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KI-generierter Spot: Rysm und Drees & Sommer trommeln mit schwebenden Möbeln für Nachhaltigkeit


In der Vision von Drees & Sommer fügen sich Gebäude so nahtlos in die Umwelt ein, dass man sie gar nicht mehr wahrnimmt.

Dass sich Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit in der Immobilienbranche nicht ausschließen müssen, möchten das Beratungsunternehmen Drees & Sommer und die Agentur Rysm in einer neuen Kampagne zeigen. Der KI-generierte Spot zeigt eine Welt, in der sich Gebäude so gut in die Natur integrieren, dass sie buchstäblich verschwinden.

Das Beratungsunternehmen Drees & Sommer, das sich auf die Bereiche Real Estate, Infrastruktur und Industrie fokussiert, hat sich zum Ziel gesetzt, nachhaltige Lösungen für die Bau- und Immobilienbranche zu entwicklen. Um zu zeigen, dass sie auch in Zeiten in denen Nachhaltigkeit oft zur Nebensache wird zu diesem Anspruch stehen, haben sie mit der Kommunikationsagentur Rysm den Kampagnenspot „Unsichtbar für die Natur“ gestartet.

Um den Anspruch zu verdeutlichen, ein harmonisches Zusammenleben zwischen Mensch und Natur zu ermöglichen, setzt Drees & Sommer auf zunächst verwirrend wirkende Motive: In dem Spot schweben Badewannen, Sofas, aber auch ganze Schwimmbecken oder ICEs mitten in der Luft. Der Gedanke dahinter: In einer klimaneutralen Utopie sollen sich Gebäude und Infrastruktur so nahtlos in die Umwelt einfügen, dass sie buchstäblich unsichtbar werden. Die verschiedenen Szenen des Spots sollen die drei Sparten von Drees & Sommer – Immobilien, Infrastruktur und Industrie – repräsentieren. „Normalerweise zeigt man in der Werbung das Produkt“, kommentiert Sebastian Stelzer, Managing Director Kreation von Rysm. „Wir machen es andersrum: Wir zeigen die Gebäude nicht und machen genau dadurch klar, was sie ermöglichen. Eine klimaneutrale Zukunft.“

Der Film ist der erste vollständig mit KI kreierte Spot von Drees & Sommer: Die Szenen, Protagonisten und auch die Hintergrundmusik wurden mit künstlicher Intelligenz generiert. Für Tim Hartwig, Managing Director von Rysm, passt der Einsatz von KI zur Botschaft der Kampagne: „Wahrer Fortschritt im Gebäudesektor bedeutet nicht höher, schneller, weiter, sondern mehr Intelligenz im Hintergrund. Systeme, die wirken, ohne zu dominieren.“ Sandra Brand, CMO der Drees & Sommer SE, die den Film initiiert hat, ergänzt, der KI-Film sei „der Beweis unseres Selbstverständnisses als Digitalisierungstreiber. In der Kommunikation genauso wie in unseren Kundenprojekten.“

Umfirmierung

Aus Ressourcenmangel wird Rysm

Die Agenturgruppe Ressourcenmangel gibt sich einen neuen Namen. Über 20 Jahre nach dem Start der Keimzelle in Frankfurt an der Oder haben sich die beiden Gründer Benjamin Minack und Andreas Nickel für ein anderes Branding entschieden

Neben der Kommunikationsagentur Rysm war auch Produktionsfirma E+P Films an der Umsetzung des Spots beteiligt. Regie führte Florian Meimberg. Der Spot soll jedoch bloß den Auftakt einer längerfristig angelegten Kampagne bilden. Geplant sind für die Zukunft auch Online-Formate, Events und Best-Practice-Beispiele für nachhaltige Innovation im Bau- und Immobiliensektor.



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OpenAI bestätigt: GPT-5.6 Sol Ultra kommt zu Codex


OpenAIs populärer Agent Codex wird Support von GPT-5.6 Sol Ultra und damit vom bisher leistungsstärksten Modell des Unternehmens erhalten. Der Roll-out der Modellreihe steht an.

Ende Juni kündigte OpenAI den Roll-out des lange erwarteten neuen Modells GPT-5.6 an. Tatsächlich wurde sogar eine ganz neue Modellreihe vorgestellt, mit Sol, Terra und Luna.


GPT-5.6 ist da
– doch OpenAI, Anthropic und Google stehen vor großen Herausforderungen

KI Apps auf einem Smartphone
© Solen Feyissa – Unsplash

GPT‑5.6 Sol gilt dabei als Flaggschiffmodell und ist das bisher leistungsstärkste Modell von OpenAI überhaupt. Und es erhält den „bisher robustesten Sicherheitsstack“ aller Modelle. Zunächst wurde GPT-5.6 nur für ausgewählte vertrauenswürdige Personen ausgerollt. Dieser fragmentierte Roll-out ist das Produkt einer Abstimmung mit der US-Regierung, bei der eine freiwillige Sicherheitskontrolle neuer Modelle in enger Kooperation mit der US-Regierung umgesetzt wurde. Die US-Regierung um Donald Trump hat per Präsidialerlass eine freiwillige staatliche Kontrolle für KI-Anbieter:innen eingeführt, die de facto zu einem Prüfinstrument werden könnte, das bestimmte Gruppen aktiv von der Nutzung ausschließt. Die missliche Lage der KI-Unternehmen lässt sich an OpenAIs Text im Blog Post ablesen: 

„[…] We don’t believe this kind of government access process should become the long-term default. It keeps the best tools from users, developers, enterprises, cyber defenders, and global partners who need them. We are taking this short-term step because we believe it is the strongest path to broader availability in the coming weeks, while we work with the Administration to develop the cyber Executive Order framework and a repeatable process for future model releases.“

In der nahen Zukunft nun soll GPT-5.6 schrittweise in ChatGPT, Codex und der API für weitere Nutzer:innen verfügbar sein. Viele Beobachter:innen rechnen schon diese Woche mit einem umfassenden Roll-out. Erste Developer haben GPT-5.6 Sol schon im Codex Interface entdeckt.

Derweil soll der Coding Agent Codex nicht nur die Sol-Variante, sondern gar die Version GPT-5.6 Sol Ultra als Support erhalten. Das bestätigte OpenAIs Codex Engineering Lead Thibault Sottiaux auf X.

Der Ultra-Modus kann selbst einzelne Unter-Agents einsetzen, um komplexe Aufgaben zu bewältigen. So wird er in der Performance in Kombination mit einem Modell wie GPT-5.6 Sol noch effektiver als andere Modelle. OpenAI erklärt:

Für Coding-Workflows erreicht GPT‑5.6 Sol einen neuen Spitzenwert bei Terminal‑Bench 2.1, das Kommandozeilen-Workflows testet, die Planung, Iteration und Tool-Koordination erfordern.

Die Sol Ultra-Variante erzielte einen noch besseren Wert.

Top-Werte für GPT-5.6 Sol und GPT-5.6 Sol Ultra bei TerminalBench 2.1, © OpenAI
Top-Werte für GPT-5.6 Sol und GPT-5.6 Sol Ultra bei TerminalBench 2.1, © OpenAI

OpenAIs Codex wird inzwischen von Millionen Menschen pro Woche genutzt und könnte bald sogar dedizierte Hardware von OpenAI erhalten.


OpenAI bringt erste Codex Hardware

Symbolbild mit mehrfach dargestellten „AI“-Schriftzügen auf gelbem Hintergrund. Der Artikel behandelt OpenAIs neue Codex-Hardware und Europas Versuch, Anthropic als KI-Unternehmen für den Standort Europa zu gewinnen.
© Steve A Johnson – Unsplash

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Wenn KI gefährlich wird: FLARE-AI will erstmals Alarm schlagen



GPT-5.6 ist da
– doch OpenAI, Anthropic und Google stehen vor großen Herausforderungen


FLARE-AI soll zum gemeinsamen Meldesystem für KI-Sicherheitsvorfälle werden

Die Open-Source-Plattform FLARE-AI soll Berichte über problematisches Verhalten von KI-Systemen an einer zentralen Stelle bündeln und den Austausch zwischen Unternehmen, Forschung und Sicherheitsorganisationen erleichtern. Für Mitinitiator Avijit Ghosh greift der heutige Umgang mit KI-Vorfällen zu kurz. Während zuletzt vor allem Sicherheitslücken und Cybersecurity-Risiken – etwa rund um die eingeschränkte Freigabe der Claude-Modelle von Anthropic – die Schlagzeilen bestimmten, blieben andere Risiken moderner KI häufig unbeachtet, erklärt der KI-Policy-Forscher bei Hugging Face gegenüber WIRED. Dazu zählten psychologische Schäden, Diskriminierung, Bias und Desinformation. Weil Unternehmen solche Vorfälle nach unterschiedlichen Standards bewerteten und dokumentierten, würden viele Probleme weder systematisch erfasst noch öffentlich bekannt.

In the absence of a coordinated disclosure system, there are no external mechanisms to enforce transparency,

so Ghosh. Nutzer:innen können über FLARE-AI beispielsweise Fälle melden, in denen KI-Modelle personenbezogene Daten preisgeben, Malware oder Bombenbauanleitungen generieren, Schutzmechanismen umgehen oder andere sicherheitsrelevante beziehungsweise gesellschaftliche Schäden verursachen. Nach dem FLARE-AI Framework werden die Meldungen in einem standardisierten, maschinenlesbaren Format erfasst und validiert. Anschließend können sie an Modellanbieter:innen, Incident-Datenbanken oder Sicherheitsorganisationen weitergeleitet werden. Dadurch sollen Vorfälle organisationsübergreifend vergleichbar und nachvollziehbar werden.

Neben Avijit Ghosh zählen auch Elaine Zhu und Shayne Longpre zu den Initiator:innen von FLARE-AI. Gemeinsam mit 49 weiteren Expert:innen aus 32 Organisationen entwickelten sie die Plattform. Für die Entwicklung analysierte das Forschungs-Team bestehende Meldeprozesse von KI-Unternehmen, CERT-Organisationen und Incident Registries. Daraus entstand ein gemeinsames, interoperables Verfahren. Zu den beteiligten Partner:innen und Berater:innen zählen unter anderem MITRE, die AI Incident Database (AIID), das CERT Coordination Center, Hugging Face sowie die Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD).

Forschung und Politik fordern mehr Transparenz bei KI

Die Forderung nach mehr Transparenz und standardisierten Meldeverfahren wird auch von der internationalen Forschung gestützt. Der International AI Safety Report 2026 erschien Anfang Februar unter Leitung des KI-Forschers Yoshua Bengio. Er bündelt den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zu den Fähigkeiten und Risiken moderner KI-Systeme. Mehr als 100 unabhängige Expert:innen, benannt von 29 Staaten sowie der UN, OECD und EU, wirkten an dem Bericht mit. Die Autor:innen sehen mehr Transparenz, eine systematischere Erfassung von KI-Vorfällen und einen stärkeren Austausch zwischen Forschung, Unternehmen und Regulierungsbehörden als zentrale Voraussetzungen für einen sicheren Einsatz leistungsfähiger KI.

Der Handlungsdruck wächst vor allem deshalb, weil moderne KI-Systeme immer leistungsfähiger und autonomer werden. Modelle lösen inzwischen Aufgaben auf dem Niveau einer Goldmedaille bei der Internationalen Mathematik-Olympiade, schreiben eigenständig Code oder übernehmen als KI-Agents komplette Arbeitsabläufe. Gleichzeitig steigt das Schadenspotenzial. Agentische Systeme recherchieren selbstständig im Web, bedienen Browser oder greifen auf externe Anwendungen zu. Fehler, Jailbreaks oder manipulierte Eingaben können dadurch weitreichendere Folgen haben als fehlerhafte Chatbot-Antworten.

Dass diese Risiken längst keine theoretischen Szenarien mehr sind, zeigen mehrere Vorfälle der vergangenen Monate. Sicherheitsforscher:innen von LayerX demonstrierten kürzlich, wie sich KI-Browser wie OpenAIs Atlas oder Perplexitys Comet durch manipulierte Prompts dazu bringen ließen, ihre eigenen Schutzmechanismen zu umgehen. Im April zeigte der Sicherheitsforscher Johann Rehberger, wie sich Claude mithilfe präparierter Bilder zur Preisgabe personenbezogener Informationen verleiten ließ. OpenAI musste Ende April 2025 ein kurz zuvor ausgerolltes GPT-4o Update in ChatGPT zurückziehen, nachdem das Modell durch sogenanntes Sycophancy-Verhalten Nutzer:innen übermäßig bestätigte und dadurch unkritisches Bestärken problematischer Annahmen begünstigte. Als Ursache nannte das Unternehmen eine zu starke Gewichtung kurzfristigen Nutzer:innen-Feedbacks bei der Optimierung des Modells.

Auch der US-Kongress treibt die Standardisierung von KI-Vorfallsmeldungen inzwischen voran. Die FLARE-AI-Initiator:innen wirkten nach eigenen Angaben an einem im Juni 2026 vorgestellten Gesetzentwurf des US-Kongresses mit. Dieser sieht vor, das National Institute of Standards and Technology (NIST) mit der Entwicklung eines nationalen Standards für KI-Fehlermeldungen und einer zentralen Vorfallsdatenbank zu beauftragen. Damit würde Incident Reporting für KI erstmals institutionell verankert. Wird der Gesetzentwurf verabschiedet, könnte FLARE-AI zu einem wichtigen Baustein künftiger Melde- und Transparenzstandards für KI werden. Ob aber die großen Tech-Unternehmen auf die Meldefälle reagieren und mehr Sicherheitskonzepte für die einträglichen KI-Systeme, -Modelle und -Tools entwickeln werden, steht auf einem anderen Blatt.


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Werbevermarktung: Aldi plant mit Retail Media


Bisher zeigt Aldi Süd in Deutschland an den Filialen nur Eigenwerbung.

Bei Aldi Süd bahnt sich eine Strategiewende an: Der Discounter baut in der internationalen Zentrale eine Abteilung auf, die sich um das Retail-Media-Geschäft kümmern soll.

Öffentlich tut Aldi Süd Loyalty-Programme und Retail Media gerne als „Chi-Chi“ ab. Zuletzt bei Aldi Suisse, dessen Chef Jerome Meyer betonte

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