Apps & Mobile Entwicklung
Auf diese neue Gratis-Funktion haben alle Nutzer lange gewartet
Spotify nutzen viele, trotz der zahlreichen Preiserhöhungen in der jüngeren Vergangenheit. Vor allem durch den Algorithmus gehören Playlists wie „Dein Mix der Woche“ zu den beliebtesten auf der Plattform.
Das Streaming-Unternehmen hat auf der Technologie- und Kulturkonferenz SXSW in Austin eine Beta-Funktion namens Taste Profile vorgestellt. Dahinter steckt ein einfaches Versprechen: Ihr bekommt endlich Einblick in das algorithmische Modell, das Eure Musikempfehlungen steuert, und könnt sie aktiv verändern.
Algorithmus steuern: So funktioniert Taste Profile
Spotify räumt mit dem Taste Profile endlich mit einem der größten Frustrationspunkte seiner Nutzer auf. Dabei handelt es sich um das persönliche Geschmacksprofil, das Spotify im Hintergrund für jeden Nutzer anlegt. Bislang arbeitete dieser Algorithmus unsichtbar: Er analysierte still und heimlich, was Ihr wann gehört habt, was Ihr übersprungen habt und zu welchen Tageszeiten Ihr bestimmte Musik auflegt. Aus all diesen Signalen baute Spotify ein Bild von Euch, das dann unter anderem die Playlists Discover Weekly und Made For You sowie das alljährliche Spotify Wrapped befeuert.
Das Problem dabei: Wer seinen Account mit anderen teilt, wer nachts Einschlafgeräusche hört oder wer auf dem Weg zur Arbeit mal schnell Kinderliedchen für die Kleinen abgespielt hat, landete mit all diesen Zufallshörern in einem Profil. Der Algorithmus wurde verwirrt, die Empfehlungen wurden schlechter und der Nutzer hatte keine Möglichkeit, das zu korrigieren. Zwar gab es bislang die Option, einzelne Songs oder Playlists aus dem Profil zu entfernen, doch das war aufwendig und wenig wirksam.
Mit dem Taste Profile ändert sich das grundlegend. Die neue Funktion fasst alle Hördaten aus Musik, Podcasts und Hörbüchern an einem zentralen Ort in der App zusammen. Nutzer können dort auf einen Blick sehen, welche Genres und Künstler Spotify mit ihnen verbindet, und dann direkt eingreifen. Das Besondere: Die Anpassungen funktionieren über natürlichsprachige Prompts, also ganz normale Textbefehle. Ihr könnt dem System zum Beispiel sagen, dass Ihr mehr energiereiche Tracks für das morgendliche Workout wollt oder dass Ihr Schlafgeräusche lieber aus Eurem Profil heraushalten möchtet.
So beeinflusst Ihr die KI künftig mit eigenen Worten
Was das Taste Profile von bisherigen Anpassungsoptionen unterscheidet, ist die Tiefe der Kontrolle. Spotify hat die Funktion so konzipiert, dass sie nicht nur kurzfristige Stimmungslagen berücksichtigt, sondern auch langfristige Gewohnheiten. Wer gerade für einen Marathon trainiert und täglich motivierende Beats braucht, kann das dem System mitteilen. Wer seinen täglichen Arbeitsweg mit Nachrichtenpodcasts verbringt, gibt das als Signal ein. Spotify passt die Startseite dann entsprechend an.
Taste Profile ist nicht allein: Spotify hatte bereits vor einigen Wochen das Feature Prompted Playlist eingeführt, mit dem man Playlists über Textbefehle generieren kann. Während Prompted Playlist etwas Neues erschafft, korrigiert das Taste Profile das, was bereits vorhanden ist. Im Endeffekt zeigen beide Funktionen zusammen, wohin die Reise beim Musikstreaming geht. Auch hier also mehr KI, mehr Personalisierung und mehr Nutzereinfluss.
Vorerst wird Taste Profile als Beta-Funktion ausschließlich für Premium-Abonnenten in Neuseeland ausgerollt. Einen konkreten Zeitplan für die globale Verfügbarkeit hat Spotify noch nicht genannt. Allerdings zeigt die Vergangenheit: Neuseeland diente bereits beim Prompted Playlist als erstes Testpflaster, bevor die Funktion rund einen Monat später in den USA, Kanada, Australien, Irland, Schweden und dem Vereinigten Königreich verfügbar wurde. Die Veröffentlichung in Deutschland könnt Ihr wie gewohnt im Anschluss erwarten.
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Gothic Remake: Linux-Benchmarks – ComputerBase
Dem Technik-Test zum Gothic Remake unter Windows folgt der Test unter Linux. Wie die Windows-Version für Steam dank Proton mit AMD Radeon RX 9000, GeForce RTX 5000 und Intel Arc B580 läuft, klärt der nachfolgende Test. Spoiler: Gut, aber Leistung auf „Windows-Niveau“ liefert mal wieder nur AMD.
Gothic Remake unter Linux
Testsystem und Testmethodik
Getestet wurde das Gothic Remake unter Linux auf einem CachyOS-System auf Basis eines Ryzen 7 7700X mit 32 GB DDR5-6000 (Dual Channel) in einem MSI B650 Gaming Plus WiFi. Als Grafikkarte von AMD kam eine Radeon RX 9070 zum Einsatz. Für Nvidia trat eine GeForce RTX 5070 an, und Intel wurde durch eine aktuelle Arc B580 vertreten. Als Auflösung wurde 2.560 × 1.440 gewählt. Die Software-Basis war die folgende:
- CachyOS-Linux-Kernel 7.0.11
- Mesa 26.1.2
- Nvidia 610.43.02
- KDE Plasma 6.6.5
- Proton-CachyOS 20260521
Da sich die Hardware vom Gothic-Remake-Technik-Test unter Windows unterscheidet, wurden Windows-11-Testergebnisse auf dem Linux-Testsystem ebenfalls neu ermittelt. Als Treiberversionen dienten Adrenalin 26.6.1, GeForce 610.47 und Intel 8826.
Als Benchmarkszene wurde dieselbe wie im Windows-Test gewählt. Sie zeigt einen 20 Sekunden andauernden Marsch durch einen Wald nördlich vom alten Lager. Vegetation, NPCs und das Wasser des Flusses stellen hohe Ansprüche an Hardware. Als Grafikoption diente das Preset „Sehr Hoch“ mit DLSS 4 respektive FSR 4.1 im „Ausgeglichen“-Modus. Für die Arc-Karte gab es XeSS Quality. Die Benchmarks wurden neu erstellt, entsprechend können sich die FPS im Vergleich zum Windows-Test unterscheiden.
Benchmarks mit AMD Radeon RX
Mit Blick auf die Durchschnitts-FPS spielt sich das Gothic Remake mit einer Radeon genauso gut wie unter Windows. Auch FSR 4 funktioniert. Positiv fallen auch die Low-FPS unter Linux auf. Diese liegen auf dem Testsystem 11 Prozent vor Windows.
Benchmarks mit Intel Arc
Gothic Remake funktioniert auch mit Intel-Arc-Karten unter Linux. Generell haben sich Mesa- und Kernel-Treiber in den vergangenen Monaten merklich verbessert. Die Auslastung der Hardware ist höher und die Kompatibilität besser.
Allerdings: Auch wenn das Spiel spielbar ist, erhält man unter Windows 27 Prozent höhere FPS. Da hilft schnell nur das Herunterstellen der Grafikoptionen. Die Low-FPS hingegen sind näher beisammen und weniger als 10 Prozent getrennt.
Benchmarks mit Nvidia GeForce RTX
Nvidias GeForce liefert spielbare Bildraten, doch leider wird bei RTX auch beim Gothic Remake die „Linux-Steuer“ fällig, die sich durch jahrelange Vernachlässigung der Treiber aufgebaut hat: 23 Prozent mehr FPS gibt es unter Windows. Auch die Lows sind um 17 Prozent besser auf dem System aus Redmond.
Nvidia hat zwar bereits den Grundstein für die Lösung der Leistungsprobleme im Treiber gelegt, doch bis die ganze Kette der involvierten Software die Besserungen umsetzt, dürfte noch etwas Zeit vergehen. Dennoch ist Gothic gut auf einer GeForce spielbar. „Sehr Hohe Qualität“ ist aber bereits ab einer 5070 nicht mehr möglich für flüssiges Gameplay.
Fazit
Die gute Nachricht vorweg: Auch unter Linux lässt sich mit der Windows-Version von Gothic Remake Khorinis erkunden. Während man auf dem Testsystem mit AMD keinen Unterschied zu Windows merkt und auf dem Papier sogar leicht bessere Low-FPS hat, sieht es bei Intel und Nvidia nicht ganz so rosig aus.
Mit einer Nvidia-Grafikkarte hat man unter Windows um die 20 Prozent mehr FPS und Lows. Mit genügend Rohleistung bleibt das Spiel aber weiterhin spielbar. Ebenfalls lässt sich mit Intel ein Einbruch der Performance verzeichnen. Hier ist man mit Windows fast 30 Prozent schneller unterwegs. Die Lows hingegen unterscheiden sich nur um 10 Prozent zugunsten von Windows.
Alles in allem läuft das Gothic Remake aber gut unter Linux. Kompatibilitätsprobleme oder Grafikfehler traten während des Tests nicht auf.
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Desinformation: Russland soll an Wikipedia-Klon für KI-Chatbots arbeiten
Eine russische Desinformationskampagne soll gezielt auf KI-Chatbots ausgerichtet sein. Nach geleakten Dokumenten arbeitet eine sogenannte Trollfabrik an einem deutschsprachigen Wikipedia-Klon, dessen Inhalte von KI-Systemen als vermeintlich seriöse Quellen übernommen werden könnten.
Desinformationen über Umwege
Nach Angaben von Wikimedia Deutschland geht es dabei nicht nur um die direkte Verbreitung von Falschinformationen über soziale Netzwerke oder gefälschte Nachrichtenseiten. Stattdessen soll offenbar ein Umweg über generative KI genutzt werden. Die manipulierten Texte sollen so im Netz platziert werden, dass Chatbots sie bei deutschsprachigen Anfragen finden, als vertrauenswürdig einstufen und in ihre Antworten übernehmen.
Im Zentrum steht demnach die russische Social Design Agency, kurz SDA. Die Organisation wird bereits mit früheren Desinformationskampagnen in Verbindung gebracht, darunter der sogenannten Doppelgänger-Kampagne. Dabei wurden Webseiten und Social-Media-Auftritte bekannter Medien nachgeahmt, um antiwestliche und prorussische Inhalte zu verbreiten. Nun soll die SDA laut geleakten Dokumenten an einer Art Fake-Wikipedia für den deutschsprachigen Raum arbeiten.
Wikipedia als (vermeintlich) vertrauenswürdige Vorlage
Besonders problematisch ist der Ansatz, weil Wikipedia bei vielen Nutzern als verlässliche Quelle gilt und auch von KI-Systemen häufig als Grundlage für Antworten genutzt wird. Wird diese Vertrauenswürdigkeit durch äußerlich ähnliche, aber manipulierte Seiten nachgeahmt, können falsche oder verzerrte Darstellungen leichter in KI-Antworten gelangen. Wikimedia nennt als mögliche Themen unter anderem den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine oder den verstorbenen Oppositionellen Alexei Nawalny.
Den Berichten zufolge soll die geplante Datenbank bereits rund 200.000 Seiten umfassen. Monatlich sollen etwa 500 manuell verfälschte Artikel in KI-Plattformen eingespeist werden. Zugleich schränkt Wikimedia ein, dass bislang kein konkreter Fall bekannt sei, in dem eine solche Klon-Seite der SDA tatsächlich öffentlich aufgetaucht ist.
Russische Wikipedia-Kopie existiert bereits
Dass Russland bereits Erfahrung mit Wikipedia-Kopien hat, zeigt Ruwiki. Der Klon der russischsprachigen Wikipedia existiert seit Januar 2024 und enthält Inhalte, die an die offizielle russische Sichtweise angepasst wurden. Kritische Einträge wurden dabei entfernt oder umformuliert. Auch wissenschaftliche Untersuchungen zu Ruwiki kamen zu dem Ergebnis, dass in dem Projekt Inhalte der russischsprachigen Wikipedia kopiert und anschließend verändert wurden.
Prüfen, prüfen, prüfen
Der Fall verdeutlicht ein grundsätzliches Problem generativer KI. Chatbots liefern Antworten oft in einem geschlossenen Text, ohne dass Nutzer die verwendeten Quellen unmittelbar prüfen können. Werden manipulierte Webseiten gezielt für solche Systeme optimiert, kann Desinformation nicht nur über klassische Suchmaschinen, sondern auch über KI-Antworten verbreitet werden.
Wikimedia verweist deshalb auf die Bedeutung überprüfbarer Quellen, transparenter Belege und menschlicher redaktioneller Kontrolle. Für Nutzer bedeutet das, dass Antworten von Chatbots gerade bei politischen und gesellschaftlich umstrittenen Themen nicht ungeprüft übernommen werden sollten.
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Balkonkraftwerk: Jackery kann Energiebedarf nun über Homey auslesen

Das Balkonkraftwerk Jackery SolarVault 3 wird Teil des Homey-Energie-Ökosystems und kann fortan Echtzeit-Energiedaten über Homey für eine dynamische Speichersteuerung nutzen. Auf diese Weise soll sich der Eigenverbrauch des Plug-in-Heimspeicher-Solarsystems für Nutzer der Smart-Home-Plattform Homey erhöhen lassen.
Kopplung der Ausgangsleistung über Homey
Die Jackery-SolarVault-3-Serie lässt sich über den Homey Energy Dongle und das P1 Smart Meter in die Homey-Plattform einbinden. Dadurch erhalten Nutzer in Echtzeit Zugriff auf die Haushalts- und Netzdaten. Auf Basis dieser Live-Daten passt das System wiederum die Batterieausgangsleistung dynamisch an den aktuellen Energiebedarf im Haushalt an. Für die Installation müssen Nutzer den Homey Energy Dongle mit dem Smart Meter P1 verbinden und ihn anschließend über die App mit dem Jackery-System koppeln. Für diese Kopplung ist kein Eingriff in die Elektroinstallation nötig, sofern bereits ein Smart Meter P1 installiert ist.
Die Integration ermöglicht eine Nulleinspeisung ins Stromnetz und höhere Eigenverbrauchsquoten. Damit soll die Lösung auch aktuelle Entwicklungen des deutschen Energiemarktes adressieren, darunter die Änderung der Einspeisevergütung, Netzengpässe sowie die wachsende Verbreitung dynamischer Stromtarife.
Engere Zusammenarbeit geplant
Über die Echtzeit-Integration von Netzdaten hinaus arbeiten Jackery und Homey an einer vertieften Zusammenarbeit im Bereich Software und Ökosysteme, so die Unternehmen. Eine erweiterte Integration in das Homey-Energiemanagement wird voraussichtlich im Juli eingeführt. Zu den geplanten Funktionen gehören KI-gestützte Lade- und Entladeoptimierung auf Basis von Wetterprognosen und Nutzerverhalten, dynamische Energiestrategien auf Grundlage aktueller Stromtarife sowie die intelligente Koordination vernetzter Geräte wie E-Auto-Ladestationen, Wärmepumpen und Smart Plugs.
Nicht mehr nur reine Hardware
Für Jackery markiert die Partnerschaft nach eigenen Angaben auch den Schritt vom reinen Hardware-Anbieter hin zu datengetriebenen Energielösungen, so Jeff Shen, Head of Sales Europe bei Jackery. Bei Homey handelt es sich um die Smart-Home-Plattform von Athom, das inzwischen zu LG Electronics gehört.
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