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Anthropic in Gesprächen, um Mythos-Modelle wieder freizugeben


Das KI-Unternehmen Anthropic versucht in Verhandlungen mit dem Weißen Haus, die neuesten KI-Modelle Claude Fable 5 und Claude Mythos 5 wieder für die Öffentlichkeit bereitstellen zu können. Die US-Regierung hatte sie kurz nach dem Start wegen verschiedener Sicherheitsbedenken für Ausländer:innen verboten. Doch steckt mehr dahinter?

Am 9. Juni veröffentlichte das Unternehmen Anthropic seine brandneuen und hochleistungsfähigen Modelle Claude Fable 5 und Claude Mythos 5. Es sind die besten, aber auch gefährlichsten Modelle des Unternehmens bisher. Deshalb und aufgrund des erwarteten Usage-Ansturms gab es direkt viele Einschränkungen. So wurde Claude Mythos 5 zum Beispiel nur einigen Unternehmen und Researchern im Project Glasswing bereitgestellt, während umfassende Sicherheitskontrollen den bösartigen Einsatz der KI-Modelle mit Top-Leistung eindämmen sollten. Doch diese Vorkehrungen reichten nicht aus. Die US-Regierung gab kurz nach dem Start eine Direktive bekannt, nach der Nicht-US-Bürger:innen – egal ob im Ausland oder in den USA – die Modelle nicht mehr nutzen dürfen. Das dürfte auch auf Anthropic-Personal zutreffen, etwa AI Scientist Andrej Karpathy, wie France 24 berichtet. Und so verkündete Anthropic am 12. Juni in einem Beitrag:

[…] The net effect of this order is that we must abruptly disable Fable 5 and Mythos 5 for all our customers to ensure compliance. Access to all other Anthropic models will not be affected.

Jetzt befindet sich die Führungsetage Berichten zufolge in Gesprächen mit der US-Regierung, die zu einer Wiederaufnahme der Modelle für die breite Nutzung führen sollen. Immerhin steht auch Anthropics Börsengang bevor, sind die Modelle extrem wichtig für das Geschäftsmodell. Möglicherweise hat die Regierung aber noch eine Rechnung mit dem Unternehmen offen.


Claude Fable 5 und Claude Mythos 5:

Jetzt kommen die gefährlichen KI-Modelle

Weißes Muster auf schwarzem Hintergrund, abstrakt
© Anthropic via Canva

Zugriff auf weltklasse KI-Modell verwehrt: Anthropic um Lösung bemüht

Mit Claude Fable 5 kam jüngst das beste Anthropic-Modell aller Zeiten für die Allgemeinheit. Es brilliert in verschiedenen Bereichen, von Software-Entwicklung über wissenschaftliche Recherche bis hin zu visueller Wahrnehmung. Gerade bei langen und komplexen Aufgaben zeigt sich der Vorsprung gegenüber anderen Modellen. Claude Fable 5 gehört zur Mythos-Reihe, in der auch Claude Mythos 5 veröffentlicht wurde. Beide Modelle kommen mit großen Sicherheitsvorkehrungen daher, da das KI-Unternehmen selbst warnt:

Releasing a model this capable comes with risks.

Die Risiken werden vom Unternehmen als „substantiell“ eingestuft. Dabei verlässt man sich auf die Sicherheitsvorkehrungen und hofft womöglich, dass die Fähigkeiten der eigenen – und anderer – KI-Modelle nicht übermäßig zu bösartigen Zwecken eingesetzt werden. Allerdings sollen Amazon CEO Andy Jassy und sein Team die US-Regierung nach der Nutzung von Mythos-Modellen Anthropics bereits über etwaige Sicherheitslücken informiert haben. Amazon arbeitet eng mit dem KI-Unternehmen zusammen. Laut David Sacks, Co-Vorsitzender des President’s Council of Advisors on Science and Technology (PCAST), gab es einen Jailbreak, der sowohl Anthropic als auch der Regierung bekannt war. Er schreibt auf X:

A highly credible trusted partner of both Anthropic and the USG who was testing Fable came forward with a jailbreak of those guardrails. The Admin asked Dario [Dario Amodei, CEO von Anthropic, Anmerkung der Redaktion] to fix the jailbreak or de-deploy the model. Dario refused.

Im eigenen Blog Post spricht Anthropic indes von einem „potentiellen“ Jailbreak. Neben diesem Problem könnte jedoch noch der etwaige Zugriff aus China auf die Modelle eine Rolle gespielt haben. Semafor und Heise Online berichten, dass eine Gruppe aus China mit Verbindungen zur dortigen Regierung sogar das eigentlich streng eingeschränkte Modell Claude Mythos 5 nutzen konnte. Auch das könnte die Regierung zur Direktive veranlasst haben, die User weltweit aufgrund der Anthropic-Reaktion von den neuen Modellen abschneidet. Unklar ist indes, wer tatsächlich unregulierten Zugriff auf Mythos 5 gehabt haben könnte; bestätigt ist diese Annahme weder von Anthropic noch der US-Regierung. Mit dieser möchte das KI-Unternehmen nun eine Lösung finden, um die Modelle schnellstmöglich wieder in den Einsatz zu bringen.

Gespräche zwischen US-Regierung und Anthropic: Noch ein Deal für Trump?

Nach Informationen von Axios befindet sich eine Delegation aus Anthropics Führungsriege in der US-Hauptstadt Washington, DC, um mit Regierungsverantwortlichen über eine Lösung zu sprechen und eine Rücknahme der Direktive zu erwirken. Das berichteten unternehmensnahe Quellen dem Publisher. Schon seit der Entscheidung der US-Regierung kurz vor dem vergangenen Wochenende sei es zu ersten Gesprächen in virtuellen Meetings zwischen dem Unternehmen und Verantwortlichen aus dem Weißen Haus gekommen. Nun möchte Anthropic schnell eine Möglichkeit finden, um die Modelle der Mythos-Reihe wieder für Kund:innen bereitstellen zu können. Immerhin sind die hochleistungsfähigen Modelle ein wichtiger Teil des Geschäftsmodells, das zum großen Teil auf Abonnements für die KI-Dienste basiert. Anthropic schrieb am Freitag:

We apologize for this disruption to our customers. We believe this is a misunderstanding and are working to restore access as soon as possible.

Die Gespräche mit der Regierung könnten unterdessen durch eine Entscheidung von Anthropic selbst erschwert werden. Das Unternehmen lehnte vor einigen Monaten einen Deal mit dem Pentagon ab – den OpenAI schließlich einging –, da man die eigenen KI-Modelle nicht für jegliche rechtlich legitimen, aber moralisch fragwürdigen Zwecke zur Verfügung stellen wollte; darunter Überwachung und Kriegseinsatz.

So kam es zum Bruch zwischen Anthropic und der US-Regierung. Auf seiner eigenen Plattform Truth Social schrieb US-Präsident Donald Trump vor Monaten, es sei ein „desaströser Fehler“ vonseiten Anthropics, der Regierung die eigenen Nutzungsbedingungen aufzwingen zu wollen, und bezeichnete die Verantwortlichen als „Spinner des linken Flügels“. Die New York Times sieht in der aktuellen Direktive der Regierung eine Fortführung der Auseinandersetzung mit Anthropic. Und so könnte es für das KI-Unternehmen kompliziert werden, die Modelle der Mythos-Reihe ohne Kompromiss mit der US-Regierung wieder einzuführen. Möglicherweise muss Anthropic aber einlenken, da der angekündigte Börsengang in durch Modellrestriktionen zumindest beeinträchtigt werden könnte. Nicht zuletzt, weil potentielle Anleger:innen im Kontext eines Disputs mit der Regierung zurückhaltend sein könnten.

Derweil hat Anthropic mit Claude Opus 4.8 und Co. eine Reihe leistungsfähiger Modelle zu bieten, die das KI-Portfolio vieler Unternehmen und User weiterhin gut bedienen können.


Anthropics Mega-IPO:

Dieser Börsengang könnte Tech-Geschichte schreiben

Anthropic-Logo auf hellem Hintergrund. Das KI-Unternehmen bereitet mit der Einreichung eines S-1-Formulars einen möglichen Börsengang vor.
© Anthropic

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Top 50: Diese Influencer wachsen auf Instagram in Deutschland am stärksten


Der Berliner Red-Bull-Athlet Arda Saatci zählt 2026 bislang auch zu den größten Performern auf Instagram

Zum Halbjahr wird wieder Bilanz gezogen: Welche Creators verzeichneten hierzulande in den ersten sechs Monaten 2026 das größte Follower-Wachstum auf Instagram? Das haben Hypeauditor und Netzschreier erneut analysiert. Im Top-50-Ranking finden sich auch einige Nischen-Accounts.

Im Mai sorgte der Berliner Extremsportler Arda Saatçi mit einer

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Fastfood-Riese: So feiert Burger King seinen 50. Geburtstag in Deutschland


Vor 50 Jahren eröffnete die erste Burger-King-Filiale Deutschlands in Berlin

Burger King ist seit 50 Jahren in Deutschland präsent. Die Party feiert das Unternehmen mit einer Kampagne, Gewinnspiel und einem Spot. Filialnetz und Angebot sollen weiter steigen.

Eigentlich ist der Jubilar schon mehr als 70 Jahre alt, aber auf dem deutschen Markt ist Burger King erstmals am 15. Juli 1976 aufgetreten. Da eröffnete die Kette ihr erstes Restaurant am Kurfürstendamm in Berlin. Ein guter Grund also, den 50. Geburtstag hierzulande zu feiern: Ein halbes Jahrhundert später nutzt das Unternehmen dieses Jubiläum, um mit einer bundesweiten Kampagne Präsenz zu zeigen und die Kunden zu beschenken. Schließlich gibt man etwas aus, wenn man einen Runden feiert.

„Feier ein Bissen mit uns!“ lautet also auch das Motto der breit angelegten Jubiläumsaktion, die Burger King in diesen Tagen startet. Ein zentrales Element ist eine limitierte „Baby Burger Box Party Edition“, die über das hauseigene Bonusprogramm MyBurgerKing gespielt wird. Wer die Box erwirbt und am Bonusprogramm teilnimmt, bekommt schon mal einen garantierten Gewinn. Die Spanne reicht von Coupons und kleineren Sofortgewinnen bis hin zu einem Hauptpreis von 1 Million Kronen, die auf ein Kundenkonto gutgeschrieben werden. Bei einem ungefähren Wert von einem Cent pro Krone wäre da ein stattlicher Betrag zusammen.

Kommunikativ wird die Party von einem kurzen Kampagnenfilm begleitet, der in Social Media ausgespielt wird. Der Spot arbeitet mit einem einfachen, aber einprägsamen Prinzip: Menschen beißen in Burger und die dabei entstehenden „Mmh“-Laute des Genusses fügen sich zu einer Melodie – natürlich einem improvisierten Happy-Birthday-Ständchen. Die Idee überträgt das zentrale Markenversprechen, Geschmack als Erlebnis, in ein akustisches Motiv.

Natürlich dürfen rund um den Geburtstag auch neue Produkte nicht fehlen. Exklusiv gehören dazu unter anderem spezielle Dessertvarianten, Mozzarella-Snacks und ein Dip im Stil des Whoppers. Ebenfalls nimmt das Franchise-Unternehmen das Jubiläum zum Anlass, sich strategisch neu beziehungsweise stärker auszurichten. Nach Jahren der Konsolidierung kündigt Burger King an, den Expansionskurs in Deutschland wieder verstärken zu wollen und das Filialnetz von derzeit rund 760 zu erweitern. Auch das Produktportfolio ist nach wie vor ein Thema. Insbesondere im Bereich pflanzenbasierter Produkte hat Burger King in den vergangenen Jahren stark zu- und vor allem vorgelegt. Laut eigenen Angaben bietet es inzwischen das größte Plant-based Sortiment der deutschen Systemgastronomie an.

Dabei soll es nicht bleiben, wie aus einem Pressebericht der Volksstimme aus Magdeburg hervorgeht: Demzufolge hat Deutschland-Chef Andreas Bork auch Bereiche „wie Frühstück, Snacks und Getränke“ im Blick.



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Studie: Wie Kunden KI beim Online-Shopping nutzen


In Zukunft Unterstützung auch auf der Fläche? Mehr als jeder zweite Deutsche nutzt laut Deloitte mittlerweile KI beim Shoppen – die finale Kaufentscheidung bleibt im Supermarkt vorerst aber noch Chefsache der menschlichen Kundschaft.

Experten erwarten, dass sich Künstliche Intelligenz vom Gimmick zum Gatekeeper im Handel entwickelt. Eine neue Studie von Deloitte beleuchtet das aktuelle KI-Nutzerverhalten deutscher Verbraucher.

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Onlinehandel erreicht den Massenmarkt. So lautet jedenfalls das Ergebnis einer neuen Studie des Beratu

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