Künstliche Intelligenz
Akko Dash Ultra im Test: 43 g leichte kabellose Gaming-Maus für kleine Hände
Mit 43 g ist die kompakte Akko Dash Ultra kaum in der Hand zu spüren. Beim Spielen überzeugt sie mit 8000-Hz-Abtastrate und präzisen Klicks dafür umso mehr.
Die Akko Dash Ultra ist nicht nur ziemlich leicht, sondern dank ihres Formfaktors besonders für kleine bis mittelgroße Hände geeignet. Als symmetrische Top-Gaming-Maus für Rechtshänder bietet sie ein schlichtes, vertrautes Design und ist zudem bestens ausgestattet, um präzise und schnell zu reagieren.
Optische Switches und ein Sensor, der eine bis zu 8000 Hz hohe Abtastrate ermöglicht, machen sie auch für kompetitive Spieler interessant. Wie sich die Gaming-Maus tatsächlich im Einsatz schlägt, zeigen wir im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Lieferumfang
Zusätzlich zur Maus gibt es ein USB-A-zu-USB-C-Verbindungskabel, einen 2,4-GHz-Funk-Receiver inklusive Extension-Adapter. Außerdem liegen noch mehrere Grip-Tapes bei sowie ein paar zusätzliche Maus-Skates. Außergewöhnlich ist hier, dass Akko noch drei Sets à 20 Skate-Dots mitliefert. Jedes Set (Weiß, Grau und Rot) hat eine andere Beschaffenheit und somit unterschiedliche Reibungsstärken. Wer möchte, kann sich so das Maushandling anpassen, indem er die Punkte auf die Maus-Skates klebt. Für die Einrichtung der Peripherie liegt noch eine Betriebsanleitung bei.
Design
Die Dash Ultra gibt es in Schwarz oder Weiß. Unser Testmodell kommt in Schwarz und bringt etwa 43 g auf die Waage. Die Bauform der Maus ist formal symmetrisch, allerdings ist sie nur für Rechtshänder geeignet, da die zwei seitlichen Buttons auf der linken Seite der Dash Ultra platziert sind. Sie misst 117,6 × 60,9 × 37,1 mm und wird von Akko für Hände mit einer Länge von maximal 17,5 cm empfohlen.
Die Oberfläche hat ein mattes Finish, mit Ausnahme des spiegelnden Kunststoffelements. Dieses flankiert das Mausrad. Über dem Mausrad ruht eine LED, die für Statusmeldungen der Maus zuständig ist. Die Unterseite der Peripherie ist teilweise offen und erlaubt einen Blick auf die Platine des Nagers. Zusätzlich zum Verbindungsmodusschalter befindet sich hier noch der Bluetooth-Pairing-Button. Der USB-C-Port der Maus befindet sich vorn an der Schnauze, wodurch man sie problemlos während des Aufladens weiterverwenden kann.
Das Design ist schlicht, die Verarbeitung einwandfrei. Die Dash Ultra ist ausgesprochen leicht, fühlt sich aber nicht billig an, da alles fest sitzt und die Maus sauber verarbeitet ist.
Einrichtung & Software
Die Erstinbetriebnahme klappt problemlos, die Maus und der Funk-Receiver werden von unserem Windows-11-PC nach der Einrichtung sofort erkannt. Die Verbindung zwischen Maus und Funk-Receiver gelingt ebenso reibungslos.
Der Verlängerungsadapter für den Funk-Receiver hat allerdings ein Problem. In unserem Fall lag ein Wackelkontakt vor. Ist der Dongle mit dem Adapter verbunden, reichen bereits kleinste Bewegungen des Kabels, um die Verbindung zu unterbrechen. Direkt am USB-Port des PCs angeschlossen, funktioniert der Receiver jedoch einwandfrei. Ob das ein genereller Konstruktionsfehler ist oder wir nur ein Montagsmodell erwischt haben, ist unklar.
Mit dem Akko Gaming Hub konfiguriert man die Peripherie und aktualisiert deren Firmware. Die App bietet Möglichkeiten, die Tasten der Maus mit anderen Funktionen zu belegen, die Leistung der Dash Ultra zu konfigurieren und hat einen Makro-Editor an Bord. Dass die Software noch das ein oder andere Update vertragen könnte, kristallisiert sich für uns schnell heraus: Beim Versuch, die Funktion „DPI verringern“ auf eine der beiden seitlichen Tasten zu legen, stürzt beim anschließenden Drücken der Taste jedes Mal die Maus ab. Das ist aber tatsächlich die einzige Funktion, bei der das passiert.
Insgesamt acht verschiedene DPI-Profile gibt es, deren Werte man wahlweise sogar in Einer-Schritten verändern kann. 100 DPI sind hierbei der niedrigste und 42.000 DPI der höchste Wert – was sehr hoch ist. Da ein physischer DPI-Schalter an der Maus fehlt, kann man den Quick-DPI-Switch per Software hinzuschalten. Durch gleichzeitiges Drücken der linken, rechten und mittleren Maustaste für drei Sekunden wechselt das DPI-Profil dann in ein höheres. Das Ganze ist äußerst umständlich, auf Dauer wechselt man das am besten manuell über die Software.
Bis auf 8000 Hz lässt sich die Abtastrate der Dash Ultra hochschrauben und mit den üblichen Abständen auf bis zu 125 Hz heruntersetzen. Den Debounce Delay kann man bei 8000 Hz sogar auf 0,125 ms heruntersetzen und generell auf bis zu 24 ms erhöhen. Die Verzögerung soll vor allem verhindern, dass ungewollte Doppelklicks entstehen. Je niedriger die Verzögerung eingestellt ist, desto schneller werden Klicks hintereinander registriert.
Standard-Features wie Motion Sync, Ripple Control und Angle Snapping stehen ebenfalls zur Verfügung. Für die Lift-Off-Distance wählt man zwischen 0,7 mm, 1 mm und 2 mm. Die Funktion ist vor allem für diejenigen interessant, die ihre Maus regelmäßig zum Bewegen hochheben, anstatt sie durchgehend über das Mauspad zu fahren.
Bedienbarkeit
Mit etwa 20 cm Länge befindet sich unsere Hand jenseits der empfohlenen Maximalgröße von 17,5 cm. Im Alltag kommen wir mit der Maus im Fingerspitzengriff trotzdem problemlos zurecht. Um sie bequem mit dem Handflächengriff zu nutzen, ist sie aber definitiv zu klein für uns.
Die Klicks fühlen sich sehr weich an, was nicht zuletzt den Omron-Optical-Switches zu verdanken ist, die in der Dash Ultra verbaut sind. In Kombination mit dem Pixart-PAW3950-Sensor der Maus liefern sie beim Zocken präzise und schnelle Aktivierungen. Persönlich bevorzugen wir Klicks, die etwas mehr Betätigungskraft benötigen, das ist aber immer Geschmackssache. Fest steht, dass sich die Dash Ultra hier mit ihren 8000 Hz sowohl kabellos als auch kabelgebunden im Einsatz für uns bewährt hat.
Auch ohne das optionale Grip-Tape liegt sie sicher in der Hand und dank des geringen Gewichts treten selbst nach mehreren Stunden des Overwatch-Competitive-Grinds keinerlei Ermüdungserscheinungen auf. Der 300-mAh-Akku spielt hier ebenfalls mit: Er liefert der Maus genügend Strom, um mehrere Tage mit ihr zocken zu können. In unserem Testzeitraum verwenden wir die Dash Ultra sowohl tagsüber für die Arbeit (4000 Hz) als auch am Abend zum Spielen (8000 Hz) und kommen so im Schnitt auf etwas weniger als drei Tage, bevor wir sie bei 20 Prozent ans Ladekabel hängen.
Wer hier für die Arbeit auf die deutlich sinnvolleren stromsparenden 1000 Hz geht oder die Dash Ultra generell nur daheim zum Zocken verwendet, holt noch mehr Laufzeit pro Ladung heraus.
Preis
Die Akko Dash Ultra mit Omron-Optical-Switches kostet derzeit sowohl in Weiß als auch in Schwarz etwa 71 Euro. Wer sich hingegen für die hauseigenen Akko-Custom-Optical-Switches entscheidet, bekommt die Maus bereits für 64 Euro.
Fazit
Mit der Akko Dash Ultra bekommt man eine kompetente Gaming-Maus, die auf dem Mauspad mit präzisen Klicks, einem leichten Gewicht und ausdauerndem Akku überzeugen kann. Aufgrund ihrer Größe ist die symmetrische Maus am ehesten für kleine bis mittelgroße Hände geeignet. Beim Spielen macht sie eine gute Figur und überzeugt mit Präzision und Reaktionsschnelligkeit.
Getrübt wird das Ganze leider durch den Erweiterungsadapter mit Wackelkontakt. Hier wünschen wir uns definitiv eine bessere Qualitätskontrolle. Ist der Funkdongle direkt am USB-Port des PCs angeschlossen, funktioniert die Maus jedoch einwandfrei. Ein Update der Software ist ebenfalls nötig, da wir es während unseres Tests geschafft haben, durch eine Veränderung der Tastenbelegung (DPI-verringern-Funktion) die Maus zum Abstürzen zu bringen.
Die Akko Dash Ultra liefert eine gute Performance, zeigt bei der Qualitätskontrolle und der Software aber noch Verbesserungspotenzial. Insgesamt bietet sie dennoch ein stimmiges Gesamtpaket für preisbewusste Spieler.
Künstliche Intelligenz
Palantir: US-Verteidigungsministerium macht Maven Smart System zum Standard
Das US-Verteidigungsministerium will Palantirs KI-System Maven Smart System (MSS) als festen Bestandteil der Militärstrategie verankern. Nach einem von Reuters eingesehenen Memo soll das System zum offiziellen „Program of Record“ werden, was die langfristige Finanzierung und den Einsatz über alle Teilstreitkräfte hinweg absichern würde. Die Entscheidung soll voraussichtlich bis zum Ende des laufenden Haushaltsjahres in Kraft treten, das im September endet.
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Dem Schreiben von Vizeverteidigungsminister Steve Feinberg zufolge soll die Verantwortung für Maven innerhalb von 30 Tagen von der National Geospatial-Intelligence Agency an das Pentagon-Büro für digitale und KI-Strategie übergehen. Maven soll Daten, Sensorfeeds, Software und Algorithmen verbindet und so für schnellere Lagebilder, Logistik, Feuerleitung und Zielprozesse sorgen. Dabei behalten allerdings Menschen die Kontrolle, wie das US-Verteidigungsministerium betont. Ursprünglich ist Maven 2017 als Projekt zur automatischen Auswertung von Aufklärungs- und Drohnenbildern begonnen worden. 2024 schloss das US-Verteidigungsministerium mit Palantir einen Vertrag in Höhe von 480 Millionen US-Dollar zur weiteren Entwicklung und erhöhte den Betrag im Mai 2025 um weitere 750 Millionen US-Dollar.
Feinberg schrieb laut Reuters, es sei „unerlässlich“, jetzt gezielt in die stärkere Integration von Künstlicher Intelligenz in die Streitkräfte zu investieren und KI-gestützte Entscheidungen zum Grundpfeiler der Strategie zu machen. Palantir betont zugleich, dass seine Software keine tödlichen Entscheidungen treffe, sondern Menschen die Zielauswahl und -freigabe verantworten.
Gleichzeitig skizzierten Verantwortliche wie Cameron Stanley, Chief Digital and Artificial Intelligence Officer (CDAO) des US-Verteidigungsministeriums einem Bericht von Govcon Wire zufolge vor wenigen Tagen Feldexperimente zur Entwicklung von KI-Systemen. Das machte Stanley auf dem AI-Summit des Potomac Officers Club deutlich, auf dem sich unter anderem hochrangige Vertreter aus der Regierung und Verteidigungsindustrie austauschten.
Zeit der Kriegsexperimente
Statt 100-prozentige Perfektion anzustreben, zielt man, wie Stanley laut Govcon Wire erklärte, zunächst auf 80-prozentige Erfolgsquoten ab und lässt Soldaten die Systeme im Einsatz testen. Diese geben dann „sehr aggressives […] Feedback“ darüber „wie schlecht“ das System funktioniert hat. Dann werde iteriert, bis Perfektion erreicht sei. Er gebe keinen einzigen hochrangigen Führungsoffizier, „der nicht glaubt, dass der nächste Krieg datenzentriert und mit KI‑Werkzeugen geführt wird.“
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Noch im Januar stellte Verteidigungsminister Pete Hegseth klar, dass die Zeit des zivilen Experimentierbetriebs im Verteidigungsbereich vorbei sei und die US‑Streitkräfte nun einen konsequent kriegsorientierten Modernisierungskurs einschlagen müssten. Er forderte laut Defensescoope eine umfassende Prüfung bestehender Prozesse, um Bürokratie zu durchbrechen und die Einführung neuer Technologien, speziell im KI-Bereich, drastisch zu beschleunigen.
Maven Smart System NATO
Die NATO nutzt das System seit 2025 als Maven Smart System NATO (MSS NATO) für verbesserte Kampfraumwahrnehmung, Logistik und Zielerfassung. Durch eine „breite Palette von KI-Anwendungen – von großen Sprachmodellen bis zu generativem und maschinellem Lernen“ und unter anderem dank Geheimdienstinformationen will die NATO schneller auf Bedrohungen reagieren können.
Zudem ebnete das britische Militär mit einem strategischen Partnerschaftsvertrag von bis zu 1,5 Milliarden Pfund den Weg, indem es Palantirs KI-Fähigkeiten – bereits in der Ukraine getestet – für Entscheidungsfindung und Targeting einsetzt. Die neue Einstufung würde Palantirs Rolle im US-Militär weiter festigen. Derweil wachsen die Proteste rund um den Einsatz der Software des Unternehmens im englischen Gesundheitswesen.
(mack)
Künstliche Intelligenz
Top 10: Die beste Soundbar mit Subwoofer im Test – JBL vor Samsung und Teufel
Testsieger
JBL Bar 1300MK2
29 Lautsprecher, 2470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling. Ob das der JBL Bar 1300MK2 gelingt, zeigt der Test.
- Räumlichkeit bei Dolby-Atmos-Material beeindruckend
- Bass druckvoll und präzise, Dialogverständlichkeit hervorragend
- Flexibel, dank abnehmbaren Rears mit Akku
JBL Bar 1300MK2 im Test: Soundbar mit Dolby Atmos, starkem Bass und Akku‑Rears
29 Lautsprecher, 2470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling. Ob das der JBL Bar 1300MK2 gelingt, zeigt der Test.
Kabelloser Surround-Sound ohne Kompromisse: Die JBL Bar 1300MK2 kommt mit zwei Akku-Lautsprechern, die sich in Sekunden abnehmen und hinten im Raum platzieren lassen. Gemeinsam mit der Soundbar und dem externen Subwoofer entsteht so ein 11.1.4-System mit 29 Lautsprechern und 2470 Watt Gesamtleistung. Was die Soundbar abseits des imposanten Zahlenwerks bietet und ob sie klanglich überzeugt, klären wir im Test.
Bilder: Soundbar JBL Bar 1300MK2
JBL Bar 1300MK2: 29 Lautsprecher, 2.470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling.
JBL Bar 1300MK2: 29 Lautsprecher, 2.470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling.
JBL Bar 1300MK2: 29 Lautsprecher, 2.470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling.
JBL Bar 1300MK2: 29 Lautsprecher, 2.470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling.
JBL Bar 1300MK2: 29 Lautsprecher, 2.470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling.
JBL Bar 1300MK2: 29 Lautsprecher, 2.470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling.
JBL Bar 1300MK2: 29 Lautsprecher, 2.470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling.
JBL Bar 1300MK2: 29 Lautsprecher, 2.470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling.
Mit der App JBL One lässt sich die Bar 1300MK2 bequem einrichten und konfigurieren. Trotz der vielen Funktionen ist die App übersichtlich und intuitiv bedienbar.
Mit der App JBL One lässt sich die Bar 1300MK2 bequem einrichten und konfigurieren. Trotz der vielen Funktionen ist die App übersichtlich und intuitiv bedienbar.
Mit der App JBL One lässt sich die Bar 1300MK2 bequem einrichten und konfigurieren. Trotz der vielen Funktionen ist die App übersichtlich und intuitiv bedienbar.
Mit der App JBL One lässt sich die Bar 1300MK2 bequem einrichten und konfigurieren. Trotz der vielen Funktionen ist die App übersichtlich und intuitiv bedienbar.
Mit der App JBL One lässt sich die Bar 1300MK2 bequem einrichten und konfigurieren. Trotz der vielen Funktionen ist die App übersichtlich und intuitiv bedienbar.
Die JBL Bar 1300MK2 lässt sich unter Home Assistant als Medienabspielgerät nutzen. Somit kann sie als Soundausgabe für die eigene Musiksammlung dienen.
Die JBL Bar 1300MK2 lässt sich unter Home Assistant als Medienabspielgerät nutzen. Somit kann sie als Soundausgabe für die eigene Musiksammlung dienen.
JBL Bar 1300MK2: 29 Lautsprecher, 2.470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling.
JBL Bar 1300MK2: 29 Lautsprecher, 2.470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling.
JBL Bar 1300MK2: 29 Lautsprecher, 2.470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling.
JBL Bar 1300MK2: 29 Lautsprecher, 2.470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling.
JBL Bar 1300MK2: 29 Lautsprecher, 2.470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling.
JBL Bar 1300MK2: 29 Lautsprecher, 2.470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling.
JBL Bar 1300MK2: 29 Lautsprecher, 2.470 Watt und abnehmbare Akku-Rears versprechen echtes 11.1.4-Kino-Feeling.
Design und Ausstattung: 11.1.4-Kanal-System mit abnehmbaren Surround-Speakern
Die JBL Bar 1300MK2 ist ein 11.1.4-Kanal-System mit einer Gesamtausgangsleistung von 2470 Watt. Elf Kanäle auf Ohrhöhe, ein Subwoofer-Kanal und vier Höhenkanäle sollen für dreidimensionalen Klang sorgen, wobei die hohe Leistung auch größere Räume klanglich auszufüllen vermag.
In der Soundbar arbeiten acht Racetrack-Treiber für Mitten und Bässe, sieben Hochtöner sowie vier nach oben abstrahlende Treiber für Atmos-Effekte. Die ovalen Racetrack-Treiber bieten bei kompakter Bauweise eine größere Membranfläche als herkömmliche runde Treiber. Jeder der beiden separaten Surround-Lautsprecher enthält zwei Racetrack-Treiber, einen Vollbereichstreiber und einen weiteren nach oben abstrahlenden Treiber. Der Subwoofer ist schließlich mit zwei 200-Millimeter-Treibern bestückt, die für tiefen, druckvollen Bass sorgen sollen.
Die nach oben abstrahlenden Treiber sind für die Wiedergabe von Höhenkanälen vorgesehen. Ein 3D-Klangerlebnis entsteht jedoch nur, wenn das Quellmaterial entsprechende Inhalte wie Dolby Atmos oder DTS:X liefert. Bei herkömmlichen Formaten kann der integrierte Dolby Surround Upmixer den Klang zumindest räumlich erweitern.
JBL stattet seine Soundbar mit mehreren hauseigenen Technologien aus: Multibeam 3.0 erzeugt eine breitere Klangbühne und kommt auch Hörplätzen abseits der zentralen Position zugute. Pure Voice 2.0 hebt Dialoge bei Bedarf an, wenn sie von Effekten überlagert werden – in der App wird diese Funktion allerdings lapidar nur mit „Switch“ bezeichnet. AI Sound Boost optimiert schließlich die Dynamik, um die Treiber effizienter auszusteuern.
Für die Anpassung an die Raumakustik sorgt eine Sound-Kalibrierung. Über die CALIBR-Taste auf der Fernbedienung lässt sich eine zweistufige Kalibrierung durchführen: Zuerst wird der Hörbereich, anschließend die Position der hinteren Lautsprecher eingemessen. Alternativ erledigt man das bequem über die App. Vorbildlich: Für die Nutzung der JBL One App ist keine Registrierung erforderlich.
Das Gehäuse in mattem Schwarz mit abgerundeten Seiten und feinem Metallgitter an der Front wirkt dezent und edel. Die magnetisch an der Soundbar gehaltenen Satelliten lassen sich sauber lösen; die mitgelieferten Abdeckkappen verdecken die Anschlussstellen auch im getrennten Zustand optisch ansprechend. Die Verarbeitung ist einwandfrei.
Abnehmbare Surround-Lautsprecher
Die hinteren Lautsprecher lassen sich mechanisch von der Soundbar lösen und arbeiten dann kabellos über ihren integrierten Akku. JBL gibt die Akkulaufzeit mit bis zu zehn Stunden an, was wir im Test bestätigen konnten. Wer die Surround-Speaker also für einen Filmabend nutzen möchte, muss sie nicht täglich aufladen. Nach der Nutzung werden sie einfach wieder an der Soundbar angedockt und laden dort automatisch nach. Anders als bei den meisten Konkurrenzmodellen entfallen separate Netzkabel hinter dem Hörplatz – so viel Flexibilität bietet sonst niemand.
Doch die abnehmbaren Lautsprecher können mehr als nur Surround-Sound: Über eine Taste wechseln sie in den Bluetooth-Modus und fungieren dann als eigenständige Lautsprecher. Wer beide miteinander koppelt, erhält ein Stereo-System für Musik zwischendurch.
Die JBL One App hält zwei weitere Betriebsarten bereit. Der Modus Audio Broadcasting leitet das Signal der Soundbar an die abnehmbaren Lautsprecher weiter – praktisch, wenn man etwa in der Küche weiterhören möchte, während im Wohnzimmer der Fernseher läuft. Die Nacht-Hörfunktion hingegen schaltet Soundbar und Subwoofer stumm und begrenzt die Ausgabe auf die abnehmbaren Lautsprecher. Das schont nachts die Nachbarn, klanglich ist diese Betriebsart allerdings ein deutlicher Rückschritt und eher als Notlösung zu betrachten.
Anschlüsse und Konnektivität
Für den Anschluss von Zuspielern stehen drei HDMI-Eingänge zur Verfügung, hinzu kommt ein HDMI-Ausgang mit eARC. Die Eingänge unterstützen HDCP 2.3 sowie den Passthrough von HDR10+ und Dolby Vision. Dank der drei Anschlüsse lassen sich mehrere Quellen wie Blu-ray-Player, Streaming-Gerät oder Spielekonsole dauerhaft anschließen, ein externer Umschalter entfällt.
Eine Einschränkung gibt es für Gamer: Die HDMI-Eingänge verarbeiten 4K-Signale mit HDR, jedoch nur mit maximal 60 Hertz. Konsolen wie die Playstation 5 oder Xbox Series X, die Spiele mit 120 Hertz darstellen können, sollten daher direkt am Fernseher angeschlossen werden. Der Ton wird dann per eARC an die Soundbar weitergeleitet.
Für die Netzwerkanbindung stehen WLAN nach Wi-Fi-6-Standard und ein Ethernet-Anschluss zur Verfügung. Eine kabelgebundene Verbindung arbeitet grundsätzlich zuverlässiger als jede Funkverbindung. Im Test zeigte sich: In einem komplexen WLAN-Set-up mit zwei Routern und vier Netzen (jeweils 2,4 und 5 Gigahertz) kam es häufiger zu Verbindungsabbrüchen. Erst der Wechsel auf Ethernet schaffte Abhilfe – wer maximale Stabilität beim Streaming wünscht, sollte auf das Kabel setzen.
Als weitere Audioeingänge stehen ein optischer Digitaleingang sowie Bluetooth bereit. Für letztere wird der Codec AAC genutzt, der immerhin eine bessere Qualität bietet als SBC. Ein USB-Anschluss ist ebenfalls vorhanden, in Deutschland dient dieser jedoch ausschließlich für Service-Zwecke wie Firmware-Updates. Die Wiedergabe von Musik via USB wird nicht unterstützt.
Netzwerk-Funktionen und Streaming
In puncto Streaming-Dienste zeigt sich die JBL Bar 1300MK2 gut aufgestellt. Unterstützt werden AirPlay, Google Cast, Spotify Connect, Tidal, Qobuz, Amazon Music (inklusive Dolby-Atmos-Titel), Napster, iHeart Radio, Calm Radio und Tunein. Auch Roon Ready ist die Soundbar, ebenso kompatibel zu DLNA-basierten Diensten. So lässt sich die Soundbar etwa als Medienabspielgerät auch unter Home Assistant nutzen.
Für die Nutzung in mehreren Räumen lässt sich die Soundbar über AirPlay, Google Cast und Roon mit anderen kompatiblen Lautsprechern im selben Netzwerk gruppieren und synchron bespielen.
Die JBL One App übernimmt dabei nicht nur die Ersteinrichtung, sondern auch die Klanganpassung per Equalizer, Firmware-Updates und die Personalisierung der programmierbaren Taste (Moment) auf der Fernbedienung. Software-Updates werden automatisch über das Heimnetzwerk eingespielt, sofern die Soundbar mit dem Internet verbunden ist.
App, Bedienung und Einrichtung
Zur Steuerung der Soundbar liegen zwei Wege bereit: die Fernbedienung und die JBL One App. Die Fernbedienung bietet direkte Zugriffe auf Bass-Pegel, Surround-Pegel und die Intensität des Dolby-Atmos-Effekts. Mit der CALIBR-Taste startet man die Klangkalibrierung, die mit einem Herzsymbol gekennzeichnete Moment-Taste ermöglicht schnellen Zugriff auf personalisierte Einstellungen.
Die JBL One App kommt immer dann ins Spiel, wenn man die integrierten Streaming-Dienste nutzen möchte. Ferner bietet sie zahlreiche Hilfestellungen, etwa zur Verwendung der abnehmbaren Rear-Lautsprecher als eigenständige Bluetooth-Lautsprecher in anderen Räumen. Trotz der Vielzahl an Funktionen wirkt die App übersichtlich und lässt sich intuitiv bedienen.
Praktisch: Über die App lässt sich die Moment-Taste auf der Fernbedienung mit einem bestimmten Streaming-Dienst belegen, sodass man für den Musikstart nicht erst die App öffnen muss. Auch wer Musik nur für eine begrenzte Zeit hören möchte, kann dies in der App festlegen und mit der Favoriten-Taste koppeln – zur Auswahl stehen 15, 30, 45 und 60 Minuten.
Für die Anbindung an die TV-Fernbedienung bietet die Soundbar eine IR-Lernfunktion. Sie programmiert die wichtigsten Befehle wie Lautstärke und Stummschaltung, was vor allem dann relevant ist, wenn der Fernseher HDMI-CEC nicht unterstützt.
Die Leistungsaufnahme im vernetzten Standby liegt unter zwei Watt. Ein noch sparsamerer Tiefschlaf-Modus senkt den Verbrauch weiter, bringt im Test aber einen Nachteil mit sich: Ist diese Betriebsart aktiviert, startet die Soundbar nicht mehr automatisch, wenn der Fernseher eingeschaltet wird.
Abmessungen und Wandmontage
Mit einer Breite von 1404 Millimetern inklusive der angedockten Surround-Lautsprecher überragt die Soundbar selbst einen 55-Zoll-Fernseher deutlich. Steht dieser in einem Regal oder einer Wandnische, muss die JBL Bar davor platziert werden – was klanglich sogar von Vorteil ist: Die seitlich und schräg nach vorn abstrahlenden Treiber können sich so ungehindert entfalten, was dem 3D-Klangerlebnis zugutekommt.
Die Basiseinheit ohne die abnehmbaren Lautsprecher misst 1030 × 58 × 136 Millimeter, die Surrounds selbst kommen einzeln auf 202 × 58 × 136 Millimeter (je 1,3 Kilogramm). Der Subwoofer bringt es auf 315 × 277 × 275 Millimeter und wiegt stattliche 12 Kilogramm. Die Bauhöhe von 58 Millimetern ist für die Platzierung vor einem Fernseher ausgelegt, ohne das Bild zu verdecken.
Für die Wandmontage liegen Montageset und eine Bohrschablone bei. Soundbar und abnehmbare Lautsprecher lassen sich gemeinsam oder getrennt an der Wand befestigen. Wird nur die Soundbar montiert, decken mitgelieferte Seitenkappen die offenen Enden nach dem Abnehmen der Surrounds ab.
Soundbar und Subwoofer sind ab Werk gekoppelt. Sollte die Verbindung dennoch einmal unterbrochen sein, lässt sie sich über eine Taste auf der Subwoofer-Rückseite und die Fernbedienung jederzeit erneuern.
Klangtest
Die JBL Bar 1300MK2 kann ihre außergewöhnliche technische Ausstattung in der Praxis voll entfalten – vorausgesetzt, sie wird mit dem passenden Format gefüttert und die Rear-Lautsprecher sind korrekt hinter der Hörposition platziert. Bei Dolby-Atmos-Material entsteht dann eine beeindruckende Räumlichkeit, die fast an Kinoatmosphäre heranreicht. Der Bass spielt spektakulär auf, ohne unangenehm zu wummern. Wer es dennoch druckvoller mag, regelt den Pegel per Fernbedienung oder App auf Maximum – sollte dann aber womöglich bald mit Nachbarbeschwerden rechnen.
Für die Musikwiedergabe empfehlen wir, die Rear-Lautsprecher an der Soundbar zu belassen. Das sorgt für eine breitere Bühnenabbildung, was uns im Test am besten gefallen hat. Allerdings spielt die JBL Bar 1300MK2 nicht ganz so detailreich und präzise wie eine KEF Xio auf. Letztere ist allerdings deutlich teurer und bringt weder Subwoofer noch Rear-Lautsprecher mit – weshalb sie bei Filmen in puncto Räumlichkeit hinter der JBL zurückbleibt.
Auch bei alltäglichem TV-Genuss überzeugt die Soundbar. Ob Nachrichten oder Tatort – selbst mit einfachem Dolby Digital kommen Soundeffekte gut zur Geltung, und die Sprachverständlichkeit ist hervorragend. Erfreulich: Selbst bei aktivierter Dialogverstärkung über die Switch-Option in der App leidet der Klang nicht.
Die Leistung der JBL Bar 1300MK2 reicht locker aus, um eine größere Party zu beschallen.
| Kanäle | 11.1.4 | 7.1.4 | 7.1 | 5.1 |
| Breite (cm) | 140,4 | 120,3 | 116,3 | 94 |
| Breite o. SLS (cm) | 103 | 85,4 | 85,4 | – |
| Tiefe (cm) | 13,6 | 12,8 | 12,8 | 10,4 |
| Höhe (cm) | 5,8 | 5,2 | 5,2 | 5,05 |
| Dolby Atmos | ja | ja | ja | ja |
| Kanäle | 11.1.4 | 7.1.4 | 7.1 | 5.1 |
| Leistung (Gesamt) | 2470 W | 960 W | 780 W | 750 W |
| Leistung (Soundbar) | 950 W | 500 W | 400 W | 450 W |
| Leistung Subwoofer | 1200 W | 300 W | 300 W | 300 W |
| Leistung Surround | 2x 160 W | 2x 80 W | 2x 40 W | – |
| WLAN | 802.11 a/b/g/n/ac/ax | 802.11 a/b/g/n/ac/ax | 802.11 a/b/g/n/ac/ax | 802.11 a/b/g/n/ac/ax |
| Ethernet | ja | ja | ja | nein |
| HDMI eARC | ja | ja | ja | ja |
| HDMI-Eingang | 3 | 3 | 1 | 1 |
Preis
Qualität kostet, so ist es auch bei der JBL Bar 1300MK2, die regulär für 1499 Euro angeboten wird. Aktuell ist sie im Handel kaum günstiger. Wer mit einem etwas schwächeren Bass und geringfügig schlechterer Räumlichkeit zufrieden ist, kann auch zur JBL Bar 1000MK2 (Testbericht) greifen, die aktuell für 949 Euro erhältlich ist.
Fazit
Die JBL Bar 1300MK2 ist eine außergewöhnliche Soundbar, die primär durch ihr cleveres Konzept und ihre klangliche Wucht beeindruckt. Die abnehmbaren, kabellosen Akku-Rear-Lautsprecher sind kein Gimmick, sondern ein durchdachtes Feature, das maximale Flexibilität bietet – vom klassischen Surround-Set-up bis hin zur Nutzung als eigenständige Bluetooth-Boxen in anderen Räumen. Klanglich spielt das System in der Oberliga: Der Bass ist druckvoll und präzise, die Räumlichkeit bei Dolby-Atmos-Material beeindruckend und die Dialogverständlichkeit hervorragend.
Für wen lohnt sich die JBL? In erster Linie für alle, die ein kompromissloses Heimkino-Erlebnis suchen und die Flexibilität der abnehmbaren Lautsprecher zu schätzen wissen. Die Leistung reicht locker aus, um auch größere Räume oder Partys zu beschallen.
Bei einem aktuellen Preis von 1369 Euro ist die Konkurrenz jedoch nicht weit:
- Samsung HW-Q990F (Testbericht): Für deutlich unter 800 Euro bekommt man hier ein exzellentes Gesamtpaket. Sie kann in puncto Räumlichkeit mit der JBL mithalten und bietet ebenfalls vollwertige Rear-Lautsprecher. Wer primär ein rundum überzeugendes Surround-System zu einem fairen Preis sucht, ist mit der Samsung möglicherweise besser beraten – auch wenn ihr Bass nicht ganz so brachial ausfällt.
- KEF XIO (Testbericht): Für 2249 Euro zielt die Soundbar ohne Subwoofer auf eine gänzlich andere Zielgruppe ab. Sie spielt detailreicher und präziser auf, was Musikliebhaber zu schätzen wissen. Für ein maximal immersives Filmerlebnis mit tiefem Bass und echtem Surround-Sound muss man zusätzlich investieren.
Die Entscheidung hängt also davon ab, was einem wichtiger ist: das flexible Gesamtpaket mit Kino-Feeling (JBL), das unschlagbare Preis-Leistungs-Verhältnis (Samsung) oder die audiophile Präzision bei der Musikwiedergabe (KEF).
Künstliche Intelligenz
1 Terawatt an KI-Chips – Elon Musk will größte Chipfabrik bauen
In der texanischen Haupstadt Austin hat Elon Musk am Samstag sein Projekt „Terafab“ angekündigt. Unter diesem Namen soll die größte voll integrierte Chipfabrik der Welt entstehen. Sie soll vorwiegend KI-Beschleuniger für Training und Inferencing herstellen, aber auch Solarzellen und Speicherbausteine. In der Terafab sollen auch die für die Belichtung von Halbleitern nötigen Masken selbst gefertigt werden und die fertigen Chips in Gehäuse gesetzt werden, das so gennannte „packaging“.
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Elon Musk verspricht sich von diesem integrierten Ansatz eine „um eine Größenordnung bessere“ Geschwindigkeit bei der Entwicklung der Chips. Sie sollen vollständig im selben Gebäude hergestellt und getestet werden. Sind Verbesserungen nötig, sollen neue Masken gefertigt werden, und der Prozess beginnt von vorne. Musk sagte, dass seines Wissens nach niemand in der Halbleiterindustrie diesen Ansatz verfolge.
In seinem knapp halbstündigen Vortrag, der bei X gestreamt wurde, machte Musk keinerlei Angaben zu den dafür nötigen Basistechnologien oder Zulieferern für Material oder die Maschinen, welche die Chips herstellen sollen. Firmen wie ASML, Weltmarktführer bei EUV-Lithographie, oder Trumpf, welche die Laser für diese Belichter herstellen, wurden nicht genannt. Auch Zeitpläne oder den Kostenrahmen ließ der Unternehmer offen.
2-Nanometer-Technik, Partner unbekannt
Aus früheren Äußerungen von Musk ist nur bekannt, dass die Terafab 2 Nanometer kleine Strukturen auf den Chips erreichen soll. In diesen, bei verschiedenen Prozessen schlecht vergleichbaren, Dimensionen arbeitet derzeit auch Fertigungs-Technologieführer TSMC. Üblicherweise dauert die Entwicklung von derartigen Prozessen mehrere Jahre, wenn ein Unternehmen entsprechende Erfahrung, Personal und Maschinen besitzt.
Die Fabrik, die von Tesla, SpaceX und xAI gemeinsam betrieben werden soll, ist laut einem Renderbild in der Nähe des Tesla-Hauptquartiers bei Austin geplant. Auch zur Energieversorgung oder der Größe der Fläche machte Musk keine Angaben. Gleiches gilt für mögliche Partner. Der Unternehmer hatte jedoch früher angedeutet, dass seine Halbleiterfertigung mit Intel zusammenarbeiten könnte. Auch dieses Unternehmen, oder das auch in Austin ansässige AMD, erwähnte Musk nicht.
Nötig ist die eigene Halbleiterfertigung für die drei Musk-Unternehmen dem Vortrag zufolge nicht nur für die bisherigen Produkte von SpaceX, xAI und Tesla. In der ersten Hälfte seiner Ausführungen betonte Musk wieder einmal seine Vision von einem Leben der Menschheit im All. Um das zu erreichen, bräuchte man demnach ein Mehrfaches der Rechenleistung für Künstliche Intelligenz, die bisher auf der Erde zur Verfügung steht. Die bräuchte aber auch ein mehrfaches an Energie.
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Musks Vision: Optimus baut Raketen und Satelliten, und die stellen im All mehr KI-Rechenleistung als auf der gesamten Erde zur Verfügung.
(Bild: SpaceX, Screenshot: heise medien)
1 Terawatt Rechenleistung im All als Ziel
Folglich sollen die künftigen Rechenzentren vorwiegend mit Satelliten im All realisiert werden. Musk zeigte dazu Rendergrafiken eines „AI Sat Mini“ genannten Satelliten, dessen ausgefaltete Solarzellen das aktuelle Starship V3 von SpaceX überragen. Dieses ist rund 124 Meter hoch. Um 1 Terawatt Rechenleistung im All zu ermöglichen – das ist ein Ziel der Terafab – sollen die Satelliten von einem nochmals größeren Starship V4 von rund 140 Metern befördert werden. Dessen Nutzlast soll bei 200 Tonnen liegen.
Einer der AI Sat Mini soll eine Leistungsaufnahme von rund 100 Kilowatt bereitstellen. Dass die Frage der Kühlung von solchen Systemen im All ungeklärt sei, bezeichnete Musk als „bizarre Debatte“. SpaceX wisse durch die zehntausenden Starlink-Satelliten, wie man solche Geräte kühle. Andere KI-Unternehmer sehen das anders. Sam Altman von OpenAI nannte vor einem Monat die Idee von Rechenzentren im All „lächerlich“ – vor allem wegen der Kosten des Transports und der fehlenden Reparaturmöglichkeiten von orbitalen Systemen.
Milliarden humanoide Roboter
Die in der Terafab hergestellten Chips sollen auch auf der Erde in konkreten Produkten zum Einsatz kommen, auch denen der Musk-Firmen. Der Unternehmer nannte als ein boomendes Segment mehrfach humanoide Roboter wie das System „Optimus“ von Tesla. Diese würden bald mehrfach häufiger hergestellt werden als Autos: „Ich schätze, die Produktion humanoider Roboter wird irgendwo zwischen einer und zehn Milliarden Einheiten pro Jahr liegen, das ist also eine ganze Menge.“
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