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AWS: AI Assistant Amazon Quick App, GPT-5.5 und Codex


Jigar Thakkar, Amazons Vice President für Agentic AI for Business und Amazon Quick, erklärt in seinem Text zur Neuerung:

The Quick desktop app, combined with new content creation capabilities and connectors launching today, will enable a rapid evolution of AI in the workplace. When AI knows you, your team, and your company, it can become an intelligent assistant that turns questions into answers, answers into actions, and actions into outcomes.

Amazon Quick soll wie viele andere AI Tools, die derzeit für User bereitgestellt werden, auf dem Desktop app-übergreifend und im Kontext der Arbeitsschritte einzelner User agieren. Hierbei ist die Verknüpfung diverser Dienste von Belang. In Tools wie Slack und Teams, Outlook und Gmail, Salesforce und ServiceNow oder Asana und Jira arbeitet der AI Assistant. Zudem können User Microsoft 365, Google Workspace, Dropbox, Airtable und Co. anschließen, um wichtige Arbeitsdetails einspeisen zu können. Darüber hinaus kann Amazon Quick browser-basiert arbeiten und an Developer Tools angeschlossen werden, etwa Claude Code.

Wer Amazon Quick etwas fragt, soll eine fundierte Antwort auf Basis aller verfügbaren verknüpften Daten erhalten. All diese Informationen, Anfragen und Interaktionen helfen dann dabei, einen personalisierten Knowledge Graph zu kreieren. Darin sind Kontakte im Team und Projektbezüge ebenso integriert wie Arbeitspräferenzen und Brand Guidelines – etwa zum Designstil. In Shared Spaces können Teams über Dashboards und Agents zusammenarbeiten. Das kann in diversen Arbeitskontexten helfen, etwa im Salesbereich, wie Thakkar demonstriert:

For example, whenever a sales rep closes a new deal, they need to send a note to multiple people across the company, including their direct manager, leadership, marketing, and customer success. When the rep asks Quick to draft their next customer win note, it can pull from its “long-term memory” to include all the relevant stakeholders, pull details about the win for the email from a message the rep sent last week, and create action items for their team based on what they’ve done for previous clients […].

Neue Kreationsoptionen für Amazon Quick

Um Quick noch nützlicher zu gestalten, hat Amazon einige Updates für das KI-Tool vorgestellt. So können User neuerdings in einer Preview-Version Apps, Dashboards und Websites erstellen, die an ihrem eigenen Business ausgerichtet sind. Dazu reicht das Prompting mit natürlicher Sprache, die KI sammelt dann relevante Dateien und Daten ein. Und Programmierkenntnisse sind nicht nötig.

Überdies können User mit Amazon Quick jetzt verschiedene Dateien wie Präsentationen und Infografiken oder Bilder erstellen, ebenfalls über Prompts im Chat Interface. Damit lassen sich beispielsweise neue Produkte, die via Amazon verkauft werden sollen, visuell vorstellen und für Pitches aufbereiten.

Binnen weniger Minuten können User mit ihrer E-Mail einen Quick Account erstellen und auf Amazons innovative KI-Unterstützung bauen.

AI Support von OpenAI: Neue Modelle, Agents und Codex

Für noch bessere KI-Erlebnisse im Bereich AWS und Bedrock – Amazons eigene KI-Plattform – erweitert der Konzern die strategische Zusammenarbeit mit OpenAI.

Im Rahmen dieser Erweiterung sollen drei Kernbereiche optimiert werden.

  1. OpenAIs neuste Modell stehen für AWS bereit
  2. Der Coding Agent Codex kommt zu AWS
  3. OpenAI unterstützt technisch die Amazon Bedrock Managed Agents

Demnach ist das neue und bisher beste OpenAI-Modell GPT-5.5 jetzt bei AWS und Amazon Bedrock integriert. Kund:innen können via AWS mit diesem und weiteren OpenAI-Modellen arbeiten. Außerdem lässt sich Codex, bei OpenAI inzwischen schon von mehr als vier Millionen Usern pro Woche genutzt, direkt über Bedrock und AWS einsetzen. Die Möglichkeiten sind vorerst aber auf eine limitierte Preview begrenzt. Des Weiteren können Unternehmen und Organisationen jetzt Amazon Bedrock Managed Agents erstellen, die OpenAI unterstützt. Diese Agents setzen auf das Wissen aus den Unternehmen, können mehrstufige Aufgaben übernehmen und eigenständig handeln.


AI Agents erhalten Zugriff auf Amazon Ads API

Abstrakte Grafik mit Graphenwerten, Mauerwerk und geraden bunten Linien
©
Google DeepMind
– Unsplash





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WARC-Prognose: Krise am Golf könnte Werbemarkt fast 100 Milliarden US-Dollar kosten


Wegen bewaffneter Konflikte sitzt auch das Werbegeld nicht mehr locker

Der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran belastet nicht nur die Weltwirtschaft, sondern auch den Werbemarkt. Eine Analyse von WARC zeigt, was der Konflikt im schlimmsten Fall bedeuten würde – auch für den deutschen Markt.

Die gute Nachricht vorweg: WARC hat in seiner jüngsten Analyse die Prognose für den globalen Werbemarkt nicht etwa nach unten korrigiert, so

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Office EU: Die europäische Antwort auf Microsoft 365


Die erste stabile Version von Euro-Office ist da. Zu den Partner:innen des Open-Source-Projekts gehört auch Office EU, das sich als europäische Alternative zu Microsoft 365 und Google Workspace positioniert.

Ob Cloud-Infrastruktur, Büro-Software oder KI: Europas digitale Wirtschaft läuft noch immer größtenteils auf Technologie aus den USA. Das soll sich ändern. Mit dem Technological Sovereignty Plan will die EU europäische Alternativen stärken und die Abhängigkeit von amerikanischen Tech-Konzernen verringern.

Mit der Veröffentlichung der ersten stabilen Version von Euro-Office erhält der Plan nun Rückenwind. Das geht aus einer Ankündigung der Projektpartner Nextcloud und Ionos hervor, über die unter anderem heise online berichtete. Zu den Partner:innen von Euro-Office gehört auch Office EU, eine Suite, die sich als europäische Alternative zu Microsoft 365 und Google Workspace positioniert. Wie die etablierten Lösungen aus den USA bündelt Office EU Anwendungen für Dokumente, Tabellen, Präsentationen, E-Mail, Kalender, Cloud-Speicher und Videokonferenzen in einer Suite. Weitere partizipierende Unternehmen sind unter anderem XWiki, OpenProject und Open-Xchange. Gemeinsam wollen sie europäische Alternativen zu proprietären Office-Lösungen stärken und die digitale Souveränität Europas voranbringen.

Auch wenn Projekte wie Office EU den etablierten US-Unternehmen wohl nicht kurzfristig relevante Marktanteile abnehmen werden, machen sie vielen Verfechter:innen digitaler Souveränität Hoffnung. Wie dringend Europa eigene Alternativen bei Cloud, KI und Software braucht, wurde auch auf der re:publica 2026 deutlich. Dort warnten zahlreiche Speaker, darunter auch re:publica-Gründer Markus Beckedahl, vor der wachsenden Macht großer Tech-Konzerne und der starken Abhängigkeit Europas von digitaler Infrastruktur aus den USA. Beckedahl sprach dabei von einer Monopolbildung „auf Steroiden“, bei der wenige Konzerne durch Daten, Rechenleistung und Kapital ihre Macht kontinuierlich ausbauen.


„Your digital future is made in Europe“:
Europas Plan gegen Tech-Abhängigkeit

Pixel-Art-Grafik einer Figur, die von „Other tech“ zu „EU Tech“ springt. Der Schriftzug „Level Up“ symbolisiert den Technological Sovereignty Plan der EU, mit dem Europa die technologische Unabhängigkeit stärken und eigene Alternativen bei Cloud, KI, Halbleitern und Software fördern will.
© Europäische Kommission via X

Eine europäische Office-Suite für digitale Unabhängigkeit

Während Microsoft, Google und OpenAI derzeit vor allem mit neuen KI-Funktionen um Aufmerksamkeit konkurrieren, setzt Office EU einen anderen Schwerpunkt. Die Office-Suite wirbt vor allem mit europäischer Infrastruktur, Open Source und dem Versprechen, Daten außerhalb außereuropäischer Rechtsräume zu halten.

Vergleichsgrafik von Office EU mit Microsoft 365 und Google Workspace. Hervorgehoben werden europäische Datenspeicherung, Open Source, DSGVO-Konformität, europäische Kontrolle und der Verzicht auf US-Gerichtsbarkeit.
Office EU vs. Microsoft 365 und Google Workspace, © Office EU

Sämtliche Dienste werden auf europäischer Infrastruktur betrieben. Office EU setzt auf Open Source, DSGVO-Konformität und verspricht, Daten vor potenziellen Zugriffen durch außereuropäische Behörden zu schützen. Hintergrund ist unter anderem der US CLOUD Act, der US-Behörden unter bestimmten Voraussetzungen Zugriff auf Daten amerikanischer Unternehmen ermöglichen kann. Funktional orientiert sich Office EU an den etablierten Office-Lösungen aus den USA. Zum Angebot gehören:

  • Dokumente (EU Docs)
  • Tabellen (EU Spreadsheet)
  • Präsentationen (EU Presentation)
  • Cloud-Speicher (EU Drive)
  • E-Mail (EU Email)
  • Kalender (EU Calendar)
  • Videokonferenzen (EU Talk)

Wer von Microsoft 365 oder Google Workspace wechseln möchte, kann bestehende Konten anbinden und E-Mails, Kalender sowie Dateien importieren. Die Suite lässt sich zunächst parallel zu bestehenden Lösungen nutzen, sodass kein sofortiger Komplettumstieg notwendig ist. Office EU richtet sich vor allem an kleine und mittelständische Unternehmen, NGOs sowie Privatpersonen und Familien, die nach einer europäischen Alternative zu Microsoft 365 oder Google Workspace suchen.

Vollständig ausgereift sind viele europäische Office-Lösungen allerdings noch nicht. So fehlen teilweise noch native Desktop- und Mobilanwendungen. Auch die Unterstützung offener Standards wie ODF wird in einigen Projekten noch erweitert.


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Bis zu 4 Euro mehr: YouTube erhöht die Premium-Preise


YouTube Premium wird in Deutschland teurer. Einige Abonnements kosten künftig bis zu vier Euro mehr pro Monat. Zudem bringt die Plattform ihre Direktnachrichten in weitere Märkte weltweit.

YouTube Premium wird in Deutschland teurer. Wie heise online berichtet, erhöht Google die Preise für sämtliche Premiumtarife. Besonders Familien müssen künftig tiefer in die Tasche greifen. Ganz überraschend kommt die Entwicklung allerdings nicht. Bereits im April erhöhte Google die Preise für YouTube-Abos zunächst in den USA.

Darüber hinaus bringt YouTube Direktnachrichten für mehr Nutzer:innen weltweit. Wie 9to5Google berichtet, rollt die Streaming-Plattform die Chats zum Teilen und Diskutieren von Videos aktuell in den USA, Großbritannien, Brasilien und Singapur aus. Über den Deutschland-Start der YouTube DMs hatten wir bereits im März berichtet.


YouTube DMs kommen in Deutschland zurück

YouTube-Logo auf Smartphone
© Christian Wiediger via Unsplash

Mehr Werbung oder mehr zahlen? YouTube erhöht die Preise

Nach Netflix, Disney+ und Spotify erhöht nun auch YouTube die Preise für die Premiumtarife in Deutschland. Vor allem Familien und Nutzer:innen von Premium Lite zahlen deutlich mehr. Künftig gelten folgende Preise:

  • YouTube Premium: 14,99 statt 12,99 Euro pro Monat
  • YouTube Premium Familienabo: 27,99 statt 23,99 Euro pro Monat
  • YouTube Premium Student:innenabo: 8,99 statt 7,49 Euro pro Monat
  • YouTube Premium Lite: 7,99 statt 5,99 Euro pro Monat

Besonders Premium Lite verliert damit einen Teil des bisherigen Preisvorteils. Der günstigste Tarif bietet zwar keine Musikextras, dafür aber weniger Werbung bei vielen Videos.

Die höheren Preise gelten offenbar sowohl für Neu- als auch für Bestandskund:innen. Wie Caschys Blog berichtet, informiert YouTube derzeit auch bestehende Abonnent:innen per E-Mail über die Anpassungen.

Nach dem Aus 2019: YouTube bringt Direktnachrichten zurück

2017 führte YouTube Direktnachrichten in der App ein, damit Nutzer:innen Videos teilen und darüber chatten konnten. 2019 stellte die Streaming-Plattform die Funktion jedoch wieder ein, um öffentliche Konversationen stärker in den Fokus zu rücken. Da Direktnachrichten auf vielen Social-Media-Plattformen zu den meistgenutzten Kommunikationskanälen gehören, entschied sich YouTube dazu, die Funktion zurückzubringen.

Im Herbst 2025 startete die Plattform einen ersten, noch stark eingeschränkten Test. Im März weitete YouTube diesen auf mehrere europäische Länder aus und brachte die Chat-Funktion auch nach Deutschland. Jetzt folgt der Roll-out in weitere Märkte weltweit. Aktuell erhalten Nutzer:innen in den USA, Großbritannien, Brasilien und Singapur Zugriff auf die Chats.

Mit den neuen YouTube DMs können Nutzer:innen Videos, Shorts und Livestreams direkt in der App teilen und darüber in privaten 1:1-Chats diskutieren. Auch nicht gelistete Videos lassen sich per Nachricht verschicken. Kontakte können direkt über das Teilenmenü eines Videos angeschrieben werden. Zudem informiert YouTube per Benachrichtigung über neue Nachrichten. Wer möchte, kann Nachrichten zurückziehen, Nutzer:innen blockieren oder Gespräche melden. Die Funktion bringt allerdings auch einige Einschränkungen mit sich:

  • Nur 1:1-Chats, keine Gruppenunterhaltungen
  • Einladungen erfolgen über einen sieben Tage gültigen Link
  • Der Link muss zunächst über einen anderen Messenger verschickt werden
  • Verfügbar nur für Nutzer:innen ab 18 Jahren
  • Private Videos lassen sich nicht teilen

YouTube will offenbar keine vollwertigen Messaging-Dienst aufbauen. Die zahlreichen Einschränkungen zeigen vielmehr, dass die Streaming-Plattform Chats vor allem als Werkzeug zum Teilen und Diskutieren von Videos versteht. Denn Nutzer:innen sollen ein Video nicht erst auf YouTube entdecken, um die Konversation anschließend auf WhatsApp, Instagram oder Telegram fortzusetzen. Stattdessen möchte YouTube dafür sorgen, dass Nutzer:innen Inhalte entdecken, teilen und diskutieren, ohne die Plattform verlassen zu müssen.


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