereits so enorm viele User hat. Zudem hat Anthropic gerade den eigenen Börsengang angekündigt, der im finanziellen Wettbewerb im Tech-Raum wiederum Vorteile für das Unternehmen gegenüber OpenAI bedeuten könnte. Die ChatGPT-Mutter hatte den eigenen IPO erst für später im Jahr geplant, könnte nun aber früher starten, vielleicht sogar im Juni.
Codex ist der nächste Wachstumstreiber im harten Konkurrenzkampf
Unterdessen bereitet auch die Konkurrenz von Google OpenAI Kopfzerbrechen, weil sie unter anderem immer neue Werbelösungen für die KI-Ergebnisse liefert, die OpenAIs eigenes junges Werbegeschäft für ChatGPT torpedieren könnten. Überhaupt ist Google aufgrund der machtvollen Stellung im Digitalmarkt bestens für den Wettbewerb gerüstet und kann Usern umfassende KI-Lösungen bieten. OpenAI hat aktuell besonders den schnell wachsenden Bereich Codex als Kernelement des Geschäfts auserkoren. Als einer der am schnellsten wachsenden Bereiche OpenAIs sollen neue Optionen wie das App und Website Building mit Sites zu noch mehr zahlenden Usern führen, die den Umsatz des KI-Unternehmens ankurbeln. Codex ist inzwischen auch via AWS sowie in Chrome verfügbar und wird bereits von über fünf Millionen Usern pro Woche genutzt.
Codex now has more than 5M weekly active users.
But the bigger story is what people are using it for: not just writing code, but getting more work done across research, analysis, content, and operations.
Our new report on how Codex is becoming a productivity tool for knowledge… pic.twitter.com/zxCZKQRrgR
— OpenAI Newsroom (@OpenAINewsroom) June 2, 2026
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Max Mattis, Jaadiee und Gramps: Warum gute Ideen nie aus der Mode kommen
Max Mattis (@MissMurphy, l.), Jannik „Jaadiee“ Diefenbach (Altbau Creative Studios, r.) und sein Großvater und Influencer Alojz Abram (GRAMPS)
Einfach eine bessere Serie als einen Wochentags-Krimi machen oder den Großvater in die eigenen Klamotten stecken – wie unterschiedlich die Ursprünge der Produzenten Max Mattis und Jannik „Jaadiee“ Diefenbach sind, erzählen sie beim HORIZONT Kongress und zeigen, dass es immer einen Markt für gute Ideen gibt.
Den Einstieg in die Contentproduktion lief bei Max Mattis, Founder und Produzent von @MissMurphy, und seinen Freunden übers Fernsehen: Angeö
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HORIZONT Kongress 2026: Wie Marken heute jenseits von Viralität kulturelle Wirkung entfalten
Es diskutierten: Tim Christiansen, General Manager DACH bei Snap, Moderatorin Bettina Sonnenschein (HORIZONT), Ralf Lülsdorf, Head of International Music Marketing bei Telekom Electronic Beats, und Andreas Schimmelpfennig, Geschäftsführer der Agentur Elastique.
Authentizität, Haltung und langfristige Wirkung statt kurzfristiger Viralität: Beim HORIZONT Kongress diskutierten Vertreter von Telekom Electronic Beats, Snap und Elastique darüber, wie Marken heute kulturelle Relevanz schaffen – und warum Culture Marketing mehr ist als das Aufspringen auf den nächsten Trend.
Creator, Content, Culture: Unter diesem Titel kamen Ralf Lülsdorf, Head of International Music Marketing bei Telekom Electronic Beats, Tim Christ
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Meta testet Series für Reels auf Instagram
Microdrama Apps boomen und nun testet auch Meta Serienformate für Reels auf Instagram und Facebook. Das eröffnet Creatorn neue Möglichkeiten für fortlaufendes Storytelling, Community Building und perspektivisch sogar neue Monetarisierungsmodelle. Hinter den kurzen Episoden steckt ein Markt mit Milliardenpotenzial, der bereits Hollywood auf den Plan ruft.
Kurz, vertikal und voller Cliffhanger: Miniserien im Hochformat gelten derzeit als einer der spannendsten Trends im digitalen Entertainment, weswegen sogar tagesschau.de darüber berichtete. Apps wie ReelShort und DramaBox wachsen rasant, TikTok hat mit PineDrama schon Anfang 2026 direkt eine eigene App für Mikrodramen gestartet. Jetzt springt auch Meta auf den Boom episodischer Kurzvideos auf – jedoch anders als TikTok. Statt fiktionaler Mikrodramen soll auf Instagram und Facebook Friends und Creator Content in größeren Geschichten erzählt werden.
TikTok startet PineDrama:
Neue Serien-App mit Suchtfaktor

Potenzial zum Milliardenmarkt: Der Boom der Episodenvideos erreicht Instagram
Wie TechCrunch unter Berufung auf Meta berichtet, können ausgewählte Creator:innen ihre Reels künftig zu einer Serie zusammenfassen. Alle Episoden werden in einem eigenen Bereich auf dem Profil gebündelt. Nutzer:innen können die Folgen dort gesammelt ansehen, nahtlos weiterschauen und direkt von einer Episode zur gesamten Serie springen.

Meta sieht in dem Format vor allem eine Antwort auf einen Trend, der auf den eigenen Plattformen bereits stark nachgefragt werde. Serienartige Inhalte sollen künftig leichter auffindbar und einfacher zu verfolgen sein. Besonders spannend ist das für Creator und Brands, die auf Challenges, Tutorials oder fortlaufendes Storytelling setzen. Statt einzelne Videos im Profil zu verstreuen, lassen sich Formate künftig als zusammenhängende Serie präsentieren. Als Beispiel nennt Meta eine Reihe wie „10 Tage gesünder backen“, bei der jede Episode auf der vorherigen aufbaut.
Vertikale Serienformate gehören derzeit zu den am schnellsten wachsenden Trends im digitalen Entertainment und entwickeln sich gerade zu einem Milliardenmarkt. Wie tagesschau.de berichtet, haben Microdrama Apps allein im ersten Quartal 2025 weltweit an die 700 Millionen US-Dollar über In-App-Käufe umgesetzt. Laut Variety könnte der Markt bis 2030 auf rund 26 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz anwachsen. Das Potenzial bleibt auch in Hollywood nicht unbemerkt. Studios und Produktionsfirmen investieren zunehmend in Inhalte, die speziell für den vertikalen Smartphone Screen entwickelt werden. Laut einer Studie von Ampere Analysis aus dem Jahr 2025 hat bereits jede:r achte Internetnutzer:in weltweit mindestens eine vertikale Serienepisode gesehen.
TikTok zeigt bereits, wie sich Serien monetarisieren lassen
Noch befindet sich Series in der Testphase. Gegenüber TechCrunch bestätigte Meta jedoch bereits, dass über Monetarisierungsmöglichkeiten nachgedacht wird. Konkrete Pläne nannte der Konzern allerdings nicht.
Der Blick auf TikTok zeigt allerdings, dass sich das Format auszahlen dürfte. Dort können Creator bereits exklusive Serien hinter einer Bezahlschranke anbieten und einzelne Folgen oder komplette Inhalte verkaufen. Sollte sich Series auf Instagram und Facebook etablieren, wären auch bei Meta kostenpflichtige Inhalte, Creator-Abonnements oder neue Werbe- und Sponsoringmodelle denkbar.
Offen bleibt bislang, wann Meta die Funktion breiter ausrollen wird und ob Serien künftig zusätzliche Analyse- oder Reichweitenfunktionen erhalten.
Instagram Plus und WhatsApp Plus starten weltweit
– perspektivisch kommt Meta One

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