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Bau am weltweit größten Windrad in Deutschland geht nach Problemen weiter


In Deutschland, genauer im brandenburgischen Schipkau in der Lausitz, entsteht die größte Windkraftanlage der Welt. Mit einer Gesamthöhe von 365 m und einer Nabenhöhe von 300 m soll der Höhenwindturm nach Fertigstellung pro Jahr zwischen 30 und 33 GWh Strom erzeugen können. Die im Winter ruhenden Hochbauarbeiten hat das bauausführende Unternehmen GICON nach einer Qualitätskontrolle der Bauteile und teilweisem Austausch bereits wieder aufgenommen.

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Ende 2025 hatte GICON festgestellt, dass ein Subunternehmen Stahlbauteile für das Windrad geliefert hat, die nicht der erforderlichen Qualität entsprochen haben, wie GICON Anfang März mitteilte. Die Wintermonate hatte GICON genutzt, um auch bereits eingebaute Teile zu überprüfen. Mittlerweile seien nahezu alle Ersatzbauteile eingetroffen und der Austausch der Teile sei bis Ende März abgeschlossen. Der Weiterbau des Windrades werde dann mit neuen Teilen fortgesetzt. Ebenfalls habe GICON im Februar den Großkran für die folgenden Bautätigkeiten in Betrieb genommen.

Das GICOM-Höhenwindrad soll Windenergie in großen Höhen nutzen. Dort können je nach Standort optimale Bedingungen für die Nutzung von Windenergie herrschen. Winde wehen dort in der Regel stärker und gleichmäßiger, sodass jährlich ein höherer Stromertrag möglich ist. GICOM schätzt, dass mit solchen Windrädern pro Jahr zwischen 30 und 33 GWh gewonnen werden können. Das entspricht in etwa dem Jahresbedarf von 7500 Vier-Personen-Haushalten.

Der stetig nutzbare Wind soll sich neben der verlässlichen und ergiebigeren Stromversorgung auch auf die Kosten auswirken. Die Stromgestehungskosten sollen bei weniger als 5 Cent pro Kilowattstunde liegen.

Um die Turbinengondel auf eine Höhe von 300 m zu bringen, haben sich die Ingenieure etwas Besonderes einfallen lassen: Die Konstruktion ist teleskopartig ausgelegt. Die Turbine wird zunächst auf einer Höhe von 150 m montiert. Danach soll sie von dort auf ihre Endposition in noch luftigerer Höhe hochgefahren werden. Für die Montage in größeren Höhen sind spezielle „höhenfeste“ Montagearbeiter nötig. In Deutschland gibt es die aber nicht, sodass Monteure aus der Türkei diese Arbeiten übernehmen.

Nach derzeitigem Stand ist noch unklar, wann die Bauarbeiten an dem Windrad, die im Juli 2025 begonnen haben, abgeschlossen sein werden. Das hängt von den Baufortschritten ab, die in den nächsten Monaten erzielt werden. 2025 hieß es noch, dass der Bau im Sommer 2026 abgeschlossen sein wird. Weiter festhalten will die GICOM aber daran, dass das Höhenwindrad noch bis Ende 2026 ans Netz geht.

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(olb)



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M6 wird übersprungen: MacBook Ultra mit älteren Chips?


Freunde des MacBook Pro freuen sich auf den Herbst: Dann soll Apple ernst zu nehmenden Gerüchten zufolge mit dem „MacBook Ultra“ eine neue Baureihe samt frischem Formfaktor planen – als eine Art Notebook-Abrundung nach oben. Geplant ist sowohl der Einbau eines neuen Bildschirms in Tandem-OLED-Technik als auch ein Touchscreen, was beides wichtige Neuerungen für den Mac wären. Hinzu kommt angeblich ein wieder etwas dünneres Gehäuse. Die bislang ungeklärte Frage: Welchen Prozessor wird Apple für das (vermutlich teure) Modell verwenden? Nun gibt es erste Antworten dazu, die den ein oder anderen Nutzer enttäuschen könnten.

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Denn laut einem Bericht der Finanznachrichtenagentur Bloomberg nutzt das MacBook Ultra hier Altware. Die nächste Chipgeneration mit M6-Prozessor ist demnach nur für Einsteiger-Geräte wie ein entsprechendes MacBook Pro und später auch ein MacBook Air geplant. Denn Apple hat angeblich vor, beim M6 keine Max- und Pro- oder gar Ultra-Varianten des Chips zu liefern. Stattdessen will der Konzern verstärkt am M7 arbeiten, der nochmals deutlich bei lokaler KI punkten soll.

Das heißt: Apple müsste die erste Generation des MacBook Ultra mit M5 Pro und M5 Max ausstatten, wie sie längst im MacBook Pro mit 14 und 16 Zoll aus dem vergangenen Frühjahr spielen. Man hätte es also mit einem Rechner zu tun, der in Sachen Display, Touchscreen und Formfaktor auf dem neuesten Stand ist, nicht jedoch in Sachen Chips. Mit einem MacBook Ultra M7 Pro oder M7 Max wäre dann nicht vor Herbst 2027 zu rechnen, was Käufer verunsichern könnte. Apples Entscheidung ist bislang einmalig in der Apple-Silicon-Geschichte: Von jedem der M-Chips gab es stets auch Pro-, Max- und zumeist Ultra-Varianten. Der M6 bietet gegenüber dem M5 unter anderem Vorteile bei der Strukturbreite, soll erster Apple-Chip im 2-nm-Verfahren von TSMC im Mac sein.

Das MacBook Ultra soll wie das MacBook Pro in den Größen 14 und 16 Zoll ausgeliefert werden, so Bloomberg. Laut den Angaben ist die Arbeit am M7 mit Pro- und Max-Varianten bereits fortgeschritten, erste Maschinen damit seien bis frühestens Ende 2027 vorgesehen. Auch der Mac Studio soll den M7 Max und eine M7-Ultra-Variante erhalten, vermutlich aber erst 2028.

Nutzer die schon länger auf einen neuen MacBook-Formfaktor warten und auch auf die verbesserte OLED-Technik aus dem iPad Pro im Mac hofften, müssen nun abwägen, wie sinnvoll es ist, auf das kommende Jahr und die M7-Pro- und M7-Max-Varianten zu warten. Einige von ihnen dürften noch auf älteren Baureihen wie M2 Pro und M2 Max oder M3 Pro und M3 Max verblieben sein, weil sie sich vom Ultra topmoderne Technik erhofften. Neu sind ältere Chips in Macs aber nicht. Beim immer noch aktuellen Mac Studio trifft ein M3 Ultra auf einen M4 Max, da es vom M4 nie eine Ultra-Variante gegeben hat.

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(bsc)



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ADFC stellt ausgewählte Radtouren auf Komoot bereit


Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e. V. (ADFC) hat mit dem Outdoor-Navigationsanbieter Komoot vereinbart, künftig ausgewählte Touren seiner regionalen Untergliederungen als Collections zu veröffentlichen, damit Radfahrbegeisterte die Routen nachfahren können. Das teilte Komoot am Dienstag mit. Bei den angebotenen Routen handelt es sich um geführte Touren, die von ADFC-Tourenleiter geplant und durchgeführt wurden.

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Rund 14.000 geführte Touren führt der ADFC über seine regionalen Gliederungen pro Jahr durch. Die Auswahl erstreckt sich dabei über kurze und lange, einfache und schwierigere Strecken. Die Routen sind von ADFC-Tourenleitern geplant und mit Informationen zu Sehenswürdigkeiten und praktischen Tipps angereichert. Entsprechend sollten sie zuverlässiger sein als einige Routen, die von Privatleuten veröffentlicht worden sind. Eine Auswahl dieser Touren beabsichtigt der ADFC nun als Collections auf Komoot bereitzustellen. Das Angebot umfasst genaues Kartenmaterial und Informationen der Tourleiter, etwa zur Strecke, zu Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkten. Zusätzlich stehen die Routen zur Offline-Navigation bereit.

Die Kooperation zwischen dem ADFC und Komoot umfasst verschiedene Unterstützungsleistungen für die ADFC-Gliederungen. So stellt Komoot für ADFC-Tourenleiter und -leiterinnen zur Erstellung und Verwaltung von Routen Komoot Premium bereit. Zugleich bietet Komoot auch Unterstützung bei der Erstellung und Verwaltung von Collections, die mit Radbegeisterten geteilt werden können. Die ADFC-Gliederungen können ihre regionalen Tourtipps über Komoot einbetten und auf ihren Websites einbinden.

Wie viele Touren des ADFC letztlich über Komoot angeboten werden, ist derzeit noch unklar. Denn die Entscheidung über die Veröffentlichung regionaler Touren auf Komoot liegt bei den einzelnen Gliederungen des Fahrrad-Clubs, nicht aber beim Bundesverband. Dieser will jedoch die regionalen ADFC-Gliederungen dazu animieren, die Touren auf Komoot einzustellen, sodass auch Menschen die Routen nachfahren können, die nicht an den geführten ADFC-Touren teilnehmen können oder wollen.


(olb)



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Deutschland-App: KI soll Anträge vereinfachen


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Lange Zeit war nebulös, was die geplante Deutschland-App des Bundesdigitalministeriums (BMDS) leisten soll. Nun hat das Ministerium mehr Klarheit geschaffen: Die App soll Bürgern dabei helfen, Online-Anträge auszufüllen. Nutzer sollen dabei die bestehenden Onlinedienste zum Beispiel ihrer Kommune gar nicht mehr zu Gesicht bekommen. „Die Bürger interagieren also nur mit der App und können leichter Verwaltungsleistungen beantragen“, erklärte BMDS-Staatssekretär Markus Richter in einem Interview mit c’t.

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Im Hintergrundsystem der App sollen Crawler die Onlineportale von Behörden durchsuchen und erfassen, welche Formulare dort bereitstehen. Sprachmodelle verarbeiten die Formulare semantisch, sodass die App die Abfragen vereinfachen und Rückfragen beantworten kann. Außerdem sollen die Abfragen an die individuelle Konstellation des Nutzers angepasst werden: „Dadurch können ganze Seiten der Formulare unsichtbar werden“, sagte Richter.

Nutzer können laut den aktuellen Plänen des Ministeriums zwischen drei „Interaktionsmodi“ wählen: einem vereinfachten Formular, einem Chatmodus sowie einem „KI-Avatar“, der per Sprachinteraktion durch den Antrag führt. Dafür setzt die App auf spezialisierte KI-Modelle zum Beispiel von ElevenLabs.

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Die Sorge, dass App-Nutzer aufgrund von KI-Falschaussagen zum Beispiel weniger Wohngeld erhalten, als ihnen zusteht, relativierte Richter im Interview: Schon heute gebe es fehlerhafte Anträge. Er gehe davon aus, dass die Deutschland-App die Fehlerquote reduziert, weil sie Nutzer durch den Prozess führe und Plausibilitäten prüfe.

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Zur Frage, ob es nicht sinnvoller wäre, komplexe Antragsverfahren von Grund auf zu reformieren, erwiderte Richter: „Wir machen das eine, ohne das andere zu lassen.“ Das BMDS habe sich als Ministerium für Staatsmodernisierung die Vereinfachung von Prozessen auf die Fahne geschrieben. Man bewege sich aber in einer „Bestandslandschaft“ und wolle daher den Zugang zu bestehenden Verfahren vereinfachen.

Mit der Entwicklung eines Prototyps der Deutschland-App hat das BMDS die Telekom und SAP beauftragt und dadurch viel Kritik von mittelständischen Softwarefirmen hervorgerufen. Das Ministerium plant nun eine Ausschreibung und will die App als Open Source bereitstellen, „damit sie transparent und durch andere nachnutzbar ist“, wie Richter im Interview sagte.

Das vollständige Interview zur Deutschland-App sowie zum Deutschland-Stack lesen Sie bei heise+


(cwo)



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