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Digital Business & Startups

Eine Sommernacht, 10 Startups, viele Ideen


Das Startup Village ist einer der Anziehungspunkte der Cologne Startup Summer Night, die am 8. Juli im Kölner Stadtgarten stattfindet. Dort präsentieren sich zehn ausgewählte Startups mit ihren Ideen und Innovationen – von Biotech und Robotik über Software und Logistik bis hin zu Bildung, Compliance und Deep Tech.

Besucherinnen und Besucher können alle Stände besuchen, mit den Gründerinnen und Gründern ins Gespräch kommen und neue Technologien sowie Geschäftsmodelle aus erster Hand kennenlernen. Das Startup Village bietet damit die Gelegenheit, innovative Produkte live zu erleben, Kontakte zu knüpfen und mehr über die Herausforderungen und Chancen junger Unternehmen zu erfahren.

Die 10 Startups im Startup Village

BIOWEG
BIOWEG aus Quakenbrück, von Prateek Mahalwar und Srinivas Karuturi als Cellulosic Technologies gegründet, entwickelt biobasierte Materialien und Inhaltsstoffe als nachhaltige Alternative zu konventionellen Chemikalien. Das Unternehmen kombiniert Biotechnologie, Materialwissenschaften und KI, um leistungsfähige, tierfreie und skalierbare Inhaltsstoffe für verschiedene Industrien herzustellen. Mehr über BIOWEG

Birdwave
Birdwave aus Aachen, von Amine Kharrat gegründet, unterstützt Industrieunternehmen bei der Einführung von Robotiklösungen. Die Plattform des Startups hilft dabei, passende Robotersysteme und Technologiepartner zu finden, Anwendungsfälle zu bewerten und Automatisierungsprojekte von der Planung bis zur Integration umzusetzen. Mehr über Birdwave

Cynrise
Cynrise aus Aachen, von Franziska Böhle, Francis Lang, Ian Neuling und Dennis Sadecki ins Leben gerufen, hat ein intelligentes Heimenergiemanagementsystem (HEMS) im Angebot. Dieses System besteht aus einem Sicherungskasten, „in den erstmals die hochfrequente, nicht-invasive Lastüberwachungstechnologie (NILM) direkt integriert ist“. Damit hilft Cynrise Privathaushalten dabei, aktiv Energie und Geld zu sparen. Mehr über Cynrise

Detechgene
Detechgene aus Köln, von Reza Esmaillie und Robin Bayer gegründet, bietet Schnelltests zur Detektion von Infektionserregern. „With this fresh capital, Detechgene is consistently pursuing its vision: to make laboratory diagnostics accessible to everyone – fast, mobile and reliable“, teilt das Team mit. Mehr über Detechgene

ecoro
Die Jungfirma ecoro aus Würzburg hat sich der „digitalen Straße“. verschrieben. Das Startup entwirft dafür „Verkehrswege mit Hohlraum unter der Oberfläche“. So soll der Gütertransport unter die Oberfläche wandern und „mehr Platz für den Personenverkehr darüber“ schaffen. Mehr über ecoro

Klared
Klared aus Wien, von Max Tiessler, Miguel López, Pablo Gómez, Izan Leal und Benjami Parellada gegründet, entwickelt eine KI-Plattform für Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Die Software analysiert Forschungsaktivitäten, Förderprogramme und institutionelle Daten, um passende Fördermöglichkeiten zu identifizieren und den Antragsprozess zu unterstützen. Mehr über Klared

Magister Compliance Safety
Magister Compliance Safety aus Köln digitalisiert die „Arbeitssicherheit an Hochschulen“. Zum Konzept heißt es: „Unsere integrierte Systemlösung aus intelligenter Hardware und Software ermöglicht einen rechtskonformen und lückenlos dokumentierten Maschinenzugang für Werkstätten und Labore. So gewährleisten wir maximale Sicherheit und Effizienz im Hochschulbetrieb.“

PoLightFilters
Das Kölner Startup PoLightFilters, von Andreas Mischok, Anja Lindenau und Elena von der Heyden ins Leben gerufen, hat eine neue Generation optischer Filter für Anwendungen in LiDAR, Sensorik und hochauflösenden Bildgebungssystemen im Angebot. Die Technologie soll die Leistungsfähigkeit optischer Systeme verbessern, indem sie winkelstabile Filter für präzisere Messungen und Bildaufnahmen ermöglicht. Mehr über PoLightFilters

Solid Hour
Das Kölner Startup Solid Hour, von Hendrik Voßkamp angeschoben, arbeitet an anpassbarer ERP-Software für mittelständische Unternehmen. Die Plattform unterstützt Unternehmen dabei, Projekte, Ressourcen und Geschäftsprozesse zentral zu planen, zu steuern und mit lokalen KI-Funktionen effizienter zu gestalten. Mehr über Solid Hour

Wabeeo
Wabeeo, von Johannes Arnz in Köln gegründet, unterstützt die Sprachförderung von Kindern im Kita-Alltag. Das interaktive Sprachlernspiel kombiniert Wortkarten mit einer smarten Audiobox, um spielerisch den Wortschatz, Satzbau und alltägliche Abläufe zu vermitteln – ganz ohne Internetzugang. Mehr über Wabeeo

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln beleuchten wir das dynamische Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind die Bedingungen für Gründer:innen, welche Investitionen fließen in innovative Ideen und welche Startups setzen neue Impulse? Rund 800 Startups haben Köln bereits als ihren Standort gewählt – unterstützt von einer lebendigen Gründerszene, einer starken Investor:innen-Landschaft sowie zahlreichen Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents. Als zentrale Anlaufstelle für die Startup- und Innovationsszene stärkt die KölnBusiness Wirtschaftsförderung die Rahmenbedingungen für Gründer:innen, vernetzt sie mit Investor:innen und bietet gezielte Unterstützung. Diese Rubrik wird unterstützt von KölnBusiness. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): KI





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„Schnecke statt Unicorn“: Warum diese Gründer keinen VC wollten


Er will es langsam angehen lassen: Für das Startup Datasphere Analytics haben sich Lukas Haemisch und seine Mitgründer gegen VC-Millionen und für einen Angel-Investor entschieden.

Er will es langsam angehen lassen: Für das Startup Datasphere Analytics haben sich Lukas Haemisch und seine Mitgründer gegen VC-Millionen und für einen Angel-Investor entschieden.
Foto: Viktor Strasse; Einhorn und Schnecke: Generative Illustration: Dominik Schmitt / Gründerszene; Collage: Florence Bouchain für Gründerszene

Lukas Haemisch hatte erreicht, wovon viele Gründer träumen: Er hatte ein Data-Startup mit aufgebaut, dessen Verkauf an Thyssenkrupp begleitet und führte anschließend ein Team im Konzern. Doch statt Sicherheit wollte er wieder Freiheit. „In einem Konzern gibt es viele Interessen, viele Meinungen und viele Ziele“, sagt er. Gemeinsam mit seinen ehemaligen Kollegen Reiner Kurzhals und Patrick Petter gründete er deshalb 2025 Datasphere Analytics.

Die drei kannten sich bereits aus ihrem früheren Startup und verließen Thyssenkrupp gemeinsam. Mit Datasphere Analytics entwickeln sie heute eine KI-Software, die Materialpreise analysiert und Unternehmen bei ihren Einkaufsentscheidungen unterstützt.

Von Beginn an stand für die Gründer fest: Sie wollten ihr Unternehmen nicht nach den Regeln klassischer Venture-Capital-Finanzierungen aufbauen. „Unser ursprünglicher Plan war, zunächst eigenes Kapital zu investieren und zu schauen, wie sich das erste Jahr entwickelt“, sagt Haemisch.

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Business Angel hilft beim Netzwerk

Datasphere Analytics liefert KI-gestützte Analysen für Materialpreise. Dafür wertet die Software Nachrichtenmeldungen aus und leitet ab, wie sich bestimmte Rohstoffe entwickeln. Damit sollen Industrie-Unternehmen effizient ihre Einkäufe planen können. Vier Großkunden habe das Startup inzwischen, vom Dax-Konzern bis zum Mittelständler, sagt Haemisch.

Mit solchen Softwares kennen sich die Gründer aus, Kurzhals etwa ist Professor für Data Science an der FH Münster. Im Rohstoffmarkt sind sie allerdings neu. “Wenn man – wie wir – aus dem KI-Umfeld kommt und nicht direkt aus der Branche, muss man die Zielgruppe erst verstehen”, sagt Haemisch. “Man muss ihre Sprache lernen und ihre Herausforderungen kennen.”

Dafür haben sie einen Experten: Noch in der Gründungsphase lernten sie einen Manager aus der Energiebranche kennen. Er hatte Kontakte, Fachwissen – und ihm gefiel die Idee. Bald habe er ihnen eine niedrige siebenstellige Summe angeboten für den Einstieg als Mit-Gesellschafter, sagt Haemisch. “Darüber haben wir viele Gespräche geführt, bevor wir uns entschieden haben.”

Denn die Gründer wollten eigenständig bleiben, ihr Produkt entwickeln und eine Basis aufbauen. “Dann ist klar, wofür das Unternehmen steht”, sagt Haemisch. Das machten sie ihrem potenziellen Partner klar. Der war einverstanden: Er würde investieren, das Startup beraten, aber als Business Angel im Hintergrund bleiben und nicht öffentlich auftreten. Also vereinbarten sie den Deal und sammelten den Millionenbetrag ein – pünktlich zur Gründung.

“Unser Business Angel kennt den Markt, die Unternehmen und die Probleme der Branche sehr genau”, sagt Haemisch. “Dieses Wissen bringen wir direkt in unser Produkt ein, ohne selbst jahrelang in der Energiewirtschaft gearbeitet zu haben.”

Die persönliche Nähe des Partners habe sie überzeugt. “Wenn man sich einen engen Sparringspartner oder Mentor wünscht, der nah am Unternehmen ist, dann ist ein Business Angel aus meiner Sicht oft die bessere Wahl.”

Weniger KPI-Stress für den Team-Spirit

Deshalb pitchten die Gründer ihr Konzept nicht bei einem VC. “Viele Startups sprechen von der Rakete oder dem Unicorn. Der Unterschied zeigt sich im Alltag sehr deutlich. Wenn ein VC Millionen Euro in ein Startup investiert, müssen Gründer in kurzer Zeit bestimmte Wachstumsziele erreichen”, sagt Haemisch. “Das bedeutet oft, dass sie eine Heads-of-Ebene und Manager oder Vertriebsteams einstellen. Das Geld soll investiert werden – meist in Personal, Prozesse und Tools. Genau das machen wir nicht. Wir schauen uns jede Ausgabe sehr genau an.” Das Team von Datasphere bremst sich bewusst. “Unser Ziel war nie, möglichst schnell zu wachsen, sondern nachhaltig”, sagt Heamisch.

Ihr Motto: “Schnecke statt Unicorn”, sagt Haemisch. Es bedeute Autonomie, denn eine Schnecke “braucht niemanden, der ihr sagt, wie schnell sie zu sein hat”.

Datasphere Analytics stellt behutsam ein, hat mittlerweile vier Mitarbeitende und 20 Freelancerinnen und Freelancer in verschiedenen Ländern. “Sie erleben unsere Arbeitsweise, verstehen unsere Vision und entwickeln ein gemeinsames Verständnis für das Unternehmen”, sagt Haemisch. “Wenn ich dagegen innerhalb weniger Wochen viele Menschen einstelle, kann ich diesen Spirit nicht mehr in derselben Intensität vermitteln.”

Bei VCs “ist die Zusammenarbeit meist deutlich stärker KPI-getrieben. Dort gibt es klare Erwartungen, Zielvorgaben und regelmäßige Meilensteine, die erreicht werden müssen.”

Allerdings wollen die Macher von Datasphere Analytics ein führender Anbieter werden für agentische KI im Rohstoff-Einkauf. Auch ein VC-Investment könne sich das Team dafür vorstellen. “Wir diskutieren dieses Thema regelmäßig. Ich glaube sogar, dass es zu einem bestimmten Zeitpunkt notwendig sein wird – allein, um im internationalen Wettbewerb mithalten zu können”, sagt Haemisch. “Mit mehr Kapital könnten wir zusätzliche Zielgruppen erschließen, unser Produkt schneller weiterentwickeln oder früher international expandieren”, sagt Haemisch.

Diese Prozesse dauerten mit einem einizigen Business Angel länger. “Das nehmen wir bewusst in Kauf, weil unser Ziel nicht ein schneller Exit ist, sondern der nachhaltige Aufbau unseres Unternehmens.”

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So findet ihr den richtigen Business Angel

Hier verrät Haemisch, woran er und sein Team gemeinsam mit ihrem Business Angel erkannten, dass die Zusammenarbeit passt.

Wer sich für externes Kapital entscheidet, müsse Kompromisse eingehen. “Der Investor gehört dann zum Unternehmen und seine Interessen sind genauso relevant. Darüber sollte sich jeder Gründer bewusst sein, bevor er externe Geldgeber aufnimmt.” Ein Investment sei mehr als Angebot und Unterschrift. “Man diskutiert über Beteiligungshöhen, Gesellschaftsverträge, Visionen und die zukünftige Entwicklung des Unternehmens.”

Es gehe vor allem um die Frage: „Passt diese Person zu unserem Gründerteam? Passt sie zu unserer Unternehmenskultur? Teilt sie unsere Vision?“

Haemisch rät, möglichst viel Zeit mit einem potenziellen Business Angel zu verbringen – auch außerhalb von Meetingräumen. Wir waren gemeinsam Tennis oder Padel spielen, zusammen essen und auch mal auf ein Bier unterwegs”, sagt er. “Dabei geht es nicht in erster Linie um das Produkt oder das Investment, sondern um den Menschen. Wenn man gründet – besonders im Team –, dann ist das fast wie eine Ehe. Man muss wissen, wie die andere Person denkt und handelt.”

Setzt deshalb eure Sales-Brille ab, zeigt euch authentisch. “Am Ende holt man sich einen Mitgesellschafter oder Investor ins Unternehmen. Diese Person sollte auch in schwierigen Phasen hinter einem stehen. Wenn der menschliche Fit nicht stimmt, werden viele Situationen unnötig kompliziert.”

Er selbst habe diese Fragen geklärt:

  • Wie stark möchte sich der Investor tatsächlich einbringen?
  • Wie tickt er menschlich?
  • Welchem Führungsstil folgt er?
  • Welche Erfahrungen bringt er aus der Zusammenarbeit mit Teams mit?

Und Haemisch rät, die Unternehmen kennenzulernen, in die der Business Angel bereits investiert – sofern die Investorin oder der Investor das zulässt. “Sprecht mit den Gründern, lernt die Kultur kennen und verschafft euch möglichst viele Perspektiven.”

Denn “je besser ihr die Person kennt, desto besser könnt ihr einschätzen, ob eine langfristige Zusammenarbeit funktioniert”, sagt er.





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+++ Scopo +++ Hansmann Family Office +++ The Green Deal Show +++ Tractive +++ Venture Capital +++


#StartupTicker

+++ #StartupTicker +++ Startup der Woche: Scopo +++ Super Angel Hansi Hansmann richtet sich neu +++ The Green Deal Show: 18 Deals zum Auftakt +++ Tractive: Entlassungen nach dem Exit +++ Investment-Bilanz für den heißen Juni: 2,6 Milliarden Investments +++

+++ Scopo +++ Hansmann Family Office +++ The Green Deal Show +++ Tractive +++ Venture Capital +++

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Montag, 6. Juli).

#STARTUPLAND: NUR DER FRÜHE VOGEL SPART!

STARTUPLAND is where the future begings

+++ Schnell sein lohnt sich! Die Zahl der Super-Early-Bird-Tickets für unsere vierte STARTUPLAND Conference am 10. März 2027 in Köln (RheinEnergieStadion) ist begrenzt. Wer zuerst kommt, profitiert vom günstigsten Preis. Nutze diese Chance!

#STARTUPTICKER

Scopo
+++ Scopo ist unser Startup der Woche! Die Jungfirma Scopo aus Aachen, von Björn Lindner und Alessandra Lanza gegründet, möchte sich als KI für effizientere Produktionsprozesse etablieren. Zur Idee heißt es: „Our Operating System leverages smart devices to connect machine operators with specialized AI agents, receiving direct context about what is going on at the produciton line.“ Mehr neue Startup gibt’s in unserem Startup-Radar

Tipp: Im Startup-Radar-Newsletter, unserem Premium-Newsletter rund um neue Startups, stellen wir einmal in der Woche spannende neue Startups vor. Jetzt 30 Tage kostenlos testen!

Hansmann Family Office
+++ Mehr als ein Super Angel! Der österreichische Super Angel Johann „Hansi“ Hansmann richtet sich neu aus. Aus der bekannten Hans(wo)men Group wird das Hansmann Family Office. Neben Startup-Investments setzt Hansmann inzwischen verstärkt auf Venture-Fonds, profitable Unternehmen, Immobilien und philanthropische Projekte. Die Hans(wo)men Group bleibt als Gründer-Community bestehen. Hansmann investierte in den vergangenen Jahren unter anderem in Runtastic, mySugr, storebox, busuu und kaia health. (Linkedin, Trending Topics) Mehr über Hansi Hansmann

The Green Deal Show
+++ 18 Deals zum Auftakt! Die erste Staffel der neuen Startup-Show The Green Deal Show, bei der Gründer:innen auf reichweitenstarke Creator:innen treffen, ist beendet. Dabei pitchten SHIFT, Sirplus, fainin, OvulaRing, tip me, Moot, SOCHILI, Zircls, teethlovers, forpeople skincare, hey mela, Hülsenreich und becauseFUTURE vor wechselnden Creator-Jurys – darunter Marie Nasemann, Doktor Whatson und Alexander Prinz. Zehn der 13 teilnehmenden Startups sicherten sich mindestens eine Kooperation, insgesamt entstanden 18 Deals. Mit gleich drei vereinbarten Kooperationen war Leo Schley, auch bekannt als JustLeo, die engagierteste Creatorin der ersten Staffel. Das Zuschauervoting gewann das nachhaltige Elektronik-Startup SHIFT, das zusätzlich ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro erhielt. Mehr über The Green Deal Show

Tractive
+++ Das bekannte Muster! Beim österreichischen PetTech-Scaleup Tractive kommt es nach der Übernahme durch den italienischen Software-Konzern Bending Spoons zum erwarteten Stellenabbau. Wie ORF Oberösterreich berichtet, wurde den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bereits ein Abfindungspaket angeboten. Laut Trending Topics könnte sogar bis zur Hälfte der Belegschaft von den Einschnitten betroffen sein. Die Entwicklung überrascht kaum: Bending Spoons ist dafür bekannt, übernommene Unternehmen tiefgreifend umzustrukturieren. In Deutschland sorgte zuletzt bereits die Übernahme von Komoot für ähnliche Schlagzeilen. Die Nachricht überschattet einen der größten Startup-Exits der österreichischen Geschichte (900 Millionen US-Dollar) und zeigt einmal mehr, dass milliardenschwere Übernahmen nicht automatisch ein Happy End für die Belegschaft bedeuten. (ORF Oberösterreich, Trending Topics) Mehr über Tractive

Venture Capital
+++ Investment-Bilanz für den heißen Juni: Im vergangenen Monat zählten wir 13 zweistellige bzw. dreistellige Millioneninvestments bei denen rund 2,6 Milliarden Euro bewegt wurden. Darunter Neura Robotics, Stark, Isar Aerospace, Finn und Taktile. Mehr im Deal-Monitor

#JOBS

CHECK24
+++ Unser Job des Tages! CHECK24 sucht einen (Junior) Digital Product Manager (m/w/d) Mobilfunk. CHECK24 ist das Vergleichsportal: Wir sind Marktführer und dynamisches Startup in einem. In agilen Teams treffen wir schnelle Entscheidungen und leben flache Hierarchien.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen. Hier entlang zu unserer Jobbörse!

Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker



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Timing ist alles. Gebt nicht auf


#Interview

„Wir sind mit einer Überzeugung gestartet – und haben sie zur Realität gemacht“, sagt Lars Havighorst, Gründer von blue activity. Das Startup aus Heidelberg tritt an, um chemische Biozide in industriellen Kühlsystemen durch Mikroorganismen zu ersetzen.

„Timing ist alles. Gebt nicht auf“

Das Heidelberger CleanTech blue activity, 2021 von Lars Havighorst und Michael Simon gegründet, setzt auf die „nachhaltige Behandlung von Kühlwasser in industriellen Verdunstungskühlsystemen“. Das „Echtzeit-Monitoring-Dashboard“ des CleanTechs überwacht dabei „alle relevanten KPIs-Biofilm, Scaling, Korrosion und Füllstand“.

Wind Capital (Paris), Venture Stars (München) und Angel Invest (Berlin) investierten zuletzt 8,5 Millionen Euro in das Unternehmen, das 10 Mitarbeitende beschäftigt. Das frische Kapital soll dabei helfen, „die Produktentwicklung zu beschleunigen und die kommerziellen Aktivitäten in europäischen Industriemärkten auszubauen“. 

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Gründer Havighorst einmal ausführlich über den Stand der Dinge bei blue activity.

Wie würdest Du Deiner Großmutter blue activity erklären?
Große Fabriken benötigen riesige Mengen Wasser, um ihre Produktion zu kühlen. Damit dieses Wasser sauber bleibt, setzen Unternehmen traditionell auf giftige Chemikalien – die jedoch unser Wasser und die Natur schädigen. Das eigentliche Problem lösen sie dabei nicht, sondern schaffen neue: Sie belasten unsere Flüsse und Böden. Wir haben einen einzigartigen Weg gefunden, dasselbe mit winzig kleinen Mikroorganismen zu erledigen. Diese reinigen das Wasser ganz natürlich, ganz ohne gefährliche Stoffe. Das Ergebnis: Prozesse laufen effizienter – und nichts Schädliches gelangt mehr in unser Wasser.

War dies von Anfang an Euer Konzept,?
Unsere Kernvision war von Beginn an klar: chemische Biozide in industriellen Kühlsystemen durch Mikroorganismen zu ersetzen. Dieser Fokus hat uns geleitet und ist bis heute unser Antrieb. Natürlich haben wir das Produkt iterativ weiterentwickelt – aber an der grundlegenden Ausrichtung haben wir nie gezweifelt.

Wie hat sich blue activity seit der Gründung entwickelt?
Seit unserer Gründung 2021 – damals zu zweit – sind wir heute ein Team von zehn Personen. Der Umsatz ist von 60.000 Euro im ersten Jahr auf einen siebenstelligen Umsatz gewachsen, und wir konnten eine stetig steigende Kundenbasis von unserer Lösung überzeugen. Zahlen, auf die wir stolz sind – und die zeigen, dass der Markt bereit ist.

Zuletzt konntet Ihr 8,5 Millionen einsammeln. Wie seid Ihr mit Euren Investor:innen in Kontakt gekommen?
Wir haben von Anfang an aktiv das Gespräch gesucht: Investoren direkt angesprochen, die Idee klar und überzeugend präsentiert – und auf die Kraft unserer Technologie vertraut. Die Resonanz hat uns bestätigt, dass wir zur richtigen Zeit mit dem richtigen Ansatz am Markt sind.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist seit der Gründung so richtig schief gegangen?
Wir haben in einer frühen Phase das Wachstum schneller vorangetrieben, als es die Produktreife zuließ. Die notwendigen Anpassungen haben mehr Zeit in Anspruch genommen als geplant, was uns vorübergehend ausgebremst hat. Rückblickend eine wichtige Erkenntnis: Skalierung muss mit Produktreife und Teamaufbau im Einklang stehen.

Und wo hat Ihr bisher alles richtig gemacht? 
Wir sind mit einer Überzeugung gestartet – und haben sie zur Realität gemacht. Dass unsere Technologie nach fünf Jahren vom VDI als zukunftsweisend anerkannt wurde, ist für uns eine besondere Bestätigung. Vor allem aber: Wir haben unseren Kunden echten Mehrwert geliefert und langfristige Partnerschaften aufgebaut.

Welchen generellen Tipp gibst Du anderen Gründer:innen mit auf den Weg?
Prüft eure Idee kontinuierlich und kritisch – nicht nur auf ihre technische Machbarkeit, sondern auch darauf, ob der Markt gerade bereit dafür ist. Timing ist alles. Und dann: Gebt nicht auf. Der Weg wird nicht linear sein – er verläuft in Wellen. Wer das akzeptiert und dennoch konsequent vorangeht, hat die besten Chancen.

Wo steht blue activity Startup in einem Jahr?
Wir planen, unseren Umsatz auf 3 Millionen Euro zu steigern und das Team auf 13 bis 15 Personen auszubauen. Wir stehen vor einer spannenden Wachstumsphase – mit solidem Fundament und klarem Kurs.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): blue activity



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