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Künstliche Intelligenz

Analyse: Was ein Boykott von ChatGPT bewirken kann


„Es ist Zeit aufzuhören“, schreibt QuitGPT in großen roten Buchstaben auf ihrer Webseite. Die Boykott-Kampagne ruft dazu auf, ChatGPT zu deinstallieren und auf andere Chatbots umzusteigen. Ihr zentraler Kritikpunkt: Die OpenAI-Führung finanziert mit Spenden die Regierung von Donald Trump. Dazu kommt Sorge um einen Deal mit dem Pentagon. QuitGPT befürchtet, dass Massenüberwachung und automatisierte Kriegsführung damit Tür und Tor offen stehen.

Die kleine Initiative hat sich einen großen Gegner ausgesucht: ChatGPT hat schätzungsweise 900 Millionen Nutzer. Der Chatbot löste den anhaltenden Hype um KI-Sprachmodelle aus und führte das Unternehmen fast über Nacht zu Milliardenbewertungen. OpenAIs anstehender Börsengang könnte über die Zukunft der ganzen Branche entscheiden – und das Unternehmen „too big to fail“ sein.

  • Kritiker von OpenAI befürchten, dass die Technik hinter ChatGPT beim US-Kriegsministerium für Massenüberwachung und autonome Waffen eingesetzt wird. Wir haben mit den Organisatoren des Protests gesprochen.
  • Auch wenn der Boykottaufruf wie der Kampf von David gegen Goliath wirkt, waren vergleichbare Kampagnen in der Vergangenheit bei anderen Tech-Konzernen erfolgreich. Dieser Artikel stellt konkrete Fallbeispiele vor.
  • Für OpenAI kommt der Angriff zu einem kritischen Zeitpunkt: Das Unternehmen muss seine finanzielle Schieflage richten, bevor es an die Börse geht. Gerade deshalb sind die Vorwürfe ein Problem.

Dieser Artikel zeigt, wie eng ChatGPT-Entwickler OpenAI tatsächlich mit der amtierenden US-Regierung von Donald Trump zusammenarbeitet. Dafür haben wir mit den Organisatoren hinter QuitGPT gesprochen und OpenAI mit den Vorwürfen konfrontiert. Wir schlüsseln die zentralen Kritikpunkte im Detail auf und erklären, ob und wie sich der Boykott tatsächlich auf das KI-Unternehmen auswirkt.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Analyse: Was ein Boykott von ChatGPT bewirken kann“.
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Ungeplantes Geoengineering: Aufbau von Starlink & Co. mit Folgen für Atmosphäre


Die stark wachsende Zahl von Raketenstarts für den Aufbau von Starlink & Co. „gleicht einem unregulierten Geoengineering-Experiment, das viele unbeabsichtigte und schwerwiegende Folgen für die Umwelt haben könnte“. Das meint Eloise Marais, die Leiterin einer internationalen Forschungsgruppe, die untersucht hat, wie groß die Luftverschmutzung durch die Raketen ist. Herausgekommen ist dabei, dass allein der Aufbau der sogenannten Megakonstellationen schon für mehr als ein Drittel der Klimabelastung durch die Raumfahrt verantwortlich ist; 2029 sollen es mindestens 42 Prozent sein. Das liegt primär an dem bei Starts ausgestoßenen Ruß, der dabei so hoch in die Atmosphäre gelangt, dass er über 500-mal stärker das Klima belastet als Ruß aus Fahrzeugen und Kraftwerken.

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Wie das University College London zusammenfasst, hat die Gruppe ermittelt, dass die Raketenstarts für den Aufbau von Starlink & Co. schon jetzt mehr als die Hälfte des gesamten genutzten Raketentreibstoffs verbrauchen. Dieser Anteil soll weiter wachsen. Beobachten konnten auch Außenstehende, dass sich die Zahl der jährlichen Raketenstarts zwischen 2020 und 2025 verdreifacht hat, getrieben fast ausschließlich durch SpaceX und seine Falcon 9. Die Folgen für die Erdatmosphäre werden nur langsam klarer. Schon 2029 könnten die aber so weitreichend sein wie vorgeschlagenes Geoengineering, also technische Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel. Das geschieht aber weitgehend unreguliert und ohne Abwägung der Konsequenzen.

Der Raketentreibstoff auf Kerosinbasis, den SpaceX verwendet, sorge für die Abgabe von Rußpartikeln in oberen Atmosphärenschichten, erklärt das Forschungsteam. Dort verbleibt er für Jahre, weil er anders als Ruß aus Quellen an der Oberfläche nicht durch Niederschläge entfernt wird. Während der Ruß deshalb dort 540-mal effektiver das Klima beeinflusse als bodennaher Ruß, dürfte die Raumfahrt schon 2029 rund 870 Tonnen Ruß ausstoßen – so viel wie alle Passagierfahrzeuge in Großbritannien. In der Folge dürfte dieser Ruß einen abkühlenden Effekt auf das weltweite Klima haben, aber man müsse trotzdem sehr vorsichtig sein. Welche Folgen sich genau ergeben, sei vollkommen unklar und nur jetzt habe man noch die Möglichkeit, gegebenenfalls gegenzusteuern.

Als Geoengineering bezeichnet man großräumige technische Eingriffe in Kreisläufe der Erde – besonders im Kampf gegen den Klimawandel. Während es immer wieder Warnungen vor solchen Vorhaben und den damit verbundenen immensen Risiken gibt, wird teilweise erwartet, dass Geoengineering angesichts der katastrophalen Folgen der Klimaerwärmung in den kommenden Jahrzehnten mindestens von einzelnen Nationen umgesetzt wird. Ein US-Start-up hat zudem eigenmächtig mit der Freisetzung von reflektierenden Partikeln begonnen. Die jetzt im Fachmagazin Earth’s Future veröffentlichte Studie besagt jetzt, dass es sich bei der rasch anwachsenden Zahl von Satellitenstarts um eine weitere bereits praktizierte Form von Geoengineering handelt, wobei der Effekt vollkommen unbeabsichtigt wäre.


(mho)



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Bericht: OpenAI verärgert über Apple-Partnerschaft, könnte klagen


OpenAI profitiert einer Meldung der Finanznachrichtenagentur Bloomberg zufolge nicht ausreichend von einem großen Deal mit Apple – und erwägt nun sogar, Juristen loszuschicken. Dabei geht es um die seit Einführung von Apple Intelligence im Oktober 2024 bestehende Partnerschaft, mit der Nutzer sehr leicht (und bis zu einer bestimmten Grenze kostenlos) auch auf ChatGPT zugreifen können, wenn Apples KI-System nicht weiterweiß.

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Angeblich sieht man bei OpenAI die erhofften „Benefits“ durch die Kooperation nicht und wirft Apple gar Vertragsbruch vor. Der Grund: Apple soll die Funktionen in seinen Betriebssystemen iOS, iPadOS und macOS nicht ausreichend bewerben und sogar „verstecken“. Das deutet darauf hin, dass OpenAI nicht die erhoffte Nutzungsintensität durch die Milliarden Apple-Nutzer feststellen kann.

Die gesamte Partnerschaft gilt demnach als belastet. Die Anwälte bei OpenAI arbeiteten nun aktiv an einem rechtlichen Vorgehen, das sogar in einer Klage münden könnte. In einem ersten Schritt ist laut Bloomberg aber erst ein „blauer Brief“ geplant, in dem Apple darauf aufmerksam gemacht wird, dass es Vertragsbruch betreibe. Um mit dem Problem umzugehen, hat sich OpenAI dem Bericht zufolge in den letzten Tagen auch Hilfe von externen Anwälten geholt.

Dass überhaupt ein Vorgehen auf juristischer Ebene geplant wird, deutet darauf hin, dass die Kooperation offenbar zerrüttet ist. Ob es dann letztlich zu einer tatsächlichen Klage kommt, ist aber noch unklar. OpenAI hatte sich unter anderem erhofft, durch die Partnerschaft mehr Abonnenten zu erhalten, die bereit sind, mindestens knapp 23 Euro im Monat für ChatGPT zu zahlen, was dem geplanten Börsengang helfen würde. Doch das soll so nicht passiert sein. Dafür macht OpenAI offenbar Apple verantwortlich. Dort habe man sich eine tiefere Integration in den Apple-Apps sowie eine bessere Platzierung bei der Sprachassistentin Siri erhofft. OpenAI findet, dass ChatGPT nicht leicht genug aufzufinden ist.

Apple soll unterdessen intern Bedenken gegenüber einer tieferen ChatGPT-Integration gehabt haben. Das Unternehmen zweifelt daran, dass OpenAI die Nutzerdaten adäquat schützt. Tatsächlich lässt sich ChatGPT unter iOS, iPadOS und macOS auch anonym nutzen, Apple hat dazu eine Art Proxy implementiert. Seit der Bekanntgabe der Partnerschaft, für die Apple angeblich kein Geld zahlt (OpenAI aber auch nicht), gab es jedoch eine ganze Reihe von Änderungen an der Situation zwischen den beiden Unternehmen. So hat sich Apple entschieden, Googles Gemini als offiziellen KI-Partner in seine Systeme zu holen, um etwa Siri endlich schlauer zu machen. Dabei bekommt Apple tiefen Zugriff auf das Modell und kann es zum Teil auch in eigenen Rechenzentren ausführen, was mit OpenAI nie möglich war.

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Weiterhin entwickelt sich der ChatGPT-Macher zum direkten Apple-Konkurrenten: Nach Anwerbung von Ex-Apple-Designboss Jony Ive soll der Konzern an KI-Gadgets beziehungsweise zuletzt gar an einem eigenen Smartphone gearbeitet haben. All das kann Apple nicht schmecken und dürfte die Beziehung belasten. Laut Angaben von Bloomberg will OpenAI jedoch erst dann gegen Apple klagen (sollte es tatsächlich dazu kommen), wenn ein langwieriger Prozess zwischen OpenAI und Elon Musk beendet ist, bei dem es letztlich um die Herrschaft über OpenAI geht.


(bsc)



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Heimtrainer: Das Indoor-Rad VeloNix im Test


Cardio-Training auf dem Fahrrad ist eine schöne Sache. Wenn es aber im Winter zu glatt, im Sommer zu heiß und im Herbst zu regnerisch ist, lässt die Motivation schnell nach. Wer dann nicht aufs Kurbeln verzichten möchte und keine Lust auf überfüllte Fitnessstudios hat, überlegt sich vielleicht, einen Heimtrainer anzuschaffen.

Das VeloNix von Speediance hat allerdings wenig mit den einfachen Heimfahrrädern von einst gemein. Ähnlich wie die Geräte von Peloton setzt das VeloNix auf digital unterstütztes Training, inklusive Onlineanbindung und KI-Planung.

Gamification soll die Motivation hochhalten. Wir wollten es genau wissen und haben über Wochen auf dem VeloNix unsere „Runden“ gedreht. Außer viel Schweiß gab es auch viele Erkenntnisse.


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