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Ambush Marketing at its best: Levi’s wird mit verhülltem Stadionlogo zum WM-Werbestar


Das Levi’s Stadium in Santa Clara heißt während der WM anders – weil Levi’s kein FIFA-Sponsor ist. Doch die Modemarke profitiert dank klugem Viral-Marketing trotzdem

Es ist bisher der Ambush-Marketing-Move der Fußball-WM: Wegen der FIFA-Restriktionen musste Levi’s seine Namensrechte am Stadion in Santa Clara für die Dauer des Turniers abgeben. Doch das verhüllte Logo in der Arena sorgt in Social Media für Buzz – und den verwandelt die Modemarke in bestes Viralmarketing.

Die Regeln der FIFA für Marken während einer Fußball-Weltmeisterschaft sind klar und unumstößlich: Im direkten Umfeld des M

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WM-Spot für AirPods Pro 3: Warum in der Apple-Kampagne mit Vini Jr. nur Lärm zu hören ist


Vini Jr. im Apple-Spot

Wie leichtfüßig Vinicius Jr. unterwegs ist, konnte man erst am Sonntag wieder beobachten, als er während der WM-Partie gegen Marokko seine Gegenspieler einfach stehen ließ und den Ball im Winkel versenkte. Einen ähnlich grazilen Auftritt legt die brasilianische Fußballikone im WM-Spot von Apple hin. Dass er dabei tanzt, ohne dass Musik zu hören ist, ist der Clou der Kreatividee.

Die Werbeblöcke sind derzeit voll von Kampagnen mit Fußball-Promis. In den TV-Spots des FIFA-Sponsors Adidas sind aktuell mit Lionel Messi, Lamine Yamal, David Beckham, Jude Bellingham und Florian Wirtz gleich fünf bekannte Gesichter zu sehen. Wettbewerber Nike ist zwar kein offizieller FIFA-Partner, versucht aber mit Stars wie Cristiano Ronaldo, Erling Haaland, Kylian Mbappé und Vinícius Júnior dennoch vom Mega-Event in den USA, Kanada und Mexiko zu profitieren. Auf eine ganz ähnliche Strategie – und dasselbe Testimonial – setzt Apple. In der neuen Kampagne des kalifornischen Technologiekonzerns ist ebenfalls Vinícius Júnior zu sehen – in einer Rolle, die ihm auf den Leib geschneidert wurde.

In dem 30-Sekünder, den Apple gemeinsam mit der Produktionsfirma Reset und Regisseur Aube Perrie umgesetzt hat, ist Vini Jr. durchweg am Tanzen. Für Fußballkenner ist das erstmal keine Neuigkeit. Schließlich ist der Stürmerstar für seine Tanzeinlagen beim Torjubel bekannt. Dafür ist aber etwas anderes besonders. Nämlich die Tonspur. Grund: Die Zuschauenden sehen die ganze Zeit, wie Vini Jr. tanzt, hören aber anstelle von Musik die ganze Zeit nur ohrenbetäubenden Lärm. Dass sich Vini Jr. davon überhaupt nicht stören lässt und einfach weiter tanzt, hat mit den AirPods Pro 3 zu tun, die er in dem Werbeauftritt trägt. Weil die aktive Geräuschunterdrückung der In-Ear-Kopfhörer nochmals verbessert wurde und das neue Modell laut Apple nun bis zu viermal mehr Lärm ausblendet als die ursprünglichen AirPods Pro, kriegt das Fußball-Ass von dem Lärm einfach nichts mit und kann einfach ungestört zu seiner Musik abtanzen. 

Der Ausnahmekicker hatte offenbar nicht nur einfach Spaß beim Tanzen, sondern kann auch der Kampagnenidee einiges abgewinnen. „Es macht großen Spaß, einen Tanzfilm für AirPods zu sehen, der ohne Musik auskommt. Man möchte unbedingt wissen, wozu ich da eigentlich tanze“, sagt Vini Jr. – und liefert Apple damit eine Steilvorlage für die Aktivierung der fußballaffinen Community, die der Konzern natürlich allzu gerne verwandelt. So begleitet Apple die Kampagne inzwischen mit einer Aktion auf Apple Music. Dort können Nutzer an einem Ratespiel teilnehmen. Basis ist eine kurierte Playlist mit Songs, die möglicherweise gerade auf den AirPods Pro 3 von Vini Jr. laufen.

Der 30-sekündige Werbefilm, der passenderweise „Dança“ heißt und an dem auch die Post-Produktionsfirmen ARC Los Angeles und  Skywalker Sound beteiligt waren, ist ab sofort weltweit in den TV-Werbeblöcken zu sehen. Darüber hinaus gibt es Varianten mit 15 und 6 Sekunden Länge für Social Media und digitale Plattformen. Alle Werbefilme für die AirPods Pro 3 haben gemeinsam, dass sie allesamt ohne Musik laufen.



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Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige im UK


Das Vereinigte Königreich streicht Usern unter 16 Jahren den Zugriff auf TikTok, Snapchat, Instagram und Co. und es gibt Ausnahmen. Tech-Konzerne reagieren erwartungsgemäß ablehnend auf die kompromisslose Entscheidung.

Australien hat es vorgemacht, Länder wie Griechenland, Spanien, Dänemark und Österreich folgen dem Beispiel: Sie alle fördern ein Social-Media-Verbot für junge User und reagieren damit auf wachsende Bedenken hinsichtlich des negativen Einflusses der Plattformen auf die Minderjährigen. Doch während die Regierungsverantwortlichen entsprechende Verbote als Schutz der jungen Menschen darstellen, warnen YouTube, Meta und Co. vor gravierenden Folgen, die solch ein Ausschluss haben kann. Auch könnten die Plattformen fürchten, Millionen User zu verlieren. Derweil wird in Deutschland vermehrt über ein Social-Media-Verbot für Jugendliche diskutiert. Dazu gab der Deutsche Ethikrat kürzlich eine Empfehlung aus.


Per TikTok angekündigt:

Nächstes Land in Europa führt Social-Media-Verbot für Jugendliche ein

Eine junge Frau mit Kopfhörern und Smartphone geht an einem U-Bahn-Plakat vorbei, auf dem in einfacher Schrift „Less social media.“ steht.
© Jon Tyson – Unsplash

„Children will be given back their childhoods“: UK-Regierung mit rigorosem Social-Media-Verbot

Die Regierung des Vereinigten Königreichs rund um Premierminister Keir Starmer hat ein umfassendes Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren angekündigt. Dieses soll im Frühjahr 2027 in Kraft treten, ähnlich wie etwa in Griechenland. Bis Weihnachten dieses Jahres soll ein entsprechendes Gesetz verabschiedet sein. Mit dem Bann für zahlreiche Plattformen für die betreffende Altersgruppe von 13 bis 16 Jahren (erst ab 13 Jahren ist die Nutzung von Social-Media-Plattformen offiziell erlaubt) möchte die Regierung die jungen Menschen schützen und verspricht:

Children will be given back their childhoods thanks to government action to ban social media platforms from offering services to under-16s, with less time for scrolling and more time for play. The plans will set a new normal for future generations, kickstarting a cultural shift and driving forward the government’s fight to give every child the best start in life. 

Das Verbot erstreckt sich auf User-to-User-Plattformen mit Posting-Optionen und Feed-Algorithmen. Dazu gehören YouTube (nicht aber YouTube Kids), X, Snapchat, Facebook und Instagram sowie TikTok. Messaging-Dienste wie WhatsApp und Signal sind nicht betroffen, gleichwohl gerade WhatsApp inzwischen viele Social-Media-Elemente wie die story-ähnlichen Statusmeldungen aufweist. Im Kontext der Social-Media-Nutzung sollen zudem Livestreams und die Kommunikation mit fremden blockiert werden. Diese Restriktionen sollen sogar auf Gaming-Plattformen angewandt werden. Die neuen Einstellungen sollen als Default auch für 16- und 17-Jährige gelten, während die Regierung für unter 18-Jährige allgemein über Pausen für Infinite Scrolling und eine Art Ruhezeit in der Nacht nachdenkt. Des Weiteren schränkt die Regierung Romantic Companion AI Chatbots und ähnliche Modi bei KI-Diensten ein, sodass nur User ab 18 Jahren Zugriff erhalten können.

Zustimmung im Königreich und sehr viel Gegenwind von Big Tech

Das Vereinigte Königreich reagiert mit den jüngsten Anpassungen, die weiter gehen als irgendwo sonst auf der Welt, selbst in Australien, auf die Nachfrage vieler Familien. Keir Starmer sagt:

I’ve heard first hand from families crying out for change and we will do right by them.  

Nach Informationen der Regierung hat eine Befragung von 116.000 Kindern, Eltern und Expert:innen eindeutige Ergebnisse hervorgebracht, die das Verbot stützen. Demnach befürworteten rund 90 Prozent der Eltern ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 16 Jahren. Zwei Drittel der Kinder gaben zumindest an, dass Kinder bis 16 Jahre einige Dienste nicht nutzen sollten. Obwohl das neue Verbot seine Befürworter:innen und Vorbilder hat, gibt es viel Kritik, gerade aus der Tech-Welt.

Konzerne und Unternehmen wie Snapchat, Meta und YouTube warnen vor der Folge, dass Kinder durch den Bann vermehrt in unsicheren Digitalräumen unterwegs sein könnten. Gegenüber der BBC erklärte YouTube per Statement:

Blanket bans push kids out of such curated, supervised, beneficial experiences [gemeint ist YouTube, Anmerkung der Redaktion] and towards anonymous, less safe services.

Auch Meta sieht ein Risko dieser Art. Tatsächlich sekundieren einige Betroffene aus Australien, wo ein vergleichbares Verbot seit Ende 2025 in Kraft ist, diese Bedenken. Gegenüber The Guardian gaben manche Eltern an, dass die Kontrolle der rezipierten Inhalte teilweise noch schwieriger geworden sei. Gleichzeitig sei es für techaffine junge Menschen auch möglich, die Restriktionen zu umgehen – für eine Missachtung des Verbots haften nicht die User, sondern Plattformen stehen in Australien in der Verantwortung. Einige Betroffene zeigen sich indes überzeugt vom Verbot und hoffen gerade auf langfristig positive Effekte für die jungen Menschen, während andere monieren, dass ihre Kinder durch das Verbot weniger mit einigen Freund:innen interagieren oder sich ausgeschlossen fühlen.

Obschon es vonseiten einiger Eltern und Tech-Unternehmen den Einwand gibt, dass vollumfängliche Verbote weniger befürwortet werden als dedizierte Kontrollen – Snapchat zählt zu diesen Unternehmen und hat kürzlich neue Regeln für User unter 16 Jahren eingeführt –, ist die Regierung des UK kompromisslos.

Ein dedizierter Profilbereich für User unter 16 Jahren ist Teil der neuen Regeln, © Snapchat
Ein dedizierter Profilbereich für User unter 16 Jahren ist Teil der neuen Regeln, © Snapchat

Man wolle bei der Sicherheit junger User keine Kompromisse eingehen, meint Keir Starmer und betont, dass die Tech-Unternehmen ihre Verantwortlichkeit bisher nicht ernst genug genommen hätten.

This is a line in the sand. Tech giants had their chance and failed, but we’re stepping in to protect children, back parents and set a new normal for future generations.

Die Regierung fasst die Informationen und Gründe für die Entscheidung in einem Fact Sheet zusammen.

Social-Media-Verbot für Jugendliche auch in Deutschland? Ethikrat dagegen

In Deutschland zeigte eine repräsentative Umfrage von YouGov aus dem November 2024, dass 57 Prozent der Befragten in Deutschland ein Mindestalter von 16 Jahren für soziale Medien befürworten. 16 Prozent sprachen sich sogar für ein Mindestalter von 18 Jahren aus. Seither haben sich verschiedene Personen des öffentlichen Lebens und Organisationen zu einem möglichen Verbot geäußert. Der Deutsche Ethikrat hat auf Anfrage der Bundestagspräsidentin Julia Klöckner allerdings ein Verbot abgelehnt. Ein solches würde nicht alle Probleme lösen und könne noch neue verursachen. Stattdessen empfiehlt der Rat ein „differenziertes Schutzkonzept“ samt Aktualisierung des Jugendschutzrechts. Problematisch ist in diesem Kontext zum Beispiel, dass es noch keine gesonderten Ausführungen im Jugendmedienschutz-Staatsvertrag der Länder zur Nutzung von KI gibt. Während die Eltern weiterhin die Erziehungshoheit behalten sollten, auch im Digitalraum, fordert der Rat mehr Schutzmechanismen und die Einziehung der Kinder und Jugendlichen als Betroffene.

Immerhin sind die jungen User Teil einer immensen Internetgemeinde, die sich über neue KI-Dienste und Social Media mehr als je zuvor informiert und unterhalten lässt. Der 2026 Digital News Report des Reuters Institute for the Study of Journalism offenbart, dass Social Media und Videoplattformen in der Erhebung weltweit erstmals die übergreifend wichtigste News-Quelle im Internet sind (das gilt für 54 Prozent der Befragten), vor Websites und Apps (von 51 Prozent der Befragten angegeben). Auch KI-Dienste gewinnen in diesem Kontext an Relevanz. Studienleiter Jim Egan schreibt:

A central theme this year is this growing ‘platformisation’ of news consumption. For the first time, social media and video networks are, on average across the markets covered, more popular than both TV and owned news websites and apps as sources of news. Growing numbers are also experimenting with AI chatbots as a new means of access. When online, people increasingly like to watch rather than read the news, often drawing on a wider range of sources and voices […]. 

Gleichzeitig sind sowohl das Interesse an als auch das Vertrauen in Online News gesunken.


5,66 Milliarden User:

Social Media wird zur „Supermehrheit“ des Internets

Titelgrafik des Digital 2026 Global Overview Report mit Weltkarte in Weiß auf schwarzem Hintergrund und Schriftzug „Digital 2026 – Global Overview Report“.
© Meltwater/We Are Social via Canva

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Instagram-Chef räumt mit Caption-Mythos auf


Die Reichweite von Instagram Posts leidet nicht, wenn du deine Caption nach dem Posting noch einmal bearbeitest. Das hat Head of Instagram Adam Mosseri jetzt eigens noch einmal betont. Er reagiert auf einen hartnäckigen Mythos rund um die Instagram Performance, während die Plattform selbst Usern mehr Kontrolle über den Algorithmus und die nachträgliche Bearbeitung von Beiträgen und Profildetails liefert.


Bestimme, was Instagram dir zeigt:

Your Algorithm kommt in den Main Feed

Instagrams neues Your Algorithm Dashboard für Reels.
© Instagram

Post-Bearbeitung schränkt Instagram-Reichweite nicht ein

Ein Blick in verschiedene Foren rund um die Instagram-Nutzung zeigt, dass viele User der Ansicht sind, eine nachträgliche Anpassung der Caption eines Posts könne negative Folgen haben. Im Subreddit r/InstagramMarketing zum Beispiel diskutieren viele User, ob Reichweitenverluste und Algorithmus-Resets die Folge von Caption-Berichtigungen sein könnten – mit unterschiedlichen Einschätzungen.

Ausschnitt aus der Reddit-Diskussion rund um etwaige Reichweitenverluste durch Caption-Anpassungen auf Instagram, Screenshot, © Reddit
Ausschnitt aus der Reddit-Diskussion rund um etwaige Reichweitenverluste durch Caption-Anpassungen auf Instagram, Screenshot, © Reddit

Dieser Diskussion möchte Adam Mosseri jetzt ein Ende setzen. In seinem Instagram Broadcast Channel Instagram advice erklärte er jüngst, dass das Verändern von Captions keinerlei Einfluss auf die Reichweite nehme und auch den Algorithmus nicht ins Ungleichgewicht bringe.

There’s a myth floating around that editing your caption after you post will tank your reach or reset the algorithm. That’s not true. We don’t reset anything, so if you spot a typo, just fix it.

Ob ihm alle Creator Glauben schenken werden, ist unklar. Immerhin ist die Creator-Szene teilweise in einer lebhaften Diskussionskultur verhaftet und findet verschiedene Erklärungen für eigene Performance-Erfahrungen auf der Plattform. Die Verantwortlichen von Instagram, allen voran Mosseri, versuchen indessen immer wieder, mit einzelnen Mythen rund um die Plattform aufzuräumen. Adam Mosseri nutzt seinen Broadcast Channel ebenso dazu wie für die Ankündigung neuer Funktionen, zuletzt etwa die Übernahme des Teleprompter-Features von Edits für die Instagram-Kamera.

Dass nun Instagram die nachträgliche Bearbeitung von Beiträgen offiziell nicht als Hindernis für die Performance ansieht, geht mit den jüngsten Entwicklungen zur Kontrolle für Creator Hand in Hand. Denn diese können inzwischen nicht nur die Ansicht der Beiträge im Grid nachträglich neu gestalten, sondern das gesamte Grid nach Belieben neu sortieren. Außerdem lassen sich schon veröffentlichte Karussell-Posts nachträglich neu ordnen, um noch mehr Aufmerksamkeit für die Inhalte zu generieren. Und sogar für den Algorithmus selbst bietet Instagram Usern jetzt mehr Kontrolle. Mit dem Feature Your Algorithm können die Nutzer:innen in den Bereichen Reels, Explore und neuerdings im Main Feed angeben, von welchen Inhalten sie mehr und von welchen sie weniger sehen möchten.


Reorder Your Grid auf Instagram ist endlich da

Zwei Smartphone Mockups mit Instagram Grids, die neu sortiert werden, Farbverlauf in Orange-Violett im Hintergrund
© Instagram via Canva

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