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NEU: Imaginary Friends Character Lab – Midjourney Webinar › PAGE online


Eigene Charaktere statt generischer KI-Bilder: In der zweitägigen Masterclass „Imaginary Friends – Character Lab“ zeigt Jeannette Bergen, wie mit Midjourney unverwechselbare Figuren, konsistente Bildwelten und kurze Animationen entstehen. Für Kreative, die KI-Bildgestaltung professionell einsetzen möchten.

Midjourney Webinar mit Jeannette Bergen

Generative KI verändert, wie visuelle Welten entstehen – und wer sie erschafft. Die Frage ist nicht mehr, ob KI im kreativen Prozess eine Rolle spielt, sondern wie man sie so einsetzt, dass echte Bildsprache entsteht statt austauschbarer Prompts.

Im Character Lab zeigt Jeannette Bergen, wie sich mit Midjourney eigenständige Charaktere und visuelle Szenarien entwickeln lassen – von der ersten Idee bis zum fertigen Bild mit Varianten und kurzer Animation. Dabei geht es nicht um Technik um der Technik willen, sondern um Haltung: Was macht einen Charakter unverwechselbar? Wie entsteht ein visueller Stil, der trägt?

Agenda: Vom Character-Konzept zum fertigen Bild

TAG 1 führt vom Interface-Überblick über Prompt-Aufbau und Image-Referenzen bis zur fertigen Kreatur mit mehreren Varianten – inklusive Stiltransfer und Iterationsphase. Am Ende des ersten Tages hat jede teilnehmende Person einen ausgearbeiteten Charakter in der Hand.

TAG 2 geht tiefer: Finetuning, Composing, Kombination von KI-Figur und Fotografie sowie die Entwicklung von Varianten für kleine Bildgeschichten. Abschluss ist eine kurze Bildsequenz als Bewegtbild.

  • WANN? 28. & 29. Juli 2026 (Tag 1: 9.00 – 12.30 Uhr, Tag 2: 9.00 – 13.30 Uhr) Keine Zeit? Wir wiederholen den Kurs am 27. & 28. Oktober 2026.
  • FÜR WEN? Die Masterclass richtet sich an Kreative, Art Directors, Designer:innen und alle, die KI-Bildgestaltung nicht nur ausprobieren, sondern wirklich verstehen und in ihre Arbeit integrieren wollen.
  • HOW MUCH? In der Teilnahmegebühr in Höhe von 860 Euro (zzgl. gesetzlicher MwSt.) sind Handouts zur persönlichen Nachbereitung enthalten. Jeder Teil der Masterclass enthält einen interaktiven Übungsblock und Zeit für Fragen, daher ist die Masterclass ist auf 20 Personen begrenzt – also am besten schnell anmelden!
  • WHY? Jeannette Bergen bringt beides mit: handwerkliche Tiefe aus zwei Jahrzehnten als Creative Director und den unverstellten Blick einer Pionierin, die KI-Bildgestaltung von Anfang an mitgeprägt hat.

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Das ist unsere Referentin Jeannette Bergen

Forbes Magazine und Leonardo.ai zählten Jeannette Bergen 2025 zu den Top 50 Frauen weltweit in KI-Design und Kreativität. Die Hamburger Freelance Creative Director und AI Artist bringt über 25 Jahre Erfahrung in der Markenkommunikation mit – gestartet bei Springer & Jacoby in Hamburg und Amsterdam, ausgezeichnet mit mehr als 50 nationalen und internationalen Awards. Heute verbindet sie klassische Creative Direction mit KI-gestützter Bildgestaltung und hat damit Kampagnen für Marken wie Betty Barclay, Calida, Cazal und Meissen umgesetzt.

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Melitta Filterkaffee im neuen Look – Design Tagebuch


Die Kaffeemarke Melitta führt derzeit ein neues Verpackungsdesign ein. Kommuniziert wurde die aktuelle Umstellung seitens des Herstellers bislang nicht.

Melitta wurde 1908 von Amalie Auguste Melitta Bentz in Dresden gegründet. Bekannt ist die Marke vor allem für die Erfindung des Papierkaffeefilters. Das Unternehmen befindet sich bis heute im Familienbesitz und wird in der vierten Generation geführt; Hauptsitz ist Minden. Die Produktpalette umfasst Kaffeefilter, Kaffeemaschinen, Kaffeebohnen sowie Haushaltsprodukte.

2025 erzielte die Melitta Gruppe einen Umsatz von rund 2,53 Milliarden Euro. Seit Sommer 2025 ist Melitta offizieller Kaffeepartner von Real Madrid; ein umfangreiches Marketing- und Kommunikationspaket soll die globale Markenbekanntheit stärken.

Ende letzten Jahres hatten die Packungen des Melitta Barista-Sortiments parallel zur Range-Erweiterung bereits ein neues Design erhalten. Nun bekommen weitere Produkte des Filterkaffee-Sortiments ein Refresh, darunter Melitta Auslese klassisch, Melitta Auslese klassisch-mild und Melitta Harmonie mild.

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Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.



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UX/UI & Webdesign

Ein Zeichen für die Kreislaufwirtschaft: Das neue „Reuse“-Symbol soll Wiederverwendung sichtbar machen – Design Tagebuch


Die Kreislaufwirtschaft hat ein neues visuelles Erkennungszeichen. Mit dem weltweit eingeführten „Reuse“-Symbol präsentiert die Organisation PR3 (The Global Alliance to Advance Reuse) erstmals ein universelles Kennzeichen für wiederverwendbare Verpackungen und die dazugehörigen Rückgabe- und Reinigungssysteme. Ziel ist es, Wiederverwendung auf einen Blick erkennbar zu machen und von Recycling klar abzugrenzen.

Aus gestalterischer Sicht schließt das Reuse-Symbol (ausgesprochen „re-use“) eine Lücke. Während das bekannte Recyclingsymbol mit seinen drei im Kreis angeordneten Pfeilen seit Jahrzehnten für stoffliche Verwertung und Recycling steht, fehlte bislang eine international verständliche Kennzeichnung für Wiederverwendung und Mehrwegsysteme. Das neue Zeichen wurde in einem globalen Designwettbewerb entwickelt und anschließend in internationalen Nutzertests evaluiert.

Die Einführung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Wiederverwendung zunehmend an Bedeutung gewinnt. Bereits 2025 forderten Organisationen aus der Reuse-Branche ein verbindliches, rechtssicheres Reuse-Symbol für Europa. Ihr Anliegen: Nur tatsächlich in Mehrwegsystemen zirkulierende Verpackungen sollen entsprechend gekennzeichnet werden, um Greenwashing zu verhindern.

ReUse Symbol – Social Post Image

Dass Wiederverwendung inzwischen weit über klassische Getränkeflaschen hinausgeht, zeigen aktuelle Beispiele. In Freiburg demonstrieren automatisierte Rücknahmeautomaten für Mehrwegbecher, wie Reuse-Systeme in den urbanen Alltag integriert werden können. Die Rückgabe wird damit ähnlich einfach wie etablierte Pfandsysteme.

Auch außerhalb der Verpackungsbranche gewinnt das Prinzip an Relevanz. Mercedes-Benz baut in Kamenz derzeit ein „Battery ReUse Center Europe“ auf. Dort sollen gebrauchte Hochvoltbatterien geprüft, aufgearbeitet und erneut eingesetzt werden, bevor sie recycelt werden. Reuse wird damit zum strategischen Baustein der Ressourcenwirtschaft.

Entworfen haben das Reuse-Symbol Nicole Ascanio Rodriguez und Juan Navarrete, Mitgründern von Epigrama Studios aus Bogotá. Ihr Entwurf setzte sich in einem offenen Wettbewerb gegen 236 Einreichungen aus 29 Ländern durch und wurde in 17 Ländern mit 1.275 Testpersonen auf Wiedererkennbarkeit, kulturelle Übertragbarkeit und Abgrenzung zu bestehenden Zeichen und Recycling-Symbolen geprüft. Der Intention der beiden Gestalter nach beschreibt das Zeichen die Vorstellung von Zeit als Spirale: zurückkehrend, wiederherstellend, neu beginnend.

Der konzeptuelle Kern des Symbols liegt also im Systemgedanken, nicht im Materialmerkmal. Genau das ist der entscheidende Unterschied sowohl zum internationalen Recyclingsymbol als auch zum Grünen Punkt. Der Grüne Punkt, seit 1990 auf deutschen Verpackungen präsent, ist kein Hinweis auf Recyclingfähigkeit oder Mehrwegbetrieb – er zeigt lediglich, dass der Hersteller eine Lizenzgebühr an ein duales Entsorgungssystem entrichtet hat. Der Grüne Punkt ist ein Finanzierungsnachweis, keine Nutzungsaussage. Das neue Reuse-Symbol hingegen darf nur dann auf einer Verpackung erscheinen, wenn diese nachweislich Teil eines vollständigen Kreislaufsystems ist – mit Rücknahme, Transport, Reinigung und erneutem Einsatz.

Kreislaufwirtschaft funktioniert nur dann im Alltag, wenn Menschen die zugrunde liegenden Systeme intuitiv verstehen. Genau hier können Designer wirken, indem sie durch klare Gestaltung und leicht erkennbare Symbolik und Informationen die Verständlichkeit unterstützen.

Hintergrund: PR3 ist eine 2019 gegründete Organisation mit dem Ziel, Wiederverwendungssysteme zu stärken. PR3 entwickelt Standards für eine wachsende Mehrweg-Wirtschaft und schafft damit eine Grundlage für effiziente, zuverlässige und umweltverträgliche Rücknahmesysteme. Die Standards werden von einem globalen Konsensus-Gremium mit über 80 Organisationen aus Industrie, Regierung und Zivilgesellschaft festgelegt. PR3 ist vom American National Standards Institute (ANSI) als Standardisierungsorganisation akkreditiert.

Am Standardisierungsprozess sind unter anderem folgende multinationale Konzerne beteiligt: Ahold Delhaize, American Beverage Association, Anchor Packaging, Closed Loop Partners (stellvertretend für Starbucks, McDonald’s und The Coca-Cola Company), Mars, Nestlé, Target, The Clorox Company, Tomra und Unilever.

In Europa wird der mit einem vollständigen Kreislaufsystem verbundene Anspruch zunehmend regulatorisch eingeholt. 78 Organisationen – darunter Reusable Packaging Europe und die New European Reuse Alliance – haben von der EU ein klares, durchsetzbares Reuse-Kennzeichen gefordert. Die Verordnung schreibt ab August 2026 vor, dass Mehrwegverpackungen als solche erkennbar sein müssen. Das spezifische Piktogramm ist noch nicht festgelegt. Das PR3-Symbol könnte hier als Referenz wirken – oder als Vorlage.

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Aus den Hochschulen: Panini? Lieber Pickerlini sammeln! › PAGE online


In Österreich nennt man Sticker »Pickerl«. Und illustrierte Pickerl für ein Sammelalbum zu entwickeln, war die Aufgabe im Sommersemester der Werkstätte Grafikdesign der Kunstschule Wien. Dass es dabei um mehr geht, als Sportgrößen im Panini-Style herunterzubrechen, zeigen die Ergebnisse.

Aus den Hochschulen: Panini? Lieber Pickerlini sammeln! › PAGE online
»Mexican Boxing« von Jose Hernandez De Ruzicka

Im letzten Sommersemester brachten die Dozenten Iven Sohmann und Mathias Fellner der Kunstschule Wien Grafik und Musik zusammen, gestalteten mit den Studierenden »Artworks für Tonträger« und erkundeten so, was ein gutes Cover ausmacht.

In diesem Jahr dreht sich alles um »Pickerlini«, um Sticker, so wie sie alle von Panini kennen. Worauf aber viele keine Lust mehr haben.

Und auch die kultigen tschutti heftli aus der Schweiz setzen bei dieser Fußballweltmeisterschaft aus. Weil, wie es von den Macher:innen heißt, die WM 2026 sinnbildlich für einen Fußball stehe, »der von der FIFA immer weiter an politische Macht, Machtmissbrauch Nationalismus und wirtschaftliche Interessen verkauft wird.«

Die beiden Dozenten der Kunstschule Wien haben sich im Vorhinein gar nicht erst auf Fußball festgelegt. Schließlich gibt es viele aufregende Sportarten und so lautete der Titel des Kurses: »Pickerlini – Das sportive Illu-Sammelalbum«.

Das südkoreanische Baseballteam wirft und schlägt sich wuchtig durch: »Hanwha Eagles« von Yoona Jung

Wie gestaltet man Sticker?

In dem Kurs ging es darum, sich mit angewandter Illustration im Bereich der Sticker-Sammelalben auseinanderzusetzen.

Mit deren konzeptioneller Entwicklung, visuellen Ausgestaltung und der Produktion eines eigenen illustrativen Pickerl-Sets zum Thema Teamsport.

Was wirkt besonders gut im kleinen Format? Welche Details verlieren sich auf 48 × 68 mm? Wie arbeitet man das Markante eines Menschen heraus? Wie entsteht ein serieller Charakter? Wie viel Ähnlichkeit braucht es und wie viel Abwechslung verträgt das?

Die Teilnehmenden wählten Sportarten wie Eiskunstlauf, Bouldern, Boxen, Baseball oder Fechten. Und internationale Teams, die aus Japan und der Ukraine, aus Korea, Mexiko oder auch Österreich stammen.

Das Sportteam konnte jeder frei wählen, einzige Vorgabe war, dass es auf fotografischem Bildmaterial real existierender Sportler:innen beruht. Aber auch da waren eventuelle Abweichungen in Absprache möglich.

Dieser fiktive ukrainische Dorfverein wechselt und pixelt seine Fans ein: »FC Pixelivka« von Daria Orchakova

Verschiedenste Teams

43 Studierende beteiligten sich und die Stile sind so unterschiedlich wie die Sportarten.

Lyrisch wirken die Eiskunstläuferinnen während die Boulder:innen in den unterschiedlichen, dynamischen Bewegungen über die Wand verteilt sind. Wild und in Pastelltönen legen sich die Roller-Derby-Girls in die Kurve und scheinen auf Krawall gebürstet. Ein fiktiver ukrainischer Dorfverein, dem auch eine Gans angehört, ist hingegen gepixelt und scheint – mit Zigarette und Bier – nicht sehr viel Wert auf Fitness zu legen.

Man kann sich vorstellen, wie viele Pickerl-Serien bei so vielen Interessierten entstanden sind. Und das Schöne: das Sammelalbum, in dem sie schließlich zusammenfinden, wird als gemeinsames Kursergebnis entstehen.

Das Roller-Derby-Team aus Innsbruck ist auf Rollen und Krawall: »Fearless Bruisers« von Celina Hohlheimer
Präzision und Anmut werden hier glatt zu Kunst: »Japanischer Eiskunstlauf« von Lea Frania
Sechs schräge Typen, die auf der geraden Bahn abräumen: »Bowling All-Stars« von Philipp Yefymenko
Zum Greifen nah und zum Verwechseln ähnlich: »Iran’s Olympic Wrestling Team« von Ayda Asgariarjestan, Sara Luyeh & Parnia Aghasoleimani
Gut getroffen haben die Gewinnerinnen von Olympia-Gold im Fechten: »Ukraine’s Women’s Fencing Team, Paris 2024« von Anhelina Trofimchuk
Hier klebt die Weltspitze des Boulderns wimmelbildartig an der Wand: »Bouldern« von Daniel Valenta
Diese Legenden des Wrestling-Rings sind fürchterlich unterhaltsam: »WWE-Superstars« von Luca Laister
»Mexican Boxing« von Jose Hernandez De Ruzicka

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