Digital Business & Startups
„Alle sehr neidisch“: 14-jähriger Gründer berichtet von Spott auf dem Pausenhof
Vor dem Technikschrank in seinem Kinderzimmer blüht Conner auf. Stolz zeigt er seine Profi-Ausstattung für die Produktion von Videos, Podcasts und Werbefotos: den Controller samt Brille für die Drohne, den mobilen Teleprompter, den Koffer für die Stromversorgung.
So um die 15.000 Euro dürfte das Ganze schon wert sein, schätzt der 14-Jährige. Er sagt das ganz nüchtern, ohne aufzutrumpfen. Für ihn ist es Arbeitsgerät.
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Vor knapp einem Jahr, da war er noch 13, hat Conner Pirck seine eigene Firma gegründet. Der Schüler aus einer Randgemeinde von Hamburg dürfte damit einer der jüngsten Gründer Deutschlands sein. Genau kann man das nicht wissen, weil das Alter nirgends zentral erfasst wird.
Conner filmt Events, er fotografiert Produkte und produziert am Computer Beiträge für Social Media. Ein bekannter Verkaufstrainer, ein Internat, ein Unternehmerverband und auch sein eigener Vater zählen zu seinen Kunden.
Auftrag vom Verkaufstrainer
Conner ist ein höflicher und freundlicher Junge. Er ist wortgewandt, berichtet freimütig auch über die Steine auf seinem Weg. Wer Conner zuhört, erfährt, was in Deutschland mit Motivation, Ausdauer und der richtigen Unterstützung von daheim möglich ist. Er ahnt aber auch, woran es hierzulande hakt mit dem Unternehmertum.
„Du bist dein einziges Limit“, dieser Spruch des Verkaufstrainers Dirk Kreuter hängt über Conners Bett. Darunter ein Foto von ihm mit den Worten: „Wenn du immer das Gleiche tust, wirst du auch immer die gleichen Ergebnisse bekommen.“
Kreuter, der mit seinen Motivationsreden Säle mit Tausenden Zuschauern füllt, ist für Conner ein Star. Und er war einer seiner ersten Kunden. Conner hatte seinen Vater auf eine Konferenz von Kreuter in Dubai begleitet und dort dessen Social-Media-Team kennengelernt.
Danach bekam er den Auftrag, einen Film von einem Vertriebs-Event in Bonn zu machen. „Ich habe nur gedacht: Oh mein Gott, wie cool ist das denn“, schwärmt Conner.
Gründer berichtet von dummen Sprüchen in Schule
Wenn er von seiner Arbeit berichtet, die Kniffe seiner Technik und Computerprogramme erklärt, lächelt er. Spricht er von der Schule, wird er ernst. Nicht, weil dem Achtklässler das Lernen nicht läge.
Er hat seinen Notendurchschnitt binnen eines Jahres um anderthalb Noten auf eine glatte 2 verbessert. Das war der „Deal“ mit den Eltern, damit sie ihn bei der Firmengründung unterstützten.
Doch gefragt nach seinen Mitschülern, entfährt Conner ein tiefer Seufzer. „Die kommen damit einfach nicht klar, dass ich Unternehmer bin“, sagt er. Er berichtet von dummen Sprüchen auf dem Pausenhof, über vermeintliche Millionen auf seinem Konto.
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Mit Photoshop hätten Klassenkameraden ein „blödes Meme“ von ihm gebastelt, auf dem er den Bundeskanzler herzt. Er sah ihn auf einem Unternehmertag. Nur zwei Mädchen hätten mal zu ihm „Respekt“ gesagt. „Die anderen sind alle sehr neidisch“, sagt Conner.
Er ist froh, dass er einen Freund in der Nachbarschaft hat. „Wir fahren gemeinsam mit den Fahrrädern rum oder sitzen im Garten am Feuer und sprechen. Das finde ich viel schöner als Computerspiele.“
Und Conner hat seine Familie: Mit der zwei Jahre älteren Schwester Kaitlyn verstehe er sich „richtig gut“, mit seinen Eltern auch.
„Ein echtes Unternehmer-Mindset-Training“
Conners Vater, Lars-Hendrik Pirck, hat die Reporterin in seinem weißen Porsche Taycan vom Bahnhof abgeholt und zunächst in seine eigenen Firmenräume in Ahrensburg bei Hamburg gebracht. Pirck konzipiert und verkauft Markenwerbeartikel – von Golfbags für BMW bis zu Sweatshirts und Kaffeebecher für Aida-Cruises.
Auf seinen Social-Media-Accounts postet der stolze Vater immer wieder auch Fotos und Videos mit seinem Sohn. „Was wäre aus dir geworden, wenn du mit 14 nicht zur Schule gegangen wärst – sondern zu den Familienunternehmer-Tagen?“, fragt er in einem Beitrag.
Und weiter: „Genau das hat unser Sohn Conner gemacht. Kein ‚Schwänzen‘. Kein Ausflug. Sondern: ein echtes Unternehmer-Mindset-Training.“ Er dankt der Schule noch für die Beurlaubung und die fördernde Haltung gegenüber dem Unternehmertum.
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Lars-Hendrik Pirck hat eine Amerikanerin geheiratet, verbringt privat und beruflich viel Zeit in den USA und sagt: „Ich weiß, wie hart wir hierzulande noch an unserer Einstellung arbeiten müssen.“
Conners Mutter, Kirsten Pirck, sieht das genauso. Die studierte Innenarchitektin, die in Los Angeles aufgewachsen ist, hat damit bei den Jüngsten angefangen. Am heimischen Esstisch berichtet sie in fließendem Deutsch von einem Nachmittagskurs, den sie an einer Grundschule anbietet.
Der Kurs sagt viel darüber aus, wie sie und ihr Mann die Kinder erziehen. Er dreht sich um das Thema „Growth Mindset“, zu Deutsch: Wachstumsdenken. Es soll gelingen, Herausforderungen als Chancen zu betrachten und Fehler als Lerngelegenheiten. „,Ich bin schlecht in Mathe‘ ist ein Satz aus dem fixed Mindset, der Kinder limitiert“, sagt Kirsten Pirck. „,Ich bin NOCH nicht so gut in Mathe‘ – so ein Satz öffnet ganz andere Türen.“
Unternehmerischen Rückenwind vom Elternhaus
Das Elternhaus gibt Conner unternehmerischen Rückenwind – so wie vielen Gründern. Die Bertelsmann Stiftung etwa hat die Herkunft von 1800 Start-up-Teams in Deutschland untersucht und herausgefunden: Familie zählt.
Bei 38 Prozent der Gründer war mindestens ein Elternteil selbstständig. Bei jedem Vierten führten sie sogar ein Unternehmen mit Angestellten. Mütter und Väter seien Mentoren und Vorbilder zugleich, folgern die Wissenschaftler.
Vorbilder sichtbar machen, schon an den Schulen – das haben daher Initiativen wie Start-up Teens oder der Deutsche Gründerpreis für Schüler und Schülerinnen zum Ziel. Sie fordern, Jugendliche schon früh für Unternehmertum zu begeistern, um die deutsche Wirtschaft zu beflügeln.
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Conner jedenfalls hat noch viel vor mit seiner jungen Firma. „Porsche wäre für mich ein Traumkunde“, schwärmt er und hat schon eine Idee: „Ich könnte ja mit Werbefilmen für die Händler anfangen.“ Erst mal wünscht er sich eine neue, noch bessere Kamera und „mehr Sichtbarkeit für weitere Kunden“.
Das mit dem Unternehmer-Sein, das möchte Conner selbst. Zu dem Schluss kam vergangenen Herbst eine Richterin am Familiengericht. Dort musste Conner, nachdem seine Eltern seinen Antrag auf die Firmengründung unterstützt hatten, noch mal allein vorsprechen.
„Sie wollte wissen, ob ich das wirklich will oder nur der Papa“, berichtet Conner. Er wollte. Und bekam einige Wochen später grünes Licht für sein Kleingewerbe. 10.000 Euro im Jahr darf er als Kind jetzt steuerfrei dazu verdienen.
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Nach dem Mittagessen tauscht Conner sein gelbes Poloshirt gegen ein weißes Anzughemd. Er hat gleich noch einen Termin bei Schleswig-Holsteins Digitalminister in Kiel. Ob er nervös sei vor solch einem Treffen? „Nein, da bin ich eigentlich entspannt“, sagt Conner.
Er habe schließlich schon Rhetorikkurse gemacht und auch mit Präsentationen auf Bühnen keine Probleme. Froh ist er, dass er heute nicht mehr in die Schule muss. Wegen seiner Termine als Unternehmer ist er freigestellt.
Digital Business & Startups
Die „Zalando-Mafia“: Diese 5 Startups sind aus dem Modehändler entstanden
Als Robert Gentz und David Schneider 2008 Zalando gründeten, hätte kaum jemand erwartet, dass deren Firma eine der größten Startup-Erfolgsgeschichten Deutschlands wird. Der Name Zalando steht für Online-Mode wie Tempo für Taschentücher. Es ist die Art von ehemaligem Startup, die Witze inspiriert, in der Art von „Wir bauen das Zalando für XY“. Und tatsächlich: 54 Startups sind aus dem Netzwerk des deutschen Mode-Händlers hervorgegangen. Damit ist das Unternehmen die fünftgrößte Founder-Factory in Europa. In solchen Fällen spricht man in der Szene auch von einer „Mafia“: ein Netzwerk von Ehemaligen, das sich gegenseitig unterstützt. Wir stellen euch fünf Zalando-Zöglinge vor.
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Quantum Diamonds erhält 91 Millionen – Lissi sammelt 3,5 Millionen ein – Finto bekommt 3,4 Millionen
#DealMonitor
+++ #DealMonitor +++ Quantum Diamonds erhält 91 Millionen +++ Lissi sammelt 3,5 Millionen ein +++ Finto bekommt 3,4 Millionen +++ Birdsview erhält 2,5 Millionen +++ Carewell streicht 1,5 Millionen ein +++ Propcorn bekommt sechsstellige Summe +++

Im #DealMonitor für den 9. Juli werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.
STARTUPLAND 2027: SAVE THE DATE

The next unicorn? You’ll meet it at STARTUPLAND
+++ Du hast unsere phänomenale dritte STARTUPLAND verpasst? Dann trage Dir jetzt schon einmal unseren neuen Termin in Deinen Kalender ein: Die nächste STARTUPLAND findet am 10. März 2027 statt. Mehr über Startupland
INVESTMENTS
Quantum Diamonds
+++ Der Berliner Impact-Investor World Fund, IQ Capital, Earlybird, First Momentum, UnternehmerTUM Funding for Innovators, Creator Fund, Onsight Ventures, Bayern Kapital und mehrere Business Angels investieren 15 Millionen Euro in QuantumDiamonds. Hinzu kommen 76 Millionen Euro an Fördergeldern durch den European Chips Acts. Das Startup aus München, 2022 von Kevin Berghoff, Kristina Liu, Dominik Bucher, Tammo Sievers und Fleming Bruckmaier gegründet, entwickelt „Sensoren, die eine zerstörungsfreie Bildgebung von Magnetfeldern im Nanobereich ermöglichen“. IQ Capital, Earlybird, Onsight Ventures, First Momentum, Creator Fund und UnternehmerTUM investierten zuvor bereits 3 Millionen Euro in Quantum Diamonds. „Mit den Mitteln aus der Runde plant QuantumDiamonds, seine Technologie weiter zu skalieren und sein Ingenieurteam zu erweitern“, heißt es in einer Presseaussendung. Der World Fund hielt zuletzt rund 17 % am Unternehmen. Mehr über Quantum Diamonds
Lissi
+++ Der französische Investor Ventech, BMH Beteiligungs-Managementgesellschaft Hessen, main incubator und Ninepointfive Ventures investieren 3,5 Millionen Euro in Lissi. Das junge FinTech aus Frankfurt am Main, das vom Commerzbank-Ableger neosfer ausgebrütet und 2023 von Helge Michael, Sebastian Bickerle und Adrian Doerk ausgegründet wurde, bietet eine „Software für Unternehmen und den öffentlichen Sektor an, um mit EUDI-Wallets nach eIDAS 2.0 zu interagieren“. Ventech hält nun 31,6 % am Unternehmen. Mehr über Lissi
Finto
+++ Der US-Investor Lightspeed, Gradient, Y Combinator und Business Angels wie Lukas Deutsch, Jürgen Klöpffer und Michael Felix investieren 3,4 Millionen US-Dollar in Finto. Das FinTech aus München, 2025 von Jonas Morgner, Lorenz Neuner und Linus Boehm gegründet, automatisiert die Rechnungsverarbeitung in Unternehmen mit KI-Agenten. Die Plattform verarbeitet Eingangsrechnungen von der Datenerfassung und Prüfung bis zur Verbuchung im ERP-System und reduziert so den manuellen Aufwand in Finanzabteilungen. Mehr über Finto
Birdsview
+++ Der belgische Investor Fortino Ventures und Newion aus den Niederlanden investieren 2,5 Millionen Euro in BirdsView – siehe EU-Startups. Das Startup aus Leipzig, von den Datenwissenschaftlern Tim Kuesters und Ozan Tuerker gegründet, kümmert sich um High-end-Marketing-Automatisierung. Das Team möchte insbesondere „kleinen E-Commerce-Unternehmen dabei helfen, ihre eigenen Kundendaten in leistungsstarke, personalisierte Marketingstrategien zu transformieren und einmalige Käufer in treue Kunden zu verwandeln“. Der Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS) investierte zuvor bereits eine siebenstellige Summe in das Unternehmen. Fortino und Newion halten nun jeweils 9,5 % am Unternehmen. Mehr über BirdsView
Carewell
+++ StartAngels Network (Lucian Wagner) SICTIC, Kickfund und Business Angels investieren 1,5 Millionen Schweizer Franken in Carewell. Das Startup aus Lausanne, 2024 von Soazig Olivin, Josselin Meylan, Mathieu Dubois und Fabian Mösli gegründet, hilft Gesundheitseinrichtungen dabei, Personallücken zu schließen. Die Plattform vermittelt Pflege- und Gesundheitsfachkräfte für flexible Einsätze und bringt beide Seiten per Algorithmus zusammen. Mehr über Carewell
Propcorn
+++ Die Wiener Compass-Gruppe, die sich um Wirtschaftsinformationen kümmert, Hansmann Family Office, Weilburg Ventures, Calm/Storm und tecnet equity investieren eine sechsstellige Summe in Propcorn – siehe Brutkasten. Das Startup aus Wien, von Niki Stadler, Benjamin Buchta und Bertty Contreras gegründet, hat sich vorgenommen, den Immobiliensektor mit AI zu revolutionieren. Es ist „unser Ziel, die Kraft der KI zu nutzen, um automatisch das volle Baupotenzial unserer Kunden zu erschließen“, heißt es zum Konzept. tecnet equity, Hansmann Family Office, Calm/Storm und Weilburg Ventures investierten zuvor bereits in das Unternehmen. Mehr über Propcorn
Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.
Foto (oben): azrael74
Digital Business & Startups
Gründerszene Sommercamp: Mit KI in zehn Wochen ein Startup bauen?
Von KI, die dir Handwerker vermittelt, bis zu einer App, die endlich die Frage „Wo gehen wir essen?“ beantwortet. Acht KI-Builder ziehen ins Gründerszene-Startupcamp „Gründerszene sucht die Supergründer“ ein, mit nur einem Ziel: ihre Ideen in die Realität umzusetzen.
Das Sommercamp „Gründerszene sucht die Supergründer“ ist ein zehnwöchiges Fellowship von Gründerszene. Acht ausgewählte Fellows entwickeln dabei mithilfe von Künstlicher Intelligenz Consumer-Apps. Unterstützt wird das Programm von unseren Partnern Dash0, DHL, OpenAI & Vercel.
Die Fellows könnten unterschiedlicher kaum sein. Die einen haben bei Google oder Uber programmiert, die anderen Startups mit aufgebaut, in Venture-Capital-Fonds gearbeitet oder Unternehmen beraten. Doch am Ende zählt nicht der Lebenslauf, sondern wer in zehn Wochen die beste Idee baut. Unterstützung gibt es zwar jede Menge, geschenkt wird sich trotzdem nichts.
Hier kommen die acht Köpfe, die in diesem Sommer um den Titel „Supergründer“ – und 10.000 Euro Preisgeld – kämpfen.
1. Theodora Both: Vom Dating in die Restaurants
Theodora Both (24) liebt den Startup-Alltag und sagt selbst, dass sie schon mit 16 wusste, Unternehmerin werden zu wollen. Druck ist für sie dabei kein Problem: „Ich liebe Druck, dann arbeite ich noch härter und besser.“ Dass sie Aufmerksamkeit erzeugen kann, hat sie bereits bewiesen: Mehrfach ist sie mit ihren Inhalten viral gegangen. Die anderen Teilnehmer sollten also aufpassen, denn Theodora weiß, wie man Menschen erreicht.
Theodora hat mit SheLeads bereits eine Community von über 1.200 jungen Frauen aufgebaut und gezeigt, dass sie Menschen zusammenbringen und Projekte wachsen lassen kann. Neben Erfahrungen bei PwC und EY studiert sie Entrepreneurship an der WHU und arbeitet heute an ihrer eigenen Personal-Brand-Agentur. Jetzt will sie beweisen, dass sie nicht nur Communities aufbauen, sondern auch ein Startup skalieren kann. Anfangs wollte sie eine Dating-App bauen, jetzt geht sie in Richtung Restaurants oder vielleicht doch was anderes? Was klar ist: Sie mag Pivots.
2. Suna Marie Tamboga: Der Handwerker kommt – und weiß schon, was kaputt ist
Kaum etwas testet die Geduld so sehr wie ein kaputter Wasserhahn und die Suche nach jemandem, der ihn repariert. Suna Marie Tamboga (20) will beides deutlich entspannter machen. Ihre Plattform soll Haushalte mit lokalen Handwerksbetrieben verbinden.
Startup-Luft hat Suna bereits reichlich geschnuppert. Neben ihrem Studium an der Zeppelin Universität hat sie als Founders Associate bei Bounti und opus direkt an Themen wie Vertrieb, Produkt und Wachstum gearbeitet. Mit ihrer Leidenschaft für Unternehmertum und Innovation sitzt sie jetzt selbst auf der Gründerseite des Tisches. Ihr Motto dabei: „Gas geben.“ Warum sie an den Sieg glaubt? „Ich glaube, dass ich Supergründerin werden kann, weil ich sehr an meine Idee glaube und sie ein Problem löst“, so Suna.
3. Minh Vu Ngo: Wenn KI-Zwillinge zuerst flirten
Auch Minh Vu Ngo (30) wollte anfangs eine Dating-App bauen. Konkurrenz für Theodora? Oder ein großer Merger? Wir werden sehen!
Minh bringt einen starken KI- und Engineering-Background mit: Nach Stationen bei Google, Amazon und Uber sowie Forschungserfahrung an der Harvard University gründete er mit Cevee seine eigene KI-basierte Karriereplattform. Mit seinem Wissen aus Computer Science, Machine Learning und Produktentwicklung baut er heute daran, Karriereorientierung für die nächste Generation neu zu denken.
„Meine Freunde glauben immer an mich“, sagt er. Gleichzeitig ist er überzeugt, dass viele seine Soft Skills unterschätzen. Und was sein Ziel im Camp angeht, lässt er keinen Zweifel: „Ich bin ein super kompetitiver Mensch. Ich bin natürlich hier, um zu gewinnen.“
4. Vincent Betz: Prognosen statt Glücksspiel
Vincent Betz (25) setzt auf Vorhersagen statt Wetten: Seine Idee ist eine Social-App, in der Nutzer Prognosen zu aktuellen Ereignissen abgeben und sich mit Freunden messen können, ganz ohne echtes Geld und damit außerhalb klassischer Glücksspielregeln (Glück gehabt!).
Er sagt gegenüber Gründerszene, das Startup-Camp fühlt sich für ihn ein bisschen wie „Love Island für Startups“ an. Druck verspürt Vincent nach eigener Aussage selten – mal schauen, wie lange das noch anhält.
Einen Exit kann Vincent schon von seiner To-do-Liste streichen. Nach seinem Studium in Management & Technology an der TUM und einem Austauschjahr an der UC Berkeley gründete er mehrere AI/ML-Startups. Mit Jarts, einer Plattform für KI-Sichtbarkeit von Unternehmen, baute er in nur wenigen Monaten ein Produkt auf, das von über 2.000 Agenturen und Marken genutzt wurde und erfolgreich übernommen wurde. Jetzt widmet er sich bereits der nächsten Idee.
5. Jolina van Laaten: Gesundheit beginnt beim Lesen
Was wäre, wenn man beim Lesen eines Gesundheitsartikels direkt den passenden Test bestellen könnte? Genau daran arbeitet Jolina van Laaten (22). Ihre Idee verbindet Gesundheitsanalysen mit medizinischen Testangeboten. Nutzer können Tests bestellen, erhalten ihre Ergebnisse verständlich von einer KI erklärt und bekommen konkrete Handlungsempfehlungen für die nächsten Schritte. „Die Idee ist, dass ihr mit meiner App gesund bleiben könnt. Ich will es für euch möglich machen, Daten über euren Körper zu verstehen“, beschreibt Jolina ihre Vision. Druck im Camp sieht sie dabei nicht nur als Herausforderung – er motiviert sie, an ihre Grenzen zu gehen.
Jolina bringt einen bunten Mix aus Venture Capital, Beratung und E-Commerce mit. Während ihres Studiums in Entrepreneurship and Business Innovation sammelte sie Erfahrungen bei Stationen wie Heartfelt, PwC und Oiko International Consulting – von Investments über Venture Development bis hin zu digitalen Geschäftsmodellen. Heute verbindet sie diesen Blick auf Innovation mit ihrer Begeisterung für digitale Gesundheitslösungen und die Frage, wie Technologie Gesundheit smarter machen kann.
6. Garry Lazovskis: Restaurantsuche nach Bauchgefühl
„Ich habe Lust auf etwas Gemütliches, vegetarisch wäre gut und bitte nicht zu laut.“ Genau solche Anfragen soll Garry Lazovskis (21) App beantworten. Eine KI schlägt passende Restaurants vor, inklusive Reservierungsmöglichkeiten und personalisierten Empfehlungen.
Wie er mit dem Druck im Camp umgehen wird? „Das werde ich herausfinden“, sagt Garry. Er hoffe natürlich, dass es gut klappt. Beim Ausgang des Wettbewerbs zeigt er sich dagegen selbstbewusst: „Ich werde euch zeigen, warum ich der Supergründer bin. Wir sehen uns am Final Day – dann schauen wir, wer die 10.000 Euro bekommt.“
Bereits als Jugendlicher gründete Garry seine erste Agentur und sammelte früh Erfahrung im Aufbau digitaler Projekte. Heute arbeitet er an Softwarelösungen für die Gastronomie, die Gastro-Welt kennt er also nicht nur vom Tisch aus. Zudem hat er sich sehr mit Theodora und Vu angefreundet. Vielleicht machen sie eine App zu dritt?
7. Amerigo Velletti: Der KI-Einkäufer für Secondhand
Nachhaltig shoppen? Klar. Stundenlang durch tausende Angebote scrollen? Eher nicht. Amerigo Velletti (21) möchte Secondhand-Suche automatisieren und damit Zeit sparen.
Sein KI-Agent durchforstet im Netz Plattformen wie Kleinanzeigen oder Vinted und findet genau die Angebote, die zu den Wünschen der Nutzer passen. Statt sich stundenlang durch Listings zu klicken, lässt man einfach die KI suchen.
Amerigo bringt einen starken technischen Hintergrund mit: Nach Stationen im IT-Umfeld und seinem Studium der Wirtschaftsinformatik an der TU München arbeitet er heute als Founding Engineer an KI-Anwendungen und Automatisierungslösungen.
Warum er am Ende der Supergründer werden will? „Weil ich innovativ bin, aber auch die entsprechenden Tech-Erfahrungen mitbringe“, sagt Amerigo.
8. Klaas Wibker: Jeder kann Influencer werden
Influencer sein war lange ein Spiel für Menschen mit riesiger Community. Klaas Wibker (23) sagt: Muss nicht sein. Seine App macht aus alltäglichen Nutzern kleine Werbestars. Sie drehen kurze Clips für Marken und werden belohnt, wenn ihre Videos durchstarten.
Vom Jurastudium in Leipzig über Stationen in der Tech- und Finanzwelt bis zum eigenen Startup: Klaas Wibker verbindet rechtliches Know-how mit einer großen Portion Gründergeist. Nach Erfahrungen unter anderem im Umfeld von Trade Republic wagt er jetzt den Schritt ins Unternehmertum. Sein persönlicher Leitsatz: „Das Wichtigste ist, die Probleme anzupacken, die einem begegnen, und sich nicht unterkriegen zu lassen.“ Ob seine Idee durchstartet? Wird sich zeigen. Spannend wird dieser Sommer auf jeden Fall.
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