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Raptor Lake Refresh Refresh: Intel bringt neue SKUs der 10-nm-CPU als Core 200 auch 2027


Raptor Lake Refresh Refresh: Intel bringt neue SKUs der 10-nm-CPU als Core 200 auch 2027

Bild: Intel

Eine neue Auflage von Raptor Lake kommt auch 2027 noch einmal. Der Status von Intels 10-nm-CPU nähert sich nun langsam altbekanntem an, wenngleich die Vorzeichen etwas anders sind. Doch rein auf das Alter gesehen haben 10-nm-CPUs von Intel im Jahr 2027 auch schon acht Jahre auf dem Buckel – 14++++ lässt grüßen.

Intels LGA-1700-Familie soll auch 2027 noch einmal Nachwuchs erhalten. Damit bleibt auch eine DDR4-Plattform bei Intel weiter im Spiel – dies dürfte schon einer der Gründe sein, warum Raptor Lake als Refresh Refresh sogar in Form neuer Modellvarianten hier weiterleben und das Erbe von Intel Alder Lake weiterführen soll. Als Name wird dann jedoch nicht mehr Core i-13000/14000 genutzt, sondern Core 200 – so passt sich das Schema der aktuellen modernen Palette an und verdeutlicht dabei auch direkt, dass es eben keine Neuheiten per se sind. Denn 2027 steht ganz oben ein Intel Core Ultra 400.

Wie die Gerüchte verdeutlichen, werden die CPUs im Herzen das gleiche Silizium wie die im Jahr 2022 vorgestellten nutzen. Und so gibt es auch kein neues Stepping oder neue Features, allerdings wie die Kern-Auswahl und Cache-Bestückung leicht auf den 2027 anvisierten Einsteigermarkt abgestimmt.

Die Produkte sind so letztlich keine echten Nachfolger für bisherige Raptor Lakes, außer Kunden kommen von einem 12100F oder 13100F und wollen „günstig“ in dieser Plattform noch einmal aufrüsten.

Auch AMD bringt alte CPUs (zurück)

Diese Idee ist aktuell groß in Mode, AMD bestückt so ebenfalls den Sockel AM4 noch einmal mit dem AMD Ryzen 7 5800X3D für viel Geld, bringt zudem kleine Gaming-Lösungen mit acht älteren Kernen auch neu in den Sockel AM5: der AMD Ryzen 7 7700X3D. AMDs AM4-CPU ist dabei im Kern sogar noch älter als Intels Angebot: Zen 3 wurde bereits vor sechs Jahren in TSMCs N7-Prozess eingeführt, lebt so also auch schon über eine halbe Dekade.

Im Notebook-Markt garniert AMD die Neuvorstellungen mit beispielsweise einem AMD Ryzen 5 3501U – Launch-Datum Q2/2026 mit Picasso-Architektur, das ist Zen+ mit DDR4-2400!

Langlebige Nodes sind auch Intels „Spezialität“

Intels 10-nm-Fertigung, im Marketing Intel 7 genannt, lebt damit deutlich länger weiter, als einmal erwartet. Der Grund hierfür ist aber einfach: Er funktioniert ganz ohne EUV, die älteren Fabriken von Intel produzieren ihn am Fließband und die Produkte sind zuletzt sogar ausverkauft gewesen, während sich die EUV-Fabs auf neue Produkte mit höherer Gewinnmarge konzentrieren. Damit rückt Intels 10-nm-Fertigung langsam in zeitliche Regionen vor, in der 14 nm aktiv war.

Fünf Generationen an 14-nm-Produkten
Fünf Generationen an 14-nm-Produkten (Bild: Intel)

Die 14-nm-Fertigung bei Intel war legendär und gleichzeitig auch berüchtigt, weil sie schlichtweg über ein halbes Jahrzehnt mangels Alternativen genutzt werden musste – Start war bereits 2014 mit Broadwell. Denn Intels erster Versuch bei 10 nm lief völlig schief, das Unternehmen versuchte EUV zu umgehen und diverse Neuerungen gleichzeitig einzuführen und scheiterte dabei krachend. Die CPU-Architekturen Skylake, Kaby Lake, Coffee Lake, Coffee Lake Refresh und Comet Lake basierten auf den gleichen Kernen, unterschieden sich am Ende zum Großteil nur in ihrer Anzahl und im Takt – 14++++ war geboren.

Fünf Generationen an 14-nm-Produkten
Fünf Generationen an 14-nm-Produkten (Bild: Intel)

2021 kam dann auch noch Rocket Lake in 14 nm, weil die erste Generation der 10-nm-Fertigung nicht hoch takten konnte. Erst mit 10+(+) wurde dies deutlich besser – und das Marketing übernahm und machte daraus Intel 7 und andere Bezeichnungen.

SuperFin und Enhanced SuperFin
SuperFin und Enhanced SuperFin (Bild: Intel)



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Die Gilde Europa 1410: Early Access kurzfristig verschoben


Die Gilde Europa 1410: Early Access kurzfristig verschoben

Bild: THQ Nordic

Die Rückkehr der traditionsreichen Wirtschaftssimulation verzögert sich. THQ Nordic verschiebt den Early Access von Die Gilde: Europa 1410 wenige Tage vor dem geplanten Start auf September. Das Feedback zur Demo soll nun noch vor der Veröffentlichung in das Spiel einfließen.

Demo sorgt für neue Pläne

Eigentlich sollte das Spiel bereits am 16. Juli 2026 auf Steam in den Early Access starten. Daraus wird nun nichts. Publisher THQ Nordic und Entwickler Ashborne Games haben den Termin kurzfristig gestrichen und nennen stattdessen den September 2026 als neues Zeitfenster. Ein konkretes Datum steht bislang nicht fest.

Grund für die Verschiebung ist nach Angaben des Publishers das umfangreiche Feedback zur Demo, die im Rahmen des Steam Next Fest angeboten wurde. Unter mehr als 4.000 spielbaren Demos sei Die Gilde: Europa 1410 auf Platz 25 der meistgespielten Titel gelandet. Zehntausende Spieler hätten die Mittelalter-Simulation ausprobiert, mehrere tausend anschließend Rückmeldungen an die Entwickler übermittelt.

Die Erkenntnisse aus dieser Testphase sollen nun noch vor dem Start des Early Access berücksichtigt werden. Ursprünglich war für September bereits das erste größere Inhaltsupdate vorgesehen. Dessen Inhalte sollen zusammen mit einigen zusätzlichen Neuerungen jetzt direkt Bestandteil der ersten Early-Access-Version werden.

Mehr Komfort und ein neues Gebiet

Für die im September geplante Fassung kündigt THQ Nordic unter anderem eine zusätzliche Karte an, die als Tutorial-Gebiet dienen soll. Auch die Benutzeroberfläche wird überarbeitet. Wiederkehrende Aufgaben in den eigenen Betrieben sollen sich künftig teilweise automatisieren lassen, wodurch die Spieler weniger Zeit mit Routinearbeiten verbringen müssen.

Darüber hinaus sind zusätzliche und verbesserte Animationen geplant, um die Tätigkeiten von Arbeitern und Einwohnern deutlicher darzustellen. Die September-Version soll außerdem mehrere weitere Sprachen unterstützen. Je nach Sprache ist allerdings zunächst nur eine Übersetzung der Texte vorgesehen, während andere auch eine Sprachausgabe erhalten.

An der längerfristigen Roadmap ändert die Verschiebung laut THQ Nordic nichts. Multiplayer, weitere Karten und Berufe sowie tiefere Systeme für Wirtschaft, Politik und den Aufbau der eigenen Dynastie bleiben für die Zeit nach dem Early-Access-Start geplant. Vor der Veröffentlichung will der Publisher weitere Details zur Roadmap nennen.

Zurück zu den Wurzeln der Serie

Die Gilde: Europa 1410 orientiert sich stärker am 2002 veröffentlichten Europa 1400: Die Gilde und versteht sich als Rückkehr zu den Ursprüngen der Reihe. Spieler übernehmen die Führung einer zunächst unbedeutenden Dynastie und bauen einen eigenen Betrieb auf. Handel und Produktion bilden die wirtschaftliche Grundlage, während politische Ämter, Beziehungen, Bestechung und Erpressung den gesellschaftlichen Aufstieg ermöglichen.

Zum Start des Early Access sollen vier Städte und elf Berufe zur Auswahl stehen. Die finale Version peilen die Entwickler derzeit für den Sommer 2027 an, weisen allerdings darauf hin, dass die Dauer der Early-Access-Phase vom Feedback der Spieler abhängt.



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Lidl Online: Discounter informiert Kunden über Datendiebstahl


Lidl Online: Discounter informiert Kunden über Datendiebstahl

Der Discounter Lidl informiert Kunden des Online-Shops über einen Datendiebstahl. Demnach erhielten Unbekannte Zugriff auf Kundendaten wie Name, (E-Mail-)Adresse, Telefonnummer und das Geburtsdatum. Bankdaten oder Passwörter seien nicht betroffen. Kunden sollten jetzt aber besonders auf Phishing-Mails achtgeben.

In dem Schreiben an Onlineshop-Kunden, das der Redaktion vorliegt, spricht Lidl von einem „IT-Sicherheitsvorfall bei einem unserer IT-Dienstleister, der Teile Deiner bei Lidl gespeicherten Daten betrifft“. Das Unternehmen sei Anfang der Woche über den Vorfall informiert worden, bei dem Unbekannte nach Angaben des Unternehmens „kurzzeitig auf eine separierte Datei mit Kundendaten zugreifen und trotz hoher IT-Sicherheitsstandards Teile daraus entwenden“ konnten. Das System des Onlineshops selbst sei nicht betroffen gewesen.

Lidl schreibt Onlineshop-Kunden wegen Datendiebstahl an
Lidl schreibt Onlineshop-Kunden wegen Datendiebstahl an

Lidl versichert, dass Passwörter, Rechnungs- und Lieferanschriften, Bankdaten oder sonstige Zahlungsinformationen nicht betroffen seien, denn Kundenkonten seien nicht kompromittiert worden.

Allerdings konnten die Datendiebe auf Kundenstammdaten zugreifen, zu denen „Anrede, Vor- und Nachname, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Geburtsdatum, Kundennummer“ gehören.

Lidl warnt vor Phishing-Versuchen

Mit den entwendeten Daten könnten Betrüger nun versuchen, Kunden via E-Mail anzuschreiben und beispielsweise per Link auf betrügerische Webseiten zu locken. Solche Machenschaften sind als Phishing-Angriffe bekannt. Dank der erbeuteten Kundendaten ist es möglich, eine vermeintliche E-Mail von Lidl nun täuschend echt erscheinen zu lassen. Lidl mahnt daher zur besonderen Vorsicht im Posteingang: „Bitte prüfe stets die Authentizität des Absenders. Gib bei Auffälligkeiten keine Daten preis und klicke keine unbekannten Links an.“ Bei Fragen können sich Kunden per E-Mail an data.shop@lidl.de wenden.

Auf einer Webseite gibt das Unternehmen weitere Tipps, um gefälschte E-Mails oder Webseiten als solche zu enttarnen. Erst im Juni wurde ein Fake-Shop aufgedeckt, der sich als Lidl Onlineshop ausgab. Auch viele andere Discounter sind Ziel solcher Betrugsmaschen.

Das wurde inzwischen unternommen

Dem Schreiben zufolge habe der betroffene IT-Dienstleister „unverzüglich reagiert und die erforderlichen Maßnahmen zur Wiederherstellung der vollständigen Absicherung der
IT-Systeme getroffen
“. Zudem habe er Strafanzeige gestellt, die zuständige Datenschutzbehörde informiert und Experten zu einer Untersuchung des Vorfalls beauftragt.



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Instagram-Design macht „süchtig“: Meta droht Geldstrafe von bis zu 11 Milliarden Euro


Instagram-Design macht „süchtig“: Meta droht Geldstrafe von bis zu 11 Milliarden Euro

Bild: Verbraucherzentrale NRW

Design-Elemente wie den Endlos-Feed in den sozialen Netzwerken Facebook und Instagram bewertet die EU-Kommission als süchtig machend. Meta verstößt damit gegen den Digital Services Act (DSA). Die Konsequenz: Es droht ein Bußgeld in Höhe von bis zu 11 Milliarden Euro.

Bei der Analyse ging es um verschiedene Aspekte wie unendliches Scrollen, Autoplay, Push-Benachrichtigungen und die hochgradig personalisierten Empfehlungssysteme der Plattformen. Das Ergebnis der Untersuchung ist, dass Meta das Risiko nicht angemessen bewertet.

Vor allem die Kombination aus Designfunktionen wie hochgradiger Personalisierung und dem Endlos-Feed befeuern „den Drang des Benutzers, weiter zu scrollen und das Gehirn in den ‚Autopilot-Modus‘ zu verlagern, was zu ungesunden Gewohnheiten und zwanghaftem Gebrauch beiträgt“, heißt es in der Mitteilung der EU-Kommission. Die Probleme beschreibt man mit Kaninchenbau-Effekten („Rabbit Hole“).

Es bestehe eine Gefahr für die körperliche und psychische Gesundheit der Nutzer. Das gelte insbesondere für Minderjährige.

Metas Schutzmaßnahmen sind nicht ausreichend

Auch der Jugendschutz spielt wieder eine Rolle. Angesichts der Debatte um Altersgrenzen für soziale Medien ist das Thema ohnehin aktuell. Konkret in diesem Fall kritisiert die EU-Kommission nun, dass etwa Risiko mindernde Maßnahmen wie Zeitmanagement-Tools für Minderjährige sich zu leicht ausheben lassen.

Eltern und Erziehungsberechtigte würden ebenfalls nicht allein in der Verantwortung stehen. Kontrollinstrumente könnten nur dann funktionieren, wenn das technische Wissen der Eltern ausreicht. Das sei aber nicht der Standard, was die Effizienz solcher Maßnahmen untergräbt.

Dasselbe gilt für die Tipps und Links, die Meta selbst zum Thema psychische Gesundheit bereitstellt. Dieses Vorgehen hält die EU-Kommission ebenfalls für nicht ausreichend.

Meta muss Design anpassen – und womöglich Strafe zahlen

Die Forderung der EU lautet daher: Meta muss das Design bei Facebook und Instagram anpassen. Funktionen wie „Autoplay“ und das endlose Scrollen müssten standardmäßig deaktiviert sein. Mechanismen, die die verbrachte Zeit mit einer App kontrollieren, müssen effektiver sein. Und Meta soll die Empfehlungssysteme in einer Form überarbeiten, damit diese weniger auf Engagement der Nutzer ausgelegt sind.

Noch handelt es sich um vorläufige Feststellungen. Man muss aber kein Prophet sein, um zu sagen: Meta wird diesen Beschluss nicht hinnehmen. Mit den Vorwürfen zielt die EU-Kommission auf den Kern von Metas Plattformen – Nutzer möglichst lange in der App halten, ist schlicht das Ziel.

Dass Meta das Recht auf Widerspruch hat, ist auch Teil des Ablaufplans, den die EU-Kommission präsentiert. Sollte sich der Standpunkt der EU-Kommission im Verlaufe des Verfahrens bestätigen, droht Meta noch ein Bußgeld, das sich auf bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes belaufen kann. Bei den 201 Milliarden US-Dollar von Meta im Jahr 2025 wären das bis zu 12 Milliarden US-Dollar, also umgerechnet knapp 11 Milliarden Euro.

Billboard März 2026



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