Künstliche Intelligenz
Anthropic bringt „ehrlicheres“ Claude Opus 4.8 – und kündigt Mythos an
Was für Microsoft der Patch Tuesday, ist für Anthropic der Release Thursday: Claude Opus 4.8 ist ab sofort verfügbar – zum gleichen Preis wie Vorgänger Opus 4.7, der erst Mitte April freigegeben wurde. Wenig überraschend soll sich das neue Modell in Benchmarks für Coding, agentische Fähigkeiten, Reasoning und Wissensarbeit weiter verbessert haben, ist allerdings nicht in jeder Diziplin Benchmarksieger. Begleitend zum Modell-Update stellt das Unternehmen mehrere neue Funktionen bereit, die primär auf autonomes, großskaliges Arbeiten abzielen.
Weiterlesen nach der Anzeige

Ausgerechnet in einer der Paradediziplinen der Anthropic-Modelle muss sich Opus 4.8 OpenAIs GPT-5.5 geschlagen geben, wenn auch nur im Terminal Bench 2.1.
„Ehrlichere KI“: Viermal weniger unbemerkte Fehler
Laut Anthropic macht Opus 4.8 Unsicherheiten häufiger kenntlich und stellt seltener ungestützte Behauptungen auf als sein Vorgänger. In selbst geschriebenem Code lasse das neue Modell Fehler viermal seltener unkommentiert passieren als noch Opus 4.7.
Das hauseigene Alignment-Team bescheinigt dem Modell zudem angeblich neue Bestwerte bei sogenannten „prosozialen Eigenschaften“ – darunter die Unterstützung der Nutzerautonomie und das Handeln im Nutzerinteresse. Falsch ausgerichtetes Verhalten wie Täuschung oder Kooperation bei Missbrauch soll gegenüber Opus 4.7 deutlich seltener auftreten und auf dem Niveau des laut Anthropic bisher am besten ausgerichteten Modells, Claude Mythos Preview, liegen.
Dynamic Workflows: hunderte parallele Subagenten
Neu ist die Funktion „Dynamic Workflows“, die in der Forschungsvorschau für Claude Code verfügbar ist. Damit soll Claude Code komplexe Aufgaben aufteilen, Hunderte parallele Subagenten in einer einzigen Sitzung starten und die Ergebnisse vor der Ausgabe prüfen können. Als Beispiel nennt Anthropic Codebase-weite Migrationen über Hunderttausende Zeilen Code – von der Aufgabenstellung bis zum fertigen Merge. Die Funktion steht Enterprise-, Team- und Max-Plänen zur Verfügung.
Effort Control, günstigerer Fast Mode, neue API-Funktion
Weiterlesen nach der Anzeige
Nutzerinnen und Nutzer auf claude.ai erhalten mit Opus 4.8 eine neue Effort-Control-Funktion. Damit lässt sich direkt neben der Modellauswahl einstellen, wie viel Aufwand Claude in eine Antwort investieren soll – von schnelleren, ressourcenschonenderen Antworten bis zu tieferem Nachdenken für schwierige Aufgaben.
Der Fast Mode – bei dem Opus 4.8 mit 2,5-facher Geschwindigkeit arbeiten soll – ist im Vergleich zum Vorgängermodell um zwei Drittel günstiger. Der reguläre API-Preis bleibt unverändert: 5 US-Dollar pro Million Input-Token und 25 US-Dollar pro Million Output-Token. Im Fast Mode kostet es 10 beziehungsweise 50 US-Dollar.
Für Entwickler kommt eine neue API-Funktion hinzu: Die Messages API akzeptiert ab sofort System-Einträge innerhalb des Messages-Arrays. Damit ließen sich Anweisungen mitten in einer laufenden Aufgabe aktualisieren, ohne den Prompt-Cache zu unterbrechen.
Claude Opus 4.8 ist ab sofort über die API unter dem Modellnamen claude-opus-4-8 sowie auf claude.ai verfügbar.
„Mythos-Klasse in den nächsten Wochen“ für alle
Parallel zur Veröffentlichung von Opus 4.8 kündigt Anthropic an, Modelle der Mythos-Klasse in den nächsten Wochen für alle Kunden verfügbar zu machen. Die Entwicklung der nötigen Schutzmaßnahmen schreite zügig voran, heißt es seitens Anthropic.
Bislang ist Claude Mythos Preview nur einem sehr engen Kreis zugänglich. Im Rahmen von „Project Glasswing“ erhalten rund 40 weitere ausgewählte Unternehmen kritischer Infrastruktur Zugang, um ihre Systeme auf Schwachstellen zu prüfen. Der Plan, diesen Kreis auf rund 70 weitere Unternehmen auszuweiten, stieß auf Widerstand aus dem Weißen Haus – mit Verweis auf Sicherheitsbedenken und mögliche Kapazitätsengpässe.
Anthropic begründet die bisherige Zurückhaltung mit der außergewöhnlichen Leistungsfähigkeit des Modells beim Auffinden und Ausnutzen von Sicherheitslücken. Das KI-gestützte Schwachstellenscanner-Produkt Claude Security basiert dagegen auf dem weniger mächtigen Opus 4.7 und steht seit Ende April allen Enterprise-Kunden zur Verfügung.
Modell-Karussell dreht sich weiter
Ende April hat OpenAI GPT-5.5 vorgestellt, das ebenfalls stark auf agentisches Arbeiten setzt. Metas Llama 4 kam im April als Open-Weight-Modell mit Mixture-of-Experts-Architektur – und dem Versprechen, dass sich Open-Source-Modelle langfristig durchsetzen werden. Ebenfalls als Open-Weights-Modell ist das europäische Mistral Medium 3.5 verfügbar, das Datensouveränität und Selbst-Hosting in den Vordergrund stellt und dabei mit nur vier GPUs auskommen soll.
(vza)
Künstliche Intelligenz
iX-Workshop: BCM und IT-Notfallplanung – vorbereitet für den Ernstfall
Nur wer gut vorbereitet ist, kann auf plötzlich auftretende Störungen, Notfälle oder Cyber-Angriffe schnell und angemessen reagieren und so Schäden begrenzen und Ausfälle minimieren. Dies gilt sowohl für die Absicherung der Geschäftsprozesse als auch der IT. Eine Notfallplanung hilft, im Ernstfall schnell das Richtige zu tun und Schlimmeres zu verhindern.
Weiterlesen nach der Anzeige
Leitfaden zur professionellen IT-Notfallplanung
Wie geeignet und wirksam Notfallpläne sind, überprüfen Sie am zuverlässigsten in gezielten Notfallübungen. Diese helfen, Ihre Pläne bei Bedarf anzupassen und kontinuierlich zu verbessern. Im dreitägigen Online-Workshop BCM – Notfallplanung und Notfallübungen lernen Sie, wie Sie eine professionelle IT-Notfallplanung systematisch aufbauen und weiterentwickeln.
Sie erhalten einen praxisnahen Überblick über zentrale Methoden des Business Continuity Managements (BCM) und des IT-Notfallmanagements. Dazu gehören die Identifikation und Bewertung von Risiken, der Aufbau einer Notfallorganisation sowie die Erstellung einer strukturierten Notfalldokumentation inklusive Wiederanlaufplanung.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Konzeption und Durchführung von Notfallübungen. Sie lernen, wie Sie Notfallpläne realistisch testen, Schwachstellen erkennen und Maßnahmen gezielt verbessern. Auf dieser Basis erarbeiten Sie einen eigenen Leitfaden für eine wirksame Notfallvorsorge.
|
August 03.08. – 05.08.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 06. Jul. 2026 |
|
Oktober 05.10. – 07.10.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 07. Sep. 2026 |
|
November 09.11. – 11.11.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 12. Okt. 2026 |
Profitieren Sie vom direkten Austausch
Ihr Trainer Jakob Winter, Senior Consultant bei der HiSolutions AG, unterstützt Unternehmen bei Notfallplanung, Risikosteuerung und der Durchführung von Krisenübungen. Im Workshop vermittelt er praxisnahe Ansätze, wie sich Notfallmanagement im Unternehmen effizient und nachhaltig etablieren lässt.
Weiterlesen nach der Anzeige
Besonders wertvoll ist der persönliche Austausch: Statt einer reinen Wissensvermittlung profitieren die Teilnehmenden von einer intensiven Betreuung, individuellen Antworten auf ihre Fragen und dem Erfahrungsaustausch in einer kleinen Gruppe. Dadurch lassen sich die vermittelten Methoden direkt auf die eigene Organisation übertragen.
Für wen ist dieser Workshop geeignet?
Der Workshop richtet sich an IT-Notfallmanager, Führungskräfte, Sicherheitsverantwortliche, CISOs sowie BCM- und Risikomanager, die einen strukturierten Einstieg und praxisnahe Methoden für die Notfallplanung suchen.

(ilk)
Künstliche Intelligenz
Auch Japans Weltraumagentur testet erfolgreich wiederverwendbare Rakete
Die japanische Weltraumagentur JAXA hat erfolgreich eine Rakete abheben und kurz danach wieder landen lassen. Das berichtet die Japan Times unter Berufung auf Informationen der Weltraumbehörde. Der erfolgreiche Probelauf auf dem Raketentestgelände Noshiro in der nordjapanischen Präfektur Akita ist damit am Samstag nur einen Tag nach einem geglückten Test in China gelungen, dort wurde eine Raketenstufe aber nach einem kompletten Start zurückgeholt. Bei dem Test in Japan hat die Testrakete eine Höhe von etwa 10 Metern erreicht und ist nach ungefähr 40 Sekunden wieder gelandet, schreibt die japanische Zeitung.
Weiterlesen nach der Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt
Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externes YouTube-Video (Google Ireland Limited) geladen.
Mehr als ein Jahrzehnt hinter SpaceX
Mit dem erfolgreichen Testlauf unterstreicht Japan jetzt die eigenen Ambitionen, zu den US-Unternehmen SpaceX und Blue Origin aufzuholen, die schon seit Jahren Raketen starten und danach wieder landen können. Damit werden große Teile der Raketen wiederverwendbar, wodurch sich die Kosten für Nutzlasttransporte ins Weltall enorm senken lassen. SpaceX hat hierbei aber längst eine große Routine erreicht. Erst vor wenigen Tagen hat der meistgenutzte Raketenbooster der Firma von Elon Musk zum 36. Mal abgehoben. Vergleichbar kurze Testflüge wie jene aus Japan hat SpaceX vor 13 Jahren durchgeführt; seit 2017 starten die wiederverwendbaren Raketen des Typs Falcon 9.
„Ich habe das Gefühl, dass wir viel Zeit und Mühe in dieses Projekt gesteckt haben, und nun, da der Prototyp problemlos gestartet und gelandet ist, muss ich sagen, dass ich sehr erleichtert bin“, zitiert die Japan Times jetzt eine Stellungnahme von Takashi Ito von der JAXA, der den Start geleitet hat. Die dabei gesammelten Daten sollen nun ausgewertet werden, um zu prüfen, ob der Test als Erfolg gewertet werden kann. Er sei jedoch zuversichtlich, dass nützliche Daten gesammelt werden. An dem Projekt sind einem weiteren Medienbericht zufolge auch deutsche und französische Forschungseinrichtungen beteiligt. In Japan hatte der Honda-Konzern vor über einem Jahr schon eine erste wiederverwendbare Rakete gestartet.
(mho)
Künstliche Intelligenz
Microsoft nutzt in manchen Apps offenbar eigene KI statt OpenAI und Anthropic
Microsoft verabschiedet sich schrittweise von der Nutzung fremder KI-Modelle in der eigenen Software. Bislang wurden manche Office-Aufgaben von OpenAI und Anthropic erledigt, doch das wird in manchen Apps nun durch Microsofts eigene KI-Modelle ersetzt, wie jetzt berichtet wird. Als Grund wird Kostensenkung genannt, denn KI-Anfragen, die von anderen KI-Modellen in Excel oder Outlook beantwortet werden, kosten schließlich Token.
Weiterlesen nach der Anzeige
Das betrifft nicht nur Microsoft. Zuletzt hatten andere Konzerne aufgrund explodierender KI-Kosten Zugänge gesperrt oder zu älteren Modellen geraten. Damit soll die KI-Nutzung der Angestellten eingedämmt oder diese für bestimmte Aufgaben zumindest auf weniger leistungsfähige Modelle umgeleitet werden. Immer mehr Unternehmen würden genauer prüfen, wie die Angestellten KI-Technik nutzen. Statt zu immer mehr KI-Nutzung zu drängen, sollen jetzt die Kosten gedrückt werden.
MAI-Modelle als Ersatz für OpenAI und Anthropic
Microsoft steht allerdings ein Ausweg zur Verfügung, hatte der Konzern doch Anfang Juni bei der Microsoft Build 2026 sieben neue KI-Modelle vorgestellt. Darunter war das erste Reasoning-Modell MAI-Thinking-1 von Microsoft. MAI-Image-2.5 und eine Flash-Variante davon beherrschen Text-to-Image, sie sollen Google Nano Banana Pro überholen. MAI-Transcribe-1.5 verschriftlicht Ton in 43 Sprachen. MAI-Voice-2 und eine Flash-Variante davon bedienen 15 Sprachen und haben neue Stimmen-Optionen bekommen.
Diese internen MAI-Modelle werden nun auch für Aufgaben etwa in Excel und Outlook verwendet, die bislang KI-Modelle von OpenAI und Anthropic genutzt haben, wenn Anwender Fragen zu Tabellen oder E-Mails an die integrierte KI stellen. Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Eine entsprechende Anfrage dazu wollte Microsoft selbst aber nicht kommentieren.
Anthropic-KI bei Microsoft nur kurzzeitig
Obwohl die MAI-Modelle bislang erst einen kleinen Teil der KI-Nutzung Microsofts darstellen sollen, zeige dies aber deutlich, dass der Konzern Fortschritte bei wettbewerbsfähigen KI-Modellen zu niedrigeren Kosten macht. Denn Microsoft verbraucht eine enorme Anzahl von Token für seinen KI-Assistenten Copilot, ist dieser doch mittlerweile in einer Vielzahl der Microsoft-Software integriert. Zwar bekommt der Windows-Konzern besondere Vergünstigungen aufgrund der engen Kooperation mit sowie der Investitionen in OpenAI, doch auch langjährige Partnerschaften enden irgendwann.
Weiterlesen nach der Anzeige
Das war eventuell auch einer der Gründe, dass Microsoft Copilot um Anthropic-KI erweitert hat. Diese Alternative zu OpenAI wurde letztes Jahr zunächst für Microsoft Copilot Studio eingeführt, jener Anwendung, mit der KI-Agenten erstellt werden können. Gleichzeitig versprach der Konzern, Anthropic-Modelle auch für Microsoft 365 Copilot einzuführen. Doch dieses Jahres folgte ein Sinneswandel. Anlässlich der Vorstellung der eigenen KI-Modelle im Juni erklärte ein Microsoft-Manager: „Wir zahlen viel Geld an Anthropic – unser Ziel ist es daher, diese Kosten zu reduzieren und letztendlich ganz zu eliminieren.“
Lesen Sie auch
(fds)
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten
xTool P3 im Test: CO₂-Laser mit 80 Watt schneidet und graviert auch Acryl
-
UX/UI & Webdesignvor 7 TagenRegional & mit Gefühl: Identity für Klimafonds Baden-Württemberg › PAGE online
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenWeitere Entlassungswelle bei Disney: Bis zu 1000 Mitarbeiter betroffen
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenMega-GPUs für Nvidia, AMD & Co: TSMC zeigt CoWoS-Package mit >11.600 mm² & 24 × HBM5E
-
Social Mediavor 2 MonatenMetas neuer Creative Setup Workflow: Was sich wirklich ändert – und warum das nicht nur eine UI-Frage ist!
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenApple‑Geräte mit Microsoft Intune verwalten – zweiteiliges Live-Webinar
-
UX/UI & Webdesignvor 2 MonatenHornbach – und die anderen Gewinner der ADC Annual Awards New York! › PAGE online
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 2 MonatenMutter Palit dementiert: Gerüchteküche beerdigt fälschlicherweise Galax/KFA²
