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Brand Forward: Was macht Marken heute stark? › PAGE online


Beim German Brand Award werden Marken ausgezeichnet, die »Brand Forward« denken und mit exzellenter Markenführung einen Unterschied machen. Aber was heißt das eigentlich konkret – und wann ist eine Marke stark? Wir haben bei den Juror:innen des German Brand Award nachgefragt.

Brand Forward: Was macht Marken heute stark? › PAGE onlineBild: Ben Kuhlmann © German Design CouncilWas bedeutet eigentlich »Marke« und was macht eine starke Marke heute aus? Sind deutsche Marken überhaupt begehrenswert? Und wie wichtig ist Branding? Das haben wir fünf von 17 der Jurymitglieder des German Brand Award 2026 gefragt – und festgestellt: Marke ist mehr als Kommunikation oder Design, sondern zentrales Orientierungssystem in den Köpfen der Zielgruppen.

Das ist heute wichtiger denn je. Denn in einer Zeit, die von Informationsüberfluss, Austauschbarkeit und KI geprägt ist, wird es für Menschen zunehmend schwer, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Genau hier liegt das Problem: Produkte und Dienstleistungen gleichen sich immer stärker an, während die Zahl der Reize und Botschaften wächst. Marken übernehmen dabei die Rolle einer Abkürzung, schaffen Vertrauen, reduzieren Unsicherheit und geben Orientierung. Und werden damit zum entscheidenden Faktor für Relevanz, Differenzierung und Erfolg.

Ein Mann in weißem Hemd und grauer Stoffhose steht entspannt in einem hellen Flur mit großen Fensteröffnungen, lächelt freundlich in die Kamera und hat eine Hand locker in der Hosentasche.Bild: Ben Kuhlmann © German Design Council

»Marke hält alles zusammen«

Christian Rummel, Head of Central Brand Management, Deutsche Bank AG

Marke hält alles zusammen, wofür ein Unternehmen oder auch ein Produkt steht – nach innen, wie nach außen. Marke ist dabei keine Dekoration. Sie ist ein bedeutender geschäftsrelevanter Hebel, der Strategie in Momentum, Präferenz und messbaren Wert verwandelt. Eine starke Marke ist ein wichtiger Anker im Leben der Menschen, sie steht für Vertrauen und trägt damit zur Entlastung bei, wenn es täglich darum geht, Entscheidungen zu treffen. Dabei gewinnt die Bedeutung von Marken und Branding an Bedeutung: Die medialen Kanäle und Kontaktpunkte, an denen Menschen mit Marken in Berührung kommen, nehmen zu und werden vielfältiger. Gerade in der digitalen Welt ist es von Bedeutung, dass Marken Präsenz zeigen und im Sinne der Customer Journey im richtigen Moment, in der kontextuell passenden Art und Weise im Leben der Menschen erscheinen.

Deutsche Marken haben in der Welt eine hohe Strahlkraft. Allerdings verändert sich die Sicht auf Marken in anderen Ländern. Chinesische Marken zum Beispiel gewinnen aufgrund der stetig steigenden Qualität, Innovationen sowie des Designs an Bedeutung.

Marken transportieren ein Lebensgefühl, wenn sie ganzheitlich gedacht werden und im Leben der Menschen eine Rolle spielen. Die Relevanz der Marke ist dafür entscheidend, aber auch eine emotionale Aufladung, die resoniert.

Eine junge Person mit heller Kappe und großen Creolen steht in einem hellen Flur vor Fenstern und blickt direkt in die Kamera. Sie trägt ein locker geschnittenes, sportliches Trikot mit grafischem Muster und auffälliger Schrift, dazu mehrere Ringe und Armbänder, die den lässigen Stil unterstreichen.Bild: Ben Kuhlmann © German Design Council

»Marke ist Orientierung«

Isabelle Rogat, Cultural Trendscout, Next Gen & DEIB Expert

In einer Welt voller Komplexität, Gleichzeitigkeit und Unbeständigkeit ist Marke Orientierung. Sie schafft es, Klarheit zu geben. Sowohl in dem, was Konsument:innen von ihr erwarten können (ob Image oder Qualität) – als auch in dem, was deren Entscheidung für die entsprechende Marke über sie selbst aussagt. Jeden Tag machen uns Unternehmen und Menschen unzählige Versprechen. Viele Inhalte imitieren andere, viele überhöhen wiederum. Eine gute Marke steht für etwas und leistet das dann auch, während der Standard verspricht, was nicht gehalten wird. Dass Marken ein Lebensgefühl transportieren, spielt auch heute eine große Rolle, nur anders als früher. Es braucht aspirative Inspiration – auch (oder gerade) in den 2020ern wollen Menschen sich neu erfinden können und in neue Welten eintauchen. Marken müssen nur verstehen, welche Rolle sie hier spielen.

Bei den Einreichungen für den German Brand Award hat sich gezeigt: »Anders sein« und »anders sagen« sind zwei Paar Schuhe. Wir als Branche sind gut darin, kleine Optimierungen als Revolution zu verkaufen. Das funktioniert – bis eine echte Innovation die Synapsen anzündet und man sich denkt: Okay, DAS ist wirklich neu.

Eine Frau mit langen, rötlich-braunen Haaren steht in einem hellen Flur vor großen Fensteröffnungen, die Arme selbstbewusst verschränkt. Sie trägt eine weiße Bluse und einen grafisch gemusterten Rock und blickt mit einem freundlichen, sicheren Lächeln in die Kamera.Bild: Ben Kuhlmann © German Design Council

»Marke ist ein Versprechen«

Saskia Diehl, Managing Director & Co-Owner, GMK Markenberatung

Für mich ist eine Marke immer zuerst ein Versprechen. Ein Versprechen an Menschen, was sie erwarten dürfen – an Qualität, Haltung und Erlebnis. Was für Marken jetzt erfolgskritisch wird: Sie müssen genau hinschauen, welche Relevanz sie im Leben ihrer Zielgruppen haben. Märkte, Technologien und gesellschaftliche Strukturen verändern sich in hoher Geschwindigkeit – und damit auch die Bedürfnisse und Erwartungen an Marken. Starke Marken vermögen es, sich in diesem Tempo weiterzuentwickeln und dabei immer klar zu zeigen, wofür sie stehen. Und: Starke Marken sind schon jetzt »KI-ready«. Damit meine ich sowohl die technische Seite – also die »Maschinenlesbarkeit« von Marken – als auch die KI-Readiness im Brand Management. Der Anteil der durch das Brand Management gesteuerten Markenerlebnisse wird immer geringer, während die Menge an nicht kuratiertem Markencontent explodiert. Hier besteht dringender Handlungsbedarf.

Dabei ist Branding zentraler denn je: Wenn Kanäle und Angebote explodieren, Produkte und Services sich immer stärker ähneln und Empfehlungsplattformen komplett KI-generiert sind, steigen Risiko und Verunsicherung. Stärke und Einzigartigkeit wird dann zum zentralen Vorteil.

Besonders positiv überrascht hat mich bei den Einreichungen zum German Brand Award, wie differenziert Nachhaltigkeit und Transformation zusammengedacht werden: nicht als Kommunikationsanlass, sondern als integraler Bestandteil der Markenidentität. Gleichzeitig sieht man eine Herausforderung: Viele Marken haben gute Ideen und starke visuelle Auftritte – aber die wirklich differenzierende Markenstrategie dahinter bleibt manchmal noch zu vage.

Eine Frau mit kurzem, seitlich gestyltem Haar steht in einem hellen Flur vor großen Fensteröffnungen, die Arme selbstbewusst verschränkt. Sie trägt eine gemusterte Jacke im Leo-Look mit auffälligem pinken Kragen über einem dunklen Outfit und blickt ruhig und direkt in die Kamera.Bild: Ben Kuhlmann © German Design Council

»Marke bedeutet Emotion und Positionierung«

Sophia Rödiger, Chief Marketing Officer, 1KOMMA5°

Marke bedeutet für mich Emotion und Positionierung. Sie kann ein Lebensgefühl ausdrücken, Community-Zugehörigkeit stiften und baut so einen echten Zugang sowie eine tiefe Beziehung auf. Marken geben einem Unternehmen »Profil« – sie machen sichtbar, wofür man eigentlich einsteht. Mehr denn je müssen Marken Haltung einnehmen, Verantwortung übernehmen und ein klares Profil zeigen. Denn wer versucht, jedem zu gefallen, bleibt am Ende profillos. In der Masse des zunehmend KI-generierten Contents wird man schnell beliebig, redundant und aussagelos.

Markenführung bedeutet heute »Sensing« und echtes Erleben zu kreieren. Und Marke muss semantische Dominanz aufbauen. Sie muss KI integrieren und vor allem muss die KI wiederum die Marke kennen – denn Fakt ist: Die Kunden von heute googeln nicht mehr, sie fragen die KI.

Branding ist heute wichtiger denn je. Durch KI-Automation und Creation kann jedes Unternehmen und jede:r Influencer:in exponentiell mehr Content – und damit Reize – generieren und veröffentlichen. Was am Ende zählt: Was spüren wir? Was bleibt an Sinneswahrnehmung wirklich hängen? Wo sind wir noch authentisch und schlichtweg menschlich, indem wir ein Gesicht mit allen Makeln und Emotionen zeigen?

Bei deutschen Marken fehlen oft Mut und Authentizität. Es wird zu wenig eigene Position bezogen, vor allem wenn man nicht direkt einer Meinung mit Lobby, Politik oder Aktionären ist, aber unternehmerisch für das Beste einsteht. Viel zu viel Branding wird heute teuer an Agenturen ausgelagert. Ich würde es begrüßen, wenn wir wieder mehr selbst verrückt denken, ausprobieren und uns die »Branding-Hände« richtig schmutzig machen.

Ein Mann mit Brille und leichtem Bart steht in einem hellen Flur vor großen Fensteröffnungen und lächelt in die Kamera. Er trägt ein dunkles Sakko über einem weißen T-Shirt und wirkt entspannt und zugänglich.Bild: Ben Kuhlmann © German Design Council

»Marke ist ein emotionales Vorurteil«

Jörg Liebeskind, Senior Director Corporate Communications & Brand Management, Conrad Electronic Group

Eine Marke ist für mich ein emotionales Vorurteil gegenüber einem Produkt, einer Firma oder einer Dienstleistung. Dieses Vorurteil kann positiv oder negativ sein. Eine starke Marke 2026 zeichnet sich nicht durch bloße Bekanntheit aus, sondern durch starke mentale Verfügbarkeit. D.h. sie muss Menschen in dem Moment, in dem ein konkretes Bedürfnis entsteht, automatisch in den Sinn kommen. Branding ist heute wichtiger denn je, weil es als kognitive Abkürzung fungiert. In einer Welt des Overloads entscheiden Menschen sehr oft intuitiv. Eine starke Marke senkt das empfundene Risiko und sorgt dafür, dass der Kunde nicht mehr vergleicht, sondern direkt wählt. Branding spart dem Kunden Zeit – und der Marke den reinen Preiskampf.

Viele deutsche Marken sind nach wie vor sehr begehrenswert, aus einem einfachen Grund: Resilienz. In einer volatilen Welt ist Verlässlichkeit das höchste Gut. Da spielt auch das »Verlassen können auf die Qualität einer Marke« wieder eine wichtigere Rolle. Das Lebensgefühl einer Marke von heute ist daher nicht mehr nur ‚Prestige‘, sondern häufig ‚Peace of Mind‘, weil die Marke für meinen Anspruch bestens funktioniert. Quasi Qualität als neues Lebensgefühl. Und beim German Brand Award sieht man zum Glück immer wieder, welch starke Marken in Deutschland existieren.



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Infografische Zeitreisen, kinetisches Bauhaus-Erbe und Stimmen mit AI › PAGE online


Diese Studentinnen haben beim ADC Talent Award 2026 Nägel gewonnen. Die Projekte zeigen eine schöne Bandbreite, die von interaktiver Produktverpackung bis hin zu historischen Denkanstößen reicht.

Infografische Zeitreisen, kinetisches Bauhaus-Erbe und Stimmen mit AI › PAGE onlineBild: Silberner Nagel in der Kategorie »Experiment > Kreativer Einsatz von Technik« Semesterarbeit, betreut von Marcel Saidov

Über das Projekt »VOXAIPE – Decoded« von Mai Do der Bauhaus-Universität Weimar hatte PAGE bereits berichtet. Dabei stand die Frage im Raum, wie man Stimmen in eine visuelle Form bringen könnte. Das Ergebnis begeistert, denn das digitale, KI-gestützte Typografie-Design-Tool kann menschliche Stimmen in Schrift übersetzen. Dabei hilft ein Large Language Model (LLM), das die Stimmenform sichtbar macht. Dafür analysiert es Klang, Rhythmus, Tonhöhe und Lautstärke.

Was das Projekt so interessant macht, ist die Art und Weise, wie künstliche Intelligenz genutzt wird. Denn hier wird ein Bogen zur Menschlichkeit – der echten Stimme – geschlagen, der wie ein Katalysator wirkt, dass man AI in diesem Zusammenhang akzeptiert. Wie eine kulturelle Brücke, die repräsentiert, wie einzigartig jede Stimme ist, und damit auch jede entstehende variable Buchstabenform.

Neben der Installation gab es übrigens auch ein 228-seitiges Künstlerbuch (s. Bild oben), das den typografischen Verlauf eines mehrminütigen Monologs zeigt. Das Projekt erhielt bei den ADC Talent Awards einen bronzenen Nagel.

Eine infografische Zeitreise

Nina Buschendorf erhielt für »Sexismus gibt es erst seit 23 Stunden« einen silbernen Nagel. In ihrer Masterarbeit macht sie die Geschichte des Sexismus greifbar, indem sie zwei Millionen Jahre Menschheitsgeschichte auf ein einziges Kalenderjahr herunterschrumpft. Das Ergebnis: Systematische Ungerechtigkeit beginnt erst am allerletzten Tag dieses gedachten Jahres – also vor umgerechnet gerade einmal 23 Stunden.

Eine mechanische Installation bewegt eine 55 Meter lange Stoffbahn per Kurbel, während ein begleitendes Leporello-Buch die dramatischen Entwicklungen der letzten 5.000 Jahre im Detail aufschlüsselt.

Bauhaus-Universität Weimar: Silberner Nagel in der Kategorie »Abschlussarbeiten > Experimentelle/Künstlerische Gestaltung« Masterarbeit, betreut von Prof. Burkhart von Scheven und Masihne Rasuli

 

Kinetisches Bauhaus-Erbe

Xiaoyi Jin bekam ebenso einen Silbernagel für das Projekt »TRIADISCHER GIN«. Mit dieser Semesterarbeit für die Wiegand Manufactur Weimar verwandelt Xiaoyi Jin eine Spirituosenflasche in eine interaktive Bühne. Der Clou: Ein zweischichtiges Lentikular-Etikett erzeugt beim Drehen der Flasche animierte Silhouetten, die auf Oskar Schlemmers »Triadisches Ballett« verweisen. Dazu passt der Subtitle auf dem Etikett: »Ein fließender Tanz der Aromen«.

Bauhaus-Universität Weimar: Silberner Nagel in der Kategorie »Semesterarbeiten > Brand Identity / Brand Design« Semesterarbeit, betreut von Prof. Burkhart von Scheven und Masihne Rasuli

 

Alle Gewinner-Projekte finden sich auf der ADC-Website. Es gab insgesamt fünf Grands Prix sowie 334 überreichte Nägel, davon 50-mal Gold, 97-mal Silber und 187-mal Bronze.

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Das sind die Schönsten Deutschen Bücher 2026! › PAGE online


Die 25 Gewinner des wichtigsten deutschen Wettbewerbs für Buchgestaltung, die »Schönsten deutschen Bücher 2026« sind da – und fächern die verschiedensten spannenden Aspekte von Buchdesign auf und Themen, die von Printmaking über bestes Grafikdesign zu Upcycling reichen.

Das sind die Schönsten Deutschen Bücher 2026! › PAGE online
© Stiftung Buchkunst, Fotos: Uwe Dettmar Bild: © Stiftung Buchkunst, Fotos: Uwe Dettmar

Es ist soweit: Die Stiftung Buchkunst hat die bestgestalteten Bücher des Jahres 2026 gekürt.

Um die 600 Bücher wurden eingereicht und von zwei Juys in einem mehrstufigen Prozess begutachtet.

Zu den insgesamt 14 Juror:innen gehörten Cilly Klotz von Prestel, Antje Birkholz von Fischer Sauerländer und Rainer Arnold vom Hirmer Verlag an.

Es ging um Haptik und Herstellung, um einfache Mittel mit großer Wirkung oder darum, wie Buchgestaltung einen berührt. Satzspiegel, Schrift und Typografie wurden berücksichtigt, Lesbarkeit und das Buch als Objekt mit Vorderseite, Buchrücken und Rückseite, es ging um die Korrespondenz einzelner Gestaltungselemente, um den Umgang mit Text und Bild oder die Doppelseitengestaltung.

Sieben Tage lang trafen auch in diesem Jahr in den beiden Jurys unterschiedliche Kriterien aufeinander und ihre Auswahl zeigt ein spannendes Gesamtbild.

Und das in den Kategorien »Allgemeine Literatur«, »Wissenschaftliche Bücher, Fachbücher, Lehrbücher«, »Ratgeber, Sachbücher«, »Kunstbücher, Fotobücher, Ausstellungskataloge« und »Kinderbücher, Jugendbücher«, in denen jeweils fünf Bücher ausgezeichnet werde. Und zusätzlich natürlich auch der Nachwuchs.

Das sind die Gewinner!

Die Gewinner in der Kategorie Allgemeine Literatur:

© Stiftung Buchkunst, Fotos: Uwe Dettmar Bild: © Stiftung Buchkunst, Fotos: Uwe Dettmar

Oswald Egger: Oskar Fiala und das Prinzip der kleinsten Wirkung Gestaltung: Oswald Egger, erschienen bei  Suhrkamp Verlag, Berlin

Gunnar Volkmann: Taxi nach Leipzig Gestaltung: Copa-Ipa, erschienen bei M BOOKS, Weimar

Stacy Skolnik: The Ginny Suite Gestaltung: JMMP / Julian Mader, Max Prediger, erschienen bei  montezpress, London/New York/Hamburg

Fanti Baum, Heike Schuppelius, Marc Ries: Ein recht großes Stück Himmel Gestaltung: Lukas Marstaller, Bruno Jacoby, erschienen bei Hochschule für Gestaltung Offenbach

Germaine Krull: Chien Fou (dreisprachig) Gestaltung: Helmut Völter, erschienen bei MACK, London / Museum Folkwang, Essen

Die Gewinner in der Kategorie Wissenschaftliche Bücher, Fachbücher, Lehrbücher:

© Stiftung Buchkunst, Fotos: Uwe Dettmar Bild: © Stiftung Buchkunst, Fotos: Uwe Dettmar

Annette Gilbert, Andreas Bülhoff (Hg.): Library of Artistic Print on Demand Gestaltung: Lyosha Kritsouk, erschienen bei Spector Books, Leipzig

Kazuo Shinohara: Residential Architecture Gestaltung: Elektrosmog, erschienen bei Park Books, Zürich

Regina Bittner, Katja Klaus, Philipp Sack (Hg.): Schools of Departure (Reihe, bisher 4 Titel) Gestaltung: Yvonne Tenschert, Offshore, erschienen bei  Spector Books, Leipzig

Kashef Chowdhury / URBANA (Hg.): Meditations in Entropy Gestaltung: Samuel Bänziger, Rosario Florio, Larissa Kasper, erschienem bei Park Books, Zürich

Luis Adrian Borchardt: Anti-Environments Gestaltung: Luis Adrian Borchardt, erschienen bei einBuch.haus, Berlin /Scheidegger & Spiess, Zürich

Die Gewinner in der Kategorie Ratgeber, Sachbücher:

© Stiftung Buchkunst, Fotos: Uwe Dettmar Bild: © Stiftung Buchkunst, Fotos: Uwe Dettmar

Steffen Kunkel: Suche nach dem Unbestimmten Gestaltung: Spector Books / Markus Dreßen, erschienem bei Spector Books, Leipzig

Hanna Harms: Wald ohne Bäume Gestaltung: Hanna Harms, erschienen im Carlsen Verlag, Hamburg

Julia Blume, Nanne Buurman, Julia Kurz: Bruchstücke, Leerstellen, Blinde Flecken Gestaltung: Emil Kowalczyk, Merle Petsch erschienen bei Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig

Markus Frenzl: serien.book Gestaltung: Bureau Sandra Doeller / Sandra Doeller, Merle Petsch, Marcel Backscheider, erschienen im Verlag form, Frankfurt am Main

Konrad Staisch: Das, was da ist Gestaltung: Konrad Staisch, erschienen im Ankerwechsel Verlag, Hamburg (siehe auch PAGE 01.2026)

Die Gewinner in der Kategorie Kunstbücher, Fotobücher, Ausstellungskataloge:

© Stiftung Buchkunst, Fotos: Uwe Dettmar Bild: © Stiftung Buchkunst, Fotos: Uwe Dettmar

Museum für Gestaltung Zürich, Sabine Flaschberger, Petra Schmid (Hg.): König Hirsch Gestaltung: Hubertus Design /
Kerstin Landis, Jonas Voegeli, erschienen bei Scheidegger & Spiess, Zürich

Daniela Haufe, Detlef Fiedler: cyan Gestaltung: cyan / Daniela Haufe, Detlef Fiedler, erschienen bei hesign, Berlin

Beate Fricke (Hg.): Raub und Ruhm. Erbeutetes Erbe im Museum Gestaltung: Kaj Lehmann, erschienen im Vexer Verlag, St. Gallen/Berlin

Stella Rollig, Sergey Harutoonian (Hg.) Ashley Hans Scheirl: In & Out of Painting* Gestaltung: Beton / Benjamin Buchegger, Oliver Hofmann, erschienen bei Verlag der Buchhandlung Walther und Franz König, Köln

Eszter Kondor, Michael Loebenstein, Katharina Müller (Hg.): How to Do Things with VALIE EXPORT Gestaltung: Malin Gewinner, erschienen bei Spector Books, Leipzig

Die Gewinner in der Kategorie Kinderbücher, Jugendbücher:

© Stiftung Buchkunst, Fotos: Uwe Dettmar Bild: © Stiftung Buchkunst, Fotos: Uwe Dettmar

Reto Crameri: MAL PIXEL MAL Illustration / Gestaltung: Reto Crameri, erschienen im kunstanstifter verlag, Mannheim

Laura Momo Aufderhaar, Verena Hochleitner: Was tun, wenn… Illustration / Gestaltung: Laura Momo Aufderhaar, Verena Hochleitner, erschienen im  kunstanstifter verlag, Mannheim

Jakub Plachý: Schaut, ein Elefant! Illustration / Gestaltung: Jakub Plachý, erschienen bei Rotopol, Kassel

Nina Wehrle: Schluss. Aus. Basta! Illustration: Nina Wehrle Gestaltung: NordSüd Verlag / Theresa Gamper, erschienen im NordSüd Verlag, Zürich

Anna Haifisch: Die Grille in der Geige Illustration / Gestaltung: Anna Haifisch, erschienen bei Rotopol, Kassel (siehe auch PAGE 01.2026)

Und der Förderpreis junge Buchgestaltung ging an:

© Stiftung Buchkunst, Fotos: Uwe Dettmar Bild: © Stiftung Buchkunst, Fotos: Uwe Dettmar

Von einer Jury aus Gestalter:innen und Hochschulexpert:innen wurden diese drei Publikationen, die jeweils mit 2.000 Euro dotiert sind, ausgewählt. Kriterium sind besonders innovative, zukunftsweisende Konzepte zur gestalterischen Weiterentwicklung des Mediums Buch.

Yitong Feng: HEIM-WEG-FREMD-WEG Gestaltung / Illustration: Yitong Feng, erschienen im  Eigenverlag

Celia Joy Homann: Vulvodynie – Schmerz der Weiblichkeit Gestaltung / Fotografie: Celia Joy Homann, erschienen im Eigenverlag

Lena Ludwig: Liebhabkondensat – Eine Sammlung von 100 familiären Idiolekten Gestaltung: Lena Ludwih, erschienen im Eigenverlag

Am 4. September 2026 schließlich wird zusätzlich zu den 25 Schönsten Deutschen Büchern wird der mit 10.000 Euro dotierte »Preis der Stiftung Buchkunst« vergeben, der von einer Sonderjury von den 25 »Schönsten Deutschen Büchern« ausgewählt wird.

Gleichzeitig wird anlässlich des 60-jährigen Jubiläums der Stiftung Buchkunst auch die Ausstellung »Stiftung Buchkunst: 60 Jahre Schöne Bücher« eröffnet.

Darüber hinaus werden alle prämierten Bücher in den nächsten Monaten auf Buchmessen im In- und Ausland sowie in zahlreichen Ausstellungen in Bibliotheken und Buchhandlungen präsentiert.

Auch die Dauerausstellung im Foyer des Literaturhauses Frankfurt und die Terrassengespräche im Berliner PalaisPopulaire (1. Juli 2026, 19 Uhr Oswald Egger über sein prämiertes Buch »Oskar Fiala und das Prinzip der kleinsten Wirkung«) werden fortgeführt.

Bild: © Stiftung Buchkunst, Fotos: Uwe Dettmar

 

 

 



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Freelance-Arbeit und KI: Habt ihr euch schon arrangiert? › PAGE online


»Während sich viele Unternehmen noch schwertun, generative KI produktiv einzusetzen, rollt mit agentischen Systemen die nächste Technologiewelle an«, sagt Tristan Post. Wir erklären, was das fürs Freelancing bedeutet und was heute bei einer Berufshaftpflichtversicherung zu beachten ist.

Freelance-Arbeit und KI: Habt ihr euch schon arrangiert? › PAGE online
Grafik © freelance.de

Viele Freelancer:innen haben ihre Angst vor KI mittlerweile abgelegt. Aber wie sieht das Stimmungsbild eigentlich genau aus? PAGE hat über die Freelancer-Studie berichtet, in der es unter anderem um Trends und Challenges ging.

Schaut man sich die Informationen zum Umgang mit KI genauer an, zeichnet sich ein vermehrt positives Bild. Die Befragten sehen Künstliche Intelligenz mittlerweile als Chance anstatt als Bedrohung. Das dürfte zumindest in Teilen auch auf die Designszene zutreffen, da sich so langsam alle zurechtruckeln.

Umgang mit KI – wen es betrifft

Die einen schaffen es Schritt für Schritt, KI sinnvoll in ihren Arbeitsalltag zu integrieren. Andere treffen Entscheidungen, sich wieder mehr aufs Handwerk zu konzentrieren.

Und dann gibt es da noch Gestalter:innen-Gruppen, die sich etwas schwerer tun. Das sind die, die durch KI bereits Aufträge verloren haben und ihre Design-Positionierung anpassen müssen.

In vielen Fällen trifft das auch die Junior:innen. Kürzlich veröffentlichte eine GWA-Umfrage aufschlussreiche Ergebnisse, bei der untersucht wurde, ob der Nachwuchs weniger in Strategiearbeit in Agenturen eingebunden wird. Das umfasst zwar nicht direkt den Freelance-Bereich, ist aber ein Signal zum Aufhorchen. Wenn der Nachwuchs in Agenturen weniger strategisch ausgebildet wird, drängen später Freelancer:innen auf den Markt, denen manche Kernkompetenzen fehlen könnten.

Keine Angst mehr vor AI?

Die meisten Teilnehmer:innen der Befragung von freelance.de unterstreichen das Stimmungsbild. 53 % setzen KI täglich ein, 23 % wöchentlich, nur 6 % gar nicht. Und sie fühlen sich auch nicht – oder wenig – bedroht. Sie schätzen die Tools mehr als ein effizienzsteigerndes Werkzeug, so die Studie. Das kommt sicherlich stark auf die jeweiligen Arbeitsbereiche an.

Kein Wunder, dass sich mit der stark angestiegenen Nutzung nun Geschäftsmodelle und Jobbeschreibungen wandeln – und das in allen Bereichen. Tristan Post, KI-Experte und Gründer des AI Strategy Institute, sieht genau hier den großen Vorteil für Kreative ohne starre Firmenstrukturen und kommentiert:

»Während sich viele Unternehmen noch schwertun, generative KI produktiv einzusetzen und interne Hürden wie Compliance-Vorgaben oder Mitbestimmung überwinden müssen, rollt mit agentischen Systemen bereits die nächste Technologiewelle an.«

Oder sie ist schon da. Viele Coder arbeiten fast nur noch mit agentischen Systemen. Damit haben Freelancer:innen einen entscheidenden Vorteil, sofern man diesen auch zu nutzen vermag: die schnellere Anpassungsrate. Man kann allein schließlich viel flotter reagieren, als wenn ein riesenhafter Unternehmens- oder Agenturapparat hinter einem steht.

Zwischen Risikoappetit und Existenzangst

Der zweite Vorteil, den Tristan Post nennt, ist der »höhere Risikoappetit«. Ob der wirklich in allen Bereichen zu finden ist, könnte man für viele Designbereiche überdenken. Denn obwohl aktuell die meisten Freien mit ihrer Arbeit zufrieden sind, zeichnet sich ein unsicheres Stimmungsbild hinsichtlich der finanziellen Lage. Fragt sich, wie risikobereit Einzelne damit sind.

On top: Viele sind unsicher, wie und ob sich die Arbeit mit KI auf die Honorare auswirken wird. 38 % können es noch nicht einschätzen, 32 % sehen keine zukünftige Veränderung, 18 % erwarten niedrigere Preise. Nur 5 % erwarten höhere Preise. Die restlichen 8 % gaben an, dass das für ihr Geschäftsmodell keine Relevanz hat.

Trotz finanzieller Sorgen blicken die meisten Freien konstruktiv nach vorne. Laut Report betrachten nur 24 % KI generell als Risiko. Viele nutzen die Tools stattdessen, um neue Kompetenzen aufzubauen. Dazu zählt die Fähigkeit, einer KI präzise visuelle und konzeptionelle Anweisungen zu geben (Prompt Crafting). Ebenso gehört das Erlernen von Techniken wie Inpainting (gezieltes Ersetzen von Bildteilen) und ControlNet (Stichwort: Stable Diffusion) zum neuen Standard.

Wo aber konkrete Unsicherheiten und Herausforderungen herrschen, legt die Untersuchung ebenfalls offen.

Ganz vorne landen Datenschutzfragen mit 38 %, gefolgt von einer erhöhten Fehleranfälligkeit (34 %) und steigenden Erwartungen seitens der Kundschaft (32 %). Dahinter folgen unklare Haftungsfragen (30 %) sowie Unklarheiten bezüglich des Urheberrechts (27 %). Im Anschluss wurden mangelnde Transparenz (26 %), übermäßige Abhängigkeit (23 %) und ethische Bedenken (15 %) gelistet.

Warum Berufshaftpflicht inklusive KI?

Es empfiehlt sich daher, darüber nachzudenken, eine Berufshaftpflichtversicherung für Design inklusive KI-Risiken abzuschließen, weil die Haftungs- und Verantwortungsfrage in den meisten Fällen noch sehr unklar ist.

Viele Versicherer haben KI bereits in ihre Angebote eingeschlossen. Das ist so wichtig, weil sich Freelancer:innen damit viel sicherer in der KI-Welt bewegen können. Dazu gibt es zahlreiche Beispiele aus der Praxis, zum Beispiel:

Angenommen, ein Kunde beauftragt eine Designerin damit, ein Markenkonzept zu erstellen. Sie nutzt dafür ein KI-Tool. Letztlich laufen unbeabsichtigt Inhalte in das Konzept, die eigentlich geschützt sind. Weder die Designerin noch der Kunde haben das gesehen, bis es nach Nutzung des Konzeptes und Umsetzung der Ideen irgendwann auffällt. Der Kunde erhält eine Abmahnung und eine Schadensersatzforderung, weil geschützte Inhalte des Rechteinhabers genutzt wurden.

Wer haftet hier nun? Zuerst wird der Kunde die Forderung an die beauftragte Designerin weitergeben, da sie schließlich das Konzept entwickelt hat. Hat sie keine Versicherung, wird es ernst. Eine passende Versicherung schafft in solchen Fällen Abhilfe, weil sie den Vorgang prüft – und wenn die Forderung rechtens ist, die Kosten übernimmt. (Fallbeispiel aus der Freelancer-Studie, freelance.de)

Dazu interessant: KI-Recht im Branding – ein PAGE-Seminar

 



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