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Digital Business & Startups

Sprich früh und regelmäßig mit potenziellen Kunden


Cargoboard aus Paderborn, 2019 von Lukas Petrasch, Richard Kleeschulte, David Port und Artur Nachtigal als Corporate Spin-Off von CargoLine gegründet, lässt sich am besten als Spedition ohne eigene LKW bezeichnen. „Unternehmen können bei uns online einen LKW-Transport in Europa buchen, sehen sofort den Preis und können später nachschauen, wo die Ware gerade ist“, sagt Gründer Lukas Petrasch.

Das profitable Unternehmen beschäftigt derzeit rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Umsatz lag zuletzt bei über 70 Millionen Euro. „Operativ liegen wir bei knapp 50.000 Speditionssendungen pro Monat. Insgesamt haben wir bisher Transporte für über 100.000 Unternehmen in Europa durchgeführt“, erzählt Petrasch.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der Cargoboard-Macher einmal ausführlich über den Stand der Dinge in seinem Unternehmen.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Cargoboard erklären?
Cargoboard ist im Kern eine Spedition, nur ohne eigene LKW. Unternehmen können bei uns online einen LKW-Transport in Europa buchen, sehen sofort den Preis und können später nachschauen, wo die Ware gerade ist. Soweit so einfach, sollte man meinen. Was im Paketversand schon lange Alltag ist, war im klassischen Speditionsversand lange nicht selbstverständlich. Gerade für kleinere Firmen ist das sonst oft schwer, weil man für solche Transporte normalerweise viel telefonieren muss und nicht immer direkt jemanden findet, der sich auch um kleine Mengen kümmert. Bei uns geht das einfacher, weil wir mit vielen geprüften Speditionen in einem festen Netzwerk zusammenarbeiten. Und das Schöne ist, man ist dabei nicht auf sich allein gestellt. Unser Team behält die Transporte im Blick, ist erreichbar und sorgt dafür, dass alles zuverlässig klappt, auch wenn unterwegs mal Rückfragen entstehen.

War dies von Anfang an Euer Konzept?
Die Grundidee war von Anfang an dieselbe. Transporte sollten einfach, transparent und planbar werden. Das sollte für alle Kunden funktionieren, egal ob groß oder klein. Was sich verändert hat, war der Fokus und die Umsetzung. Wir wollten am Anfang Luftfracht, Seefracht und Landfracht auf einer Plattform vereinen. Nach einigen Monaten haben wir uns bewusst auf Landtransporte konzentriert, weil wir dort am schnellsten Qualität, Skalierung und einen klaren Kundennutzen hinbekommen. Und wir haben früh verstanden, dass Logistik trotz Technologie ein People’s Business bleibt. Deshalb setzen wir auf standardisierte Prozesse und Transparenz auf der Plattform. Gleichzeitig haben wir ein starkes operatives Setup und persönlichen Support für Kunden und Partner in unserem Netzwerk.

Wie hat sich Cargoboard seit der Gründung entwickelt?
Wir sind von einem vierköpfigen Gründungsteam auf heute rund 100 Mitarbeitende gewachsen. Umsatzseitig ging es von etwa einer Million Euro im ersten Jahr auf inzwischen über 70 Millionen Euro. Operativ liegen wir bei knapp 50.000 Speditionssendungen pro Monat. Insgesamt haben wir bisher Transporte für über 100.000 Unternehmen in Europa durchgeführt.

Was war zuletzt das Highlight bei Euch?
Ein echtes Highlight ist für uns, dass wir in einem anspruchsvollen Marktumfeld weiter stark wachsen konnten und dabei sehr gutes Feedback von Kunden bekommen. Dass wir inzwischen ein internationales Team mit rund 100 Leuten sind, das gemeinsam an unserer Vision von Open Transport arbeitet und das Thema in Europa Schritt für Schritt größer macht ist ein echter Meilenstein. Im Gedächtnis bleiben dabei oft die kleinen Geschichten, zum Beispiel Kunden, die eigentlich gar keine Lust auf Versand hatten. Mit uns haben sie trotzdem einen einfachen Zugang zum europäischen Speditionsmarkt gefunden und können ihre Waren heute in ganz Europa anbieten.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist seit der Gründung so richtig schief gegangen? 
Die Corona-Zeit war für uns ein Stresstest. Auf der Kundenseite hatten wir sehr viel Nachfrage, gerade von neu gegründeten Unternehmen mit kurzfristigem Bedarf. Gleichzeitig waren Laderaum und operative Kapazitäten knapp. Und wir haben gemerkt, dass unsere damaligen Tools, zum Beispiel im Kundenservice und in der Rechnungslegung, nicht für dieses Skalierungsniveau gemacht waren. Damals haben wir unseren gesamten Service beispielsweise noch über ganz normale Microsoft Outlook Konten abgedeckt. Das hat uns in der Phase viel Kraft gekostet, im Partnermanagement und in der technologischen Neuaufstellung. Im Rückblick war das ein harter, aber wichtiger Lernmoment.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht? 
Wir sind konsequent nah an echten Kundenfällen geblieben. Kundenzufriedenheit ist für uns eine der wichtigsten Kennzahlen, weil sie am ehrlichsten zeigt, ob Produkt und Ablauf wirklich funktionieren. Wenn Kunden irgendwo ein Problem haben, dann ist das für uns ein Signal, den Prozess anzupassen, und nicht dem Kunden zu erklären, dass unser Weg der richtige ist. Damit das klappt, versuchen wir das im Alltag immer wieder präsent zu halten. Probleme verstehen, Lösungen gemeinsam mit dem Kunden entwickeln, das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Und wir haben früh gemerkt, dass in der Logistik vor allem eine Kombination zählt. Technologie, die Transparenz schafft und Abläufe standardisiert, plus ein Netzwerk starker Partner und ein operatives Setup, das Verantwortung übernimmt. Erst dann entsteht echter Mehrwert, also Transporte, die einfach zu buchen sind und gleichzeitig zuverlässig durchgeführt werden.

Welchen generellen Tipp gibst Du anderen Gründer:innen mit auf den Weg?
Sprich früh und regelmäßig mit potenziellen Kunden. Geh in reale Anwendungsfälle und verlasse dich nicht nur auf Annahmen. Bau schnell etwas, teste es im Alltag, lerne daraus und iteriere. Gerade in komplexen Branchen ist das oft der einzige Weg, um wirklich nah an der Realität zu bleiben und nicht an den Bedürfnissen vorbei zu entwickeln.

Wo steht Cargoboard in einem Jahr?
In einem Jahr möchten wir deutlich näher an die 100 Millionen Euro Umsatz ran und in Europa einen stärkeren Footprint haben. In Deutschland bauen wir unser Angebot weiter aus, und parallel treiben wir die Internationalisierung voran. Uns ist dabei wichtig, die einzelnen Länder wirklich zu verstehen und unsere Plattform gezielt darauf anzupassen. Am Ende sollen Preis, Prozess, Transparenz und operative Verlässlichkeit überall auf einem Niveau funktionieren, egal in welchem Markt der Kunde gerade startet.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Cargoboard



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+++ Neura Robotics +++ Isar Aerospace +++ fonio.ai +++ Galvany +++ Ona +++ Gaius Capital +++ Kloster Kitchen +++


Was gibt’s Neues? In unserem #Wochenrückblick liefern wir einen schnellen Überblick darüber, was in der deutschsprachigen Startup-Szene zuletzt wirklich wichtig war!

#STARTUPLAND

STARTUPLAND: Founders. VCs. Visionaries
+++ Am 10. März 2027 findet im RheinEnergieStadion in Köln unsere vierte STARTUPLAND Conference statt. Es erwartet Euch wieder eine faszinierende Reise in die Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer:innen, lehrreichen Interviews und Pitches, die begeistern. Mehr über STARTUPLAND

#Wochenrückblick – Was zuletzt wirklich wichtig war!

STARTUP-RADAR

Brandneu
+++ In den vergangenen Tagen haben wir folgende Startups vorgestellt: tvently, Carbony, SilverFriend, QUCOXX, Kai Karosse,  AITHEA, ioncentric, Elephant, caremare, Invertix, BeatSquares, Execurater, Leadary, Rethinking Job und Lumina. Mehr im Startup-Radar

Newsletter
+++ Im Startup-Radar-Newsletter, unserem kostenpflichtigen Newsletter, berichten wir über diese Startups: bayshore, INXM, Luure, AIceFlow, Optohive, Mirel, SYLO, VPATH AI, senaya.AI, Neura Space, Shark Finance, Patronus Protect, Velth, IX Gruppe und Flowstate. 30 Tage kostenlos testen

INVESTMENTS

Neura Robotics
+++ US-Konzerne wie Tether, Amazon, NVIDIA und Qualcomm sowie imec.xpand, Bosch, Schaeffler, Lingotto, InterAlpen Partners und Co. investieren – wie bereits erwartet wurde – bis zu 1,4 Milliarden US-Dollar (eine absolute Rekordsumme) in Neura Robotics. Mehr über Neura Robotics

Isar Aerospace
+++ Der US-Investor Island Green und der britische Geldgeber Molten Ventures sowie Altinvestoren wie HV Capital, Lakestar, UVC Partners und KfW Capital investieren 270 Millionen Euro in Isar Aerospace. Die Firmenbewertung soll bei rund 2 Milliarden Euro liegen. Mehr über Isar Aerospace

fonio.ai
+++ Der Londoner Investor 20VC (Harry Stebbings) und Altinvestoren investieren im Rahmen einer Seed-Investmentrunde 14,6 Millionen Euro in fonio.ai. Die Bewertung liegt bei 120 Millionen Euro. Mehr über fonio.ai

Galvany
+++ Der niederländische EnergyTech-Investor SET Ventures und der Berliner ClimateTech-Geldgeber AENU investieren im Rahmen einer Seed-Investmentrunde 10 Millionen Euro in Galvany. Mehr über Galvany

Tawo
+++ Die Unternehmensgruppe Centrotec, die sich um nachhaltige Gebäudetechnik kümmert, das Unternehmen Leadership Datacenter (Rechenzentren), OBI SQUARED Venture Capital, die Handwerksgruppe HPM, H2 Ventures (Michael Haufler, Andreas Haufler) und weitere Business Angels investieren 4,5 Millionen Euro (darüber 500.000 Euro Fremdkapital) in Tawo. Mehr über Tawo

MERGERS & ACQUISITIONS

NexDash – March Transporte
+++ Der Berliner Neo-Carrier NexDash übernimmt die Rheinbacher Lkw-Spedition March Transporte.  Mehr über NexDash

DeepIP – PatentMaker
+++ Das umtriebige Startup DeepIP (Paris, New York), eine KI-Plattform für Patentausarbeitung, kauft das 2020 gegründete Münchner Unternehmen PatentMaker, eine KI-gestützte Software für Patentanmeldungen und Patentausarbeitung. Mehr über PatentMaker

Infomedia – veact
+++ Das australische Unternehmen Infomedia, ein Anbieter für Datenlösungen im Automotive Aftersales, übernimmt die Münchner Jungfirma Veact, eine „Automotive Marketing Plattform“. Mehr über veact

MoleQlar – Tomorrowlabs
+++ Das Berliner Longevity-Unternehmen MoleQlar übernimmt im Rahmen eines Asset Deals das 2016 gegründete Wiener BioTech- und Skincare-Unternehmen Tomorrowlabs. Mehr über MoleQlar

Bose – StreamUnlimited
+++ Der amerikanische Kopfhörer-Gigant Bose übernimmt das 2005 gegründete Wiener Unternehmen StreamUnlimited, das „integrierte Lösungen für Connected Audio“ entwickelt. Mehr über StreamUnlimited

OpenAIOna
+++ Der amerikanische ChatGPT-Entwickler OpenAI schnappt sich das Kieler KI-Unternehmen Ona, das früher als Gitpod bekannt war. Der Kaufpreis ist bisher nicht bekannt. Mehr über Ona

VENTURE CAPITAL

Generation Tech Partners
+++ Mit Generation Tech Partners starten Sebastian Herfurth (Friendsurance), Daniel Szabo (Körber Digital) und Elias Bitzer (Afinum, Liqid) eine neue Beteiligungsgesellschaft, die auf die Konsolidierung mittelständischer Unternehmen setzt. Mehr über Generation Tech Partners

Gaius Capital
+++ Der junge Berliner Investor Gaius Capital verkündet das First Closing seines ersten Fonds (Gaius Nachfolgekapital I). Im Topf sind zunächst 40 Millionen Euro. Die Beteiligungsgesellschaft tritt an, um mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer bei der Regelung ihrer Nachfolge zu unterstützen. Mehr über Gaius Capital

OFFLINE

neosfer
+++ Die Frankfurter Commerzbank macht ihren Frühphaseninvestor neosfer, der zugleich als Innovationseinheit fungierte, dicht. Als Corporate Venture Capitalist investierte neosfer seit 2013 in „Gründer:innen, deren Geschäftsmodelle und Teams das Potenzial haben, zu skalieren und einen Mehrwert für die Gesellschaft und Anwender:innen zu liefern“. Mehr über neosfer

Kloster Kitchen
+++ Bereits im April schlitterte das Ingwer-Shot-Startup Kloster Kitchen in die Insolvenz. Wie zu vernehmen war, konnten sich die Gesellschafter des Unternehmens nicht auf eine weitere Finanzierung einigen. Mehr über Kloster Kitchen

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Shutterstock



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Als Berlin für einen Abend zum Startup-Wohnzimmer wurde


The Delta und Axel Springer brachten vor der BAD1-Konferenz die Berliner Startup-Szene an einen Tisch. Hier sind die Bilder des Abends.

Als Berlin für einen Abend zum Startup-Wohnzimmer wurde

Hier wird sich vernetzt.
Martin Lengemann

Der Journalistenclub im Axel-Springer-Hochhaus hat schon Staatschefs, Politiker und Mediengrößen gesehen. Am Mittwochabend gehörte die Bühne der Berliner Startup-Szene.

Noch vor dem offiziellen Start der BAD1-Konferenz kamen rund 60 Gründerinnen, Gründer und Investoren zum exklusiven Vordinner bei Axel Springer (Gründerszene gehört zu Axel Springer) zusammen. Mit dabei: Delivery-Hero-Gründer Niklas Östberg, Felix-Capital-Gründer Frederic Court, SAP-Signavio-Mitgründer Gero Decker, Moss-Mitgründer Ante Spittler und viele weitere bekannte Gesichter der Tech-Szene.

Bei Drinks, Dinner und Blick über Berlin wurde diskutiert, genetzwerkt und darüber gesprochen, was es braucht, um Berlin wieder ganz nach vorne in Europa zu bringen. Die Bilder des Abends gibt es hier.

Deutschlands Tech-Bubble bei uns im 19. Stock

Axel-Springer-CEO Mathias Döpfner im Gespräch mit Deutschlands-Top-Investoren.

Axel-Springer-CEO Mathias Döpfner im Gespräch mit Deutschlands-Top-Investoren.
Martin Lengemann

Die Zukunft gehört uns: Daniel Mladenov (Founders Associate The Delta), Moritz Holländer (Almedia-Gründer) und Bulletpoint-Gründerin Linda Büscher (sie hat bei DHDL teilgenommen!).

Die Zukunft gehört uns: Daniel Mladenov (Founders Associate The Delta), Moritz Holländer (Almedia-Gründer) und Bulletpoint-Gründerin Linda Büscher (sie hat bei DHDL teilgenommen!).
Marc Angeloff

Wer findet Delivery-Hero-CEO Niklas Östberg?

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Marc Angeloff

Kurze Generalprobe vor der Eröffnungsrede: Head of Venture bei Axel Springer, David Döpfner, und The-Delta-Chef Julian Teicke.

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Marc Angeloff

Bitte lächeln: World Fund-Partner Danijel Višević, Nala-Earth-Gründerin Anna Alex, Julian Teicke und Carbon-Equity-Partnerin Saskia Brysten

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Marc Angeloff

Investorin Kimberley Breuer im Fokus, Signavio-CEO Gero Decker (links) unscharf.

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Marc Angeloff

Schönes Licht.

Schönes Licht.
Martin Lengemann

VC-Kenner erkennen Antler-Partner Alan Poensgen (weißes Hemd).

VC-Kenner erkennen Antler-Partner Alan Poensgen (weißes Hemd).
Marc Angeloff

Wären doch ein gutes Podcast-Duo, oder? The-Delta-Chef Julian Teicke und Journalist Ulf Poschardt.

Wären doch ein gutes Podcast-Duo, oder? The-Delta-Chef Julian Teicke und Journalist Ulf Poschardt.
Martin Lengemann

Dealmaker unter sich: Kommunikationsprofi Tilo Bonow (r.) mit B2Venture-Partner Mathias Ockenfels.

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Martin Lengemann

Berater Ole Tillmann hat sich hochgehumpelt.

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Martin Lengemann

Locked in: Tech.Europe-Gründer und Hackathon-Versteher Bela Wiertz im konzentriertem Gespräch mit Gründerszene-Chef Leo Ginsburg.

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Martin Lengemann

Die Kappe gabs gratis: Nilo-Gründerin Kimberley Breuer mit Ulf Poschardt, seit neuestem „Freiester Mitarbeiter von Axel Springer“ (echter Titel!).

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Marc Angeloff

Wohin mit dem Geld? Deutsche-Ventures-Partner Gunnar Graef und Tio-Holdings-Investor Jonathan Teklu.

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Martin Lengemann





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Unternehmer arbeitet bis zum Umfallen – „Ich sterbe so oder so“


Der KI-Unternehmer Nico Laqua schläft oft im Büro, arbeitet sieben Tage die Woche und kommt mit nur drei Stunden Schlaf aus.

Unternehmer arbeitet bis zum Umfallen – „Ich sterbe so oder so“

Arbeiten bis an die Grenze der Belastbarkeit? Für Nico Laqua ist das kein Problem. (Symbolfoto)
Westend61 / GettyImages

Nico Laqua würde nach eigenen Worten lieber Jahre seines Lebens opfern, als sein Startup scheitern zu sehen.

Der US-Unternehmer gründete 2024 das KI-Versicherungs-Startup Corgi mit. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Im Mai wurde das Unternehmen zum Einhorn und erreichte in einer Series-B-Finanzierungsrunde eine Bewertung von 1,3 Milliarden Dollar. Nur drei Wochen später verdoppelte sich diese in einer weiteren Finanzierungsrunde sogar auf 2,6 Milliarden Dollar.

Um sein Startup voranzubringen, lebt Laqua nach einem extremen Arbeitsrhythmus: Er arbeitet sieben Tage die Woche, schläft oft im Büro und kommt nach eigenen Angaben mit rund drei Stunden Schlaf pro Nacht aus.

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In einer Folge des „20VC“-Podcasts fragte Moderator Harry Stebbings Laqua: „Hättest du lieber, dass Corgi ein Billionen-Dollar-Unternehmen wäre, du aber mit 50 stirbst, oder dass es scheitert und du bis 80 lebst?“

„Die Antwort darauf ist ziemlich einfach“, sagte Laqua. „Ich sterbe so oder so.“

Mit seiner Haltung steht Laqua nicht allein da. In der Tech-Branche feiern viele Gründer den sogenannten „Grindset“ – eine Kultur, die maximale Leistung und Arbeit bis an die Belastungsgrenze verherrlicht. Beliebt ist etwa der „996“-Rhythmus: von 9 bis 21 Uhr arbeiten, sechs Tage die Woche. Manche verzichten dafür sogar auf Alkohol oder Sex.

Aber Laqua treibt es auf die Spitze. Hier ist, was er Stebbings im Podcast erzählte:

Das Büro als Schlafzimmer

Laqua sagte, er habe eine Matratze auf dem Boden des Corgi-Büros. Seine Mitarbeiter nennen es „Nicos Zimmer“.

„Ich verbringe nicht mehr jede einzelne Nacht dort“, sagte er. „Früher habe ich im Equinox eine Straße weiter geduscht, aber die schließen sehr früh, freitags schon um 20 Uhr. Das war also unangenehm.“

Als wir im September junge Gründer besuchten, zeigten mehrere ganz selbstverständlich auf Sofas oder Luftmatratzen in ihren Büros, für manche gehört das längst zum Startup-Alltag.

Doch die enge Vermischung von Arbeit und Privatleben hat ihre Schattenseiten. Was für manche funktioniert, kann auf Dauer auch zu Erschöpfung oder Burnout führen.

Laqua sagte außerdem, dass er nicht viel schläft. Er erklärte, dass er pro Nacht nur drei bis vier Stunden Schlaf bekommt. „Ich würde meine Lebensspanne lieber in Siegen als in Jahren messen“, sagte er.

Wochenende? Eher nicht

Manche Führungskräfte wollen eine Vier-Tage-Woche. Laqua strebt eine Sieben-Tage-Woche an. „Was auch immer du in fünf Tagen schaffst, ich verspreche dir, dass du in sechs und sieben Tagen noch mehr schaffen wirst“, sagte Laqua. „Du solltest alles geben.“

Laqua sagte, dass wachstumsstarke Startups in San Francisco an den Wochenenden voll besetzt sind. „Ich glaube nicht, dass das ein Zufall ist.“ Das bedeutet nicht, dass Corgi-Mitarbeiter keinen Ruhetag nehmen können. Laqua sagte, dass seine Mitarbeiter „ab und zu“ einen Tag frei nehmen – aber dass sie kein festes Wochenendprogramm haben. „Wenn deine freien Tage zufällig jede Woche Samstag und Sonntag sind, dann hast du bei Corgi keinen Platz“, sagte er.

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Karri Saarinen, Mitbegründer von Linear, schrieb auf X, dass Laquas Denkweise die vieler junger Gründer widerspiegele, „für die das Startup zu ihrer Identität wird“.

„Es fällt ihnen schwer, etwas anderes zu tun, und sie können nicht verstehen, dass deine Arbeit nicht die Person ist, die du bist“, schrieb Saarinen. „Aber Aktivitäten außerhalb der Arbeit können dich auch als Person wachsen lassen und dazu führen, dass du bessere Arbeit leistest.“ Laqua antwortete: „Wenn man von einem Problem besessen ist, arbeitet man hart.“

 





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