Künstliche Intelligenz
Chrome 145 bringt JPEG XL zurück
Google hat Chrome 145 für Windows, macOS und Linux veröffentlicht. Die Version umfasst einige kleinere neue Features und schließt elf Sicherheitslücken, darunter drei mit hoher Priorität. Vor allem aber bringt die neue Version des Browsers den Support des Bildformats JPEG XL zurück, dem sich Google offiziell lange verweigert hatte.
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JPEG XL: Von der Entfernung zur Rückkehr
Google hatte die Unterstützung für das Format Anfang 2023 in Chrome 110 entfernt – mit der Begründung, es gebe zu wenig Interesse im Ökosystem und unzureichende Vorteile gegenüber bestehenden Formaten. Die Entscheidung stieß auf massive Kritik: Über 1000 Upvotes im Chromium-Bug-Tracker protestierten gegen die Entfernung, die Free Software Foundation kritisierte die Entscheidung als Einengung von Nutzer-Wahlmöglichkeiten. Jon Sneyers, Mitentwickler von JPEG XL, vermutete einen internen Konflikt bei Google zwischen JPEG-XL-Befürwortern und Vertretern der konkurrierenden Google-Formate AVIF und WebP.
JPEG XL wurde als moderner Standard für Bildkompression entwickelt und basiert auf Googles PIK und Cloudinarys FUIF. Der Standard wurde im Dezember 2020 finalisiert und im Oktober 2021 als internationaler Standard verabschiedet. Das Format bietet höhere Kompressionsraten als JPEG, unterstützt verlustfreie Kompression und ist offen sowie lizenzgebührenfrei. Experimentell war JPEG XL bereits ab Chrome 91 mit einem Feature Flag verfügbar.
Die Neubewertung begann im November 2025, als das Chromium-Team die Wiederaufnahme ankündigte. Ausschlaggebend waren mehrere Faktoren: Apple hatte den JPEG-XL-Support in Safari implementiert, Mozilla seine neutrale Haltung aufgegeben und die PDF-Association das Format im Oktober 2025 als empfohlen in PDF-Spezifikationen aufgenommen. Technisch plant Chromium die Integration von „jxl-rs“, einem Rust-basierten JPEG-XL-Decoder. Google nutzt das Format bereits praktisch: Die Google Cloud Platform DICOM API verwendet JPEG XL für eine Reduktion der Dateigröße um 20 Prozent.
Neue Features in Chrome 145
Chrome 145 bringt außerdem diverse neue Funktionen. Column wrapping für Multicol ermöglicht vertikales Spaltenlayout und 2D-Spaltenlayout. Device Bound Session Credentials schützen Nutzer-Sessions besser. Die neue Origin API vereinfacht die Arbeit mit Origins. Bei CSS unterstützt der Browser nun das text-justify-Property für bessere Kontrolle über Textausrichtung bei Blocksatz sowie prozentuale Werte für letter-spacing und word-spacing für responsive Typografie.
Weitere Neuerungen umfassen eine optimierte Schattenberechnung bei hohen border-radius-Werten, neue Event-Handler wie onanimationcancel für CSS Animations und die focusVisible-Option zur Kontrolle über Fokusring-Anzeige. Das Customizable-select-Element verbessert das Listbox-Rendering, während Monochrome-Emoji im Forced-Colors-Modus die Darstellung verbessern.
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Behobene Sicherheitslücken
Besonders kritisch sind drei als „High Severity“ eingestufte Schwachstellen. CVE-2026-2313 betrifft einen Use-after-free-Fehler in CSS, CVE-2026-2314 beschreibt einen Heap-Buffer-Overflow in den Codecs und CVE-2026-2315 eine fehlerhafte Implementierung in WebGPU. Alle drei Lücken lassen sich durch manipulierte HTML-Seiten ausnutzen und erreichen einen CVSS-Score von 8.8. Für die Meldung von CVE-2026-2313 zahlte Google 8000 US-Dollar an die Forscher Han Zheng, Wenhao Fang und Qinying Wang.
Die mittelschweren Sicherheitslücken umfassen unter anderem CVE-2026-2316, die UI-Spoofing in Frames ermöglicht, sowie CVE-2026-2317, die ein Cross-Origin-Datenleck in der Animation-Implementierung erlaubt. Eine Race-Condition in den DevTools (CVE-2026-2319) könnte Object-Corruption via bösartiger Erweiterungen ermöglichen. Insgesamt zahlte Google für die gemeldeten Schwachstellen Prämien zwischen 500 und 8000 US-Dollar.
Alle Informationen zur neuen Version 145 finden sich in den Release-Notes. Anwender sollten Chrome zeitnah aktualisieren, da die Sicherheitslücken remote über manipulierte Webseiten ausnutzbar sind. Chrome aktualisiert sich in der Regel automatisch, Nutzer können die Aktualisierung aber über „Einstellungen/Über Google Chrome“ manuell anstoßen.
(fo)
Künstliche Intelligenz
Sony stoppt Auslieferung von Speicherkarten
Seit dem 27. März 2026 nimmt Sony keine Bestellungen von Wiederverkäufern für einen Großteil seiner Speicherkarten in den Bauformen SD und CF-Express Typ A oder B mehr an. Auch im eigenen Onlineshop von Sony Japan können die Karten nicht mehr von Verbrauchern direkt erworben werden. Als Grund nennt das Unternehmen einen weltweiten Mangel an Speicherbausteinen und anderen Halbleitern. Die globale Speicherkrise, ausgelöst durch einen rasanten Bau von KI-Rechenzentren, hat damit auch Fotografen und Filmer erreicht. In dieser Woche hatte Sony bereits den Preis der Playstation 5 erhöht.
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Wie das Unternehmen in seiner Mitteilung schreibt, wolle man die Bestellmöglichkeiten nur vorübergehend aussetzen. Wann diese Maßnahme aufgehoben werden könnte, gibt Sony nicht an. Man wolle das gegebenenfalls auf den Produktseiten der Karten bekanntgeben, heißt es. Dass die Produktion eingestellt wäre, geht aus Sonys Mitteilung nicht ausdrücklich hervor – das ist aber naheliegend, wenn die nötigen Bauteile, insbesondere Flash-Speicherchips, nicht verfügbar sind. Diese werden seit Monaten von Hyperscalern zu nahezu jedem Preis aufgekauft, Marktbeobachter rechnen für das erste Quartal 2026 mit einem Preisanstieg von 60 Prozent, was sich fortsetzen soll. Schon seit dem Herbst 2025 haben sich die Preise für SSDs mit NAND-Flash verdoppelt bis verdreifacht.
Sony nennt als nun nicht mehr verfügbare Produkte fast sein gesamtes Angebot an Speicherkarten. Darunter sind die CF-Express-Karten der „Tough“-Serie im Typ A mit Größen von 240 bis 1920 GByte und die Typ-B-Karten mit 240 und 480 GByte. Gleiches gilt für SDXC- und SDHC-Karten der Tough-Serie von 128 bis 512 GByte und andere SD-Stecklinge anderer Serien. Nicht genannt sind bisher eine einzelne CF-Express-B-Karte der Tough-Reihe mit 960 GByte sowie die langsamste SD-Serie mit dem Kürzel „SF-UZ“. Ob es sich dabei um ein Versehen handelt, ist noch unklar.
Speicherkarten teils bereits doppelt so teuer
Bei europäischen Versendern sind die nun ausgesetzten Sony-Karten laut heise Preisvergleich noch gut verfügbar und nicht nennenswert teurer geworden – das könnte sich bald ändern. Andere Speicherkarten, etwa die beliebte Sandisk Extreme Pro UHS-I mit 128 GByte (ab 32,90 €), sind seit Tiefstständen im Sommer 2025 mehr als doppelt so teuer geworden. Gleiches gilt für die meisten Micro-SD-Karten, die etwa in Smartphones, Tablets und Drohnen zum Einsatz kommen und per Adapter auch in größere Kameras passen.
Für Fotografen und Filmer mit modernsten Kameras kann vor allem die absehbar schlechte Verfügbarkeit von CF-Express-Karten zum Problem werden. Die hohen Serienbildraten von bis zu 120 fps im Raw-Format bei der Sony A9 III lassen sich nur mit den auf PCI-Express basierenden Karten erreichen. Gleiches gilt für aktuelle Kameras anderer Hersteller. Zur schnellen Materialsicherung am Set sind die fixen Speicher auch in der Filmproduktion zunehmend beliebt.
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Update
29.03.2026,
18:23
Uhr
Im Onlineshop von Sony Deutschland sind die genannten CF-Express-Karten noch erhältlich. Sie sollen sofort lieferbar sein, allerdings zu Preisen, die weit über anderen Angeboten liegen.
(nie)
Künstliche Intelligenz
Top 10: Das beste Handy-Ladegerät im Test – für iPhone, Samsung & Co. ab 4 Euro
Um Handys zu laden, benötigt man kein teures Ladegerät. Wir haben über zehn USB-Netzteile unter 65 W auf ihre Leistung getestet und zeigen die besten.
Die Hersteller haben einen neuen Weg gefunden, bei ihren Smartphones Geld zu sparen: Sie legen kein Ladegerät mehr bei. Apple hat es 2021 bei seiner iPhone-12-Reihe vorgemacht, Samsung und Google zogen nach und legen den meisten Smartphones ebenfalls kein Netzteil mehr bei. Offiziell geht es nicht um Kostenreduktion, sondern um Nachhaltigkeit. Schließlich hat so ziemlich jeder mindestens ein funktionierendes Ladegerät zu Hause herumliegen. Das mag stimmen, allerdings unterstützen die alten Netzteile häufig keine aktuellen Standards und laden das Handy deshalb weniger schnell auf.
Wir haben uns für diesen Vergleichstest USB-C-Netzteile unter 65 Watt (W) angeschaut und sie getestet. Die Geräte decken ein breites Spektrum aus beliebten Marken und verschiedenen Schnellladetechniken ab.
Was ist das beste Ladegerät fürs Handy?
Um ein Smartphone laden zu können, genügt in der Regel ein günstiges Ladegerät unter 65 W. Es gibt wenige Smartphones, die schneller laden können, aber meist auf eigene Schnellladestandards setzen. Dazu erklären wir mehr im Rat-gebenden Teil unter der Top 10.
Viele Handys unterstützen weiterhin nur Ladeleistungen bis etwa 30 W oder weniger. So lädt etwa das iPhone 15 Pro Max nur mit 20 W, ein Pixel 8 Pro (Testbericht) schafft bei einem Ladegerät mit der richtigen PPS-Range immerhin 30 W. Ein Ladegerät dieser Leistungsklasse ist zwar preiswert sowie kompakt, allerdings nur für Handys und nicht für Laptops oder leistungsstarke Tablets geeignet, da diese einen höheren Ladestrom benötigen.
Alle Ladegeräte in dieser Bestenliste setzen auf USB-C und liegen unter 65 W. Micro-USB spielt keine Rolle mehr, USB-A ist manchmal mit an Bord.
Wegen des guten Gesamtpakets zum fairen Preis küren wir den Anker 313 Ace Charger für 20 Euro zum Testsieger. Wegen des cleveren Aufbaus mit angewinkeltem Stecker, guter Verarbeitung und Leistung wird das Baseus Picogo 45W für 12 Euro zum Technologiesieger. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis gibt es beim Ikea Sjöss 20W, das nur schlanke 4 Euro kostet.
Testverfahren
Zur Vergleichbarkeit machen wir eine Auswertung der Effizienz der Ladegeräte, beantworten also die Frage, wie groß die Abweichung zwischen aus dem Hausnetz bezogener und beim Endgerät ankommender Leistung ist. Dieser Wert zeigt, welche Ladegeräte auf die effizienteste Elektronik setzen und welche nicht. Ansonsten achten wir auf Verarbeitung, Optik und weitere Auffälligkeiten, wie störende Dauerbeleuchtung oder Fiepgeräusche der Elektronik.
Zur Ermittlung von Effizienz und Leistung nutzen wir das Messgerät F-nirsi FNB58, das uns Banggood zur Verfügung gestellt hat, und hängen es zwischen USB-C-Stecker und Smartphone. Es gibt über ein integriertes LCD unter anderem die Leistung in W aus. Zudem zeigt es an, auf welche Schnellladetechnik sich das Netzteil und das Mobilgerät geeinigt haben. Den eigenen Energiebedarf stillt es über das angeschlossene USB-C-Kabel. Dieser ist jedoch so gering, dass wir ihn in unserer Messung ignorieren. Eine Dokumentation gibt es nicht. Das Messgerät verfügt obendrein über eine Funktion zum Lauschen am Power-Delivery-Protokoll und gibt dessen Spezifikationen an.
| Anker 313 Ace Charger | 45 | ✖ | ✔ | 91,26 | ✔ (3,3-16 V / 3 A; 3,3-11 V / 5 A; 3,3-21 V / 2,25 A) |
| Baseus PicoGo 45W | 45 | ✖ | ✔ | 90 | ✔ (3,3-11 V / 5 A; 3,3-16 V / 3 A) |
| Ikea Sjöss 20W | 20 | ✖ | ✔ | 91,7 | ✖ |
| Nohon 35W Mini PD-Charger (NX-CD029) | 35 | ✔ | ✔ | 89,41 | ✖ |
| Revolt ZX-3658-581 | 30 | ✔ | ✔ | 89 | ✔ (3,3-11 V / 3 A; 3,3-16 V / 2 A) |
| Anker 45W Charger (A2653) | 45 | ✖ | ✔ | 90 | ✔ (3,3-21 V / 2,25 A; 3,3-11 V / 5 A) |
| Iniu I623 45W GaN II | 45 | ✔ | ✔ | 88,5 | ✔ (3,3-11 V / 4 A) |
| Ugreen Nexode 30W | 30 | ✖ | ✔ | 87 | ✔ (3,3-11 V / 3 A) |
| Anker 511 Charger | 30 | ✖ | ✔ | 88 | ✔ (3,3-11 V / 3 A; 3,3-16 V / 2 A) |
| Ugreen Nexode 45W | 45 | ✔ | ✔ | 87 | ✔ (3,3-11 V / 4 A) |
Zudem verwenden wir ein haushaltsübliches Strommessgerät vor dem Lader, um dessen Stromverbrauch zu erkennen. Je höher der Wirkungsgrad, desto effizienter ist ein Netzteil. Je niedriger, desto mehr Energie wird in Wärmeenergie umgewandelt. Bei all diesen Messmethoden kann es allerdings zu Messungenauigkeiten kommen, weshalb dieser Wirkungsgrad nur als ungefährer Vergleichswert zu verstehen ist.
Im Test lädt jedes Gerät etwa 20 Minuten, von uns protokolliert wird ein gerundeter Mittelwert. Um eine konstante Last zu haben, nutzen wir einen elektronischen Lastsimulator. Mit diesem prüfen wir außerdem, ob die Abschaltung bei Überlast funktioniert, indem wir stufenweise die Leistung über die Maximalangabe hinaus hochschalten. Verwendet wurde ein hochwertiges USB-C-auf-USB-C-Kabel, das 240 W übertragen kann – also genug für Ladegeräte bis 65 W. Was ein gutes USB-C-Kabel ausmacht, zeigen wir in der Kaufberatung USB-C-Kabel: Nicht jedes kann alles.
Aus Vergleichszwecken haben wir auch ältere USB-A-Ladegeräte getestet, deren Ergebnisse finden sich weiter unten in der Tabelle.
Auch wenn ein Netzteil mehrere USB-C-Ports und/oder einen USB-A-Port bietet, haben wir zwecks der Vergleichbarkeit immer nur ein einzelnes Gerät über einen USB-C-Port gemessen. Die Lader, die nur einen USB-A-Port bieten, testen wir darüber.
Schnellladetechnik
Zu den wichtigsten und am weitesten verbreiteten Ladetechniken gehört Quick Charge (QC) und Power Delivery (PD). Während Quick Charge Android-Smartphones mit Qualcomm SoC unterstützen, nutzt unter anderem Apple den Power-Delivery-Standard.
Bei den Schnellladetechniken handeln Lader und Endgerät die Kombination aus Spannung und Strom aus. Üblicherweise bietet das Netzteil verschiedene Kombinationen an, aus denen sich das Endgerät die passende heraussucht. Das geschieht über den Control Channel (CC) des USB-C-Steckers. Auch deswegen ist es wichtig, das richtige Kabel zu wählen. Arbeitet der Chip im Kabel nicht korrekt, überträgt das Ladegerät maximal drei Ampere.
Dabei ist USB Power Delivery 3.0 der erste Standard, der Qualcomms Quick Charge und Apple Lightning ersetzen kann. Mit USB-PD 3.0 werden die bisherigen Power-Profile mit der festen Zuordnung von Spannung und Maximalstrom durch flexible Power Rules abgelöst. Dabei gilt, je höher die Nennleistung, desto mehr Kombinationen sind möglich. Deswegen laden USB-Ladegeräte mit USB-PD 3.0 auch kompatible Geräte über den Schnellladestandard Quick Charge.
Wer mehr über Power Delivery erfahren möchte, dem empfehlen wir den Heise-Beitrag: Passt irgendwie.
Proprietäre Schnelllade-Funktionen
Immer mehr Hersteller setzen jedoch auf eigene Schnellladestandards, was die Bemühungen von Power Delivery wieder zur Makulatur macht. Denn geht ein Hersteller beim Schnellladen seinen eigenen Weg, lassen sich diese Smartphones ausschließlich mit den herstellereigenen Netzteilen schnell aufladen. An fremden Ladegeräten fallen sie auf Ladegeschwindigkeiten von teils unter 20 W zurück, wodurch ein Ladevorgang enorm lang dauert.
Bei vergangenen Tests hat sich das bei unseren Versuchs-Smartphones Honor Magic 5 Pro (Testbericht) und Xiaomi Redmi Note 12 Pro+ (Testbericht), die beide über 60 W laden können, als großes Problem herausgestellt. Keines der getesteten Ladegeräte hat die beiden Handys auch nur ansatzweise mit ihrer maximal möglichen Ladeleistung versorgt. Die Werte betrugen unter 10 W und wichen bis auf einzelne Ausreißer kaum mehr als 3 W voneinander ab, was Laden zur Geduldsprobe macht.
Was ist PPS und wofür benötigt man es?
In unserer Praxiserfahrung und vielen Smartphone-Tests hat sich zudem gezeigt, dass diese Besonderheit teils von Smartphone zu Smartphone unterschiedlich auftritt. Während das eine problemfrei lädt, verweigert ein anderes die Schnellladung. Eine Spielart, die dahinterstecken kann, ist die PD-Erweiterung PPS (Programmable Power Supply) – eigentlich dazu da, um Spannung und Strom automatisch in Echtzeit dynamisch ändern zu können.
Dadurch soll jederzeit die maximal mögliche Ladeleistung nutzbar sein. Doch diese Technologie kann dafür sorgen, dass Ladegeräte, die nicht auf die exakt gleiche Spannung einsetzen, auf die nächst niedrigere, mit Ladegerät und Endgerät kompatible Spannung zurückfallen (Einblicke im Artikel von heise online).
Das ist gerade dann ärgerlich, wenn man grundsätzlich schnell laden könnte, aber Kabel und Lader nicht zum Standard des Endgeräts passen. Hier muss man also auf die Leistungsdaten im Detail schauen oder bei den Herstellerladegeräten bleiben. Wir geben entsprechend dazu die Angaben der Hersteller zu PPS an und prüfen die Anschluss-Spezifikationen mit einem PD-Listener.
Standardladegeräte
Um zu zeigen, dass sich der Umstieg auf ein Schnellladegerät mit USB-C lohnt, testen wir auch ältere Lader. Mit dabei ist als einziges USB-C-Ladegerät der Google-Charger G1000-EU. Die Netzteile von Xiaomi, Samsung und Oneplus verfügen über einen gewöhnlichen USB-A-Anschluss. Der Google-Charger bietet als Schnellladetechnik Quick Charge, nicht jedoch Power Delivery 3.0. Damit lädt er zwar die Smartphones von Samsung, Google und Oneplus schnell, nicht jedoch das iPhone 13 Mini. Die Netzteile von Xiaomi und Samsung laden alle getesteten Smartphones deutlich langsamer als die hier gezeigten USB-C-Ladegeräte.
Eine Ausnahme bildet der Oneplus Warp Charger in Verbindung mit dem Oneplus 7T Pro. Diese kommunizieren über einen eigenen, proprietären Schnellladestandard und erreichen so ausgezeichnete 25 W. Bei den Smartphones von Samsung und Apple erreicht es gute normale Werte, beim Google Pixel 7 fällt es jedoch durch.
Wireless-Charger: Qi oder Magsafe
Neben den kabelgebundenen Lademöglichkeiten kann man je nach Handy auch kabellos laden. Beim iPhone gelingt das per Magsafe, Android-Smartphones verwenden Qi – wobei sich die Techniken neben dem verwendeten Ladeprotokoll im Wesentlichen dadurch unterscheiden, dass Magsafe das iPhone magnetisch festhält. Legt man allerdings ein Qi-fähiges Smartphone ohne Magneten auf ein Magsafe-Pad, beginnt der Ladevorgang dennoch. So sind die Geräte zwar kompatibel, das Magsafe-Protokoll kann ein offizielles Magsafe-Handy allerdings schneller laden.
Fazit
Der Vergleichstest zeigt, dass USB-C-Ladegeräte mit Schnellladetechniken die Smartphones teilweise bis zu doppelt so schnell laden wie alte Netzteile mit USB-A-Port. Überdies verdeutlicht der Test, dass ein Schnellladegerät mit 20 W für das Laden eines einzelnen Handys ausreicht. Das sind gute Nachrichten, schließlich kosten die Ladegeräte mit geringerer Leistung in W auch deutlich weniger Geld. Die höhere Leistung ist nur nötig, wenn entweder mehrere Geräte gleichzeitig geladen werden sollen oder ein Notebook oder Macbook mit am Ladegerät hängt.
Als Vergleichssieger küren wir den Anker 313 Ace Charger. Er bietet eine große PPS-Range, 45 W an Leistung und einen kleinen Formfaktor zum fairen Preis. Im Gegensatz dazu ist das Apple Ladegerät mit 30 W für über 30 Euro geradezu teuer. Trotzdem sind beides keine schlechten Netzteile, letzteres richtet sich vorwiegend an Apple-Geräte.
Insgesamt zeigt unser Vergleich, dass man für ein gutes Ladegerät für Smartphone, Tablet oder Zubehör nicht mehr über 25 Euro ausgeben muss. Modelle für nur ein Gerät kosten inzwischen sogar weniger als 15 Euro und bieten teilweise noch Extras wie Steckeraufsätze. Solche Reiseadapter und was man dazu wissen sollte, stellen wir auch in unserem Ratgeber Reiseadapter und Multistecker fürs Ausland: Überall Steckdosen nutzen ab 7 Euro vor.
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Künstliche Intelligenz
Android: Neue Sideloading-Regeln sollen bei Gerätewechsel weiter erfüllt bleiben
Sideloading auf Geräten mit Googles Android-Betriebssystem wird zwar komplizierter – aber doch etwas weniger, als bisher erwartet: Eine 24-Stunden-Frist, die in bestimmten Fällen abgewartet werden muss, um die Sideloading-Installation durchzuführen, gilt auch für neue Geräte als erfüllt, wenn sie auf einem anderen Gerät schon erfüllt wurde. Darüber informierte jetzt ein Google-Verantwortlicher.
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Google hat die neue Frist für die manuelle Installation von Apps aus unbekannten Quellen vor Kurzem angekündigt und setzt sie im Rahmen eines „Advanced Flow“ um. Unbekannt heißt hier: Es handelt sich um eine APK-Datei von einem Entwickler, der sich nicht nach Googles neuen, strengen Richtlinien verifiziert hat. Hintergrund des neuen Advanced Flow ist eine Betrugswelle in Südamerika und Südostasien, bei der die Täter ihre Opfer durch Schockanrufe dazu bringen, Malware-APKs auf ihrem Gerät zu installieren. Dabei geht es oft um den Klau von Kreditkartendaten oder Ähnliches.
Advanced Flow als Mittelweg
Von Anfang an stand Googles neue, restriktive Politik bei dem Thema aber in einem Spannungsfeld: Sicherheit für alle Nutzer einerseits versus Offenheit für die manuelle Installation von Apps andererseits. Der Advanced Flow soll ein Mittelweg sein, jedoch ein mühsamer: Nutzer aktivieren auf ihrem Gerät die Entwickleroptionen, bestätigen dann, dass sie nicht unter Anleitung handeln (beispielsweise von Betrügern), starten ihr Gerät neu (um mögliche Telefonate mit Betrügern zu unterbrechen), warten die 24-Stunden-Frist ab und können dann die Installation durchführen.
Zumindest eine kleine Erleichterung gibt es bei dem Thema: Wer auf einem Gerät bereits den Advanced Flow aktiviert hat und dann auf ein anderes wechselt, der muss ihn hier nicht erneut aktivieren. Das erklärte Matthew Forsythe, Produktmanager bei Google, jetzt in einem Video. Eine Ausnahme macht Forsythe ebenfalls deutlich: Wer seine Apps über die Android Debug Bridge (ADB) am PC installiert, ist vom Advanced Flow nicht betroffen und muss auch keine 24 Stunden warten, so soll es in Zukunft auch bleiben. Die Frist auf dem Gerät über ADB zu deaktivieren, ist laut Forsythe aber nicht möglich.
Verifikationsprozess für Entwickler
Der Advanced Flow kann wahlweise dauerhaft oder für 7 Tage aktiviert werden. Sobald er sich wieder deaktiviert, werden Updates für die betroffenen manuell installierten Apps blockiert. Den Entwicklermodus können Nutzer nach der Aktivierung des Advanced Flow wieder ausstellen, ohne dass der Advanced Flow sich auch deaktiviert. Anderes wäre auch ungünstig, denn manche Apps funktionieren nicht im Entwicklermodus.
Um mit ihren Apps nicht unter die strengen neuen Regeln zu fallen, müssen Entwickler sich selbst und ihre Organisation bei Google verifizieren sowie ihre App signieren. Genaueres dazu hat Google in einem Blogbeitrag und einer Präsentations-PDF veröffentlicht. Die Verifikation soll ab jetzt möglich sein. Ab September dieses Jahres sollen die neuen Regeln dann laut Google für Apps in Brasilien, Indonesien, Singapur und Thailand in Kraft treten, im Zeitraum ab 2027 dann auch weltweit. Sie greifen für zertifizierte Android-Geräte, also solche, auf denen mindestens ein Google-Dienst vorinstalliert ist. Kritiker werfen dem Konzern vor, sich durch die verpflichtende Registrierung zum Torwächter fremder App-Verbreitungswege zu machen.
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