Künstliche Intelligenz
AirPods Max 2: Richtiges Chip-Update für Apples Over-Ears
Überraschungs-Nachfolger für Apples AirPods Max zum Wochenbeginn. Die Over-Ears kommen noch Anfang April in ihrer zweiten Generation in den Handel, wie der Hersteller am Montag mitteilte. Äußerlich sind die AirPods Max 2 praktisch nicht vom Vorgänger zu unterscheiden, selbst die Farbauswahl ändert sich nicht. Zentrale Neuerung ist dafür Apples H2-Chip, der bereits seit weit über drei Jahren in den AirPods Pro steckt; die Vorgängermodelle des Max 2 verharren auf dem H1.
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Viele für die Max-Reihe neue Funktionen
Damit erlernen die AirPods Max mehrere von Apples Pro-In-Ears bekannte Funktionen: Die Max 2 unterstützen erstmals den adaptiven Modus, der einen automatisierten Mittelweg aus aktiver Geräuschunterdrückung und Transparenzmodus bietet und den Nutzer so nicht komplett akustisch von der Außenwelt abschirmt. Neu sind außerdem die Stimmisolation, die Hintergrundgeräusche bei Telefonaten oft komplett herausfiltert, sowie die Konversationserkennung. Letztere dreht die Musik leise, wenn der Träger plötzlich zu sprechen beginnt – das passiert allerdings auch beim schamlosen Mitsingen, solange man die Funktion nicht abschaltet.
Ähnlich wie bei den AirPods Pro verspricht Apple bei den Max 2 zudem eine höhere Audioqualität bei Sprach- und Gesangsaufnahmen mit den integrierten Mikrofonen. Neu ist die optionale, personalisierte Regelung der Lautstärke sowie eine inzwischen automatisch aktive Schutzfunktion vor Umgebungslärm.
Zu den weiteren Funktionsneuerungen zählt, dass die Max 2 als Fernbedienung für die iPhone-Kamera dienen sowie Unterstützung für die Live-Übersetzung – im Zusammenspiel mit iPhones, auf denen Apple Intelligence läuft. Auf vorgelesene Mitteilungen lässt sich durch Kopfbewegungen reagieren, auch diese Funktion ist bereits auf den AirPods Pro (ab Generation 2) zu finden.
AirPods Max 2: Preise und Verfügbarkeit
Apple verspricht für die AirPods Max 2 obendrein eine „verbesserte Klangqualität“, und der H2-Chip soll die aktive Geräuschunterdrückung (ANC) effektiver arbeiten lassen. Die Over-Ears mit USB-C lassen sich auch verkabelt betreiben und unterstützen so verlustfreies Audio mit 24 Bit und 48 kHz – mit geringer Latenz.
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Die Max 2 kosten bei Apple 580 Euro und sind ab dem 25. März vorbestellbar, die Auslieferung folgt ab Anfang April.
Update
16.03.2026,
17:49
Uhr
In der Meldung stand irrtümlich, der Verkaufsstart sei am 25. März – das ist allerdings nur der Beginn der Vorbestellung. In den Handel kommen die AirPods Max 2 laut Apple erst Anfang April. Die entsprechenden Textpassagen haben wir korrigiert.
Die Farbauswahl bleibt bei Mitternacht, Polarstern, Orange, Violett und Blau. Im Handel liegt der Preis für die Ende 2024 noch schnell auf USB-C umgesattelten Vorgänger etwas über 450 Euro.
(lbe)
Künstliche Intelligenz
Justizminister: Großer Lauschangriff gegen Sabotage an kritischer Infrastruktur
Auf ihrer Frühjahrstagung in Hamburg hat die Justizministerkonferenz Ende vergangener Woche weitreichende Beschlüsse gefasst, um auf aktuelle gesellschaftliche und technologische Bedrohungen zu reagieren. Im Zentrum der Beratungen stand der Schutz kritischer Infrastrukturen vor extremistischen Angriffen. Angesichts einer veränderten Sicherheitslage und konspirativer Vorgehensweisen von Tätern fordern die Minister von Bund und Ländern eine deutliche Verschärfung des Strafrechts sowie erweiterte Befugnisse für die Ermittlungsbehörden.
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Die von Bayern, Berlin, Baden-Württemberg und Niedersachsen eingebrachte Initiative nimmt jüngste Sabotageakte in den Fokus. Vorfälle in diesen Ländern wie Anschläge auf Umspannwerke zeigten, wie gravierend die Auswirkungen auf die Energie-, Digital- oder Verkehrs-Infrastruktur sein könnten. Die Konferenz macht sich nun dafür stark, den Strafrahmen für die verfassungsfeindliche Sabotage gemäß Paragraph 88 des Strafgesetzbuches (StGB) von fünf auf zehn Jahre zu verdoppeln. Sie fordert noch schärfere Strafen, wenn Angriffe den Tod von Menschen oder eine Gefährdung einer großen Personenzahl nach sich ziehen.
Um das oft konspirative Vorgehen von Saboteuren frühzeitig aufzudecken, plädieren die Minister bei schweren Taten wie Brandstiftung oder der Störung öffentlicher Betriebe für den Einsatz tiefgreifender Ermittlungsbefugnisse wie der akustischen Wohnraumüberwachung. Solche großen Lauschangriffe dürfen prinzipiell nur unter strengen verfassungsrechtlichen Vorgaben erfolgen. An Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) ging die Bitte, einschlägige Reformen zu prüfen.
Digitale Gewalt und Jugendschutz im Netz
Daneben stand die Sicherheit im digitalen Raum im Fokus der Hamburger Agenda. Ein Beschluss betrifft die zivilrechtliche Verantwortung von Betreibern großer sozialer Netzwerke. Da digitale Gewalt und sexualisierte Deepfakes zum Alltag gehörten, fordern die Minister eine Verschärfung europäischer Regeln. Sie drängen darauf, die Haftungsbefreiung im Digital Services Act (DSA) der EU einzuschränken. Die Betreiber von TikTok, Instagram, Facebook, X & Co. sollen verpflichtet werden, Inhalte eigenverantwortlich auf offenkundige Rechtsverstöße zu prüfen und bei Verletzung von Löschpflichten direkt neben den Tätern zu haften.
Die Konferenz hat sich auch mit dem Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet beschäftigt. Die Justizminister sehen dringenden Prüfbedarf: Sie halten das geltende Strafrecht für unzureichend, um Minderjährige vor gezielter Manipulation zu schützen, die auf Selbsttötung oder erhebliche Selbstverletzung abzielt.
Phänomene, bei denen Täter im digitalen Raum gezielt Vertrauen erschleichen und moralische Hemmschwellen verschieben, lassen sich bisher kaum erfassen. Hubig soll daher die Einführung eines eigenständigen Straftatbestands ausloten, der solches gezieltes Verleiten zur Selbstschädigung umfassend unter Strafe stellt. Sämtliche Beschlüsse haben die Ressortleiter auch zur weiteren Abstimmung an die Konferenzen der Regierungschefs sowie der Digitalminister der Länder übermittelt.
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(wpl)
Künstliche Intelligenz
Microsoft Build 2026 Entwicklerkonferenz: Agenten und andere Ankündigungen
Wenn Microsoft seine jährliche Build-Konferenz abhält, sind in erster Linie Entwickler angesprochen. Sich die Keynote anzuschauen, also die Eröffnungsshow, kann aber auch spannend sein, wenn man nicht viel mit Coding am Hut hat. Denn sie vermittelt einen guten Eindruck davon, wie Microsoft sich die nahe Zukunft in seinem eigenen Kosmos vorstellt – und was der Markt verlangt, oder eher: Microsofts Annahme, was der Markt verlangt.
Dieses Mal war die Show mit rund zweieinhalb Stunden von der längeren Sorte und dazu schnell getaktet, und so gab es einen ganzen Berg von Ankündigungen. Vorrangig ging es um die Weiterentwicklung bestehender Tools, insbesondere solcher, die irgendwas mit KI und KI-Agenten zu tun haben. Hinzu kamen einige Versprechungen und Ankündigungen ohne konkreten Termin. Doch der Reihe nach.
Entwicklertools
Das Intelligent Terminal ist ein Fork des regulären Windows-Terminal und bietet eine Schnittstelle, um ACP-konforme (Agent Communication Protocol) Agenten direkt ins Terminal einzubinden. Anders gesagt: nicht mehr die KI nach Lösungen fragen und die Ergebnisse manuell anwenden, sondern dem Terminal sagen, was es machen soll und die gefundenen Lösungswege bestätigen. Das Intelligent Terminal befindet sich im Vorschaustadium und ist im Microsoft Store zu haben.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Microsoft Build 2026 Entwicklerkonferenz: Agenten und andere Ankündigungen“.
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Künstliche Intelligenz
Nothing-CEO: Der beste Zeitpunkt, ein Handy zu kaufen, war gestern
Carl Pei, Mitgründer von OnePlus und Nothing, hat sich auf X zu den steigenden Smartphone-Preisen inmitten der Speicherkrise geäußert. Seinen Aussagen zufolge „war gestern der beste Zeitpunkt, sich ein neues Gerät zuzulegen.
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Speicher ist mittlerweile teuerste Komponente
„Der zweitbeste Zeitpunkt ist jetzt“, ergänzt Pei. „In diesem Jahr wird es nicht die gewohnten Rabatte geben.“ Speicher sei mittlerweile die teuerste Komponente in einem Smartphone sei. „Er ist teurer als der Prozessor, teurer als das Display und kann mehr als 50 Prozent der gesamten Hardwarekosten ausmachen.“
Als Rechenbeispiel führt er das Phone (4a) heran. Bei diesem Mittelklasse-Smartphone hätten sich die Speicherkosten zwischen Produktionsreife und Markteinführung verdoppelt – und danach ein weiteres Mal. Die Preise steigen schneller als vorhergesagt, so der Nothing-Chef.
Anfang des Jahres sagte Pei, der KI-Boom habe die Nachfrage grundlegend verändert: Der gleiche Speicher, der in Smartphones verwendet werde, komme nun auch in KI-Rechenzentren zum Einsatz. Damit stünden zum ersten Mal „Smartphones in direktem Wettbewerb mit der KI-Infrastruktur, was zu einem starken Anstieg der Speicherpreise führt“, erklärt Pei weiter.
Pei erwartet, dass die Preise für Smartphones bis ins nächste Jahr hinein weiter steigen: „Seit Februar kommen neue Smartphones auf den Markt, die bis zu 100 Dollar teurer sind als ihre Vorgängermodelle. In Indien haben Smartphones über 30.000 Rupien (circa 270 Euro) Preissprünge von 7000 Rupien (etwa 62 Euro) oder mehr verzeichnet.“
Massive Preiserhöhungen
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Nothing ist nur eines der Unternehmen, die in einer schwierigen Phase stecken. Auch große Smartphone-Hersteller wie Apple, Samsung und Xiaomi dürften langfristig Anpassungen vornehmen. Dass sich die Speicherkrise länger hinziehen dürfte, sagte auch Xiaomi-CEO Lei Jun in einem Beitrag, wie das in Beijing verortete Portal Pandaily schreibt: Der Xiaomi-Chef bezeichnete die aktuelle Entwicklung der Speicherpreise als „verrückt“ und warnte davor, dass die Preise in den nächsten zwei Jahren voraussichtlich weiter steigen werden. Auch er riet Verbrauchern, die ein neues Smartphone kaufen wollen, „lieber früher als später zuzuschlagen“.
Ähnlich düster sieht es bei PC-Herstellern und in weiteren Industriezweigen aus: So erhöhte Sony etwa den Preis für Playstation 5 bereits zum dritten Mal, Nintendos Switch 2 kostet bald über 500 Euro und Valve verlangt für das Steam Deck OLED statt 570 fortan 780 Euro. Aufgrund der Krise hat Valve auch noch keine Preise für die Steam Machine und den Steam Frame veröffentlicht, obwohl die Produkte im Laufe des Sommers erscheinen sollen.
(afl)
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